1. Mai 2026

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**Marktplatzfest in Neuhof an der Zenn: Ein Sonntag voller Musik, Genuss und Begegnung**

Neuhof an der Zenn lädt am Sonntag, 10. Mai 2026, wieder zum beliebten Marktplatzfest ein. Von 10:30 bis 18:00 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Tag mit Vereinsleben, Musik, Kinderprogramm, Kunst, Handwerk und vielen kulinarischen Angeboten. Wer Lust auf fränkisches Flair, buntes Markttreiben und ein gemütliches Miteinander hat, sollte sich diesen Termin vormerken.

Los geht es um 10:30 Uhr mit dem Festgottesdienst. Anschließend verwandeln sich Marktplatz und Schlosshof in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Auf die Gäste warten zahlreiche Stände mit Handgemachtem, kreativen Ideen, Vorführungen und fränkischen Spezialitäten. Auch im Schlossgarten gibt es mit Kunst und Handwerk viel zu entdecken – ganz nach dem Motto: „Ein Markt, den man sich merkt!“

Für beste Unterhaltung sorgt ein musikalisches Bühnenprogramm. Dazu kommen Führungen durch die historische Synagoge und die Zehntscheune, die Ausstellung des Kunstvereins sowie ein großes Kinderprogramm mit Wettbewerben und Aktionen zum Mitmachen. Kulinarisch ist ebenfalls einiges geboten – von herzhaft bis süß.

Der Eintritt ist frei.

Wichtig für die Anreise: Parkplätze stehen am Ortsrand zur Verfügung, von dort ist es nur ein kurzer Fußweg zum Festgelände. Die Veranstalter bitten darum, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen, denn der Marktplatz bleibt autofrei.

**Kommentar der Redaktion:**
Das Marktplatzfest in Neuhof an der Zenn ist jedes Jahr eine schöne Gelegenheit, die Vielfalt vor Ort zu erleben. Vereine, Kultur, Kinderprogramm, gutes Essen und ein historisches Umfeld – mehr fränkischer Sonntag geht fast nicht. Und ganz ehrlich: Wenn es Kunst, Bratwurst und Musik an einem Ort gibt, ist das für viele schon fast ein Feiertag.

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt an der Aisch schließt Wärmeplanung ab – über 400 Bürger haben mitgewirkt**

Wie soll in Neustadt an der Aisch künftig geheizt werden – klimafreundlich, bezahlbar und zugleich verlässlich? Mit genau dieser Frage hat sich die Stadt in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Nun ist die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen – und die Bürgerinnen und Bürger hatten dabei ein deutliches Wort mitzureden.

Nach Angaben aus dem Rathaus haben sich im Laufe des Verfahrens mehr als 400 Menschen mit Anregungen, Ideen und Rückmeldungen eingebracht. Die Stadtverwaltung bedankt sich ausdrücklich für diese Beteiligung. Die Hinweise aus der Bevölkerung seien eine wertvolle Unterstützung für die Ausarbeitung der Planung gewesen.

Für viele Haushalte ist das Thema von großer Bedeutung. Steigende Energiekosten, Fragen zur künftigen Heiztechnik und der Wunsch nach mehr Klimaschutz beschäftigen Mieter ebenso wie Eigentümer. Die nun abgeschlossene Wärmeplanung soll aufzeigen, wie Neustadt an der Aisch in den kommenden Jahren die Wärmeversorgung strategisch weiterentwickeln will.

Ganz abgeschlossen ist das Thema damit allerdings nicht. Die Stadt weist darauf hin, dass die Kommunale Wärmeplanung regelmäßig überprüft und alle fünf Jahre fortgeschrieben werden soll. So kann kontrolliert werden, ob die gesetzten Ziele erreicht werden und wo möglicherweise nachgebessert werden muss.

Auch künftig sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Denn Wärmeplanung, Energieversorgung und Klimaschutz bleiben zentrale Themen für die Stadtentwicklung in Neustadt an der Aisch.

