3. Juni 2026

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Markt Erlbach

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**Informationsabend zum Glasfaserausbau in Markt Erlbach**

Schnelles Internet wird für viele Menschen immer wichtiger – egal ob fürs Arbeiten von zuhause, Streaming oder den Alltag mit Familie und Schule. In Markt Erlbach und den Ortsteilen gibt es dazu jetzt die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren.

Die Deutsche Telekom lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung rund um das neue Glasfasernetz ein. Vorgestellt wird dabei das geplante Ausbaugebiet in Markt Erlbach. Thomas Vollrath, Kommunalbeauftragter im Bereich Glasfaser bei der Telekom, wird erklären, was konkret geplant ist und wie ein Glasfaseranschluss auf Wunsch und nach entsprechender Beantragung bis ins eigene Haus kommen kann.

Die Veranstaltung findet am **Montag, 8. Juni, ab 19 Uhr** im **Foyer der Rangauhalle, Zennhäuser Weg, Markt Erlbach** statt. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Markt Erlbach und den Ortsteilen.

**Kommentar der Redaktion:**
Glasfaser klingt für manche immer noch ein bisschen nach Zukunftsmusik – inzwischen ist es aber eher die neue Grundversorgung. Wer sich informieren will, sollte den Termin nutzen. Denn beim Internet gilt inzwischen oft: Erst lacht man noch über den Nachbarn mit Highspeed-Anschluss – und später fragt man ihn nach dem WLAN-Passwort.

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Neustadt an der Aisch

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# Neustadt: Ortssprecher gewählt, Bauernmarkt pausiert zur Kirchweih und Schützen blicken auf starkes Jahr zurück

In Neustadt an der Aisch gibt es gleich mehrere aktuelle Entwicklungen aus dem Stadtgeschehen: Die Ortssprecherwahlen in den Stadtteilen sind abgeschlossen, wegen der Kirchweih gibt es Änderungen bei Bauernmarkt und Stadtverwaltung – und auch die Neustädter Schützen haben bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Hier der Überblick über die wichtigsten Nachrichten aus Neustadt.

## Ortssprecher für Neustädter Stadtteile stehen fest

Die Wahlen der Ortssprecher in den Neustädter Stadtteilen sind abgeschlossen. Gewählt wurde in den Ortsteilen, die keinen eigenen Vertreter in den Stadtrat entsandt haben.

Wie Bürgermeister Alexander Müller mitteilte, wurden in Birkenfeld gemeinsam mit Weiherhof sowie in Schauerheim die bisherigen Amtsinhaber bestätigt. Für Birkenfeld und Weiherhof bleibt damit Bastian Krämer Ortssprecher, in Schauerheim weiterhin Achim Pfundt.

Eine besondere personelle Kontinuität gibt es in Herrnneuses: Dort wurde Wilfried Westhauser zum Ortssprecher gewählt. Westhauser war bereits von 1990 an über 18 Jahre lang Ortssprecher seines Heimatortes, wechselte anschließend 2008 in den Stadtrat und setzte sich dort weitere 18 Jahre für Herrnneuses ein. Nun übernimmt er wieder seine frühere Aufgabe. Nach dem Ende der laufenden Wahlperiode würde er damit auf insgesamt 42 Jahre kommunalpolitisches Engagement für seinen Ort kommen. Für den Stadtrat hatte er nicht erneut kandidiert.

Neu gewählt wurden außerdem Michael Schütz als Ortssprecher für Ober- und Unterschweinach sowie Stöckach, Melanie Röder für Schellert und Simon Lettenmeier für Eggensee und Chauseehaus.

In anderen Ortsteilen war keine Wahl mehr notwendig, weil dort Einwohner bereits in den Stadtrat gewählt wurden. Das betrifft unter anderem Unternesselbach mit Karl-Heinz Haag und Diebach mit Sven Summ.

## Kein Bauernmarkt am Kirchweih-Samstag

Wegen der Neustädter Kirchweih fällt der Bauernmarkt auf dem Marktplatz am Samstag, 6. Juni, aus. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits am Samstag, 13. Juni, soll der Bauernmarkt wieder wie gewohnt stattfinden.

Auch bei der Stadtverwaltung gibt es eine kirchweihbedingte Änderung: Am Montag, 8. Juni, bleiben die Dienststellen geschlossen. Ab Dienstag, 9. Juni, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten.

