27. Februar 2026

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Neustadt an der Aisch

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Neustadt an der Aisch. Rund 400 bis 450 Besucherinnen und Besucher strömten am Donnerstagabend in die NeuStadtHalle, um beim Radio-8-Wahlabend die Kandidatin und Kandidaten für das Bürgermeisteramt live zu erleben. Schon lange vor Beginn bildeten sich erste Grüppchen vor dem Eingang – beste Plätze waren begehrt. Und die ersten Reihen waren fest in der Hand zahlreicher Listenkandidatinnen und -kandidaten, die ihren jeweiligen Favoriten sichtbar den Rücken stärkten.

Moderator Klaus Seeger führte souverän, humorvoll und mit spürbarer Wertschätzung für die demokratische Debatte durch den Abend. Mit pointierten Fragen, locker eingestreuten Witzen und einem Gespür für die richtige Dramaturgie gelang es ihm, Nervosität abzubauen und zugleich inhaltliche Tiefe zu ermöglichen.

Linken-Kandidat sagt kurzfristig ab

Eigentlich waren fünf Bewerber angekündigt. Der 21-jährige Kandidat der Linken, André Hufnagel, hatte seine Teilnahme jedoch kurzfristig wieder abgesagt und nahm stattdessen im Publikum Platz. Eine verpasste Gelegenheit: Gerade bei einem solchen Format bietet sich die Chance, Inhalte und Persönlichkeit vor breitem Publikum zu präsentieren und Profil zu zeigen.

Auf dem Podium standen damit Gerd Scheuenstuhl (FDP), Harald Haag (FWG), Heike Gareis (SPD) und Alexander Müller (CSU). Anfangs war allen die Anspannung anzumerken, doch spätestens nach einer Viertelstunde entwickelte sich eine sachliche, respektvolle Diskussion – ganz im Stil der Neustädter Kommunalpolitik: Man kennt sich, man widerspricht sich, aber man bleibt anständig.

Heike Gareis mit Erfahrung und klarer Linie

Heike Gareis überzeugte vor allem mit ihrer kommunalpolitischen Erfahrung, ihrer klaren Struktur in den Antworten und einer spürbaren Leidenschaft für die Stadt und ihre Menschen. Sie kündigte an, im Falle ihrer Wahl innerhalb der ersten 100 Tage ein Gremium zur Belebung der Innenstadt einzurichten – mit Architekten, Verwaltungsexperten, aber eben auch mit Bürgerinnen und Bürgern. Bürgernähe nicht nur als Schlagwort, sondern als Arbeitsprinzip.

Auch bei der Einschätzung der städtischen Finanzlage blieb sie differenziert: Ja, die Lage sei angespannt – aber Neustadt verfüge über wirtschaftliche Stärke und Selbstheilungskräfte. Dieser sachliche Optimismus wirkte fundiert und realistisch.

Ihr Vorstoß für ein Mehrgenerationen-Projekt im alten Feuerwehrhaus unterstrich ihren sozialpolitischen Schwerpunkt. Als ein Mitbewerber diese Idee als „Bilderbuchmentalität” bezeichnete, blieb Gareis ruhig – und stellte im Gegenzug die konkrete Frage nach verfügbaren Gewerbeflächen. Eine Antwort blieb aus.

Viel Detail – aber wenig Vorbereitung?

Gerd Scheuenstuhl präsentierte sich mit einem sehr umfangreichen Programm auf seiner Website und ging bei vielen Vorschlägen stark ins Detail. Gleichzeitig wirkte er stellenweise weniger strukturiert in der Darstellung und bei Nachfragen nicht immer sattelfest – etwa bei der konkreten Benennung verfügbarer Flächen. Hier hätte man sich etwas mehr Vorbereitung und Praxisnähe gewünscht.

Harald Haag punktete mit bodenständigem Auftreten und seiner „Ich-bin-einer-von-euch”-Haltung. Als politischer Newcomer machte er keinen Hehl aus seiner fehlenden Stadtratserfahrung – was sympathisch wirkte, aber auch zeigte, dass ihm die kommunalpolitische Routine noch fehlt.

Alexander Müller stellte Wohnraumschaffung und Baugebiete in den Mittelpunkt. Er betonte mehrfach Kontinuität und langfristige Perspektive – mit 34 Jahren wolle er mehr als nur eine Amtsperiode gestalten. Auch er blieb sachlich, wirkte jedoch in manchen Antworten eher allgemein als konkret.

