Neustadt an der Aisch

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

KirchweihfichteZersaegtGerettetWordPress

# Kirchweihfichte zersägt: Ficht’n-Lupfer retten den Start der Neustädter Kerwa

Noch bevor die Neustädter Kerwa 2026 offiziell begonnen hat, sorgt ein ungewöhnlicher Vorfall für Gesprächsstoff. Ausgerechnet die für die Kirchweih vorgesehene Fichte wurde von Unbekannten gefällt und in rund einen Meter lange Stücke zersägt. Doch statt sich die Stimmung verderben zu lassen, reagierten die Ficht’n-Lupfer schnell – und retteten damit den Kerwa-Start.

Als die Ficht’n-Lupfer am Freitagmorgen die ausgesuchte Kirchweihfichte holen wollten, bot sich ihnen ein unerwartetes Bild: Vom ursprünglich vorgesehenen Baum war nur noch ein Haufen zersägter Holzstücke übrig. Offenbar hatten Unbekannte die Fichte bereits vorher gefällt und komplett unbrauchbar gemacht.

Trotz dieses ärgerlichen Zwischenfalls war für die Beteiligten schnell klar: Aufgeben ist keine Option. Es wurde organisiert, beraten und gehandelt. In kurzer Zeit konnte eine neue Fichte gefunden, vorbereitet und für den Transport bereitgemacht werden.

Damit ist die Tradition in Neustadt nicht ins Wanken geraten. Die neue Kirchweihfichte steht bereit, und die Neustädter Kerwa kann wie geplant beginnen.

Gerade solche Momente zeigen, was eine Kerwa oft besonders macht: Wenn etwas schiefläuft, sind Menschen da, die zusammenhalten, improvisieren und mit anpacken. Genau dieser Einsatz hat dafür gesorgt, dass die Feierlichkeiten nun doch wie vorgesehen starten können.

**Kommentar der Redaktion:**
So eine Aktion braucht wirklich kein Mensch – und schon gar nicht kurz vor der Kerwa. Aber wenn man es positiv sehen will: Die Unbekannten haben unfreiwillig gezeigt, dass die Ficht’n-Lupfer nicht nur Bäume holen, sondern auch Krisen meistern können. Die Kerwa lebt eben nicht nur von Bier, Bratwurst und Fahrgeschäften, sondern vor allem von Leuten, die nicht lange jammern, sondern einfach machen.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustaedterKerwaBuergermeisterWordPress

Originale auf der Neustädter Kerwa – und die, die es noch werden wollen
Teil 5: Unser Bürgermeister Alexander Müller
Manche Kerwa-Originale brauchen Jahrzehnte, um diesen Status zu erreichen. Andere bringen vielleicht schon alles mit, was es dafür braucht.
Alexander Müller wurde erst im März zum Ersten Bürgermeister der Kreisstadt gewählt. Die bevorstehende Neustädter Kerwa wird deshalb seine erste als Stadtoberhaupt sein. Und auch wenn er noch nicht so lange im Bürgermeisteramt ist, eines wird schnell klar: Die Neustädter Kerwa begleitet ihn schon sein ganzes Leben.
Fragt man Alex nach seinen ersten Erinnerungen an die Kerwa, muss er nicht lange überlegen.
„Auf jeden Fall Zuckerwatte, die Rot-Kreuz-Losbude, das Kettenkarussell und der Safari-Trip, der heute ja gar nicht mehr so heißt.“
Es sind Erinnerungen, wie sie viele Neustädter teilen. Erinnerungen an eine Zeit, als die Kerwa noch riesengroß wirkte, das Kerwageld in der Tasche steckte und jede Fahrt im Karussell ein kleines Abenteuer war.
Besonders gerne denkt er an die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden zurück.
„Spaß, viel Lachen und natürlich das Kerwageld ausgeben. Meine Zwillingsschwester war da deutlich sparsamer als ich“, erzählt er mit einem Schmunzeln.
Und dann gab es da noch etwas, das für ihn zur Kerwa einfach dazugehört:
Ein Kerwaschaschlik.
Manchmal sind es eben genau diese kleinen Dinge, die Jahrzehnte später noch die schönsten Erinnerungen hervorrufen.
In diesem Jahr erlebt Alex die Kerwa allerdings aus einer ganz neuen Perspektive. Zum ersten Mal steht er als Bürgermeister im Mittelpunkt des Geschehens.
Besonders freut er sich auf einen ganz besonderen Moment.
„Das Highlight ist für mich jedes Jahr der Bieranstich. Und heuer habe ich die große Ehre, das große Fass im Pavillon anzustechen – gemeinsam mit der Stadtkapelle Frankenland und unserem Brauer Georg Hofmann.“
Ein Moment, den wohl jeder Neustädter Bürgermeister mit Spannung erwartet.
Doch die Kerwa ist für Alexander Müller weit mehr als Bieranstich, Fahrgeschäfte und Festzelt.
„Egal wie das Wetter ist – hoffentlich natürlich gut –, zur Kerwa kommen alle zusammen. Neustädter und ehemalige Neustädter. Man trifft Bekannte und Freunde wieder, lacht miteinander und hat einfach eine gute Zeit.“
Tatsächlich ist genau das vielleicht das Besondere an der Neustädter Kerwa. Für ein paar Tage scheint die Stadt ein wenig enger zusammenzurücken. Menschen, die sich das ganze Jahr über kaum sehen, begegnen sich plötzlich zwischen Losbude, Festzelt und Marktplatz wieder.
Und natürlich gehört auch die kulinarische Seite dazu.
„Ein gutes Mäßchen und die Kerwa-Kulinarik unserer Metzgerbuden dürfen natürlich nicht fehlen“, sagt Alex.
Vielleicht ist es noch zu früh, Alexander Müller bereits zu den großen Originalen der Neustädter Kerwa zu zählen. Schließlich steht ihm seine erste Kerwa als Bürgermeister noch bevor.
Aber wer die Kerwa seit seiner Kindheit liebt, sich noch an Zuckerwatte, Kerwaschaschlik und die ersten Fahrten im Kettenkarussell erinnert und sich heute genauso auf das Wiedersehen mit den Menschen freut wie früher, der bringt beste Voraussetzungen mit.
Wer weiß also?
Vielleicht schreiben wir in einigen Jahren nicht mehr über einen Bürgermeister auf seiner ersten Kerwa.
Sondern über ein echtes Neustädter Kerwa-Original.
Und vielleicht beginnt jede Kerwa-Legende genau so: Mit einem Jungen, der sein Kerwageld lieber ausgibt als spart, Zuckerwatte liebt und sich viele Jahre später plötzlich auf dem Podium beim Bieranstich wiederfindet.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustadtKirchweihRathausWordPress

**470 Jahre Kirchweih in Neustadt: Neun Tage feiern, genießen und Kerwa erleben**

In Neustadt an der Aisch heißt es bald wieder feiern, lachen und gemeinsam eine der schönsten Traditionen der Region hochleben lassen: Von **6. bis 14. Juni 2026** steigt die große **Neustädter Kirchweih** – und die hat in diesem Jahr einen ganz besonderen Grund zum Anstoßen. Denn gefeiert wird bereits die **470. Kirchweih**.

Damit gehört die Neustädter Kerwa zu den traditionsreichsten Festen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Zum Auftakt darf natürlich ein echter Klassiker nicht fehlen: das **Ficht’n-Aufstellen** durch die Fichtn-Lupfer. Danach folgen zahlreiche weitere Höhepunkte wie **Festumzug**, **Bieranstich** und ein buntes Programm, das Neustadt wieder für mehrere Tage in Feierlaune versetzen wird.

Besonders beliebt ist Jahr für Jahr das **Kerwadorf**, das vor allem viele junge Besucherinnen und Besucher anzieht. Dazu kommen **Live-Musik**, ein **Festzelt**, **Kirchweihbier**, fränkische Spezialitäten und die bekannten **Fahrgeschäfte auf dem Festplatz**. Wer es lieber etwas entspannter mag, kann die besondere Kirchweihstimmung auch ganz gemütlich unter den Bäumen genießen.

Auch organisatorisch ist vorgesorgt: Die Stadt informiert rund um **Parkmöglichkeiten**, **Verkehrsregelungen** und **Buslinien**. Wer sich schon vorab mit Biermarken eindecken möchte, kann diese an mehreren **Vorverkaufsstellen in Neustadt, Diespeck, Pahres und Münchsteinach** kaufen. Der Preis liegt bei **10,90 Euro** pro Biermarke inklusive Bedienungsgeld. Beim Kauf von **20 Marken** gibt es **eine gratis** dazu.

Für viele Menschen aus Neustadt an der Aisch und dem gesamten Umland ist die Kirchweih seit Generationen ein fester Termin im Kalender. 2026 dürfte das erst recht gelten – schließlich feiert die Stadt nicht irgendeine Kerwa, sondern ein stolzes Jubiläum.

**Kommentar der Redaktion:**
470 Kirchweihen – das muss man erst einmal schaffen. Während sich in der Welt vieles ständig verändert, bleibt die Kerwa in Neustadt für viele ein Stück Verlässlichkeit, Heimat und fränkische Lebensfreude. Und seien wir ehrlich: Eine gute Kirchweih erkennt man nicht nur am Festumzug oder am Bieranstich, sondern auch daran, dass man garantiert jemanden trifft, den man „eigentlich nur mal schnell grüßen“ wollte – und dann doch eine halbe Stunde festhängt. Genau das macht solche Feste bei uns in der Region aus.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustaedterKerwaKirchweihfichteWordPress

Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 4: Die Ficht’n-Lupfer

Nur noch ein Tag.

Nur noch ein Tag, bis auf dem Neustädter Marktplatz wieder die Kirchweihfichte aufgerichtet wird und die Neustädter Kerwa beginnt. Für viele Besucher ist das der offizielle Start der fünften Jahreszeit. Für die Ficht’n-Lupfer ist es der Höhepunkt vieler Wochen Vorbereitung und gelebter Tradition.

Seit 1981 gehören die Ficht’n-Lupfer untrennbar zur Neustädter Kerwa. Kaum eine Gruppe steht so sehr für das, was die Kerwa ausmacht: Gemeinschaft, Brauchtum, Geselligkeit und die Freude daran, etwas für die eigene Heimat zu tun.

Dabei beginnt ihre Arbeit lange bevor die ersten Maßkrüge gefüllt werden und die Musik spielt.

Schon Wochen vorher werden die Bänke und Tische gestrichen und vorbereitet. Am Mittwoch vor der Kerwa trifft man sich traditionell zur Schlachtschüssel. Dort wird nicht nur gegessen. Dort werden Geschichten erzählt, Erinnerungen ausgetauscht und die Vorfreude auf die kommenden Tage geteilt. Denn für die Ficht’n-Lupfer ist die Kerwa mehr als nur ein Fest. Sie ist ein Stück Heimat.

