5. Mai 2026

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Neustadt an der Aisch

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## Baustellenkino in Neustadt: Großer Saal wird komplett modernisiert

Im Neustädter Kino wird aktuell nicht nur Filmgeschichte gezeigt, sondern auch kräftig umgebaut: Der große Saal 1 im Erdgeschoss ist derzeit eine echte Baustelle. Während dort entkernt, abgerissen und neu aufgebaut wird, läuft der Kinobetrieb in Saal 2 ganz normal weiter. Kinobetreiber Oliver Rögner hat ein klares Ziel: Schon bald sollen die Besucherinnen und Besucher deutlich mehr Komfort, bessere Sicht und ein modernes Kinoerlebnis genießen können.

Seit dem 20. April sind die Handwerker vor Ort im Einsatz. Im großen Saal wurde bereits die Erde für eine neue Bodenplatte ausgehoben, die Decke entfernt, die Unterkonstruktion abgebaut und der Putz von den Wänden geschlagen. Vom bisherigen Saal ist kaum noch etwas zu erkennen. Der neu geschaffene Raum zwischen Boden und Decke soll künftig für eine ansteigende Sitzkonstruktion genutzt werden. So soll jeder Gast freie Sicht auf die Leinwand haben – selbst dann, wenn direkt davor ein besonders groß gewachsener Kinofan sitzt.

Die Zeit drängt beim Umbau, denn Rögner möchte spätestens zum Start des neuen Eberhofer-Krimis fertig sein. Gleichzeitig läuft im Juli auch das Förderprogramm aus, aus dem das Projekt unterstützt wird. Das Neustädter Kino wurde noch rechtzeitig in das „Zukunftsprogramm Kino“ der Bundeszentrale für Kultur und Medien aufgenommen. Laut Rögner war der Fördertopf bereits eine halbe Stunde nach Freischaltung ausgeschöpft. Da vor allem Kinos in Städten unter 50.000 Einwohnern gefördert werden, gehört Neustadt genau zur Zielgruppe. Für den Umbau des Saals, der auf rund 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt wird, hofft Rögner auf eine Förderung von 65 Prozent. Zusätzlich gibt es Unterstützung vom Bayerischen Film- und Fernsehfonds.

Seit Beginn der Bauarbeiten lebt Rögner praktisch im Kino. Sein Tag beginnt derzeit um 7 Uhr morgens und endet oft erst gegen 23 Uhr. Zehn Wochen Bauzeit sind maximal eingeplant. Zum Glück gehört zum Gebäude auch eine kleine Wohnung, sodass er nicht wirklich im Baustellenstaub übernachten muss. Denn neben dem Komfort für die Gäste soll das Kino auch energetisch fit für die Zukunft gemacht werden.

Oliver Rögner hatte das Kino 2011 übernommen, nachdem es zuvor rund fünf Jahre leer gestanden hatte. Ursprünglich wurde das Lichtspielhaus bereits 1918 in Neustadt eröffnet. Nun soll es Schritt für Schritt zukunftsfähig gemacht werden. Geplant war auch, die ehemalige Gaststätte „Fränkischer Hof“ in ein neues Kinofoyer umzuwandeln. Dieses Vorhaben liegt aktuell jedoch auf Eis, weil der Bauantrag noch nicht genehmigt ist und die dafür vorgesehene Förderung inzwischen verfallen ist.

Im Rahmen der aktuellen Sanierung werden auch energetische Maßnahmen umgesetzt. Geplant sind eine Boden- und Innendämmung sowie eine Klimatisierung des Kinosaals. Eine Wärmepumpe wurde bereits bei der Dachsanierung eingebaut, zudem ist eine Photovoltaikanlage installiert. Damit soll das Kino künftig übers Jahr sogar mehr Strom produzieren, als es selbst benötigt, und überschüssige Energie ins Netz einspeisen.

Für die Gäste bedeutet der Umbau vor allem: mehr Komfort. Ab Juni sollen bessere Sitze, eine angenehmere Atmosphäre, optimierte Akustik und freie Sicht auf die Leinwand geboten werden. Allerdings wird es dafür künftig weniger Plätze geben. Statt bisher 144 Sitzen wird Saal 1 nach dem Umbau nur noch 74 Plätze haben. Durch die neue ansteigende Tribüne gehen zusätzlich noch einmal einige Plätze verloren.

