Neues aus Markt Erlbach:

Mittelaltermarkt begeistert mit Kamele, Rittern und Feuershow

+ Mittelaltermarkt begeistert Hunderte Besucher in Markt Erlbach

* Feuershow, Lagerleben und Handwerk sorgen für Staunen
* Gemeinschaft und Helfer machen das Fest besonders

**Markt Erlbach im Mittelalterfieber: Hunderte Besucher feiern zwischen Torhaus, Kirchplatz und See**

Drei Kamele, zwei Ponys, 45 Gruppen, Lagerleben, Handwerkskunst, Musik, Feuershow und Hochfeuerwerk: Der Mittelaltermarkt in Markt Erlbach hat am Wochenende wieder Hunderte Besucher in den Altort gelockt. Zwischen Torhaus, Hauptstraße, Kirchplatz und dem See wurde die Markterhebung vor über 700 Jahren eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt.

Wer durch den Markt schlenderte, tauchte in eine ganz eigene Welt ein. Schon die Namen der Akteure machten klar, dass hier kein gewöhnliches Fest gefeiert wurde: Gruppen wie „Zackenflanke“, „Narrenschiff“ oder „Musica Immortalis“ sorgten für das passende mittelalterliche Flair. Der „Eisenhans“ zeigte kraftvolle Kunststücke, „Banner freier Wölfe“ reiste aus Jütland mit einem Axtwurfstand an und Draconis Custodis brachte den Besucherinnen und Besuchern die Kräuterkunde näher. Die Keuperfelser Ritterschaft hatte eine Waffen- und Rüstshow im Gepäck, während Zauberer Arnoldini große und kleine Gäste zum Staunen brachte.

Auch die Vereine aus Markt Erlbach waren stark vertreten und machten den Markt einmal mehr zu einem Fest der ganzen Gemeinde. Der Junggesellenverein Cones lud in die Weinlaube, der Heimatverein öffnete sein Museum. Vom TSV bis zu den Freunden Panazols war für das leibliche Wohl bestens gesorgt – von Crêpes bis Schupfnudeln. Einen besonderen Kontrast zum mittelalterlichen Treiben boten die Oldtimerfreunde Zenngrund mit einer Ausstellung von rund 25 Fahrzeugen.

Gerade für Familien und Kinder hatte der Markt einiges zu bieten. Bereits am Torhaus warteten Karussell, Töpfern und Bogenschießen. Dazu kamen Gaukler, Spielleute, Musik, Handwerkskunst und allerlei kulinarische Köstlichkeiten. Der Mittelalterverein „Oppidum Marcerelbach“ hatte eine Taverne aufgebaut, auch im Bürgerhaus wurde stilecht bewirtet.

Ein besonderes Highlight war das Lagerleben auf der Wiese. Neun Lagergruppen aus Franken zeigten dort ihr Handwerk und ließen vergangene Zeiten lebendig werden. Seilerei, Korbflechten, Schmiedekunst, Papierschöpfen und Backhandwerk sorgten bei vielen Gästen für staunende Blicke.

Am Samstagabend wurde es dann spektakulär: Daniel Schäffler aus Cadolzburg bot mit seinem Team „Tears of Franken“ eine Feuershow, die viele Besucher in ihren Bann zog. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Hochfeuerwerk. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Familien.

Organisiert wurde der Mittelaltermarkt von Marion Ebersberger aus dem Vorzimmer der Bürgermeisterin gemeinsam mit Bauhofleiter Christian Mederer und seinem Team. Bereits am frühen Samstagnachmittag zeigte sich: Trotz nicht ganz so gutem Wetter wie vor zwei Jahren war der Markt „richtig gut besucht“. Für Ebersberger, die vor vier Jahren ihren ersten Mittelaltermarkt in Markt Erlbach organisiert hatte, ist klar: „Der Markt ist mittlerweile etabliert.“

Zum Abschluss des Wochenendes blickten die Veranstalter mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen Tage zurück. Hinter dem Fest steckten unzählige Stunden Planung, Vorbereitung und Einsatz. Umso schöner seien die Momente, in denen alles zusammenkomme: wenn gelacht werde, Kinderaugen strahlen und auf dem gesamten Gelände eine besondere Stimmung zu spüren sei.

Ein großer Dank gilt laut Veranstaltern allen Lagergruppen, Standbetreibern, Akteuren auf und neben den Bühnen sowie den vielen Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen. Ebenso wurde den Besucherinnen und Besuchern gedankt, die mit ihrer Begeisterung und Unterstützung das Marktfest zu einem Ort voller Begegnungen und besonderer Erinnerungen gemacht haben.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach hat an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Ortsgeschichte sein kann, wenn viele mit anpacken. Der Mittelaltermarkt ist längst mehr als nur ein Fest mit Gewandungen, Musik und Metbechern – er ist ein Aushängeschild für die Marktgemeinde geworden. Und ganz ehrlich: Wo sonst trifft man an einem Wochenende auf Kamele, Ritter, Oldtimer und Schupfnudeln, ohne dafür durch drei Länder reisen zu müssen?

*Foto: Anne Devries*

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