20. Mai 2026

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustadtStadtratSitzungWordPress

**Stadtrat in Neustadt tagt am Mittwoch: Diese Themen stehen im Rathaus auf dem Tisch**

Im Neustädter Rathaus wird es am Mittwochabend wieder politisch: Am 20. Mai 2026 kommt der Stadtrat von Neustadt an der Aisch zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Beginn ist um 19 Uhr im großen Sitzungssaal. Für Bürgerinnen und Bürger ist das eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Themen zu werfen, die die Stadt in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen.

Auf der Tagesordnung stehen diesmal mehrere Punkte, die für Neustadt ganz konkret von Bedeutung sind. Nach der Genehmigung der Niederschrift und dem Bericht des Bürgermeisters geht es unter anderem um ein Pilotprojekt zum Erosionsschutz in der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn. Dahinter steckt ein Thema, das durch Wetterextreme, Starkregen und den Umgang mit Wasser in der Landschaft immer wichtiger wird.

Auch im sozialen Bereich wird beraten: Der Stadtrat beschäftigt sich mit der Bezuschussung und dem Defizitausgleich für die AWO-Mittagsbetreuung. Zudem sollen Vertreter für den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz benannt werden.

Ein weiterer größerer Punkt betrifft das Verkehrskonzept der Stadt. Hier steht eine erneute Prüfung, Beratung und Entscheidung über Maßnahmen zur Umgestaltung von Straßenräumen an. Ebenfalls auf der Agenda: die Einrichtung einer Haltestelle für Standard-Linienbusse auf oder unmittelbar an der Klinikfläche, damit eine barrierefreie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sichergestellt werden kann.

Darüber hinaus wird über einen Bauantrag für den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle in der Gemarkung Herrnneuses beraten. Bei den Vergaben geht es unter anderem um die Sanierung der Markgrafenhalle sowie um die Straßenverbreiterung und den Bau eines Geh- und Radwegs in der Markgrafenstraße im Bereich des REWE-Neubaus.

Nach dem öffentlichen Teil folgt anschließend noch eine nichtöffentliche Sitzung.

**Die Tagesordnung im Überblick:**
1. Genehmigung der öffentlichen Niederschrift vom 29.04.2026
2. Bericht des Bürgermeisters
3. Vorstellung und Beschluss zur Erosionsschutz-Kooperation als Pilotprojekt in der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn
4. Bezuschussung und Defizitausgleich AWO Mittagsbetreuung
5. Benennung der Vertreter für den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz
6. Erneute Prüfung, Beratung und Entscheidung über die unter Punkt 7 des Verkehrskonzepts „Umgestaltung von Straßenräumen“ vorgestellten Maßnahmen
7. Einrichtung einer Haltestelle für Standard-Linienbusse auf bzw. unmittelbar an der Klinikfläche zur Sicherstellung einer barrierefreien ÖPNV-Anbindung
8. Bauantrag für den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle auf dem Grundstück Flurnummer 321 der Gemarkung Herrnneuses
9. Vergaben
9.1 Sanierung Markgrafenhalle: Bevollmächtigung des Ersten Bürgermeisters und seiner Stellvertreter zur Vergabe von Aufträgen für den Bauabschnitt 5
9.2 Straßenverbreiterung und Bau eines Geh- und Radwegs in der Markgrafenstraße im Bereich REWE-Neubau
10. Anfragen

**Kommentar der Redaktion:**
Kommunalpolitik wirkt auf den ersten Blick manchmal unspektakulär – bis man merkt, dass genau dort über Busanbindung, Kinderbetreuung, Straßen, Radwege und Bauprojekte entschieden wird. Also über vieles, was den Alltag direkt betrifft. Oder anders gesagt: Im Rathaus fällt selten weltbewegende Politik an, aber oft genau die, über die man sich später am Gartenzaun, beim Einkaufen oder im Auto auf dem Weg durch die Stadt unterhält.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

HochbauFoerderungKinderbetreuungWordPress

# Neues aus dem NaAZA-Gebiet: Sitzungen, Vorträge, Begegnungstag und Millionenförderung für Kommunen

In den kommenden Tagen ist im NaAZA-Gebiet und darüber hinaus im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim einiges geboten: von der konstituierenden Gemeinderatssitzung in Neuhof über einen Begegnungstag in Markt Erlbach bis hin zu wichtigen Beratungen in Neustadt und Wilhelmsdorf. Dazu kommen interessante Vorträge – und gute Nachrichten für viele Kommunen, denn der Freistaat Bayern stellt für Hochbauprojekte im Landkreis fast 3,7 Millionen Euro bereit.

## Neuhöfer Gemeinderat startet in die neue Amtszeit

In **Neuhof** kommt der neu gewählte Gemeinderat am **Dienstag, 19. Mai, um 18.30 Uhr** im Sitzungssaal des Rathauses zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Verabschiedung der ausgeschiedenen sowie die Vereidigung der neuen Ratsmitglieder. Außerdem werden wichtige Personalentscheidungen getroffen – insbesondere zur Stellvertretung von Bürgermeisterin **Claudia Wust**.