Der Freitag ist dann ihr großer Tag.

Um 13 Uhr wird die Kirchweihfichte geholt. Anschließend wird sie an der Neustadthalle geschmückt. Ab 15 Uhr beginnt auf dem Marktplatz der Aufbau von Tischen und Bänken. Während viele Neustädter noch ihrem Alltag nachgehen, wird im Hintergrund bereits gearbeitet, organisiert und vorbereitet.

Und wie jedes Jahr gibt es eine Frage, die alle beschäftigt:

Wie wird das Wetter?

Zu starker Wind kann das Aufstellen der Fichte erschweren, Regen braucht an diesem Tag niemand. Die Hoffnung aller Beteiligten ist dieselbe: trockenes Wetter und ein ruhiger Himmel über Neustadt.

Wenn dann um 19 Uhr die Kirchweihfichte aufgerichtet wird, blicken Hunderte Besucher auf den Marktplatz. Musik, Volkstanz und die besondere Stimmung machen diesen Moment Jahr für Jahr zu einem der schönsten Augenblicke der gesamten Kerwa.

Natürlich gehört auch die Bewirtung dazu. Mit dabei sind traditionell Manu und Peter Wirth, die als Metzger Steaks und Bratwürste für die Besucher zubereiten und dafür sorgen, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Doch die Ficht’n-Lupfer prägen die Kerwa nicht nur am Freitag.

Am Kirchweihmontag treffen sie sich zum Frühschoppen am Marktplatz. Gegen Mittag setzt sich der traditionelle Zug mit Bollerwagen, Quetsche und Teufelsgeige in Bewegung. Gemeinsam geht es vom Marktplatz hinunter zum Festplatz. Wer den Klängen folgt, merkt schnell: Hier wird nicht einfach nur gefeiert. Hier werden Erinnerungen geschaffen.

Auch der Dienstag gehört inzwischen zum festen Programm. Das traditionelle Kerwaspiel gegen die Stadt Neustadt hat ausgedient. An seine Stelle tritt heuer erstmals ein Kleinfeldturnier mit Mannschaften der Ficht’n-Lupfer, der Stadt Neustadt, des Landratsamtes und der Sparkasse Neustadt. Ein neuer Programmpunkt, der ganz im Sinne der Kerwa steht: gemeinsam Spaß haben, zusammenkommen und die Tradition weiterentwickeln.

Vielleicht macht genau das die Ficht’n-Lupfer zu einem echten Original der Neustädter Kerwa.

Sie stellen nicht nur die Fichte auf. Sie halten eine Tradition lebendig. Eine Tradition, die seit Jahrzehnten Generationen von Neustädtern verbindet. Viele waren als Kinder Zuschauer, später Helfer und irgendwann selbst Teil dieser Gemeinschaft.

Wenn morgen Abend die Fichte über dem Marktplatz steht, sehen die Besucher nur wenige feierliche Minuten. Dahinter stecken viele Stunden Arbeit, viele helfende Hände und vor allem Menschen, die ihre Kerwa lieben.

**Und vielleicht ist genau das das Geheimnis der Ficht’n-Lupfer: Sie stellen nicht nur die Fichte auf – sie sorgen dafür, dass ein Stück Neustadt jedes Jahr aufs Neue Wurzeln schlägt.**

Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
– NaAZA.de | Neues an Aurach, Zenn und Aisch.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

OrtssprecherWahlenNeustadtWordPress

# Neustadt: Ortssprecher gewählt, Bauernmarkt pausiert zur Kirchweih und Schützen blicken auf starkes Jahr zurück

In Neustadt an der Aisch gibt es gleich mehrere aktuelle Entwicklungen aus dem Stadtgeschehen: Die Ortssprecherwahlen in den Stadtteilen sind abgeschlossen, wegen der Kirchweih gibt es Änderungen bei Bauernmarkt und Stadtverwaltung – und auch die Neustädter Schützen haben bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Hier der Überblick über die wichtigsten Nachrichten aus Neustadt.

## Ortssprecher für Neustädter Stadtteile stehen fest

Die Wahlen der Ortssprecher in den Neustädter Stadtteilen sind abgeschlossen. Gewählt wurde in den Ortsteilen, die keinen eigenen Vertreter in den Stadtrat entsandt haben.

Wie Bürgermeister Alexander Müller mitteilte, wurden in Birkenfeld gemeinsam mit Weiherhof sowie in Schauerheim die bisherigen Amtsinhaber bestätigt. Für Birkenfeld und Weiherhof bleibt damit Bastian Krämer Ortssprecher, in Schauerheim weiterhin Achim Pfundt.

Eine besondere personelle Kontinuität gibt es in Herrnneuses: Dort wurde Wilfried Westhauser zum Ortssprecher gewählt. Westhauser war bereits von 1990 an über 18 Jahre lang Ortssprecher seines Heimatortes, wechselte anschließend 2008 in den Stadtrat und setzte sich dort weitere 18 Jahre für Herrnneuses ein. Nun übernimmt er wieder seine frühere Aufgabe. Nach dem Ende der laufenden Wahlperiode würde er damit auf insgesamt 42 Jahre kommunalpolitisches Engagement für seinen Ort kommen. Für den Stadtrat hatte er nicht erneut kandidiert.

Neu gewählt wurden außerdem Michael Schütz als Ortssprecher für Ober- und Unterschweinach sowie Stöckach, Melanie Röder für Schellert und Simon Lettenmeier für Eggensee und Chauseehaus.

In anderen Ortsteilen war keine Wahl mehr notwendig, weil dort Einwohner bereits in den Stadtrat gewählt wurden. Das betrifft unter anderem Unternesselbach mit Karl-Heinz Haag und Diebach mit Sven Summ.

## Kein Bauernmarkt am Kirchweih-Samstag

Wegen der Neustädter Kirchweih fällt der Bauernmarkt auf dem Marktplatz am Samstag, 6. Juni, aus. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits am Samstag, 13. Juni, soll der Bauernmarkt wieder wie gewohnt stattfinden.

Auch bei der Stadtverwaltung gibt es eine kirchweihbedingte Änderung: Am Montag, 8. Juni, bleiben die Dienststellen geschlossen. Ab Dienstag, 9. Juni, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten.

## Neustädter Schützen: Erfolgreiches Jahr und viele Neuerungen

Bei der Mitgliederversammlung der Neustädter Schützen ließ Schützenmeister Michael Staude das vergangene Jahr Revue passieren. Als einen der Höhepunkte bezeichnete er die Gründung der neuen Abteilung „Dartschützen“, die sich als voller Erfolg erwiesen habe. Auch die Gaumeisterschaft 2025 sowie das Rothenburger Freundschaftsschießen gehörten zu den besonderen Ereignissen.

Gut angenommen wurden laut Staude erneut die beiden Flohmärkte. Ebenso positiv fiel die Beteiligung am Bürgerschießen während der vergangenen Kirchweih aus. Die Schützen engagierten sich außerdem beim Heimatfest in verschiedenen Bereichen und waren auch beim Festzug mit einer großen Abordnung vertreten. Auch der Kunst- und Handwerkermarkt sei auf gute Resonanz gestoßen.

Sportleiter Sebastian Delatron gratulierte Barbara Schygulla, Markus Stark, Dagmar Gebers-Staude und Michael Staude zu beachtlichen Ergebnissen bei Gau- und Bezirksmeisterschaften sowie bei bayerischen und deutschen Meisterschaften. Besonders erfolgreich war die Mannschaft Luftgewehr-Auflage, die den Rundenwettkampf im Gau Uffenheim mit 14:0 Punkten gewann.

Auch die neue Dartabteilung blickt auf einen gelungenen Start zurück. Abteilungsleiter Michael Dummert-Kerschbaum sprach von einem beeindruckend erfolgreichen ersten Jahr. Innerhalb von zwölf Monaten traten 24 neue Mitglieder ein. Im Ligabetrieb sicherte sich die erste Mannschaft mit 24:4 Punkten direkt den Aufstieg.

## Veränderungen bei den Ämtern

Schatzmeister Reinhard Wendel zog ebenfalls eine positive Bilanz des Jahres 2025, stellte sein Amt jedoch zur Verfügung. Zu seiner Nachfolgerin wurde Heike Sedat-Schmidt gewählt. Hermann Seeberger junior wurde als stellvertretender Schatzmeister bestätigt, Dagmar Gebers-Staude übernimmt den Posten der Schatzmeister-Assistentin.

Neue Sportleiterin ist Alicia Staude. Oliver Schmidt wurde erneut in den Gesellschaftsausschuss gewählt. Diesem gehören weiterhin auch Michael Dummert-Kerschbaum und Sven Steffen aus der Dartabteilung an. Als Rechnungsprüfer fungieren Michaela Gebers und Reinhard Wendel. Bürgermeister Alexander Müller wurde als Nachfolger von Klaus Meier zum Schützenkommissar ernannt.

## Blick auf das Jubiläumsjahr

Schützenmeister Michael Staude begrüßte zudem 26 Neumitglieder und verwies auf die anstehenden Veranstaltungen. Auch künftig soll es wieder Flohmärkte und den Kunst- und Handwerkermarkt geben. Zudem wollen sich die Schützen erneut bei „Kunst um die Bleich“ beteiligen.

Ein besonderer Höhepunkt steht im September bevor: Dann feiern die Neustädter Schützen ihr 555-jähriges Bestehen. Geplant sind eine Ü18-Party in der NeustadtHalle am Schloss sowie ein festlicher Kommersabend unter der Schirmherrschaft der Ehrenamtsbeauftragten und Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt.

Zum Abschluss wurde noch eine besondere Geste bekannt: Die Schützenfrauen spenden für das Jubiläum das Fahnenband. Heike Sedat-Schmidt wird die Stickarbeit selbst übernehmen. Außerdem sind einheitliche Shirts für die Schützendamen geplant.

## Kommentar der Redaktion

In Neustadt zeigt sich einmal mehr, wie viel ehrenamtliches Engagement in den Ortsteilen und Vereinen steckt. Ob Ortssprecher, Schützen oder neue Dartabteilung – vieles lebt von Menschen, die nicht lange reden, sondern einfach anpacken. Und 42 Jahre Einsatz für ein Dorf wie bei Wilfried Westhauser: Das ist schon mehr als ein Ehrenamt, das ist fast ein kommunalpolitisches Lebenswerk. Da darf man ruhig den Hut ziehen – oder in Neustadt vielleicht passender: die Kirchweihkappe.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

EhrenamtSitzungsgeldEntschaedigungWordPress

# Wie viel ist kommunales Ehrenamt wert?

Wer in Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag sitzt, macht das ehrenamtlich – ganz ohne Arbeit ist dieses Ehrenamt aber natürlich nicht. Sitzungen wollen vorbereitet, Unterlagen gelesen, Themen mit Bürgerinnen und Bürgern besprochen und Entscheidungen oft noch nachbereitet werden. Dafür gibt es in den meisten Kommunen ein Sitzungsgeld. Wie hoch diese Entschädigung in unserer Region ausfällt, ist allerdings sehr unterschiedlich. NaAZA.de hat den Überblick für Neustadt an der Aisch, Emskirchen, Neuhof, Markt Erlbach, Diespeck, Hagenbüchach, Wilhelmsdorf und den Landkreis.

