Neues von der Wilhelmstraße:

Gehwegsanierung für mehr Sicherheit und Schönheit

+ Stadtratsbeschluss zur Pflasterung

* Diskussion um Gesamtkonzept
* Baufortschritt und Zeitplan

# Aufhübschung für die Wilhelmstraße

In der Wilhelmstraße wird seit kurzem gebaut: Im vorderen Bereich der Neustädter Haupteinkaufsstraße laufen die Arbeiten zur Erneuerung der Gehsteige. Für Fußgänger bedeutet das aktuell Umleitungen und etwas weniger Platz auf der Fahrbahn – langfristig soll die Straße damit aber sicherer und optisch ansprechender werden.

Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss des Neustädter Stadtrats aus dem Januar 2025. Damals hatte die CSU-Fraktion beantragt, das teilweise unebene und in die Jahre gekommene Pflaster in der Wilhelmstraße zu erneuern. Begründet wurde das unter anderem mit Stolperfallen und einem wenig attraktiven Erscheinungsbild. Im Stadtrat gab es zwar grundsätzlich Zustimmung, allerdings auch Kritik: Vor allem aus der SPD kam der Einwand, dass die Pflasterarbeiten nicht isoliert betrachtet werden sollten.

Die dritte Bürgermeisterin Heike Gareis hatte sich damals für ein umfassendes Gesamtkonzept zur Aufwertung des innerstädtischen Straßenraums ausgesprochen – mit Blick auf Begrünung, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit. Die CSU hielt dagegen, dass ein solches Konzept angesichts der finanziellen Lage der Stadt wohl noch auf sich warten lassen würde und die bestehenden Schäden deshalb nicht länger liegen bleiben sollten. Am Ende wurde der Antrag mit 17 zu 7 Stimmen beschlossen.

Mit einer schnellen Umsetzung bis zum Heimatfest 2025 wurde es dann allerdings nichts. Vertreter des städtischen Bauamts erklärten nun vor Ort, dass der Auftrag erst im Herbst 2025 vergeben werden konnte und die beauftragte Firma aus Losaurach erst jetzt mit den Arbeiten begonnen hat.

Geplant ist, auf der südlichen Seite der Wilhelmstraße – beginnend am Plärrer – die alten Platten auszubauen und durch neues Pflaster zu ersetzen. Schritt für Schritt arbeiten sich die Bauarbeiter dann in Richtung Marktplatz vor. Ein Bereich vor dem Eckgebäude, in dem sich bis vor wenigen Monaten noch ein Juwelier befand, bleibt zunächst außen vor. Dort ist nach Angaben der Stadt eine umfassende Sanierung oder ein Umbau angekündigt, weshalb eine sofortige Pflasterung wenig sinnvoll wäre.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der südliche Gehsteig im Juni fertig sein. Dabei muss die Stadt allerdings auch Rücksicht auf angekündigte Fassadenarbeiten nehmen: Zwischen der Bäckerei am Plärrer und der Einmündung in die Nürnberger Straße sollen in den nächsten Wochen noch zwei Gerüste aufgestellt werden. Im weiteren Bauverlauf sollen Fußgänger nicht mehr auf die Straße umgeleitet werden müssen – dann sollen abschnittsweise die Parkbuchten als Ausweichfläche genutzt werden. Dafür werden jedoch jeweils einige Parkplätze vorübergehend entfallen.

Im Juli soll dann die nördliche Seite der Wilhelmstraße an die Reihe kommen. Ein kleiner Abschnitt vor dem Tacco und einem Nachbargebäude muss dabei nicht mehr bearbeitet werden, weil dieser im Zuge der Glasfaserverlegung bereits neu und laut Bauamt „sehr ordentlich“ gepflastert wurde.

Bis Ende August oder Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 1.200 Quadratmeter Gehweg neu gepflastert. Die Kosten liegen laut Vergabepreis bei knapp 178.000 Euro.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal mahlen die Mühlen der Kommunalpolitik eben etwas langsamer als ein Presslufthammer. Aber: Lieber spät ordentlich gepflastert als dauerhaft über schiefe Platten gestolpert. Wenn am Ende die Wilhelmstraße sicherer wird und auch noch besser aussieht, ist das für Neustadt sicher keine schlechte Investition – auch wenn der Weg dorthin fast so lang war wie manche Diskussion im Stadtrat.

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