## Begegnungstag in Markt Erlbach

In **Markt Erlbach** findet am **Mittwoch, 20. Mai, von 14.30 bis 17.30 Uhr** in der **Caspar-Löner-Grund- und Mittelschule** ein Begegnungstag unter dem Motto **„Jetzt Welt fair ändern“** statt. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmach-Stationen der Klassen, Erste-Hilfe-Angeboten, einer Verlosung sowie Büchertischen der Gemeindebücherei. Auch der Förderverein und die Fair-Trade-Initiative stellen sich vor.

## Gemeinschaftsversammlung in Wilhelmsdorf

Ebenfalls am **Mittwoch, 20. Mai**, tagt ab **17 Uhr** im Rathaus **Wilhelmsdorf** die Gemeinschaftsversammlung **Hagenbüchach-Wilhelmsdorf**. Dabei geht es unter anderem um die Wahl des Gemeinschaftsvorsitzenden, die Bestellung von Mitgliedern und Ausschussvorsitz sowie um die Bestellung der Bürgermeister von Hagenbüchach und Wilhelmsdorf zu Eheschließungsstandesbeamten.

## Neustädter Stadtrat berät über Pilotprojekt und Klinik-Haltestelle

In **Neustadt an der Aisch** kommt der neue Stadtrat am **Mittwoch, 20. Mai, ab 19 Uhr** im großen Sitzungssaal des Rathauses zu seiner ersten inhaltlichen Sitzung zusammen. Besprochen werden dort mehrere wichtige Themen: die Vorstellung einer **Erosionsschutz-Kooperation** als Pilotprojekt in der Schwammregion **Aisch, Aurach und Zenn**, die Bezuschussung der **AWO-Mittagsbetreuung**, die Einrichtung einer **Bushaltestelle an der Klinik** für Standard-Linienbusse sowie die Straßenverbreiterung und der Bau eines Geh- und Radwegs an der **Markgrafenstraße** im Bereich des Rewe-Neubaus.

## Vortrag über „Longevity“ im Sportzentrum

Am **Donnerstag, 21. Mai**, lädt das **Sportzentrum im Eilersweg in Neustadt** zu einem kostenfreien Vortrag mit dem Titel **„Longevity – Lebenszeit statt Leidenszeit“** ein. Beginn ist um **18 Uhr** in der Tennishalle. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung von Krafttraining und Muskelerhalt beziehungsweise Muskelaufbau, deren Relevanz nach Ansicht der Veranstalter noch immer unterschätzt wird. Referent ist **Nikolas Kirilow**. Eine Anmeldung ist erforderlich – direkt im Sportzentrum oder telefonisch unter **09161/60666**.

## Vhs-Vortrag zur Geschichte der Mathematik

Ebenfalls in **Neustadt** gibt es am **Donnerstag, 21. Mai, ab 18.30 Uhr** einen Vortrag der Volkshochschule zu den **Meilensteinen der Mathematikgeschichte**. Veranstaltungsort ist die **Rößleinsdorfer Ortsstraße 1**. Anmeldungen sind unter **09161/922602** oder per E-Mail an **vhs@kreis-nea.de** möglich.

## Infoveranstaltung zum Wohnen im Alter

Im **Bürgerhaus zum Löwen** in **Markt Erlbach** dreht sich am **Donnerstag, 21. Mai, ab 14 Uhr** alles um die Frage: **„Wie möchte ich wohnen, wenn ich älter werde?“** Der kostenfreie Vortrag findet im Rahmen des Senioren-Cafés statt und ist Teil der bayernweiten Aktionswochen **„Zu Hause daheim – Bayern gemeinsam stark“** des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Im Anschluss gibt es bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch. Der Eintritt ist frei.

## Fast 3,7 Millionen Euro Förderung für Hochbau-Projekte im Landkreis

Gute Nachrichten gibt es für zahlreiche Kommunen im Landkreis **Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim**: Für verschiedene Hochbau-Projekte stellt der Freistaat Bayern insgesamt **fast 3,7 Millionen Euro** bereit. Das teilten die Landtagsabgeordneten **Werner Stieglitz (CSU)**, **Gabi Schmidt (Freie Wähler)**, **Barbara Fuchs (Grüne)** und **Harry Scheuenstuhl (SPD)** mit.

Den größten Einzelbetrag erhält **Sugenheim** mit insgesamt über **eine Million Euro**. Gefördert werden dort der **Umbau der Schule zum Hort** mit **400.000 Euro**, die **Sanierung der Schule** mit **288.000 Euro** sowie die **Erweiterung der Kindertageseinrichtung** mit **360.000 Euro**.

Nach **Uffenheim** fließen weitere gut **850.000 Euro**. Davon entfallen **600.000 Euro** auf die **Erweiterung der Grund- und Mittelschule** und **252.000 Euro** auf die **Sanierung des Hallenbads**.

