Neues aus Neustadt:

Zwei Brunnen sprudeln wieder – Neustadt freut sich

+ Brunnen sprudeln wieder rechtzeitig zur NeustadtNacht

* Sanierung schneller und günstiger als geplant
* Vandalismus-Opfer „Mädchen am Brunnen“ wie neu

**Neustadt: Wasser marsch – zwei Brunnen in der Innenstadt sind wieder fit für den Sommer**

Pünktlich zur warmen Jahreszeit gibt es in der Neustädter Innenstadt wieder ein schönes Bild: In gleich zwei Brunnen fließt nach der Renovierung wieder das Wasser. Sowohl der Neptunbrunnen am Marktplatz als auch der kleinere Brunnen am Bürgermeister-Vogel-Platz wurden instand gesetzt – und das schneller sowie teilweise günstiger als geplant.

Seit dem Jahr 1734 prägt der römische Wassergott Neptun den Marktplatz in Neustadt. Mit seiner Gabel in den Himmel gereckt, ist die Figur bis heute ein markanter Blickfang in der Innenstadt. Dass dort kein Markgraf steht, sondern ausgerechnet Neptun, gilt als Ausdruck des einstigen reichsstädtischen Selbstverständnisses – und erinnert zugleich daran, wie wichtig Wasser schon immer für das Leben in der Stadt war. Darauf wird auch bei Stadtführungen immer wieder hingewiesen.

Der ursprüngliche Brunnen wurde bereits 1921 durch eine Kopie ersetzt. Doch auch an dieser hat der Zahn der Zeit genagt. Die letzte größere Restaurierung lag rund 25 Jahre zurück. Während die Neptunfigur selbst noch in einem guten Zustand war, hatten die Sandsteine am und im Becken deutlich gelitten. Fachleute stellten unter anderem Mikrobenbefall, Frostschäden, lose Teile, Risse und abplatzende Stellen fest.

Wie Gerald Schorr, Leiter des Neustädter Bauamtes, erklärte, war ursprünglich mit einer Bauzeit von sechs Wochen gerechnet worden. Tatsächlich konnte der Brunnen aber schon nach drei Wochen wieder in Betrieb genommen werden – und damit rechtzeitig zur NeustadtNacht.

Auch Bürgermeister Alexander Müller zeigte sich erfreut über das Ergebnis. Nicht nur, dass der restaurierte Brunnen nun wieder den Blick aus seinem Amtszimmer verschönert: Die beteiligten Firmen sorgten außerdem dafür, dass die Arbeiten schneller und günstiger als erwartet abgeschlossen werden konnten. Statt der kalkulierten 21.000 Euro beliefen sich die Kosten am Ende auf rund 16.000 Euro.

**Auch das „Mädchen am Brunnen“ erstrahlt wieder**

Renovierungsbedarf gab es auch am kleinen Brunnen am Bürgermeister-Vogel-Platz an der Parkstraße. Dort war die Umrandung aus Muschelkalk locker und verschoben, außerdem war der Brunnen undicht. Thomas Rost vom Bauhof brachte eine neue Abdichtung ein. Mit Kosten von rund 3.000 Euro wurde auch dieser Brunnen wieder für die kommenden Jahre fit gemacht.

Besonderes Augenmerk lag zudem auf der Figur des „Mädchens am Brunnen“. Die Statue war in den Wintermonaten aufwendig restauriert worden, nachdem sie zuvor mehrfach mutwillig beschädigt worden war. Unbekannte hatten Arme und Kopf abgetrennt und auch den Rumpf erheblich zerstört.

Ein ortsansässiger Steinmetzbetrieb übernahm die Instandsetzung der Figur. Für rund 3.500 Euro erhielt das Mädchen am Brunnen gewissermaßen eine Frischzellenkur und präsentiert sich nun wieder in ansehnlichem Zustand. Passanten legten ihr sogar frischen Flieder in den Schoß – ein kleines Zeichen dafür, dass die restaurierte Figur auch den Neustädtern am Herzen liegt.

Bürgermeister Müller hofft nun, dass das „Mädchen am Brunnen“ künftig von weiterem Vandalismus verschont bleibt.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn in Neustadt die Brunnen wieder sprudeln, ist das mehr als nur eine optische Verschönerung. Es zeigt auch, dass öffentliche Plätze dann am schönsten sind, wenn man sie pflegt – und wenn alle ein bisschen mit aufpassen. Gerade beim „Mädchen am Brunnen“ wäre es schön, wenn die Frischzellenkur diesmal länger hält als die Geduld mancher Vandalen. Und ganz ehrlich: Ein Brunnen mit Wasser ist halt doch deutlich charmanter als einer, der nur trocken vor sich hin dekoriert.

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