**Kommentar der Redaktion:**
Wärmeplanung klingt erst einmal trocken – fast so spannend wie der Blick in den Heizungskeller. Tatsächlich steckt dahinter aber eine der wichtigsten Zukunftsfragen für Städte und Gemeinden. Denn am Ende geht es nicht nur um Rohre, Netze und Technik, sondern ganz konkret um die Frage: Was kommt die Menschen das Heizen morgen noch? Dass sich in Neustadt über 400 Bürger beteiligt haben, zeigt: Das Interesse ist da. Und das ist auch gut so – denn wenn es um Wärme geht, sollte am Ende nicht nur die Politik ins Schwitzen kommen.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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Neustadt an der Aisch

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**FG Geißbock Neustadt startet mit Rückenwind ins 73. Vereinsjahr**

Mit einem Augenzwinkern, klaren Zahlen und viel Stolz auf das Geleistete hat die Neustädter Fastnachtsgesellschaft Geißbock bei ihrer Hauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Der Verein steht wirtschaftlich solide da, wächst weiter durch starke Nachwuchsarbeit und kann auf eine Session mit großem Zuspruch und viel Engagement bauen.

„Unser Verein geht ins 73. Jahr, das heißt, wir sind offiziell kein junger Hüpfer mehr, aber auch noch lange kein Pflegefall“, brachte Vorsitzende Sylvia Seeberger die Lage der FG Geißbock treffend auf den Punkt.

Für das Geschäftsjahr 2025 konnte die Gesellschaft nach ihren Worten ein positives Ergebnis verbuchen. Die FG Geißbock stehe „auf festen Beinen und auf sicherem Boden“. Einen wichtigen Anteil daran habe auch die kontinuierliche Nachwuchsarbeit.

In ihrem Rückblick erinnerte Seeberger an insgesamt 20 Veranstaltungen und Aktivitäten. Dazu zählten unter anderem das Weinfest, der Geißbocktanz, der Heimatfestumzug, das Zeltlager des Fastnachtsverbands Franken sowie das Trainingslager für Jugendgarde und Tanzmariechen. Einen besonderen Erfolg konnte Lina Kiehl verbuchen: Sie erreichte in ihrer Altersklasse in der Einzelbütt den 1. Platz.

Auch Präsident Holger Wesp zog eine sehr positive Bilanz. Die Session 2025/2026 sei „ein voller Erfolg in allen Bereichen“ gewesen, rund 2500 Gäste hätten die Veranstaltungen der Neustädter Fastnachtsgesellschaft besucht.

Der Verein zählt derzeit 350 Mitglieder, davon sind 150 aktiv im Einsatz. Zum umfangreichen Programm tragen unter anderem das Prinzenpaar mit Hofstaat, die Wieberle, Kinder- und Jugendgarde, das Tanzmariechen-Paar, die Geißleingarde, die Showtanzgarde, „The Wums 2.0“, die Hupfer, Büttenredner, Gesangsgruppen, Elferräte, Ersatzelferräte und der Jungelferrat bei.

Nach mehr als 70 Jahren Vereinsgeschichte kann die FG Geißbock auf beeindruckende Zahlen zurückblicken: Insgesamt 133 Elferräte, 50 Kinderprinzenpaare seit 1975, 50 Jahre Kindergarde, 45 Jahre Jugendgarde und 30 Jahre Weiberfasching, ein Jubiläum, das im Jahr 2027 gefeiert werden soll.

Wie Wesp weiter ausführte, sei die Session von Beginn an hervorragend gelaufen – vom Einmeckern über die Narrendämmerung bis hin zu den verschiedenen Sitzungen für Jung und Alt. Besonders hob er hervor, dass das Programm mit den eigenen Aktiven von den Jüngsten bis zum Männerballett und zur Bütt breit und stark aufgestellt sei.

