18. Mai 2026

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Neustadt an der Aisch

ExlibrisAusstellungAltesSchlossWordPress

# Kunstvolle Bücherzeichen im Alten Schloss

Kleine Blätter, große Kunst: In den Museen im Alten Schloss in Neustadt an der Aisch dreht sich ab dem 19. Mai alles um das Exlibris – also um kunstvoll gestaltete Bucheigner-Zeichen, die früher in Bücher eingeklebt wurden. Unter dem Titel **„Rund um die Weiher“** zeigt der frühere Neustädter Heinz Haffki ausgewählte Stücke aus seiner umfangreichen Sammlung. Wer Bücher liebt, Grafik schätzt oder einfach gern besondere Details entdeckt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Exlibris bedeutet übersetzt „Aus meinen Büchern“ oder „Aus der Bücherei von …“. Diese kleinen Blätter dienten früher als Besitznachweis und halfen ganz praktisch dabei, ausgeliehene Bücher wieder zu ihrem Eigentümer zurückzubringen. Schon in den frühen Druckwerken des 15. Jahrhunderts, den sogenannten Inkunabeln, finden sich solche Kennzeichnungen.

Heinz Haffki, gelernter Drucker und begeisterter Freund der Druckgrafik, hat über viele Jahre eine große Sammlung zusammengetragen. Gegliedert ist sie unter anderem in Themen wie **„Fastnacht und die Narren“**, **„Die Drucker und Setzer“** und **„Fränkische Künstler“**. In Neustadt zeigt er nun Blätter zum Themenkreis **„Rund um die Weiher“** – mit Motiven wie Fischen, Anglern, Booten, Pflanzen und Tieren.

Im kleinen Gewölbe sind außerdem Arbeiten von drei fränkischen Künstlern zu sehen: **Rudolf Schiestl** und **Rudolf Rieß** aus Nürnberg sowie **Georg Bauernfeind** aus Neustadt an der Aisch.

Die Ausstellung wird am **Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr** im Gewölbe des Alten Schlosses offiziell eröffnet. Heinz Haffki selbst führt in das Thema ein und stellt die gezeigten Stücke vor. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant. Besucher der Vernissage dürfen laut Ankündigung gern auch ihr **eigenes Exlibris** mitbringen – Haffki tauscht nach eigener Aussage sehr gerne.

Zu sehen ist die Ausstellung **vom 20. Mai bis 30. August** während der regulären Öffnungszeiten der Museen im Alten Schloss: **mittwochs, freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr**.

**Foto:** Deutsche Exlibris Gesellschaft e.V.

**Kommentar der Redaktion:**
Mal ehrlich: Heute schreibt man seinen Namen mit Kugelschreiber ins Buch – oder vergisst es ganz und wundert sich später, warum der gute Roman plötzlich beim Nachbarn im Regal steht. Exlibris waren da deutlich stilvoller. Statt „gehört mir“ gab’s kleine Kunstwerke mit Geschichte, Charakter und oft erstaunlich viel Fantasie. Wer also dachte, Bücherzeichen seien nur trockene Sammlersache, könnte im Alten Schloss eines Besseren belehrt werden.

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Neustadt an der Aisch

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# Tänze, Gesang und internationale Küche

## Beim 17. Fest der Begegnung in Neustadt wurde Vielfalt nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt

**Neustadt a.d. Aisch** – Tanz, Musik, Mitmachaktionen, Infostände und Spezialitäten aus vielen Ländern: Beim inzwischen 17. **Fest der Begegnung** an der Jean-Paul-Allee neben der NeuStadtHalle am Schloss war am Sonntag einiges geboten. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues kennenzulernen und einen abwechslungsreichen Tag zu erleben.

Vor allem auf der Bühne wurde die kulturelle Vielfalt sichtbar. Die Mädchen des Tanzsportzentrums Wolf aus Neustadt setzten mit ihrer Darbietung unter dem Motto **„Bock auf bunt“** ein fröhliches Zeichen. Mit Tanz und Gesang brachte auch eine mazedonische Gruppe ihre Traditionen auf die Bühne. Später sorgten südamerikanische Rhythmen schnell dafür, dass die Tanzfläche nicht lange leer blieb.

