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## Auf den Spuren jüdischen Lebens in Neustadt: Neue Stadtführung mit Martin Frenkler

Wie sichtbar ist jüdische Geschichte heute noch in Neustadt – und wo muss man genauer hinschauen, um ihre Spuren zu entdecken? Genau dazu lädt eine neue Themenführung des Geschichts- und Heimatvereins ein. Martin Frenkler hat sich intensiv mit der Geschichte der Juden in Neustadt beschäftigt und nimmt Interessierte bei einem rund zweistündigen Stadtspaziergang mit auf eine Reise durch viele Jahrhunderte.

Martin Frenkler machte 1980 am Friedrich-Alexander-Gymnasium sein Abitur. Schon damals blieb ihm in Erinnerung, dass sein früherer Geschichtslehrer Dr. Wolfgang Mück zu den wenigen gehörte, die auch über die jüdische Geschichte Neustadts berichteten. Später war Frenkler als Schulpfarrer und Informatiklehrer tätig. Heute lebt er im Ruhestand in Hagenbüchach und absolvierte im vergangenen Jahr die Ausbildung zum Stadtführer in Neustadt.

Weil er bei den bisherigen Angeboten eine Lücke erkannte, entwickelte er eine eigene Themenführung zur jüdischen Geschichte der Stadt. Erstmals vorgestellt wurde sie im vergangenen Jahr beim Tag des offenen Denkmals.

Für die Konzeption sichtete Frenkler umfangreiches Material. Wichtige Quellen waren dabei unter anderem Bücher von Wolfgang Mück und Ilse Vogel. Entstanden ist daraus ein informativer Rundgang, in den der Theologe nicht nur historische Fakten, sondern auch viele Grundlagen zum Judentum einfließen lässt. In diesem Jahr zog die Führung bereits Studierende aus Erlangen nach Neustadt.

Auch der Frauenclub der evangelischen Kirche aus Hagenbüchach nutzte nun die Gelegenheit zu einer Führung. Treffpunkt war an der alten Lokomotive beim Parkplatz an der Neustadthalle. Dort erklärte Frenkler zunächst, warum Juden bereits in karolingischer Zeit das Interesse Karls des Großen geweckt hatten: Sie waren europaweit über familiäre Beziehungen vernetzt, sprachen neben der jeweiligen Landessprache auch Hebräisch und häufig weitere Sprachen – wichtige Voraussetzungen für Handel und Austausch. Karl der Große stellte sie deshalb unter seinen persönlichen Schutz und gewährte ihnen besondere Rechte.

Die zweite Station war die Stadtkirche. Dort erläuterte Frenkler die Unterschiede zwischen Kirche und Synagoge und sprach über die jüdische Diaspora nach dem jüdischen Krieg von 66 bis 73 nach Christus. Dabei zog er auch Parallelen zwischen Judentum und Christentum. Sein Fazit: „Christen und Juden haben die gleichen Wurzeln“ – sie seien lediglich „anders angebogen“.

An der Lateinschule gegenüber der evangelischen Stadtkirche rückte eine bedeutende Persönlichkeit in den Mittelpunkt: Elijah Levita, 1469 in Ipsheim geboren, später auch in Neustadt lebend. Er wurde Rabbi, jüdischer Humanist und Dichter und gilt als erster Jude, der die jüdische Sprache an europäische Humanisten vermittelte. Sein Lehrbuch hatte laut Frenkler eine enorme Bedeutung: „Luther hätte ohne dieses Buch die Bibel nicht übersetzen können.“

Am Alten Schloss, dem heutigen Karpfenmuseum, berichtete Frenkler vom sogenannten Rintfleisch-Pogrom des Jahres 1298 in Franken. Außerdem ging es um Markgräfin Anna, deren Figur heute im Apothekergarten im Schlosshof zu sehen ist. Die Witwe des Markgrafen Albrecht Achilles wählte Neustadt als Witwensitz und gewährte den damals hier lebenden Juden Schutz und Sicherheit. Trotz ihrer Bedeutung etwa als Steuerzahler seien Juden jedoch immer wieder aus Städten verdrängt worden. Frenkler brachte diese widersprüchliche Entwicklung so auf den Punkt: „Christen und Juden haben sich parallel entwickelt und waren doch spinnefeind.“

Ein besonders eindringlicher Halt war die ehemalige Synagoge in der Gartenstraße. Sie wurde von der früheren jüdischen Gemeinde in Pahres errichtet, die nach Neustadt übersiedelt war. Frenkler schilderte, dass die Nationalsozialisten bereits vor Hitlers Machtergreifung die stärkste Fraktion im Neustädter Stadtrat bildeten. Für jüdische Bürgerinnen und Bürger hatte das früh spürbare Folgen – viele mussten die Stadt schon vor 1933 verlassen.

Auch die Novemberpogrome von 1938, die Zerstörung der Synagoge und die Übergriffe auf jüdische Familien in Neustadt waren Teil der Führung. Dabei übte Frenkler deutliche Kritik am heutigen Umgang mit dem Gedenken. Während es in Neustadt noch immer einen Leonhard-Bankel-Platz gebe – benannt nach dem inzwischen sehr umstrittenen früheren Bürgermeister – fehle eine sichtbare Würdigung bedeutender jüdischer Persönlichkeiten wie Elijah Levita bislang im Stadtbild.

Für den Jahrestag der Reichspogromnacht im November plant Martin Frenkler bereits einen weiteren Gedenkspaziergang. Seine Führung macht deutlich: Jüdische Geschichte in Neustadt ist nicht nur ein Kapitel der Vergangenheit – sie gehört sichtbar erinnert und erzählt.

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# „Willkommen in Deutschland“?! – Erfahrungen aus Scheinfeld sollen Kommunen im Landkreis helfen

Was tun, wenn plötzlich viele Geflüchtete vor Ort ankommen – und vieles schnell, pragmatisch und menschlich organisiert werden muss? Genau darüber haben Bernd Klatt und Thomas Kreitschmann vom Helferkreis Asyl der Stadt Scheinfeld jetzt bei der Bürgermeisterdienstversammlung im Neustädter Landratsamt gesprochen. Ihre Botschaft: Die nächste Flüchtlingslage kann jederzeit kommen – und dann hilft vor allem eines: vorbereitet sein.

Auch wenn die Notunterkunft für Asylsuchende in Scheinfeld bereits im September 2025 aufgelöst wurde, ist das Thema für die beiden Ehrenamtlichen längst nicht abgeschlossen. Mit Blick auf die weltweiten Krisen – etwa im Iran, im Gaza-Streifen, im Jemen oder im Sudan – sei klar, dass die Lage keineswegs dauerhaft entspannt ist.

Bei der Versammlung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim gaben Klatt und Kreitschmann ihre Erfahrungen aus der praktischen Flüchtlingshilfe weiter. In Scheinfeld habe man damals viele Notsituationen erlebt – oft unvorbereitet und unter großem Zeitdruck. Dass die Stadt dadurch einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen würde, habe im Vorfeld kaum jemand erwartet.

Um andere Kommunen für mögliche ähnliche Situationen besser zu wappnen, brachten die beiden eine Broschüre mit in den Sitzungssaal. Sie trägt im Kern eine zentrale Frage: „Wie kann ich Geflüchtete sinnvoll unterstützen?“ Darin haben sie praktische Erfahrungen, Hinweise und Lösungsansätze aus der Scheinfelder Arbeit zusammengefasst.

Besonders deutlich wurde dabei: Die Ausgangslage ist für alle Beteiligten schwierig. Viele Geflüchtete kommen zunächst in Gemeinschaftsunterkünften unter, ohne sofortige Perspektive auf Arbeit oder eigenen Wohnraum. Gleichzeitig ist zu Beginn oft noch unklar, ob und wann ein Asylantrag bewilligt wird. Nach Ansicht des Helferkreises hängt ein gelingender Start in Deutschland aber vor allem an zwei Punkten: Sprachkenntnissen und dem Verständnis für die hiesige Kultur und Abläufe.

In Scheinfeld setzte man deshalb früh auf ein funktionierendes Netzwerk. Ziel war es, Probleme im Zusammenleben möglichst rasch zu erkennen und zu lösen. Die Devise lautete laut Helferkreis: nicht warten, sondern anpacken. Auch wenn nicht alles zufriedenstellend verlaufen sei und es Rückschläge gegeben habe, ziehen die Ehrenamtlichen insgesamt ein positives Fazit. Der Einsatz für ein friedliches und gerechtes Miteinander von Scheinfelder Bürgern und den Menschen in der Notunterkunft habe sich gelohnt.

Wichtig war dabei vor allem die Zusammenarbeit vieler Stellen: Sicherheitsbehörden, Kommune, Landratsamt und Ehrenamtliche arbeiteten in Scheinfeld eng zusammen. Dafür wurden verschiedene Kommunikationskreise gegründet. Ebenso entscheidend sei gewesen, die Zuständigkeiten auch für die Asylsuchenden selbst transparent zu machen.

Die Broschüre greift deshalb viele ganz praktische Fragen auf: Wie sieht eine Aufenthaltsgestattung aus? Was ist zu tun, wenn ein wichtiges Dokument verloren geht? Wie kommt man von Scheinfeld in andere Orte – und möglichst günstig? Wo befindet sich das Fundbüro? An wen wendet man sich, wenn im Zug etwas verloren wurde? Und ganz wesentlich: Was ist bei Krankheit zu tun?

Zusätzlich enthält das Heft eine Handreichung mit wichtigen Erläuterungen in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch. Mit Schaubildern und verständlich aufbereiteten Informationen sollen erste Hürden im Alltag abgebaut werden. Auch Ansprechpartner – von der Polizei bis zu Sportvereinen – sind aufgeführt. Zudem wurden Hinweise zu Aufenthaltsrecht, Arbeit und Ausbildung aufgenommen.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigten sich teils überrascht, wie viele ganz grundlegende Informationen für neu angekommene Menschen im Alltag entscheidend sind – und wie hilfreich klare, einfache Orientierung sein kann.

