# Facelifting fürs Freibad in Neuhof
## 55 Jahre nach dem Bau bemüht sich die Gemeinde um Fördermittel für die Sanierung
**Neuhof.** Das Freibad in Neuhof ist seit Jahrzehnten ein echter Sommer-Treffpunkt für Einheimische und Gäste aus der Umgebung. Doch nach 55 Jahren ist die Technik inzwischen deutlich in die Jahre gekommen – und genau hier drückt der Schuh. Vor allem die Chlorgasanlage bereitet der Gemeinde Sorgen. Eine Ersatzanlage gebe es nicht mehr, machte Bürgermeisterin Claudia Wust in der Gemeinderatssitzung deutlich. Sollte die Anlage ausfallen, müsste das Bad im schlimmsten Fall geschlossen bleiben. Das will man in Neuhof natürlich unbedingt verhindern.
Damit es nicht so weit kommt, arbeitet die Gemeinde an einer Sanierung und hofft dabei auf Fördermittel des Bundes. Schon 2025 hatte Neuhof versucht, über das Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ an Unterstützung zu kommen – damals allerdings ohne Erfolg. Nun gibt es einen neuen Förderaufruf, an dem sich die Gemeinde erneut beteiligt hat. Die Unterlagen sind bereits eingereicht. Insgesamt stellt der Bund 250 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder bereit.
Auch über andere Lösungen wurde nachgedacht. So stand zwischenzeitlich sogar ein Naturbad zur Diskussion. Mehrere Anlagen habe man sich bereits angeschaut, resümierte Wust – für Neuhof komme diese Variante aber letztlich nicht in Frage. Umso mehr freut man sich nun auf ein ganz anderes Jubiläum: Am 5. Juli soll der 55. Geburtstag des Freibades gefeiert werden.
Auch der Blick nach Adelsdorf war Thema im Gemeinderat. Dort geht es um den Planungsstand für die Nahwärme. Nach einer ersten Leitungsbesprechung steht fest: Ein Teil der Kabel soll im Straßenbereich, ein anderer im Grünweg verlegt werden. Platz ist dort allerdings Mangelware, denn neben der Nahwärme müssen auch Glasfaserleitungen untergebracht werden. Da Adelsdorf zudem kaum Gehwege hat, strebt die Gemeinde eine nachhaltige Dorferneuerung an.
Ein weiterer Punkt war die Initiative „boden:ständig“. Hier sollen zunächst zwei bis drei Projekte angestoßen werden. Die Gemeinde will dabei auf die Eigentümer zugehen und um freiwillige Beteiligung werben. Rund 40 kleine und größere Maßnahmen sind insgesamt angedacht. Besonders sinnvoll wäre aus Sicht des Rates, zunächst auf kommunalen Flächen zu beginnen.