Auch afrikanischer Tanz, Zauberei, das Tanzstudio Lebensfreude, ein buntes Mitmachprogramm sowie Line Dance gehörten zum Programm des sonnigen Festtages. Zum Abschluss wurde noch der **Drum Circle mit Knuth Jerxsen** angekündigt. Unter den Künstlern waren außerdem die Lehrlinge des Zauberers vertreten. Das geplante ukrainische Theater musste krankheitsbedingt ausfallen.

Nicht nur auf der Bühne, auch rund um das Festgelände war viel geboten. Mit dabei waren unter anderem der **Jugendmigrationsdienst** und das **Islamische Kulturzentrum** mit einem Informationsstand. Die **Omas gegen Rechts** luden zu einem Mitmachtheater ein, während die evangelische Kirche mit einer Sitzgruppe Raum für Gespräche und Austausch schuf. Die Neustädter Grundschulen präsentierten unter anderem das Bilderbuch **„Die Mauer“**.

Auch kulinarisch zeigte sich das Fest international. **Pantera** bot südamerikanisches Kunsthandwerk und Speisen an. Die mazedonische Gruppe servierte **Cevapcici** und traditionelle Gerichte aus ihrer Heimat. Gegrilltes gab es beim **Asia Wok**, afrikanisches Essen bei **Ade**. **Ayten** hatte unter anderem **Lahmacun**, **Corn Dogs**, Getränke und **Langos** im Angebot.

Für Familien und Kinder gab es ebenfalls viele Angebote. **EvoRi** und **Montessori NEA** versorgten ihre Gäste mit Kuchen, süßem und salzigem Gebäck und boten eine Bastelstation an. Der **Schlosskindergarten** und die **Kinderkrippe Hasennest** hatten Muffins und Kinder-Cocktails vorbereitet. Der **Jugendtreff Lazarett** und **Integra** stemmten ein buntes Mitmachprogramm. Die Mittagsbetreuung der Grundschule Neues Schloss zeigte das **Pflanzen von Sonnenblumen**.

Moderiert wurde die Veranstaltung von **Josef Merrath** vom Jugendtreff Lazarett. Initiiert worden war das Fest einst vom Verein **Integra**.

In den Grußworten wurde deutlich, worum es an diesem Tag im Kern ging: um ein friedliches und offenes Miteinander. Der stellvertretende Landrat **Reinhard Streng** wünschte den Gästen, dass bei diesem Fest auch neue Freundschaften entstehen. Unabhängig von Herkunft und Nation verbinde alle Menschen der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben. Gerade in Zeiten wachsender nationalistischer Strömungen sei das wichtiger denn je.

Auch Neustadts dritte Bürgermeisterin **Kerstin Rauner** unterstrich die Bedeutung des Festes. Neustadt sei heute Heimat für Menschen aus **80 Nationen**. Diese Vielfalt sei über viele Jahre gewachsen und mache die Stadt aus. Oft brauche es gar nicht viele Worte, sagte Rauner – manchmal reiche schon ein Lächeln.

Das Fest der Begegnung fand im Rahmen der **Woche rund um den Ehrentag** statt, einem bundesweiten Mitmachtag rund um den Geburtstag des Grundgesetzes am **23. Mai**. Dabei wurde auch ein Zitat von Bundespräsident **Frank-Walter Steinmeier** aufgegriffen: Engagement dürfe Spaß machen – und genau das war in Neustadt am Sonntag deutlich zu spüren. Begegnung, Gemeinschaft und Freude gingen hier Hand in Hand.

