# Schluss mit dem Stau am Wertstoffzentrum?
## In Dettendorf soll der Ablauf an der EVA deutlich schneller werden
Dettendorf – Wer am Donnerstag, Freitag oder Samstag seinen Sperrmüll, Kartonagen oder andere Wertstoffe am Dettendorfer Wertstoffzentrum abgeben will, kennt das Problem: Es kann eng werden, es stockt, und nicht selten bildet sich ein zäher Rückstau. Genau daran soll sich nun etwas ändern. Im Landkreis wird an mehreren Stellschrauben gedreht, damit der Besuch am Wertstoffzentrum künftig schneller, sicherer und für alle Beteiligten entspannter abläuft.
Im Abfallausschuss erklärte Sachgebietsleiter Gerhard Droßel, dass die Verweildauer im Schnitt bei rund 15 Minuten liege – und das sei eindeutig zu lang. In den vergangenen Monaten sei das Wertstoffzentrum deshalb genauer unter die Lupe genommen worden. Im Mittelpunkt standen vor allem die Wegeführung, die Anlieferung und der Bezahlvorgang.
Eine erste Veränderung gibt es bereits: Der Container für Kartonagen wurde aus dem Gelände heraus vor den Zaun gestellt. Nach Angaben von Droßel wird diese Lösung von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Ziel ist es, die Verkehrsflüsse auf dem Gelände zu entzerren und die Besucher schneller durch die Anlage zu leiten.
Besonders im Fokus steht dabei der bisher mittig platzierte Kassenautomat. Er gilt als wesentlicher Engpass, weil wartende Fahrzeuge während des Bezahlens die Spur blockieren und so vor allem an stark frequentierten Tagen schnell Staus entstehen. Deshalb soll der Automat samt Zaunanlage künftig entfallen. Bezahlt werden soll stattdessen direkt an der Eingangskontrolle – möglichst per Karte. Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz unterstützt diesen Kurs.
Gerhard Droßel verwies darauf, dass Bargeldzahlungen aufwendig seien, mehr Zeit kosteten und auch fehleranfälliger seien. Eine konsequente Umstellung auf Kartenzahlung würde den Ablauf am Eingang deutlich beschleunigen. Zudem sei das gesamte Gelände ohnehin kein Ort für lange Diskussionen, denn zwischen den Anlieferern seien immer wieder Radlader unterwegs – und das mache eine Entzerrung nicht nur organisatorisch, sondern auch aus Sicherheitsgründen notwendig.
Aus Platzgründen lässt sich das Gelände jedoch nicht beliebig erweitern. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Flächen bestmöglich zu nutzen. Als nächster Schritt sind nun erste Praxistests geplant: mit geöffneter Schrankenanlage und mobilen Bezahlgeräten. So sollen nicht nur die Durchlaufzeiten sinken, sondern auch Wartungs- und Reparaturkosten reduziert und die Betriebsabläufe vereinfacht werden.
Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, könnten auch andere Wertstoffhöfe von den Dettendorfer Erfahrungen profitieren. Auf ausgewählten Anlagen soll die mobile Kartenzahlung ebenfalls erprobt werden. Damit könnte der Weg zum Wertstoffhof künftig nicht nur umweltfreundlich, sondern auch deutlich stressfreier werden.



