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Neustadt an der Aisch – Spannung im Rathaus, Wahlkampf am Limit, eine neue Partei auf dem Stimmzettel: In Neustadt passiert mehr als nur das übliche Händeschütteln! Wer hat die Nerven, jetzt weiterzulesen?
Worum geht’s?
Die Liberalen rund um Gerd Scheuenstuhl haben die letzte Hürde genommen – und stehen jetzt bei der Kommunalwahl in Neustadt tatsächlich zur Wahl. Das ist nicht weniger als ein kleiner politischer Krimi am Aurachufer.
Wer steht zur Wahl?
Neben den bekannten Namen wie Heike Gareis (SPD), Alexander Müller (CSU), Harald Haag (Freie Wähler), Andre Hufnagel (Linke) und der Liste der Grünen springt neu die FDP auf den Wahlzettel. Für Neustadt nämlich keine Selbstverständlichkeit, denn bisher saßen die Liberalen im Stadtrat nicht am Tisch. Nach den Regeln muss jede Partei ohne bisherige Repräsentanz Unterschriften von Unterstützer:innen sammeln. In Neustadt bedeutete das: Mindestens 180 – die FDP knackte das mit 221 Stimmen locker. Auch ihr Bürgermeisterkandidat Gerd Scheuenstuhl sammelte 209 Unterschriften. Damit: Beide, Partei UND Kandidat, dabei!
Aber: Die Liberalen gehen mit Mini-Team ins Rennen, denn einer ihrer schon wenigen Listenkandidat:innen ist abgesprungen. Sechs bleiben übrig, auf dem Wahlzettel werden sie dreimal „kopiert“, damit das Team überhaupt genug Stimmen erhaschen kann. Theoretisch gingen 24 Stimmen pro Kreuz auf, bei den Liberalen sind es nur 18. Für sie ein Handicap – aber keine Ausrede!
Auch die Freien Wähler hat’s erwischt
Da sprang auch einer kurzfristig ab. Nur: Von anfangs 24 Namen war das zu verschmerzen, denn so viel Personal kann man schon mal einen Platz leer lassen. Den FW fehlt bei jeder Listenstimme eine Stimme, aber das ist ein weitaus kleineres Problem – flexibles „Stimmenhäufeln“ macht’s möglich.
Warum überhaupt dieses Prozedere?
Bei Kommunalwahlen in Bayern ist die Hürde für neue Vereine oder zurückkehrende Politikkräfte bewusst höher. (Hier müssen Unterstützungsunterschriften sozusagen als „Tauglichkeitsnachweis“ vorgelegt werden.) Und obwohl sich viele politisch etwas mehr Auswahl wünschen – die Regel verhindert windige Ego-Listen mit Null Rückhalt.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Wahlkampf mit der Lupe – oder: Wenn Mangos rar und Stimmen doppelt lecker sind**
Wir erleben Demokratie auf fränkisch: Wer bei der Stadtratswahl mit fünf Leuten und drei Kopien auf dem Stimmzettel ins Rennen geht, braucht entweder Mut oder Humor. Jedes Kreuz für die FDP ein kleiner Power-Boost, der (fast) alles aufwiegen soll, was an Team fehlt. Das klingt ein wenig wie die Ampel, wenn sie Kühlschrank und Taschenlampe verwechseln – viele Knöpfe, wenig Inhalt.
Und falls ihr denkt, Politik sei ermüdend wie eine lauwarme Bratwurst auf Kircha, dann schaut mal hin, wie viel Kreativität im Listenfußball von Neustadt steckt. Vielleicht sollten demnächst die Stadtratskandidat:innen gleich mit Sammelbildern antreten: Wer 221 Unterschriften hat, bekommt das schicke Glitzer-Sticker-Siegel fürs Grundgesetz.
Kurz: Wir lieben unsere Wahlgänge – mit echter Gliederschmerzen-Garantie. Die FDP sagt: „Dabei ist alles!“ Mal sehen, ob „Dabei“ auch „dabei bleibt“.
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