16. April 2026

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Emskirchen

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## Emskirchener Finanzen im Fokus: Gemeinderat berät über Haushalt, Investitionen und Sporthalle

In Emskirchen steht am kommenden Freitag eine wichtige Gemeinderatssitzung an. Dabei geht es nicht nur um trockene Zahlenkolonnen, sondern um Entscheidungen, die für die Zukunft des Marktes von Bedeutung sind: von der Jahresrechnung über den Haushalt bis hin zu Investitionen in die Sportanlage im Bahnhofswald. Auch die Nahversorgung im Ort wird Thema sein.

Am Freitag, 17. April, kommt der Marktgemeinderat Emskirchen um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Vor Beginn der eigentlichen Sitzung ist eine Bürgerfragezeit vorgesehen.

Auf der Tagesordnung stehen mehrere Punkte rund um die Haushalts- und Finanzplanung. So wird unter anderem die Jahresrechnung 2025 vorgelegt. Außerdem beraten die Ratsmitglieder über die Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Jahre 2026 bis 2029 sowie über die Haushaltssatzung einschließlich Haushaltsplan und Anlagen für das Jahr 2026.

Ein weiterer bedeutender Punkt ist der geplante Umsetzungsbeschluss zur Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle. Daneben wird auch die Nahversorgungssituation in Emskirchen behandelt. Vorgestellt werden soll eine Auswirkungsanalyse mit Prüfung von Standortalternativen im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale sowie der Neuansiedlung eines Getränkemarktes.

Die Tagesordnung im öffentlichen Teil umfasst:
1. Geschäftsordnungsregularien
2. Bericht der Bürgermeisterin
3. Bericht aus den Ausschüssen
4. Bekanntgabe von Beschlüssen aus nicht öffentlicher Sitzung
5. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Bildung von Haushaltsresten 2025 – Änderung
6. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2025
7. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Vorlage der Jahresrechnung 2025
8. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Finanzplan und Investitionsprogramm 2026 bis 2029
9. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Haushaltssatzung inklusive Haushaltsplan und Anlagen
10. Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle; hier: Umsetzungsbeschluss
11. Wirtschaftsförderung; hier: Vorstellung der Auswirkungsanalyse mit Standortalternativen-Prüfung bezogen auf die Nahversorgungssituation in Emskirchen sowie die Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale und Neuansiedlung eines Getränkemarktes
12. Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Kommentar der Redaktion:
Wenn in einer Gemeinderatssitzung gleich Haushalt, Investitionen, Sporthalle und Nahversorgung auf der Tagesordnung stehen, dann ist das keine Routine mehr, sondern ein Abend mit durchaus Gewicht für Emskirchen. Gerade bei Themen wie Finanzplanung und Investitionsprogramm zeigt sich, wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen soll. Und ja, Haushalt klingt erstmal ungefähr so spannend wie das Sortieren alter Steuerordner – entscheidet am Ende aber darüber, was im Ort möglich ist und was erstmal Wunsch bleibt.

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Wilhelmsdorf

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**Wilhelmsdorf: Verdiente Feldgeschworene geehrt – neue „Siebener“ in ihren Reihen aufgenommen**

Eine jahrhundertealte Tradition lebt weiter: Beim Jahrtag der Feldgeschworenenvereinigung Neustadt Süd in Wilhelmsdorf sind langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet sowie zahlreiche neue „Siebener“ offiziell in ihr Amt eingeführt worden. Dabei wurde deutlich: Auch in unserer heutigen Zeit bleibt die Arbeit der Feldgeschworenen wichtig – für Grenzen, Eigentum und den Frieden vor Ort.

Vorsitzender Werner Schweighöfer betonte in seiner Ansprache, dass das Wissen über die Aufgaben der Feldgeschworenen in der Bevölkerung leider immer weiter zurückgegangen sei. Umso wichtiger seien Präsenz und Öffentlichkeitsarbeit. Als gelungenes Beispiel nannte er ein Projekt aus dem vergangenen Jahr, bei dem ein Grenzstein im Bereich eines Kindergartens gesetzt wurde. Die Kinder seien davon begeistert gewesen.

