20. März 2026

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# Uffenheim: 44-Jähriger soll eigenes Auto angezündet und politischen Anschlag vorgetäuscht haben

Was zunächst wie ein möglicher politisch motivierter Angriff auf ein AfD-Mitglied wirkte, hat im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim nun eine völlig andere Wendung genommen. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei soll der betroffene 44-Jährige seinen Kleintransporter selbst in Brand gesetzt und zusätzlich einen angeblichen Drohbrief gefälscht haben. Der Fall sorgte seit Anfang Februar für viel Aufmerksamkeit – jetzt liegt ein Geständnis vor.

## Ermittlungen nehmen überraschende Richtung

In der Nacht auf Mittwoch, 4. Februar 2026, war in der Custenlohrer Straße in Uffenheim ein Kleintransporter vollständig ausgebrannt. Zeugen hatten den Brand gegen 2.30 Uhr gemeldet. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden liegt laut Polizei bei rund 30.000 Euro.

Weil der Fahrzeughalter im Zusammenhang mit dem Brand von einem Drohbrief sprach und außerdem angab, sein Fahrzeug sei wenige Tage zuvor mit politischen Graffiti besprüht worden, wurde zunächst wegen einer möglicherweise politisch motivierten Straftat ermittelt. Aufgrund dieser möglichen politischen Dimension übernahm das Staatsschutzkommissariat der Kriminalpolizei Ansbach die Untersuchungen.

## Handschrift bringt Ermittler auf die Spur

Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich jedoch offenbar zunehmend Zweifel an der geschilderten Version. Entscheidend war laut Polizeipräsidium Mittelfranken die Untersuchung des angeblichen Drohbriefs, den der 44-Jährige selbst bei der Anzeige vorgelegt hatte. Spezialisten stellten dabei demnach auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des Mannes fest.

Mit diesen Erkenntnissen konfrontiert, legte der Fahrzeughalter laut Polizei schließlich ein Geständnis ab. Er soll eingeräumt haben, den Brief selbst geschrieben, den Brand selbst gelegt und auch die politischen Schmierereien am Fahrzeug selbst angebracht zu haben. Ziel sei offenbar gewesen, den Eindruck eines politisch motivierten Angriffs zu erzeugen und die Tat linksgerichteten Gruppen zuzuschieben.

## AfD kündigt parteiinterne Maßnahmen an

Die AfD hatte kurz nach dem Vorfall noch von einem „feigen Anschlag“ gegen ein Parteimitglied gesprochen. Nach dem neuen Ermittlungsstand reagierte der AfD-Ortsverband Neustadt/Aisch mit deutlichen Worten. In einer Stellungnahme hieß es, man sei entsetzt über das Ergebnis der Ermittlungen. Gegen die betreffende Person würden parteiinterne Ordnungsmaßnahmen eingeleitet.

Auch der AfD-Landesvorsitzende Stephan Protschka sprach von einem möglichen Fehlverhalten einer Einzelperson und betonte, der Vorgang müsse vollständig aufgeklärt und rechtlich eingeordnet werden. Eine Übertragung auf die gesamte Partei sei nicht zulässig.

## Aus vermeintlichem Opfer wird Beschuldigter

Damit hat sich ein Fall, der zunächst für politische Diskussionen und zahlreiche Reaktionen in den sozialen Netzwerken gesorgt hatte, grundlegend gedreht. Statt eines mutmaßlichen Anschlags steht nun eine mögliche Vortäuschung einer Straftat im Raum. Die weiteren Ermittlungen richten sich gegen den 44-jährigen Eigentümer des Fahrzeugs.

**Hinweis der Redaktion:** Ein „Like“ bedeutet bei solchen Berichten nur, dass der Beitrag lesenswert ist – nicht, dass man das Ereignis gut findet.

