# Zehn Jahre Diespecker Böllergruppe: Mit lautem Salut ins Jubiläum
**Diespeck.** Am Festplatz in Diespeck wurde am Samstag nicht nur gefeiert, sondern auch kräftig Tradition gelebt: Die Böllergruppe der Diespecker Schützengesellschaft blickte auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück. Mit einem großen Böllerschützenfest setzte die Gruppe ein sicht- und vor allem hörbares Zeichen dafür, dass diese fränkische Tradition im Landkreis weiterhin fest verankert ist.
Da das Wort „Böller“ in Zeiten von Silvesterkrach und Ärger über Lärm leider oft einen eher negativen Beigeschmack hat, informierte die Schützengesellschaft die Anwohner vorab über Amtsblatt und Ankündigungen. So sollten Missverständnisse gar nicht erst entstehen – denn hier ging es nicht um Knallerei, sondern um Brauchtum, Kameradschaft und ein Stück Heimatpflege.
Der Höhepunkt des Tages war das gemeinsame Böllerschießen auf dem Bolzplatz neben dem Sport- und Gemeindezentrum. Rund 300 Besucher verfolgten bei sonnigem Wetter den feierlichen Einzug, begleitet von der Blaskapelle des Musikvereins Diespeck. Insgesamt 70 Schützinnen und Schützen aus 20 fränkischen Böllergruppen nahmen in Tracht an der Zeremonie teil und standen in sechs Reihen zur Formation bereit.
Für die verschiedenen Salven gab Ehrengast und Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster die Kommandos. Zum Einsatz kamen Hand- und Schaftböller, Standböller sowie Böllerkanonen. Geschossen wurde dabei ausschließlich mit Schwarzpulver – aber natürlich ohne Geschoss. Also laut ja, gefährlich nein.
Kommandant Hermann Prinz begrüßte im Anschluss die zahlreichen Gäste und Schützen. Unter den Ehrengästen waren auch der stellvertretende Landrat Reinhold Streng sowie bekannte Vertreter aus dem Schützenwesen wie der Bayerische Landesböllerreferent Reinhold Brand und der Präsident des Bundesweiten Böllerverbandes, Franz-Peter Haase. Dieser lobte besonders die Kameradschaft, das Vereinsleben und das Ehrenamt. Hinter den Salutschüssen stehe ein großes Maß an Verantwortung, das die Diespecker Böllergruppe mit viel Einsatz trage.
Als Dankeschön überreichten die Gastgeber den Rednern und jeder Böllergruppe ein selbst gefertigtes Schnapsbrett mit der Widmung „Zur Erinnerung an die Böllergruppe SG Diespeck“. Ein besonderer Dank ging außerdem an das Helferteam, das den reibungslosen Ablauf und den gelungenen Festtag möglich gemacht hatte.
Ein kräftiges Jubiläum also – mit viel Tradition, noch mehr Gemeinschaft und einem Klang, der in Diespeck sicher noch eine Weile nachhallt.



