Neues aus Markt Erlbach:

Kleiderstübchen spendet drei Bänke für den Friedhof

+ Kleiderstübchen spendet Friedhofsbänke für mehr Aufenthaltsqualität

* Platznot bremst Kleiderstübchen trotz wachsender Nachfrage
* Ehrenamt hilft Umwelt, Ukrainehilfe und Menschen mit kleinem Budget

**Markt Erlbach: Kleiderstübchen spendet drei neue Bänke für den Friedhof**

Still, engagiert und ohne viel Aufhebens: Das Kleiderstübchen in Markt Erlbach zeigt seit Jahren, wie man mit ehrenamtlichem Einsatz ganz konkret etwas für die Gemeinschaft bewirken kann. Nun hat das Team drei Bänke für den Friedhof gespendet – ein kleines, aber sichtbares Zeichen für mehr Aufenthaltsqualität an einem besonderen Ort.

Der Friedhof in Markt Erlbach ist zum Jahreswechsel in das Eigentum der politischen Gemeinde übergegangen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß begrüßte die Spende sehr, gerade weil dort in den kommenden Jahren noch größere Aufgaben und Investitionen anstehen. Mit den neuen Sitzgelegenheiten sei nun zumindest schon eine erste Verbesserung umgesetzt worden.

Kreß betonte, dass der Friedhof nicht nur Gedenk- und Ruhestätte sei, sondern auch ein Ort der Ruhe und des Innehaltens. In gewisser Weise erfülle er sogar eine Parkfunktion. Vor allem in den Sommermonaten sei er für viele Menschen auch ein Treffpunkt – etwa beim Gießen der Gräber. Mit einem Augenzwinkern stellte die Bürgermeisterin fest: „Da sieht man mehr Leute als beim Einkaufen.“

Auch das Kleiderstübchen selbst war Thema des Austauschs. Die Bürgermeisterin erklärte, sie habe weiterhin im Blick, dass sich das Team mehr Raum für die Präsentation der gut erhaltenen, gespendeten Kleidung wünschen würde. Doch passende Räume zu finden, sei schwierig. Die Ehrenamtlichen machten deutlich: „Wenn wir es bezahlen müssen, können wir es uns nicht leisten.“

Außerdem regten die Vertreterinnen des Teams an, bei den Führungen für Neubürgerinnen und Neubürger künftig auch auf das Rangau-Kleiderstübchen hinzuweisen. Dieses befindet sich hinter einem Nebeneingang der Rangauhalle und liegt ohnehin auf dem Weg der Ortsführungen am Hallenbad vorbei.

Das Kleiderstübchen gibt es inzwischen seit elf Jahren. Ursprünglich war es gegründet worden, um Geflüchtete mit günstiger Kleidung zu versorgen. Inzwischen richtet sich das Angebot an alle Interessierten. Wegen der beengten Platzverhältnisse freut sich das Team inzwischen sogar oft noch mehr über Menschen, die Kleidung oder Accessoires mitnehmen, als über neue Spenden.

Neben der Geldspende für die drei Friedhofsbänke gab es zuletzt auch eine größere Kleiderspende für die Ukrainehilfe in Neustadt. So konnte zugleich wieder Platz für neue Ware geschaffen werden. Obwohl Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien im Kleiderstübchen günstig angeboten werden, kommt durch die ehrenamtliche Arbeit immer wieder ein ansehnlicher Betrag zusammen. Dieses Geld fließt in der Regel an Initiativen in der Region.

Diesmal entschied sich das Team dafür, die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof zu verbessern. Zugleich steht das Kleiderstübchen auch für nachhaltiges Handeln: Gut erhaltene Kleidung wird weiterverwendet, die Umwelt geschont – und Menschen mit kleinerem Budget bekommen die Möglichkeit, dennoch schöne und praktische Dinge zu erwerben.

**Kommentar der Redaktion:**
Das ist genau die Art von Engagement, die oft leise daherkommt, aber im Alltag viel bewirkt. Drei Bänke sind auf den ersten Blick keine Riesenschlagzeile – für einen Friedhof als Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Durchatmens aber eine sehr sinnvolle Verbesserung. Und das Kleiderstübchen zeigt einmal mehr: Wer Secondhand unterstützt, tut nicht nur dem Geldbeutel etwas Gutes, sondern oft auch gleich noch der Region, der Umwelt und dem sozialen Miteinander. Manchmal steckt eben in einer gespendeten Jacke mehr Gemeinsinn als in mancher großen Ankündigung.

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