Bei den Neuwahlen wurden mehrere Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Vorsitzende bleibt Sylvia Seeberger, ihr Stellvertreter ist weiterhin Michael Eckendörfer. Schatzmeisterin ist Annika Frühwald, zweite Schatzmeisterin Ute Frühwald. Das Amt der Schriftführerin übernimmt weiterhin Tanja Mühlberger. Als Beisitzer wurden Claudia Kiehl und Niklas Steziwka bestätigt. Neu in der Vorstandschaft sind die Beisitzer Janina Fösel und Peter Eichner.

Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem langjährige Mitglieder geehrt. Ihr Schnapszahljubiläum feierten Karl-Heinz Maier für 33 Jahre sowie Erika Bartl, Ute Frühwald, Gunter Fröbel, Sylvia Seeberger und Holger Wesp für 44 Jahre Vereinszugehörigkeit. Die Ehrung der FG in Gold für mindestens 15 Jahre aktive Zeit erhielten Tanja Mühlberger und Anika Münch. Silber für zehn Jahre aktives Engagement ging an Nadine Machetanz, Merle-Mie Mahr und Katrin Popp.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer bei 350 Mitgliedern und 150 Aktiven noch behauptet, Fastnacht sei nur ein bisschen Glitzer, Bütt und Helau, hat noch nie gesehen, wie viel Organisation, Herzblut und ehrenamtliche Arbeit hinter so einem Verein steckt. Die FG Geißbock zeigt einmal mehr: Tradition lebt nicht von allein – sie braucht Menschen, die anpacken. Und wenn ein Verein nach 73 Jahren wirtschaftlich stabil, personell breit aufgestellt und beim Nachwuchs so aktiv ist, dann darf man ruhig sagen: Der Geißbock meckert nicht nur – er liefert auch.

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Markt Erlbach

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**Markt Erlbach: Kleiderstübchen spendet drei neue Bänke für den Friedhof**

Still, engagiert und ohne viel Aufhebens: Das Kleiderstübchen in Markt Erlbach zeigt seit Jahren, wie man mit ehrenamtlichem Einsatz ganz konkret etwas für die Gemeinschaft bewirken kann. Nun hat das Team drei Bänke für den Friedhof gespendet – ein kleines, aber sichtbares Zeichen für mehr Aufenthaltsqualität an einem besonderen Ort.

Der Friedhof in Markt Erlbach ist zum Jahreswechsel in das Eigentum der politischen Gemeinde übergegangen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß begrüßte die Spende sehr, gerade weil dort in den kommenden Jahren noch größere Aufgaben und Investitionen anstehen. Mit den neuen Sitzgelegenheiten sei nun zumindest schon eine erste Verbesserung umgesetzt worden.

Kreß betonte, dass der Friedhof nicht nur Gedenk- und Ruhestätte sei, sondern auch ein Ort der Ruhe und des Innehaltens. In gewisser Weise erfülle er sogar eine Parkfunktion. Vor allem in den Sommermonaten sei er für viele Menschen auch ein Treffpunkt – etwa beim Gießen der Gräber. Mit einem Augenzwinkern stellte die Bürgermeisterin fest: „Da sieht man mehr Leute als beim Einkaufen.“

Auch das Kleiderstübchen selbst war Thema des Austauschs. Die Bürgermeisterin erklärte, sie habe weiterhin im Blick, dass sich das Team mehr Raum für die Präsentation der gut erhaltenen, gespendeten Kleidung wünschen würde. Doch passende Räume zu finden, sei schwierig. Die Ehrenamtlichen machten deutlich: „Wenn wir es bezahlen müssen, können wir es uns nicht leisten.“

Außerdem regten die Vertreterinnen des Teams an, bei den Führungen für Neubürgerinnen und Neubürger künftig auch auf das Rangau-Kleiderstübchen hinzuweisen. Dieses befindet sich hinter einem Nebeneingang der Rangauhalle und liegt ohnehin auf dem Weg der Ortsführungen am Hallenbad vorbei.