Auch andere Kommunen profitieren: So erhält **Scheinfeld** **500.000 Euro** für den **Umbau der Schlossgaststätte zum Kindergarten**. In **Markt Erlbach** werden **400.000 Euro** für die **Erweiterung des Kinderhorts an der Caspar-Löner-Schule** bereitgestellt. Jeweils **300.000 Euro** gehen an den **Kindergartenneubau in Ulsenheim** sowie an die **Erweiterung des Kindergartens „Sonnenschein“ in Marktbergel**.

In **Burghaslach** werden gleich zwei Projekte unterstützt: der **Waldkindergarten** mit **86.000 Euro** und die **Horterweiterung** mit **100.000 Euro**. **Trautskirchen** erhält **90.000 Euro** für eine Kinderbetreuungseinrichtung.

Während CSU-Abgeordneter **Werner Stieglitz** die Hochbau-Förderung als wichtige Investition in die Zukunft der Kinder bezeichnet, mahnen andere Parlamentarier, dass die Zuschüsse allein nicht ausreichen. **Barbara Fuchs** weist darauf hin, dass die Eigenanteile für viele Kommunen weiterhin hoch bleiben. **Harry Scheuenstuhl** betont zudem, dass der Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden insgesamt deutlich größer sei und fordert dauerhaft höhere Einnahmen für die Kommunen.

### Kommentar der Redaktion

Viel Bewegung also im NaAZA-Gebiet: neue Gremien starten, wichtige Projekte werden beraten und bei den Fördergeldern zeigt sich einmal mehr, worauf es in den Kommunen besonders ankommt – **Kinderbetreuung, Schulen und Infrastruktur**. Das sind genau die Themen, die vor Ort nicht für große Schlagzeilen sorgen wie in Berlin oder München, aber im Alltag den größten Unterschied machen. Und wenn fast 3,7 Millionen Euro in die Region fließen, ist das natürlich erfreulich – auch wenn man sich in manchen Rathäusern vermutlich denkt: Schön, aber der nächste Bauantrag wartet schon hinter der Tür.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Emskirchen

PausenhofSchattenbaeumePflanzengesellschaftWordPress

# Schattenspender für den Pausenhof in Emskirchen

Mehr Schatten, mehr Grün und dazu noch ein Plus für Umwelt und Klima: Auf dem Pausenhof der Schule in Emskirchen ist jetzt ein besonderes Pflanzprojekt umgesetzt worden. Möglich wurde das über das Förderprogramm „Fördercent“ des Energieversorgers N-Ergie, das Kommunen unterstützt, die Ökostrom nutzen. Für jede verbrauchte Kilowattstunde grünen Stroms fließt dabei ein Cent in regionale Umweltprojekte. In Emskirchen wurde das Geld nun in neue Schattenbäume investiert.

Dabei handelt es sich nicht einfach um irgendeine Begrünung. Wie Johannes Wagner erläuterte, wurden mit Bedacht Baumarten ausgewählt, die auch mit künftig zu erwartenden höheren Temperaturen gut zurechtkommen sollen. Gepflanzt wurden unter anderem Ahorn und Zelkove – also sogenannte Schattenbäume, die langfristig für ein angenehmeres Klima auf dem Schulgelände sorgen können.

Wagner setzt dabei bewusst auf junge Setzlinge. Diese seien robuster und zugleich pflegeleichter als größere, bereits weiter entwickelte Bäume. Außerdem sei deren Wasserverbrauch in der Aufzucht deutlich geringer. So werde nicht nur nachhaltig gepflanzt, sondern auch ressourcenschonend gearbeitet.

Besonders innovativ ist das zugrunde liegende Pflanzkonzept: Gemeinsam mit dem Weißenburger Baumschulinhaber Gerd Meyer entwickelte Wagner ein sogenanntes „Gesellschaftskonzept“. In einem 1,25 mal 1,25 Meter großen Pflanzbereich, dem sogenannten Affolter, wachsen die künftigen Schattenspender nicht allein, sondern gemeinsam mit weiteren Pflanzen, Bäumen und Begleitgrün. Die Idee dahinter: Als Pflanzengemeinschaft sollen sie sich gegenseitig unterstützen und ein kleines, funktionierendes Mikroökosystem bilden.

Emskirchens Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht zeigte sich überzeugt von dem Modell und sprach von einem „sensationellen Konzept“. Das Projekt auf dem Schulgelände könnte deshalb als Pilot für weitere geeignete Flächen im Gemeindegebiet dienen. Mit Spannung werde nun beobachtet, wie sich die Pflanzung entwickelt und wie gut künftig Schatten für den Pausenhof und möglicherweise auch für Innenräume des Gebäudes entsteht.

Auch Schulleiter Fabian Lorenz begrüßte die Maßnahme. Gerade an einer Ganztagsschule, in der Schülerinnen und Schüler auch nachmittags betreut werden, sei ein angenehmer und geschützter Außenbereich besonders wichtig.

