## Neue Broschüre, laufende Projekte und der Blick nach vorn: LAG Aischgrund tagte in Diespeck
Im neuen Begegnungshaus in Diespeck hat die LAG Aischgrund jetzt ihre Mitgliederversammlung abgehalten – und dabei nicht nur auf abgeschlossene und laufende Projekte geblickt, sondern auch auf die Zukunft der Leader-Förderung. Mitgebracht hatte Vorsitzender Klaus Meier außerdem druckfrisch eine neue Broschüre über die Figurenbeuten im Aischgrund. Klar wurde bei der Versammlung: In der Region wurde in den vergangenen Jahren viel bewegt – doch für die kommenden Jahre braucht es weiter Rückhalt für das Förderprogramm.
Wie die LAG Aischgrund mitteilt, stellt die neue Broschüre insgesamt elf Figurenbeuten zwischen Lonnerstadt und Bad Windsheim vor. Viele dieser Holzskulpturen konnten mit Unterstützung aus dem Leader-Programm umgesetzt werden. Gestaltet wurden sie von der Nürnberger Imkerin und Künstlerin Birgit Jönsson.
Auch bei den Ausstellungen ist weiter einiges in Bewegung. Die Mühlenausstellung ist derzeit erneut im Aischgrund unterwegs und wurde erstmals auch in Seniorenheimen gezeigt – mit guter Resonanz. Aktuell ist sie in der Kunstmühle in Lonnerstadt zu sehen, ab dem 10. Juni dann in der Stöckacher Mühle. Bereits im Frühjahr 2025 präsentierte der Höchstadter Spix-Verein zudem die Entdecker-Ausstellung der LAG Aischgrund im Kaupper-Haus am Marktplatz.
LAG-Geschäftsführerin Anne Billenstein zog in der Sitzung Bilanz zur vergangenen Förderperiode. Demnach wurden 69 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 4,25 Millionen Euro beantragt. Ausbezahlt wurden letztlich 3,41 Millionen Euro. Als Beispiele für umgesetzte Vorhaben nannte sie das Streuobsterlebniszentrum „Bernatura“ in Burgbernheim, das Bürgerzentrum in Steinach an der Ens sowie das evangelische Gemeindehaus in Bad Windsheim.
In der laufenden Förderperiode standen insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil davon ist bereits gebunden, rund 400.000 Euro können aber noch für neue Projekte beantragt werden. Leader-Anträge sind noch bis Januar 2027 möglich, bis Ende 2028 müssen die Maßnahmen dann vollständig abgerechnet sein.
Mehrere Projekte wurden bereits abgeschlossen. Dazu gehören der Inklusionsspielplatz in Neustadt an der Aisch, der Bikepark in Wachenroth sowie das Nutzungs- und Betriebskonzept für die Synagoge in Mühlhausen. Hinzu kommen kleinere Vorhaben wie der Bücherschrank in Neustadt, die Außentischtennisplatte in Peppenhöchstädt und der Lagercontainer des Imkervereins 1880 Bad Windsheim.
Klaus Meier berichtete außerdem vom bereits erfolgten Spatenstich für den „Turm der Regionen“, der die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim bereichern soll. Das Projekt wird von den drei Lokalen Aktionsgruppen Aischgrund, Rangau und Südlicher Steigerwald mitfinanziert. Ziel sei es, auch über die Landesgartenschau hinaus touristische Impulse für die Region zu schaffen. Landrat und LAG-Vorstandsmitglied Dr. Christian von Dobschütz brachte ergänzend ins Spiel, dass der Turm möglicherweise sogar eine Rutsche für Kinder bekommen könnte.
Mit aktuell 350 Mitgliedern wächst die LAG Aischgrund leicht weiter. Noch offen ist allerdings, wie die Leader-Förderung nach der aktuellen Phase konkret ausgestaltet wird. Nach Einschätzung von Klaus Meier und Koordinator Ekkehard Eisenhut ist davon auszugehen, dass künftig weniger Mittel zur Verfügung stehen könnten. Umso wichtiger sei es, dass sich die politischen Vertreterinnen und Vertreter der Region für den Fortbestand des Programms in seiner bisherigen Form einsetzen.
### Kommentar der Redaktion:
Wenn man sich anschaut, was mit Leader-Geldern in der Region alles entstanden ist, dann sieht man schnell: Das sind keine trockenen Fördertöpfe, sondern oft ganz konkrete Projekte, die vor Ort etwas verändern. Vom Spielplatz bis zur Ausstellung, vom Gemeindehaus bis zum Aussichtsturm. Natürlich klingt „Lokale Aktionsgruppe“ erstmal nicht nach Partykracher – aber am Ende steckt dahinter ziemlich viel für die Lebensqualität im ländlichen Raum. Und wenn am „Turm der Regionen“ wirklich noch eine Rutsche kommt, dann ist das wahrscheinlich die charmanteste Form von Regionalentwicklung, die man sich vorstellen kann.