In vielen Kommunen wird die Höhe des Sitzungsgeldes zu Beginn einer neuen Wahlperiode festgelegt und dann über Jahre hinweg nicht mehr verändert. Im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim reicht die Spanne aktuell von 0 bis 60 Euro in den Gemeinden, im Kreistag sind es inzwischen 75 Euro pro Sitzung.

Gerade diese Frage sorgt immer wieder für Diskussionen: Darf man in finanziell angespannten Zeiten die Entschädigung für Ratsmitglieder erhöhen? In manchen Orten wurde genau das kritisch gesehen. Dort hieß es, eine Erhöhung wäre ein falsches Signal nach außen. Andere Kommunen argumentierten dagegen, dass die allgemeine Teuerung abgefedert werden müsse und das Sitzungsgeld ohnehin eher eine Aufwandsentschädigung als ein echter Lohn sei.

Tatsächlich ist die Arbeit in den Gremien deutlich mehr als nur der Termin im Sitzungssaal. Wer sich engagiert, investiert Zeit – oft neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen. Dazu kommt: Sitzungen finden meist abends statt und können sich bis spät in die Nacht ziehen. Gerade deshalb wird auch darüber diskutiert, ob eine angemessene Entschädigung nicht sogar helfen kann, weiterhin genügend Menschen für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen.

Im Kreistag wurde das Sitzungsgeld nun von 60 auf 75 Euro angehoben. Auch dort gab es eine Debatte. Befürworter verwiesen auf Inflation, gestiegenen Aufwand und darauf, dass kommunalpolitisches Engagement für möglichst viele Bevölkerungsgruppen machbar bleiben müsse – nicht nur für Menschen, die es sich finanziell besonders leicht leisten können.

Neu beziehungsweise stärker im Blick sind zudem Regelungen wie Betreuungsgeld, wenn etwa wegen einer Abendsitzung zusätzliche Kinderbetreuung nötig wird. Solche Unterstützungen können helfen, dass sich auch jüngere Menschen oder Familien stärker in der Kommunalpolitik einbringen.

## Sitzungsgeld im Überblick

– **Neustadt an der Aisch:** 60 Euro
– **Emskirchen:** 35 Euro
– **Wilhelmsdorf:** 20 Euro
– **Markt Erlbach:** 45 Euro
– **Neuhof an der Zenn:** 15 Euro
– **Hagenbüchach:** 0 Euro
– **Diespeck:** 45 Euro
– **Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim:** 75 Euro

## Kommentar der Redaktion

Wenn man ehrlich rechnet, sind 0 bis 60 Euro für Vorbereitung, Nachbereitung und oft mehrstündige Sitzungen am Abend meist weit weg von einem echten Stundenlohn – vom Mindestlohn ganz zu schweigen. Wer ein Ratsmandat übernimmt, tut das sicher nicht wegen des Geldes. Eher im Gegenteil: Wer kommunalpolitisch aktiv ist, braucht Zeit, Geduld, starke Nerven und manchmal vermutlich auch eine sehr leidensfähige Kaffeetasse. Die Diskussion darüber, dass hier „zu viel“ bezahlt werde, greift deshalb in vielen Fällen zu kurz. Das Sitzungsgeld ist keine Belohnung, sondern eher ein kleiner Ausgleich für ein wichtiges Ehrenamt.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustaedterKerwaHawaiihemdWordPress

Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 3: Der Hawaiihemd-Montag
Noch drei Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird. Drei Tage, bis die fünfte Jahreszeit in Neustadt wieder beginnt. Zeit für den dritten Teil unserer Serie „Originale auf der Neustädter Kerwa“.

Manche Traditionen sind uralt. Andere entstehen ganz still, irgendwo zwischen einer Maß Bier, einem langen Kerwasonntag und einer Idee, die eigentlich niemand mehr so genau für sich beanspruchen kann.

Der Hawaiihemd-Montag gehört zu den jüngsten Traditionen der Neustädter Kerwa. Und doch fragen sich inzwischen viele Besucher jedes Jahr aufs Neue: Warum laufen am Kirchweihmontag plötzlich so viele Neustädter in bunten Hawaiihemden über den Festplatz?

Die Antwort beginnt im Jahr 2023.

Nach einem recht langen und, wie Beteiligte heute schmunzelnd erzählen, auch recht durstigen Kerwasonntag war für den Montag große Hitze angekündigt. Irgendwann fiel die Frage: „Was zieh ma bei der Hitz morgn bloß o?“

Wie das bei guten Kerwa-Geschichten so ist, gibt es mehrere Menschen, die behaupten könnten, die Idee gehabt zu haben. Wahrscheinlich führte damals einfach eine Maß zur nächsten und am Ende entstand daraus etwas, das heute schon fast selbstverständlich zur Kerwa dazugehört.

Beim ersten Frühschoppen erschienen gerade einmal sechs Personen im Hawaiihemd. Die Reaktionen der anderen ließen nicht lange auf sich warten. Am häufigsten war wohl der Satz zu hören: „Hätter wos gsocht …“

Die Antwort darauf fiel ebenso typisch fränkisch aus: „Wärst halt net ham!“

Aus den sechs Hawaiihemden wurden im Laufe der Jahre immer mehr. 2025 saßen bereits rund 15 bunt gekleidete Kerwabesucher gemeinsam am Tisch. Und längst bleibt es nicht mehr beim Frühschoppen. Spätestens am Abend, wenn im Festzelt traditionell die Band Radspitz aufspielt, sind die farbenfrohen Hemden überall zu sehen.

So wurde aus einer spontanen Idee eine neue Kerwa-Tradition.

Und wie jede gute Tradition brachte auch diese ihren eigenen Ableger hervor. Aus dem Hawaiihemd-Montag entstand später der Hawaiihemd-Freitag. Im Winter 2026 gab es sogar einen Hawaiihemd-Freitag ganz ohne Kerwa. Einfach deshalb, weil gerade keine Kirchweih war und man trotzdem Lust auf ein wenig Kerwa-Gefühl hatte.

Heute gehört der Hawaiihemd-Montag für viele Neustädter fest zur Kerwa dazu. Jahr für Jahr werden es mehr Menschen, die sich ein buntes Hemd überstreifen und damit zeigen, dass Traditionen nicht immer Jahrzehnte alt sein müssen.

Manche entstehen einfach an einem heißen Montagmorgen.

Und wer weiß: Vielleicht wird in dreißig oder vierzig Jahren jemand seinen Enkeln erzählen, dass er damals dabei war, als sechs Neischdädter mit Hawaiihemd zum Frühschoppen erschienen und damit eine neue Neustädter Tradition begründeten.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustaedterKerwaLosbudeWordPress

Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 2: Die Rot-Kreuz-Losbude

Noch vier Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz wieder die Kerwa-Fichte in den Himmel ragt. Vier Tage, bis sich Neustadt wieder in jenen besonderen Ort verwandelt, den wir alle kennen und lieben. In einen Ort voller Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten.

Grund genug für den zweiten Teil unserer Serie **„Originale auf der Neustädter Kerwa“**.

Manche Originale haben einen Namen. Andere ein Gesicht. Und manche stehen einfach seit Jahrzehnten an ihrem Platz und gehören so selbstverständlich dazu, dass man sich die Kerwa ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann.

So wie die Rot-Kreuz-Losbude.

Seit 1971 steht sie am Festplatz. Still, verlässlich und jedes Jahr aufs Neue bereit, tausende kleine Hoffnungen entgegenzunehmen. Für viele Neustädter ist sie weit mehr als nur eine Bude. Sie ist ein Stück Kindheit.

Wer hier als Bub oder Madla aufgewachsen ist, kennt dieses Gefühl noch genau. Die Münzen fest in der Hand, den Blick auf die vielen Gewinne gerichtet und die feste Überzeugung: *Heute ziehe ich den Hauptgewinn.*

Meistens wurde daraus natürlich nichts.

Aber so ist das mit den schönsten Erinnerungen. Man vergisst die vielen Nieten. Man erinnert sich nur an den einen Stoffbären, den man gewonnen hat. An das kleine Auto. An die Puppe. Oder einfach an das glückliche Gefühl, das man damals mit nach Hause genommen hat.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis dieser Losbude.

Denn sie verkauft nicht nur Lose. Sie verkauft seit Jahrzehnten kleine Momente des Glücks.

Bis heute gehört es für viele Kerwabesucher dazu, vor dem Heimweg noch einmal stehen zu bleiben. Ein letztes Los. Ein letzter Versuch. Ein letzter Plausch mit Bekannten. Und manchmal auch ein letzter Grund, noch ein paar Minuten länger auf der Kerwa zu bleiben.

Dabei war die Losbude lange Zeit noch mehr als nur ein Ort für Gewinne und Nieten. Bis vor rund zehn Jahren war sie gleichzeitig die Anlaufstelle des Sanitätsdienstes auf der Kirchweih. Wer Hilfe brauchte, wusste genau, wo er sie finden konnte.

Und auch hinter dem Tresen wurde immer Gemeinschaft gelebt.

Früher standen dort nicht nur ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch Beschäftigte der Stadt Neustadt, der Sparkasse oder der VR-Bank übernahmen Schichten und halfen mit. Die Losbude war damit ein kleines Abbild dessen, was eine Kerwa eigentlich ausmacht: Zusammenhalt.

Bis heute erfüllen die verkauften Lose einen guten Zweck. Die Einnahmen unterstützen die ehrenamtliche Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis und helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Wenn in wenigen Tagen wieder die ersten Lichter auf dem Festplatz leuchten, der Duft von Bratwürsten durch die Straßen zieht und die Kerwa ihre Tore öffnet, dann wird auch die Losbude wieder da sein.

Vielleicht ist sie nicht die lauteste Attraktion.

Vielleicht nicht die größte.

Aber ganz sicher eine derjenigen, die das Herz der Neustädter Kerwa seit Jahrzehnten mitprägen.

Und wer weiß?

Vielleicht steht in diesen Tagen wieder irgendwo eine Oma vor der Losbude, die hier schon als Madla ihren ersten Gewinn gezogen hat. Vielleicht zieht ein Vater mit seinem Sohn ein Los und erzählt dabei, wie er selbst als Rotzlöffel genau an derselben Stelle gestanden hat.