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Neuhof an der Zenn

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**Generationswechsel im Jagdrevier Neuhof: Werner Strauß verabschiedet, Andreas Schwemmer neuer Jagdpächter**

Bei der Versammlung der Jagdgenossen Neuhof ist ein Stück Jagdgeschichte zu Ende gegangen: Jagdpächter Werner Strauß wurde nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit offiziell verabschiedet. Gleichzeitig stellte die Jagdgenossenschaft die Weichen für die Zukunft und wählte mit Andreas Schwemmer einstimmig einen neuen Jagdpächter.

Die Verbindung von Werner Strauß zur Jagd in Neuhof reicht dabei weit zurück. Bereits 1988 übertrug ihm Rosa Schwemmer nach dem Tod von Fritz Schwemmer die Ausübung der Jagd, da sie selbst keinen Jagdschein besaß. Im Jahr 1994 wurde Strauß schließlich offiziell zum Jagdpächter gewählt.

Während seiner langjährigen Tätigkeit war ihm vor allem ein gutes und vertrauensvolles Miteinander zwischen Jägern und Waldgenossen besonders wichtig. Für diesen Einsatz sprach der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Werner Winnerlein, seinen Dank aus und überreichte ihm einen Präsentkorb.

Auch die Mitpächter Erich Schmidt und Herbert Reiss würdigten die Verdienste von Werner Strauß mit einem besonderen Geschenk. Neben einer Auszeit in der Therme erhielt er einen „Unentgeltlichen Begehungsschein“ für das Jagdrevier Neuhof/Zenn.

Im Anschluss an die Verabschiedung wurde Andreas Schwemmer einstimmig zum neuen Jagdpächter gewählt. Bürgermeisterin Claudia Wust bedankte sich bei Werner Strauß für dessen langjährigen Einsatz und wünschte den Jägern weiterhin Waidmannsheil sowie ein gutes Miteinander zwischen Waldgenossen, Förster und Jägerschaft.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn jemand seit 1988 mit dem Revier verbunden ist, dann ist das weit mehr als nur ein Amt auf dem Papier. Solche langjährigen Aufgaben leben von Vertrauen, Verlässlichkeit und davon, dass man auch in schwierigen Fragen miteinander im Gespräch bleibt. Dass der Abschied mit Dank, Präsentkorb, Thermen-Auszeit und einem besonderen Begehungsschein begleitet wurde, zeigt, welchen Stellenwert Werner Strauß in Neuhof hatte. Und dass Andreas Schwemmer einstimmig gewählt wurde, darf man durchaus als gutes Zeichen für Kontinuität und Zusammenhalt werten.

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Emskirchen

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## Emskirchen baut um: Sperrung an der Kreuzung Neustädter Straße/Bahnhofstraße ab 23. März

In Emskirchen müssen sich Autofahrer, Anwohner und Pendler ab Montag, 23. März 2026, auf spürbare Verkehrsbehinderungen einstellen. Grund ist der Start umfangreicher Bauarbeiten zur Sanierung der Bahnhofstraße. Los geht es mit dem Umbau der Kreuzung Neustädter Straße/Bahnhofstraße – und dafür sind zunächst mehrere Straßensperrungen notwendig.

Im ersten Bauabschnitt wird die Neustädter Straße etwa ab Hausnummer 16 bis kurz vor die Tankstelle gesperrt. Ebenfalls dicht ist die Bahnhofstraße von der Einmündung bis ungefähr auf Höhe Gänsweiher. Erst danach wandern die Arbeiten weiter in die Bahnhofstraße.

Wichtig für alle Verkehrsteilnehmer:
Die Zufahrt von der Bottenbacher Straße in die Neustädter Straße ist nicht möglich. Auch der gesamte Siedlungsbereich Bottenbacher-/Sudetenstraße, vielen als „Kreml“ bekannt, ist nicht über die Neustädter Straße erreichbar. Als Ausweichrouten bleiben die Richard-Wagner-Straße sowie die Bottenbacher Straße von Westen her über den Riedelhof.

Auch für Fußgänger gibt es Änderungen: Wer aus der Bottenbacher Straße kommt, wird über den Fußweg zur Mozartstraße umgeleitet. Die Treppenanlagen an den Bereichen Neustädter Straße/Bahnhofstraße sowie Neustädter Straße/Wiesenweg können während der Bauzeit nicht genutzt werden.