Zusätzliche ökologische Vorteile bringt das Projekt ebenfalls mit sich: Die Bäume wurden ohne Kunststoff gepflanzt, rund um die Pflanzbereiche entsteht zudem eine Blumenwiese. Damit profitieren nicht nur die Kinder und Lehrkräfte, sondern auch Insekten und Kleintiere. Walter Platzöder, Kommunalmanager von N-Ergie, lobte daher das Umweltbewusstsein der Marktgemeinde Emskirchen und kündigte an, die weitere Entwicklung des Projekts mit großem Interesse zu verfolgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Eine Schule mit mehr Schatten ist in Zeiten heißer Sommer keine Kleinigkeit mehr, sondern fast schon eine Investition in die Zukunft. Und wenn dabei nicht einfach nur ein paar Bäume hingestellt werden, sondern gleich ein durchdachtes Mini-Ökosystem entsteht, dann zeigt das: In Emskirchen wird nicht nur gepflanzt, sondern mitgedacht. Bleibt zu hoffen, dass die jungen Bäume gut anwachsen – und den Pausenhof in ein paar Jahren in genau die Art von Schatten tauchen, über die sich Schüler, Lehrer und wahrscheinlich auch jeder Hausmeister freut.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
alle

VogelstimmenWanderungenStreuobstwiesenWordPress

**Vogelstimmen am Morgen: Seltene Arten und Naturwissen bei Führungen in Burghaslach und Weigenheim**

Wenn früh am Morgen Amsel, Pirol und Co. den Tag begrüßen, wird schnell klar, wie vielfältig die heimische Natur direkt vor unserer Haustür ist. Genau das konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei zwei Vogelstimmenwanderungen in Burghaslach und Weigenheim erleben. Organisiert wurden die Führungen vom Landschaftspflegeverband Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim im Rahmen des Projekts „Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“.

Den Auftakt machte am 2. Mai 2026 eine Vogelstimmenführung in Burghaslach. Bereits um 7 Uhr morgens trafen sich 13 naturinteressierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei frischen neun Grad, um gemeinsam mit Vogelexperte Hans Seitz die Vogelwelt rund um Burghaslach zu erkunden. Auf dem Weg entlang des Kneippwegs konnten insgesamt 41 verschiedene Vogelarten gehört oder beobachtet werden.

Neben bekannten Arten wie der Amsel sorgten vor allem besondere Beobachtungen für Begeisterung. So konnte ein Kleiber direkt am Baum beobachtet werden, außerdem ließ sich auch ein Wendehals entdecken. Während der Wanderung erklärte Hans Seitz anschaulich, wie wichtig abwechslungsreiche Lebensräume für die heimische Vogelwelt sind. Zudem gab er praktische Tipps, wie sich Vogelstimmen künftig besser unterscheiden lassen.

Die zweite Vogelstimmenwanderung fand am Muttertag, dem 10. Mai 2026, in Weigenheim statt. Gemeinsam mit Naturexperte Richard Ittner und in Zusammenarbeit mit der LBV-Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim erkundeten die Teilnehmenden die vielfältige Landschaft rund um den Kapellberg. Die etwa sieben Kilometer lange Tour führte durch Streuobstwiesen, entlang von Waldrändern und an Weinreben vorbei.

Dabei gab es ebenfalls einige besondere Entdeckungen. Besonders eindrucksvoll waren die Beobachtungen des Pirols sowie mehrerer Neuntöter. Insgesamt konnten 43 verschiedene Vogelarten gehört werden. Zudem gelang es, alle drei in der Region vorkommenden Taubenarten wahrzunehmen: Hohltaube, Turteltaube und Türkentaube. Neben der Vogelwelt erhielten die Teilnehmenden auch interessante Einblicke in die heimische Pflanzenwelt, in die Bedeutung der Streuobstwiesen sowie in die Schmetterlinge der Region.

Die Vogelstimmenführungen sind Teil des Projekts „Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“. Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Bayerischen Streuobstpakts aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer früh aufsteht, wird eben manchmal doch belohnt – und nicht nur mit Kaffee. 41 beziehungsweise 43 Vogelarten bei zwei Führungen zeigen eindrucksvoll, wie artenreich unsere Region noch ist. Gerade Streuobstwiesen, Waldränder und strukturreiche Landschaften sind dabei echte Schatzkammern der Natur. Umso wichtiger ist es, diese Lebensräume zu erhalten. Und vielleicht hört der eine oder andere nach solchen Führungen morgens nicht mehr nur „irgendwo zwitschert was“, sondern erkennt tatsächlich den Unterschied zwischen Amsel, Pirol und Kleiber.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Emskirchen

EmskirchenRatsRunTeilnehmerrekordWordPress

# Matsch, Mut und Rekordkulisse beim „RatsRun“ in Emskirchen

**Emskirchen** – Schlammige Gesichter, nasse Schuhe und jede Menge strahlende Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Der „RatsRun“ in Emskirchen hat auch in seiner vierten Auflage wieder gezeigt, warum das Hindernisrennen längst zu den echten Publikumsmagneten in der Region gehört. Mit so vielen Läuferinnen und Läufern wie noch nie und mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern entlang der Strecke wurde heuer sogar ein neuer Rekord aufgestellt.