Und genau deshalb gehört die Rot-Kreuz-Losbude zu den wahren Originalen unserer Neustädter Kerwa.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

PlakatierordnungNeustadtOrdnungsamtWordPress

# Altbürgermeister für Klaus Meier, neue Becher-Regel beim Kinderfest und Ärger über Plakatflut

Im Neustädter Stadtrat ging es diesmal nicht nur um Formalien, sondern auch um Themen, die viele Bürger direkt betreffen: Eine besondere Ehrung für den früheren Bürgermeister Klaus Meier, eine praktische Änderung für das Kinderfest an der Kirchweih und Diskussionen über zu viele und zu lange hängende Werbeplakate im Stadtgebiet.

Wie Bürgermeister Alexander Müller (CSU) aus der nicht-öffentlichen Sitzung berichtete, soll dem bisherigen Neustädter Bürgermeister Klaus Meier (SPD) der Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen werden. Die offizielle Verleihung soll im Rahmen eines kleinen Festakts in einer der Juli-Sitzungen stattfinden. Dazu wird Klaus Meier noch eigens eingeladen.

Auch das Kinderfest zur Neustädter Kirchweih war Thema im Stadtrat. Unter dem Punkt „Anfragen“ erklärte Stadträtin Jutta Bauereiß (CSU), dass dort künftig keine Plastikbecher mehr verwendet werden sollen. Stattdessen habe man gemeinsam mit der Firma Frankenbrunnen 0,5-Liter-PET-Flaschen organisiert. Die Hoffnung dahinter: weniger verschüttete Getränke, weniger herumliegende Becher und insgesamt ein geordneterer Ablauf beim Fest.

Deutlich kritischer wurde es beim Thema Plakatierung. Stadtrat Markus Simon (SPD) sprach von einem regelrechten „Plakatierwahnsinn“. Er störte sich daran, dass Werbeplakate für Eröffnungen, Truckerfestivals oder Foodtrucks oft noch lange nach den Veranstaltungen an Laternen und anderen Stellen hängen bleiben. Am Ende müsse häufig der Bauhof die zerfledderten Reste entfernen.

Simon verwies dabei auch auf seinen Heimatort Obernesselbach, wo ihn aktuell gleich vier solcher überfälligen Plakate stören. Seiner Ansicht nach sollte die Stadt hier konsequenter vorgehen und auch Ordnungsgelder androhen, damit nicht weiterhin „sämtliche Laternenpfosten“ zugepflastert werden.

Bürgermeister Alexander Müller kündigte an, dass Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe nach der Neustädter Kirchweih die bestehende Plakatierordnung ohnehin überarbeiten wolle. In diesem Zuge könnten dann auch Fristen für das Abhängen sowie mögliche Ordnungsgelder mit aufgenommen werden. Das Thema dürfte den Stadtrat also schon bald erneut beschäftigen.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Ehrung für Klaus Meier ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung für viele Jahre kommunalpolitischer Verantwortung. Und bei den anderen Themen zeigt sich einmal mehr: Manchmal sind es gerade die kleinen Alltagsfragen, die für viele Menschen den größten Unterschied machen. Ob weniger Becher-Chaos beim Kinderfest oder weniger Plakate an jeder zweiten Laterne – wenn es am Ende sauberer, ordentlicher und vernünftiger wird, ist schon viel gewonnen. Und ja: Ein Plakat für ein Festival, das längst vorbei ist, überzeugt meistens niemanden mehr – höchstens den Wind.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

AfDRedeKreistagEklatWordPress

# AfD-Rede im Kreistag sorgt weiter für Kritik

Die konstituierende Sitzung des Kreistags im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim wirkt weiter nach. Nach den umstrittenen Aussagen des AfD-Kreisrats Dr. Benno Bulitta haben sich nun auch die Kreis-SPD sowie die Initiative „Omas gegen Rechts“ mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet.

Bulitta hatte in der Sitzung die SPD und die „Omas gegen Rechts“ scharf angegriffen. Dabei warf er ihnen eine fehlende Diskussionskultur vor und sprach von einer „Strategie der Lautstärke und der Diffamierung“. Hintergrund seiner Vorwürfe waren Gegenproteste bei AfD-Infoständen im vergangenen Wahlkampf, an denen nach seiner Darstellung auch Sozialdemokratinnen, Sozialdemokraten und die „Omas gegen Rechts“ beteiligt gewesen seien.

Zudem behauptete Bulitta, dabei habe es Unterstützung durch „linksextreme Kräfte wie die Antifa“ gegeben. AfD-Vertreter seien beleidigt worden, was für ihn mit Demokratie und Meinungsfreiheit nicht mehr vereinbar sei. In seiner Rede zog er außerdem Vergleiche zur DDR und zu „dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte“.

Für diese Ausführungen nutzte Bulitta ausgerechnet den Tagesordnungspunkt zur Wahl eines weiteren Stellvertreters des Landrats. In dieser Abstimmung setzte sich der SPD-Kandidat Ronald Reichenberg klar gegen den AfD-Bewerber Armin Heinlein durch.

Nun hat sich Gerhard Gröner, Ehrenvorsitzender der Kreis-SPD, in einer Stellungnahme geäußert. Darin kritisiert er nicht nur den Inhalt der Rede, sondern auch deren Platz im Sitzungsverlauf. Wer an einer Kreistagssitzung teilnehme, müsse sich an Tagesordnung und Anstand halten, so Gröner sinngemäß. Bulitta habe stattdessen andere beschimpft und diffamiert und Themen aus dem Wahlkampf in die Sitzung getragen.

Dass die SPD bei Protesten gegen die AfD sichtbar gewesen sei, bestreitet Gröner nicht. Er betont jedoch, dass sich dort viele weitere Gruppen und Vereine aus dem Landkreisbündnis gegen Rechts beteiligt hätten. Die pauschale Einordnung aller Kritiker der AfD als „linksextrem“ bezeichnet er als Beleidigung gegenüber Menschen, die sich gegen demokratie- und menschenfeindliche Positionen stellten.

Auch auf die historischen Vergleiche reagiert Gröner scharf. Mit Blick auf die deutsche Geschichte erinnert er an den Widerstand der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz von 1933 und an die Verfolgung sozialdemokratischer Abgeordneter in der NS-Zeit. Sein Fazit: „Nie wieder Faschismus“ müsse der Maßstab bleiben.

Ebenfalls Stellung bezog Hilde Stroszeck von den „Omas gegen Rechts“. Ihrer Ansicht nach sei es Bulitta in seiner ersten Sitzung in dem demokratischen Gremium vor allem darum gegangen, Antifaschisten herabzuwürdigen. Für sie steht fest: Wer Demokrat sei, müsse auch antifaschistisch handeln.

Die Debatte zeigt, dass die politische Auseinandersetzung im neuen Kreistag bereits zu Beginn mit großer Schärfe geführt wird. Ob sich der Ton in den kommenden Sitzungen versachlicht, bleibt abzuwarten.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Kreistag ist eigentlich dafür da, über Schulen, Straßen, Finanzen und die Zukunft des Landkreises zu sprechen – nicht, um mit maximalem Pathos alte Wahlkampfgräben nachzuziehen. Politische Kritik gehört zur Demokratie, auch harte Kritik. Wer aber in einer konstituierenden Sitzung lieber Generalabrechnung als Sacharbeit liefert, setzt gleich zu Beginn ein deutliches Zeichen – nur eben nicht das, das viele Bürger von ihrer Kommunalpolitik erwarten. Gerade auf kommunaler Ebene wäre etwas mehr Bodenhaftung oft hilfreicher als der große historische Rundumschlag.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

MarkgrafenhalleFassadensanierungFoerderungWordPress

## Neustadts Markgrafenhalle zeigt sich in neuem Glanz

Die Markgrafenhalle in Neustadt hat ein neues Gesicht bekommen – und das fällt sofort ins Auge. Statt schlichter Fassade sorgt nun eine moderne, schimmernde Außenverkleidung für einen echten Hingucker. Je nach Lichteinfall changiert sie in verschiedenen Farbnuancen von Rot über Gelb bis Gold und verleiht der Halle damit einen ganz besonderen Charakter.

Mit dem Abschluss des dreimonatigen Bauabschnitts IV zeigten sich Bürgermeister Alexander Müller, Bauamtsleiter Gerald Schorr und Mitarbeiter Frank Maes sehr zufrieden. Maes hatte die Sanierung der Markgrafenhalle maßgeblich begleitet und ließ es sich deshalb trotz Urlaubs nicht nehmen, bei der Präsentation der neuen Fassade dabei zu sein.

Bei der neuen Außenhülle handelt es sich um Aluminium-Verbundplatten mit einem speziellen „Fluorpolymerlacksystem“. Diese Platten sind nicht nur optisch auffällig, sondern bringen auch praktische Vorteile mit sich: Die Fassade ist hinterlüftet, wärmegedämmt, abwaschbar und damit vergleichsweise pflegeleicht. Für die Stadt ist das eine moderne Lösung, die sich bewusst von einer rein funktionalen grauen Gestaltung abhebt.

Die 1974 errichtete Sport- und Veranstaltungshalle gilt als markanter Baukörper in Neustadt. Nach rund 50 Jahren sei das Gebäude nun technisch und optisch nahezu auf Neubau-Niveau gebracht worden, erklärte Bauamtsleiter Schorr. Auch farblich passe sich die sanierte Halle gut in das Ensemble rund um die Comenius-Grundschule ein.

Ausgeführt wurden die Fassadenarbeiten von einer Firma aus Feucht. Die Kosten für diesen Bauabschnitt liegen laut Bürgermeister Müller bei etwas mehr als 350.000 Euro. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten außen allerdings noch nicht: Ein Teil des Gerüsts steht weiterhin, da noch Schäden an der Blitzschutzanlage behoben werden müssen. Außerdem fehlt bislang noch der neue Schriftzug. Künftig sollen auf der Seite zur Comeniusstraße hin ein beleuchtbarer Schriftzug sowie das Neustädter Stadtwappen angebracht werden. Auf frühere Piktogramme im Retro-Stil wird dagegen verzichtet.

Im letzten Bauabschnitt V sollen bis Oktober noch die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Elektrik im Gastrobereich fertiggestellt werden. Für die gesamte Sanierung der Markgrafenhalle sind rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Einschätzung von Frank Maes dürfte sich die Maßnahme auch in diesem finanziellen Rahmen bewegen.

Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von rund 700.000 Euro. Zum Abschluss lobte Bauamtsleiter Schorr die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Förderstelle, den beteiligten Behörden, Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben. Die Arbeiten konnten nach Angaben der Stadt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Die neue Fassade ist auf jeden Fall ein Statement. Wer an der Markgrafenhalle vorbeikommt, merkt sofort: Hier wurde nicht einfach nur saniert, hier wollte man auch sichtbar etwas verändern. Und ganz ehrlich – ein bisschen Farbe, die nicht einfach nur „Betongrau“ heißt, schadet einer Stadt selten. Wenn jetzt noch die restlichen Arbeiten sauber abgeschlossen werden, kann sich Neustadt über eine Halle freuen, die nicht nur funktional fit für die Zukunft ist, sondern auch optisch was hermacht.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustaedterKirchweihBorisWordPress

Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 1: Boris

Heute ist Sonntag, der 31. Mai 2026. Noch fünf Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird.

Offiziell eröffnet wird die Neustädter Kirchweih zwar erst am Samstag. Doch die meisten Neustädterinnen und Neustädter wissen: Die Kerwa beginnt eigentlich schon mit dem Aufstellen der Fichte. Wenn der Baum seinen Platz auf dem Marktplatz findet, dann ist die Kirchweih plötzlich greifbar. Dann liegt Vorfreude in der Luft. Dann wird in den Gesprächen nicht mehr gefragt, ob man auf die Kerwa geht, sondern wann und mit wem.

Man spürt es bereits überall in der Stadt. Die ersten Biermarken sind verkauft, die Planungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.

Denn die Neustädter Kirchweih ist weit mehr als Fahrgeschäfte, Festzelt und Buden. Sie ist ein Stück Heimat. Sie lebt von Erinnerungen, von Traditionen und von den Menschen, die sie Jahr für Jahr zu etwas Besonderem machen.

Um die letzten Tage bis zum Aufstellen der Kerwa-Fichte etwas zu verkürzen, startet NaAZA heute eine sechsteilige Serie rund um die Neustädter Kirchweih.

Dabei geht es nicht nur um Menschen. Es geht auch um Gruppen, Rituale, Traditionen und all die Dinge, die die Neustädter Kerwa seit Generationen prägen und unverwechselbar machen. Kurz gesagt: Um das, was die Kirchweih für viele Neustädterinnen und Neustädter zu der schönsten Kerwa der Welt macht.

Den Anfang macht heute jedoch ein Mensch, den fast jede und jeder in Neustadt kennt.

Oder besser gesagt: Einer, dessen richtigen Namen viele gar nicht kennen.

Denn wer an die Neustädter Kirchweih denkt, denkt an Bratwürste, Bier, Musik, Freunde – und irgendwann auch an Boris.

Dabei heißt Boris eigentlich Klaus Wunder.

Doch diesen Namen kennen viele Neustädterinnen und Neustädter nur von Wahlplakaten oder aus dem Kommunalwahlkampf. Im Alltag ist und bleibt er einfach Boris.

Seinen Spitznamen bekam er in den 1980er Jahren. Während Boris Becker die Tenniswelt eroberte, begann auch Klaus seine Tenniskarriere in Neustadt. Schnell war der Spitzname gefunden – und geblieben. So sehr, dass heute kaum jemand noch Klaus zu ihm sagt.

Boris ist einer dieser Menschen, die man kaum von Neustadt trennen kann. Einer, der immer irgendwo mitmischt, sich engagiert und nie lange stillsitzen kann.

Er arbeitet bei der Stadt Neustadt, war als Büttenredner gefürchtet und gefeiert zugleich, stand im Männerballett auf der Bühne, kandidierte bei Kommunalwahlen und setzt sich seit Jahrzehnten für seine Heimatstadt ein. Wer Boris kennt, weiß: Wenn es um Neustadt geht, ist er meistens vorne mit dabei.

Eine ganz besondere Rolle spielt dabei Thailand.

Aus ersten Reisen wurde eine Leidenschaft. Aus der Leidenschaft entstanden Freundschaften, Kontakte und schließlich gemeinsam mit seiner Frau ein kleines Stück Thailand mitten in Neustadt. Seit Jahrzehnten bringen die beiden mit ihrer thailändischen Küche fernöstliche Spezialitäten nach Franken und sind aus dem Neustädter Stadtbild kaum mehr wegzudenken.

Nicht wenige nennen Boris deshalb augenzwinkernd den inoffiziellen thailändischen Botschafter Neustadts.

Und natürlich gehört er auch zur Kirchweih.

Wer über die Kerwa schlendert, kennt das Bild: Nachdem Bratwurst, Steak und Schaschlik gegessen sind, zieht es viele Besucher irgendwann weiter zum Thai-Imbiss von Boris. Dort wartet nicht nur der Duft exotischer Gewürze, sondern auch ein freundliches Wort, ein Lächeln und das Gefühl, willkommen zu sein.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis eines Kerwa-Originals.

Nicht die große Bühne. Nicht die lautesten Worte.

Sondern über viele Jahre hinweg ein fester Teil der Heimat vieler Menschen zu werden.

Boris verbindet Thailand und Franken, Tradition und Offenheit, Neustadt und die große weite Welt. Und trotzdem ist er dabei immer einer von uns geblieben.

Deshalb gehört Boris für viele genauso zur Neustädter Kirchweih wie die Kerwa-Fichte, der Bieranstich oder das erste Wiedersehen mit alten Freunden auf dem Marktplatz.

Lieber Boris,

bleib so, wie du bist. Und vor allem: Bleibt du und deine Frau unserer Stadt und der Neustädter Kirchweih noch viele Jahre erhalten.

Denn Menschen wie euch machen die Kerwa zu dem, was sie ist:

Nicht nur ein Fest.

Sondern ein Stück Heimat.

**Und jetzt seid ihr gefragt:**

Wer oder was ist für euch ein echtes Neustädter Kerwa-Original?

Welche Menschen, Gruppen, Traditionen oder Rituale dürfen in unserer sechsteiligen Serie auf keinen Fall fehlen?

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

VerkehrssicherheitNeustadtVerbandsraeteWordPress

## Stadtrat Neustadt: Verkehrsüberwachung bleibt Thema – Stadt entsendet Vertreter in den Zweckverband

Wo in Neustadt geblitzt wird, sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, Bürgermeister Alexander Müller und Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe als Verbandsräte in die Versammlung des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zu entsenden. Die Stadt Neustadt ist dort Mitglied – und setzt damit weiter auf die Zusammenarbeit bei der Verkehrsüberwachung.

Wie Thomas Kursawe im Gremium erläuterte, wird im Stadtgebiet monatlich rund 20 Stunden lang geblitzt. Die Kontrollen finden an sogenannten neuralgischen Punkten statt, also an Stellen, die aus Sicht der Verkehrsüberwachung besonders sensibel sind. Dabei machte Kursawe deutlich, dass es der Stadt nicht ums Geldverdienen gehe: „Wir wollen damit keinen Profit machen.“

Nach seinen Angaben halten sich Kosten und Einnahmen derzeit in etwa die Waage – mit einer leichten Tendenz ins Plus. Christine Pohli (CSU) brachte in der Sitzung den Vorschlag ein, die bisherigen Messstellen im Stadtrat noch einmal gemeinsam zu überprüfen.

Kursawe zeigte sich für Anregungen aus den Fraktionen offen. Neue Standorte für Geschwindigkeitsmessungen ließen sich aber nicht beliebig festlegen. Es gebe klare Richtlinien, etwa mit Blick auf Abstände zu Ortstafeln. Deshalb müssten neue Messpunkte zunächst genehmigt werden. Ein neuer Standort könne also nicht einfach vorgeschlagen und am nächsten Tag sofort genutzt werden.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit setzt sich nach eigenen Angaben seit 2014 für mehr Sicherheit auf den Straßen und im öffentlichen Raum ein. Was einst mit elf Kommunen begann, ist inzwischen zu einem Netzwerk mit mehr als 160 Mitgliedern in vier bayerischen Regierungsbezirken angewachsen. Ziel ist es, Regeln fair durchzusetzen und damit Rücksicht und Sicherheit im Alltag zu stärken.

**Kommentar der Redaktion:**
Blitzer sind so ein Thema, bei dem gefühlt jeder eine Meinung hat – spätestens dann, wenn es einmal selbst „gefunkt“ hat. Dass die Stadt hier auf klare Regeln und genehmigte Standorte verweist, ist wichtig. Denn zwischen „Da müsste man doch mal messen!“ und einer tatsächlich zulässigen Messstelle liegen eben ein paar Vorschriften. Unterm Strich gilt wie so oft: Wer sich ans Tempo hält, kann an solchen Stellen ziemlich entspannt vorbeifahren.

*Foto: Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz*

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

MittagsbetreuungGanztagDefizitWordPress

# Mittagsbetreuung oder Offener Ganztag? Neustädter Stadtrat diskutiert über die Zukunft der Kinderbetreuung

In der Neustädter Stadtratssitzung ging es eigentlich „nur“ um mehr Geld für die Mittagsbetreuung der AWO. Doch aus dem Defizitausgleich entwickelte sich schnell eine grundsätzliche Debatte: Soll Neustadt künftig weiter auf die bisherige Mittagsbetreuung setzen – oder wäre ein Offener Ganztag das bessere Modell? Klar ist schon jetzt: Die Stadt muss mehr Geld in die Hand nehmen, damit das bestehende Angebot gesichert bleibt.

Auslöser war das Defizit bei der AWO, die die Mittagsbetreuungen an den beiden Neustädter Grundschulen trägt. Zum Ende des vergangenen Schuljahres steht dort ein Minus von rund 43.000 Euro. Hauptgrund sind laut Stadt deutlich gestiegene Personalkosten. Zwar habe der Träger die Betreuungsgebühren bereits angepasst, dennoch lasse sich ein Defizit nicht vollständig vermeiden, so die Verwaltung.

Referent Alexander Swoboda erläuterte im Stadtrat, dass die Unterschiede zwischen Mittagsbetreuung und Offenem Ganztag in der Praxis gar nicht so groß seien. In beiden Modellen gibt es Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen und pädagogische Angebote. Die Mittagsbetreuung sei rechtlich jedoch freier organisiert. Im Offenen Ganztag gebe es mehr Vorgaben, etwa bei Anwesenheitspflichten oder bei der Schülerbeförderung am Tagesende.

Für Diskussion sorgte vor allem der Vorstoß von David Muck (Grüne), der den Offenen Ganztag als das aus seiner Sicht bessere und verlässlichere Konzept bezeichnete. Er sprach sich dafür aus, diese Variante ernsthaft zu prüfen. Die engere Anbindung an die Schule und eine höhere Konstanz nannte er dabei als wichtige Vorteile. Die möglichen Mehrkosten wären aus seiner Sicht gerechtfertigt.

Heike Gareis (SPD) betonte dagegen, dass die bisherige Mittagsbetreuung qualitativ hochwertig arbeite. Sie erinnerte daran, dass sich Eltern in einer früheren Befragung mehrheitlich für dieses Modell ausgesprochen hätten. Deshalb plädierte sie dafür, vor einer Grundsatzentscheidung erneut die Eltern einzubeziehen.