Angesichts der weltweiten Krisen nahmen die Rathauschefs die Broschüre „Wie kann ich helfen – Erfahrungen für Helfer“ daher mit großem Interesse entgegen. Sie erhebt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, kann im Ernstfall aber eine wertvolle Unterstützung für Kommunen und Ehrenamtliche sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Integration beginnt nicht erst beim Sprachkurs oder auf dem Arbeitsmarkt – sie beginnt oft schon bei den ganz einfachen Fragen des Alltags: Wo muss ich hin? Wer hilft mir? Wie funktioniert das hier überhaupt? Genau deshalb sind solche Erfahrungsberichte aus der Praxis so wertvoll. Sie ersetzen keine große Politik, aber sie helfen vor Ort ganz konkret weiter. Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen Chaos und einem halbwegs geordneten Start.

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# Aufhübschung für die Wilhelmstraße

In der Wilhelmstraße wird seit kurzem gebaut: Im vorderen Bereich der Neustädter Haupteinkaufsstraße laufen die Arbeiten zur Erneuerung der Gehsteige. Für Fußgänger bedeutet das aktuell Umleitungen und etwas weniger Platz auf der Fahrbahn – langfristig soll die Straße damit aber sicherer und optisch ansprechender werden.

Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss des Neustädter Stadtrats aus dem Januar 2025. Damals hatte die CSU-Fraktion beantragt, das teilweise unebene und in die Jahre gekommene Pflaster in der Wilhelmstraße zu erneuern. Begründet wurde das unter anderem mit Stolperfallen und einem wenig attraktiven Erscheinungsbild. Im Stadtrat gab es zwar grundsätzlich Zustimmung, allerdings auch Kritik: Vor allem aus der SPD kam der Einwand, dass die Pflasterarbeiten nicht isoliert betrachtet werden sollten.

Die dritte Bürgermeisterin Heike Gareis hatte sich damals für ein umfassendes Gesamtkonzept zur Aufwertung des innerstädtischen Straßenraums ausgesprochen – mit Blick auf Begrünung, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit. Die CSU hielt dagegen, dass ein solches Konzept angesichts der finanziellen Lage der Stadt wohl noch auf sich warten lassen würde und die bestehenden Schäden deshalb nicht länger liegen bleiben sollten. Am Ende wurde der Antrag mit 17 zu 7 Stimmen beschlossen.

Mit einer schnellen Umsetzung bis zum Heimatfest 2025 wurde es dann allerdings nichts. Vertreter des städtischen Bauamts erklärten nun vor Ort, dass der Auftrag erst im Herbst 2025 vergeben werden konnte und die beauftragte Firma aus Losaurach erst jetzt mit den Arbeiten begonnen hat.

Geplant ist, auf der südlichen Seite der Wilhelmstraße – beginnend am Plärrer – die alten Platten auszubauen und durch neues Pflaster zu ersetzen. Schritt für Schritt arbeiten sich die Bauarbeiter dann in Richtung Marktplatz vor. Ein Bereich vor dem Eckgebäude, in dem sich bis vor wenigen Monaten noch ein Juwelier befand, bleibt zunächst außen vor. Dort ist nach Angaben der Stadt eine umfassende Sanierung oder ein Umbau angekündigt, weshalb eine sofortige Pflasterung wenig sinnvoll wäre.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der südliche Gehsteig im Juni fertig sein. Dabei muss die Stadt allerdings auch Rücksicht auf angekündigte Fassadenarbeiten nehmen: Zwischen der Bäckerei am Plärrer und der Einmündung in die Nürnberger Straße sollen in den nächsten Wochen noch zwei Gerüste aufgestellt werden. Im weiteren Bauverlauf sollen Fußgänger nicht mehr auf die Straße umgeleitet werden müssen – dann sollen abschnittsweise die Parkbuchten als Ausweichfläche genutzt werden. Dafür werden jedoch jeweils einige Parkplätze vorübergehend entfallen.

Im Juli soll dann die nördliche Seite der Wilhelmstraße an die Reihe kommen. Ein kleiner Abschnitt vor dem Tacco und einem Nachbargebäude muss dabei nicht mehr bearbeitet werden, weil dieser im Zuge der Glasfaserverlegung bereits neu und laut Bauamt „sehr ordentlich“ gepflastert wurde.

Bis Ende August oder Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 1.200 Quadratmeter Gehweg neu gepflastert. Die Kosten liegen laut Vergabepreis bei knapp 178.000 Euro.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal mahlen die Mühlen der Kommunalpolitik eben etwas langsamer als ein Presslufthammer. Aber: Lieber spät ordentlich gepflastert als dauerhaft über schiefe Platten gestolpert. Wenn am Ende die Wilhelmstraße sicherer wird und auch noch besser aussieht, ist das für Neustadt sicher keine schlechte Investition – auch wenn der Weg dorthin fast so lang war wie manche Diskussion im Stadtrat.

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**Neustadt: Baugebiet „Auf der Höhe III“ rückt näher – 62 Bauplätze in Sicht**

In Neustadt ist das Thema Bauplätze seit Jahren ein Dauerbrenner. Jetzt gibt es bei einem der wichtigsten Wohnbauprojekte der Stadt endlich wieder Bewegung: Das geplante Baugebiet „Auf der Höhe III“ hat im Stadtrat den nächsten Schritt genommen. Damit zeichnet sich zumindest eine Teillösung für den angespannten Wohnungs- und Bauplatzmarkt ab – auch wenn das Vorhaben weiterhin nicht überall auf Begeisterung stößt.

Geplant ist das neue Baugebiet im Bereich zwischen Kleinerlbacher Weg sowie dem Umfeld von Klinger und Krankenhaus. Von Anfang an war das Projekt mit Gegenwind konfrontiert. Anwohner hatten unter anderem Bedenken wegen zusätzlichem Verkehr und mehr Lärm geäußert. Die Folge waren Gutachten, Verzögerungen und schließlich auch eine grundlegende Änderung im Verfahren.

Ursprünglich sollte der Bebauungsplan im sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden. Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023, das den häufig genutzten Paragraphen 13b des Baugesetzbuches für dieses Vorhaben für unzulässig erklärte, musste jedoch auf das reguläre Verfahren umgestellt werden.

Wie Bauamtsleiter Gerald Schorr erläuterte, könne man immerhin einen bereits erledigten Teil der Arbeit weiter nutzen: Die schon durchgeführte öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung werde nun als „vorgezogene Beteiligung“ im Regelverfahren gewertet. Eine Wiederholung sei daher nicht nötig. Ebenfalls wichtig für den Fortschritt sei, dass nun auch die Planung für die Erweiterung der Klinikgebäude abgeschlossen und genehmigt sei. Gerade bei Fragen zur Entwässerung habe dies zuvor eine zentrale Rolle gespielt.

**Breitere Anbindung soll Verkehr entzerren**

Dass der Stadtrat die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens nun einstimmig beschlossen hat, lag vor allem an einer überarbeiteten Verkehrsplanung. Der Übergang vom neuen Baugebiet zum Kleinerlbacher Weg, bislang eher schmal geplant und durch Pfosten für den öffentlichen Verkehr gesperrt, wurde nun deutlich breiter vorgesehen.

Grünen-Fraktionssprecher David Muck begrüßte das ausdrücklich. Aus seiner Sicht könne sich der Verkehr damit besser verteilen. Bauamtsleiter Schorr stellte allerdings klar, dass die neue Planung nichts am bisherigen Stadtratsbeschluss ändere, den Weg zunächst nicht zu öffnen. Die vorgesehenen Pfosten seien kein Bestandteil der eigentlichen Bauleitplanung. Sollte sich nach Fertigstellung und Bezug des neuen Baugebiets durch spätere Verkehrserhebungen ein anderer Bedarf zeigen, könne die Verkehrsführung aber angepasst und die Sperrung gegebenenfalls aufgehoben werden.

Im neuen Areal sind insgesamt 62 bebaubare Parzellen vorgesehen. Damit könnte sich die angespannte Situation bei den Bauplätzen in Neustadt spürbar entspannen.

**Auch Buchberg bleibt im Blick**

Der künftige Bürgermeister Alexander Müller (CSU) erinnerte daran, dass er selbst nie der größte Befürworter von „Auf der Höhe III“ gewesen sei. Umso mehr hoffe er, dass auch die Planungen für den Buchberg nun zügig vorankommen. Dort sei das Verfahren zwar noch nicht so weit, erklärte Schorr, die Stadt wolle das Thema aber weiter konsequent verfolgen.

Noch-Bürgermeister Klaus Meier nutzte die Entwicklung für einen grundsätzlichen Hinweis zur Wohnraumschaffung: Wenn man Wohnraum schaffen wolle, dauere es bis zur Umsetzung oft zehn Jahre. Ein Satz, der den langen Weg solcher Projekte ziemlich treffend zusammenfasst.

**Auch Klinik-Erweiterung geht weiter**

Parallel dazu kommt auch bei den Erweiterungsplänen für den Klinikstandort an der Paracelsusstraße Bewegung in die Sache. Laut Krankenhaus-Geschäftsführer Stefan Schilling ist dort ein Neubau mit vier Stockwerken für eine Pflegestation geplant. Hinzu kommen ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit Büros sowie Technik auf dem Dach.

Auch hier waren bei der ersten öffentlichen Auslegung zahlreiche Einwände eingegangen. Diese seien inzwischen abgearbeitet worden. In einigen Wochen soll nun die zweite vorgeschriebene öffentliche Auslegung der Pläne folgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn in Deutschland irgendwo ein neues Baugebiet entsteht, braucht man dafür gefühlt erst einmal Geduld, Aktenordner in Familiengröße und einen sehr langen Atem. In Neustadt sieht es nun immerhin so aus, als würde aus dem Dauerprojekt „Auf der Höhe III“ tatsächlich irgendwann ein echtes Wohngebiet werden. 62 Parzellen sind kein Pappenstiel – auch wenn man natürlich weiß: Kaum sind sie da, sind sie wahrscheinlich schneller weg als ein Parkplatz vor dem Supermarkt am Samstagvormittag.