Viel Gemeinsamkeit, unterschiedliche Gewichtung

Inhaltlich lagen die Schwerpunkte gar nicht so weit auseinander: Innenstadtbelebung, Wohnraum, Gewerbeansiedlung, solide Finanzen. Unterschiede zeigten sich vor allem in der Gewichtung – und im Stil.

Während Scheuenstuhl die Rolle des aktiven Wirtschaftsförderers betonte, sieht sich Haag als Vermittler, Müller als verlässlicher Dauerbürgermeister. Heike Gareis hingegen setzte klar auf soziales Miteinander, Bürgerbeteiligung und strategische Innenstadtentwicklung – mit einem Mix aus Pragmatismus und Vision.

Kommentar der Redaktion

Verloren hat an diesem Abend niemand. Aber gewonnen hat vielleicht die Erfahrung.

Kommunalpolitik ist kein Planspiel und kein Debattierclub. Sie ist Detailarbeit, Haushaltszahlen, Flächennutzungspläne – und vor allem das tägliche Ringen um tragfähige Kompromisse. Wer hier schon Jahre mitgestaltet hat, bringt schlicht einen Vorsprung mit.

Heike Gareis wirkte an diesem Abend vorbereitet, strukturiert und nah an den Themen – ohne in Schlagworten zu verharren. Andere Bewerber zeigten Engagement und gute Ansätze, aber auch, dass Erfahrung im Stadtrat nicht durch Enthusiasmus allein zu ersetzen ist.

Und wer eine Bühne wie diesen Wahlabend ungenutzt lässt, darf sich zumindest die Frage gefallen lassen, ob er die Chance zur Präsentation nicht vertan hat.

Am 8. März entscheiden die Wählerinnen und Wähler, welches Konzept sie überzeugt. Spannend bleibt es – sachlich hoffentlich auch weiterhin.

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Emskirchen

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Emskirchen

Jetzt wird gebummelt, was das Zeug hält! Sonntags geschlossen? Von wegen! Emskirchen macht im Jahr 2026 gleich zweimal die Türen für Shopping-Fans und Schaufenster-Gucker:innen auf.

Worum geht’s? Es ist offiziell: Der Marktgemeinderat hat am 27. Februar 2026 beschlossen, dass zwei verkaufsoffene Sonntage stattfinden dürfen – rechtlich wasserdicht durch eine Verordnung. Und das nicht einfach mal so, sondern ganz nach Vorschrift, wie sich das bei uns gehört.

Was ist wann geboten?
– Am **5. Juli 2026**: Marktfest mit Kunstmeile – von 13 bis 18 Uhr öffnen die Geschäfte ihre Türen.
– Am **29. November 2026**: Adventsmarkt – ebenfalls von 13 bis 18 Uhr kann geshoppt werden.

Warum das Ganze? Ganz einfach: Wir Mittelfränk:innen mögen’s gemütlich. Marktfest und Adventsmärkte ziehen viele Besucher:innen an. Wenn dann auch noch Geschäfte aufhaben, freut sich nicht nur der Geldbeutel, sondern auch das Herz. Die Einzelhändler:innen bekommen Planungssicherheit – und für uns alle heißt das: mehr Auswahl, mehr Flair und vielleicht den einen oder anderen Plausch im örtlichen Laden.

Die Verordnung dazu? Natürlich mit Paragraf, Absatz und Amtsstempel. Wer jetzt seufzt: Das bringt’s! Denn für die kleinen Läden im Ort sind solche Tage oft überlebenswichtig. Mehr Betrieb im Ortskern, mehr Miteinander – ideal, um zu zeigen, dass Emskirchen eben nicht nur aus dem Kreisel besteht.

Kommentar der Redaktion:
Zwei Sonntage im Jahr, an denen Shoppen erlaubt ist – deutscher Pragmatismus in Reinform. Alles durchorganisiert, alles geregelt. Aber ehrlich: Wer will schon mit einkaufslustigen Nachbar:innen um die Wette stöbern, wenn das nicht offiziell erlaubt ist?
Marktfest im Sommer, Lichterglanz im Winter – und ab und zu mal in die warme Boutique flüchten, während draußen der Glühwein dampft: Das ist das wahre Mittelfranken-Feeling.

