# Haifischzähne jetzt auch am Verkehrsübungsplatz in Diebach
Wer bei „Haifischzähnen“ zuerst an Bertolt Brechts berühmte Liedzeile aus dem Mackie-Messer-Song denkt, liegt nicht ganz falsch – mit einem Hai hat die neue Markierung auf der Straße allerdings nur optisch etwas gemeinsam. Die weißen Zacken stehen im Straßenverkehr für die Wartepflicht und zeigen an, wer Vorfahrt gewähren muss. Jetzt sind sie auch am Verkehrsübungsplatz in Diebach zu finden.
Das sogenannte Zeichen 342 der Straßenverkehrsordnung ist in Deutschland erst seit dem 28. April 2020 im Einsatz und weist auf Vorfahrtsregeln hin. Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sind die Haifischzähne noch nicht überall angekommen. In der Neustädter Ludwigstraße etwa begegnen sie Verkehrsteilnehmenden bereits beim Rechts-vor-links-Verkehr – und dort üben die Verkehrserzieherinnen Manuela Mühlbauer und Susanne Hack von der Polizei Neustadt auch mit Grundschulkindern im Realverkehr.
Am Verkehrsübungsplatz in Diebach fehlte diese Markierung bisher noch. Das ist nun geändert, und zwar auf direktem Weg: Beim BRK-Bereitschaftsfest kamen Martin Hufnagel, Sport-, Jugend- und Schulbeauftragter des Neustädter Stadtrats, und Sven Summ, Stadtratsmitglied sowie Ortssprecher von Diebach, ins Gespräch. „Zwei Tage später war es schon genehmigt. Ein Mann, ein Wort“, lobte Mühlbauer den unbürokratischen Ablauf. Die Anbringung übernahm Bauhofmitarbeiter Thomas Rost.
Für die Verkehrserziehung ist das ein Gewinn: Zum Einzugsbereich der Polizeidienststelle Neustadt gehören 32 Klassen an zwölf Grundschulen. In diesem Jahr legten 644 Kinder die Fahrradprüfung ab, darunter fünf Inklusionskinder. 613 bestanden die Prüfung, 83 von ihnen erhielten sogar den Ehrenwimpel für besonders sicheres Verhalten im Straßenverkehr.
Die Grundschulen werden das ganze Jahr über in drei Blöcken unterrichtet, erläuterte Mühlbauer. Umso mehr freuen sich die beiden Verkehrserzieherinnen nun über die neuen Markierungen in Diebach, an denen die Kinder künftig noch anschaulicher üben können, was im Straßenverkehr zählt: schauen, einordnen – und im Zweifel eben auch mal stehen bleiben, bevor der „Haifisch“ zuschnappt.