Auch aus der Verwaltung und vom Bürgermeister kam Rückendeckung für die bisherige Arbeit der AWO. Swoboda lobte das Engagement der Mitarbeitenden ausdrücklich. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) machte zum Sitzungsende deutlich, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, die Mittagsbetreuung sei ein schlechtes Angebot. Das sei ausdrücklich nicht der Fall, vielmehr leiste die AWO hervorragende Arbeit.

Am Ende stand dennoch zunächst die finanzielle Seite im Mittelpunkt. Der Stadtrat beschloss einstimmig, für das Schuljahr 2025/26 einen Defizitausgleich von knapp 20.000 Euro an die AWO zu zahlen. Außerdem wurde mehrheitlich entschieden, den jährlichen Zuschuss ab dem Kalenderjahr 2027 dauerhaft von bislang 13.500 Euro auf 33.500 Euro anzuheben. Damit soll verhindert werden, dass sich ähnliche Finanzierungslücken künftig erneut auftun.

Über die langfristige Zukunft der Ganztagsbetreuung in Neustadt will der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher beraten. Dabei könnte auch eine neue Elternbefragung eine Rolle spielen.

**Kommentar der Redaktion:**
Gerade bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sind unvorhergesehene Mehrkosten fast schon so verlässlich wie der Elternabend im Schuljahr. Eine Umfrage unter Eltern kann zwar Stimmungen einfangen, sie bildet aber oft nur den aktuellen Bedarf ab – und der kann sich schnell ändern. Deshalb braucht es hier Entscheidungen mit Weitblick, die pädagogisch sinnvoll und finanziell tragfähig sind. Kinderbetreuung ist für eine Stadt eben weit mehr als bloßes „Unterbringen“: Sie schafft Gemeinschaft, Freundschaften, Verlässlichkeit und fördert ganz nebenbei auch noch das soziale Miteinander. Und wenn man ehrlich ist: Für das, was dort geleistet wird, ist es am Ende eher gut investiertes Geld als teurer Luxus.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

WaldbadNeustadtRankingWordPress

**Waldbad Neustadt ist Deutschlands beliebtestes Freibad**

Große Freude in Neustadt an der Aisch: Das Waldbad Neustadt ist im aktuellen Freibad-Ranking des TUI-Reiseblogs auf Platz 1 gelandet und wurde damit zum beliebtesten Freibad Deutschlands gekürt. Eine Auszeichnung, die nicht nur das Bad selbst, sondern die ganze Region freuen dürfte.

Grundlage für das Ranking waren laut TUI die Google-Bewertungen von mehr als 1.500 Freibädern in ganz Deutschland. Bewertet wurden unter anderem die durchschnittliche Sternebewertung, der Anteil an 5-Sterne-Bewertungen sowie die Gesamtzahl der Rezensionen. Das Waldbad Neustadt erreichte dabei einen Beliebtheits-Score von 8,491 und setzte sich an die Spitze des bundesweiten Vergleichs.

Besonders hervorgehoben wurde vom TUI-Reiseblog die idyllische Lage des Waldbads im Grünen zwischen Stadtpark, Wiesen und Wald. Auch die Ausstattung mit mehreren Becken, Strömungskanal und Massagedüsen sowie die entspannte Atmosphäre und die schattigen Plätze wurden als Pluspunkte genannt.

Für Neustadt an der Aisch ist diese Auszeichnung ein starkes Signal: Das Waldbad ist nicht nur bei Einheimischen seit Jahren beliebt, sondern überzeugt offenbar auch im deutschlandweiten Vergleich. Gerade in den Sommermonaten ist es für viele Familien, Kinder, Jugendliche und Erholungssuchende aus der Region ein wichtiger Treffpunkt.

Das vollständige Ranking ist hier zu finden:
https://www.tui.com/blog/freibad-ranking-deutschland/

**Kommentar der Redaktion:**
Ganz ehrlich: Wer schon einmal an einem heißen Sommertag im Waldbad war, dürfte über Platz 1 nicht völlig überrascht sein. Zwischen Bäumen, Wasser und einer Portion Neustädter Sommergefühl lässt sich’s eben gut aushalten. Dass das jetzt auch deutschlandweit bestätigt wurde, ist nicht nur schön fürs Image, sondern auch eine kleine Liebeserklärung an unsere Region – und ja, ein bisschen stolz darf man da in Neustadt schon sein.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustadtKirchweihFestumzugWordPress

# Neustädter Kirchweih 2025 steht in den Startlöchern: Das ist das Programm der Festtage

Nur noch wenige Tage, dann beginnt in Neustadt an der Aisch wieder die Zeit, auf die sich viele in der Region jedes Jahr besonders freuen: die Neustädter Kirchweih. Mit Kirchweihbaum, Festumzug, Musik, Kinderfest, Schützenauszug, Feuerwerk und vielen weiteren Programmpunkten verwandelt sich die Stadt vom 5. bis 14. Juni wieder in einen großen Festplatz.

Los geht es bereits am Freitag, 5. Juni, mit einem der ersten traditionellen Höhepunkte: dem Aufstellen der Fichte auf dem Marktplatz. Ab etwa 19 Uhr bringen die Ficht’n Lupfer den bunt geschmückten Kirchweihbaum mit Muskelkraft in die Senkrechte – begleitet von Volkstanz und Musik.

Am Samstag, 6. Juni, startet dann die Kirchweih offiziell. Gegen 13.45 Uhr zieht der Festzug mit verschiedenen Tanzgruppen von der Bamberger Straße zum Marktplatz. Dort spielt ab 14 Uhr die Stadtkapelle Frankenland zum Platzkonzert mit fränkischen Kirchweihtänzen auf. Anschließend geht es weiter zur evangelischen Stadtkirche, wo vor dem Geburtshaus von Adolph Scherzer traditionell der bayerische Defiliermarsch erklingt. Auch das ökumenische Kirchweihsingen gehört wieder zum Programm.

Ein erster großer Höhepunkt folgt um 15 Uhr am Musikpavillon: Dort zapft Bürgermeister Alexander Müller das erste Festbier an und gibt damit den Startschuss für den Festbetrieb. Für Stimmung im Freien sorgt die Stadtkapelle Frankenland, in der Festhalle spielen ab 19 Uhr die Lichtenauer Musikanten, im Festzelt ab 19.30 Uhr die Band Volldampf.

Wer selbst aktiv werden will, kann beim offenen Bürgerschießen der königlich privilegierten Schützengesellschaft mitmachen. Teilnehmen dürfen Interessierte ab acht Jahren noch bis einschließlich Mittwoch, 10. Juni, jeweils von 17 bis 21 Uhr im Schießhaus.

Der Kirchweihsonntag, 7. Juni, beginnt um 9.45 Uhr mit einer Andacht in der Stadtkirche. Um 10.15 Uhr folgt der Kirchweihgottesdienst mit dem Posaunenchor am Festplatz. Um 11.30 Uhr ist der Neustädter Posaunenchor zudem vom Kirchturm zu hören. Der Festbetrieb beginnt wie an den übrigen Tagen um 11.30 Uhr. Ab 15.30 Uhr sorgt der Gaudi-Express im Festzelt für Stimmung.

Am Montag, 8. Juni, steht der Schützenauszug auf dem Programm. Nach dem Frühschoppen ab 10.30 Uhr am Wirtshaus „Scharfes Eck“ marschieren die Beteiligten um 12.30 Uhr los. Am Abend dürfte es im Festzelt voll werden: Ab 19.30 Uhr spielt dort die Showband Radspitz.

Ganz im Zeichen der Kinder und Familien steht der Dienstag, 9. Juni. Das Kinderfest beginnt um 14 Uhr auf dem Marktplatz, natürlich mit dem traditionellen Geißbocktanz. Danach zieht der Festumzug über die Würzburger Straße zum Festplatz. Dort gibt es bis 19 Uhr beim Kinder- und Familiennachmittag Fahrgeschäfte zu ermäßigten Preisen.

Sportlich wird es am Dienstag ab 16.30 Uhr beim Kerwa-Fußballturnier am Sportplatz beim Festzelt. Mannschaften der Ficht’n Lupfer, des Landratsamts, der Stadt und der Sparkasse treten gegeneinander an, den Anstoß übernimmt Bürgermeister Alexander Müller. Musikalisch geht es abends mit den Altmannshäuser Musikanten im Freien und dem Gaudi-Express im Festzelt weiter.

Der Mittwoch, 10. Juni, beginnt um 11 Uhr mit dem traditionellen Frühschoppen von Stadt und Landkreis im Festzelt. Die Stadtkapelle Frankenland übernimmt die musikalische Umrahmung. Abends spielen ab 19 Uhr die Seitz-Buam in der Festhalle, die Gremsdorfer Blaskapelle im Freien und die Moonlights im Festzelt. Gegen 22.30 Uhr erleuchtet dann das Großfeuerwerk die Aischwiesen.

Am Donnerstag, 11. Juni, läuft der Kirchweihbetrieb von 11.30 Uhr bis Mitternacht weiter. Bewirtschaftet werden die zentrale Ausschankstelle, Imbissbuden, Festzelt, Metzgerzelt und Festhalle. Musik ist an diesem Tag nicht erlaubt.

Zum Endspurt der Kirchweih wird am Freitag, 12. Juni, noch einmal kräftig gefeiert: Ab 19 Uhr spielen in der Festhalle die Nachtgeger, im Freien der Musikverein Ulsenheim und im Festzelt die Moonlights. Am Samstag, 13. Juni, übernimmt ab 19 Uhr Volldampf im Festzelt, Querbeet spielt in der Festhalle und die Stadtkapelle Frankenland im Freien. Um 19.30 Uhr findet außerdem im Schießhaus die Preisverleihung des offenen Bürgerschießens statt.

Der letzte Kirchweihtag ist Sonntag, 14. Juni. Parallel läuft von 10 bis 17 Uhr der Trinitatismarkt in der Bahnhofstraße. Boxsportfreunde kommen ab 10 Uhr im Festzelt auf ihre Kosten. Um 10.15 Uhr beginnt der Gottesdienst für Groß und Klein am Kinderspielplatz „An den Herrenbergen“, bei schlechtem Wetter in der Himmelfahrtskirche. Von 11 bis 12.30 Uhr findet der traditionelle Jägerfrühschoppen des Jägervereins Neustadt mit Bläsertreffen statt. Ab 14 Uhr sorgt der Musikverein Diespeck im Freien für Stimmung. Anders als an den Vortagen endet die Kirchweih am letzten Tag bereits um 23 Uhr.

