Neues aus Neustadt:

Wilhelmstraße bleibt vorerst nur bis zur Apotheke saniert

+ Wilhelmstraße: Stadtrat stoppt Gehwegsanierung an der Neuen Apotheke

* Neustadt ringt um Plärrer-Zukunft und familienfreundliche Innenstadt
* 30.000 Euro extra: Streit um Pflaster oder Stadtentwicklung

# **Plärrergestaltung bleibt weiter offen**
## Gehwegsanierung in der Wilhelmstraße wird vorerst nur bis zur Neuen Apotheke ausgeführt

Neustadt an der Aisch – Die Sanierung der Gehwege in der Wilhelmstraße kommt voran, eine Verlängerung der Arbeiten bis zum Kriegerdenkmal wurde im Stadtrat nun aber mehrheitlich abgelehnt. Damit bleibt die Maßnahme zunächst bei dem bereits beschlossenen Abschnitt.

Betroffen sind die Gehwege vor den Gebäuden mit den Hausnummern 13 bis 45 sowie 16 bis 34. Die ausführende Firma hatte angeboten, die zusätzlichen Pflasterarbeiten für rund 30.000 Euro zu den bereits vereinbarten Konditionen gleich mit zu übernehmen. Konkret ging es dabei um den Bereich von Hausnummer 34, der Neuen Apotheke, bis zum Kriegerdenkmal.

Im Stadtrat gingen die Meinungen dazu auseinander. Richard Dollinger (CSU) sprach sich für die Erweiterung aus. Kritisch äußerten sich dagegen unter anderem Stefan Wust (SPD), der die Sanierung lediglich bis zum Rand der Apotheke für sinnvoll hielt. Er warnte davor, dass der Gehweg später womöglich erneut aufgerissen werden müsse. Auch Gerd Scheuenstühl (FDP) lehnte die zusätzliche Vergabe ab. Seiner Ansicht nach sei der Gehweg in diesem Abschnitt noch funktional und sicher. Ähnlich sah es Harald Haag (Freie Wähler/FWG), der keine gravierenden Mängel erkennen konnte und das Geld lieber sparen wollte.

Scheuenstühl brachte außerdem eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Titel „Zukunft Innenstadt“ ins Gespräch. Ziel solle es sein, gemeinsam Ideen für die Belebung der Innenstadt sowie für Innovation, Start-ups und Wirtschaft zu entwickeln.

Auch der Bereich am Plärrer kam in der Diskussion wieder zur Sprache. Manfred Dietlein (SPD) erinnerte an frühere Überlegungen zur Neugestaltung und schlug vor, den Platz stärker kinder- und familienfreundlich auszurichten. Denkbar seien etwa Fontänen oder andere Wasserelemente, durch die Kinder laufen können. Zusätzlich regte er eine Sprühnebelwand an, wie sie in vielen Städten inzwischen bei hohen Temperaturen eingesetzt wird.

David Muck (Bündnis 90/Die Grünen) mahnte an, die bereits vorhandenen Planungen nicht durch zusätzliche Pflasterarbeiten zu verbauen. Am Ende setzte sich im Gremium jedoch die Mehrheit für die kleinere Lösung durch: Die Pflasterarbeiten werden nur bis zur Neuen Apotheke ausgeführt.

**Kommentar der Redaktion:**
Der Ruf nach Arbeitskreisen scheint aktuell fast überall ein beliebtes Mittel zu sein – von Berlin bis in die Kommunalpolitik. Grundsätzlich ist „an die Zukunft denken“ natürlich richtig. Aber manchmal gehört zur Zukunft einer Stadt eben auch, einen Platz so zu gestalten, dass er attraktiv, nutzbar und bei Hitze auch ein bisschen klimafreundlicher wird. Und ein praktischer Nebeneffekt sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden: Wenn eine Firma bereits vor Ort arbeitet und die Gegebenheiten kennt, kann das am Ende oft schneller und günstiger sein, als alles später noch einmal neu auszuschreiben. Da spart man nicht nur Geld, sondern manchmal auch Nerven.

*Foto: Die Darstellung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich als unverbindliche Visualisierung einer möglichen Umgestaltung des Platzes.*

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