Das Kleiderstübchen gibt es inzwischen seit elf Jahren. Ursprünglich war es gegründet worden, um Geflüchtete mit günstiger Kleidung zu versorgen. Inzwischen richtet sich das Angebot an alle Interessierten. Wegen der beengten Platzverhältnisse freut sich das Team inzwischen sogar oft noch mehr über Menschen, die Kleidung oder Accessoires mitnehmen, als über neue Spenden.

Neben der Geldspende für die drei Friedhofsbänke gab es zuletzt auch eine größere Kleiderspende für die Ukrainehilfe in Neustadt. So konnte zugleich wieder Platz für neue Ware geschaffen werden. Obwohl Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien im Kleiderstübchen günstig angeboten werden, kommt durch die ehrenamtliche Arbeit immer wieder ein ansehnlicher Betrag zusammen. Dieses Geld fließt in der Regel an Initiativen in der Region.

Diesmal entschied sich das Team dafür, die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof zu verbessern. Zugleich steht das Kleiderstübchen auch für nachhaltiges Handeln: Gut erhaltene Kleidung wird weiterverwendet, die Umwelt geschont – und Menschen mit kleinerem Budget bekommen die Möglichkeit, dennoch schöne und praktische Dinge zu erwerben.

**Kommentar der Redaktion:**
Das ist genau die Art von Engagement, die oft leise daherkommt, aber im Alltag viel bewirkt. Drei Bänke sind auf den ersten Blick keine Riesenschlagzeile – für einen Friedhof als Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Durchatmens aber eine sehr sinnvolle Verbesserung. Und das Kleiderstübchen zeigt einmal mehr: Wer Secondhand unterstützt, tut nicht nur dem Geldbeutel etwas Gutes, sondern oft auch gleich noch der Region, der Umwelt und dem sozialen Miteinander. Manchmal steckt eben in einer gespendeten Jacke mehr Gemeinsinn als in mancher großen Ankündigung.

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Wilhelmsdorf

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**ASV Wilhelmsdorf: Sport, Gemeinschaft und eine neue Darts-Abteilung mit besonderem Namen**

Der ASV 1861 Wilhelmsdorf zeigt eindrucksvoll, wie Vereinsleben Generationen verbinden kann. Bei der aktuellen Versammlung wurde deutlich: Der Verein ist weit mehr als nur ein Anbieter sportlicher Aktivitäten. Mit 417 Mitgliedern leistet der ASV einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wilhelmsdorf – auf und neben dem Sportplatz.

„Hier wird Partnerschaft der Generationen gelebt“, fasste Wienand Schneider die sportlichen und kulturellen Aktivitäten des Vereins zusammen. Zustimmung bekam er dabei auch von Bürgermeister Rüdiger Probst, der die Bedeutung des ASV für das Gemeindeleben unterstrich. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wäre die große Vielfalt an Angeboten ohne die Unterstützung der Gemeinde und zahlreicher Firmen nicht möglich. Dafür sprach Schneider ausdrücklich seinen Dank aus.

Der Verein bringt sich nicht nur im sportlichen Bereich ein, sondern ist auch bei örtlichen Veranstaltungen fest eingebunden – vom Weihnachtsmarkt bis zum Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Seit 25 Jahren gehören Stephanie Ziegler, Helmut Förster und Tanja Matusiak dem ASV an. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft kann Evi Meyer zurückblicken, die dafür ebenfalls eine Urkunde erhielt.

Positiv fiel auch der Blick auf die Finanzen aus. Kassier Egon Schlemmer wurde eine „sehr ordentliche Kassenführung“ bescheinigt. Bei der Gegenrechnung von Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Bereich konnte für das vergangene Jahr sogar ein kleines Plus vermeldet werden. Insgesamt verfügt der ASV nach eigenen Angaben über ein solides Finanzpolster, mit dem anstehende Reparaturen an Gebäude und Anlagen gut gestemmt werden können.

