27. Juli 2026

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Neustadt an der Aisch

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# 60 Jahre Waldbad Neustadt: Ein Stück Heimat, das einfach dazugehört

Neustadt an der Aisch hat am Wochenende seinem Waldbad ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht: zwei Tage voller Aktionen, Musik, Sport und Sommerstimmung. Zum 60. Jubiläum wurde gefeiert, getobt, gesprungen und gelacht – und eines wurde dabei einmal mehr klar: Das Waldbad ist weit mehr als nur ein Freibad.

Mit Arschbombencontest, Turm- und Fallschirmspringern, Technikführungen, Mitmachaktionen, Kindertanzen, Line Dance, Aqua-Fitness, Salsa-Ukulele-Workshop, Apnoe-Wettbewerben und einer großen Sommerparty war das Programm ebenso bunt wie gut besucht. Für den passenden Sound sorgte bei der Party DJ Chris Deluxe – alias Landrat Dr. Christian von Dobschütz.

Bei den Feiern betonten Bürgermeister Alexander Müller und Werkleiter Christopher Stirling, was viele Neustädterinnen und Neustädter längst wissen: Das Waldbad ist Treffpunkt, Sportstätte, Erholungsort und für viele ein Stück Kindheit – vor allem aber ein Stück Heimat.

Der Weg dorthin war lang. Schon 1951 hatte Stadtrat Fritz Münch auf die damals nicht mehr zeitgemäßen Flussbäder in der Aisch hingewiesen. 1956 wurde schließlich der Schwimmbad-Bauverein gegründet, dem sofort rund 220 Menschen beitraten, um Geld für ein eigenes Bad zu sammeln. Was damals für viele noch wie ein ferner Traum wirkte, nahm mit großem Einsatz Gestalt an.

Besonders eng mit der Geschichte des Waldbades verbunden ist laut Müller auch Karl Ströbel, der das Projekt mit viel Beharrlichkeit vorantrieb. Aus den zunächst veranschlagten 500.000 D-Mark wurden am Ende rund zwei Millionen D-Mark. Doch der Aufwand lohnte sich: Am 21. Mai 1966 wurde das Waldbad feierlich eingeweiht – als modernes Freibad inmitten der Natur. Genau diese Lage mache bis heute seinen besonderen Charme aus.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Bad immer wieder modernisiert, unter anderem durch den Einbau einer Wärmepumpe und einer Solar-Absorber-Anlage sowie durch eine Generalsanierung. So entwickelte sich das Waldbad zu einer der attraktivsten Freizeitanlagen weit über die Region hinaus. Dass es in diesem Jahr sogar zum schönsten Freibad Deutschlands gewählt wurde, erfüllt Stadt und Badteam mit besonderem Stolz.

Dieser Titel sei kein Zufall, betonten Müller und Stirling. Er sei das Ergebnis von Qualität, Herzblut, Freundlichkeit und jahrelangem Engagement. Ein ausdrücklicher Dank galt Betriebsleiter Julian Lindner und seinem Team, die das Bad mit viel Leidenschaft und Professionalität führen. Ebenso gewürdigt wurden Bauhof, Stadtwerke, Vereine, Taucher, DLRG sowie zahlreiche Partner und Sponsoren, die das Waldbad mittragen.

Auch Christopher Stirling fand persönliche Worte für das Jubiläum: Das Waldbad sei für ihn ein Ort, „der sich ein bisschen wie Urlaub anfühlt, wo man den Alltag draußen lässt“. Dazu trage auch die besondere Lage am Waldrand bei. Für sichere und angenehme Badetage sorgen neben dem Stammpersonal mit vier Fachangestellten für Bäderbetriebe weitere Kolleginnen und neun Rettungsschwimmer. Ein großer Dank ging dabei besonders an den Neustädter DLRG-Ortsverband, der ehrenamtlich einen erheblichen Teil der Wasseraufsicht übernimmt.

