31. März 2026

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**Klimapakt 2030plus und Bürgerwindpark: Landkreis setzt auf regionale Energiewende**

Wie kann Klimaschutz vor Ort ganz praktisch funktionieren – und dabei auch noch den Menschen in der Region etwas bringen? Genau darum ging es beim 56. Treffen des Forums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg, das diesmal im Bürgerhaus Markt Erlbach stattfand. Gastgeber war der Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim.

Im Mittelpunkt stand der weiterentwickelte **Klimapakt 2030plus**, der als strategischer Rahmen für die Zusammenarbeit beim Klimaschutz in der Metropolregion Nürnberg dienen soll. Projektleiter Sebastian Hemmer stellte den aktuellen Stand und wichtige Handlungsfelder vor. In anschließenden Workshops arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Maßnahmen für die weitere Umsetzung. Außerdem wurde darüber gesprochen, wie der Klimapakt als starke Marke noch bekannter gemacht werden kann.

Ein Grußwort kam von Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer der Metropolregion Nürnberg. Er hob die Bedeutung des Klimapakts als verbindendes Element für die Region hervor.

Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz machte deutlich, wie wichtig die Rolle von Landkreisen und Kommunen bei der Energiewende ist. Für den Landkreis sei der Klimapakt ein klarer Arbeitsauftrag, um die Energiewende vor Ort voranzubringen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu stärken.

Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß verwies auf ein ganz konkretes Beispiel aus der Praxis: Alle kommunalen Gebäude in Markt Erlbach sind an das seit 2019 bestehende, rund sechs Kilometer lange Nahwärmenetz im Innenort angeschlossen. Dieses wird mit Biomasse und Solarthermie betrieben.

**Exkursion zum Bürgerwindpark Frankenhöhe**

Nach der Sitzung ging es für die Teilnehmenden weiter zum Bürgerwindpark Frankenhöhe. Dort gab es nach einer fachlichen Einführung durch Nadine Paulus von Wust, Wind & Sonne direkte Einblicke in Planung, Betrieb und Beteiligungsmodelle eines Bürgerwindparks.

Vor Ort wurden unter anderem Fragen zur Akzeptanz solcher Projekte, zur Einbindung der Kommunen und zu den wirtschaftlichen Auswirkungen diskutiert. Besonders im Fokus standen Bürgerenergieprojekte, bei denen Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie regionale Akteure aktiv beteiligt sind.

Der Bürgerwindpark Frankenhöhe gilt dabei als gutes Beispiel für diesen Ansatz. Mehrere Windenergieanlagen erzeugen dort klimafreundlichen Strom für die Region. Nach Angaben des Landratsamts sind **445 Bürgerinnen und Bürger aus Neuhof an der Zenn, Dietenhofen und Umgebung** an dem Projekt beteiligt. Davon profitieren nicht nur die Anleger, sondern auch die Kommunen – etwa durch Gewerbesteuereinnahmen, Pachtzahlungen und regionale Beteiligungsmodelle. So bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region.

Die Exkursion zeigte damit ganz praktisch, wie die Ziele des Klimapakts umgesetzt werden können: mit regionalen Projekten, echter Bürgerbeteiligung und nachhaltiger Energieerzeugung direkt vor Ort.

**Austausch soll weitergehen**

Neben den fachlichen Inhalten bot das Treffen auch Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Die Ergebnisse aus den Workshops sollen nun in die weitere Ausgestaltung des Klimapakts 2030plus einfließen.

**Kommentar der Redaktion:**
Klimaschutz ist oft ein Wort, das schnell nach Papier, Plänen und Podiumsdiskussion klingt. Spannend wird es aber immer dann, wenn aus Konzepten echte Projekte werden, die man vor der eigenen Haustür sehen kann. Wenn Bürger mitverdienen, Kommunen profitieren und der Strom aus der Region kommt, steigt meist auch die Akzeptanz. Oder anders gesagt: Windräder drehen sich leichter, wenn möglichst viele vor Ort etwas davon haben.

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Markt Erlbach

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# Starker TSV Markt Erlbach: Über 1000 Mitglieder und gleich zwei Jubiläen im Blick

Der TSV Markt Erlbach blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr und hat 2025 allen Grund zum Feiern: Der größte Verein der Marktgemeinde zählt inzwischen 1017 Mitglieder, das Sportgelände am Haidter Weg wird 20 Jahre alt und auch bei der Kirchweih steht ein besonderes Jubiläum an. Bei der Mitgliederversammlung mit rund 70 Teilnehmern wurde deutlich: Der TSV wächst, ist in der Gemeinde fest verankert und hat für die Zukunft noch einiges vor.