Also: Termin merken, Strom in die Socken und auf ins Getümmel!

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Emskirchen

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Emskirchen

Wachstumsschub am Ortsrand! Neue Fläche, neue Chancen: Das Industriegebiet West in Emskirchen bekommt Zuwachs – und vielleicht auch mehr Jobs. Ihr fragt euch, was da eigentlich gebaut werden soll? Wir haben die Antworten!

Worum geht’s? Der Marktgemeinderat Emskirchen will das Industriegebiet West erweitern. Es geht um zusätzliche 7.186 Quadratmeter auf dem Flurstück 529 (Gemarkung Schauerberg), die künftig als Lagerfläche genutzt werden sollen. Besonders die ortsansässige Firma Frankenberg Metallrecycling GmbH hat hier Expansionsbedarf – und deshalb macht die Politik vor Ort jetzt den Weg frei.

Wer? Was? Wann? Wo? Warum?
– Wer: Die Frankenberg Metallrecycling GmbH möchte wachsen.
– Was: Das Industriegebiet West wird um eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld vergrößert.
– Wann: Die Entscheidung dazu fiel am 27. Februar 2026.
– Wo: Am westlichen Ortsrand von Emskirchen, Flurstück 529.
– Warum: Weil die Firma mehr Platz braucht – und weil frei gewordene Flächen innerhalb des bisherigen Gebiets anderweitig genutzt werden (ja, Gewerbeimmobilien sind manchmal wie Tetris: ständig fehlt irgendwo ein Stein für das nächste Level).

Was bedeutet das für Mensch und Natur? Laut den vorliegenden Gutachten hält sich der Eingriff in Grenzen: Die Natur bleibt weitgehend verschont, Maßnahmen zum Schutz von Tieren und Pflanzen werden eingeplant. Auch das Bundesnaturschutzgesetz macht keinen Stress. Klingt fast langweilig, oder? Aber genau solche scheinbar drögen Beschlüsse sorgen dafür, dass Betriebe bleiben – anstatt beim nächsten Wachstumsschub frustriert Mittelfranken den Rücken zu kehren.

Apropos Wirtschaft: Kommunen wie Emskirchen sichern mit solchen Beschlüssen regionale Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, bevor irgendwo anders die Lichter angehen. In Bayern herrscht schon jetzt Flächenknappheit, Wirtschaftsförderung ist nicht gerade ein Wunschkonzert – sondern oft ein Kräftemessen mit Nachbargemeinden. Frühzeitige Planung verschafft Klarheit: für Unternehmen, für Bürger:innen, für den Haushalt.

Redaktioneller Kommentar: Das ist Kommunalpolitik à la Emskirchen – ohne große Sprüche, aber mit Weitsicht. Während man anderswo noch um jeden Quadratmeter streitet wie um den letzten Krapfen beim Feuerwehrfest, sagt man hier: „Lieber rechtzeitig was regeln, als später was bereuen.“ Kein Investorenglamour, kein Betonstädtebau – sondern solide, lokale Wirtschaftspolitik. Klingt unspektakulär? Ist es auch. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum uns diese Form von Zukunft am Ende nachhaltiger vorkommt als jede KI-gesteuerte Hochglanzstadt in der Werbung.

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Diespeck

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Diespeck

Zack, zack, Grill geklaut – und dann auch noch mit dem Hubwagen durch Diespeck! Einbruch im Baumarkt, Festnahme am Sonntagabend – und das direkt vor unser aller Nase. Kein Film, sondern Alltag bei uns an der Aisch.

Worum geht’s? Am Sonntagabend (22.02.2026) hat ein blitzschneller Zeuge in Diespeck einen „Tatort live“ beobachtet: Zwei Männer machen sich auf dem Gelände eines Baumarktes verdächtig zu schaffen. Einer fährt mit einem Hubwagen ein bisschen wild herum, der andere wartet schon in einem Auto auf dem Parkplatz. Dem Zeugen geht der Kragen hoch – und die 110 wird gewählt.

Was passiert dann? Nur kurze Zeit später steht die Polizei auf der Matte, nimmt den Hubwagenfahrer (27 Jahre, deutsch) und seinen mutmaßlichen Komplizen (23 Jahre, ebenfalls deutsch) fest. Beide haben offensichtlich schon für den illegalen Grillabend vorgesorgt: Mehrere Kartons voller Grills warten schon außen auf Abholung. Gesamtwert? Mehrere tausend Euro – da kommt selbst die längste Schlange beim Sommerschlussverkauf nicht mit.

