Neues aus Neustadt:

Boris prägt die Kerwa mit Thailand-Flair

+ Kerwa-Fichte entfacht Vorfreude in ganz Neustadt

* Boris: Das Gesicht der Neustädter Kerwa
* Thai-Imbiss verbindet Heimat, Tradition und Weltoffenheit

Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 1: Boris

Heute ist Sonntag, der 31. Mai 2026. Noch fünf Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird.

Offiziell eröffnet wird die Neustädter Kirchweih zwar erst am Samstag. Doch die meisten Neustädterinnen und Neustädter wissen: Die Kerwa beginnt eigentlich schon mit dem Aufstellen der Fichte. Wenn der Baum seinen Platz auf dem Marktplatz findet, dann ist die Kirchweih plötzlich greifbar. Dann liegt Vorfreude in der Luft. Dann wird in den Gesprächen nicht mehr gefragt, ob man auf die Kerwa geht, sondern wann und mit wem.

Man spürt es bereits überall in der Stadt. Die ersten Biermarken sind verkauft, die Planungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.

Denn die Neustädter Kirchweih ist weit mehr als Fahrgeschäfte, Festzelt und Buden. Sie ist ein Stück Heimat. Sie lebt von Erinnerungen, von Traditionen und von den Menschen, die sie Jahr für Jahr zu etwas Besonderem machen.

Um die letzten Tage bis zum Aufstellen der Kerwa-Fichte etwas zu verkürzen, startet NaAZA heute eine sechsteilige Serie rund um die Neustädter Kirchweih.

Dabei geht es nicht nur um Menschen. Es geht auch um Gruppen, Rituale, Traditionen und all die Dinge, die die Neustädter Kerwa seit Generationen prägen und unverwechselbar machen. Kurz gesagt: Um das, was die Kirchweih für viele Neustädterinnen und Neustädter zu der schönsten Kerwa der Welt macht.

Den Anfang macht heute jedoch ein Mensch, den fast jede und jeder in Neustadt kennt.

Oder besser gesagt: Einer, dessen richtigen Namen viele gar nicht kennen.

Denn wer an die Neustädter Kirchweih denkt, denkt an Bratwürste, Bier, Musik, Freunde – und irgendwann auch an Boris.

Dabei heißt Boris eigentlich Klaus Wunder.

Doch diesen Namen kennen viele Neustädterinnen und Neustädter nur von Wahlplakaten oder aus dem Kommunalwahlkampf. Im Alltag ist und bleibt er einfach Boris.

Seinen Spitznamen bekam er in den 1980er Jahren. Während Boris Becker die Tenniswelt eroberte, begann auch Klaus seine Tenniskarriere in Neustadt. Schnell war der Spitzname gefunden – und geblieben. So sehr, dass heute kaum jemand noch Klaus zu ihm sagt.

Boris ist einer dieser Menschen, die man kaum von Neustadt trennen kann. Einer, der immer irgendwo mitmischt, sich engagiert und nie lange stillsitzen kann.

Er arbeitet bei der Stadt Neustadt, war als Büttenredner gefürchtet und gefeiert zugleich, stand im Männerballett auf der Bühne, kandidierte bei Kommunalwahlen und setzt sich seit Jahrzehnten für seine Heimatstadt ein. Wer Boris kennt, weiß: Wenn es um Neustadt geht, ist er meistens vorne mit dabei.

Eine ganz besondere Rolle spielt dabei Thailand.

Aus ersten Reisen wurde eine Leidenschaft. Aus der Leidenschaft entstanden Freundschaften, Kontakte und schließlich gemeinsam mit seiner Frau ein kleines Stück Thailand mitten in Neustadt. Seit Jahrzehnten bringen die beiden mit ihrer thailändischen Küche fernöstliche Spezialitäten nach Franken und sind aus dem Neustädter Stadtbild kaum mehr wegzudenken.

Nicht wenige nennen Boris deshalb augenzwinkernd den inoffiziellen thailändischen Botschafter Neustadts.

Und natürlich gehört er auch zur Kirchweih.

Wer über die Kerwa schlendert, kennt das Bild: Nachdem Bratwurst, Steak und Schaschlik gegessen sind, zieht es viele Besucher irgendwann weiter zum Thai-Imbiss von Boris. Dort wartet nicht nur der Duft exotischer Gewürze, sondern auch ein freundliches Wort, ein Lächeln und das Gefühl, willkommen zu sein.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis eines Kerwa-Originals.

Nicht die große Bühne. Nicht die lautesten Worte.

Sondern über viele Jahre hinweg ein fester Teil der Heimat vieler Menschen zu werden.

Boris verbindet Thailand und Franken, Tradition und Offenheit, Neustadt und die große weite Welt. Und trotzdem ist er dabei immer einer von uns geblieben.

Deshalb gehört Boris für viele genauso zur Neustädter Kirchweih wie die Kerwa-Fichte, der Bieranstich oder das erste Wiedersehen mit alten Freunden auf dem Marktplatz.

Lieber Boris,

bleib so, wie du bist. Und vor allem: Bleibt du und deine Frau unserer Stadt und der Neustädter Kirchweih noch viele Jahre erhalten.

Denn Menschen wie euch machen die Kerwa zu dem, was sie ist:

Nicht nur ein Fest.

Sondern ein Stück Heimat.

**Und jetzt seid ihr gefragt:**

Wer oder was ist für euch ein echtes Neustädter Kerwa-Original?

Welche Menschen, Gruppen, Traditionen oder Rituale dürfen in unserer sechsteiligen Serie auf keinen Fall fehlen?

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