Bei der Versammlung zog Vorsitzender Michael Popp eine positive Bilanz. 2025 sei für ihn das erste Jahr gewesen, in dem er die Vereinsführung komplett übernommen habe. Mit der Entwicklung des Vereins zeigte er sich sehr zufrieden – sowohl bei der Mitgliederzahl als auch bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Präsenz in Markt Erlbach und darüber hinaus.

In seinem Rückblick stellte Popp drei zentrale Säulen des Vereins in den Mittelpunkt: die Menschen, das Sportangebot und das Sportgelände. Besonders hob er das Engagement der Ehrenamtlichen und Übungsleiter hervor. Ohne ihren persönlichen und zeitlichen Einsatz wäre ein Verein in dieser Größenordnung nicht denkbar. Neben dem regulären Sportbetrieb ist der TSV auch bei vielen Veranstaltungen im Ort aktiv – etwa beim Marktfest, Ferienprogramm, der Kirchweih oder dem Adventsmarkt.

Trotz aller positiven Entwicklungen sprach Popp auch Aufgaben an, die noch vor dem Verein liegen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Social-Media-Präsenz, die Gewinnung weiterer Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie zusätzliche Helfer für Arbeitseinsätze.

Breit aufgestellt ist der TSV vor allem beim Sportangebot. Fußball, Tischtennis, Kinderturnen, das Kinderbewegungsprogramm „Wirbelwind“, Volleyball, Rehasport und Herzgruppe, Badminton, Aikido, Basketball, Fitness sowie Trendsportarten wie Capoeira, Pilates oder Tai Chi – die Abteilungen gaben bei der Versammlung Einblicke in ihre Arbeit. Dabei wurde laut Vereinsmitteilung deutlich, dass Sport im TSV über alle Altersgruppen hinweg gut ankommt – vom Kind bis zum Senior.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Sportgelände und die Infrastruktur. Hier würdigte Popp besonders Jürgen Scheuerpflug, der bei Fragen rund um das Gelände als Ansprechpartner gilt, Maßnahmen plant, Reparaturen organisiert und Arbeitseinsätze koordiniert. Zweiter Vorsitzender Alexander Müller blickte zudem auf mögliche künftige Investitionen und Wachstumsperspektiven.

Ein Höhepunkt im Vereinsjahr soll das Wochenende vom 18. bis 20. September werden. Dann feiert der TSV das 20-jährige Bestehen des Sportgeländes am Haidter Weg. Geplant ist unter anderem ein Festabend am Freitag unter dem Motto „Rückblick, Dank und Zukunft des Sportgeländes“. Auch die sportlichen Programmpunkte für das Jubiläumswochenende laufen bereits an.

Darüber hinaus steht ein weiteres Jubiläum bevor: Die Kirchweih mit dem vom TSV bewirteten Festzelt findet in diesem Jahr zum 50. Mal in der Frankenstraße statt. Festausschuss-Vorsitzender Gerd Eisenbeiß berichtete dazu über die Planungen für Marktfest und Kirchweih. Besonders verwies er auf den Kerwasamstag, an dem „Motion Sound“ im Festzelt auftreten soll.

Auch finanziell steht der Verein solide da. Die Schatzmeister Alexander Winter und Stefan Fleischmann berichteten von einem erfreulichen Geschäftsverlauf. Die Einnahmen lagen knapp über den Ausgaben, zudem befinde sich der TSV bei der Tilgung seiner Verbindlichkeiten auf der Zielgeraden.

Zum Abschluss der Versammlung wurden langjährige Mitglieder geehrt. 17 Mitglieder gehören dem TSV seit 25 Jahren an, 17 weitere seit 40 Jahren. Für 50 Jahre Mitgliedschaft konnten sechs Mitglieder geehrt werden, und ein Vereinsmitglied blickt sogar auf 60 Jahre TSV-Zugehörigkeit zurück.