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**Wald als Ausgleichsfläche: Kommunen im Neustädter Land bekommen neue Möglichkeiten**

Wer Bauland ausweist, muss auch der Natur etwas zurückgeben. Bislang war das für viele Kommunen ein schwieriges, oft auch unpopuläres Thema. Nun gibt es im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim eine neue Möglichkeit: Künftig kann unter bestimmten Voraussetzungen auch Wald als Ausgleichsfläche ins Ökokonto aufgenommen werden. Für die beteiligten Städte und Gemeinden ist das ein wichtiger Schritt.

Bei der Bürgermeisterdienstversammlung in Neustadt stellten Baudirektor Joachim Reindler vom Amt für Ländliche Entwicklung und Theresia Pöschl von der Kommunalen Allianz NeuStadt und Land das Projekt vor. Reindler machte dabei deutlich, wie lange der Weg bis hierher war: „Darauf haben wir elf Jahre hingearbeitet.“

Zur Kommunalen Allianz gehören Neustadt an der Aisch, Diespeck, Baudenbach, Gutenstetten, Münchsteinach, Dietersheim und Ipsheim. Das Interesse bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern war groß. Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz begrüßte die neue Möglichkeit ausdrücklich. Das Thema Ausgleichsflächen und Ökopunkte sei seit Jahren ein Dauerbrenner auf kommunaler Ebene.

Hintergrund ist: Wenn Kommunen neue Baugebiete ausweisen, müssen sie ökologische Ausgleichsflächen schaffen. Diese Flächen werden in einem sogenannten Ökokonto geführt und können dort über die Jahre sogar „verzinst“ werden. Künftig ist das nun auch mit geeigneten Waldflächen möglich.

Ganz ohne Vorgaben geht das allerdings nicht. Der Wald muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und entsprechend umgebaut werden. Laut Reindler dürfen die Flächen zum Beispiel nicht bereits in einer anderen Förderung gebunden sein. Zudem gelten für ein Wald-Ökokonto besondere ökologische Anforderungen.

Dazu zählt unter anderem, dass pro Hektar 30 Festmeter Totholz – stehend oder liegend – vorhanden sein müssen. Außerdem sind zehn Biotopbäume je Hektar vorgeschrieben. In der Vogelbrutzeit darf kein Holzeinschlag erfolgen, ein bestimmter Abstand zu Straßen ist einzuhalten und der Abstand zwischen zwei Rückegassen muss 30 Meter betragen. Ziel bleibt dennoch eine reguläre Waldbewirtschaftung, allerdings unter strengeren ökologischen Maßstäben und mit Ausrichtung auf einen klimaangepassten Eichenwald.

Eine wichtige Grundlage für das Projekt entstand nach der Waldneuordnung in Baudenbach vor sechs Jahren. Damals hatte Bürgermeister Wolfgang Schmidt bei der Unteren Naturschutzbehörde angefragt, ob ein „Ökokonto Wald“ möglich sei. Die Antwort lautete zunächst nein. Nach weiteren Gesprächen und Abstimmungen zwischen den Fachbehörden kam es 2024 dann zum Konsens: Ein Wald-Ökokonto soll für Kommunen möglich gemacht werden.

Im nächsten Schritt wurden die rund 1000 Hektar Waldflächen in den beteiligten Kommunen untersucht. Daraus entstand ein gefördertes Grobkonzept, das von der Planungsgruppe Landschaft erstellt wurde. Die Kosten dafür lagen bei 40.000 Euro. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte Anreicherungskulturen in Nadelforsten mit dem Nelderradverfahren sowie Lochhiebe zur Auflichtung. Die Entwicklung der Flächen soll regelmäßig kontrolliert werden.

Theresia Pöschl stellte das Potenzial der Pilotkommunen vor: Von insgesamt 954 Hektar Wald in vier ausgewählten Gemeinden eignen sich 169 Hektar grundsätzlich für ein Ökokonto. Knapp die Hälfte davon liegt im Bereich Neustadt. Die einzelnen Flächen reichen von 0,10 bis 8,93 Hektar Größe.

Allerdings wird nicht das gesamte Potenzial sofort genutzt. Zunächst soll ein Ökokonto mit einer Gesamtfläche von 53 Hektar eingerichtet werden. Daraus könnten rund 2,45 Millionen Ökopunkte entstehen. Nach Angaben von Joachim Reindler reicht das aus, um etwa 49 Hektar Baugebietsflächen auszugleichen.

Die Flächen verteilen sich auf etwa 17 Hektar in Neustadt, 16 Hektar in Diespeck, 15 Hektar in Baudenbach und fünf Hektar in Gutenstetten. Für diese Bereiche müssen nun konkrete Konzepte ausgearbeitet werden. Die Planungskosten liegen bei rund 1000 Euro pro Hektar.

Anschließend können die Gemeinden ihre vorgesehenen Flächen nach und nach bei der Unteren Naturschutzbehörde melden. Dort werden die Flächen geprüft und gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung konkretisiert. Danach kann ein Vertrag geschlossen werden. Wenn alles wie geplant läuft, könnte der Waldumbau für das Ökokonto bereits in diesem Herbst starten.

**Kommentar der Redaktion:**
Das Thema klingt auf den ersten Blick trocken wie ein Aktenordner im Rathauskeller – ist für die Gemeinden aber tatsächlich ein echter Fortschritt. Denn Ausgleichsflächen sind seit Jahren ein sensibles Thema: teuer, knapp und politisch oft unerquicklich. Wenn nun geeignete Waldflächen mit klaren ökologischen Vorgaben eingebunden werden können, schafft das mehr Spielraum vor Ort. Wichtig ist dabei aber auch: Das ist kein Freifahrtschein für neue Baugebiete, sondern funktioniert nur mit strengen Regeln und echter Aufwertung der Natur. Oder anders gesagt: Der Wald wird hier nicht zum Trick, sondern im besten Fall zum Pluspunkt – für Kommunen und Umwelt gleichermaßen.

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# Taschengeldbörse in Neustadt: Jung hilft Alt – und beide profitieren

Ein neues Angebot in Neustadt bringt Generationen zusammen und kann für viele im Alltag eine echte Hilfe sein: Mit der Taschengeldbörse sollen Jugendliche einfache Aufgaben übernehmen und sich dabei ganz legal ein bisschen Geld dazuverdienen. Gleichzeitig bekommen Seniorinnen, Senioren und andere Unterstützungsbedürftige schnell und unkompliziert Hilfe vor Ort.

Hinter dem Projekt stehen der Neustädter Seniorenrat, die Nachbarschaftshilfe des Caritasverbandes, der Jugendtreff Lazarett und die Stadt Neustadt. Ziel ist es, junge Menschen und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammenzubringen – wobei das Angebot ausdrücklich nicht nur für Seniorinnen und Senioren gedacht ist. Auch andere Neustädterinnen und Neustädter können die Unterstützung nutzen.

Das Konzept ist andernorts bereits bekannt und bewährt. Bundesweit gibt es ähnliche Modelle, auch in Markt Erlbach läuft eine solche Taschengeldbörse schon. Für Neustadt wurden dort bereits Erfahrungen gesammelt und Unterlagen übernommen. Die Vermittlung zwischen Jugendlichen und Hilfesuchenden läuft zentral über die Taschengeldbörse. Wer mitmachen möchte – egal ob als Helferin, Helfer oder als jemand, der Unterstützung sucht – muss sich dort anmelden.

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren. Für Minderjährige ist eine Einverständniserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten notwendig. Die Jugendlichen können selbst angeben, in welchem Bereich in Neustadt und den Ortsteilen sie tätig sein möchten und welche Aufgaben sie übernehmen wollen.

Die möglichen Tätigkeiten sind vielfältig: Hilfe im Garten, Einkäufe, Unterstützung bei Computer, Handy oder anderen digitalen Fragen, leichte Haushaltstätigkeiten, Tierpflege wie Gassigehen, Begleitung bei Spaziergängen, kulturellen Veranstaltungen oder Besorgungen. Auch Vorlesen oder einfach Zeit für Gespräche gehören dazu. Mehrere Einsatzbereiche können dabei gleichzeitig angegeben werden.

Für die Einsätze wird eine Vergütung von acht Euro pro Stunde empfohlen. Die einzelnen Tätigkeiten sollen pro Einsatz höchstens zwei Stunden dauern. Außerdem soll die Arbeitszeit insgesamt zehn Stunden pro Woche nicht überschreiten. Klar geregelt ist auch: Einsätze vor oder während der Schulzeit sind ausgeschlossen.

Wer Hilfe sucht, gibt an, wobei Unterstützung gebraucht wird und wie häufig. Im Vorfeld sollen mit allen Beteiligten persönliche Gespräche geführt werden, damit die Vermittlung möglichst gut passt. Denn am Ende geht es nicht nur darum, irgendeine Aufgabe zu erledigen, sondern auch darum, dass die Chemie stimmt.

Damit das Angebot schnell bekannt wird, sollen Flyer an Neustädter Schulen verteilt werden. Außerdem werden Informationen bei Veranstaltungen wie „Alt und Jung“ sowie an weiteren Stellen ausgelegt. Über einen QR-Code auf den Flyern gibt es zusätzliche Informationen.

Die Initiatoren sehen in der Taschengeldbörse weit mehr als nur eine praktische Alltagshilfe. Jugendliche können soziale Kompetenzen stärken, Verantwortung übernehmen und sich sinnvoll engagieren. Auf der anderen Seite erhalten Seniorinnen, Senioren und andere Interessierte wohnortnah Unterstützung und kommen mit jungen Menschen in Kontakt.

