15. April 2026

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Neustadt an der Aisch

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# Zwischen Klick und Klassenzimmer: Schülerzeitungen im Landkreis kämpfen ums Überleben

Früher gehörten sie an vielen Schulen ganz selbstverständlich dazu, heute sind sie selten geworden: Schülerzeitungen. Was einst in Redaktionsräumen, auf Schreibmaschinen oder später am Computer entstand, ist im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim inzwischen eher die Ausnahme als die Regel. Doch ganz verschwunden ist das Format nicht – und an einigen Schulen wird mit neuen Ideen daran gearbeitet, junge Menschen wieder fürs Schreiben, Recherchieren und Gestalten zu begeistern.

Am Gymnasium in Scheinfeld lebt die Schülerzeitung unter dem Namen **„INSIDER“** weiter – allerdings nicht mehr gedruckt, sondern konsequent digital. Betreut wird das Projekt von den Deutschlehrerinnen **Regina Wiederer** und **Rebekka Hack**, die das Medium mit einem neuen Konzept wieder attraktiver machen wollen. Inhaltlich ist die Zeitung breit aufgestellt: von DIY-Beiträgen über Kindheitsfotos von Lehrkräften bis hin zu Interviews und persönlichen Erfahrungsberichten der Schülerinnen und Schüler. Für Regina Wiederer ist klar: Wer heute junge Leser erreichen will, muss sich verändern und mit der Zeit gehen.

Im zugehörigen Kurs lernen die Jugendlichen nicht nur das Schreiben, sondern auch journalistische und mediale Grundlagen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Kreativität innerhalb eines journalistischen Rahmens. Genau dieses Hineinschnuppern in die Welt des Journalismus soll künftig noch weiter ausgebaut werden.

Auch am **Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium in Bad Windsheim** gibt es mit der **„BESTStEller“** noch eine Schülerzeitung. Allerdings erscheinen die Ausgaben dort nach Angaben der betreuenden Lehrkraft **Julia Gold** inzwischen deutlich seltener und unregelmäßiger. Wenn eine neue Ausgabe kommt, dann nur noch online über die Schulhomepage.

Eine besondere Ausnahme im Landkreis ist die Schülerzeitung **„Die Sonnenseiten“** an der Schule in **Diespeck**. Sie erscheint einmal im Jahr – meist kurz vor den großen Ferien – sogar noch in gedruckter Form. Betreut wird sie aktuell von **Katrin Roth** und **Kerstin Bock**. Die Auflage liegt bei rund 400 Exemplaren, finanziert wird das Heft über Sponsoren und Anzeigen. Entsprechend ist auch Werbung enthalten, doch so soll der Preis für die Leser erschwinglich bleiben. Ein Exemplar kostet zwischen drei und vier Euro.

Die Texte stammen von den Schülerinnen und Schülern selbst. Eine klassische Redaktion gibt es in Diespeck zwar nicht, aber in den Klassen werden die Kinder von ihren Lehrkräften zum Schreiben motiviert. Inhaltlich geht es vor allem um das Schulleben: Konzerte, Ausflüge, Sportveranstaltungen, dazu Witze, Steckbriefe von Lehrkräften und Personal sowie ein Grußwort. Organisation, Layout, Druckerei und die Suche nach Anzeigenkunden übernehmen die betreuenden Lehrerinnen. Das sei viel Arbeit, lohne sich aber, weil vielen die Zeitung nach wie vor wichtig sei.

Gerade beim kreativen Schreiben sieht Katrin Roth einen großen Wert. Für viele Kinder sei es ein besonderer Anreiz, den eigenen Text später tatsächlich gedruckt in den Händen zu halten. Manchmal schließen sich auch mehrere Kinder zusammen und verfassen gemeinsam Beiträge. Vor dem Druck wird natürlich noch einmal Korrektur gelesen – blamieren soll sich schließlich niemand.

Am **Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt an der Aisch** ist die frühere Schülerzeitung dagegen mittlerweile Geschichte. Von 2016 bis 2023 lief sie noch als P-Seminar. Schulleiter **Norbert Zips** erklärt, dass das Interesse bei Schülern und Lehrkräften immer weiter zurückgegangen sei. Irgendwann seien Aufwand und Kosten schlicht zu hoch gewesen, um das Projekt fortzuführen. Dabei war das Themenspektrum dort durchaus vielfältig – von Politik über Schulgeschehen bis hin zu Umweltfragen und Anekdoten. Eine Rückkehr ist derzeit zwar nicht geplant, grundsätzlich ausgeschlossen ist eine spätere Wiederbelebung aber nicht.