**Kommentar der Redaktion:**
Mehr als 1000 Mitglieder, ein breites Sportangebot, zwei Jubiläen und ein Verein, der sich nicht nur um Training und Spielbetrieb kümmert, sondern auch das Gemeindeleben mitträgt – das ist schon eine Hausnummer. Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich immer wieder: Ein Sportverein ist oft weit mehr als nur ein Ort für Bewegung. Er ist Treffpunkt, Netzwerk, Heimat auf Zeit – und manchmal auch die Stelle, an der man lernt, dass „Arbeitseinsatz“ nicht automatisch Freizeit bedeutet. Beim TSV Markt Erlbach scheint vieles auf einem guten Weg zu sein. Jetzt kommt es darauf an, auch die nächsten Ehrenamtlichen zu begeistern, damit das starke Fundament erhalten bleibt.

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Neustadt an der Aisch

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# Hochwasserschutz und Baugebiet Birkenfeld: Stadtrat setzt wichtige Zeichen

Im Neustädter Stadtrat ging es diesmal um zwei Themen, die für die Zukunft der Stadt von besonderer Bedeutung sind: den Hochwasserschutz und das neue Baugebiet in Birkenfeld. Während beim Schutz vor möglichen Überschwemmungen eine kurze, aber deutliche Debatte entbrannte, konnte das geplante Wohnbaugebiet den nächsten wichtigen Schritt machen.

Beim Thema Hochwasserschutz stand im Rahmen der Haushaltsberatungen zunächst ein Ansatz von 75.000 Euro im Raum. Die Grünen beantragten jedoch, wieder auf die ursprünglich vorgesehenen 200.000 Euro zu erhöhen. David Muck machte dabei deutlich, dass es „frustrierend“ sei, dass in diesem wichtigen Bereich so wenig vorangehe. Schließlich sei klar: „Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.“

Kämmerer Martin Sehring verwies auf eine Einschätzung aus dem Bauamt, wonach in diesem Jahr ohnehin nicht mehr als die vorgesehenen 75.000 Euro verbaut werden könnten. Im Gremium stieß diese Argumentation jedoch auf wenig Zustimmung. Vor allem mit Blick auf den Strahlbach, den Stadtbaumeister Gerald Schorr als Gewässer mit dem größten Schadenspotenzial bezeichnete, sahen mehrere Räte durchaus Möglichkeiten, zeitnah Maßnahmen umzusetzen. Auch Umweltbeauftragter Ulli Leopold von der CSU sprach sich dafür aus, hier schneller ins Handeln zu kommen. Unterstützung bekamen die Grünen zudem vom geschäftsführenden Beamten Rigobert Pfister, der mahnte, eine Vernachlässigung dieses Bereichs könne irgendwann sogar haftungsrechtliche Folgen haben. Am Ende fiel die Entscheidung klar aus: Einstimmig beschloss der Stadtrat, 200.000 Euro für den Hochwasserschutz in den Haushalt aufzunehmen.

Einen Schritt weiter ist auch das neue Baugebiet „Südlich der Birkenfelder Hauptstraße“. Der Plan für das Areal war öffentlich ausgelegt worden, nun stellte Bauamtsleiter Gerald Schorr die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor. Zwar gab es mehrere Rückmeldungen, größere Änderungen an der Planung sind nach aktuellem Stand aber nicht nötig. Die kleineren Anpassungen werden nun eingearbeitet, danach folgt eine erneute verkürzte Auslegung. Anschließend muss der Stadtrat dem Projekt noch einmal zustimmen.

Das neue Baugebiet umfasst insgesamt 15 Bauplätze. Sieben davon gehören einem Investor, der dort unter anderem zwei Mehrfamilienhäuser errichten möchte. Sechs Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt, zwei weitere gehören einer Privatperson. Auch wenn von dieser Seite bislang noch kein konkreter Bauwille geäußert wurde, wurde die Fläche in die Planung mit aufgenommen.

**Kommentar der Redaktion:**
Beim Hochwasserschutz hat der Stadtrat diesmal ein deutliches Signal gesetzt: Lieber vorsorgen, bevor später wieder alle fragen, warum nichts passiert ist. Gerade in Zeiten, in denen Starkregenereignisse immer häufiger werden, ist das keine Luxusausgabe, sondern eine Investition in Sicherheit und Vernunft. Und beim Baugebiet in Birkenfeld zeigt sich: Verwaltungsschritte mögen manchmal trocken wirken – aber ohne sie gibt es am Ende weder Bagger noch Baukräne noch ein Richtfest mit Leberkässemmeln.

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