Unterm Strich ist die Taschengeldbörse damit genau das, was man sich von einem guten lokalen Projekt wünscht: praktisch, menschlich und für alle Seiten ein Gewinn.

**Kommentar der Redaktion:**
Eine Idee, die fast schon verdächtig vernünftig klingt: Jugendliche verdienen sich etwas dazu, ältere Menschen bekommen Unterstützung, und ganz nebenbei redet man wieder mehr miteinander statt nur übereinander. Wenn das gut angenommen wird, könnte daraus in Neustadt ein echtes Erfolgsmodell werden – und vielleicht auch ein kleiner Beweis dafür, dass „Generationenkonflikt“ nicht zwangsläufig sein muss. Manchmal reicht eben schon ein Einkauf, ein Spaziergang oder Hilfe beim Handy, damit aus einem Kontakt mehr wird als nur ein Termin im Kalender.

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**Waldbad Neustadt startet später in die Saison – heuer mit 60. Geburtstag**

Im Neustädter Waldbad laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. In diesem Jahr gibt es dabei gleich doppelt Grund zur Vorfreude: Das beliebte Freibad feiert seinen 60. Geburtstag. Die Eröffnung ist für Donnerstag, 14. Mai, an Christi Himmelfahrt, um 9 Uhr geplant.

Anders als in vielen vergangenen Jahren öffnet das Waldbad heuer nicht bereits am 1. Mai. Schwimmmeister und Betriebsleiter Julian Lindner nennt dafür personelle Gründe, aber auch die Erfahrungen aus den Vorjahren. Gerade Anfang Mai seien die Nächte oft noch sehr kalt gewesen, während die Besucherzahlen überschaubar blieben. Personal- und Energiekosten hätten dabei in keinem guten Verhältnis gestanden.

Hinter den Kulissen wird derzeit kräftig gearbeitet, damit zum Saisonstart alles bereit ist. Die Absorptionsanlage auf dem Kabinendach sowie die Photovoltaikanlage auf dem Kiosk laufen laut Lindner gut. Auch Kioskbetreiber Hartl Glück war bereits fleißig und hat unter anderem die Bar gestrichen. Die Golfanlage ist schon geöffnet.

Im Kleinkindbereich wird aktuell noch Rollrasen unter dem Seepferdchen-Spielgerät verlegt. Damit soll verhindert werden, dass sich der bisherige Fallschutz bei sommerlichen Temperaturen zu stark aufheizt.

Personell startet das Waldbad mit Schwimmmeister Julian Lindner und drei Fachangestellten für Bäderbetriebe in die Saison: Günther Kellermann, Marvin Kempf und Christian Kessel. Unterstützt werden sie von drei bis fünf Rettungsschwimmern, vier Kassenkräften und einer Reinigungskraft.

Bis zur Eröffnung ist allerdings noch einiges zu tun. Ziel war zunächst, alle Becken bis Montag mit Wasser zu füllen, damit anschließend die Techniker ihre Arbeit aufnehmen können. Insgesamt wurden dafür rund 3.600 Kubikmeter Wasser eingelassen. Etwa die Hälfte davon entfällt auf das große Schwimmerbecken, der Rest verteilt sich auf Springer-, Kinder- und Nichtschwimmerbecken. Für die komplette Befüllung werden rund acht Wochen eingeplant.

Auch für die Gäste wurde weiter investiert. Neu sind zehn Fahrradständer mit Platz für bis zu 40 Räder. Außerdem stehen noch die Pflege der Außenanlagen und der Rasenschnitt an.

Besonders erfreut zeigt sich Lindner über die Bäume, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Baum-Challenge gepflanzt wurden. Auch auf der Golfanlage wird weiter gearbeitet, dort werden Spiraleichen eingesetzt. Dem Schwimmmeister ist es wichtig, dass das Bad möglichst viele Schattenplätze bieten kann.

**Saisonkarten schon jetzt erhältlich**

Bereits mehr als 50 Saisonkarten wurden verkauft. Wer sich frühzeitig entscheidet, erhält zusätzlich einen einmaligen Gutschein für die Golfanlage und nimmt an einer Verlosung für eine Saisonkarte für das kommende Jahr teil. Erhältlich sind die Saisonkarten täglich von 10 bis 18 Uhr.

Spannend dürfte auch der erste offizielle Besuch des neuen Bürgermeisters Alexander Müller im Waldbad werden. Lindner zeigt sich neugierig, welche Aktion sich dieser für das Jubiläumsjahr einfallen lässt. Sein Vorgänger Klaus Meier hatte sich einst mit einem Kopfsprung vom Fünf-Meter-Brett verabschiedet.

Zum 60-jährigen Bestehen sind außerdem besondere Aktionen geplant. Die Ostereiersuche hat bereits stattgefunden. Am 25. und 26. April werden zudem die Schiffsmodellbauer mit ihren detailreichen Miniaturflotten auf dem Neustädter „Meer“ erwartet. Mehr als 200 Gäste sollen dabei dabei sein. Die geplanten Öffnungszeiten liegen an beiden Tagen voraussichtlich zwischen 11 und 18 Uhr. Waldbadluft kann also schon vor dem offiziellen Saisonstart geschnuppert werden.

**Kommentar der Redaktion:**
60 Jahre Waldbad – das ist in Neustadt nicht einfach nur ein Freibad-Geburtstag, sondern fast schon ein Stück Sommergeschichte. Dass man heuer etwas später öffnet, klingt erst einmal ungewohnt, ist aber angesichts von Wetter, Energie- und Personalkosten nachvollziehbar. Lieber ein guter Start mit ordentlicher Vorbereitung als frierende Badegäste am Beckenrand. Und wenn dann noch Schattenplätze, neue Fahrradständer und ein Jubiläumsprogramm dazukommen, darf man sagen: Das Waldbad macht sich nicht nur hübsch, sondern auch fit für die Zukunft. Bleibt nur noch die Frage, ob Bürgermeister Müller eher den symbolischen Sprung wagt – oder trocken davonkommt.

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**Frühlingsfest in Neustadt an der Aisch: Drei Tage Musik, Markt und gute Laune**

Der Frühling ist zurück – und mit ihm ein buntes Festwochenende in Neustadt an der Aisch. Vom 1. bis 3. Mai 2026 lädt die Stadt zum Frühlingsfest ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Marktgeschehen, Kulinarik, Familienangeboten und vielen Aktionen in der Innenstadt.

Zum Auftakt am Freitag, 1. Mai, startet um 18 Uhr auf dem Marktplatz ein DJ-Abend mit Mike Scion, organisiert von der Eventbar GECCO. Rund um den Marktplatz sorgen die örtlichen Wirte für passende kulinarische Angebote.

Am Samstag, 2. Mai, findet von 8 bis 12.30 Uhr der Bauernmarkt auf dem Marktplatz statt. Am Abend geht es dort ab 19 Uhr musikalisch weiter: Vor der Kulisse des Rathauses spielt die Band „Volldampf“. Der Eintritt ist frei, dazu gibt es verschiedene Speisenangebote.

Der Sonntag, 3. Mai, hält besonders viele Programmpunkte bereit. Von 9 bis 17 Uhr lädt der Walburgimarkt in der Bahnhofstraße zum Bummeln und Entdecken ein. Ab 10 Uhr wird in der Wilhelmstraße bei der Automeile eine Auswahl neuer Fahrzeugmodelle präsentiert. Auch THW und BRK sind vor Ort und geben Einblicke in ihre Arbeit.

Für Kinder gibt es von 11 bis 16 Uhr in der Ludwigstraße ein eigenes Programm, organisiert vom HC Neustadt. Mit Hüpfburg und weiteren Aktionen dürfte auch bei den jüngsten Gästen keine Langeweile aufkommen.

Ab 12.30 Uhr öffnen die Geschäfte der Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag ab 13 Uhr von der Stadtkapelle Frankenland.

Im Rahmen des Heimat.Erlebnistages werden zudem zwei Führungen angeboten: Um 13 Uhr geht es um Neustadts Kirchen, um 15 Uhr steht das Karpfenmuseum im Mittelpunkt. Ebenfalls um 15 Uhr ist bei schönem Wetter ein Promenadenkonzert der Stadtkapelle Scheinfeld geplant. Der Eintritt ist auch hier frei.

Damit dürfte Neustadt an der Aisch Anfang Mai einmal mehr zeigen, wie lebendig die Innenstadt sein kann – mit Angeboten für Familien, Musikfreunde, Marktbesucher und alle, die einfach gerne durch die Stadt schlendern.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Wochenende, bei dem man fast nur noch hoffen muss, dass das Wetter mitspielt. Wobei: In Franken weiß man ja, dass ein Fest notfalls auch mit Jacke, Schirm und Bratwurst in der Hand funktioniert. Das Programm ist jedenfalls so breit aufgestellt, dass für fast jeden etwas dabei sein dürfte – vom Marktbesuch bis zum Konzertabend.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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# Vollsperrung in der Nägeleinsgasse: Wasserleitungsbau sorgt für Umleitung in Neustadt a.d.Aisch

Wer in Neustadt a.d.Aisch regelmäßig durch die Nägeleinsgasse unterwegs ist, muss sich in den kommenden Wochen auf Änderungen einstellen. Wegen Bauarbeiten an der Wasserleitung wird ein Teil der Straße für rund zwei Monate komplett gesperrt. Für Anwohner, Pendler und alle, die dort unterwegs sind, heißt das: besser frühzeitig die Route anpassen.

Nach Angaben aus dem Rathaus wird die Nägeleinsgasse im Bereich zwischen den Hausnummern 2 und 18 von **27. April 2026 bis voraussichtlich 26. Juni 2026** vollständig gesperrt. Grund für die Maßnahme ist der **Neubau einer Wasserleitung**.