Bei den Arbeiten sind überwiegend regionale Handwerksbetriebe im Einsatz. Für spezielle Aufgaben wie Wandbespannung, Akustikdecken oder den Leinwandrahmen setzt Rögner auf Fachfirmen aus dem Kinobereich. Praktisch für die Bauplanung: Die Neustädter Kirchweih fällt genau in die Umbauphase. Während auf dem Festplatz gefeiert wird, kann im Kino ungestört gearbeitet werden.

Trotz aller Modernisierung soll der besondere Charme des über hundert Jahre alten Hauses erhalten bleiben. Viele bestehende Elemente, darunter auch alte Lampen, sollen später wieder in die neuen Räume integriert werden. Seit dem Kauf des Gebäudes schätzt Rögner das gesamte Investitionsvolumen auf rund 750.000 Euro. Ein kompletter Neubau auf der grünen Wiese wäre sicher einfacher gewesen, sagt er selbst. Doch ihm gehe es bewusst auch darum, das Leben in der Innenstadt zu stärken.

Denn für Rögner ist klar: Kino ist Kultur. Vom Mitmachkino für Kinder bis hin zum Seniorenprogramm soll das Angebot für alle Generationen attraktiv bleiben. Und wer jetzt denkt, wegen der Baustelle müsse man in Neustadt ganz auf Kino verzichten, liegt falsch: In Saal 2 laufen weiterhin Filme. Ein aktueller Geheimtipp des Kinobetreibers ist „Ein Sommer in Italien“, eine deutsche Dokumentation über den WM-Titel der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 1990.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer in Neustadt ins Kino geht, bekommt bald offenbar nicht nur Popcorn und Film, sondern auch ein ordentliches Upgrade. Dass ein traditionsreiches Haus aus dem Jahr 1918 nicht einfach aufgegeben, sondern mit viel Einsatz modernisiert wird, ist für die Innenstadt ein starkes Signal. Gerade in Zeiten, in denen vielerorts Kulturangebote verschwinden, ist so ein Projekt alles andere als selbstverständlich. Und ganz ehrlich: Wenn man künftig selbst hinter einem Zwei-Meter-Mann noch freie Sicht auf die Leinwand hat, ist das fast schon eine kleine fränkische Sensation.

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Neustadt an der Aisch

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**Welche Bäume hat der Wald von morgen? Exkursion rund um Neustadt zeigt Wege aus der Klimakrise**

Wie sieht der Wald der Zukunft in unserer Region aus? Welche Baumarten kommen mit Hitze und Trockenheit besser zurecht – und wie kann der Waldumbau überhaupt gelingen, wenn Jungbäume knapp sind? Mit genau diesen Fragen hat sich jetzt eine Exkursion des Forums Zukunftswald rund um Neustadt an der Aisch beschäftigt. Dabei wurde deutlich: Der Wald von morgen wird anders aussehen als der, den wir heute kennen.

Schauplätze der Exkursion waren Wälder rund um die Kreisstadt Neustadt. Geleitet wurde der Tag von Dr. Christian Kölling, Bereichsleiter am Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Fürth-Uffenheim, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Gernot Käßer und Benedikt Siegel.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, steht der Waldumbau in Mittelfranken vor besonderen Herausforderungen. Die Region gilt wegen hoher Sommertemperaturen und vergleichsweise geringer Niederschläge sogar als „Bayerische Sahelzone“. Für die Wälder bedeutet das: Sie müssen an ein deutlich wärmeres und trockeneres Klima angepasst werden.

Dr. Kölling machte dabei klar, wie stark sich die Bedingungen in Zukunft verändern könnten. Bis zum Jahr 2100 werde sich das heutige Klima in Richtung Südfinnland verschieben, während bei uns zunehmend Verhältnisse wie in Südfrankreich oder Norditalien zu erwarten seien. Weil sich die natürliche Ausbreitung neuer Baumarten über viele Jahrhunderte hinziehen würde, müsse der Mensch nachhelfen.

In der Fachsprache nennt sich das „Assisted Migration“, also unterstützte Wanderung. Dabei werden gezielt Baumarten gepflanzt, die mit den künftigen Bedingungen besser zurechtkommen. Dazu zählen südliche Arten wie Edelkastanie, Atlaszeder und Zerreiche, aber auch heimische „Trockentalente“ wie Eiche, Elsbeere und Vogelkirsche.

