11. Mai 2026

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

SpargelmarktSpargelschaelenWettbewerbWordPress

**Spargel-Saison in Neustadt eröffnet: Genuss, gute Laune und ein Heimsieg beim Schälen**

Jetzt ist sie also da: die Spargelzeit in Neustadt an der Aisch. Und gefeiert wurde das standesgemäß beim Spargelmarktplatz, der mit fränkischen Spezialitäten, frühlingshafter Stimmung und jeder Menge Genuss die diesjährige Saison eröffnete.

Auf dem Marktplatz bot sich den Besucherinnen und Besuchern ein fast schon bilderbuchreifes Szenario: liebevoll geschmückte Stände, dekorierte Tische und bestens gelaunte Anbieter sorgten für echtes Frühlingsgefühl. Schon am frühen Morgen schlenderten die ersten Spargelfans mit Körben über den Markt, um sich ihre erste Portion Spargel in diesem Jahr zu sichern. Viele wollten sich außerdem die Begrüßung durch die Spargelkönigin nicht entgehen lassen.

Dass Spargel weit mehr kann als nur klassisch mit Sauce Hollandaise serviert zu werden, zeigte ein Blick auf die Speisekarten und Aushänge der Händler. Angeboten wurden unter anderem ein Kartoffel-Spargel-Pfännchen, Bandnudeln mit Bärlauchpesto und Spargelstückchen sowie sogar Spargeleis – eine eher ungewöhnliche, aber offenbar durchaus spannende Spezialität für Groß und Klein.

Pünktlich begann auch das offizielle Rahmenprogramm. Während die ersten Klänge des Streichensembles der Musikschule über den Markt wehten, versammelten sich die Gäste rund um das Rednerpult und einen Tisch voller Spargelstangen. Dort sollte wenig später der Spargelschäl-Wettbewerb starten. Zuvor begrüßten der frisch gewählte Neustädter Bürgermeister Alexander Müller und Spargelkönigin Luisa Häring die zahlreichen Besucher.

Müller lobte die kulinarische Vielfalt des Spargelmarktplatzes und warb mit einem Schmunzeln auch für das Spargeleis. Das schmecke „schon speziell“, meinte er, sei aber definitiv einen Versuch wert. Besonders erfreut zeigte er sich über die vielen Gäste, die schon früh über den Markt flanierten, und über die gelungene Atmosphäre.

Auch Spargelkönigin Luisa Häring hob die Bedeutung des Tages für die Region hervor. Hinter jeder Spargelstange stecke die Arbeit von Familien, sagte sie. Die Spargelzeit sei Herzenszeit. Besonders lobte sie die appetitliche Präsentation der Speisen durch die Standbetreiber. Solche Märkte seien ein wichtiges Schaufenster für den regionalen Anbau.

Ein Höhepunkt des Tages war dann der Spargelschäl-Wettbewerb. Dabei traten die Bürgermeister der Allianz-Gemeinden NeuStadt und Land gegeneinander an: Stefan Schmidt aus Ipsheim, Johannes Hudezeck aus Baudenbach, Thomas Jordan aus Münchsteinach, Jürgen Meyer aus Dietersheim, Dietmar Rückert aus Gutenstetten und Gastgeber Alexander Müller – dazu Spargelkönigin Luisa Häring. Mit hochgekrempelten Ärmeln, ohne Jackett und mit ehrgeizigen Blicken auf die Technik der Konkurrenz ging es engagiert zur Sache.

Am Ende gab es den passenden Ausgang für den Gastgeberort: Alexander Müller entschied den Wettbewerb für sich und durfte sich über einen Heimsieg freuen. Gewonnen hat aber nicht nur der Bürgermeister, sondern auch der gute Zweck: Der Erlös des frisch geschälten Wettbewerbsspargels kommt einer sozialen Einrichtung zugute.

**Kommentar der Redaktion:**
Spargel, Musik, regionale Spezialitäten und am Ende noch ein Bürgermeister mit Heimvorteil am Spargelschäler – viel fränkischer wird’s vermutlich nicht mehr. Und falls jetzt noch jemand beim Stichwort Spargeleis skeptisch die Stirn runzelt: Man muss im Leben nicht alles verstehen, aber probieren darf man es trotzdem.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Emskirchen

EmskirchenGemeinderatAusschuesseWordPress

## CSU-Doppelspitze komplett: Peter Haag und Helge Schneider sind Emskirchens neue Stellvertreter

In Emskirchen ist der neue Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen – und dabei wurden gleich die wichtigsten personellen Weichen gestellt. Mit Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht sowie ihren beiden Stellvertretern Peter Haag und Helge Schneider steht die Marktgemeinde nun unter einer klaren CSU-Führung. Die Wahlen verliefen zügig, weitgehend harmonisch und mit nur wenigen kleineren Diskussionen.