## Neustädter Schützen: Erfolgreiches Jahr und viele Neuerungen

Bei der Mitgliederversammlung der Neustädter Schützen ließ Schützenmeister Michael Staude das vergangene Jahr Revue passieren. Als einen der Höhepunkte bezeichnete er die Gründung der neuen Abteilung „Dartschützen“, die sich als voller Erfolg erwiesen habe. Auch die Gaumeisterschaft 2025 sowie das Rothenburger Freundschaftsschießen gehörten zu den besonderen Ereignissen.

Gut angenommen wurden laut Staude erneut die beiden Flohmärkte. Ebenso positiv fiel die Beteiligung am Bürgerschießen während der vergangenen Kirchweih aus. Die Schützen engagierten sich außerdem beim Heimatfest in verschiedenen Bereichen und waren auch beim Festzug mit einer großen Abordnung vertreten. Auch der Kunst- und Handwerkermarkt sei auf gute Resonanz gestoßen.

Sportleiter Sebastian Delatron gratulierte Barbara Schygulla, Markus Stark, Dagmar Gebers-Staude und Michael Staude zu beachtlichen Ergebnissen bei Gau- und Bezirksmeisterschaften sowie bei bayerischen und deutschen Meisterschaften. Besonders erfolgreich war die Mannschaft Luftgewehr-Auflage, die den Rundenwettkampf im Gau Uffenheim mit 14:0 Punkten gewann.

Auch die neue Dartabteilung blickt auf einen gelungenen Start zurück. Abteilungsleiter Michael Dummert-Kerschbaum sprach von einem beeindruckend erfolgreichen ersten Jahr. Innerhalb von zwölf Monaten traten 24 neue Mitglieder ein. Im Ligabetrieb sicherte sich die erste Mannschaft mit 24:4 Punkten direkt den Aufstieg.

## Veränderungen bei den Ämtern

Schatzmeister Reinhard Wendel zog ebenfalls eine positive Bilanz des Jahres 2025, stellte sein Amt jedoch zur Verfügung. Zu seiner Nachfolgerin wurde Heike Sedat-Schmidt gewählt. Hermann Seeberger junior wurde als stellvertretender Schatzmeister bestätigt, Dagmar Gebers-Staude übernimmt den Posten der Schatzmeister-Assistentin.

Neue Sportleiterin ist Alicia Staude. Oliver Schmidt wurde erneut in den Gesellschaftsausschuss gewählt. Diesem gehören weiterhin auch Michael Dummert-Kerschbaum und Sven Steffen aus der Dartabteilung an. Als Rechnungsprüfer fungieren Michaela Gebers und Reinhard Wendel. Bürgermeister Alexander Müller wurde als Nachfolger von Klaus Meier zum Schützenkommissar ernannt.

## Blick auf das Jubiläumsjahr

Schützenmeister Michael Staude begrüßte zudem 26 Neumitglieder und verwies auf die anstehenden Veranstaltungen. Auch künftig soll es wieder Flohmärkte und den Kunst- und Handwerkermarkt geben. Zudem wollen sich die Schützen erneut bei „Kunst um die Bleich“ beteiligen.

Ein besonderer Höhepunkt steht im September bevor: Dann feiern die Neustädter Schützen ihr 555-jähriges Bestehen. Geplant sind eine Ü18-Party in der NeustadtHalle am Schloss sowie ein festlicher Kommersabend unter der Schirmherrschaft der Ehrenamtsbeauftragten und Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt.

Zum Abschluss wurde noch eine besondere Geste bekannt: Die Schützenfrauen spenden für das Jubiläum das Fahnenband. Heike Sedat-Schmidt wird die Stickarbeit selbst übernehmen. Außerdem sind einheitliche Shirts für die Schützendamen geplant.

## Kommentar der Redaktion

In Neustadt zeigt sich einmal mehr, wie viel ehrenamtliches Engagement in den Ortsteilen und Vereinen steckt. Ob Ortssprecher, Schützen oder neue Dartabteilung – vieles lebt von Menschen, die nicht lange reden, sondern einfach anpacken. Und 42 Jahre Einsatz für ein Dorf wie bei Wilfried Westhauser: Das ist schon mehr als ein Ehrenamt, das ist fast ein kommunalpolitisches Lebenswerk. Da darf man ruhig den Hut ziehen – oder in Neustadt vielleicht passender: die Kirchweihkappe.

