Neues aus Emskirchen:

Schattenspender machen den Pausenhof klimafit

+ Fördercent finanziert Schattenbäume für Emskirchens Schulhof

* Innovatives Pflanzkonzept trotzt Hitze und spart Wasser
* Pilotprojekt stärkt Umwelt, Insekten und Schule

# Schattenspender für den Pausenhof in Emskirchen

Mehr Schatten, mehr Grün und dazu noch ein Plus für Umwelt und Klima: Auf dem Pausenhof der Schule in Emskirchen ist jetzt ein besonderes Pflanzprojekt umgesetzt worden. Möglich wurde das über das Förderprogramm „Fördercent“ des Energieversorgers N-Ergie, das Kommunen unterstützt, die Ökostrom nutzen. Für jede verbrauchte Kilowattstunde grünen Stroms fließt dabei ein Cent in regionale Umweltprojekte. In Emskirchen wurde das Geld nun in neue Schattenbäume investiert.

Dabei handelt es sich nicht einfach um irgendeine Begrünung. Wie Johannes Wagner erläuterte, wurden mit Bedacht Baumarten ausgewählt, die auch mit künftig zu erwartenden höheren Temperaturen gut zurechtkommen sollen. Gepflanzt wurden unter anderem Ahorn und Zelkove – also sogenannte Schattenbäume, die langfristig für ein angenehmeres Klima auf dem Schulgelände sorgen können.

Wagner setzt dabei bewusst auf junge Setzlinge. Diese seien robuster und zugleich pflegeleichter als größere, bereits weiter entwickelte Bäume. Außerdem sei deren Wasserverbrauch in der Aufzucht deutlich geringer. So werde nicht nur nachhaltig gepflanzt, sondern auch ressourcenschonend gearbeitet.

Besonders innovativ ist das zugrunde liegende Pflanzkonzept: Gemeinsam mit dem Weißenburger Baumschulinhaber Gerd Meyer entwickelte Wagner ein sogenanntes „Gesellschaftskonzept“. In einem 1,25 mal 1,25 Meter großen Pflanzbereich, dem sogenannten Affolter, wachsen die künftigen Schattenspender nicht allein, sondern gemeinsam mit weiteren Pflanzen, Bäumen und Begleitgrün. Die Idee dahinter: Als Pflanzengemeinschaft sollen sie sich gegenseitig unterstützen und ein kleines, funktionierendes Mikroökosystem bilden.

Emskirchens Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht zeigte sich überzeugt von dem Modell und sprach von einem „sensationellen Konzept“. Das Projekt auf dem Schulgelände könnte deshalb als Pilot für weitere geeignete Flächen im Gemeindegebiet dienen. Mit Spannung werde nun beobachtet, wie sich die Pflanzung entwickelt und wie gut künftig Schatten für den Pausenhof und möglicherweise auch für Innenräume des Gebäudes entsteht.

Auch Schulleiter Fabian Lorenz begrüßte die Maßnahme. Gerade an einer Ganztagsschule, in der Schülerinnen und Schüler auch nachmittags betreut werden, sei ein angenehmer und geschützter Außenbereich besonders wichtig.

Zusätzliche ökologische Vorteile bringt das Projekt ebenfalls mit sich: Die Bäume wurden ohne Kunststoff gepflanzt, rund um die Pflanzbereiche entsteht zudem eine Blumenwiese. Damit profitieren nicht nur die Kinder und Lehrkräfte, sondern auch Insekten und Kleintiere. Walter Platzöder, Kommunalmanager von N-Ergie, lobte daher das Umweltbewusstsein der Marktgemeinde Emskirchen und kündigte an, die weitere Entwicklung des Projekts mit großem Interesse zu verfolgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Eine Schule mit mehr Schatten ist in Zeiten heißer Sommer keine Kleinigkeit mehr, sondern fast schon eine Investition in die Zukunft. Und wenn dabei nicht einfach nur ein paar Bäume hingestellt werden, sondern gleich ein durchdachtes Mini-Ökosystem entsteht, dann zeigt das: In Emskirchen wird nicht nur gepflanzt, sondern mitgedacht. Bleibt zu hoffen, dass die jungen Bäume gut anwachsen – und den Pausenhof in ein paar Jahren in genau die Art von Schatten tauchen, über die sich Schüler, Lehrer und wahrscheinlich auch jeder Hausmeister freut.

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