60 Jahre Freibad sind heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Anlagen mussten bereits schließen oder stehen unter Druck. Umso bemerkenswerter ist, wie lebendig das Neustädter Waldbad geblieben ist: In dieser Saison konnten bereits 62.000 Gäste begrüßt werden, 13.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Auch wenn das Bad mit einem Jahresverlust von rund 450.000 Euro teuer im Betrieb ist, möchte in Neustadt wohl niemand auf diesen besonderen Ort verzichten.

Zum Jubiläumswochenende wurde das Bad auch sportlich und spielerisch kräftig genutzt. Neben den Mitmachangeboten war vor allem der Arschbombencontest vom Drei-Meter-Brett ein Publikumsmagnet. Bewertet wurden von der Jury – der auch Lindner und Bürgermeister Müller angehörten – Kreativität und Spritzhöhe beim Eintauchen. Ein weiterer Höhepunkt war die Show der Wasserspringer am Sonntag.

Das Fazit nach zwei Tagen voller Sommer, Sport und guter Laune: Das Waldbad ist und bleibt ein Ort, der Menschen verbindet, Erinnerungen schafft und für viele Neustädterinnen und Neustädter einfach zur Heimat dazugehört.

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Hagenbüchach

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# Neues Feuerwehrhaus statt Umbau in Hagenbüchach
## Gemeinderat beschließt Neubau für die Feuerwehr – Standort am Ortsausgang Richtung Bräuersdorf vorgesehen

Hagenbüchach bekommt ein neues Feuerwehrhaus: Der Gemeinderat hat sich einstimmig für einen Neubau auf einem gemeindlichen Areal am Ortsausgang Richtung Bräuersdorf entschieden. Damit ist die Variante, das bestehende Feuerwehrhaus umzubauen, vom Tisch.

Auslöser für die Überlegungen war vor allem das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10, das künftig in dem bisherigen Gebäude keinen Platz mehr hätte. Zwar war im Vorfeld auch ein Umbau geprüft worden, doch nach der Machbarkeitsstudie und der Vorstellung durch Kommandant Tobias Weiskirchen war für den Gemeinderat offenbar klar: Ein Umbau wäre am Ende fast ein Neubau geworden – nur mit deutlich weniger Zukunftsspielraum. Vor allem eine spätere Erweiterung wäre dann kaum noch möglich gewesen.

Das neue Feuerwehrhaus soll nun auf einer rund 78.000 Quadratmeter großen Fläche entstehen, die sich bereits im Besitz der Gemeinde befindet. Dort ist genügend Platz für Gebäude, Stellplätze sowie An- und Abfahrt. Auch die vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge sollen dort problemlos untergebracht werden können. Das neue HLF 10 soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2029 geliefert werden.

Die Kosten für das Projekt werden aktuell auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben von Bürgermeister David Schneider sind dafür auch Zuschüsse vom Freistaat Bayern vorgesehen. Wie das neue Feuerwehrhaus konkret aussehen wird, soll in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden.

Auch beim sogenannten Keck-Haus in der Hauptstraße gab es im Gemeinderat ein weiteres Thema mit Blick auf die Ortsentwicklung. Das leerstehende Gebäude im Gemeindebesitz soll im Rahmen der geplanten Abrundung des Ortskerns eigentlich abgerissen werden, um unter anderem Platz für dringend benötigte Parkflächen zu schaffen. Doch inzwischen hat sich die Denkmalschutzbehörde das Haus angesehen, nachdem ein Bürger dort nachgefragt hatte, ob es unter Denkmalschutz steht.

Nun wird noch geprüft, wie es mit den Balken und der Bausubstanz weitergeht. Erst danach soll entschieden werden, ob ein Abriss überhaupt möglich ist. Für die Gemeinde steht dabei einiges auf dem Spiel: Sollte das Gebäude stehen bleiben müssen, könnte das Auswirkungen auf die geplante Städtebauförderung haben. Wie Bürgermeister Schneider betonte, brauche Hagenbüchach den Platz für die Innenentwicklung dringend.

