# Neues Feuerwehrhaus statt Umbau in Hagenbüchach
## Gemeinderat beschließt Neubau für die Feuerwehr – Standort am Ortsausgang Richtung Bräuersdorf vorgesehen
Hagenbüchach bekommt ein neues Feuerwehrhaus: Der Gemeinderat hat sich einstimmig für einen Neubau auf einem gemeindlichen Areal am Ortsausgang Richtung Bräuersdorf entschieden. Damit ist die Variante, das bestehende Feuerwehrhaus umzubauen, vom Tisch.
Auslöser für die Überlegungen war vor allem das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10, das künftig in dem bisherigen Gebäude keinen Platz mehr hätte. Zwar war im Vorfeld auch ein Umbau geprüft worden, doch nach der Machbarkeitsstudie und der Vorstellung durch Kommandant Tobias Weiskirchen war für den Gemeinderat offenbar klar: Ein Umbau wäre am Ende fast ein Neubau geworden – nur mit deutlich weniger Zukunftsspielraum. Vor allem eine spätere Erweiterung wäre dann kaum noch möglich gewesen.
Das neue Feuerwehrhaus soll nun auf einer rund 78.000 Quadratmeter großen Fläche entstehen, die sich bereits im Besitz der Gemeinde befindet. Dort ist genügend Platz für Gebäude, Stellplätze sowie An- und Abfahrt. Auch die vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge sollen dort problemlos untergebracht werden können. Das neue HLF 10 soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2029 geliefert werden.
Die Kosten für das Projekt werden aktuell auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben von Bürgermeister David Schneider sind dafür auch Zuschüsse vom Freistaat Bayern vorgesehen. Wie das neue Feuerwehrhaus konkret aussehen wird, soll in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden.
Auch beim sogenannten Keck-Haus in der Hauptstraße gab es im Gemeinderat ein weiteres Thema mit Blick auf die Ortsentwicklung. Das leerstehende Gebäude im Gemeindebesitz soll im Rahmen der geplanten Abrundung des Ortskerns eigentlich abgerissen werden, um unter anderem Platz für dringend benötigte Parkflächen zu schaffen. Doch inzwischen hat sich die Denkmalschutzbehörde das Haus angesehen, nachdem ein Bürger dort nachgefragt hatte, ob es unter Denkmalschutz steht.
Nun wird noch geprüft, wie es mit den Balken und der Bausubstanz weitergeht. Erst danach soll entschieden werden, ob ein Abriss überhaupt möglich ist. Für die Gemeinde steht dabei einiges auf dem Spiel: Sollte das Gebäude stehen bleiben müssen, könnte das Auswirkungen auf die geplante Städtebauförderung haben. Wie Bürgermeister Schneider betonte, brauche Hagenbüchach den Platz für die Innenentwicklung dringend.



