# Markt Erlbacher Hortbau kommt gut voran – Nutzung aber erst nach Start des Rechtsanspruchs
In Markt Erlbach wächst der neue Hort sichtbar in die Höhe: Der Rohbau ist schon weit fortgeschritten, die Verantwortlichen zeigen sich mit dem Bauverlauf zufrieden. Doch so reibungslos die Arbeiten bisher laufen – ganz ohne Bauchgrummeln geht es für manche Familien trotzdem nicht, denn pünktlich zum Beginn des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ist das Gebäude noch nicht fertig.
Auf der Baustelle machte sich der Bauausschuss selbst ein Bild. Bereits in der kommenden Woche soll der Rohbau abgeschlossen sein, wie Karlheinz Liebberger und Felix Demann vom Planungsbüro erläuterten. Danach übernehmen ab 23. Juli die Zimmerer. Die Fertigstellung des Horts ist für Ende Juli beziehungsweise Anfang August 2027 vorgesehen.
Für das kommende Schuljahr wird es allerdings noch eng: 130 Anmeldungen liegen bereits vor, im Hort stehen aber nur 100 Plätze zur Verfügung. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß nahm den Eltern jedoch etwas die Sorge und erklärte, dass bereits eine Lösung in der Schule gefunden worden sei.
Auch finanziell scheint sich das Projekt positiv zu entwickeln. Statt der ursprünglich veranschlagten 3,4 Millionen Euro könnte der Hortbau am Ende sogar etwas günstiger werden. Aktuell liegen die Kosten bei rund 3,1 Millionen Euro, wie im Bauausschuss berichtet wurde. Bis auf Außenanlagen und Möblierung seien bereits alle Gewerke vergeben.
Der Neubau bringt zudem einige Verbesserungen mit sich: Eine Mensa entsteht, in der die Kinder künftig in mehreren Schichten essen können. Im Untergeschoss sind ein behindertengerechtes WC sowie ein Personalraum vorgesehen. Ein geplanter Aufzug erleichtert nicht nur den Alltag im Hort, sondern auch der Schule den Transport von Möbeln und anderem Material. Mit mobilen Trennwänden sollen die Räume flexibel nutzbar sein. Die Küche ist zunächst als Aufwärmküche geplant, da derzeit ein Caterer die Schule beliefert – sollte später einmal selbst gekocht werden, wäre auch dafür vorgesorgt.
Der Markt Erlbacher Hort nimmt also Form an – auch wenn der Zeitplan zeigt, wie anspruchsvoll der Ausbau von Betreuungsangeboten derzeit für die Kommunen ist. Da ist nicht nur guter Wille gefragt, sondern auch ein sehr langer Atem.