Schweighöfer zeigte sich überzeugt, dass es für solche Aktionen auch öffentlich großes Interesse gäbe. Zugleich wertete er die starke Beteiligung am Jahrtag als ein sehr gutes Zeichen. Sie zeige die enge Verbundenheit und Freundschaft unter den Kolleginnen und Kollegen. Gerade dieses gute Miteinander sei entscheidend dafür, dass die Gemeinschaft der Feldgeschworenen auch in Zukunft Bestand habe.

Die Feldgeschworenenvereinigung Neustadt Süd umfasst nach seinen Worten derzeit 31 Kollegien mit insgesamt 210 Ehrenamtlichen. Dank richtete der Vorsitzende an die Mitarbeitenden in Behörden und Ministerien sowie an Landrat Dr. Christian von Dobschütz. Besonders wichtig sei für die Feldgeschworenen auch die jährliche Dienstbesprechung im Landratsamt. Dort würden aktuelle Neuerungen schnell weitergegeben und der Austausch untereinander ermöglicht.

Wilhelmsdorfs Bürgermeister Rüdiger Probst erinnerte daran, dass beim Jahrtag eine jahrhundertealte Tradition gewürdigt werde. Er hob die Verlässlichkeit, die Erfahrung und die Beständigkeit dieses besonderen Ehrenamts hervor. Es sei von großer Bedeutung, dieses wertvolle Brauchtum zu erhalten.

Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz wandte sich an die Versammlung. Er bezeichnete die Siebener als angesehene Hüter von Grenzen und Bewahrer des dörflichen Friedens. Durch ihre verantwortungsvolle Arbeit würden Eigentumsrechte geschützt und Streitigkeiten oft schon im Vorfeld verhindert.

In seinem Grußwort sprach der Landrat zudem über die geplanten Windkraftanlagen im Raum Neustadt und Umgebung. Die Projekte mit Bürgerbeteiligung entstünden auf rund zwei Prozent der verfügbaren Fläche. Dadurch seien Ausschüttungen an private Investoren aus dem unmittelbaren Umkreis möglich. Dies sei zugleich ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Region.

Im Mittelpunkt des Jahrtags standen schließlich die Ehrungen für 25- und 50-jährige Tätigkeit als Feldgeschworene sowie die Verpflichtung neuer Siebenerinnen und Siebener. Unter den Neuen ist auch eine Frau vertreten.

**Die Geehrten und neu Verpflichteten im Überblick:**

**Für 50 Jahre**
Heinrich Schuster (Hagenhofen), Walter Fleischmann (Rimbach)

**Für 25 Jahre**
Peter Küttlinger (Pirkach), Friedrich Döllinger (Hirschneuses), Franz Kirchdörfer (Markt Erlbach)

**Ehrensiebener**
Paul Kerschbaum (Borbath), Waltraut Wagner (Buchklingen), Hans Schönleben (Buchklingen), Walter Fleischmann (Rimbach), Peter Diez (Altziegenrück), Walter Glück (Altselingsbach)

**Jungsiebener**
Günther Sauerstein (Pirkach), Michael Weber (Rennhofen), Jürgen Schönleben (Elgersdorf), Tristan Billmann (Gunzendorf), Alexander Wirt (Wilhelmsdorf), Thomas Kerschbaum (Borbath), Jonathan Zeilinger, Karin Rösch und Tobias Seitz (alle Buchklingen), Christian Diez (Altziegenrück), Martin Bernecker (Rimbach), Roland Glück (Altselingsbach), Klaus Reuthlingshöfer (Linden)

**Kommentar der Redaktion:**
Die Feldgeschworenen gehören zu den stillen Stützen auf dem Land. Viele kennen den Begriff „Siebener“ zwar noch vom Hören, aber was dahintersteckt, wissen längst nicht mehr alle. Umso schöner ist es, wenn diese Tradition nicht nur gepflegt, sondern auch jungen Menschen nähergebracht wird. Denn Grenzen sind eben nicht nur Linien auf der Karte – manchmal sind sie auch ein Stück Heimatgeschichte. Und wenn Kindergartenkinder schon beim Grenzsteinsetzen begeistert sind, dann hat dieses alte Ehrenamt vielleicht sogar eine ziemlich gute Zukunft.