Die ausgeschilderte Umleitung führt über die **Multerngasse** und die **Luitpoldstraße**. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die aufgestellten Verkehrszeichen und Hinweise zu beachten. Gerade zu Stoßzeiten kann es sinnvoll sein, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen.

Die Stadt bittet um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit.

**Kommentar der Redaktion:**
Baustellen sind selten ein Grund für Begeisterung – aber wenn am Ende die Infrastruktur wieder ein Stück besser dasteht, ist die Sperrung wenigstens nicht ganz umsonst. Und wie immer gilt in Neustadt: Man findet fast immer einen anderen Weg – manchmal sogar den schöneren. Wer regelmäßig in dem Bereich unterwegs ist, darf uns gern schreiben, wie sich die Umleitung im Alltag bewährt.

Quelle: Stadt Neustadt a.d.Aisch
https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles

(c) Bild: NaAZA.de supported by Sora

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# Neustädter Stadtrat: Wärmeplanung, Kernwege, Feuerwehrhaus und neue Bäume

Trotz Erkältung ließ es sich Florian Witzler, Klimamanager der Stadt Neustadt a.d.Aisch, nicht nehmen, den Stadtrat persönlich über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung zu informieren. Neben spannenden Bürgerideen ging es in der Sitzung außerdem um den Ausbau von Kernwegen bei Unterschweinach, die Möblierung des neuen Feuerwehrhauses, Ersatzpflanzungen im Stadtgebiet und die nächsten Termine im Rathaus.

Im Zuge der öffentlichen Auslegung zur kommunalen Wärmeplanung haben sich nach Angaben von Witzler zwei Bürger mit eigenen Vorschlägen eingebracht. Besonders hervorgehoben wurde ein ausführlich ausgearbeitetes Konzept für einen Erdsonden-Wärmespeicher. Dieses sei inhaltlich sehr interessant und werde in die kommunale Wärmeplanung integriert. Auch ein weiterer Vorschlag zur Nutzung des Erdgeschosses im alten Feuerwehrhaus für eine Großwärmepumpe sei zwar aufgrund anderer Planungen aktuell nicht umsetzbar, dennoch inhaltlich wertvoll. Die Stadt wolle das Thema deshalb für künftige Überlegungen im Blick behalten. Witzler betonte dazu, dass es positiv sei, wenn sich Bürger aktiv an solchen Prozessen beteiligen.

Auch beim Thema Infrastruktur gab es Neuigkeiten: Zwei Kernwege im Bereich der Biogasanlage Schweigert bei Unterschweinach sollen in absehbarer Zeit ausgebaut werden. Bauamtsleiter Gerald Schorr informierte, dass die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden bereits erfolgt sei und das vereinfachte Verfahren beantragt wurde. Als nächster Schritt müsse nun noch die angestrebte Kostenvereinbarung zwischen der Flurordnungsgemeinschaft NeuStadt und Land sowie der Stadt abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für beide Wege liegen bei rund 713.000 Euro, der Anteil der Stadt bei etwa 162.000 Euro.

Einstimmig beschlossen wurde außerdem die Vergabe für die Möblierung des Feuerwehrhauses. Den Zuschlag erhält eine Firma aus Jena. Laut Schorr lag das Angebot bei rund 224.500 Euro und damit nahezu exakt auf Höhe der vorherigen Kalkulation von etwa 223.000 Euro. Insgesamt waren lediglich zwei wertbare Angebote eingegangen.

Im Bereich der Verlängerung des Fußwegs von der Parkstraße in die Bastei hat der Bauhof nach Angaben von Bürgermeister Klaus Meier eine Aufforstung mit neun heimischen Bäumen vorgenommen. Hintergrund ist die Fällung von vier großen Weiden im vergangenen Dezember, die aufgrund ihres schlechten Zustands aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten. Als Ersatz wurden nun vier Hochstammbäume – Ulmen und Weiden – sowie fünf Hainbuchen gepflanzt. Zusätzlich setzte man im weiteren Verlauf zehn Erlen, um das Ufer des Strahlbachs zu stabilisieren.

Bereits terminiert sind auch die nächsten wichtigen Sitzungen im Rathaus: Die Verabschiedung der ausscheidenden Ortssprecher, Stadtratsmitglieder und des Bürgermeisters findet am Mittwoch, 29. April, im großen Sitzungssaal statt. Die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums ist für den 11. Mai vorgesehen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn sich Bürger mit durchdachten Ideen in die Wärmeplanung einbringen, ist das ein gutes Zeichen. Kommunalpolitik wirkt oft trocken – dabei entscheidet sie ganz konkret darüber, wie künftig geheizt, gebaut, gepflanzt und investiert wird. Und wenn eine Ausschreibung mal fast punktgenau auf der Kalkulation landet, darf man das im Rathaus vermutlich schon als seltenen Volltreffer verbuchen.

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# Landkreis-Grüne warnen vor Folgen des geplanten „Netzpakets“

Was auf Bundesebene beschlossen wird, kann auch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ganz konkrete Auswirkungen haben. Genau davor warnt jetzt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen: Die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Änderungen im sogenannten „Netzpaket“ könnten nach Einschätzung der Partei den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich bremsen – und damit auch Arbeitsplätze sowie kommunale Einnahmen gefährden.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Rettet die Erneuerbaren“ am 18. April machte der Kreisverband auf die Bedeutung der Energiewende vor Ort aufmerksam. Nach Angaben der Grünen ist die Region beim Ausbau erneuerbarer Energien bereits gut aufgestellt: Durch Windkraft, Photovoltaik, Biogas und Speicher werde derzeit rund 1,8-mal mehr Strom erzeugt als vor Ort verbraucht. Dieser Ausbau habe nicht nur zur regionalen Energieversorgung beigetragen, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen und den Kommunen zusätzliche Steuereinnahmen gebracht.

Kritisch sehen die Grünen nun vor allem mögliche Änderungen bei der Abnahmegarantie für Strom aus neuen Wind- und Solarparks. Sollte diese tatsächlich entfallen, könnten laufende und geplante Projekte deutlich schwerer umsetzbar werden. Als Beispiel nennt der Kreisverband die geplanten Bürgerwindräder im Schußbachwald bei Bad Windsheim. Auch neue kommunale Initiativen könnten dadurch bereits in einem frühen Stadium ausgebremst werden.

Zusätzlich befürchten die Grünen Einschnitte bei der Einspeisevergütung für Dach-Photovoltaikanlagen. Das könne dazu führen, dass weniger Dächer mit Solaranlagen ausgestattet werden, Handwerksbetriebe weniger Aufträge erhalten und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten wieder steige. Gerade mit Blick auf internationale Krisen und unsichere Weltmärkte sei Energiesouveränität aus ihrer Sicht wichtiger denn je.

In einer Pressemitteilung erklärt Kreisrätin Ruth Halbritter: „Der Aktionstag ist ein klares Signal: Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen politischen Entscheidungen die Energiewende in unserer Region aushöhlen lassen.“ Fraktionsvorsitzender David Muck ergänzt: „Nur mit verlässlicher Planungssicherheit können wir Arbeitsplätze sichern, bezahlbaren Strom garantieren und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Weltmarktpreisen erreichen.“

Als Beispiele für eine aus Sicht der Grünen gelungene Energiewende im Landkreis und in der Region werden unter anderem das Stadtwindrad der Stadt Uffenheim, die Bürgerenergiegenossenschaft „Regional versorgt“ sowie verschiedene Biomasse-Nahwärmenetze genannt. Bundesweit decken erneuerbare Energien inzwischen mehr als die Hälfte der Stromerzeugung ab. Beim gesamten Endenergieverbrauch für Strom, Wärme und Mobilität liege der Anteil allerdings erst bei 24 Prozent.

Gerade darin sieht der Kreisverband weiteres Potenzial – etwa beim Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher, digitaler Stromnetze und bei der Wasserstoffproduktion. Gefordert wird deshalb, das geplante Netzpaket in der vorliegenden Form zu stoppen und stattdessen die Modernisierung der Energiesysteme voranzutreiben.

Die Grünen rufen Entscheidungsträger, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger im Landkreis dazu auf, die Energiewende vor Ort weiter zu unterstützen und faire Beteiligungsmodelle zu stärken, damit die regionale Wertschöpfung in der Heimat bleibt.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn es um Energie geht, ist das Thema oft sperriger als ein alter Sicherungskasten im Keller. Klar ist aber: Was in Berlin beschlossen wird, landet am Ende auch auf dem Dach, auf dem Feld und auf der Stromrechnung bei uns vor Ort. Gerade in einer ländlichen Region, in der Bürgerenergie, Solar und Windkraft längst keine graue Theorie mehr sind, schauen viele genau hin. Ob das „Netzpaket“ am Ende wirklich zur Bremse wird, muss sich zeigen – die Sorgen darüber sind jedenfalls nicht aus der Luft gegriffen. Und wie so oft gilt: Wenn man Investitionen will, sollte man den Leuten vorher nicht den Stecker ziehen.

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# Zwischen Klick und Klassenzimmer: Schülerzeitungen im Landkreis kämpfen ums Überleben

Früher gehörten sie an vielen Schulen ganz selbstverständlich dazu, heute sind sie selten geworden: Schülerzeitungen. Was einst in Redaktionsräumen, auf Schreibmaschinen oder später am Computer entstand, ist im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim inzwischen eher die Ausnahme als die Regel. Doch ganz verschwunden ist das Format nicht – und an einigen Schulen wird mit neuen Ideen daran gearbeitet, junge Menschen wieder fürs Schreiben, Recherchieren und Gestalten zu begeistern.