Besonders auf dem C-Platz des Emskirchener Sportgeländes war wie gewohnt am meisten los. Dort wartete auf die Sportlerinnen und Sportler das volle Schlammprogramm – vom Matschcontainer bis zum Weiher. Doch auch entlang der weiteren Strecke wurde den Gästen einiges geboten: In der Waldstraße sorgten unter anderem ein Hängehindernis, ein Lastwagen-Trailer mit Paletten-Irrweg und verstreute Heuballen für Action und beste Unterhaltung.

Beim **KidsRun** über anderthalb Kilometer gingen diesmal **180 Kinder im Alter von vier bis elf Jahren** an den Start. Für Organisatorin **Moni Holler vom TSV Emskirchen** ist das ein riesiger Erfolg. Gegenüber dem Vorjahr sei das nahezu eine Verdopplung gewesen. Auch der **Hauptlauf über zehn Kilometer** erreichte mit **620 Teilnehmerinnen und Teilnehmern** eine neue Bestmarke.

Mit dem Ablauf des Tages zeigte sich Holler entsprechend zufrieden. Das Wetter spielte mit, die Organisation lief planmäßig, und vor allem blieb die Veranstaltung ohne ernste Zwischenfälle. Unterstützt wurde das Event von rund **75 Helferinnen und Helfern**. Auch das **Bayerische Rote Kreuz** war vor Ort, ebenso die **DLRG Neustadt**, die den Bereich am Weiher absicherte.

Schon jetzt laufen die Planungen für die nächste Ausgabe. Der Termin für den fünften „RatsRun“ wird derzeit noch abgestimmt, da dabei sowohl der Tourplan der Serie als auch die Ferien berücksichtigt werden müssen. Klar ist aber schon: Zum kleinen Jubiläum soll die Veranstaltung noch einmal besonders werden. Wer sich als Helferin oder Helfer einbringen möchte, kann sich bereits melden. Als Dank winkt die kostenlose Teilnahme an einer anderen Station der „RatsRun“-Tour.

Ein besonderes Markenzeichen des Emskirchener Laufs ist laut Moni Holler vor allem die Strecke selbst. Sie führt durch den Wald, ist landschaftlich reizvoll und bietet immer wieder neue, abwechslungsreiche Hindernisse. Genau das mache für viele den besonderen Reiz aus.

Dass der „RatsRun“ in Emskirchen so gut funktioniert, liegt auch an der starken Unterstützung aus der Region. Zahlreiche Firmen packen mit an und bringen eigene Ideen ein. So werden Container, Fahrzeuge oder andere Materialien für die Hindernisse zur Verfügung gestellt. Die Firma **CargoTrans aus Mausdorf** baut beispielsweise jedes Jahr im Lastwagen-Auflieger eine neue Paletten-Variante ein, durch die sich die Läuferinnen und Läufer kämpfen müssen. Für die größte Gruppe im Hauptfeld sorgte in diesem Jahr die Firma **Köstner aus Neustadt**.

Für Moni Holler selbst bleibt der Lauf in Emskirchen übrigens weiterhin vor allem ein Organisationsmarathon. Obwohl sie selbst begeisterte „RatsRunnerin“ ist, kann sie in Emskirchen nicht mitlaufen. Während des Rennens ist sie ständig gefragt, muss Entscheidungen treffen und an allen Ecken den Überblick behalten. Dabei würde sie die Strecke nur zu gerne einmal selbst in Angriff nehmen. Ganz darauf verzichten muss sie aber nicht – bei anderen Stationen der Serie will sie wieder selbst an den Start gehen.

Der „RatsRun“ hat damit auch 2025 bewiesen: Emskirchen kann Schlamm, Sport und Stimmung. Und wenn es nach den vielen glücklichen Gesichtern geht, dürfte die Vorfreude auf die fünfte Auflage jetzt schon groß sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal braucht es gar nicht viel für ein gelungenes Event: ein bisschen Wald, etwas Wasser, eine ordentliche Portion Matsch – und Menschen, die Lust haben, sich gemeinsam dreckig zu machen. Der „RatsRun“ in Emskirchen zeigt, wie stark solche Veranstaltungen eine Region zusammenbringen können. Besonders schön: Nicht nur die Teilnehmerzahlen steigen, sondern auch die Unterstützung aus Vereinen, Hilfsorganisationen und Unternehmen. Und seien wir ehrlich: Schlamm im Gesicht ist offenbar immer noch einer der sichersten Wege zu einem breiten Grinsen.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

LeserbriefeStadtratMehrheitWordPress

## Leserbriefe zur konstituierenden Stadtratssitzung sorgen für Diskussionen in Neustadt

Die konstituierende Sitzung des Neustädter Stadtrates wirkt nach. In der heutigen Ausgabe der Fränkischen Landeszeitung wurden gleich zwei Leserbriefe veröffentlicht, die sich kritisch mit den Entscheidungen der neuen Mehrheit aus CSU und FWG auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die formale Rechtmäßigkeit der Entscheidungen – die wird kaum bestritten –, sondern vielmehr die politische Kultur und die Frage, wie Zusammenarbeit in einem kommunalen Gremium aussehen sollte.