**Kommentar der Redaktion:**
Man kann über Feste viel reden – schöner ist es, wenn man sie einfach besucht. Das Fest der Begegnung hat einmal mehr gezeigt, dass Vielfalt nicht nach Vortragssaal klingt, sondern nach Musik, Gesprächen, Kinderlachen und dem Duft von Essen aus aller Welt. Oder kurz gesagt: Wenn man miteinander feiert, merkt man schnell, dass Unterschiede nicht trennen müssen – und dass ein Teller mit etwas Gutem drauf oft die schnellste Form der Verständigung ist.

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Emskirchen

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# Staatspreis für Weiler-Azubi aus Emskirchen

Starke Leistung aus Emskirchen: Ein Auszubildender der Firma Weiler ist für seinen herausragenden Abschluss von der Regierung von Mittelfranken mit dem Staatspreis ausgezeichnet worden. Auch zwei weitere junge Fachkräfte durften sich über besondere Anerkennung für ihre sehr guten Ergebnisse freuen.

Marc Bergler hat seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Weiler Werkzeugmaschinen GmbH mit der Note 1,4 abgeschlossen und dafür den Staatspreis der Regierung von Mittelfranken erhalten. Das teilte das Unternehmen mit. Im Rahmen einer Feierstunde am Firmensitz in Emskirchen wurden außerdem André Nabor und Max Bogut geehrt. Sie beendeten ihre Ausbildungen mit der Note 1,5.

Die Urkunde für Marc Bergler überreichten die beiden Oberstudienräte Julian Kalt und Christian Handschuh von der Staatlichen Berufsschule Neustadt/Aisch im Namen der Bezirksregierung. Der 20-Jährige schloss seine dreieinhalbjährige Ausbildung mit einem besonders starken Ergebnis ab.

Auch André Nabor und Max Bogut wurden für ihre Leistungen gewürdigt. Sie absolvierten ihre Ausbildungen als Industrie- beziehungsweise Zerspanungsmechaniker ebenfalls mit sehr guten Noten.

Bei der Feier dabei waren neben den drei Absolventen auch die geschäftsführenden Gesellschafter Michael und Alexander Eisler sowie Ausbildungsleiter Stefan Kräker. Alexander Eisler betonte die Bedeutung der Ausbildung für das Unternehmen und dankte den jungen Facharbeitern: „Sie sind die Zukunft des Unternehmens.“

Ausbildungsleiter Stefan Kräker lobte den Teamgeist, das Durchhaltevermögen und das technische Wissen der drei Absolventen. Gleichzeitig freue man sich bei Weiler darüber, dass sie während ihrer Ausbildungszeit nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gewachsen seien.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Meldungen gehen manchmal im Alltag fast unter – dabei zeigen sie, wie viel Können, Fleiß und Ausdauer direkt vor unserer Haustür steckt. Wenn ein Unternehmen wie Weiler in Emskirchen auf Ausbildung setzt und junge Leute mit solchen Ergebnissen abschließen, ist das nicht nur für die Firma gut, sondern für die ganze Region. Und ganz ehrlich: Eine 1,4 oder 1,5 in einer technischen Ausbildung bekommt man nicht mit „wird scho irgendwie“. Dazu gehören Leistung, Präzision und ein ziemlich klarer Kopf. Glückwunsch an die drei Absolventen.

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Markt Erlbach

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**Markt Erlbach im Mittelalterfieber: Hunderte Besucher feiern zwischen Torhaus, Kirchplatz und See**

Drei Kamele, zwei Ponys, 45 Gruppen, Lagerleben, Handwerkskunst, Musik, Feuershow und Hochfeuerwerk: Der Mittelaltermarkt in Markt Erlbach hat am Wochenende wieder Hunderte Besucher in den Altort gelockt. Zwischen Torhaus, Hauptstraße, Kirchplatz und dem See wurde die Markterhebung vor über 700 Jahren eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt.