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Neustadt an der Aisch

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# Haifischzähne jetzt auch am Verkehrsübungsplatz in Diebach

Wer bei „Haifischzähnen“ zuerst an Bertolt Brechts berühmte Liedzeile aus dem Mackie-Messer-Song denkt, liegt nicht ganz falsch – mit einem Hai hat die neue Markierung auf der Straße allerdings nur optisch etwas gemeinsam. Die weißen Zacken stehen im Straßenverkehr für die Wartepflicht und zeigen an, wer Vorfahrt gewähren muss. Jetzt sind sie auch am Verkehrsübungsplatz in Diebach zu finden.

Das sogenannte Zeichen 342 der Straßenverkehrsordnung ist in Deutschland erst seit dem 28. April 2020 im Einsatz und weist auf Vorfahrtsregeln hin. Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sind die Haifischzähne noch nicht überall angekommen. In der Neustädter Ludwigstraße etwa begegnen sie Verkehrsteilnehmenden bereits beim Rechts-vor-links-Verkehr – und dort üben die Verkehrserzieherinnen Manuela Mühlbauer und Susanne Hack von der Polizei Neustadt auch mit Grundschulkindern im Realverkehr.

Am Verkehrsübungsplatz in Diebach fehlte diese Markierung bisher noch. Das ist nun geändert, und zwar auf direktem Weg: Beim BRK-Bereitschaftsfest kamen Martin Hufnagel, Sport-, Jugend- und Schulbeauftragter des Neustädter Stadtrats, und Sven Summ, Stadtratsmitglied sowie Ortssprecher von Diebach, ins Gespräch. „Zwei Tage später war es schon genehmigt. Ein Mann, ein Wort“, lobte Mühlbauer den unbürokratischen Ablauf. Die Anbringung übernahm Bauhofmitarbeiter Thomas Rost.

Für die Verkehrserziehung ist das ein Gewinn: Zum Einzugsbereich der Polizeidienststelle Neustadt gehören 32 Klassen an zwölf Grundschulen. In diesem Jahr legten 644 Kinder die Fahrradprüfung ab, darunter fünf Inklusionskinder. 613 bestanden die Prüfung, 83 von ihnen erhielten sogar den Ehrenwimpel für besonders sicheres Verhalten im Straßenverkehr.

Die Grundschulen werden das ganze Jahr über in drei Blöcken unterrichtet, erläuterte Mühlbauer. Umso mehr freuen sich die beiden Verkehrserzieherinnen nun über die neuen Markierungen in Diebach, an denen die Kinder künftig noch anschaulicher üben können, was im Straßenverkehr zählt: schauen, einordnen – und im Zweifel eben auch mal stehen bleiben, bevor der „Haifisch“ zuschnappt.

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# Schluss mit dem Stau am Wertstoffzentrum?
## In Dettendorf soll der Ablauf an der EVA deutlich schneller werden

Dettendorf – Wer am Donnerstag, Freitag oder Samstag seinen Sperrmüll, Kartonagen oder andere Wertstoffe am Dettendorfer Wertstoffzentrum abgeben will, kennt das Problem: Es kann eng werden, es stockt, und nicht selten bildet sich ein zäher Rückstau. Genau daran soll sich nun etwas ändern. Im Landkreis wird an mehreren Stellschrauben gedreht, damit der Besuch am Wertstoffzentrum künftig schneller, sicherer und für alle Beteiligten entspannter abläuft.

Im Abfallausschuss erklärte Sachgebietsleiter Gerhard Droßel, dass die Verweildauer im Schnitt bei rund 15 Minuten liege – und das sei eindeutig zu lang. In den vergangenen Monaten sei das Wertstoffzentrum deshalb genauer unter die Lupe genommen worden. Im Mittelpunkt standen vor allem die Wegeführung, die Anlieferung und der Bezahlvorgang.