Auch an die Anreise wurde gedacht. Während der Kirchweih vom 6. bis 14. Juni stehen unter anderem die Parkplätze „Zentrum“ und „Wasenmühle“ sowie das Parkdeck an der Bismarckstraße zur Verfügung. Zusätzlich können weitere Stellplätze in und um die Innenstadt genutzt werden. Außerhalb der Öffnungszeiten ist auch das Parken bei Obi und Aldi möglich. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass Parkverstöße – besonders in Rettungszufahrten und Halteverbotszonen – streng kontrolliert und geahndet werden. An den beiden Samstagen sowie am Mittwoch fahren eigens eingerichtete Kirchweihbuslinien. Fahrradstellplätze gibt es an der Freisportanlage am Karl-Ströbel-Weg und an der Parkanlage Wasenmühle.

**Kommentar der Redaktion:**
Neustadt zeigt wieder, wie Kirchweih geht: mit Tradition, Musik, Marsch, Maß und jeder Menge Programm für alle Generationen. Wer da nichts findet, hat vermutlich den Festplan verlegt. Besonders schön: Vom Kirchweihbaum bis zum Kinderfest ist vieles dabei, was genau diesen besonderen Mix aus Heimat, Geselligkeit und fränkischer Feierlaune ausmacht.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustadtLuftbilderAusstellungWordPress

**Neustadt von oben entdecken: Neue Ausstellung zeigt den Wandel der Stadt**

Wie sehr hat sich Neustadt an der Aisch in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Wer darauf eine spannende Antwort sucht, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen: Im Bayerischen Landesluftbildzentrum werden ab Donnerstag, 28. Mai 2026, historische und aktuelle Luftaufnahmen gegenübergestellt – und machen die Entwicklung der Stadt auf beeindruckende Weise sichtbar.

Bis Sonntag, 13. September 2026, können Besucherinnen und Besucher erleben, wie Neustadt in den 1950er Jahren aussah und was sich seitdem verändert hat. Gezeigt werden historische Luftbilder aus dem Stadtarchiv Neustadt an der Aisch sowie aktuelle Luft- und Multikopteraufnahmen der Bayerischen Vermessungsverwaltung. So entsteht ein direkter Blick auf den Wandel der Stadt – von oben und über mehrere Generationen hinweg.

Gerade für Menschen aus Neustadt und der Umgebung dürfte die Ausstellung besonders interessant sein: Viele Straßenzüge, Gebäude und bekannte Orte lassen sich auf den Aufnahmen wiedererkennen. Oft zeigt sich dabei erst auf den zweiten Blick, wie stark sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat.

Die Sonderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Stadtarchivs Neustadt an der Aisch und des Bayerischen Landesluftbildzentrums. Ergänzt wird sie durch Sonderführungen und Vorträge, bei denen Fachleute zusätzliche Einblicke in die Stadtgeschichte geben.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen finden mittwochs um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu finden ist die Ausstellung in der Bamberger Straße 48 in Neustadt an der Aisch.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Ausstellungen sind oft viel mehr als nur ein Blick auf alte Bilder. Sie zeigen, wie sich eine Stadt verändert, wächst und manchmal auch Ecken verliert, die man fast schon vergessen hatte. Gerade Luftbilder haben dabei ihren ganz eigenen Reiz: Von oben sieht man plötzlich, was man am Boden im Alltag gar nicht mehr wahrnimmt. Und man merkt schnell – früher war nicht alles besser, aber manches eben erstaunlich anders.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

KreistagAusschuesseKompetenzenWordPress

**Kreistag im Wandel: Ausschüsse im Landkreis Neustadt/Aisch sollen deutlich mehr Gewicht bekommen**

Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sollen die Ausschüsse des Kreistags künftig eine stärkere Rolle spielen. In der konstituierenden Sitzung machte Landrat Dr. Christian von Dobschütz deutlich, wohin die Reise gehen soll: weg von langen Grundsatzdebatten im großen Gremium, hin zu fachlich stärker aufgestellten Ausschüssen, die sich intensiver mit einzelnen Themen befassen und mehr Entscheidungen selbst treffen können.

Der Landrat sprach von einer „schlanken Herangehensweise“. Gemeint ist damit vor allem: Die Ausschüsse werden künftig genauer zugeschnitten und klarer nach Fachthemen gegliedert. Sie sollen nicht nur vorbereiten, sondern im Rahmen der im Haushalt vorgesehenen Mittel auch selbst Beschlüsse fassen dürfen. Steigen die tatsächlichen Kosten über den Haushaltsansatz hinaus, landet das Thema im Kreisausschuss. Liegen die Mehrkosten bei über 500.000 Euro, muss der gesamte Kreistag entscheiden.

Nach Ansicht von von Dobschütz stärkt das die Arbeit der Gremien deutlich. Die Ausschüsse sollen zu echten Fachforen werden, in denen tiefer in die Materie eingestiegen wird als bislang.

Auch bei der Besetzung der Ausschüsse wurde in der Sitzung eine wichtige Weiche gestellt. Grundlage ist das Prinzip der sogenannten Spiegelbildlichkeit. Das bedeutet: Die Zusammensetzung der Ausschüsse muss das Kräfteverhältnis der im Kreistag vertretenen Parteien und Wählergruppen möglichst genau abbilden. Wie die Sitze rechnerisch verteilt werden, war Gegenstand zweier Anträge.

Die Linke, die ÖDP, WiR und die FDP haben sich dabei zu einer Ausschussgemeinschaft zusammengeschlossen. Die UWG beantragte das Verfahren Sainte-Laguë/Schepers. Fraktionsvorsitzender Helmut Reiß begründete dies damit, dass bei einem Verfahren nach d’Hondt kleinere Gruppierungen benachteiligt würden. Aus Sicht der UWG wäre die Ausschussgemeinschaft dann in einzelnen Gremien womöglich leer ausgegangen.

Auch die CSU sprach sich schließlich für Sainte-Laguë/Schepers aus. Fraktionssprecher Stefan Schuster erklärte, dieses Verfahren bilde den Wählerwillen am besten ab. Zusätzlich beantragte die CSU, die großen Ausschüsse künftig mit 14 Kreisrätinnen und Kreisräten plus Landrat zu besetzen – statt wie bisher mit zwölf. Beide Punkte wurden einstimmig beschlossen.

Eine Aufwertung erfährt außerdem das Forum Klimaschutz des Landkreises. Es wird künftig als offizielles Gremium in die Geschäftsordnung aufgenommen. Beschlüsse soll das Forum weiterhin nicht fassen, wohl aber Empfehlungen aussprechen. Landrat von Dobschütz kann sich zudem vorstellen, externe Fachleute in das Forum einzuladen. Als Beispiel nannte er gute Gespräche mit Karin Eigenthaler, der Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz.

Für eine Premiere sorgte der Jugendhilfeausschuss. Dort gab es erstmals mehr Bewerbungen als verfügbare Sitze. Deshalb musste der Kreistag abstimmen, welche Organisationen neben den gesetzten Vertreterinnen und Vertretern – etwa aus dem Kreistag und der Jugendarbeit – in das Gremium aufgenommen werden. Landrat von Dobschütz sprach von einer „ein bisschen undankbaren“ Situation: Aus vier starken Bewerbungen mussten drei ausgewählt werden. Büroleiter Bastian Kallert ergänzte, eine solche Konstellation habe es bislang noch nie gegeben.

Am Ende schafften es denkbar knapp Diakonie/AWO, BRK/Caritas sowie die heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe in den Ausschuss. Hinzu kommen elf beratende Mitglieder, unter anderem aus dem Jugendamt, von der Agentur für Arbeit und von der Polizei.

Der Kreisausschuss soll künftig unter anderem Aufgaben des wegfallenden Sozialausschusses übernehmen. Dort sollen vor allem die Themen Klinik und medizinische Versorgung behandelt werden.

Für die neu gewählten Kreisrätinnen und Kreisräte ist zudem am 3. Juli ein umfassendes „Onboarding“ im Landratsamt geplant. In verschiedenen Räumen sollen die Ausschüsse mit den zuständigen Fachbereichen zusammenkommen, um die neuen Mitglieder in ihre Themen einzuarbeiten. Danach ist noch eine gemeinsame Sitzung des Kreistags vorgesehen – allerdings mit weniger Detailtiefe. Die fachliche Arbeit soll bewusst in den Ausschüssen stattfinden.

Am Ende blieb die Kernaussage des Landrats klar: Die Ausschüsse sollen künftig mehr sein als nur Vorzimmer des Kreistags – nämlich die Orte, an denen Fachwissen, Vorbereitung und Entscheidung enger zusammenrücken.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

NeustadtErosionsschutzPilotprojektWordPress

**Neustadt will Wasser in der Fläche halten: Pilotprojekt am Beerbacher Weg soll bei Starkregen helfen**

Wie kann man verhindern, dass sich bei Starkregen braune Wassermassen ihren Weg durch die Landschaft bahnen und am Ende Straßen, Gräben und Keller volllaufen? In Neustadt an der Aisch setzt man dabei jetzt nicht nur auf Technik, sondern vor allem auf den Boden selbst. Im Fokus steht ein neues Pilotprojekt am Beerbacher Weg, das den Wasserrückhalt verbessern und Erosion eindämmen soll. Doch eines ist auch klar: Funktionieren kann das Ganze nur, wenn die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte mitziehen.

Im Neustädter Stadtrat stellte Johannes Herold vom beauftragten Büro „GeoTeam“ das Vorhaben vor. Die Stadt ist Teil der sogenannten „Schwammregion“, bei der es darum geht, Wasser bei Starkregen möglichst dort zurückzuhalten, wo es fällt. Das Grundprinzip ist einfach: Nicht alles schnell ableiten, sondern den Boden wieder stärker als natürlichen Speicher nutzen. Oder wie Herold es auf den Punkt brachte: **„Der Boden ist der Schwamm.“**

### Problemflächen in Neustadt gezielt untersucht

Im Vorfeld hatte das Büro „GeoTeam“ untersucht, wo es in Neustadt in den vergangenen Jahren besonders häufig Probleme mit Starkregen, Hochwasser und daraus folgenden Schäden gab. Auch Ortsbegehungen mit der Stadtspitze flossen in die Bewertung ein. Daraus entstand eine Übersicht mit landwirtschaftlichen Flächen, die bei Starkregen ein besonders hohes Schadenspotenzial haben. Diese umfasst rund 90 Hektar und wird der Stadt als Teil des Bestands- und Bewertungsplans zur Verfügung gestellt.

Klar sei aber auch, dass nicht überall gleichzeitig angesetzt werden könne. Deshalb wurde nach einer besonders geeigneten Fläche für ein Pilotprojekt gesucht. Neben Birkenfeld, Weiherhof und Unterstrahlbach wurde auch der Beerbacher Weg genauer betrachtet. Am Ende wurde dieser Bereich als sogenannter Hotspot eingestuft.

