Neues aus Neustadt:

Müller feiert erste Kerwa als Bürgermeister mit Bieranstich

+ Erste Kerwa als Bürgermeister

* Kindheitserinnerungen prägen Müllers Kerwa-Liebe
* Kerwa vereint ganz Neustadt

Originale auf der Neustädter Kerwa – und die, die es noch werden wollen
Teil 5: Unser Bürgermeister Alexander Müller
Manche Kerwa-Originale brauchen Jahrzehnte, um diesen Status zu erreichen. Andere bringen vielleicht schon alles mit, was es dafür braucht.
Alexander Müller wurde erst im März zum Ersten Bürgermeister der Kreisstadt gewählt. Die bevorstehende Neustädter Kerwa wird deshalb seine erste als Stadtoberhaupt sein. Und auch wenn er noch nicht so lange im Bürgermeisteramt ist, eines wird schnell klar: Die Neustädter Kerwa begleitet ihn schon sein ganzes Leben.
Fragt man Alex nach seinen ersten Erinnerungen an die Kerwa, muss er nicht lange überlegen.
„Auf jeden Fall Zuckerwatte, die Rot-Kreuz-Losbude, das Kettenkarussell und der Safari-Trip, der heute ja gar nicht mehr so heißt.“
Es sind Erinnerungen, wie sie viele Neustädter teilen. Erinnerungen an eine Zeit, als die Kerwa noch riesengroß wirkte, das Kerwageld in der Tasche steckte und jede Fahrt im Karussell ein kleines Abenteuer war.
Besonders gerne denkt er an die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden zurück.
„Spaß, viel Lachen und natürlich das Kerwageld ausgeben. Meine Zwillingsschwester war da deutlich sparsamer als ich“, erzählt er mit einem Schmunzeln.
Und dann gab es da noch etwas, das für ihn zur Kerwa einfach dazugehört:
Ein Kerwaschaschlik.
Manchmal sind es eben genau diese kleinen Dinge, die Jahrzehnte später noch die schönsten Erinnerungen hervorrufen.
In diesem Jahr erlebt Alex die Kerwa allerdings aus einer ganz neuen Perspektive. Zum ersten Mal steht er als Bürgermeister im Mittelpunkt des Geschehens.
Besonders freut er sich auf einen ganz besonderen Moment.
„Das Highlight ist für mich jedes Jahr der Bieranstich. Und heuer habe ich die große Ehre, das große Fass im Pavillon anzustechen – gemeinsam mit der Stadtkapelle Frankenland und unserem Brauer Georg Hofmann.“
Ein Moment, den wohl jeder Neustädter Bürgermeister mit Spannung erwartet.
Doch die Kerwa ist für Alexander Müller weit mehr als Bieranstich, Fahrgeschäfte und Festzelt.
„Egal wie das Wetter ist – hoffentlich natürlich gut –, zur Kerwa kommen alle zusammen. Neustädter und ehemalige Neustädter. Man trifft Bekannte und Freunde wieder, lacht miteinander und hat einfach eine gute Zeit.“
Tatsächlich ist genau das vielleicht das Besondere an der Neustädter Kerwa. Für ein paar Tage scheint die Stadt ein wenig enger zusammenzurücken. Menschen, die sich das ganze Jahr über kaum sehen, begegnen sich plötzlich zwischen Losbude, Festzelt und Marktplatz wieder.
Und natürlich gehört auch die kulinarische Seite dazu.
„Ein gutes Mäßchen und die Kerwa-Kulinarik unserer Metzgerbuden dürfen natürlich nicht fehlen“, sagt Alex.
Vielleicht ist es noch zu früh, Alexander Müller bereits zu den großen Originalen der Neustädter Kerwa zu zählen. Schließlich steht ihm seine erste Kerwa als Bürgermeister noch bevor.
Aber wer die Kerwa seit seiner Kindheit liebt, sich noch an Zuckerwatte, Kerwaschaschlik und die ersten Fahrten im Kettenkarussell erinnert und sich heute genauso auf das Wiedersehen mit den Menschen freut wie früher, der bringt beste Voraussetzungen mit.
Wer weiß also?
Vielleicht schreiben wir in einigen Jahren nicht mehr über einen Bürgermeister auf seiner ersten Kerwa.
Sondern über ein echtes Neustädter Kerwa-Original.
Und vielleicht beginnt jede Kerwa-Legende genau so: Mit einem Jungen, der sein Kerwageld lieber ausgibt als spart, Zuckerwatte liebt und sich viele Jahre später plötzlich auf dem Podium beim Bieranstich wiederfindet.

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