Wer durch den Markt schlenderte, tauchte in eine ganz eigene Welt ein. Schon die Namen der Akteure machten klar, dass hier kein gewöhnliches Fest gefeiert wurde: Gruppen wie „Zackenflanke“, „Narrenschiff“ oder „Musica Immortalis“ sorgten für das passende mittelalterliche Flair. Der „Eisenhans“ zeigte kraftvolle Kunststücke, „Banner freier Wölfe“ reiste aus Jütland mit einem Axtwurfstand an und Draconis Custodis brachte den Besucherinnen und Besuchern die Kräuterkunde näher. Die Keuperfelser Ritterschaft hatte eine Waffen- und Rüstshow im Gepäck, während Zauberer Arnoldini große und kleine Gäste zum Staunen brachte.

Auch die Vereine aus Markt Erlbach waren stark vertreten und machten den Markt einmal mehr zu einem Fest der ganzen Gemeinde. Der Junggesellenverein Cones lud in die Weinlaube, der Heimatverein öffnete sein Museum. Vom TSV bis zu den Freunden Panazols war für das leibliche Wohl bestens gesorgt – von Crêpes bis Schupfnudeln. Einen besonderen Kontrast zum mittelalterlichen Treiben boten die Oldtimerfreunde Zenngrund mit einer Ausstellung von rund 25 Fahrzeugen.

Gerade für Familien und Kinder hatte der Markt einiges zu bieten. Bereits am Torhaus warteten Karussell, Töpfern und Bogenschießen. Dazu kamen Gaukler, Spielleute, Musik, Handwerkskunst und allerlei kulinarische Köstlichkeiten. Der Mittelalterverein „Oppidum Marcerelbach“ hatte eine Taverne aufgebaut, auch im Bürgerhaus wurde stilecht bewirtet.

Ein besonderes Highlight war das Lagerleben auf der Wiese. Neun Lagergruppen aus Franken zeigten dort ihr Handwerk und ließen vergangene Zeiten lebendig werden. Seilerei, Korbflechten, Schmiedekunst, Papierschöpfen und Backhandwerk sorgten bei vielen Gästen für staunende Blicke.

Am Samstagabend wurde es dann spektakulär: Daniel Schäffler aus Cadolzburg bot mit seinem Team „Tears of Franken“ eine Feuershow, die viele Besucher in ihren Bann zog. Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Hochfeuerwerk. Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Familien.

Organisiert wurde der Mittelaltermarkt von Marion Ebersberger aus dem Vorzimmer der Bürgermeisterin gemeinsam mit Bauhofleiter Christian Mederer und seinem Team. Bereits am frühen Samstagnachmittag zeigte sich: Trotz nicht ganz so gutem Wetter wie vor zwei Jahren war der Markt „richtig gut besucht“. Für Ebersberger, die vor vier Jahren ihren ersten Mittelaltermarkt in Markt Erlbach organisiert hatte, ist klar: „Der Markt ist mittlerweile etabliert.“

Zum Abschluss des Wochenendes blickten die Veranstalter mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen Tage zurück. Hinter dem Fest steckten unzählige Stunden Planung, Vorbereitung und Einsatz. Umso schöner seien die Momente, in denen alles zusammenkomme: wenn gelacht werde, Kinderaugen strahlen und auf dem gesamten Gelände eine besondere Stimmung zu spüren sei.

Ein großer Dank gilt laut Veranstaltern allen Lagergruppen, Standbetreibern, Akteuren auf und neben den Bühnen sowie den vielen Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen. Ebenso wurde den Besucherinnen und Besuchern gedankt, die mit ihrer Begeisterung und Unterstützung das Marktfest zu einem Ort voller Begegnungen und besonderer Erinnerungen gemacht haben.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach hat an diesem Wochenende eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig Ortsgeschichte sein kann, wenn viele mit anpacken. Der Mittelaltermarkt ist längst mehr als nur ein Fest mit Gewandungen, Musik und Metbechern – er ist ein Aushängeschild für die Marktgemeinde geworden. Und ganz ehrlich: Wo sonst trifft man an einem Wochenende auf Kamele, Ritter, Oldtimer und Schupfnudeln, ohne dafür durch drei Länder reisen zu müssen?

*Foto: Anne Devries*

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