Am Gymnasium in Scheinfeld lebt die Schülerzeitung unter dem Namen **„INSIDER“** weiter – allerdings nicht mehr gedruckt, sondern konsequent digital. Betreut wird das Projekt von den Deutschlehrerinnen **Regina Wiederer** und **Rebekka Hack**, die das Medium mit einem neuen Konzept wieder attraktiver machen wollen. Inhaltlich ist die Zeitung breit aufgestellt: von DIY-Beiträgen über Kindheitsfotos von Lehrkräften bis hin zu Interviews und persönlichen Erfahrungsberichten der Schülerinnen und Schüler. Für Regina Wiederer ist klar: Wer heute junge Leser erreichen will, muss sich verändern und mit der Zeit gehen.

Im zugehörigen Kurs lernen die Jugendlichen nicht nur das Schreiben, sondern auch journalistische und mediale Grundlagen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Kreativität innerhalb eines journalistischen Rahmens. Genau dieses Hineinschnuppern in die Welt des Journalismus soll künftig noch weiter ausgebaut werden.

Auch am **Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium in Bad Windsheim** gibt es mit der **„BESTStEller“** noch eine Schülerzeitung. Allerdings erscheinen die Ausgaben dort nach Angaben der betreuenden Lehrkraft **Julia Gold** inzwischen deutlich seltener und unregelmäßiger. Wenn eine neue Ausgabe kommt, dann nur noch online über die Schulhomepage.

Eine besondere Ausnahme im Landkreis ist die Schülerzeitung **„Die Sonnenseiten“** an der Schule in **Diespeck**. Sie erscheint einmal im Jahr – meist kurz vor den großen Ferien – sogar noch in gedruckter Form. Betreut wird sie aktuell von **Katrin Roth** und **Kerstin Bock**. Die Auflage liegt bei rund 400 Exemplaren, finanziert wird das Heft über Sponsoren und Anzeigen. Entsprechend ist auch Werbung enthalten, doch so soll der Preis für die Leser erschwinglich bleiben. Ein Exemplar kostet zwischen drei und vier Euro.

Die Texte stammen von den Schülerinnen und Schülern selbst. Eine klassische Redaktion gibt es in Diespeck zwar nicht, aber in den Klassen werden die Kinder von ihren Lehrkräften zum Schreiben motiviert. Inhaltlich geht es vor allem um das Schulleben: Konzerte, Ausflüge, Sportveranstaltungen, dazu Witze, Steckbriefe von Lehrkräften und Personal sowie ein Grußwort. Organisation, Layout, Druckerei und die Suche nach Anzeigenkunden übernehmen die betreuenden Lehrerinnen. Das sei viel Arbeit, lohne sich aber, weil vielen die Zeitung nach wie vor wichtig sei.

Gerade beim kreativen Schreiben sieht Katrin Roth einen großen Wert. Für viele Kinder sei es ein besonderer Anreiz, den eigenen Text später tatsächlich gedruckt in den Händen zu halten. Manchmal schließen sich auch mehrere Kinder zusammen und verfassen gemeinsam Beiträge. Vor dem Druck wird natürlich noch einmal Korrektur gelesen – blamieren soll sich schließlich niemand.

Am **Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt an der Aisch** ist die frühere Schülerzeitung dagegen mittlerweile Geschichte. Von 2016 bis 2023 lief sie noch als P-Seminar. Schulleiter **Norbert Zips** erklärt, dass das Interesse bei Schülern und Lehrkräften immer weiter zurückgegangen sei. Irgendwann seien Aufwand und Kosten schlicht zu hoch gewesen, um das Projekt fortzuführen. Dabei war das Themenspektrum dort durchaus vielfältig – von Politik über Schulgeschehen bis hin zu Umweltfragen und Anekdoten. Eine Rückkehr ist derzeit zwar nicht geplant, grundsätzlich ausgeschlossen ist eine spätere Wiederbelebung aber nicht.

In Scheinfeld setzt man unterdessen bewusst auf niedrigere Hürden, um möglichst viele Jugendliche mitzunehmen. Die Schülerzeitung wird dort als Wahlfach am Mittwochnachmittag angeboten. Weil zusätzlicher Nachmittagsunterricht nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöst, gibt es für ältere Schülerinnen und Schüler inzwischen auch eine Art **Homeoffice-Option**. Wer aus Interesse mitmacht und nicht für Abiturpunkte, bekommt zudem keine Note.

Regina Wiederer betont, dass man bewusst auf eine lockere Atmosphäre achte. Es gehe nicht darum, 90 Minuten Frontalunterricht abzuhalten, sondern darum, jungen Menschen Raum für kreatives Arbeiten zu geben – ohne den üblichen Notendruck. Gerade Schülerinnen und Schüler, die gerne schreiben, sollten auch außerhalb des klassischen Unterrichts Möglichkeiten bekommen, sich auszuprobieren.

Für den Fortbestand der modernen Schülerzeitung hält Wiederer den Schritt ins Digitale für entscheidend. In der Schule werden QR-Codes verteilt, über die die Ausgaben direkt per Smartphone abrufbar sind. Außerdem werden die Links im Schüler-Elternportal eingebunden. Seit rund einem Jahr wird zusätzlich über den Instagram-Kanal der SMV für die Schülerzeitung geworben. Nach Einschätzung der betreuenden Lehrkräfte war genau das ein wichtiger Schritt nach vorne. Hinzu kommt ein ganz praktischer Vorteil: Druckkosten fallen keine mehr an.

Um den Kurs noch attraktiver zu machen, denkt man in Scheinfeld auch über Kooperationen und Workshops nach – etwa mit Fotografen oder durch Angebote wie die Jugendzeitungs-Kampagne des Bayerischen Rundfunks. Solche Möglichkeiten, auch einmal außerhalb der Schule Erfahrungen zu sammeln, kommen bei den Jugendlichen gut an.

Inhaltlich soll die Schülerzeitung offen bleiben. Nach Aussage der beiden Lehrkräfte wird kein Themenvorschlag einfach abgelehnt. Jedes Schulhalbjahr steht zwar unter einem gemeinsam gewählten Grundthema, doch grundsätzlich soll Platz für viele unterschiedliche Ideen sein. Zwei größere Ausgaben pro Schuljahr sind derzeit vorgesehen.

Wichtig ist den Verantwortlichen dabei auch eines: **Noten sollen keine Eintrittskarte sein**. Wer anfangen würde, nur auf schulische Leistungen zu schauen, würde viele Interessierte eher abschrecken. Für Regina Wiederer wäre das der falsche Weg. Denn Schülerzeitungen leben nicht von Elite-Auswahl, sondern von Neugier, Kreativität und dem Mut, einfach mal loszuschreiben.

**Kommentar der Redaktion:**
Früher lag die Schülerzeitung oft irgendwo zwischen Pausenbrot, Matheheft und Tintenkiller – heute muss sie gegen Smartphone, Streaming und Social Media bestehen. Kein leichtes Spiel. Umso schöner ist es, dass es im Landkreis noch Schulen gibt, die das Schreiben nicht einfach sang- und klanglos beerdigen. Gerade in Zeiten von schnellen Meinungen und kurzen Videos ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn junge Menschen lernen, sauber zu formulieren, zu recherchieren und Gedanken in Sätze zu packen, die länger halten als ein Story-Post für 24 Stunden. Und ganz ehrlich: Eine gute Schülerzeitung war schon immer irgendwo zwischen Insiderwissen, Charme, Chaos und Wahrheitsfindung unterwegs – also fast wie der echte Journalismus.

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**Neustädter Autorin gewinnt auf der Leipziger Buchmesse den „Seraph“**

Ein Buch schreiben – mit diesem Gedanken spielen viele. Die Neustädterin Christiane Osterlänger hat ihn nicht nur ernst genommen, sondern gleich beeindruckend umgesetzt: Sie veröffentlichte eine zweibändige Urban-Fantasy-Reihe, fand schnell einen Verlag – und wurde nun auf der Leipziger Buchmesse mit einem renommierten Literaturpreis ausgezeichnet.

Für den ersten Band ihrer im Weltenbaumverlag erschienenen Dilogie **„Drachenseelensplitter – Demons within“** erhielt die 30-Jährige, die unter dem Pseudonym **Jenna T. Scriver** schreibt, den **Phantastikpreis „Seraph“** in der Kategorie **„Bestes Debüt 2026“**. Verliehen wird der Preis von der Phantastischen Akademie, die dem Phantastik-Genre im Literaturbetrieb mehr Aufmerksamkeit verschaffen will.

Noch immer kann Christiane Osterlänger den Erfolg kaum glauben. Die Freude über die Auszeichnung ist groß. In der Laudatio wurde besonders hervorgehoben, dass es ihr gelungen sei, in der Urban Fantasy eine packende Geschichte über Magie, Besessenheit und Dämonen mit dramatischer und zugleich zurückhaltend romantischer Spannung zu erzählen. Auch der sensible Umgang mit psychischen Erkrankungen wurde von der Jury ausdrücklich gewürdigt. Die Geschichte zeige, dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen zu tragen habe, ohne darauf reduziert zu werden.

Gerade diese Mischung aus Melancholie, Schwere und Humor ist der Neustädter Autorin besonders wichtig. Für sie gehört zur Glaubwürdigkeit einer Geschichte, dass Emotionen authentisch wirken – auch, weil darin ein Stück persönlicher Erfahrung steckt.

Dankbar ist Osterlänger vor allem ihrer Verlegerin, die stets an sie glaubte und das Buch sogar ohne ihr Wissen für die Nominierung eingereicht hatte. Umso größer war die Überraschung, als am Ende tatsächlich der Preis an sie ging. Besonders schätzt die Autorin, dass sie in ihrem Verlag nicht unter permanentem Zeitdruck arbeiten müsse. Denn, so ihre Überzeugung: **„Geschichten brauchen Luft zum Atmen.“**

Der Weg zum Bucherfolg begann nicht über Nacht. Schon früh begeisterte sich Christiane Osterlänger fürs Schreiben. Nach ihrem Abschluss an der FOS in Fürth arbeitete sie zunächst in der Gastronomie und später im Einzelhandel. Eine Anzeige der Akademie für kreative Berufe brachte dann eine neue Wendung. Eigentlich interessierte sie sich dort zunächst für die Ausbildung zur Synchronsprecherin. Während der Ausbildung sollten die Teilnehmenden in einer Kleingruppe ein Hörspiel auswählen und neu vertonen. Osterlänger wollte lieber selbst eines schreiben – und bekam dafür grünes Licht. Das Ergebnis aus dem Fantasy-Bereich kam gut an.