Auslöser der Debatte war die Besetzung zentraler Positionen im Stadtrat. CSU und FWG verfügen gemeinsam über eine Mehrheit und nutzten diese bei der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter sowie bei Ausschuss- und Beiratsposten konsequent aus. Richard Dollinger (CSU) wurde zum zweiten Bürgermeister gewählt, Kerstin Rauner (FWG) zur dritten Bürgermeisterin. SPD-Kandidaten scheiterten jeweils an den Mehrheitsverhältnissen.

Auch die Besetzung der Ausschüsse zeigt deutlich die Kräfteverhältnisse im neuen Stadtrat. So dominieren CSU und FWG etwa den Werkausschuss oder das Beratungsgremium für Bau- und Umweltangelegenheiten. Gleichzeitig sind SPD und Grüne vertreten, allerdings nicht in führender Position. Die Ausschüsse und Beiräte wurden wie folgt besetzt:

* Werkausschuss: vier CSU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, ein Grüner und ein FWG-Mitglied.
* Rechnungsprüfungsausschuss: Vorsitzender Christian Köstner (CSU), Stellvertreterin Kerstin Rauner (FWG).
* Beratungsgremium Bau und Umwelt: vier CSU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, ein Grüner und ein FWG-Mitglied.
* Sportbeirat: Vertreter aller Fraktionen.

### Kritik: „Anstandsfreie Machtdemonstration“

Besonders scharf formuliert ist der Leserbrief von Dr. Christiane Wolfart aus Neustadt. Sie spricht von einer „anstandsfreien Machtdemonstration“ der neuen Mehrheit. Ihrer Ansicht nach werde der Wählerwille ignoriert und erfahrene Politikerinnen und Politiker anderer Parteien bewusst ausgegrenzt. Vor allem die Ablehnung von Heike Gareis als Behinderten- und Seniorenbeauftragte bezeichnet sie als unverständlich. Gareis sei engagiert und beliebt gewesen und habe als Seniorenbeauftragte gute Arbeit geleistet.

Wolfart kritisiert dabei weniger einzelne Personen als vielmehr die Art des Vorgehens. Gerade weil im Wahlkampf immer wieder die gute und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit betont worden sei, empfinde sie die jetzige Entwicklung als enttäuschend.

Ähnlich argumentiert Wolfgang Ell in seinem Leserbrief. Auch er sieht in den Entscheidungen ein Signal des „Durchregierens“. Besonders stößt ihm auf, dass die SPD als zweitstärkste Kraft keinen Bürgermeister-Stellvertreter stellen darf. Er erinnert daran, dass unter dem bisherigen Bürgermeister Klaus Meier parteiübergreifende Lösungen häufiger praktiziert worden seien.

Beide Leserbriefe greifen damit dieselbe Grundfrage auf: Muss eine Mehrheit ihre Macht vollständig ausnutzen – oder gehört es zur politischen Kultur, auch Minderheiten einzubinden?

## Was ist rechtlich üblich – und was ist politisch klug?

Zunächst gilt: Rechtlich ist das Vorgehen von CSU und FWG nicht zu beanstanden. In Stadt- und Gemeinderäten gilt das Mehrheitsprinzip. Wer eine Mehrheit organisiert, kann Posten besetzen, Kandidaten durchsetzen und politische Schwerpunkte bestimmen. Genau dafür werden Mehrheiten bei Wahlen letztlich gebildet.

Es ist daher keineswegs ungewöhnlich, dass Fraktionen wichtige Ämter mit Personen aus den eigenen Reihen besetzen. Das geschieht in Gemeinden, Städten, Landkreisen, Landtagen und auch im Bundestag regelmäßig. Dahinter steckt nicht automatisch „Machtmissbrauch“, sondern oft auch der Wunsch, politische Verlässlichkeit sicherzustellen. Wer Verantwortung übernimmt, möchte mit Personen arbeiten, denen man politisch vertraut.

Gerade Bürgermeister-Stellvertreter gelten häufig als besonders sensible Positionen. Sie vertreten im Ernstfall den Bürgermeister und arbeiten eng mit ihm zusammen. Deshalb entscheiden sich Mehrheiten oft bewusst für Kandidaten aus den eigenen Reihen.

## Warum gibt es trotzdem Kritik?

Die kommunale Ebene unterscheidet sich jedoch von der großen Parteipolitik in Berlin oder München. In Stadt- und Gemeinderäten arbeiten die Mitglieder oft jahrzehntelang miteinander. Viele kennen sich privat, engagieren sich gemeinsam in Vereinen oder Feuerwehren und begegnen sich im Alltag ständig. Deshalb spielt politische Kultur vor Ort eine besonders große Rolle.