Eine erste Veränderung gibt es bereits: Der Container für Kartonagen wurde aus dem Gelände heraus vor den Zaun gestellt. Nach Angaben von Droßel wird diese Lösung von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Ziel ist es, die Verkehrsflüsse auf dem Gelände zu entzerren und die Besucher schneller durch die Anlage zu leiten.

Besonders im Fokus steht dabei der bisher mittig platzierte Kassenautomat. Er gilt als wesentlicher Engpass, weil wartende Fahrzeuge während des Bezahlens die Spur blockieren und so vor allem an stark frequentierten Tagen schnell Staus entstehen. Deshalb soll der Automat samt Zaunanlage künftig entfallen. Bezahlt werden soll stattdessen direkt an der Eingangskontrolle – möglichst per Karte. Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz unterstützt diesen Kurs.

Gerhard Droßel verwies darauf, dass Bargeldzahlungen aufwendig seien, mehr Zeit kosteten und auch fehleranfälliger seien. Eine konsequente Umstellung auf Kartenzahlung würde den Ablauf am Eingang deutlich beschleunigen. Zudem sei das gesamte Gelände ohnehin kein Ort für lange Diskussionen, denn zwischen den Anlieferern seien immer wieder Radlader unterwegs – und das mache eine Entzerrung nicht nur organisatorisch, sondern auch aus Sicherheitsgründen notwendig.

Aus Platzgründen lässt sich das Gelände jedoch nicht beliebig erweitern. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Flächen bestmöglich zu nutzen. Als nächster Schritt sind nun erste Praxistests geplant: mit geöffneter Schrankenanlage und mobilen Bezahlgeräten. So sollen nicht nur die Durchlaufzeiten sinken, sondern auch Wartungs- und Reparaturkosten reduziert und die Betriebsabläufe vereinfacht werden.

Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, könnten auch andere Wertstoffhöfe von den Dettendorfer Erfahrungen profitieren. Auf ausgewählten Anlagen soll die mobile Kartenzahlung ebenfalls erprobt werden. Damit könnte der Weg zum Wertstoffhof künftig nicht nur umweltfreundlich, sondern auch deutlich stressfreier werden.

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## Bayerischer „Uniformtag“ für Einsatzkräfte soll kommen

Ein Zeichen der Wertschätzung für alle, die im Einsatz für andere da sind: Die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern wollen in Bayern einen sogenannten „Uniformtag“ einführen. Mit einem Dringlichkeitsantrag im Landtag soll die Staatsregierung dazu aufgefordert werden. Die Idee dahinter: Einsatzkräfte sollen an einem ausgewählten Tag freiwillig und nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber in ihrer Uniform am Arbeitsplatz erscheinen können.

Die Befürworter sehen darin vor allem ein sichtbares Zeichen für Respekt, Anerkennung und Zusammenhalt. „Nicht alle Helden tragen ein Cape, viele tragen Uniform“, sagt der innenpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Holger Dremel. Gemeint sind dabei unter anderem Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Bundeswehr, Polizei sowie Justiz. Auch die Freien Wähler verweisen darauf, dass der gemeinsame Auftritt das Bewusstsein für das Engagement dieser Menschen in der Gesellschaft stärken könne.

Als Vorbild dient nach Angaben der Antragsteller der „Uniform at Work Day“ aus Skandinavien. Der geplante Uniformtag soll sich an ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und des THW richten, ebenso an Soldatinnen und Soldaten sowie unterstützend auch an weitere uniformtragende Dienste wie Polizei oder Justizvollzug.

Gerade in unserer Region ist das Engagement von Freiwilligen ein ganz wichtiger Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens – ob bei Feuerwehr, THW, Sportvereinen oder anderen Ehrenämtern. Ohne Menschen, die ihre Zeit und Kraft für andere einsetzen, würde vieles nicht funktionieren. Deshalb gilt: Respekt und ein großes Dankeschön an alle, die sich tagtäglich für die Gemeinschaft stark machen.

Was haltet ihr vom geplanten Uniformtag?

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