# Matsch, Mut und Rekordkulisse beim „RatsRun“ in Emskirchen
**Emskirchen** – Schlammige Gesichter, nasse Schuhe und jede Menge strahlende Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Der „RatsRun“ in Emskirchen hat auch in seiner vierten Auflage wieder gezeigt, warum das Hindernisrennen längst zu den echten Publikumsmagneten in der Region gehört. Mit so vielen Läuferinnen und Läufern wie noch nie und mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern entlang der Strecke wurde heuer sogar ein neuer Rekord aufgestellt.
Besonders auf dem C-Platz des Emskirchener Sportgeländes war wie gewohnt am meisten los. Dort wartete auf die Sportlerinnen und Sportler das volle Schlammprogramm – vom Matschcontainer bis zum Weiher. Doch auch entlang der weiteren Strecke wurde den Gästen einiges geboten: In der Waldstraße sorgten unter anderem ein Hängehindernis, ein Lastwagen-Trailer mit Paletten-Irrweg und verstreute Heuballen für Action und beste Unterhaltung.
Beim **KidsRun** über anderthalb Kilometer gingen diesmal **180 Kinder im Alter von vier bis elf Jahren** an den Start. Für Organisatorin **Moni Holler vom TSV Emskirchen** ist das ein riesiger Erfolg. Gegenüber dem Vorjahr sei das nahezu eine Verdopplung gewesen. Auch der **Hauptlauf über zehn Kilometer** erreichte mit **620 Teilnehmerinnen und Teilnehmern** eine neue Bestmarke.
Mit dem Ablauf des Tages zeigte sich Holler entsprechend zufrieden. Das Wetter spielte mit, die Organisation lief planmäßig, und vor allem blieb die Veranstaltung ohne ernste Zwischenfälle. Unterstützt wurde das Event von rund **75 Helferinnen und Helfern**. Auch das **Bayerische Rote Kreuz** war vor Ort, ebenso die **DLRG Neustadt**, die den Bereich am Weiher absicherte.
Schon jetzt laufen die Planungen für die nächste Ausgabe. Der Termin für den fünften „RatsRun“ wird derzeit noch abgestimmt, da dabei sowohl der Tourplan der Serie als auch die Ferien berücksichtigt werden müssen. Klar ist aber schon: Zum kleinen Jubiläum soll die Veranstaltung noch einmal besonders werden. Wer sich als Helferin oder Helfer einbringen möchte, kann sich bereits melden. Als Dank winkt die kostenlose Teilnahme an einer anderen Station der „RatsRun“-Tour.
Ein besonderes Markenzeichen des Emskirchener Laufs ist laut Moni Holler vor allem die Strecke selbst. Sie führt durch den Wald, ist landschaftlich reizvoll und bietet immer wieder neue, abwechslungsreiche Hindernisse. Genau das mache für viele den besonderen Reiz aus.
Dass der „RatsRun“ in Emskirchen so gut funktioniert, liegt auch an der starken Unterstützung aus der Region. Zahlreiche Firmen packen mit an und bringen eigene Ideen ein. So werden Container, Fahrzeuge oder andere Materialien für die Hindernisse zur Verfügung gestellt. Die Firma **CargoTrans aus Mausdorf** baut beispielsweise jedes Jahr im Lastwagen-Auflieger eine neue Paletten-Variante ein, durch die sich die Läuferinnen und Läufer kämpfen müssen. Für die größte Gruppe im Hauptfeld sorgte in diesem Jahr die Firma **Köstner aus Neustadt**.
Für Moni Holler selbst bleibt der Lauf in Emskirchen übrigens weiterhin vor allem ein Organisationsmarathon. Obwohl sie selbst begeisterte „RatsRunnerin“ ist, kann sie in Emskirchen nicht mitlaufen. Während des Rennens ist sie ständig gefragt, muss Entscheidungen treffen und an allen Ecken den Überblick behalten. Dabei würde sie die Strecke nur zu gerne einmal selbst in Angriff nehmen. Ganz darauf verzichten muss sie aber nicht – bei anderen Stationen der Serie will sie wieder selbst an den Start gehen.
Der „RatsRun“ hat damit auch 2025 bewiesen: Emskirchen kann Schlamm, Sport und Stimmung. Und wenn es nach den vielen glücklichen Gesichtern geht, dürfte die Vorfreude auf die fünfte Auflage jetzt schon groß sein.
**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal braucht es gar nicht viel für ein gelungenes Event: ein bisschen Wald, etwas Wasser, eine ordentliche Portion Matsch – und Menschen, die Lust haben, sich gemeinsam dreckig zu machen. Der „RatsRun“ in Emskirchen zeigt, wie stark solche Veranstaltungen eine Region zusammenbringen können. Besonders schön: Nicht nur die Teilnehmerzahlen steigen, sondern auch die Unterstützung aus Vereinen, Hilfsorganisationen und Unternehmen. Und seien wir ehrlich: Schlamm im Gesicht ist offenbar immer noch einer der sichersten Wege zu einem breiten Grinsen.