In vielen Kommunen gibt es daher die Tradition, bestimmte Posten überparteilich zu vergeben oder zumindest auf breite Zustimmung zu achten. Gerade Ehrenämter wie Senioren-, Behinderten- oder Sportbeauftragte werden häufig nicht ausschließlich nach Parteibuch besetzt, sondern nach Erfahrung, Fachkenntnis oder persönlichem Engagement.

Auch bei Bürgermeister-Stellvertretern bemühen sich manche Gemeinden um Konsenslösungen. Andere wiederum handhaben das strikt nach Mehrheitsverhältnissen. Beides ist demokratisch möglich.

Die Kritik in den Leserbriefen richtet sich deshalb weniger gegen die demokratische Legitimation der Entscheidungen als gegen deren Signalwirkung. Für die Kritiker entsteht der Eindruck, dass CSU und FWG ihre Mehrheit nicht nur nutzen, sondern demonstrativ ausspielen.

## Muss im Stadtrat immer Einstimmigkeit herrschen?

Nein. Demokratie bedeutet nicht automatisch Einstimmigkeit. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Kommunalpolitik genauso wie zu jeder anderen politischen Ebene. Konflikte, Abstimmungen und Mehrheitsentscheidungen sind normal und notwendig.

Allerdings funktioniert Kommunalpolitik langfristig oft besser, wenn trotz politischer Unterschiede ein gewisser Grundkonsens erhalten bleibt. Viele Entscheidungen – etwa zu Schulen, Straßenbau, Feuerwehr, Kinderbetreuung oder Vereinen – betreffen unmittelbar den Alltag der Bürger. Dort wird häufig pragmatischer gearbeitet als in der Bundespolitik.

Deshalb achten viele Ratsgremien darauf, Entscheidungen möglichst breit abzustützen. Das muss aber nicht immer gelingen. Gerade nach Wahlen oder Machtwechseln entstehen oft neue Mehrheiten, neue Bündnisse und manchmal auch neue Spannungen.

## Der Neustädter Stadtrat steht nun unter Beobachtung

Interessant wird nun sein, wie sich die Zusammenarbeit im Neustädter Stadtrat in den kommenden Monaten entwickelt. Bürgermeister Alexander Müller betonte in seiner Antrittsrede ausdrücklich den Wunsch nach „lösungsorientiertem, konstruktivem und sachlichem Miteinander“. Gleichzeitig machte die konstituierende Sitzung deutlich, dass CSU und FWG ihre Mehrheit geschlossen organisieren.

Ob daraus ein dauerhaft konfrontativer Stil entsteht oder ob sich im politischen Alltag wieder mehr gemeinsame Lösungen entwickeln, wird sich erst zeigen. Erfahrungsgemäß verändern konkrete Sachthemen die Dynamik oft schnell. Spätestens wenn es um Haushaltsfragen, Bauprojekte, Kinderbetreuung oder die Entwicklung der Innenstadt geht, geraten parteipolitische Linien häufig wieder in Bewegung.

## Kommentar der Redaktion:

Kommunalpolitik ist manchmal wie eine fränkische Kirchweih: Nach außen wirken alle friedlich, aber hinter den Kulissen wird sehr genau gezählt, wer wie viele Plätze am Biertisch bekommt. Natürlich darf eine Mehrheit Mehrheiten nutzen – dafür wird schließlich gewählt. Die Frage ist eher, wie demonstrativ man das tut.

Denn gerade auf kommunaler Ebene erinnern sich Bürger oft weniger an einzelne Abstimmungen als an den Stil des Umgangs miteinander. Wer andere dauerhaft außen vor lässt, riskiert irgendwann ein vergiftetes Klima im Rat. Wer dagegen jede Mehrheit künstlich verwässert, verliert wiederum politische Klarheit.

Zwischen „Durchregieren“ und „Kuschelkurs“ liegt also ein schmaler fränkischer Grat. Und wie so oft entscheidet am Ende nicht die erste Sitzung über Erfolg oder Misserfolg, sondern die Frage, ob man auch dann noch miteinander reden kann, wenn die ersten schwierigen Entscheidungen kommen – etwa bei Geld, Baustellen oder Parkplätzen. Denn spätestens dort endet traditionell jede kommunalpolitische Harmonie.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Markt Erlbach

FeuerwehrMarktErlbachWordPress

**Markt Erlbach: Feuerwehr weiht drei neue Fahrzeuge und saniertes Gerätehaus ein**

In Markt Erlbach gab es jetzt gleich mehrfach Grund zur Freude: Die Freiwillige Feuerwehr konnte nicht nur drei neue Fahrzeuge offiziell in Dienst stellen, sondern auch die abgeschlossene energetische Sanierung ihres Feuerwehrhauses feiern. Damit ist die Wehr für kommende Einsätze noch besser aufgestellt – technisch, organisatorisch und auch mit Blick auf die Bedingungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Bei der Feier wurden ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20), eine Drehleiter mit Korb sowie ein Schlauchwagen für den Katastrophenschutz geweiht. Gleichzeitig stand auch das modernisierte Feuerwehrhaus im Mittelpunkt.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß sprach von einem sichtbaren Zeichen für Sicherheit, Verlässlichkeit und Zukunftsfähigkeit. Mit den Investitionen habe man die Grundlage dafür geschaffen, dass die Feuerwehr unter zeitgemäßen und würdigen Bedingungen arbeiten könne. Die gebrauchte Drehleiter kostete nach ihren Angaben rund 63.500 Euro, hinzu kamen etwa 16.000 Euro für die Ausbildung von zwölf Maschinisten. Das neue HLF 20 schlug mit 527.000 Euro zu Buche, die Sanierung des Feuerwehrhauses mit 188.000 Euro. Darüber hinaus investierte der Markt Markt Erlbach mehr als 130.000 Euro in Digitalfunk und Sirenen.

