Autorenname: C. Pöschl

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Hagenbüchach

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# Erst in die Kirche, dann an den Ratstisch

Mit einer kurzen Andacht in der Kilianskirche begann in Hagenbüchach die neue Wahlperiode des Gemeinderats – und auch bei der anschließenden konstituierenden Sitzung setzte sich dieser ruhige, harmonische Ton fort. Fast alle Entscheidungen im Gremium fielen einstimmig. Nur in einem Punkt gab es eine Abstimmung mit unterschiedlichen Lagern.

Der neu zusammengesetzte Gemeinderat kommt in der Wahlperiode bis 2032 auf zwölf Mitglieder, darunter gleich fünf neue Gesichter. Bürgermeister David Schneider (WIR für Hagenbüchach), der im Amt bestätigt wurde, vereidigte Heidrun Frenkler (SPD/Grüne), Joachim Jost und Andreas Weghorn (beide Hagenbüchach Gemeinsam Bewegen, HGB), Adrian Strauß (WIR) sowie Tobias Weiskirchen (CSU).

Schon früh war klar: Einen dritten Bürgermeister wird es in Hagenbüchach künftig nicht mehr geben. Laut Schneider hatte man sich dazu bereits im Vorfeld abgestimmt. Da nach der Gemeindeordnung nur ein Stellvertreter verpflichtend ist, wurde der Vorschlag ohne Gegenstimme angenommen.

Zum zweiten Bürgermeister wurde anschließend CSU-Gemeinderat Matthias Jung gewählt. Bürgermeister Schneider hatte ihn vorgeschlagen, Unterstützung kam auch von HGB-Sprecherin Susanne Sprenger. Sie verwies darauf, dass Jung bei der Gemeinderatswahl die meisten Stimmen aller Bewerber erhalten hatte. Das Ergebnis der geheimen Wahl fiel dann auch eindeutig aus: 13 gültige Stimmen, 13-mal Matthias Jung. Nach seiner Vereidigung bedankte sich Jung für das große Vertrauen und kündigte eine gute Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung an.

Die einzige nicht einstimmige Entscheidung des öffentlichen Sitzungsteils betraf die Vertretung, falls sowohl der erste als auch der zweite Bürgermeister gleichzeitig verhindert sein sollten. Hier war man sich zwar schnell einig, dass nur eine Person aus der Mitte des Gemeinderats diese Aufgabe übernehmen soll. Bei der Besetzung gab es dann aber zwei Vorschläge: Bürgermeister Schneider brachte Manuela Wurm (WIR) ins Spiel, HGB schlug Andreas Wegmann vor. In der offenen Abstimmung setzte sich Wurm mit zehn Stimmen durch, Wegmann erhielt die drei Stimmen der HGB-Räte.

Danach lief es wieder wie am Schnürchen. Ob bei Satzungen, der Besetzung der Ausschüsse oder bei den Entsendungen in die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft sowie in die Grund- und Mittelschulverbände – sämtliche Entscheidungen wurden einstimmig und ohne Diskussion getroffen.

Auch bei den Beauftragten für verschiedene Aufgabenbereiche zeigte sich das Gremium geschlossen. Adrian Strauß übernimmt den Bereich Jugend und Sport, Bernd Weghorn ist für Wege zuständig, Dagmar Ludwig für die KiTa. Die Zuständigkeit für Rad- und Wanderwege teilen sich Daniel Sperr und Andreas Weghorn. Neu geschaffen wurde außerdem das Amt für Senioren und Menschen mit Behinderung, das künftig Heidrun Frenkler übernimmt. Ebenfalls neu ist die Begleitung des Ferienprogramms. Dafür war zunächst Andreas Weghorn vorgesehen, der jedoch mit Verweis auf seine weiteren Aufgaben ablehnte und stattdessen Joachim Jost vorschlug. Dieser erklärte sich sofort bereit.

Für Bräuersdorf soll es künftig wieder einen Ortssprecher geben. Bürgermeister Schneider begründete das damit, dass die beiden bisherigen Ratsmitglieder aus dem Ort nicht mehr im Gemeinderat vertreten sind. Damit dafür kein eigener Bürgerantrag nötig wird, sollen die Bräuersdorfer nun direkt von der Gemeinde angeschrieben werden. Auch diesem Vorgehen stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.

Ebenfalls einvernehmlich wurde bestätigt, dass Bürgermeister David Schneider auch weiterhin als Eheschließungsstandesbeamter im Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf tätig sein darf.

Eine Geschäftsordnung wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Schneider hatte zwar darauf hingewiesen, dass diese keine Satzung im rechtlichen Sinne sei, aber dennoch bindend. Bemerkenswert dabei: In der Beschlussvorlage war von einer Entscheidung „nach eingehender Aussprache“ die Rede – tatsächlich meldete sich dazu jedoch niemand zu Wort.