### Beerbacher Weg im Fokus

Das eigentliche Pilotgebiet umfasst rund 16 Hektar. Dort soll mit angepasster landwirtschaftlicher Bewirtschaftung dafür gesorgt werden, dass mehr Wasser im Boden bleibt und weniger Erde abgeschwemmt wird. Herold machte deutlich, dass viele kleine Maßnahmen oft mehr bringen als einzelne große Bauwerke. Mal seien es 50 Kubikmeter Rückhalt, mal 100 – in der Summe könne das aber einen wichtigen Unterschied machen. Auch Verbesserungen an Gräben könnten dazu beitragen.

Im gesamten betrachteten Gebiet in Neustadt liegen laut Herold rund 2500 Hektar Ackerflächen. Gerade dort sehe man großes Potenzial. Denn im Vergleich zu klassischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen könne man mit einer flächigen Veränderung der Bodenbewirtschaftung in ganz anderen Dimensionen arbeiten – und meist deutlich kostengünstiger.

### Warum die Bodenbewirtschaftung so wichtig ist

Ein zentrales Problem bei Starkregen ist, dass Wasser oft nicht schnell genug versickern kann. Ursache sind unter anderem Verdichtungsschichten im Boden. Dazu kommt, dass es bei heftigen Niederschlägen häufig zur Verschlämmung an der Oberfläche kommt. Der Boden verliert dadurch einen Teil seiner Speicherfähigkeit und Wasser läuft oberflächlich ab – mitsamt Erde und Schlamm.

Genau hier setzt das Projekt an. Ziel ist eine stabile, krümelige Bodenstruktur, die Wasser besser aufnehmen und halten kann. Davon würden mehrere Bereiche profitieren: Der Boden speichert mehr Feuchtigkeit, die Landschaft kühlt sich besser ab, mehr Kohlendioxid kann gebunden werden, das Landschaftsbild wird abwechslungsreicher und auch die Artenvielfalt kann steigen. Vor allem aber sollen Schäden bei Starkregen verringert werden.

### Drei Förder-Bausteine für Landwirte

Für die Pilotphase wurden drei konkrete Maßnahmen entwickelt, für die Landwirtinnen und Landwirte im Projektgebiet Prämien erhalten können:

**1. Erweiterte Fruchtfolge**
Reihenkulturen wie Mais oder Zuckerrüben sollen höchstens einmal in vier Jahren angebaut werden, da sie als besonders erosionsanfällig gelten.
**Prämie: 50 Euro pro Hektar**

**2. „Erosionsschutz+“ beim Maisanbau**
Vor der Maissaat soll eine Zwischenfrucht mit mindestens vier Arten angebaut werden. Außerdem darf vor dem 28. Februar keine Bodenbearbeitung stattfinden. Zusätzlich soll Kalk zur Zwischenfrucht ausgebracht werden.
**Prämie: 200 Euro pro Hektar**

**3. Mais-Alternativen stärken**
Mehrjähriger Anbau von Klee, Luzerne oder Ackergras soll gefördert werden, um den Boden besser zu schützen.
**Prämie: 250 Euro pro Hektar**

Die Finanzierung übernimmt die Stadt Neustadt. Für das Pilotprojekt rechnet man mit Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr.

### Zustimmung im Stadtrat – aber auch Diskussion über das Vorgehen

Im Stadtrat wurde das Projekt grundsätzlich positiv aufgenommen. Allerdings gab es auch kritische Nachfragen. So wollte Gerd Scheuenstuhl (FDP) wissen, ob die Landwirtschaft vor Ort bereits einbezogen worden sei. Herold erklärte, dass Gespräche mit den betroffenen Bewirtschaftern erst im nächsten Schritt geplant seien. Man habe zunächst mit dem Stadtrat klären wollen, ob das Projekt überhaupt gewollt und finanziell abgesichert ist.

Heike Gareis (SPD) sah genau darin einen Schwachpunkt. Aus ihrer Sicht hätte man zuerst mit den Landwirten sprechen sollen. Zwar sei klar, dass etwas getan werden müsse, doch nun könne ein gewisser Druck entstehen.

Andere Ratsmitglieder bewerteten das Vorhaben dagegen ausdrücklich als Chance. Reinhold Schultheiß (Grüne) betonte, dass Wasserrückhalt gerade in einer trockenen Region wie Neustadt wichtig sei und eine vielfältigere Fruchtfolge auch den Böden und damit den Betrieben zugutekomme.

Manfred Dietlein (SPD) verwies auf die konkrete Lage am Beerbacher Weg: Von dort fließe Wasser bis nach Rösleinsdorf und sorge dort immer wieder für Probleme in Kellern. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) bestätigte, dass die „braune Brühe“ in diesem Bereich vielen bekannt sein dürfte.

### Teilnahme bleibt freiwillig

Ob das Projekt erfolgreich wird, hängt nun vor allem davon ab, ob sich genügend Landwirte beteiligen. Herold stellte klar, dass die Prämien nicht in jedem Fall sämtliche Mehrkosten ausgleichen werden. Es sei also auf die Bereitschaft der Betriebe angewiesen, mitzumachen. Sollte sich auf der vorgesehenen Fläche kein Interesse ergeben, könne notfalls auch ein anderer Bereich geprüft werden.

Ein Treffen mit den betroffenen Flächenbewirtschaftern soll nun zeitnah stattfinden. Dort könnten auch noch Anpassungen am Modell besprochen werden. Wenn sich die Pilotphase bewährt, wäre ab Sommer 2027 eine Ausweitung denkbar.

Der Neustädter Stadtrat nahm das Projekt schließlich einstimmig zur Kenntnis und gab die vorgesehenen 6000 Euro für den Haushalt 2027 frei. Einig war man sich allerdings auch darin, dass wohl noch einige Überzeugungsarbeit nötig sein wird – denn die Teilnahme bleibt freiwillig.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Idee klingt erst einmal unspektakulär: weniger Erosion, bessere Fruchtfolge, mehr Wasserrückhalt. Aber genau solche Maßnahmen entscheiden oft darüber, ob bei Starkregen ein Acker Wasser schluckt – oder ob die Brühe am Ende im nächsten Keller landet. Dass Neustadt hier an einem bekannten Problemort ansetzt, ist sinnvoll. Jetzt kommt es darauf an, die Landwirte wirklich mitzunehmen. Denn am Ende hilft kein noch so gutes Konzept auf dem Papier, wenn es draußen auf dem Feld nicht angenommen wird. Oder anders gesagt: Der Boden mag der Schwamm sein – aber ohne Mitmacher bleibt auch der trocken.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

ThemenmarktFairtradeFruehstueckWordPress

# Themenmarkt „regional, bio, fair“: Frühstück, Fairtrade und bunte Vielfalt auf dem Marktplatz

Regional einkaufen, fair genießen und gemeinsam gemütlich in den Tag starten: In Neustadt an der Aisch steht wieder der Themenmarkt „regional, bio, fair“ an. Nach dem großen Erfolg vor drei Jahren kehrt dabei auch die große Frühstückstafel auf den Marktplatz zurück. Wer Lust auf ein besonderes Wochenende mit Familie, Freunden und guten Produkten aus der Region hat, sollte sich diesen Termin vormerken.

Im Mittelpunkt steht diesmal nicht nur der Markt selbst, sondern auch ein Frühstücksangebot, das zum Verweilen einlädt. Angeboten werden verschiedene Varianten – von herzhaft bis klassisch fränkisch. So gibt es bei Variante A drei verschiedene Käsesorten vom Demeterhof Mondel, Frischkäse, zwei Scheiben Brot, ein Brötchen, zwei Aufstriche nach Wahl sowie Obst- und Gemüsedekoration für 12 Euro. Variante B bietet zusätzlich zwei Sorten Wurst vom Demeterhof Mondel und kostet 15 Euro. Wer es kleiner mag, kann mit Variante C für 6 Euro ein Brötchen mit zwei Aufstrichen sowie Obst- und Gemüsedeko wählen. Für Freunde des traditionellen Frühstücks gibt es mit Variante D eine Brezel, ein Paar Weißwürste vom Demeterhof Mondel und süßen Senf für 8 Euro.

Wer mitfrühstücken möchte, sollte seinen Wunsch bis spätestens 22. Juni anmelden. Möglich ist das per E-Mail an stadtmarketing@neustadt-aisch.de, telefonisch unter 09161 666-54 oder online über das Anmeldeformular der Stadt. Auch Tischreservierungen für Biergarnituren werden angenommen.

Neben dem Frühstück erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Mit dabei sind die Grundschule Neues Schloss mit ihrer Mittagsbetreuung, der Weltladen sowie die Stadt Neustadt an der Aisch mit eigenen Ständen. Die Fairtrade-Gemeinde Markt Erlbach informiert über faire Mangoprodukte, und Herr Priestley bringt seine bunten Stauden mit auf den Markt.

Auch nachhaltiges Handeln spielt an diesem Tag eine wichtige Rolle: Alte Handys – mit oder ohne Akku – können vor Ort abgegeben werden. Der AK Fairtrade/Nachhaltigkeit des Friedrich-Alexander-Gymnasiums sammelt diese im Rahmen der „HandyAktion Bayern“, einer Initiative von Mission EineWelt und dem EineWelt Netzwerk Bayern. Eventuell noch vorhandene persönliche Daten auf den Geräten werden sicher gelöscht. Der Erlös aus dem Recycling fließt in Bildungsprojekte in Liberia, El Salvador und Bayern.

In der Ehrenhalle des Rathauses informiert die Fairtrade-Schule des Friedrich-Alexander-Gymnasiums über ihre Aktionen. Außerdem ist dort die Wanderausstellung „Held:in des fairen Handels“ zu sehen. Die offizielle Eröffnung mit Grußworten ist für 10 Uhr geplant. Für den musikalischen Auftakt sorgen die Kinder der Chor-AG und der Ukulele-AG der Grundschule Neues Schloss.

Ein besonderer Anlass kommt in diesem Jahr noch hinzu: Neustadt an der Aisch feiert die Erneuerung seines Titels als Fairtrade-Stadt. Damit wird das Engagement vieler Vereine, Einzelhändler und Gastronomen gewürdigt, die die Kampagne seit Jahren unterstützen. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich an Anne Junhom bei der Stadt Neustadt an der Aisch wenden: anne.junhom@neustadt-aisch.de, Telefon 09161 666-54.

Ein Markt also, der nicht nur satt macht, sondern auch zeigt, wie regional, nachhaltig und fair ganz praktisch vor Ort gelebt werden kann. Oder anders gesagt: Frühstücken mit gutem Gewissen schmeckt gleich doppelt so gut.

Nach oben scrollen