Auch sportlich ist beim ASV einiges geboten. Im Bereich Breitensport reicht das Angebot von Badminton über Kinderturnen bis hin zu Rückenfitness – und alle Angebote werden laut Schneider gut angenommen. Die Radsportabteilung mit ihren 59 Mitgliedern konnte ebenfalls von zahlreichen Aktivitäten berichten.

Die Tennisabteilung hat trotz nachlassenden Interesses auch in diesem Jahr wieder eine Herrenmannschaft für die Medenspiele gemeldet, wie Jürgen Bassalig mitteilte. Besonders erfolgreich präsentiert sich weiterhin die Tischtennisabteilung: Mehr als 100 Mitglieder sind hier im Spielbetrieb aktiv. Ingrid Kleber berichtete von guten bis sehr guten Ergebnissen bei Verbandsspielen bis hin zur Bezirks- und Landesliga.

Ganz neu im Angebot ist die Abteilung Darts. Bei der Gründungsversammlung im Februar waren zunächst 14 Mitglieder dabei, inzwischen ist die Gruppe bereits weiter gewachsen. Sportbereichsleiter wurde Uwe Blaufelder. Ein erstes Turnier mit 19 Teilnehmenden hat bereits stattgefunden. Ab September ist die Abteilung offiziell mit vier Dartscheiben in der entsprechenden Liga gemeldet – und zwar unter dem ebenso ungewöhnlichen wie einprägsamen Namen: **„Darts- und Peperoni-spießfreunde Wilhelmsdorf“**. Der Name sei laut den Initiatoren Uwe Blaufelder, Oliver Segel und Stefan Färber spontan bei einer „ideengebenden Tagung in geselliger Runde“ in einem Wilhelmsdorfer Partykeller entstanden.

**Kommentar der Redaktion:**
So sieht lebendiges Dorfleben aus: Sport, Ehrenamt, Zusammenhalt – und offenbar auch genügend Kreativität für einen Darts-Namen, den man so schnell nicht vergisst. Der ASV Wilhelmsdorf zeigt, dass ein Verein viel mehr sein kann als Training und Wettkampf. Er ist Treffpunkt, Heimat und manchmal eben auch die Bühne für die besten Ideen, die nicht im Sitzungssaal, sondern im Partykeller entstehen.

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Emskirchen

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**Emskirchen: Sonderausstellung im Heimatmuseum dreht sich um Bier, Braukunst und regionale Geschichte**

Was macht Bier eigentlich so besonders – und welche spannende Geschichte steckt hinter dem jahrtausendealten Getränk? Antworten darauf gibt es zum Saisonauftakt im Emskirchener Heimatmuseum. Dort nimmt die Sonderausstellung **„Bier und Brauwesen“** die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch Geschichte, Herstellung, Wirkung und regionale Besonderheiten rund um den Gerstensaft.

Am **Sonntag, 3. Mai**, ist die Ausstellung von **13 bis voraussichtlich 18 Uhr** im **Sitzungszimmer im ersten Obergeschoss** des Heimatmuseums in der **Hindenburgstraße 32** zu sehen. Laut zweitem Schriftführer **Wolfgang Bärnreuther** hat Bier in der modernen Welt zwar „etwas an Bedeutung verloren“, die Ausstellung zeigt aber eindrucksvoll, wie tief das Getränk über Jahrhunderte in Alltag, Kultur und Wirtschaft verwurzelt war.

Thematisiert wird unter anderem das **bayerische Reinheitsgebot**, das im Jahr **1516** von Herzog Wilhelm IV. und seinem Bruder Herzog Ludwig erlassen wurde. Auch kuriose Geschichten fehlen nicht: So wird berichtet, dass frisch gebrautes Fastenbier aus dem **Kloster Weißennohe** einst im Fass mit dem Ochsenkarren über die Alpen bis nach Rom gebracht wurde. Der Heilige Vater soll nach der Kostprobe gesagt haben: **„Wer solch ein grauslich Bier trinkt, ist ein wahrer Büßer.“** Das Kloster sei daraufhin für Jahrzehnte von einer Abgabe beziehungsweise Biersteuer befreit worden.

