**Neue Gesichter, alte Baustellen und viel Gesprächsstoff im Markt Erlbacher Gemeinderat**
In der jüngsten Markt Erlbacher Gemeinderatssitzung wurde nicht nur ein neues Ratsmitglied vereidigt, sondern auch wieder einmal deutlich, wo es im Alltag der Gemeinde noch hakt: von Schulweg und Tempo 30 über Spielplätze bis hin zu Schattenplätzen am Friedhof. Wer dachte, Kommunalpolitik sei trocken, bekam an diesem Abend reichlich praktische Themen geliefert.
Als letzter neuer Gemeinderat wurde Andreas Müller (Bündnis 90/Die Grünen) von Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß vereidigt. Bei der konstituierenden Sitzung war er noch entschuldigt gewesen.
In der Bürgersprechstunde rückte dann vor allem die Situation der Schulkinder in den Fokus. Ein Besucher monierte, dass die Kinder „über die Neue Straße rennen“ müssten. Die Straße sei während der Bauarbeiten an der Ansbacher/Windsheimer Straße ohnehin stark frequentiert. Die Frage, ob dort nicht Tempo 30 eingerichtet werden könne, stellte sich da fast von selbst. Bürgermeisterin Dr. Kreß gab jedoch zu bedenken, dass dies mit erheblichem Aufwand verbunden sei, da jede Einmündung zusätzlich beschildert werden müsse. Sie versprach aber, sich die Lage noch einmal genauer anzusehen.
Auch bei den Spielplätzen in Eschenbach gab es reichlich Gesprächsstoff. Ein Viertklässler hatte sich beim Besuch seiner Klasse im Rathaus ein Bodentrampolin für den Spielplatz gewünscht. Da ein Pavillon dort inzwischen in die Jahre gekommen ist, ergibt sich nun überraschend die Möglichkeit, diesen Wunsch umzusetzen, wie die Bürgermeisterin informierte.
Am Spielplatz im Eschenbacher Neubaugebiet erinnerte Harry Eisenbeiß an ein früher angekündigtes Sonnensegel. Er war sich zwar nicht mehr ganz sicher, ob es dazu jemals einen formellen Beschluss gegeben habe, meinte aber, dass man sich darüber einig gewesen sei. Doch das Sonnensegel fehlt bis heute. Dr. Kreß bat darum, von dieser Forderung Abstand zu nehmen: Der Aufwand sei bei insgesamt 26 Spielplätzen hoch, nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch bei der regelmäßigen Kontrolle. Klaus Adelhardt plädierte für eine kostenneutrale und unbürokratische Lösung und regte an, dass die Eltern einfach Sonnenschirme mitbringen könnten. Zweite Bürgermeisterin Christina Nüssel bat dennoch darum, das Thema weiter im Blick zu behalten – Sonne und Hitze seien heute eben deutlich belastender als früher.
Auch am Friedhof ist Schatten ein Thema. Hier zeigte sich die Bürgermeisterin offen dafür, einige Sonnenschirme zu beschaffen. Für das Konzept des Friedhofs, der seit dem Jahreswechsel dem Markt gehört, soll außerdem ein Strategietag mit allen Beteiligten stattfinden, die dort regelmäßig zu tun haben.
Bei einem weiteren Thema ging es um die Hecke rund um das Solarfeld in Eschenbach. Harry Eisenbeiß vermisst diese schon länger. Bauamtsleiter Michael Schlag hatte vorsorglich noch einmal nachgesehen und stellte klar: Die Hecke ist da, aber nur sehr klein. Sie werde offenbar vom Gras fast schon „erstickt“. Man habe die Situation jedoch auf dem Schirm, versprach er.
Nach dem geplanten Radweg in Richtung Edeka fragte Nadine Paulus nach. Schlag erklärte, dass man inzwischen zweigleisig arbeite: Der ursprüngliche Plan, einen Pfad entlang der Schiene zu nutzen, der dann vor dem Supermarkt auf dessen Areal kreuzt, werde weiterverfolgt. Man warte dabei auf eine Entscheidung der Bahn. Gleichzeitig könne sich durch die für das kommende Jahr geplanten Baumaßnahmen an der Nürnberger Straße eine neue Möglichkeit ergeben.
Zum Schluss wurde auch noch die Aufgabe des kommunalen Fahnenträgers neu festgelegt. Wie bisher übernimmt Harry Eisenbeiß die Erstbesetzung. Sein Vertreter im Krankheits- oder Abwesenheitsfall wird künftig Moritz Hildner sein.