Die Tankstelle in der Neustädter Straße ist nur noch von Westen her über die „Alte B 8“ erreichbar. Die Firma Schönleben kann ausschließlich über die Bahnhofstraße von oben her angefahren werden. Betriebe in der Waldstraße sowie Geschäfte und Firmen in der Bahnhofstraße oberhalb der Kreuzung Wald-/Bertholdtstraße sind über die alte B8, die Waldstraße und die B8-Ausfahrt ST 2414 beim Feuerwehrhaus erreichbar. Firmen im Bahnhofswald sind nur über die B8 und die ST 2414 zu erreichen.

Auch Busfahrgäste müssen sich auf Änderungen einstellen: Auf der Linie 134 entfallen die Haltestellen Sixtmühle und Rotes Herz/Vereinshaus. Die Haltestellen Bahnhof werden in Richtung Haus- und Gartenmarkt/DEWA verlegt.

Wie lange der erste Bauabschnitt dauern wird, ist laut Markt Emskirchen derzeit noch offen. Grund dafür sind verschiedene schwer planbare Faktoren wie Wetter und Untergrund. Nach Abschluss dieses ersten Abschnitts soll unter anderem eine neue Querungshilfe, also eine Fußgängerinsel, in der Neustädter Straße auf Höhe der Treppenanlage zum Wiesenweg für mehr Sicherheit sorgen.

Im Anschluss folgt Bauabschnitt 2. Dann wird die Neustädter Straße wieder frei befahrbar sein. Dafür wird die Bahnhofstraße von der Einmündung Neustädter Straße bis zur Kreuzung Wald-/Bertholdtstraße gesperrt. Über die dann nötigen Umleitungen will der Markt Emskirchen rechtzeitig informieren.

Kommentar der Redaktion:
Baustellen sind selten beliebt, aber manchmal eben nötig – besonders dann, wenn am Ende mehr Sicherheit und ein besserer Verkehrsfluss herauskommen sollen. In Emskirchen heißt es nun erst einmal: Umleitung statt Abkürzung und ein bisschen mehr Zeit einplanen. Positiv gesagt: Wer jetzt die Schilder genau liest, entdeckt womöglich sogar Straßen, durch die man sonst nie fährt.

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Emskirchen

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## Neue Feldgeschworene in Emskirchen vereidigt

Ein besonderes Ehrenamt mit langer Tradition hat in Emskirchen neue Gesichter bekommen: In der Sitzung des Gemeinderats am **20. März 2026** wurden die neuen **Feldgeschworenen** – vielen auch als **Siebener** bekannt – feierlich vereidigt. Damit übernehmen sie ab sofort offiziell eine Aufgabe, die in Bayern seit Jahrhunderten fest verankert ist und bis heute eine wichtige Rolle in den Gemeinden spielt.

Für die **Siebnerei Buchklingen** wurden **Karin Rösch, Tobias Seitz und Jonathan Zeilinger** einstimmig gewählt.
Für die **Siebnerei Eckenberg** wurde **Thomas Kerschbaum** ebenfalls einstimmig in dieses besondere Ehrenamt berufen.

Mit ihrer Vereidigung übernehmen die neuen Feldgeschworenen ein Amt, das weit mehr ist als reine Tradition. Sie wachen über Gemeinde- und Grundstücksgrenzen, wirken bei Vermessungen mit und stehen damit für Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine enge Verbundenheit zur Heimat.

Gerade in einer Zeit, in der vieles immer schneller und kurzlebiger wird, zeigt dieses Ehrenamt, wie wichtig gelebte Tradition und ehrenamtliches Engagement für das Miteinander vor Ort bleiben.

Wir gratulieren **Karin Rösch, Tobias Seitz, Jonathan Zeilinger und Thomas Kerschbaum** herzlich zu ihrer Berufung und wünschen ihnen für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg, eine glückliche Hand und allzeit gutes Gelingen.