Die Ausstellung beleuchtet außerdem, wie früher Bier gebraut wurde. So musste Gerste zunächst zum Keimen gebracht werden, damit sich die enthaltene Stärke in löslichen Zucker umwandeln konnte. Dafür wurden die Körner angefeuchtet und rund zehn Tage warmgehalten. Auch der Blick über den Tellerrand fehlt nicht: In vielen Kulturen der Welt entstanden bierähnliche Getränke aus unterschiedlichen Getreidesorten – etwa aus **Hirse** in Afrika südlich der Sahara, aus **Reis** in China und Japan oder aus **Mais** in Nord- und Südamerika.

Interessant ist auch der Bezug zur Region: **Im Aischgrund und entlang der Aurach wurde früher ebenfalls Hopfen angebaut.** In Emskirchen und Umgebung wurde dafür viel Holz geschlagen, um daraus Hopfenstangen herzustellen und zu verkaufen. Nach dem Bau der Bahnlinie nutzte man diese ab etwa **1865** auch für den Transport nach Nürnberg, wo große Brauereien ansässig waren. Zudem geht die Ausstellung auf die frühere Verärgerung der Bevölkerung ein, wenn Brauer den Preis für die Maß Bier anhoben.

Ein weiteres Thema ist der Transport des Bieres, der mit der industriellen Herstellung von **Glasflaschen** deutlich erleichtert wurde. Damit stand ein idealer Behälter für Lagerung und Versand zur Verfügung. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Informationen über **örtliche Brauereien und Gaststätten**.

Wie Wolfgang Bärnreuther berichtet, stammt der Großteil der Exponate aus dem eigenen Fundus des Museums. Viele Stücke seien in den vergangenen 30 Jahren von Emskirchener Bürgerinnen und Bürgern überlassen worden. Einige Exponate seien jedoch erst vor wenigen Tagen hinzugekommen – und manches davon könnte nun dauerhaft im Museum bleiben.

**Weitere Öffnungstermine und Führungen**

Wer die Ausstellung am **3. Mai** nicht besuchen kann, hat dazu später noch Gelegenheit. Das Museum ist auch am **Samstag, 9. Mai**, im Rahmen des **Hoffestes des Musikzuges Emskirchen** geöffnet. Die Veranstaltung beginnt um **15 Uhr**, das Museum kann an diesem Tag von **15 bis 17 Uhr** besucht werden. Weitere Öffnungszeiten sind am **Sonntag, 7. Juni**, von **13 bis 18 Uhr** sowie letztmalig am **5. Juli** im Rahmen des **Emskirchener Marktfestes**.

Im Juli startet bereits die nächste Sonderausstellung unter dem Titel **„Faszination Glas“**. Diese wird bis in den Herbst gezeigt und ist jeweils **an jedem ersten Sonntag im Monat von 13 bis 18 Uhr** geöffnet.

Für kleinere Gruppen sind zudem **Themenführungen an Werktagen nach Vereinbarung** möglich. Interessierte können sich bei **Familie Bärnreuther** unter der Telefonnummer **09104/1033** melden.

**Kommentar der Redaktion:**
Bier ist in Franken natürlich nie einfach nur ein Getränk – es ist ein Stück Kulturgeschichte, Dorfgespräch, Wirtschaftsfaktor und manchmal fast schon Glaubensfrage. Dass das Heimatmuseum Emskirchen dieses Thema mit regionalem Bezug aufgreift, dürfte viele interessieren. Und ganz ehrlich: Eine Ausstellung über Bier, bei der man auch noch etwas über Hopfen aus dem Aischgrund und päpstliche Bierkritik erfährt, klingt deutlich spannender als manch trockene Geschichtsstunde.

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