# Markt Erlbach: Neue Pläne für Nürnberger Straße sorgen für Diskussionen
Dass man in der Nürnberger Straße künftig sicherer zu Fuß und mit dem Rad Richtung neuem Edeka-Markt unterwegs sein könnte, ist für Markt Erlbach eine ziemlich wichtige Baustelle – im wahrsten Sinne des Wortes. Nun zeichnet sich dafür überraschend eine Lösung ab. Bei Anwohnern und Anwohnerinnen sorgte das allerdings zunächst nicht nur für Zustimmung, sondern auch für ordentlich Gesprächsstoff.
Eigentlich war schon länger klar, dass nach den Arbeiten an der Windsheimer und Ansbacher Straße auch die Nürnberger Straße zwischen Erlanger Straße und Neuer Straße eine neue Fahrbahndecke bekommen soll. Umso größer war die Freude im Rathaus, dass das Staatliche Bauamt nun doch weit mehr als nur eine einfache Sanierung mitträgt: Geplant sind unter anderem ein durchgehender Geh- und Radweg sowie zusätzliche Querungshilfen für Fußgänger.
Bei einem Ortstermin des Bauausschusses im Bereich der früheren Tankstelle, die inzwischen dem Markt gehört, zeigte sich dann allerdings: Die Stimmung vor Ort ist angespannt. Zahlreiche Anlieger und Anliegerinnen waren gekommen, und nicht alle konnten den Plänen etwas abgewinnen. Besonders die Umgestaltung der Kreuzung mit der Erlanger Straße stand in der Kritik – auch deshalb, weil aus Sicht mancher Beteiligter die Einmündung am Schrankenweg mit deutlich mehr Verkehr stärker im Fokus stehen müsste.
Zwischenzeitlich wurde die Diskussion hitzig. Einige Wortbeiträge flogen quer durch den Raum, andere gleich direkt dazwischen. Die sommerliche Hitze tat ihr Übriges. Dennoch wurde auch deutlich: Beim geplanten Geh- und Radweg sowie bei den Querungshilfen gibt es grundsätzlich breite Zustimmung.
Für zusätzlichen Gesprächsbedarf sorgte eine weitere Frage: Wie lässt sich die Einmündung der Erlanger Straße besser entschärfen? Hier könnte der Grundstückskauf der früheren Tankstelle neue Möglichkeiten eröffnen. Mit den Veteranen sei bereits darüber gesprochen worden, das Denkmal am Pflanzwasen zu versetzen. Damit könnte die Staatsstraße künftig nicht mehr in einem spitzen, sondern in einem deutlich günstigeren rechten Winkel an die Nürnberger Straße angeschlossen werden.
Auch ein Missverständnis konnte in der Sitzung ausgeräumt werden: Bauamtsleiter Michael Schlag hatte bei Gesprächen mit Anliegern und Anliegerinnen lediglich wegen zusätzlicher Flächen für den Geh- und Radweg nachgefragt. Auf einem gezeigten Plan waren jedoch keine Parkplätze eingezeichnet – was bei einigen für erhebliche Unruhe sorgte. Für Apotheke und Praxis im Kreuzungsbereich soll es aber Lösungen geben, damit sowohl Kunden als auch ein Notarztwagen weiterhin direkt halten können.
Die vom Planungsbüro Heller vorgestellten Entwürfe sehen – abgesehen von zwei Stellen, für die noch Grundstücksflächen benötigt werden – einen 3,25 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg vor. Die Nürnberger Straße selbst soll etwas schmaler werden und künftig 6,50 Meter breit sein statt bisher rund 7 bis 7,30 Meter.