Schon zu Beginn machte Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht deutlich, worauf es ihr in den kommenden Jahren ankommt: gegenseitiger Respekt, Vertrauen und ehrenamtliches Engagement. Worte, die den Ton für die neue Ratsperiode setzten. Sollte diese erste Sitzung ein Vorgeschmack auf die kommenden sechs Jahre gewesen sein, dann dürften die politischen Debatten in Emskirchen zwar nicht konfliktscheu, aber wohl geordnet und sachlich verlaufen.

Die CSU stellt zehn der insgesamt 20 Gemeinderatsmitglieder und verfügt damit gemeinsam mit der Stimme der Bürgermeisterin über eine stabile Mehrheit. Ganz ohne Diskussionen ging es dennoch nicht. Beim Thema Ausschussbesetzung sprachen sich Tristan Billmann (ÖDP) und Iris Müller-Stahl (Grüne) dafür aus, die Ausschüsse jeweils mit sechs statt sieben Mitgliedern zu besetzen. Aus ihrer Sicht hätte dies das Wahlergebnis besser widergespiegelt.

Sandra Winkelspecht hielt dagegen. Ziel sei nicht, in den Ausschüssen das Wahlergebnis exakt abzubilden, sondern durch größere Gremien mehr Themen dorthin verlagern und damit den Gemeinderat entlasten zu können. Auch aus der Verwaltung wurde betont, dass mehr Ausschussmitglieder zugleich mehr Entscheidungskompetenz bedeuten. Am Ende beschloss der Rat mehrheitlich, an den geplanten sieben Sitzen pro Ausschuss festzuhalten. Eine Ausnahme bildet der Haupt-, Verwaltungs- und Finanzausschuss mit zehn Mitgliedern.

Bei den Wahlen der Bürgermeister-Stellvertreter fiel die Entscheidung jeweils bereits im ersten Wahlgang. Peter Haag (CSU) wurde mit zwölf Stimmen zum zweiten Bürgermeister gewählt. Sein Gegenkandidat Tristan Billmann erhielt fünf Stimmen, drei weitere Stimmen entfielen auf Helge Schneider. Im anschließenden Wahlgang setzte sich dann Schneider durch und wurde mit elf Stimmen zum dritten Bürgermeister gewählt. Seine Gegenkandidatin Annemarie Seitz (FW) erhielt acht Stimmen.

Ein weiteres Thema war die mögliche Wahl eines zusätzlichen Stellvertreters der Bürgermeisterin. Geschäftsführender Beamter Jochen Satzinger verwies auf denkbare Ausnahmesituationen, in denen eine solche Position gebraucht werden könnte. Für Günther Humann (FW) war das jedoch ein eher theoretisches Szenario. In 36 Jahren habe man so etwas nie benötigt, sagte er. Der von der CSU vorgeschlagene Peter Fuhrmann lehnte die Ernennung schließlich selbst ab. Damit war das Thema schnell wieder erledigt.

Ansonsten verlief die Sitzung weitgehend ohne Reibung. Da inzwischen fast alle Ortsteile im Gemeinderat vertreten sind, sollen nur noch für Eckenberg/Borbath sowie Rennhofen Versammlungen zur Wahl von Ortssprechern vorbereitet werden.

Auch eine kleine organisatorische Besonderheit sorgte am Rande für Schmunzeln: Um die geheime Wahl der Mitglieder für die Verbandsversammlung der Sparkasse zu beschleunigen, öffnete Jochen Satzinger kurzerhand neben der Teeküche auch noch das Stuhllager als zusätzlichen Wahlraum. Nicht ganz festlich, aber offenbar praktisch – und Widerspruch gab es keinen.