Ein großes Problem beim Waldumbau sei allerdings der Mangel an Jungbäumen. Als mögliche Lösung stellte Kölling ein besonderes Pflanzverfahren vor: das sogenannte Nelderrad. Anders als bei klassischen Pflanzreihen werden die Bäume dabei kreisförmig gesetzt. Im inneren Bereich stehen die sogenannten Spielerbäume, außen herum die Trainerbäume. Diese bedrängen die inneren Bäume leicht und fördern so deren Wachstum.

Bei den Spielerbäumen handelt es sich meist um seltene und lichtbedürftige Arten. Die Trainerbäume bestehen dagegen aus heimischen, schattentoleranten Arten wie Rotbuche, Hainbuche oder Winterlinde. Ziel ist es, Samenbäume für die Zukunft zu schaffen, die später selbst zur Verbreitung klimastabiler Baumarten beitragen.

Ein Nelderrad umfasst nur 33 Bäume. Dadurch bleibt viel Platz für die natürliche Verjüngung – also für Bäume, die aus Samen direkt vor Ort aufwachsen. Diese Mischung aus gezielter Pflanzung und natürlichem Nachwuchs wird als „Anreicherungskultur“ bezeichnet. Wer sich das anschauen möchte: Mehrere solcher Nelderräder gibt es im Streitwald südöstlich von Neustadt.

Auch die Frage nach dem besten Standort für junge Zukunftsbäume spielte bei der Exkursion eine wichtige Rolle. Gepflanzt wird hier nicht im Schatten alter Bäume, sondern bewusst auf Freiflächen. Im Revier von Gernot Käßer gibt es dafür mehrere sogenannte Lochhiebe – Flächen von etwa 600 bis 900 Quadratmetern, auf denen alle Bäume entfernt wurden.

Nach den Erkenntnissen der Forstleute bieten diese Flächen gute Bedingungen für Jungbäume. Sie bekommen dort viel Licht, ohne gleich zu verbrennen, weil die umliegenden Randbäume je nach Sonnenstand wandernden Schatten spenden. Eine von Benedikt Siegel erstellte Grafik zeigte außerdem: In solchen Lochhieben steht an trockenen Tagen mehr Wasser zur Verfügung als im dichten Wald.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ohne große Altbäume fehlt den jungen Pflanzen die Konkurrenz um Wasser. Zudem erreicht auch geringer Niederschlag den Boden besser, weil er nicht schon in den Baumkronen hängen bleibt oder dort verdunstet.

Wie ein möglicher Zukunftswald konkret aussehen kann, zeigte ein weiterer Exkursionspunkt im Privatwald eines Waldbesitzers. Dort konnten die Teilnehmer die mit rund 35 Metern höchsten Edelkastanien Bayerns besichtigen. Diese Bäume werden bereits beerntet. Aus ihren Samen werden junge Edelkastanien gezogen, die später in anderen Wäldern ausgepflanzt werden.

Trotz aller Fortschritte betonten Kölling und sein Team, dass beim Umgang mit neuen Baumarten noch längst nicht alle Fragen beantwortet seien. Deshalb setzt man auch auf den Austausch mit Forstfachleuten aus Unterfranken, Baden-Württemberg und Österreich. Diese Vernetzung sei wichtig, um Erfahrungen zu teilen – und um die Wälder fit für die Zukunft zu machen.

**Kommentar der Redaktion:**
Der Waldumbau klingt oft nach trockenem Fachthema – ist aber in Wahrheit eine der spannendsten Zukunftsfragen direkt vor unserer Haustür. Denn ob unsere Wälder in einigen Jahrzehnten noch Schatten spenden, Wasser speichern, Lebensraum bieten und auch wirtschaftlich genutzt werden können, entscheidet sich schon heute. Und ja: Wenn in Mittelfranken plötzlich Edelkastanien Karriere machen, merkt man, wie ernst die Lage wirklich ist. Trotzdem zeigt die Exkursion auch: Es gibt Ideen, Fachwissen und Menschen, die nicht nur zusehen, sondern handeln. Genau das braucht der Wald jetzt.

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**Gründen vor der Haustür: Unternehmer-WG in Neustadt lädt zum Reinschnuppern ein**

Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, ein eigenes Projekt anzuschieben oder einfach einmal echte Gründerluft schnuppern möchte, bekommt im Mai in Neustadt a.d.Aisch eine gute Gelegenheit dazu. Im Rahmen der Bayerischen Gründungstage öffnet die Unternehmer-WG ihre Türen und zeigt, was vor Ort für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen möglich ist.

