30. März 2026

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Markt Erlbach

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# Markt Erlbachs Haushalt auf Rekordkurs: Kämmerin sieht Gemeinde finanziell gut aufgestellt

**Markt Erlbach** – Wenn aus der Kämmerei einmal keine Warnung, sondern vorsichtiger Optimismus kommt, dann lohnt sich ein genauer Blick. Im Haupt- und Finanzausschuss hat Kämmerin Andrea Tiefel bei der zweiten Lesung des Haushalts deutlich gemacht: Markt Erlbach steht finanziell vergleichsweise gut da. Trotz steigender Ausgaben, anstehender Investitionen und mancher offener Baustelle kann die Gemeinde ihre dauernde Leistungsfähigkeit nachweisen – ein wichtiges Signal für die kommenden Jahre.

Ganz ohne unangenehme Themen ging es in der Sitzung aber nicht. So kündigte Tiefel an, dass die Wasser- und Abwassergebühren in diesem Jahr neu berechnet werden. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, mit sinkenden Gebühren sei nach jetzigem Stand jedoch eher nicht zu rechnen. Auch bei den Grundsteuern soll nachgeschärft werden, denn das Aufkommen bleibt bislang deutlich unter den Erwartungen, die man sich nach der Neufestsetzung der Hebesätze erhofft hatte.

Ebenfalls auf den Prüfstand kommt die Hundesteuer. Hintergrund ist, dass die Einnahmen hier deutlich unter den Kosten liegen, die allein schon für die Leerung der inzwischen 26 Hundekotbehälter entstehen. Hinzu kommt eine alte Sonderregelung mit besonders niedrigen Steuersätzen in den Ortsteilen, die nach Ansicht der Verwaltung nicht mehr in die Zeit passt.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Präsentation der Kämmerin zur Kenntnis, ohne weitere Ergänzungen vorzubringen. Der Vermögenshaushalt – also der Bereich, in dem vor allem Investitionen abgebildet werden – war bereits in einer vorherigen Sitzung behandelt worden.

Besonders positiv fiel der Blick in die kommenden Jahre aus: Für 2026 wird bei der Gewerbesteuer mit einem Rekordwert von knapp 5,2 Millionen Euro gerechnet. Damit würde sie erstmals sogar über dem Anteil aus der Einkommenssteuer liegen. Auch ein bereits im vergangenen Jahr genehmigter Kredit über 1,6 Millionen Euro musste bislang nicht in Anspruch genommen werden. Er steht damit weiterhin zur Verfügung und dürfte nach heutigem Stand in diesem Jahr fast vollständig benötigt werden.

Das Gesamtvolumen des Haushalts liegt inzwischen bei mehr als 29 Millionen Euro – ebenfalls ein Rekordwert. Zum Vergleich: 2008, im ersten Amtsjahr von Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, lag der Haushalt noch bei gut acht Millionen Euro. Dass sich das Volumen seitdem mehr als verdreifacht hat, hängt allerdings nicht nur mit steigenden Kosten und zusätzlichen Aufgaben zusammen. So werden inzwischen auch Leistungen des Bauhofs in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro intern verrechnet und den jeweiligen Haushaltsstellen zugeordnet.

In ihrer Präsentation führte Tiefel auch zahlreiche Einzelposten auf: Für die beiden Wahlen in diesem Jahr fielen gut 4.000 Euro an, davon wurden 1.800 Euro vom Landkreis für die Kreiswahlen erstattet. In den Jahren 2024 und 2025 wurde kräftig in die Feuerwehr investiert – sowohl im Verwaltungs- als auch im Vermögenshaushalt. Für 2026 konnten allerdings nicht mehr alle Wünsche berücksichtigt werden.

Im Rathaus laufen derzeit die Umbaumaßnahmen. Die Bauverwaltung zieht ins zweite Obergeschoss um. Zusammen mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach belaufen sich die Investitionen auf rund 240.000 Euro.

Ein weiteres Thema war der Mittelschulverbund. Hier müssen die Zahlungen künftig genauer zugeordnet werden. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß widersprach dabei deutlich einer Darstellung aus dem Rat in Trautskirchen, wonach die neue Kostenverteilung von den beteiligten Gemeinden ausgegangen sei. Ihrer Aussage nach habe vielmehr der Bayerische Prüfungsverband die bisherige Praxis beanstandet.

Auch in die kommunale Infrastruktur fließt weiter Geld: Rund 92.000 Euro sind für das Rangaubad vorgesehen. Dort werden die Dosieranlage erneuert und die Anbindung an die Nahwärme ausgebaut. Für die Verlängerung des Wasserrechts an der Kläranlage in Hagenhofen sind Investitionen von etwa 40.000 Euro nötig. In Altselingsbach/Altziegenrück wurde das Wasserrecht zwar bereits verlängert, dennoch stehen dort noch weitere Investitionen von rund 38.000 Euro an.