Warum war das Ganze besonders brenzlig? Weil der 27-Jährige nicht nur auf heißen Kohlen saß, sondern auch ein Messer griffbereit hatte. Die Polizei wertet das als Diebstahl mit Waffen und Hausfriedensbruch – für alle Nicht-Jurist:innen: Das gibt richtig Ärger! Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat gleich mal Haftantrag gestellt. Über einen Platz zum Nachdenken beim Haftrichter darf der mutmaßliche Haupttäter schon bald sinnieren.

Und was lernen wir? Einbrüche gibt’s nicht nur im Tatort. Ein wachsames Auge und ein flotter Anruf bei der Polizei – fertig ist die Heldentat im Alltag. Danke an alle aufmerksamen Bürger:innen in Mittelfranken! Weiter so, damit bei uns maximal der Grill angezündet wird – und nicht das kriminelle Feuer.

Quelle: Die Bayerische Polizei – Bei Einbruch in Baumarkt beobachtet – Festnahme

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Diespeck

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Diespeck

Das Drama war groß! Kita-Pleite? Geld weg? Muss jetzt alles dichtmachen? Keine Panik – jetzt ist Klarheit da: Die Diespecker Kita ist raus aus den tiefroten Zahlen. Was war los? Und wie geht’s weiter mit unseren Kleinsten?

Die Fakten: 200.000 Euro Defizit hatten sich 2024 in der evangelischen Kita Diespeck angesammelt. Die Kasse war leer, alle hatten Schweiß auf der Stirn. Eltern bangten, Personal rotierte, Gemeinderat zuckte ratlos die Schultern. Nun endlich die Rettung: Die Gemeinde Diespeck und die Evangelische Kirchengemeinde teilen sich das dicke Minus. Bürgermeister Markus Helmreich sagt: „Wir ziehen alle an einem Strang.“ Na dann!

Ganz so glatt lief das natürlich nicht. Einige Ratsmitglieder wollten den Fehlbetrag gar nicht übernehmen – das Geld wächst bekanntlich auch in Diespeck nicht auf den Bäumen. Es folgte eine Tour durch Zahlen, Sorgen, Krisenrunde um Krisenrunde. Leiterin Carina Scherer erklärt: Die harten Maßnahmen, vor allem beim Personal, haben gewirkt – im Rahmen der Gesetze und Fördermöglichkeiten! Jetzt steht die Kita wieder stabil.

Aber: Das Personal bleibt knapp. Fachkräfte wachsen halt auch nicht auf Blumenbeeten. Immer wieder werden Notbetreuungen nötig, Gruppen müssen manchmal zusammengelegt werden, die Standorte sind verstreut. Manchmal gibt’s auf eine offene Stelle nicht mal eine einzige Bewerbung – als wären Erzieher:innen ein Mythos, den man nur nachts in Diespeck sichtet. Kita-Leiterin Barbara Hartmann muss dann kreativ werden, Eltern und Elternbeirat holen, Lösungen suchen – im Zweifel bleiben etliche Kinder dann halt auch mal daheim.

Das nervt alle. Bürgermeister Helmreich presst den Satz raus: Die Entwicklung der Buchungszahlen schauen wir uns jetzt ganz genau an. Das Ziel ist klar: Zuverlässige, gute Betreuung für die Kinder.

Hoffnung? Vielleicht. Carina Scherer schaut nach München: Das bayerische Familiengeld soll künftig mehr direkt in die Kitas fließen. Klingt erstmal nach Bürokraten-Deutsch – soll aber wirklich helfen. Mehr Geld heißt strukturiertere Betreuung, mehr Qualität, weniger Stress für Erzieher:innen und Eltern. Klar, der Weg dahin bleibt steinig, aber: Frühkindliche Bildung in Mittelfranken ist schließlich kein Hütchenspiel!

Redaktionsfazit: Wie oft im Leben – Geldsorgen werden geteilt, Personal bleibt knapp. Aber: Wer zusammenhält, kriegt auch in Diespeck die Kita aus der Sackgasse. Vielleicht schenken wir beim nächsten Fasching einfach einen Haufen Bewerbungen und einen Topf voller Fördergelder. Kann ja nicht schaden.

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