# Asta in Neuhof feiert 30 Jahre – mit Safety-Day und Blick auf die Zukunft
Neuhof – Wenn in der Industrie irgendwo plötzlich ein Förderband steht oder eine Maschine streikt, braucht es schnelle Hilfe. Genau dafür ist Asta in Neuhof seit drei Jahrzehnten bekannt. Zum 30-jährigen Bestehen der Firma, die inzwischen zur Werner Ditzinger GmbH gehört, gab es jetzt einen großen „Safety-Day“ mit vielen Gästen, Produkten und reichlich Gelegenheit zum Austausch.
Gegründet wurde Asta 1996 von Armin Scheller. Ende 2024 ging der Firmengründer in den Ruhestand. Da es keine Nachfolge in der Familie gab, war die Zukunft des Unternehmens ein wichtiges Thema. Mit dem Verkauf an die Werner Ditzinger GmbH wurde der Bestand gesichert – und der Standort Neuhof bleibt ein wichtiger Teil des Gesamtunternehmens.
Für die Werner Ditzinger GmbH ist Asta einer von sieben Standorten, und zwar ein bedeutender: Rund ein Viertel des Jahresumsatzes von gut 40 Millionen Euro wird in Neuhof erwirtschaftet. Das Geschäft ist dabei breit aufgestellt. Einerseits liefert Asta alles rund um Arbeitssicherheit – von Sicherheitsschuhen über Arbeitshandschuhe bis hin zur passenden Schutzausrüstung. Mehr als 30.000 Paar Sicherheitsschuhe und über eine Million Paar Arbeitshandschuhe pro Jahr gehen laut Standortleiter Tobias Bayer auf die Reise.
Andererseits beraten die Mitarbeiter auch direkt vor Ort in den Betrieben. Bei Begehungen wird gemeinsam geschaut, welche Sicherheitsausrüstung sinnvoll und nötig ist. Doch damit nicht genug: Auch bei defekten Maschinen oder Förderbändern ist Asta schnell zur Stelle. Dann zählt jede Minute, denn in großen Betrieben bedeutet Stillstand oft hohe Kosten.
„Technische Großhändler“ wie Asta halten deshalb ein riesiges Sortiment bereit. 1,2 Millionen Artikel sind im Unternehmen gelistet, rund 170.000 davon liegen in Wuppertal auf Lager. Im Regelfall sollen Bestellungen innerhalb von 24 Stunden beim Kunden sein – im Ernstfall auch per Kurier deutlich schneller.
Die Kundenliste kann sich ebenfalls sehen lassen: Unternehmen wie Adidas, Zott, Schaeffler oder der Nürnberger Flughafen gehören ebenso dazu wie VW. Asta ist dabei für ganz Bayern zuständig. Das Verhältnis zu den Kunden sei eng, betonte Axel Ditzinger. Häufig werde im Vorfeld genau festgelegt, welche Ersatzteile in welcher Menge vorgehalten werden sollen. Das erfordert viel Fachwissen – und Mitarbeitende, die auch am Telefon sofort wissen, welches Teil wirklich gebraucht wird.
In Neuhof arbeiten derzeit 23 Beschäftigte, im gesamten Unternehmen sind es 130. Zum Jubiläum kamen beim Safety-Day zwölf Hersteller aus verschiedenen Bereichen zusammen – von Sicherheitsschuhen bis zu Wälzlagern. Insgesamt nutzten rund 220 Unternehmen die Gelegenheit, sich zu informieren und auszutauschen.
Neben der Technik kam auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz: Ein Weißwurstfrühstück und Gegrilltes am Nachmittag sorgten für die passende gesellige Note. Am Abend feierte die Belegschaft dann noch unter sich weiter.
Die Werner Ditzinger GmbH mit Sitz in Braunschweig ist übrigens auch für die Zukunft gut aufgestellt, denn die nächste Generation ist bereits mit an Bord. Trotz der derzeit eher schwachen Lage in Branchen wie Automobil- und Maschinenbau läuft das Geschäft laut Unternehmensleitung weiterhin ordentlich. Selbst in schwierigen Zeiten habe man Rückgänge in der Instandhaltung durch andere Bereiche wie Arbeitssicherheit ausgleichen können – ein Geschäftsmodell, das offenbar auch in bewegten Zeiten stabil bleibt.