In Scheinfeld setzt man unterdessen bewusst auf niedrigere Hürden, um möglichst viele Jugendliche mitzunehmen. Die Schülerzeitung wird dort als Wahlfach am Mittwochnachmittag angeboten. Weil zusätzlicher Nachmittagsunterricht nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöst, gibt es für ältere Schülerinnen und Schüler inzwischen auch eine Art **Homeoffice-Option**. Wer aus Interesse mitmacht und nicht für Abiturpunkte, bekommt zudem keine Note.

Regina Wiederer betont, dass man bewusst auf eine lockere Atmosphäre achte. Es gehe nicht darum, 90 Minuten Frontalunterricht abzuhalten, sondern darum, jungen Menschen Raum für kreatives Arbeiten zu geben – ohne den üblichen Notendruck. Gerade Schülerinnen und Schüler, die gerne schreiben, sollten auch außerhalb des klassischen Unterrichts Möglichkeiten bekommen, sich auszuprobieren.

Für den Fortbestand der modernen Schülerzeitung hält Wiederer den Schritt ins Digitale für entscheidend. In der Schule werden QR-Codes verteilt, über die die Ausgaben direkt per Smartphone abrufbar sind. Außerdem werden die Links im Schüler-Elternportal eingebunden. Seit rund einem Jahr wird zusätzlich über den Instagram-Kanal der SMV für die Schülerzeitung geworben. Nach Einschätzung der betreuenden Lehrkräfte war genau das ein wichtiger Schritt nach vorne. Hinzu kommt ein ganz praktischer Vorteil: Druckkosten fallen keine mehr an.

Um den Kurs noch attraktiver zu machen, denkt man in Scheinfeld auch über Kooperationen und Workshops nach – etwa mit Fotografen oder durch Angebote wie die Jugendzeitungs-Kampagne des Bayerischen Rundfunks. Solche Möglichkeiten, auch einmal außerhalb der Schule Erfahrungen zu sammeln, kommen bei den Jugendlichen gut an.

Inhaltlich soll die Schülerzeitung offen bleiben. Nach Aussage der beiden Lehrkräfte wird kein Themenvorschlag einfach abgelehnt. Jedes Schulhalbjahr steht zwar unter einem gemeinsam gewählten Grundthema, doch grundsätzlich soll Platz für viele unterschiedliche Ideen sein. Zwei größere Ausgaben pro Schuljahr sind derzeit vorgesehen.

Wichtig ist den Verantwortlichen dabei auch eines: **Noten sollen keine Eintrittskarte sein**. Wer anfangen würde, nur auf schulische Leistungen zu schauen, würde viele Interessierte eher abschrecken. Für Regina Wiederer wäre das der falsche Weg. Denn Schülerzeitungen leben nicht von Elite-Auswahl, sondern von Neugier, Kreativität und dem Mut, einfach mal loszuschreiben.

**Kommentar der Redaktion:**
Früher lag die Schülerzeitung oft irgendwo zwischen Pausenbrot, Matheheft und Tintenkiller – heute muss sie gegen Smartphone, Streaming und Social Media bestehen. Kein leichtes Spiel. Umso schöner ist es, dass es im Landkreis noch Schulen gibt, die das Schreiben nicht einfach sang- und klanglos beerdigen. Gerade in Zeiten von schnellen Meinungen und kurzen Videos ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn junge Menschen lernen, sauber zu formulieren, zu recherchieren und Gedanken in Sätze zu packen, die länger halten als ein Story-Post für 24 Stunden. Und ganz ehrlich: Eine gute Schülerzeitung war schon immer irgendwo zwischen Insiderwissen, Charme, Chaos und Wahrheitsfindung unterwegs – also fast wie der echte Journalismus.

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**Warum in die Ferne schweifen? Kreisbücherei Neustadt lädt zu Ausflugsideen aus Franken ein**

Manchmal liegen die schönsten Ziele direkt vor der Haustür: Wer noch nach Inspiration für den nächsten Familienausflug, eine gemütliche Radtour oder eine schöne Wanderung sucht, sollte einen Blick in die Kreisbücherei Neustadt werfen. Dort gibt es aktuell eine besondere Auswahl an Reiseführern für Franken und die angrenzenden Regionen.