Zum Auftakt der neuen Amtszeit mahnte Bürgermeisterin Winkelspecht zugleich, dass auf das Gremium viel Arbeit warte. Herausforderungen und finanzielle Unsicherheiten gebe es genug. Umso wichtiger sei es, Gestaltungsspielräume zu nutzen und dabei Fingerspitzengefühl mit Standhaftigkeit zu verbinden.

### Die Ausschüsse im Überblick

**Haupt-, Verwaltungs- und Finanzausschuss:**
Helge Schneider, Christian Vogler, Jens Gutmann, Peter Haag, Clarissa Rebel (alle CSU), Melanie Humann, Sonja Schweighöfer, Siegfried Schönleben (alle FW), Andrea Wolf, Tristan Billmann (beide ÖDP/Grüne)

**Bau- und Umweltausschuss:**
Sieglinde Tiefel, Peter Haag, Christian Vogler, Jens Gutmann (alle CSU), Günther Humann, Siegfied Schönleben (beide FW), Finn Gohlke (ÖDP/Grüne)

**Sozialausschuss:**
Christian Vogler, Martin Wohlleb, Petra Weber, Helge Schneider (alle CSU), Annemarie Seitz, Sonja Schweighöfer (beide FW), Iris Müller-Stahl (ÖDP/Grüne)

**Rechnungsprüfungsausschuss:**
Sonja Schweighöfer (Vorsitzende; FW), Iris Müller-Stahl (stellvertretende Vorsitzende; ÖDP/Grüne), Daniel Eberlein, Clarissa Rebel, Petra Weber, Martin Wohlleb (alle CSU), Melanie Humann (FW)

**Kommentar der Redaktion:**
Emskirchen hat sich bei der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats vor allem eines gegeben: einen sachlichen Start ohne großes Theater. Das ist in der Kommunalpolitik oft mehr wert als jede flammende Grundsatzrede. Und dass zur Beschleunigung geheimer Wahlen neben der Teeküche auch noch das Stuhllager zum Wahlraum erklärt wird, zeigt: In Emskirchen packt man pragmatisch an. Vielleicht nicht glamourös – aber effektiv. Und ganz ehrlich: Solange die Entscheidungen stimmen, darf das Ambiente auch mal eher nach Vereinsheim als nach Staatsakt aussehen.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Markt Erlbach

MarktErlbachGemeinderatWordPress

Markt Erlbach startet in die neue Ratsperiode – Grüne jetzt als eigene Fraktion vertreten

Mit frischen Gesichtern, einer neuen zweiten Bürgermeisterin und dem erklärten Ziel einer weiterhin fairen und sachlichen Zusammenarbeit ist der neue Markt Erlbacher Gemeinderat in seine Amtszeit gestartet. Bei der konstituierenden Sitzung stellte Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß die Weichen für die kommenden Jahre – und machte deutlich, worauf es ihr ankommt: Respekt, Verlässlichkeit und eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl des Marktes.

Im neuen Markt Erlbacher Rat sind nun wieder vier Fraktionen vertreten, nachdem es zuletzt nur drei gewesen waren. Neu hinzugekommen sind Bündnis 90/Die Grünen als eigene Fraktion. Ebenfalls neu besetzt wurde das Amt der zweiten Bürgermeisterin: Einstimmig gewählt wurde Christina Nüssel von der CSU. Damit steht Markt Erlbach künftig mit zwei Frauen an der Spitze der Gemeinde da. Nüssel betonte nach ihrer Wahl, sie wünsche sich, dass die Zusammenarbeit weiterhin fair und ehrlich verlaufe und dass getroffene Absprachen eingehalten werden. In Abwesenheit wurde zudem Steffen Bien von der SPD als dritter Bürgermeister bestätigt.

Auch personell gibt es Veränderungen im Gremium: Insgesamt sieben neue Gemeinderatsmitglieder gehören dem Rat an. Sechs von ihnen wurden in der Sitzung vereidigt: Thomas Fleischmann und Moritz Hildner von der FWL, Matthias Mandel von der SPD, Nadine Paulus von Bündnis 90/Die Grünen sowie Dieter Popp und Martin Stieglitz von der CSU. Andreas Müller, ebenfalls für die Grünen im Rat, konnte an der Sitzung nicht teilnehmen.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß richtete sich nicht nur an die neuen Ratsmitglieder, sondern an das gesamte Gremium. Sie warb dafür, die vertrauensvolle und konstruktive Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen. Für eine professionelle und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Ratsmitgliedern, Fraktionen und Verwaltung seien Menschlichkeit im Umgang miteinander und Sacharbeit wichtiger als Selbstdarstellung. Fehler ließen sich nicht vermeiden, so Kreß, entscheidend sei aber eine offene und respektvolle Fehlerkultur. Von Seiten der Verwaltung sagte sie größtmögliche Transparenz zu und bat im Gegenzug darum, wichtige Informationen ebenfalls zeitnah weiterzugeben.