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Neustadt an der Aisch

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# Wie viel ist kommunales Ehrenamt wert?

Wer in Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag sitzt, macht das ehrenamtlich – ganz ohne Arbeit ist dieses Ehrenamt aber natürlich nicht. Sitzungen wollen vorbereitet, Unterlagen gelesen, Themen mit Bürgerinnen und Bürgern besprochen und Entscheidungen oft noch nachbereitet werden. Dafür gibt es in den meisten Kommunen ein Sitzungsgeld. Wie hoch diese Entschädigung in unserer Region ausfällt, ist allerdings sehr unterschiedlich. NaAZA.de hat den Überblick für Neustadt an der Aisch, Emskirchen, Neuhof, Markt Erlbach, Diespeck, Hagenbüchach, Wilhelmsdorf und den Landkreis.

In vielen Kommunen wird die Höhe des Sitzungsgeldes zu Beginn einer neuen Wahlperiode festgelegt und dann über Jahre hinweg nicht mehr verändert. Im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim reicht die Spanne aktuell von 0 bis 60 Euro in den Gemeinden, im Kreistag sind es inzwischen 75 Euro pro Sitzung.

Gerade diese Frage sorgt immer wieder für Diskussionen: Darf man in finanziell angespannten Zeiten die Entschädigung für Ratsmitglieder erhöhen? In manchen Orten wurde genau das kritisch gesehen. Dort hieß es, eine Erhöhung wäre ein falsches Signal nach außen. Andere Kommunen argumentierten dagegen, dass die allgemeine Teuerung abgefedert werden müsse und das Sitzungsgeld ohnehin eher eine Aufwandsentschädigung als ein echter Lohn sei.

Tatsächlich ist die Arbeit in den Gremien deutlich mehr als nur der Termin im Sitzungssaal. Wer sich engagiert, investiert Zeit – oft neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen. Dazu kommt: Sitzungen finden meist abends statt und können sich bis spät in die Nacht ziehen. Gerade deshalb wird auch darüber diskutiert, ob eine angemessene Entschädigung nicht sogar helfen kann, weiterhin genügend Menschen für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen.

Im Kreistag wurde das Sitzungsgeld nun von 60 auf 75 Euro angehoben. Auch dort gab es eine Debatte. Befürworter verwiesen auf Inflation, gestiegenen Aufwand und darauf, dass kommunalpolitisches Engagement für möglichst viele Bevölkerungsgruppen machbar bleiben müsse – nicht nur für Menschen, die es sich finanziell besonders leicht leisten können.

Neu beziehungsweise stärker im Blick sind zudem Regelungen wie Betreuungsgeld, wenn etwa wegen einer Abendsitzung zusätzliche Kinderbetreuung nötig wird. Solche Unterstützungen können helfen, dass sich auch jüngere Menschen oder Familien stärker in der Kommunalpolitik einbringen.

## Sitzungsgeld im Überblick

– **Neustadt an der Aisch:** 60 Euro
– **Emskirchen:** 35 Euro
– **Wilhelmsdorf:** 20 Euro
– **Markt Erlbach:** 45 Euro
– **Neuhof an der Zenn:** 15 Euro
– **Hagenbüchach:** 0 Euro
– **Diespeck:** 45 Euro
– **Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim:** 75 Euro

## Kommentar der Redaktion

Wenn man ehrlich rechnet, sind 0 bis 60 Euro für Vorbereitung, Nachbereitung und oft mehrstündige Sitzungen am Abend meist weit weg von einem echten Stundenlohn – vom Mindestlohn ganz zu schweigen. Wer ein Ratsmandat übernimmt, tut das sicher nicht wegen des Geldes. Eher im Gegenteil: Wer kommunalpolitisch aktiv ist, braucht Zeit, Geduld, starke Nerven und manchmal vermutlich auch eine sehr leidensfähige Kaffeetasse. Die Diskussion darüber, dass hier „zu viel“ bezahlt werde, greift deshalb in vielen Fällen zu kurz. Das Sitzungsgeld ist keine Belohnung, sondern eher ein kleiner Ausgleich für ein wichtiges Ehrenamt.

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**Familienfreundliche Betriebe gesucht: Landkreis wirbt für Beitritt zum Familienpakt Bayern**

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ist für viele Beschäftigte heute ein wichtiges Thema – und für Unternehmen längst ein echter Standortvorteil. Deshalb macht das Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim aktuell auf den Familienpakt Bayern aufmerksam und lädt Betriebe aus dem Landkreis zum Mitmachen ein.

