# Unkompliziert „Ja“ sagen: Tauffest im Grünen und spontanes Heiraten in der Region
Wer sich taufen lassen möchte oder seiner Liebe ganz ohne großen Planungsstress einen kirchlichen Rahmen geben will, bekommt in der Region in den kommenden Wochen gleich zwei besondere Gelegenheiten. Das evangelische Dekanat Neustadt lädt erstmals zu einem „Tauffest im Grünen“ nach Obersachsen ein. Wenige Tage später heißt es dann in Wilhermsdorf: spontan vorbeikommen, „Ja“ sagen und sich kirchlich trauen oder segnen lassen.
## Erstes Tauffest unter freiem Himmel in Obersachsen
Premiere im Dekanat Neustadt: Am Samstag, 20. Juni, findet auf dem Gelände am Langhaus in Obersachsen bei Diespeck erstmals ein „Tauffest im Grünen“ statt. Während eines Gottesdienstes unter freiem Himmel von 10 bis 11 Uhr können sich dort Kinder, Jugendliche und Erwachsene taufen lassen.
Wie Diakonin Esther Schmidt mitteilt, soll das Taufwasser dafür extra aus einer Quelle im Wald geholt werden. Geplant sind sieben Stationen, an denen zeitgleich Taufen stattfinden können. Das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters und soll bewusst in einem offenen, festlichen und unkomplizierten Rahmen stattfinden.
Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab anmelden. Das Interesse ist bereits jetzt groß: Schon 15 Taufanfragen liegen nach Angaben des Dekanats vor. Auch Menschen, die bereits getauft sind, können an diesem Tag zur Tauferinnerung kommen.
Wichtig zu wissen: Eine Patin oder ein Pate ist nicht zwingend notwendig. Wird jedoch ein Pate oder eine Patin benannt, muss diese Person evangelisch sein. Bei minderjährigen Kindern ohne evangelischen Paten gilt außerdem: Mindestens ein Elternteil muss der evangelischen Kirche angehören.
Nach dem Gottesdienst ist bis 14 Uhr noch Zeit für Begegnung und Gemeinschaft. Geplant sind Aktionen, ein Picknick, ein Mittagsimbiss sowie Kaffee und geselliges Beisammensein.
## In Wilhermsdorf kann ganz spontan kirchlich geheiratet werden
Ein weiteres besonderes Angebot folgt am Freitag, 26. Juni, in der Hauptkirche am Marktplatz in Wilhermsdorf. Dort können Paare zwischen 11 und 20 Uhr im Rahmen der Aktion „einfach heiraten“ ganz unkompliziert kirchlich heiraten, ihre Partnerschaft segnen lassen oder auch ein Traujubiläum feiern.
Willkommen sind laut Diakonin Esther Schmidt alle Paare – egal, ob bereits standesamtlich verheiratet oder ohne Trauschein zusammenlebend. Wer möchte, kann spontan vorbeikommen. Alternativ ist auch eine Anmeldung für einen festen Zeitraum möglich.
Für die kirchliche Trauung ist wichtig, dass die standesamtliche Heiratsurkunde mitgebracht wird. Außerdem muss einer der beiden Partner evangelisch sein. Vor der Zeremonie gibt es ein kurzes Gespräch mit den Geistlichen, bei dem sich beide Seiten kennenlernen und die Paare von sich und ihrer gemeinsamen Geschichte erzählen können.
## Musik, Trauspruch und ein kleiner Empfang
Auch musikalisch ist für den Tag einiges vorbereitet. Vor Ort stehen Organisten, eine Band und ein Projektchor des Dekanats bereit. Paare können aus einer Liste passende Musikstücke auswählen. Gleiches gilt für den Trauspruch.
Nach der Feier wartet auf die Paare und ihre Begleitung ein kleiner Stehempfang mit Sekt. Schon in den vergangenen Jahren war das Angebot auf großes Interesse gestoßen. Auch diesmal hofft das Dekanat auf viele Paare, die ihrer Liebe in entspannter Atmosphäre einen kirchlichen Segen geben möchten.
## Anmeldung und Kontakt
Anmeldungen zur Taufe sowie für die kirchlichen Hochzeiten sind bei Diakonin Esther Schmidt möglich unter Telefon **09161/8733866** oder per E-Mail an **esther.schmidt@elkb.de**.
Für feste Zeitfenster bei „einfach heiraten“ ist außerdem das Dekanatsbüro in Neustadt unter **09161/887610** erreichbar.
### Kommentar der Redaktion
Manchmal sind die besten Dinge im Leben eben nicht die, die monatelang durchgeplant werden müssen. Ein Tauffest im Grünen mit Quellwasser aus dem Wald klingt jedenfalls deutlich charmanter als manches Formular, das man sonst im Alltag ausfüllen muss. Und auch die Idee, in Wilhermsdorf ohne großes Tamtam kirchlich „Ja“ zu sagen, dürfte viele ansprechen, die Gemeinschaft und Segen wollen, aber keine Hochzeit mit Tischordnung auf DIN-A4-Niveau. Ein schönes Signal aus der Region: Kirche kann auch niedrigschwellig, offen und lebensnah sein.