Dass die Grünen offen in die Ratsarbeit eingebunden werden, zeigte sich auch an mehreren Entscheidungen der Sitzung. Obwohl die Fraktion nur aus zwei Mitgliedern besteht, wurde ihr der Fraktionsstatus eingeräumt – bislang waren dafür drei Mitglieder notwendig. Zudem wurde der Rechnungsprüfungsausschuss um einen Sitz erweitert, damit auch die Grünen dort vertreten sind. Unverändert bleiben dagegen das Sitzungsgeld in Höhe von 45 Euro sowie der Verfügungsrahmen der Bürgermeisterin von 30.000 Euro.

Die meisten Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Diskussionsbedarf gab es allerdings beim Sitzungstag – ein Thema, das in Markt Erlbach schon länger immer wieder aufkommt. Klaus Adelhardt, unterstützt von Werner Stieglitz, sprach sich erneut dafür aus, die Sitzungen konsequent am ersten Freitag im Monat abzuhalten. Anna Wachtler hielt dagegen und verwies insbesondere auf Familien mit minderjährigen Kindern, für die Sitzungen in den Schulferien problematisch sein könnten. In der Geschäftsordnung wurde deshalb weiterhin nur „ein Freitag im Monat“ festgelegt. Beschlossen wurde sie gegen die Stimmen von Stieglitz und Adelhardt.

Bei den Fraktionssprechern bleibt es teilweise beim Bewährten: Für die CSU spricht weiterhin Gerd Eisenbeiß, für die SPD Volker Rudolph. Bei der Freien Wählerliste übernimmt Friedrich Täuber diese Aufgabe, bei den Grünen Nadine Paulus. Die Ausschüsse waren bereits im Vorfeld abgestimmt worden und wurden in der Sitzung bekanntgegeben.

Neu benannt wurden außerdem drei Beauftragte. Volker Rudolph bleibt Ansprechpartner für Städtepartnerschaftsangelegenheiten. Christina Nüssel und Matthias Mandel übernehmen gemeinsam die Belange von Kindern und Jugendlichen. Kulturbeauftragte ist Christine Hildner. Sie zeigte sich offen für eine Tandemlösung auch in ihrem Bereich, doch spontane Meldungen aus dem Rat blieben aus.

Eine weitere Neuerung betrifft die Wahl von Ortssprechern. Bislang war dafür ein Antrag nötig, der von mindestens einem Drittel der in einem Gemeindeteil wohnenden Bürgerinnen und Bürger unterschrieben sein musste. Künftig lädt die Gemeinde in den Ortsteilen, die nicht im Gemeinderat vertreten sind, von sich aus zu einer Versammlung ein. Dort können dann Ortssprecherinnen oder Ortssprecher gewählt werden. Betroffen sind die Altgemeinde Buchen mit Morbach und Oberulsenbach, die Altgemeinde Kotzenaurach mit Kappersberg, Knochenhof und Ziegelhütte, die Altgemeinde Losaurach mit Mosbach sowie die Altgemeinde Jobstgreuth mit Haaghof und Wilhelmsgreuth.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach zeigt zum Start der neuen Ratsperiode gleich mehrere Signale: mehr Beteiligung, mehr Frauen in Verantwortung und offenbar auch den ernsthaften Willen, neue Kräfte einzubinden. Dass die Grünen trotz kleiner Besetzung als Fraktion anerkannt wurden, ist ein Zeichen von politischer Fairness. Und wenn man sich in der Kommunalpolitik schon beim Sitzungstag streitet, dann ist das fast schon beruhigend – denn das zeigt: Die großen Grundsatzfragen scheinen erst einmal geklärt. Jetzt wird sich zeigen, ob der Wunsch nach Sacharbeit vor Selbstdarstellung auch im Alltag Bestand hat. Für Markt Erlbach wäre das auf jeden Fall die beste Nachricht.

Nach oben scrollen