Auch im laufenden Betrieb entstehen erhebliche Kosten: Für Unterhalt und Wartung von Geräten und Fahrzeugen müssen jährlich im Schnitt mehr als 50.000 Euro aufgewendet werden, im Jahr 2025 waren es sogar rund 100.000 Euro – ohne Personalkosten aus dem Verwaltungshaushalt. Für Kreß ist dieses Geld jedoch gut angelegt, weil es dem Schutz von Menschenleben, schneller Hilfe im Ernstfall und dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrleute dient.

Kommandant Hermann Wendel zeigte sich ebenfalls erfreut über den modernen Fuhrpark und das sanierte Feuerwehrhaus. Die vergangenen Jahre hätten viel verlangt, aber auch gezeigt, was möglich sei, wenn alle an einem Strang ziehen. Nun stehe die Wehr mit moderner Technik, einem erneuerten Domizil und einer starken Mannschaft da – und sei damit auch für die Zukunft gut gerüstet. Im Anschluss ging Wendel noch auf die Geschichte der einzelnen Fahrzeuge ein.

Für das HLF 20 liefen bereits seit 2018 erste Planungen. Im Jahr 2025 konnte dann die gebrauchte Drehleiter ersteigert und in Neustadt in Holstein abgeholt werden. Als Kreisbrandrat Alfred Tilz anfragte, ob Markt Erlbach einen Schlauchwagen des Bundes für den Katastrophenschutz stationieren könne, sagte die Wehr sofort zu.

Auch das Feuerwehrhaus wurde umfassend modernisiert. Die Sanierung begann im September 2025. Erneuert wurden unter anderem das Dach, die Tore und die Eingangstür. Außerdem erhielt das Gebäude einen neuen Anstrich, zusätzlich wurde eine neue Tür von der Küche ins Freie eingebaut. Während der Bauphase war die Feuerwehr in Containern untergebracht, ehe Mitte November die Rückkehr ins Gerätehaus möglich war.

Zum Abschluss dankte Kommandant Wendel der Bürgermeisterin, dem Gemeinderat und dem Feuerwehrverein für die Unterstützung. Insgesamt wurden rund 600.000 Euro freigegeben, abzüglich eines Zuschusses in Höhe von 164.000 Euro. Wendel betonte, dass Fahrzeuge zwar wertvolle Werkzeuge seien – entscheidend seien aber die Menschen, die diese Technik mit Verantwortung, Engagement und Einsatzbereitschaft nutzen.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz freute sich mit der Markt Erlbacher Wehr darüber, dass gleich mehrere Fahrzeuge auf einmal in Betrieb genommen werden konnten. Besonders der Schlauchwagen für den Katastrophenschutz sei in Markt Erlbach gut stationiert. Den Aktiven dankte er für ihren ehrenamtlichen Einsatz – rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.

Glückwünsche kamen auch von den beiden Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz und Harry Scheuenstuhl, der zugleich für den BRK-Kreisverband anwesend war. Stieglitz erinnerte daran, wie sehr sich die Anforderungen an Feuerwehren, ihre Technik und die Menschen dahinter seit der Gründung der ersten Feuerwehr in Bayern im Jahr 1849 verändert haben. Dabei steuerte er auch einige persönliche Erinnerungen aus der Windsheimer Straße bei.

Den kirchlichen Segen für die neuen Fahrzeuge und die Menschen dahinter spendeten Rebecca Schüler für die evangelische Kirchengemeinde und Daniel Bittel für die katholische Seite. Beide machten deutlich, dass es ihnen natürlich am liebsten wäre, wenn die Feuerwehr nie gebraucht würde – doch zu wissen, dass sie da ist, sei ein beruhigendes Gefühl.

Kreisbrandrat Alfred Tilz zeigte sich erfreut, dass die Fahrzeugweihe noch in seine Amtszeit gefallen ist. Er lobte außerdem die gute Zusammenarbeit und Kommunikation der Wehren – auch über Landkreisgrenzen hinweg. Ohne die Kraft und den Einsatz der Ehrenamtlichen gehe nichts, so Tilz.

Nach dem offiziellen Festakt nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die neuen Fahrzeuge und das sanierte Feuerwehrhaus aus nächster Nähe zu besichtigen oder den Tag beim gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.

*Foto: FFW Markt Erlbach*

Nach oben scrollen