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Neustadt an der Aisch

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# Landkreis-Grüne warnen vor Folgen des geplanten „Netzpakets“

Was auf Bundesebene beschlossen wird, kann auch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ganz konkrete Auswirkungen haben. Genau davor warnt jetzt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen: Die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Änderungen im sogenannten „Netzpaket“ könnten nach Einschätzung der Partei den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich bremsen – und damit auch Arbeitsplätze sowie kommunale Einnahmen gefährden.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Rettet die Erneuerbaren“ am 18. April machte der Kreisverband auf die Bedeutung der Energiewende vor Ort aufmerksam. Nach Angaben der Grünen ist die Region beim Ausbau erneuerbarer Energien bereits gut aufgestellt: Durch Windkraft, Photovoltaik, Biogas und Speicher werde derzeit rund 1,8-mal mehr Strom erzeugt als vor Ort verbraucht. Dieser Ausbau habe nicht nur zur regionalen Energieversorgung beigetragen, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen und den Kommunen zusätzliche Steuereinnahmen gebracht.

Kritisch sehen die Grünen nun vor allem mögliche Änderungen bei der Abnahmegarantie für Strom aus neuen Wind- und Solarparks. Sollte diese tatsächlich entfallen, könnten laufende und geplante Projekte deutlich schwerer umsetzbar werden. Als Beispiel nennt der Kreisverband die geplanten Bürgerwindräder im Schußbachwald bei Bad Windsheim. Auch neue kommunale Initiativen könnten dadurch bereits in einem frühen Stadium ausgebremst werden.

Zusätzlich befürchten die Grünen Einschnitte bei der Einspeisevergütung für Dach-Photovoltaikanlagen. Das könne dazu führen, dass weniger Dächer mit Solaranlagen ausgestattet werden, Handwerksbetriebe weniger Aufträge erhalten und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten wieder steige. Gerade mit Blick auf internationale Krisen und unsichere Weltmärkte sei Energiesouveränität aus ihrer Sicht wichtiger denn je.

In einer Pressemitteilung erklärt Kreisrätin Ruth Halbritter: „Der Aktionstag ist ein klares Signal: Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen politischen Entscheidungen die Energiewende in unserer Region aushöhlen lassen.“ Fraktionsvorsitzender David Muck ergänzt: „Nur mit verlässlicher Planungssicherheit können wir Arbeitsplätze sichern, bezahlbaren Strom garantieren und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Weltmarktpreisen erreichen.“

Als Beispiele für eine aus Sicht der Grünen gelungene Energiewende im Landkreis und in der Region werden unter anderem das Stadtwindrad der Stadt Uffenheim, die Bürgerenergiegenossenschaft „Regional versorgt“ sowie verschiedene Biomasse-Nahwärmenetze genannt. Bundesweit decken erneuerbare Energien inzwischen mehr als die Hälfte der Stromerzeugung ab. Beim gesamten Endenergieverbrauch für Strom, Wärme und Mobilität liege der Anteil allerdings erst bei 24 Prozent.

Gerade darin sieht der Kreisverband weiteres Potenzial – etwa beim Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher, digitaler Stromnetze und bei der Wasserstoffproduktion. Gefordert wird deshalb, das geplante Netzpaket in der vorliegenden Form zu stoppen und stattdessen die Modernisierung der Energiesysteme voranzutreiben.

Die Grünen rufen Entscheidungsträger, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger im Landkreis dazu auf, die Energiewende vor Ort weiter zu unterstützen und faire Beteiligungsmodelle zu stärken, damit die regionale Wertschöpfung in der Heimat bleibt.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn es um Energie geht, ist das Thema oft sperriger als ein alter Sicherungskasten im Keller. Klar ist aber: Was in Berlin beschlossen wird, landet am Ende auch auf dem Dach, auf dem Feld und auf der Stromrechnung bei uns vor Ort. Gerade in einer ländlichen Region, in der Bürgerenergie, Solar und Windkraft längst keine graue Theorie mehr sind, schauen viele genau hin. Ob das „Netzpaket“ am Ende wirklich zur Bremse wird, muss sich zeigen – die Sorgen darüber sind jedenfalls nicht aus der Luft gegriffen. Und wie so oft gilt: Wenn man Investitionen will, sollte man den Leuten vorher nicht den Stecker ziehen.

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