Kreativität sei für sie seit jeher Herzenssache. Schon als Kind erfand sie eigene Geschichten und tauchte immer wieder in Fantasiewelten ab. Nach dem Tod eines ihr nahestehenden Menschen trug sie sich bereits mit dem Gedanken, ihre Trauer literarisch zu verarbeiten. Doch damals, sagt sie rückblickend, sei die Zeit dafür noch nicht reif gewesen.

Nach dem Abschluss an der Akademie nahm das Schreiben dann ernsthaft Fahrt auf. Ursprünglich wollte sie sich mit einer Kurzgeschichte an einem Wettbewerb beteiligen. Doch schnell merkte sie, dass kurze Formen nicht ihre Stärke sind. Die Figuren ihrer Geschichte entwickelten ein Eigenleben, drängten in den Vordergrund und ließen sie nicht mehr los. Immer neue Ideen kamen hinzu, wurden überarbeitet, verändert oder auch wieder verworfen.

Begonnen hatte sie mit dem Projekt im **Juni 2020**, fertig war das Werk schließlich im **Mai 2025**. Als sie auf den Weltenbaumverlag aufmerksam wurde und ihr sowohl die Buchcover als auch der Internetauftritt zusagten, schickte sie ein Exposé ein. Mit einer schnellen Antwort hatte sie nicht gerechnet – doch bereits am nächsten Tag kam die Rückmeldung mit der Bitte, das Manuskript einzureichen. Daraus entstand eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verlag und ihrer Lektorin.

Veröffentlicht wurden inzwischen zwei Bände der **„Drachenseelensplitter“** – unter dem Pseudonym **Jenna T. Scriver**. Der Name hat dabei eine ganz persönliche Geschichte: „Jenna“ hieß eine Husky-Hündin aus einem Film, den sie als Kind liebte. „Scriver“ stammt vom Nachnamen einer Buchfigur. Und das „T“ steht, wie sie mit einem Schmunzeln erklärt, ganz einfach für **Tee**, den sie gerne trinkt.

Stillstand gibt es für die Neustädterin nicht. Aktuell arbeitet Christiane Osterlänger bereits an einem neuen Projekt. Geplant ist ein **Hörbuch**, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Dabei wird sie einer ihrer Protagonistinnen selbst die Stimme leihen. Umgesetzt wird das Projekt mit dem **Utopie-Verlag**.

**Kommentar der Redaktion:**
Aus Neustadt an der Aisch auf die Leipziger Buchmesse – das ist schon eine Hausnummer. Besonders schön: Hier zeigt sich, dass kreative Geschichten aus unserer Region nicht nur im stillen Kämmerchen entstehen, sondern auch überregional Beachtung finden. Und wer sechs Jahre an einem Werk arbeitet, der weiß: Ein Buch schreibt sich eben nicht zwischen Tür, Angel und Teetasse – auch wenn Letztere bei Jenna T. Scriver offenbar eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt.

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**Blitzermarathon im Landkreis: Hier kontrolliert die Polizei diese Woche verstärkt**

Wer in diesen Tagen im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim unterwegs ist, sollte den Tacho besser besonders gut im Blick behalten. Mit der sogenannten „Speedweek“ nimmt die Polizei in ganz Deutschland verstärkt Raserinnen und Raser ins Visier – und am Mittwoch steht mit dem Blitzermarathon der Höhepunkt der Aktionswoche an. Auch in unserer Region sind zahlreiche Messstellen angekündigt, dazu kommen weitere unangekündigte Kontrollen.

Von Sonntag, 13. April, bis Samstag, 19. April, wird bundesweit verstärkt kontrolliert. Allein in Bayern sind laut Innenministerium mehr als 1000 Messstellen geplant. Besonders intensiv wird es von Mittwoch, 15. April, 6 Uhr, bis Donnerstag, 16. April, 6 Uhr. In diesem Zeitraum müssen Autofahrerinnen und Autofahrer mit vielen Geschwindigkeitsmessungen rechnen – auch an Orten, die nicht vorab veröffentlicht wurden.

Hintergrund der Aktion ist die nach wie vor hohe Zahl von Unfällen durch überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Die Polizei will mit der Kontrollwoche für mehr Verkehrssicherheit sorgen und gefährliche Raserei eindämmen.

Für den Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim wurden unter anderem folgende Messstellen angekündigt:

**Bad Windsheim**
– Wiebelsheimer Straße in Richtung Ortsende
– Staatsstraße 2253 zwischen Rüdisbronn und Berolzheim

**Burgbernheim**
– B470 in Richtung Illesheim

**Dietersheim**
– B470 von Dottenheim in Richtung Ipsheim

**Markt Erlbach**
– Staatsstraße 2252 bei Haaghof

**Neustadt an der Aisch**
– vor der Comeniusschule
– An der Bastei

**Oberickelsheim**
– B13 Richtung A7

**Scheinfeld**
– B8 beim Abzweig nach Unterlaimbach (außerorts)

**Uffenheim**
– bei der Grund- und Mittelschule in der Schulstraße
– Adelhofer Straße
– Ulsenheimer Straße auf Höhe der Oberen Mühle

Wer also in Neustadt, Markt Erlbach, Bad Windsheim oder auf den Bundes- und Staatsstraßen im Landkreis unterwegs ist, sollte in dieser Woche besonders aufmerksam und angepasst fahren. Denn neben den bekannten Messpunkten setzt die Polizei auch ganz bewusst auf den Überraschungseffekt.

**Kommentar der Redaktion:**
Mal ehrlich: Wer sich über einen Blitzer aufregt, sollte vielleicht zuerst aufs eigene Gaspedal schauen. Gerade vor Schulen, in Ortsdurchfahrten oder an bekannten Gefahrenstellen hört der Spaß schnell auf. Und wenn die „Speedweek“ am Ende dafür sorgt, dass ein paar Leute früher vom Gas gehen, dann hat sie ihren Zweck erfüllt. Ein paar Minuten später ankommen ist eben immer noch besser als gar nicht.

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# Stadtrat tagt in Neustadt an der Aisch: Entscheidungen aus dem Rathaus stehen an

Im Neustädter Rathaus steht die nächste Stadtratssitzung bevor: Am Mittwoch, 15. April 2026, kommen die Mitglieder des Stadtrates im Großen Sitzungssaal zusammen. Beginn ist um 18:30 Uhr. Für Bürgerinnen und Bürger ist das eine gute Gelegenheit, Kommunalpolitik direkt vor Ort mitzuerleben und zu erfahren, welche Themen die Stadt aktuell bewegen.

Auf der Sitzung werden die anstehenden Punkte der Tagesordnung behandelt, die für Neustadt an der Aisch von Bedeutung sind. Auch wenn die Tagesordnung bereits im Vorfeld bekannt gemacht wurde, ist es oft etwas anderes, Diskussionen, Argumente und Entscheidungen unmittelbar im Sitzungssaal mitzuverfolgen. Gerade dort zeigt sich, welche Projekte, Fragen und Entwicklungen die Stadt in nächster Zeit prägen könnten.

Wer sich für die Zukunft Neustadts interessiert, kann sich so aus erster Hand informieren und einen direkten Eindruck von der Arbeit des Stadtrates gewinnen. Kommunalpolitik beginnt bekanntlich nicht in Berlin oder München, sondern oft genau dort, wo Straßen, Schulen, Baugebiete oder Vereinsleben konkret entschieden werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Rathaus klingt für manche erstmal nach trockener Tagesordnung und langen Wortmeldungen – dabei geht es dort oft um genau die Dinge, über die man sich im Alltag am Gartenzaun, beim Bäcker oder auf dem Marktplatz unterhält. Also: Wer wissen will, was in Neustadt an der Aisch geplant ist, bekommt hier die Informationen nicht aus zweiter Hand, sondern direkt aus dem Sitzungssaal.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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**Vollsperrung in Neustadt: Bauarbeiten in Waaggasse und Bleichgasse ab 13. April 2026**

Wer in Neustadt a.d. Aisch unterwegs ist, sollte sich auf Einschränkungen einstellen: In der Unteren Waaggasse sowie in der Unteren und Oberen Bleichgasse stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Für Anwohner, Pendler und Besucher heißt das in den kommenden Monaten vor allem: mehr Zeit einplanen und auf die Beschilderung achten.

Vom **13. April bis voraussichtlich 31. Juli 2026** werden die **Untere Waaggasse** sowie die **Untere und Obere Bleichgasse** **voll gesperrt**. Grund dafür sind **Tiefbauarbeiten für die Strom- und Wasserversorgung** sowie **notwendige Kanalbauarbeiten**.

Damit kommt es in diesem Bereich über mehrere Monate hinweg zu Einschränkungen im Verkehr. Wer dort wohnt, arbeitet oder regelmäßig durchfährt, sollte sich frühzeitig auf mögliche Umleitungen einstellen. Die Stadt empfiehlt, die aktuelle Beschilderung vor Ort zu beachten.

Gerade im innerstädtischen Bereich können solche Maßnahmen schnell für Verwirrung sorgen – umso wichtiger ist es, aufmerksam zu fahren und gegebenenfalls alternative Strecken einzuplanen.

**Kommentar der Redaktion:**
Baustellen sind selten beliebt, aber wenn am Ende Strom, Wasser und Kanalisation zuverlässig funktionieren, ist das eine Investition, die sinnvoll ist. Oder anders gesagt: Lieber ein paar Monate Umleitung als später Überraschungen unter der Straße. Wer also in Neustadt unterwegs ist, braucht in dieser Zeit vor allem eines: Geduld – und vielleicht einen kleinen inneren Navi-Mönch.