Der Familienpakt Bayern unterstützt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bereits seit dem Jahr 2014 dabei, familienfreundliche Arbeitsbedingungen im eigenen Betrieb aufzubauen und weiterzuentwickeln. Hinter der Initiative stehen die Bayerische Staatsregierung, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sowie der Bayerische Handwerkstag (BHT).

Unternehmen aus dem Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim können dem Familienpakt kostenfrei beitreten. Die Mitgliedschaft bringt mehrere Vorteile mit sich. Dazu zählen der Zugang zu einem bayernweiten Netzwerk familienfreundlicher Arbeitgeber, kostenlose Informations-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote sowie aktuelle Informationen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Außerdem dürfen Mitglieder das Logo des Familienpakts für ihre eigene Kommunikation nutzen und werden als familienfreundlicher Arbeitgeber auf den Kanälen des Familienpakts sichtbar.

Die Anmeldung ist nach Angaben des Landratsamtes unkompliziert und in wenigen Minuten online möglich.

**Jetzt registrieren:**
www.familienpakt-bayern.de/registrierung-fuer-mitglieder

Ein weiterer Termin steht bereits fest: Neue Mitglieder aus dem Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim werden am **26. Juni 2026** von Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf und Landrat Dr. Christian von Dobschütz persönlich begrüßt.

Bei Fragen hilft die Servicestelle des Familienpakts Bayern weiter:
Telefon **089 5790-6280**
E-Mail **servicestelle@familienpakt-bayern.de**

**Kommentar der Redaktion:**
Familienfreundlichkeit ist längst kein nettes Extra mehr, sondern für viele Arbeitnehmer ein entscheidender Punkt bei der Jobwahl. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel kann es für Unternehmen im Landkreis ein echter Vorteil sein, wenn flexible und familiennahe Lösungen angeboten werden. Oder anders gesagt: Wer gute Leute halten will, sollte nicht nur an den Obstkorb denken, sondern auch daran, wie Alltag, Kinderbetreuung und Beruf zusammenpassen.

Quelle: Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim / kreis-nea.de

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Neustadt an der Aisch

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 3: Der Hawaiihemd-Montag
Noch drei Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird. Drei Tage, bis die fünfte Jahreszeit in Neustadt wieder beginnt. Zeit für den dritten Teil unserer Serie „Originale auf der Neustädter Kerwa“.

Manche Traditionen sind uralt. Andere entstehen ganz still, irgendwo zwischen einer Maß Bier, einem langen Kerwasonntag und einer Idee, die eigentlich niemand mehr so genau für sich beanspruchen kann.

Der Hawaiihemd-Montag gehört zu den jüngsten Traditionen der Neustädter Kerwa. Und doch fragen sich inzwischen viele Besucher jedes Jahr aufs Neue: Warum laufen am Kirchweihmontag plötzlich so viele Neustädter in bunten Hawaiihemden über den Festplatz?

Die Antwort beginnt im Jahr 2023.

Nach einem recht langen und, wie Beteiligte heute schmunzelnd erzählen, auch recht durstigen Kerwasonntag war für den Montag große Hitze angekündigt. Irgendwann fiel die Frage: „Was zieh ma bei der Hitz morgn bloß o?“

Wie das bei guten Kerwa-Geschichten so ist, gibt es mehrere Menschen, die behaupten könnten, die Idee gehabt zu haben. Wahrscheinlich führte damals einfach eine Maß zur nächsten und am Ende entstand daraus etwas, das heute schon fast selbstverständlich zur Kerwa dazugehört.

Beim ersten Frühschoppen erschienen gerade einmal sechs Personen im Hawaiihemd. Die Reaktionen der anderen ließen nicht lange auf sich warten. Am häufigsten war wohl der Satz zu hören: „Hätter wos gsocht …“

Die Antwort darauf fiel ebenso typisch fränkisch aus: „Wärst halt net ham!“

Aus den sechs Hawaiihemden wurden im Laufe der Jahre immer mehr. 2025 saßen bereits rund 15 bunt gekleidete Kerwabesucher gemeinsam am Tisch. Und längst bleibt es nicht mehr beim Frühschoppen. Spätestens am Abend, wenn im Festzelt traditionell die Band Radspitz aufspielt, sind die farbenfrohen Hemden überall zu sehen.