Für den Friedhof, der zu Jahresbeginn von der Kirche an die politische Gemeinde übergegangen ist, wird eine Sonderrücklage in Höhe von 100.000 Euro gebildet. Zusätzlich sind 15.000 Euro für Planungskosten vorgesehen.

Eine wesentliche Änderung gegenüber der ersten Haushaltsberatung ergibt sich beim Breitbandausbau. Dieser kommt schneller voran als zunächst gedacht. Die Kämmerei rechnet nun mit Ausgaben von 3,5 Millionen Euro – das sind rund 2,4 Millionen Euro mehr als im Dezember noch erwartet. Gleichzeitig steigen aber auch die Fördermittel deutlich, sodass der Haushalt dadurch nicht zusätzlich belastet werden soll.

Neu aufgenommen wurde außerdem eine Photovoltaikanlage auf der Schule mit Kosten von 170.000 Euro. Für etwas Entlastung sorgt die Aussicht auf weitere 500.000 Euro aus dem Investitionsbudget des Bundes. Zwar steht die Auszahlung noch aus, doch laut Tiefel soll das Geld kommen – und das angeblich „sehr unbürokratisch“.

Wichtig für die finanzielle Bewertung der Gemeinde ist die sogenannte dauernde Leistungsfähigkeit. Sie spielt unter anderem eine zentrale Rolle, wenn Kredite genehmigt werden müssen. In Markt Erlbach ergibt sich hier nach den Berechnungen ein beruhigender Überschuss. Nicht enthalten ist allerdings der Bau des Kindergartens für die evangelische Kirche, da dieser über die Wohnungsbaugenossenschaft abgewickelt wird.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach zeigt, dass ein großer Haushalt nicht automatisch ein schlechter Haushalt ist. Rekordzahlen klingen zwar erstmal nach viel Geld, bedeuten aber auch: Es wird investiert, gebaut, modernisiert und an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet. Dass die Kämmerin trotz einiger „Kröten“ am Ende beruhigende Worte findet, ist in Zeiten knapper Kassen durchaus bemerkenswert. Und ja – wenn selbst die Gewerbesteuer bald stärker sprudelt als gedacht, dann darf man in der Kämmerei auch mal kurz etwas entspannter auf den Taschenrechner schauen.

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Neustadt an der Aisch

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# Stadtrat verschiebt Projekte: Neustadt spart Millionen im Haushalt

**Neustadt an der Aisch** – Wenn das Geld knapper wird, müssen auch in einer Stadt Prioritäten neu gesetzt werden. In der jüngsten Sitzung hat der Neustädter Stadtrat ausführlich darüber beraten, welche Projekte verschoben, gekürzt oder vorerst ganz gestrichen werden sollen. Dabei ging es um viele Einzelposten – am Ende aber vor allem um ein großes Ziel: weniger neue Schulden.

Hintergrund der Diskussion ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. Kämmerer Martin Sehring brachte es in der Sitzung auf den Punkt: Wer jetzt spart, muss weniger Kredite aufnehmen – und entlastet damit auch die kommenden Haushalte. Genau darum ging es bei den Beratungen.

Auch im Verwaltungshaushalt, also bei den laufenden Aufgaben der Stadt, wurden Einsparmöglichkeiten gefunden. Nach intensiven Vorberatungen sollen unter anderem rund 40.000 Euro bei der Verwaltungsausstattung, weitere 30.000 Euro bei Betriebsausgaben und etwa 100.000 Euro bei den Betriebskosten von Tageseinrichtungen eingespart werden. Zusammen mit weiteren kleineren Positionen ergibt sich hier eine Reduzierung von rund 180.000 Euro.

Deutlich größer fallen die Einschnitte im Vermögenshaushalt aus. Dort geht es um Investitionen und größere Projekte – und hier summieren sich die Verschiebungen und Kürzungen auf knapp drei Millionen Euro.

So soll etwa der Erwerb der Grundstücke, auf denen derzeit noch das alte Feuerwehrhaus steht, um ein Jahr verschoben werden. Allein dadurch spart die Stadt zunächst 500.000 Euro ein. Für SPD-Stadträtin Heike Gareis, die dort Entwicklungsmöglichkeiten für die Innenstadt sieht, war das zwar kein leichter Schritt. Mit dem Vorschlag von Bürgermeister Klaus Meier, einen Vorvertrag mit den Eigentümern abzuschließen, konnte aber offenbar ein Kompromiss gefunden werden.

Weitere 300.000 Euro sollen beim Kauf unbebauter Grundstücke eingespart werden. Auch die Anschaffung neuer Stühle für die Markgrafenhalle wird verschoben – das bringt weitere 150.000 Euro.

