Neues aus Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim:

SPD fordert bessere Klinikfinanzierung

+ Kliniken vor dem Aus: SPD fordert Rettung

* 36-Millionen-Defizit: Bund soll endlich handeln
* Ländliche Versorgung sichern: Gesundheit ist keine Ware

# SPD-Kreistagsfraktion mahnt bessere Krankenhausfinanzierung an
## Heike Gareis schreibt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken – Kliniken im Landkreis weiter unter Druck

Neustadt an der Aisch / Bad Windsheim – Die finanziellen Sorgen um die Kreiskliniken im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim reißen nicht ab. Nach den jüngsten Diskussionen um die wirtschaftliche Lage der Häuser meldet sich nun auch die SPD-Kreistagsfraktion mit deutlichen Worten zu Wort. Fraktionsvorsitzende Heike Gareis hat einen offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geschickt und fordert darin eine grundlegende Verbesserung der Krankenhausfinanzierung.

Im Mittelpunkt des Schreibens steht die klare Botschaft: Die Kliniken in Neustadt und Bad Windsheim sind für die Menschen in der Region unverzichtbar. Sie sichern die medizinische Versorgung von mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, sind wichtige Arbeitgeber und ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gleichzeitig, so Gareis, gerieten die Häuser immer stärker unter finanziellen Druck.

Die SPD verweist darauf, dass der Landkreis seine Krankenhäuser seit Jahren mit erheblichen Mitteln stützt und auch die Beschäftigten sowie die Geschäftsführung immer wieder zu Einsparungen und Anpassungen bereit gewesen seien. Trotzdem hätten sich Defizite in einer Größenordnung von rund 36 Millionen Euro aufgebaut. Diese seien nicht vor Ort verursacht worden, sondern Ausdruck eines Systems, das die tatsächlichen Kosten im Krankenhausbetrieb nicht mehr ausreichend abdecke.

Für die SPD-Kreistagsfraktion ist klar: Die Belastungsgrenze der Kommunen sei längst erreicht. Jetzt müsse der Bund seiner Verantwortung gerecht werden. Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Recht auf eine verlässliche medizinische Versorgung in erreichbarer Nähe – gerade im ländlichen Raum, wo andere Bedingungen gelten als in Ballungszentren. Gesundheit dürfe nicht allein unter dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden, heißt es in dem Schreiben.

Die Fraktion fordert deshalb eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung der Kliniken, spürbare Entlastungen für die Kommunen und langfristige Perspektiven für Krankenhäuser außerhalb der Großstädte. Denn am Ende gehe es nicht nur um Zahlen, sondern um die Frage, ob Menschen im Landkreis auch künftig im Notfall und bei notwendiger Behandlung auf eine wohnortnahe Versorgung zählen können.

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