Die Kreisbücherei Neustadt an der Aisch im Schulzentrum (Erweiterungsbau) präsentiert noch bis Mitte Mai zahlreiche Reiseführer zu spannenden Ausflugszielen in der Heimat und darüber hinaus. Ob Familien mit Kindern, Senioren, Wanderfreunde oder Radfahrer – die Auswahl bietet für viele Interessen passende Anregungen.

Geöffnet ist die Kreisbücherei zu folgenden Zeiten:

**Montag und Mittwoch**
11:00 bis 13:30 Uhr und 14:30 bis 17:00 Uhr

**Dienstag und Donnerstag**
11:00 bis 13:30 Uhr und 14:30 bis 19:00 Uhr

**Kommentar der Redaktion:**
Man muss nicht immer gleich an die Adria, an den Gardasee oder nach Mallorca denken – manchmal reicht schon ein guter Reiseführer und ein freier Nachmittag, um echte Perlen in Franken zu entdecken. Und ganz ehrlich: Parkplatzsuche und Flughafenkontrolle fallen dabei auch deutlich entspannter aus.

Quelle: Landratsamt Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim

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Emskirchen

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**TSV Emskirchen: Langjährige Treue gewürdigt – Hauptversammlung mit Ehrungen, Sportberichten und Ausblick**

Beim TSV Emskirchen standen bei der Hauptversammlung vor allem zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt. Daneben wurde aber auch deutlich, wie vielfältig und lebendig das Vereinsleben ist: Von Fußball über Leichtathletik bis hin zu Turnen und Bogensport gab es zahlreiche positive Entwicklungen zu berichten. Für einen gelungenen Auftakt sorgten zudem die EmsiDancers mit einer eindrucksvollen Tanzdarbietung.

Großen Applaus erhielten Herta Eckardt und Uwe Scheller. Herta Eckardt gehört dem TSV seit 55 Jahren an, Uwe Scheller sogar seit 62 Jahren. Beide wurden im Rahmen der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorsitzender Werner Schmitt würdigte dabei ihr jahrzehntelanges, besonderes Engagement für den Verein.

Auch die Berichte aus den einzelnen Abteilungen nahmen bei der Versammlung breiten Raum ein. Wie der TSV Emskirchen mitteilte, überwinterte die erste Fußball-Mannschaft auf Tabellenplatz 1 der B-Klasse. Das klare Ziel für das laufende Jahr ist der Aufstieg in die A-Klasse. Besonders hervorgehoben wurden außerdem die engagierte Nachwuchsarbeit und die erfolgreiche Teilnahme mehrerer Mannschaften an regionalen Wettbewerben.

Sehr erfreulich fiel auch die Bilanz der Leichtathletikabteilung aus. Zahlreiche Athletinnen und Athleten konnten persönliche Bestleistungen erzielen. Mehrere Podestplätze bei regionalen Meisterschaften unterstrichen die starke sportliche Entwicklung.

Im Bereich Turnen stand erneut das breite Angebot für Kinder und Erwachsene im Mittelpunkt. Positiv wurde vor allem bewertet, dass die Kindersportschule, kurz KiSS, nach einer kurzen Pause im Herbst 2025 wieder aufgenommen werden konnte. Die Bogenschützen berichteten ihrerseits von einer stabilen Mitgliederzahl sowie von einer ersten erfolgreichen Teilnahme an der Gaumeisterschaft WA (World Archery).

Bei den Mitgliederzahlen musste der Verein im vergangenen Jahr zwar einen leichten Rückgang verzeichnen. Aus Sicht des Vorstands gibt es aber bereits wieder positive Signale. So zeigte sich schon im ersten Quartal 2026 eine Aufwärtstendenz – unter anderem durch die Wiederaufnahme der KiSS.

