**Emskirchener Unterstützung für fahrerlose Rennwagen: Studenten-Team schreibt Motorsport-Geschichte**
Was in der Region entwickelt und gefertigt wird, schafft es manchmal bis auf die ganz große Bühne des Motorsports: Die enge Zusammenarbeit zwischen der Firma Weiler Werkzeugmaschinen aus Emskirchen und dem studentischen Rennteam High-Voltage Motorsports der FAU Erlangen-Nürnberg hat nun einen besonderen Erfolg möglich gemacht. Bei der Formula Student Germany gelang dem Team erstmals eine erfolgreiche autonome Fahrt bei einem offiziellen Wettbewerb.
Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet, waren Krista Dewes, Leiterin des Mechanik-Teams von High-Voltage Motorsports, und ihr Kommilitone Stefan Kraus jetzt zu Besuch bei Weiler in Emskirchen. Dort wurden sie von Geschäftsführer Michael Eisler sowie Stefan Sommerfeld, Leiter Technologie, empfangen. Neben dem Austausch über die gemeinsame Zusammenarbeit erhielten die Studierenden auch eine Führung durch die Produktionshallen.
In der vergangenen Saison hatte das 101 Mitglieder starke Team bereits sein fünftes Elektrofahrzeug gebaut: den **FAUmax Sigma**. Der Rennwagen war beim Wettbewerb am Hockenheimring das drittleichteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld. Besonders bemerkenswert: Mit diesem Boliden gelang dem Team die erste erfolgreiche Fahrt ohne Fahrer bei einem offiziellen Event der Formula Student Germany.
Weiler hatte für das Projekt Präzisionskomponenten auf seinen Drehmaschinen gefertigt, die im Fahrwerk des Fahrzeugs verbaut wurden. Laut Krista Dewes war der Wagen „der zuverlässigste in unserer Vereinsgeschichte“. Ohne die Unterstützung aus Emskirchen wäre ein solches Projekt laut ihrer Aussage nicht möglich gewesen.
Auch für die aktuelle Saison hat sich das Team viel vorgenommen. Das inzwischen sechste Elektrofahrzeug soll mit einigen grundlegenden Neuerungen an den Start gehen: Statt Heckantrieb setzt High-Voltage Motorsports künftig auf Allradantrieb mit Radnabenmotoren. Hinzu kommen ein neues Monocoque, also eine selbsttragende Karosserie, eine verbesserte Aerodynamik sowie ein neuer Akku.
Mit diesem technischen Paket will das Team bei mehreren Wettbewerben antreten: bei der **Formula Student Czech** in Tschechien, der **Formula Student Germany** sowie der **Formula Student East** in Ungarn.
Michael Eisler lobte das Engagement der Studierenden und betonte, dass Weiler das Projekt seit mehr als zehn Jahren gerne unterstütze. Die regelmäßigen Erfolge des Teams seien ein schönes Beispiel dafür, wie technische Exzellenz und echter Teamgeist zusammenwirken können.
**Kommentar der Redaktion:**
Wenn aus Emskirchen Teile für einen Rennwagen kommen, der sogar ohne Fahrer sauber über die Strecke fährt, dann zeigt das einmal mehr: Innovation passiert nicht nur in großen Konzernzentralen, sondern oft direkt vor unserer Haustür. Und ganz ehrlich: Früher war man schon stolz, wenn das Mofa angesprungen ist – heute bauen Studenten autonome Elektro-Rennwagen. Die Zeiten ändern sich.
*Foto: WEILER*