Betroffen ist außerdem Unternesselbach: Die geplante Sanierung des Dorfhauses wurde zunächst gestoppt, was eine Einsparung von 40.000 Euro bedeutet. Gegen diese Entscheidung stimmten Heike Gareis, Markus Simon sowie die Grünen. Zusätzlich wird auch der Kernwegebau verschoben, wodurch weitere 550.000 Euro zunächst nicht ausgegeben werden.

Anders verlief die Diskussion bei der Bergwegsanierung in Diebach. Dieses Projekt stand zunächst ebenfalls auf der Streichliste, wurde nach Intervention von Christian Köstner, Heike Gareis und Peter Holzmann aber wieder aufgenommen.

Auch bei der Mittelschule am Turm blieb ein geplanter Sparposten letztlich doch im Etat. Die Verwaltung wollte dort 100.000 Euro für Klassenräume und insbesondere die WC-Anlagen streichen. Nach Widerstand der Grünen und mit Unterstützung der CSU bleibt das Geld nun im Haushaltsplan. David Muck verband damit die Hoffnung, dass neue Sanitäranlagen von den Schülern besser behandelt werden: „Wir sind der Meinung, wenn es neu gemacht wird, passen die Kinder besser darauf auf.“

Insgesamt dauerte die Debatte um die verschiedenen Einsparungen und Verschiebungen mehr als eine Stunde. Klar wurde dabei: Der Stadtrat will dem künftigen Gremium möglichst wenig finanzielle Lasten hinterlassen und setzt deshalb auf Zurückhaltung bei neuen Investitionen.

**Kommentar der Redaktion:**
Man könnte auch sagen: Neustadt macht gerade das, was viele daheim ebenfalls kennen – zuerst wird geschaut, was wirklich dringend ist, und was noch ein bisschen warten kann. Der Unterschied: Während zuhause vielleicht das neue Sofa oder der Schrank aufgeschoben wird, geht es im Rathaus schnell um sechsstellige Summen. Immerhin zeigt die Debatte, dass im Stadtrat noch um jeden Posten gerungen wird – und dass selbst Stühle, Dorfhäuser und Schultoiletten politisch ordentlich Bewegung auslösen können. Ganz trocken ist Kommunalpolitik eben doch nicht.

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alle

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**AOK-GeWinn in Scheinfeld: Gemeinsam aktiv, informiert und gut vernetzt im Alter**

Gesund älter werden, Neues lernen und dabei in Gemeinschaft unterwegs sein: Genau das steht im Mittelpunkt der Scheinfelder AOK-GeWinn Gruppe. Seit Oktober 2025 kommen die Teilnehmenden regelmäßig zusammen, um sich über Gesundheit, Bewegung, digitale Themen und gemeinsame Aktivitäten auszutauschen.

Die Gruppe trifft sich alle zwei Wochen für rund 90 Minuten. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Menschen ab 60 Jahren und soll deren Gesundheitskompetenz stärken. Durch die insgesamt zwölf Treffen führen die beiden ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen Gabriele Jakob und Erika Prosch. Zusätzlich organisiert die Gruppe fünf gemeinsam ausgewählte Aktivitäten.

Ein Thema war zum Beispiel Bewegung im Alltag. Dabei erarbeiteten die Teilnehmenden, wie sich regelmäßige Bewegung ganz praktisch in den Tagesablauf einbauen lässt. Auch verschiedene Übungen auf dem Stuhl wurden gemeinsam ausprobiert. Beim Treffen zum sicheren Umgang mit digitalen Medien ging es unter anderem darum, wo man Hilfe und verständliche Erklärungen findet – etwa über Videos im Internet.

Aus diesem Austausch entstand auch ein Besuch im BayernLab. Dort erhielt die Gruppe hilfreiche Tipps zur Sicherheit im Netz und grundlegende Informationen zum Umgang mit digitalen Medien.

Auch kulturell war die Scheinfelder AOK-GeWinn Gruppe bereits unterwegs: In Altershausen wurden regionale Besonderheiten entdeckt. Zunächst besuchte die Gruppe das Tiermuseum mit über 300 verschiedenen Tier-Exponaten. Danach stand die private Kunstsammlung von Herbert Gebauer auf dem Programm, die 2024 in einen neu errichteten Museumsbau umgezogen ist. Den Abschluss des gemeinsamen Vormittags bildete ein Mittagessen im Uehlfelder Aischgrundcenter.

Das Gruppenprogramm „AOK-GeWinn“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gesundheitsregionplus gemeinsam mit der AOK Bayern sowie den Kommunen Neustadt an der Aisch, Markt Erlbach, Scheinfeld und Uehlfeld.

Weitere Informationen gibt es bei der Gesundheitsregionplus Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim unter Telefon 09161 92-5402, per E-Mail an gesundheitsregionplus@kreis-nea.de oder online unter www.gesundheitsregion.kreis-nea.de.

**Quelle:** Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim / www.kreis-nea.de

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