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# Kunstvolle Bücherzeichen im Alten Schloss
Kleine Blätter, große Kunst: In den Museen im Alten Schloss in Neustadt an der Aisch dreht sich ab dem 19. Mai alles um das Exlibris – also um kunstvoll gestaltete Bucheigner-Zeichen, die früher in Bücher eingeklebt wurden. Unter dem Titel **„Rund um die Weiher“** zeigt der frühere Neustädter Heinz Haffki ausgewählte Stücke aus seiner umfangreichen Sammlung. Wer Bücher liebt, Grafik schätzt oder einfach gern besondere Details entdeckt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Exlibris bedeutet übersetzt „Aus meinen Büchern“ oder „Aus der Bücherei von …“. Diese kleinen Blätter dienten früher als Besitznachweis und halfen ganz praktisch dabei, ausgeliehene Bücher wieder zu ihrem Eigentümer zurückzubringen. Schon in den frühen Druckwerken des 15. Jahrhunderts, den sogenannten Inkunabeln, finden sich solche Kennzeichnungen.
Heinz Haffki, gelernter Drucker und begeisterter Freund der Druckgrafik, hat über viele Jahre eine große Sammlung zusammengetragen. Gegliedert ist sie unter anderem in Themen wie **„Fastnacht und die Narren“**, **„Die Drucker und Setzer“** und **„Fränkische Künstler“**. In Neustadt zeigt er nun Blätter zum Themenkreis **„Rund um die Weiher“** – mit Motiven wie Fischen, Anglern, Booten, Pflanzen und Tieren.
Im kleinen Gewölbe sind außerdem Arbeiten von drei fränkischen Künstlern zu sehen: **Rudolf Schiestl** und **Rudolf Rieß** aus Nürnberg sowie **Georg Bauernfeind** aus Neustadt an der Aisch.
Die Ausstellung wird am **Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr** im Gewölbe des Alten Schlosses offiziell eröffnet. Heinz Haffki selbst führt in das Thema ein und stellt die gezeigten Stücke vor. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant. Besucher der Vernissage dürfen laut Ankündigung gern auch ihr **eigenes Exlibris** mitbringen – Haffki tauscht nach eigener Aussage sehr gerne.
Zu sehen ist die Ausstellung **vom 20. Mai bis 30. August** während der regulären Öffnungszeiten der Museen im Alten Schloss: **mittwochs, freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr**.
**Foto:** Deutsche Exlibris Gesellschaft e.V.
**Kommentar der Redaktion:**
Mal ehrlich: Heute schreibt man seinen Namen mit Kugelschreiber ins Buch – oder vergisst es ganz und wundert sich später, warum der gute Roman plötzlich beim Nachbarn im Regal steht. Exlibris waren da deutlich stilvoller. Statt „gehört mir“ gab’s kleine Kunstwerke mit Geschichte, Charakter und oft erstaunlich viel Fantasie. Wer also dachte, Bücherzeichen seien nur trockene Sammlersache, könnte im Alten Schloss eines Besseren belehrt werden.



