# Kostümführungen, Königshof und jede Menge Geschichte in Neustadt
Neustadt – Der Geschichts- und Heimatverein Neustadt hat bei seiner Mitgliederversammlung im Alten Schloss nicht nur auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurückgeblickt, sondern auch schon den Blick weit nach vorn gerichtet. Vorsitzender Armin Held eröffnete den Abend mit einer Zeile aus der neuen Mittelfrankenstrophe des Frankenlieds – passend zur Region und ganz sicher mit einem Augenzwinkern Richtung Aischgrund. Rund 30 Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter auch Bürgermeister Alexander Müller.
Held erinnerte an sein erstes Jahr an der Spitze des Vereins, nachdem Carola Kabelitz im Vorjahr nicht mehr angetreten war und zur Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Wie die Museen im Alten Schloss mitteilen, gab es im vergangenen Jahr einiges zu berichten: vom Neustädter Heimatfest über die Vortragsreihe zum Peter-Kolb-Jubiläum bis hin zu neuen Angeboten, mit denen der Verein künftig noch mehr Menschen für die Stadtgeschichte begeistern will.
Besonders im Fokus standen dabei neue Kostümführungen, Führungen zum jüdischen Leben in Neustadt sowie museumspädagogische Angebote wie die beliebten Vorlesezeiten im Schloss. Ein schöner Mix aus Geschichte, Vermittlung und lebendigem Erleben – also genau das, was ein Heimatverein im besten Sinne ausmacht.
Museumsleiter Jochen Ringer stellte anschließend das Programm für das zweite Halbjahr 2026 vor. Los geht es im August mit der Vorlesezeit am Donnerstag, 13. August, wenn Kindern die Geschichte „Das Katzenhuhn“ vorgelesen wird. Im September folgt dann die Ausstellung „Dieter Ruppert: Malerei und Skulptur“, die am Freitag, 11. September, eröffnet wird und bis Mittwoch, 23. Dezember, in den Museen im Alten Schloss zu sehen ist.
Ebenfalls im September stehen gleich mehrere Termine an: Am Sonntag, 13. September, beteiligt sich Neustadt am Tag des offenen Denkmals. Am Dienstag, 29. September, folgt im Alten Schloss ein Vortragsabend zum Thema „Die bayerische Heimat und die Volksschullehrer“.
Im Oktober geht es weiter mit dem Hohenzollerntag am Sonntag, 11. Oktober, sowie dem Vortrag „Eine etwas andere Welt – der katholische Aischgrund im Dritten Reich“ am Dienstag, 27. Oktober, ebenfalls im Alten Schloss.
Auch außerhalb der Schlossmauern wird Geschichte lebendig: Am Donnerstag, 3. September, um 18.30 Uhr referiert Jochen Ringer im Bayerischen Landesluftbildzentrum in der Bamberger Straße über „Vom Königshof zur Stadtanlage des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit“. Und anlässlich der 400-jährigen Erbauung des Neuen Schlosses spricht er am Donnerstag, 26. November, ab 19 Uhr in der Ehrenhalle des Rathauses über „Von der Burg der Grafen von Raabs bis zum Neuen Schloss. Die Residenzen der Burg- und Markgrafen in Neustadt“.
Für Geschichtsfreunde dürfte also in den kommenden Monaten reichlich Programm geboten sein. Und wer bisher dachte, ein Heimatverein kümmere sich nur um alte Akten und verstaubte Vitrinen, wird in Neustadt eines Besseren belehrt: Hier gibt es Geschichte zum Anfassen, Nachdenken – und offenbar auch zum Schmunzeln.