**Kommentar der Redaktion:**
Feldgeschworene gehören zu den ältesten kommunalen Ehrenämtern in Bayern – und doch sind sie alles andere als aus der Zeit gefallen. Wo Grenzen klar sein müssen, braucht es Menschen mit Augenmaß, Ortskenntnis und Vertrauen in der Bevölkerung. Oder anders gesagt: Auch im digitalen Zeitalter ist es manchmal gut, wenn jemand noch genau weiß, wo der Grenzstein liegt.

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Wilhelmsdorf

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# Landkreis investiert in seine Straßen

Gute Nachrichten aus dem Kreisbauausschuss: Im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim sollen in diesem Jahr mehrere Straßenabschnitte saniert und ertüchtigt werden. Betroffen sind unter anderem Wilhelmsdorf, Markt Taschendorf und der Bereich bei Ipsheim. Besonders erfreulich: Mehrere Maßnahmen werden günstiger umgesetzt als ursprünglich kalkuliert.

In seiner Märzsitzung hat der Kreisbauausschuss dazu mehrere Bauaufträge vergeben beziehungsweise auf den Weg gebracht. Wie Kreistiefbauamtsleiter Nico Schwarz erklärte, lagen die günstigsten Angebote in fast allen Fällen unter den vorab berechneten Kosten.

Ein größeres Projekt ist die Generalsanierung der Ortsdurchfahrt in Wilhelmsdorf. Dort wird die Erlanger Straße, die Kreisstraße NEA 21, auf einem rund 600 Meter langen Abschnitt erneuert. Den Auftrag erhält ein Unternehmen aus Feuchtwangen für knapp 725.000 Euro. Das sind laut Landkreis etwa fünf Prozent weniger als ursprünglich berechnet. Die Maßnahme wird gemeinsam vom Landkreis und der Gemeinde getragen. Vom Gesamtbetrag übernimmt der Landkreis knapp 475.000 Euro und damit rund zwei Drittel der Kosten.

Auch zwischen Markt Taschendorf und Obertaschendorf wird gebaut. Auf der Kreisstraße NEA 9 ist eine Deckensanierung auf einer Strecke von etwas mehr als 700 Metern vorgesehen. Das günstigste Angebot kommt von einer Firma aus Hammelburg und liegt bei gut 135.000 Euro. Auch hier liegt der Preis laut Schwarz rund fünf Prozent unter der vorherigen Kostenberechnung.

Eine weitere Deckensanierung ist auf der Kreisstraße NEA 35 zwischen Ipsheim und Kaubenheim geplant. Dort soll auf einer Länge von gut 1300 Metern die Fahrbahndecke erneuert werden. Gleichzeitig werden zwei Brücken neu abgedichtet, sodass diese Arbeiten direkt mit erledigt werden können. Das günstigste Angebot liegt bei knapp 345.000 Euro und damit sogar rund 15 Prozent unter der Kostenberechnung. Den Zuschlag erhält eine Firma aus Aalen. In der Maßnahme enthalten ist außerdem ein rund 150 Meter langes Teilstück der Kreisstraße bei Bühlberg, ebenfalls auf Ipsheimer Flur.

Unterm Strich zeigt sich: Der Landkreis investiert weiter in seine Infrastruktur – und das in diesen Fällen sogar etwas günstiger als erwartet.

**Kommentar der Redaktion:**
Straßenbaustellen sind selten ein Grund für Begeisterung – zumindest solange man davor im Auto steht. Wenn sie aber gut geplant sind und am Ende sogar weniger kosten als gedacht, darf man das durchaus positiv sehen. Für Wilhelmsdorf, Markt Taschendorf und den Raum Ipsheim heißt das: bessere Straßen, weniger Schlagloch-Slalom und hoffentlich auf längere Sicht mehr Fahrkomfort. Ein eher unspektakuläres Thema vielleicht – aber eines, das jeder merkt, sobald es eben nicht gemacht wird.

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