So wurde aus einer spontanen Idee eine neue Kerwa-Tradition.

Und wie jede gute Tradition brachte auch diese ihren eigenen Ableger hervor. Aus dem Hawaiihemd-Montag entstand später der Hawaiihemd-Freitag. Im Winter 2026 gab es sogar einen Hawaiihemd-Freitag ganz ohne Kerwa. Einfach deshalb, weil gerade keine Kirchweih war und man trotzdem Lust auf ein wenig Kerwa-Gefühl hatte.

Heute gehört der Hawaiihemd-Montag für viele Neustädter fest zur Kerwa dazu. Jahr für Jahr werden es mehr Menschen, die sich ein buntes Hemd überstreifen und damit zeigen, dass Traditionen nicht immer Jahrzehnte alt sein müssen.

Manche entstehen einfach an einem heißen Montagmorgen.

Und wer weiß: Vielleicht wird in dreißig oder vierzig Jahren jemand seinen Enkeln erzählen, dass er damals dabei war, als sechs Neischdädter mit Hawaiihemd zum Frühschoppen erschienen und damit eine neue Neustädter Tradition begründeten.

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Emskirchen

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**TSV Emskirchen schafft den Aufstieg: Rückkehr in die A-Klasse perfekt**

Großer Jubel in Emskirchen: Der TSV hat es geschafft und sich mit einem leidenschaftlich erkämpften 3:1-Sieg im Relegationsspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Heilsbronn den Aufstieg gesichert. Für den Verein, seine Spieler und die vielen Unterstützer ist das ein ganz besonderer Moment – und das Ende einer langen, nicht immer einfachen Zeit.

Nach dem letzten Aufstieg im Jahr 2016, damals von der heutigen A-Klasse in die Kreisklasse, musste der TSV Emskirchen in den vergangenen Jahren einige Rückschläge verkraften. Nach einem Umbruch in der Abteilungsleitung und dem Abstieg in der Saison 2022/2023 in die B-Klasse wurde die Ausrichtung der Fußballabteilung neu gedacht. Der Fokus sollte wieder klar auf einheimischen Spielern liegen – Fußballern mit enger Bindung zum Verein und zur Gemeinde, die sich auch abseits des Platzes einbringen.

Auch wenn die Zeit in der B-Klasse schmerzhaft war, zeigten sich schon früh positive Entwicklungen. Die Mannschaft engagierte sich im Vereinsleben, half bei Veranstaltungen, übernahm Aufgaben im Jugendbereich und lebte damit genau das vor, was einen echten Heimatverein ausmacht.

In der abgelaufenen Saison belohnte sich der TSV dann mit Platz zwei. Nachdem das erste Relegationsspiel noch verloren ging, gelang im entscheidenden Duell gegen den 1. FC Heilsbronn II schließlich der umjubelte 3:1-Erfolg – und damit die langersehnte Rückkehr in die A-Klasse.

Der Verein bedankt sich ausdrücklich bei allen, die diesen Weg mitgetragen haben. Genannt werden unter anderem Trainer Sebastian „Hausi“ Hauser und Co-Trainer Max Rippl, Abteilungsleiter Eric Kalb, Allrounder Markus Dimpel, Ronny Brömel für die Platzpflege, der kurzfristig eingesprungene Physio, Ordnungsdienst-Leiter Gerald Pfeifer, das Team aus dem Gemeinschaftshaus sowie die Ortsburschen Emskirchen, die sich unter anderem um Grill, Stadionsprecher und Eintritt kümmerten.

Eines ist damit klar: Dieser Aufstieg ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch der Lohn für Zusammenhalt, Vereinsliebe und viel ehrenamtliches Engagement.

**Kommentar der Redaktion:**
So schreibt der Fußball manchmal die schönsten Geschichten: Nicht mit großen Namen und schnellen Lösungen, sondern mit Geduld, Rückgrat und Menschen, die mit anpacken – auf dem Platz, am Grill und notfalls auch beim Eintritt. In Emskirchen sieht man, dass ein Verein dann am stärksten ist, wenn er sich auf seine Wurzeln besinnt. Und ganz ehrlich: Ein Aufstieg schmeckt noch ein bisschen besser, wenn er nach ein paar harten Jahren erkämpft wurde.

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