## Neustadts Markgrafenhalle zeigt sich in neuem Glanz
Die Markgrafenhalle in Neustadt hat ein neues Gesicht bekommen – und das fällt sofort ins Auge. Statt schlichter Fassade sorgt nun eine moderne, schimmernde Außenverkleidung für einen echten Hingucker. Je nach Lichteinfall changiert sie in verschiedenen Farbnuancen von Rot über Gelb bis Gold und verleiht der Halle damit einen ganz besonderen Charakter.
Mit dem Abschluss des dreimonatigen Bauabschnitts IV zeigten sich Bürgermeister Alexander Müller, Bauamtsleiter Gerald Schorr und Mitarbeiter Frank Maes sehr zufrieden. Maes hatte die Sanierung der Markgrafenhalle maßgeblich begleitet und ließ es sich deshalb trotz Urlaubs nicht nehmen, bei der Präsentation der neuen Fassade dabei zu sein.
Bei der neuen Außenhülle handelt es sich um Aluminium-Verbundplatten mit einem speziellen „Fluorpolymerlacksystem“. Diese Platten sind nicht nur optisch auffällig, sondern bringen auch praktische Vorteile mit sich: Die Fassade ist hinterlüftet, wärmegedämmt, abwaschbar und damit vergleichsweise pflegeleicht. Für die Stadt ist das eine moderne Lösung, die sich bewusst von einer rein funktionalen grauen Gestaltung abhebt.
Die 1974 errichtete Sport- und Veranstaltungshalle gilt als markanter Baukörper in Neustadt. Nach rund 50 Jahren sei das Gebäude nun technisch und optisch nahezu auf Neubau-Niveau gebracht worden, erklärte Bauamtsleiter Schorr. Auch farblich passe sich die sanierte Halle gut in das Ensemble rund um die Comenius-Grundschule ein.
Ausgeführt wurden die Fassadenarbeiten von einer Firma aus Feucht. Die Kosten für diesen Bauabschnitt liegen laut Bürgermeister Müller bei etwas mehr als 350.000 Euro. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten außen allerdings noch nicht: Ein Teil des Gerüsts steht weiterhin, da noch Schäden an der Blitzschutzanlage behoben werden müssen. Außerdem fehlt bislang noch der neue Schriftzug. Künftig sollen auf der Seite zur Comeniusstraße hin ein beleuchtbarer Schriftzug sowie das Neustädter Stadtwappen angebracht werden. Auf frühere Piktogramme im Retro-Stil wird dagegen verzichtet.
Im letzten Bauabschnitt V sollen bis Oktober noch die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Elektrik im Gastrobereich fertiggestellt werden. Für die gesamte Sanierung der Markgrafenhalle sind rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Einschätzung von Frank Maes dürfte sich die Maßnahme auch in diesem finanziellen Rahmen bewegen.
Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von rund 700.000 Euro. Zum Abschluss lobte Bauamtsleiter Schorr die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Förderstelle, den beteiligten Behörden, Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben. Die Arbeiten konnten nach Angaben der Stadt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden.
**Kommentar der Redaktion:**
Die neue Fassade ist auf jeden Fall ein Statement. Wer an der Markgrafenhalle vorbeikommt, merkt sofort: Hier wurde nicht einfach nur saniert, hier wollte man auch sichtbar etwas verändern. Und ganz ehrlich – ein bisschen Farbe, die nicht einfach nur „Betongrau“ heißt, schadet einer Stadt selten. Wenn jetzt noch die restlichen Arbeiten sauber abgeschlossen werden, kann sich Neustadt über eine Halle freuen, die nicht nur funktional fit für die Zukunft ist, sondern auch optisch was hermacht.