Auch die Finanzen des Vereins waren Thema der Hauptversammlung. Schatzmeister Thomas Schneider bezeichnete die finanzielle Lage des TSV als solide. Einnahmen und Ausgaben hätten sich planmäßig entwickelt. Größere Investitionen seien sorgfältig vorbereitet und transparent dargestellt worden. Der vom Vorstand vorgestellte Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde von den Mitgliedern einstimmig verabschiedet.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Werner Schmitt allen Ehrenamtlichen, Trainerinnen und Trainern, Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Unterstützern für ihren Einsatz. Gleichzeitig wurde auf zwei wichtige Termine im Vereinsjahr hingewiesen: den Rats-Run-Hindernislauf am 17. Mai sowie den Ochsenweiherlauf am 3. Oktober.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Verein lebt nicht nur von Tabellenplätzen, Pokalen und gut gefüllten Kassen – sondern vor allem von Menschen, die über Jahrzehnte dabeibleiben und mit anpacken. Wenn jemand 55 oder sogar 62 Jahre Vereinstreue mitbringt, dann ist das mehr als nur Mitgliedschaft – das ist gelebte Vereinsgeschichte. Und dass der TSV Emskirchen gleichzeitig sportlich, organisatorisch und beim Nachwuchs so breit aufgestellt ist, zeigt: Hier wird nicht nur verwaltet, sondern wirklich gestaltet. Oder anders gesagt: Beim TSV scheint man zu wissen, dass ein Verein mehr braucht als nur einen Ball und einen Beitragsschein.

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Emskirchen

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**Emskirchener Unterstützung für fahrerlose Rennwagen: Studenten-Team schreibt Motorsport-Geschichte**

Was in der Region entwickelt und gefertigt wird, schafft es manchmal bis auf die ganz große Bühne des Motorsports: Die enge Zusammenarbeit zwischen der Firma Weiler Werkzeugmaschinen aus Emskirchen und dem studentischen Rennteam High-Voltage Motorsports der FAU Erlangen-Nürnberg hat nun einen besonderen Erfolg möglich gemacht. Bei der Formula Student Germany gelang dem Team erstmals eine erfolgreiche autonome Fahrt bei einem offiziellen Wettbewerb.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet, waren Krista Dewes, Leiterin des Mechanik-Teams von High-Voltage Motorsports, und ihr Kommilitone Stefan Kraus jetzt zu Besuch bei Weiler in Emskirchen. Dort wurden sie von Geschäftsführer Michael Eisler sowie Stefan Sommerfeld, Leiter Technologie, empfangen. Neben dem Austausch über die gemeinsame Zusammenarbeit erhielten die Studierenden auch eine Führung durch die Produktionshallen.

In der vergangenen Saison hatte das 101 Mitglieder starke Team bereits sein fünftes Elektrofahrzeug gebaut: den **FAUmax Sigma**. Der Rennwagen war beim Wettbewerb am Hockenheimring das drittleichteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld. Besonders bemerkenswert: Mit diesem Boliden gelang dem Team die erste erfolgreiche Fahrt ohne Fahrer bei einem offiziellen Event der Formula Student Germany.

Weiler hatte für das Projekt Präzisionskomponenten auf seinen Drehmaschinen gefertigt, die im Fahrwerk des Fahrzeugs verbaut wurden. Laut Krista Dewes war der Wagen „der zuverlässigste in unserer Vereinsgeschichte“. Ohne die Unterstützung aus Emskirchen wäre ein solches Projekt laut ihrer Aussage nicht möglich gewesen.

Auch für die aktuelle Saison hat sich das Team viel vorgenommen. Das inzwischen sechste Elektrofahrzeug soll mit einigen grundlegenden Neuerungen an den Start gehen: Statt Heckantrieb setzt High-Voltage Motorsports künftig auf Allradantrieb mit Radnabenmotoren. Hinzu kommen ein neues Monocoque, also eine selbsttragende Karosserie, eine verbesserte Aerodynamik sowie ein neuer Akku.

Mit diesem technischen Paket will das Team bei mehreren Wettbewerben antreten: bei der **Formula Student Czech** in Tschechien, der **Formula Student Germany** sowie der **Formula Student East** in Ungarn.

Michael Eisler lobte das Engagement der Studierenden und betonte, dass Weiler das Projekt seit mehr als zehn Jahren gerne unterstütze. Die regelmäßigen Erfolge des Teams seien ein schönes Beispiel dafür, wie technische Exzellenz und echter Teamgeist zusammenwirken können.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn aus Emskirchen Teile für einen Rennwagen kommen, der sogar ohne Fahrer sauber über die Strecke fährt, dann zeigt das einmal mehr: Innovation passiert nicht nur in großen Konzernzentralen, sondern oft direkt vor unserer Haustür. Und ganz ehrlich: Früher war man schon stolz, wenn das Mofa angesprungen ist – heute bauen Studenten autonome Elektro-Rennwagen. Die Zeiten ändern sich.

*Foto: WEILER*

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