Quelle: Stadt Neustadt a.d. Aisch
Bild: Rathaus Neustadt a.d. Aisch

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**Selbstverteidigungskurs in Neustadt: Angebot speziell für Mädchen und Frauen**

Sich sicherer fühlen, Gefahrensituationen besser einschätzen und im Ernstfall richtig reagieren: Genau darum geht es bei einem Selbstverteidigungs-Lehrgang, den der Deutsche Asienkampfsport-Verband am **Samstag, 9. Mai**, in **Neustadt an der Aisch** anbietet. Das Angebot richtet sich gezielt an **Mädchen und Frauen ohne Vorkenntnisse**, ist aber auch für Teilnehmerinnen mit etwas Erfahrung geeignet.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, soll der Kurs helfen, sich im Alltag besser gegen **Belästigungen und Angriffe aller Art** zu schützen. Willkommen sind dabei **Neueinsteigerinnen ebenso wie Fortgeschrittene**. Der Lehrgang ist **für alle Altersklassen ab zwölf Jahren offen** und kann unabhängig vom jeweiligen Fitnesslevel besucht werden.

Stattfinden wird der Kurs in der **Zweifachturnhalle im Schulzentrum in Neustadt**. Beginn ist um **13 Uhr**, das Ende ist für **17 Uhr** vorgesehen.

Eine **Voranmeldung** ist ab sofort möglich – entweder über die **Homepage des Deutschen Asienkampfsport-Verbandes** oder per **WhatsApp unter 0178/5312195**.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein sinnvolles Angebot, das leider aktueller ist, als es sein sollte. Gut ist vor allem: Man muss weder Supersportlerin noch Kampfsportprofi sein, um mitmachen zu können. Manchmal ist der wichtigste erste Schritt eben nicht der perfekte Tritt, sondern überhaupt zu wissen, wie man sich in kritischen Situationen verhalten kann.

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# Achtung Baustelle in Neustadt: Diese Straßenerneuerungen stehen 2026 an

In Neustadt an der Aisch stehen im Jahr 2026 mehrere wichtige Bauarbeiten an Straßen und Gehwegen an. Die Stadt will damit die Infrastruktur verbessern und für mehr Sicherheit sowie eine bessere Nutzung im Alltag sorgen. Betroffen sind die Wilhelmstraße, der Riedweg und die Bamberger Straße. Hier gibt es den Überblick über die geplanten Maßnahmen.

## Wilhelmstraße: Neue Gehwege ab April

Den Anfang macht die Wilhelmstraße. Ab April sollen dort die Gehwege erneuert werden. Die bisherigen Gehwegplatten werden durch einen modernen Betonpflasterbelag ersetzt.

Die Arbeiten starten am Plärrer bei der Backstube Merkel und verlaufen in Richtung Marktplatz. Um die Einschränkungen für Anwohner, Besucher und den Verkehr möglichst gering zu halten, sollen die Bauarbeiten abschnittsweise durchgeführt werden.

## Riedweg: Leitungsarbeiten und neue Oberfläche

Auch im Riedweg wird gebaut. Auf einer Länge von rund 100 Metern ist eine Erneuerung der Oberfläche geplant. Bereits Ende April beginnen dort die Stadtwerke mit Arbeiten an den Trinkwasserleitungen und am Stromnetz.

Der eigentliche Straßenbau soll dann im Juli folgen. Während der Bauzeit kann es zu Behinderungen und Sperrungen kommen. Die Stadt kündigt an, aktuelle Informationen zur Vollsperrung über die Website des Rathauses bereitzustellen.

## Bamberger Straße: Neuer Asphalt in den Sommerferien

In der Bamberger Straße wird der Asphaltoberbelag auf einer Strecke von 660 Metern erneuert. Der Abschnitt reicht von der Einfahrt Frankenbrunnen bis zur Einmündung ins Mühlgründlein.

Geplant sind die Arbeiten für Ende August bis Anfang September 2026. Dieser Zeitraum wurde bewusst in die Schulsommerferien gelegt, um die Auswirkungen auf den Verkehr und den Schulbetrieb möglichst gering zu halten.

Die Stadt Neustadt an der Aisch bittet schon jetzt um Verständnis für mögliche Einschränkungen während der Bauphasen. Ziel der Maßnahmen ist es, Straßen und Wege in der Stadt langfristig in einem guten und sicheren Zustand zu halten.

**Kommentar der Redaktion:**
Baustellen sind selten beliebt – aber wenn am Ende Gehwege sicherer, Straßen besser und Leitungen fit für die nächsten Jahre sind, dann ist das eben die weniger glamouröse, aber ziemlich notwendige Seite von Stadtentwicklung. Immerhin zeigt sich hier: Es wird nicht nur geredet, sondern auch gebaut. Und ja, ein neuer Straßenbelag sorgt vielleicht nicht für Standing Ovations – aber Schlaglöcher tun das bekanntlich auch nicht.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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# Sieg vor Gericht: Kommunen dürfen in Allianz gegen Rechtsextremismus bleiben

Ein wichtiges Urteil mit Signalwirkung für Städte, Gemeinden und Landkreise: Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Kommunen und Landkreise weiterhin Mitglieder in der Allianz gegen Rechtsextremismus sein dürfen. Geklagt hatte der AfD-Kreisverband Nürnberg-Schwabach – ohne Erfolg.

Wie Corinna Gräßel in einer Pressemitteilung der Allianz gegen Rechtsextremismus im Landkreis mitteilt, bedeutet das Urteil vom Donnerstag, 26. März, nicht nur für die Stadt Nürnberg Rechtssicherheit. Auch die dem Bündnis angeschlossenen Gemeinden im Landkreis können demnach weiterhin Mitglied bleiben.

Zuletzt war das Thema auch in Uffenheim diskutiert worden. Dort hatte man einen Beitritt zur Allianz zunächst mit Verweis auf das laufende Verfahren zurückgestellt.

Nach Angaben von Gräßel stellte der 8. Senat des Bundesverwaltungsgerichts unter Vorsitz von Richterin Dr. Held-Daab klar, dass das von der AfD angeführte parteipolitische Neutralitätsgebot nicht bedeute, dass sich Kommunen nicht aktiv gegen menschen- und demokratiefeindliche Haltungen von Parteien positionieren dürften. Vielmehr sei es zulässig, solche Tendenzen auch ausdrücklich zu benennen.

Dem aktuellen Urteil waren unterschiedliche Entscheidungen der Vorinstanzen vorausgegangen: Während das Verwaltungsgericht Ansbach die Klage der AfD zunächst abgewiesen hatte, gab der Bayerische Verwaltungsgerichtshof dem Antrag später statt. Gegen diese Entscheidung war die Stadt Nürnberg in Revision gegangen – und bekam nun vor dem Bundesverwaltungsgericht Recht.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal dauert der Rechtsweg länger als eine Umleitung auf einer Landkreisstraße – aber am Ende zählt das Ergebnis. Das Urteil schafft Klarheit: Kommunen dürfen Haltung zeigen, wenn es um den Schutz von Demokratie und Menschenwürde geht. Und das ist keine parteipolitische Spielerei, sondern eine Frage des gesunden demokratischen Menschenverstands.

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**Neustadts Altstadt entdecken: Stadtführungen starten wieder**

Geschichte zum Anfassen, spannende Anekdoten und ein neuer Blick auf die eigene Heimat: In Neustadt an der Aisch beginnt wieder die Zeit der beliebten Stadtführungen. Wer schon immer mehr über die historische Altstadt, ihre Bauwerke und die Geschichten hinter den Mauern erfahren wollte, hat jetzt wieder regelmäßig Gelegenheit dazu.

Von Ostern bis Oktober finden jeden Samstag um 11 Uhr öffentliche Stadtführungen statt. Treffpunkt ist jeweils vor dem Rathaus am Marktplatz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person.

Die Altstadt von Neustadt an der Aisch hat dabei einiges zu bieten: Kirchen, Rathaus, alte Burgen und viele kleine Details, an denen man im Alltag oft vorbeiläuft. Die Stadtführerinnen und Stadtführer vom Geschichts- und Heimatverein haben dazu zahlreiche interessante Geschichten und Anekdoten parat – von der Geißbocksage bis hin zum Bayerischen Defiliermarsch.

Ein besonderer Auftakt ist die Brunnenführung am **4. April um 10.30 Uhr**, die von **Helmut Rupprecht** geleitet wird.

Außerdem stehen auch wieder die beliebten öffentlichen Kostümführungen auf dem Programm. An folgenden Sonntagen können Besucher Neustadts Geschichte auf besonders lebendige Weise erleben:

– **26. April:** Freiin Katharina
– **31. Mai:** Magd Barbara
– **21. Juni:** Magd Barbara
– **19. Juli:** Freiin Katharina

Neben den öffentlichen Terminen eignen sich die Führungen auch für Gruppen und besondere Anlässe. Ob Kellerführung, Kirchenführung oder ein Besuch in der Köstner-Schmiede – für Vereinsausflüge, Familientreffen oder einfach einen besonderen gemeinsamen Tag gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Weitere Informationen und Buchungen gibt es bei den **Museen im Alten Schloss** unter **09161/662 09 05** oder per E-Mail an **info@museen-im-alten-schloss.de**.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer meint, er kenne Neustadt schon, weil er oft über den Marktplatz läuft, dürfte bei so einer Führung schnell merken: Da steckt deutlich mehr dahinter. Gerade die Mischung aus Geschichte, lokalen Sagen und echten Neustädter Besonderheiten macht diese Rundgänge spannend – auch für Einheimische. Und mal ehrlich: Für 5 Euro bekommt man heute selten so viel Geschichte, Charme und Heimatgefühl auf einmal.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch / www.neustadt-aisch.de
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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