Am **20. Mai 2026** findet ab **16:00 Uhr** ein **Tag der offenen Tür** in der Unternehmer-WG in der **Ansbacher Straße 34 in 91413 Neustadt a.d.Aisch** statt. Besucherinnen und Besucher können sich direkt vor Ort ein Bild vom Gründerzentrum machen und die verschiedenen Angebote kennenlernen – darunter **flexible Büros, Coworking-Plätze, ein Kreativraum und ein Community Space**.

Mit dabei sind außerdem mehrere Partner, die für **Kurzberatungen** zur Verfügung stehen. Vertreten sind unter anderem die **IHK, die Handwerkskammer, BayStartUP, AktivSenioren** sowie das **TTZ der Hochschule Ansbach**. Dabei geht es um Themen wie **Fördermöglichkeiten, Finanzierung und die ersten Schritte in die Selbstständigkeit**.

Ein zusätzliches Angebot gibt es vom **19. bis 21. Mai 2026**: In diesem Zeitraum ist sogar **kostenloses Probearbeiten** in der Unternehmer-WG möglich. Wer also nicht nur schauen, sondern das Umfeld direkt testen möchte, kann das Gründerzentrum ganz praktisch erleben.

Die **Anmeldung** läuft über **Julia Tschawdarow** per E-Mail an **wirtschaft@kreis-nea.de**.

Gerade für unsere Region ist so ein Angebot spannend: Nicht jeder Gründer sitzt in Nürnberg, Fürth oder Würzburg – gute Ideen entstehen auch zwischen Aisch, Aurach und Zenn. Und manchmal braucht es für den ersten Schritt eben nicht nur Mut, sondern auch einen Schreibtisch, WLAN und jemanden, der sagt: „Das könnte klappen.“

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Neustadt an der Aisch

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# Termine aus der Region: Schule, Sport und Musik

In Neustadt und Diespeck stehen in den kommenden Tagen gleich mehrere interessante Termine an: von der Anmeldung für die neue 5. Klasse an der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule über das Training fürs Sportabzeichen bis hin zu einem musikalischen Nachmittag mit Tanz. Hier die wichtigsten Infos im Überblick.

## Anmeldung an der Bonhoeffer-Realschule in Neustadt

Für Eltern von Kindern aus der 4. Klasse wird es jetzt konkret: Die Anmeldung für die 5. Klasse an der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Neustadt für das Schuljahr 2026/2027 läuft ab dem heutigen Dienstag, 5. Mai, bis einschließlich Freitag, 8. Mai.

Die Anmeldung ist im Sekretariat jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr möglich. Die Schulverwaltung bittet darum, das Kind vorab online über die Homepage der Schule anzumelden. Weitere Informationen sowie den Link zur Online-Anmeldung finden Eltern unter:
**www.realschule-neustadt-aisch.de**

## Sportabzeichen-Training in Diespeck startet

Wer sich fit halten und vielleicht gleich das Deutsche Sportabzeichen ablegen möchte, bekommt in Diespeck wieder Gelegenheit dazu: Der DTV Diespeck bietet ab dem heutigen Dienstag, 5. Mai, ein wöchentliches Training an.

Nach Angaben des Vereins stehen dabei Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination auf dem Programm. Mitmachen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Treffpunkt ist bei schönem Wetter jeweils um 18.30 Uhr auf der Anlage des Diespecker Sportzentrums.

Weitere Informationen gibt es bei
**Hans Kreß** unter **09101/75382408**
und bei **Andi Schmitt** unter **09161/2899**.

## Tanz in den Mai im Johann-Gramann-Haus

Musikalisch wird es am morgigen Mittwoch, 6. Mai, in Neustadt: Die Musikantenschänke gestaltet gemeinsam mit **„DieDiedschi“** ein Wunschkonzert im Saal des Neustädter Johann-Gramann-Haus.

Beginn ist um **14.30 Uhr**. Dann darf nicht nur musiziert, sondern auch getanzt werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal sind es genau diese Termine, die das Leben vor Ort ausmachen: morgens Schulorganisation, abends Sportplatz und zwischendurch noch Musik und Tanz. Neustadt und Umgebung zeigen mal wieder, dass in der Region mehr los ist, als man auf den ersten Blick denkt — man muss nur hinschauen.

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