Neues aus Schauerheim:

Biogasanlage wächst – Stadtrat gibt grünes Licht

+ Biogasanlage wächst: Stadtrat genehmigt Ausbau einstimmig

* Gefahr an Bushaltestelle: Stadt sucht schnelle Lösung
* Heimatfest 2030 oder 2035? Entscheidung steht bevor

## Biogasanlage bei Schauerheim soll größer werden – Stadtrat gibt grünes Licht

Die Biogasanlage auf dem Gelände des Besamungsvereins zwischen Schauerheim und Unternesselbach soll erweitert werden. Der Neustädter Stadtrat hat einem entsprechenden Bauantrag einstimmig zugestimmt. Geplant ist unter anderem, die rund zehn Jahre alten Tragluftdächer auf den Fermentern und dem Gärrestelager zu erneuern und dabei auch die bisherigen kegelförmigen Foliendächer durch kuppelförmige Überdachungen zu ersetzen. Das hat Folgen für die Optik – und für die Technik: Die Anlagen würden dadurch rund fünf Meter höher, zugleich vergrößert sich das Gasvolumen.

Auch personell gab es in der Stadtratssitzung einige formale Punkte zu erledigen. Vereidigt wurden die neu gewählten Ortssprecher und Ortssprecherinnen Michael Schütz für Ober- und Unterschweinach sowie Stöckach, Simon Lettenmeier für Eggensee und das Chauseehaus und Melanie Röder für Schellert. Bei den weiteren Ortssprechern war das nicht mehr nötig: Wilfried Westhauser für Herrnneuses hatte in der vergangenen Wahlperiode bereits dem Gremium angehört, Achim Pfund (Schauerheim) und Bastian Krämer (Birkenfeld und Weiherhof) waren erneut gewählt worden.

Ein Thema, das offenbar noch für Gesprächsstoff sorgen wird, ist das Neustädter Heimatfest. Thorsten Lehrer (SPD) wollte wissen, ob das Fest nach der durch Corona verschobenen Taktung nun 2030 oder erst wieder 2035 stattfinden soll. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) machte deutlich: Darüber muss der Stadtrat entscheiden, entsprechende Vorbesprechungen sollen in Kürze folgen.

Für deutliche Worte sorgte außerdem die Situation an der Bushaltestelle in Schellert. Gerd Scheuenstuhl (FDP) bezeichnete sie als „sehr kritisch“. Er habe dort mehrfach beobachtet, wie Autofahrer einen haltenden Bus auf der Gegenfahrbahn überholten. „Da bleibt einem fast das Herz stehen“, sagte Scheuenstuhl. Das sei eine Situation, die schnell tragisch enden könne. Bürgermeister Müller kündigte an, gemeinsam mit der Polizei und dem zuständigen Staatlichen Bauamt Ansbach zeitnah nach einer Lösung zu suchen.

Neu geregelt wurde außerdem die Vertretung im Zweckverband der Sparkassen im Landkreis: Lisa Kastelan (Grüne) wird dort künftig die neue dritte Bürgermeisterin Kerstin Rauner (FWG) vertreten. Der Stadtrat folgte dem Vorschlag von David Muck (Grüne) einstimmig. Muck hatte die Position bislang selbst inne, war aber bereits vom Kreistag als Verbandsrat nominiert worden. Eine Doppelbesetzung ist nicht zulässig – die Sparkasse hatte deshalb um eine neue Wahl gebeten. Im Rathaus geht es eben manchmal fast so exakt zu wie im Bauplan einer Biogasanlage.

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