Unverändert bleibt auch, dass die Mitglieder des Gemeinderats für ihre Arbeit keine Entschädigung erhalten. Vor der Abstimmung bat das neue Ratsmitglied Heidrun Frenkler um eine Erläuterung. Schneider erklärte, die Kosten für Einladungen zu Kärwa und Weihnachtsfeier lägen in etwa auf demselben Niveau wie mögliche Sitzungsgelder. Zudem würden diese gemeinsamen Treffen den Zusammenhalt stärken. Aus dem Gremium war zu hören, die Anerkennung für das Ehrenamt komme „anderswoher“. Frenkler wollte ihre Nachfrage dennoch als Denkanstoß verstanden wissen – gerade mit Blick auf Menschen mit Care-Arbeit oder Alleinerziehende, für die ein politisches Ehrenamt mit zusätzlichen organisatorischen und finanziellen Belastungen verbunden sein könne.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Gemeinderat, der mit einer Andacht startet und sich dann durch fast alle Tagesordnungspunkte ohne große Reibung arbeitet – das hat schon Seltenheitswert. In Hagenbüchach scheint man zum Start der neuen Periode vor allem auf Geschlossenheit zu setzen. Spannend bleibt, ob diese Harmonie auch dann trägt, wenn es künftig um Themen geht, bei denen es nicht nur um Personalien und Formalien, sondern um echte Richtungsentscheidungen für die Gemeinde geht. Ein kleiner Denkanstoß kam ja bereits von Heidrun Frenkler beim Thema Entschädigung für Ratsmitglieder. Das wirkte bodenständig, aber durchaus wichtig. Denn Ehrenamt ist ehrenwert – sollte aber nicht nur für die machbar sein, die es sich leisten können.

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Markt Erlbach

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# Wildmobil zu Gast im Abenteuerwald

Wie fühlt sich Biberfell an? Woran erkennt man einen Feldhasen? Und warum sind Waschbären eigentlich bei uns unterwegs? Im evangelischen Waldkindergarten „Abenteuerwald“ in Markt Erlbach gab es jetzt jede Menge spannende Antworten auf genau solche Fragen – und einiges zum Staunen noch dazu.

Am Dienstag bekam der Kindergarten am Bäckerholz besonderen Besuch: Norbert Wanka, Vorsitzender des Jägervereins Neustadt/Aisch und Umgebung, brachte das Wildmobil der Jägervereinigung Ansbach mit. Der Anhänger ist mit zahlreichen Tierpräparaten bestückt und zeigt heimische Wildtiere sowie Arten, die andernorts in Bayern vorkommen. Nach seinen Angaben war das Wildmobil damit erstmals im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim im Einsatz.

Für die rund 30 Kinder des Waldkindergartens, die dort ab drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden, war der Besuch eine besondere Gelegenheit, Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen. Manche kannten sie bereits aus dem Wald, andere sorgten für große Augen.

Schon vor dem Termin hatte Kindergartenleiterin Birgit Schiener mit den Kindern über den Unterschied zwischen Feldhase und Wildkaninchen gesprochen. Entsprechend sicher wussten viele bereits Bescheid: Feldhasen sind größer, leben eher allein und sind an ihren langen Ohren gut zu erkennen. Wildkaninchen dagegen sind kleiner, gesellige Gruppentiere und leben in unterirdischen Bauten. Der Feldhase sucht Schutz in einer Mulde – der sogenannten „Sasse“.

Zu sehen gab es im Wildmobil unter anderem Reh, Fuchs, Spechte, Feldhase, Wildkaninchen und verschiedene Raubvögel. Besonders beeindruckend war für viele Kinder der Biber. Norbert Wanka erklärte dazu, dass das größte Nagetier Europas rund 60.000 Haare pro Quadratzentimeter besitzt – ein natürlicher Kälteschutz. In einer Biberburg können bis zu zwölf Familienmitglieder zusammenleben. Auch seine kräftigen orangefarbenen Zähne sorgten für Aufmerksamkeit: Sie wachsen ständig nach.

Spannend wurde es auch bei den nachtaktiven Tieren. Neben Eulen und Uhus ging es dabei um Wildschweine. Wanka erklärte, dass diese ursprünglich tagaktiv gewesen seien. Erst durch den Einfluss des Menschen und intensive Bejagung hätten sie sich zunehmend in die Nacht zurückgezogen.

Auch der Waschbär war Thema. Dass das Tier ursprünglich aus Nordamerika stammt, war vielen nicht bekannt. Seine Verbreitung in Deutschland geht laut Wanka auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, als Tiere aus einer beschädigten Pelztierfarm bei Kassel entkamen und sich anschließend stark vermehrten.

Weitere Stationen im Wildmobil waren unter anderem Marder, Rehbock, Habicht, verschiedene Greifvögel sowie Tiere, die nicht direkt aus dem Landkreis stammen – etwa Gams und Auerhahn. Letzterer kam laut Wanka früher auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim vor, verschwand jedoch, als er hier keinen geeigneten Lebensraum mehr fand.

Besonders anschaulich wurde der Besuch durch viele kleine Details: von den Krallen des Alpenschneehuhns bis zu den Gehörnen der Rehböcke. Für zusätzliche Neugier sorgten außerdem Fühlkisten, mit denen die Kinder ihr Wissen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Händen entdecken konnten.

Im Waldkindergarten geht es damit spannend weiter: Als Nächstes soll ein Förster den Kindern seine Arbeit im Wald vorstellen.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Besuche zeigen, wie spannend Heimat direkt vor der eigenen Nase sein kann – oder in diesem Fall im Waldkindergarten. Wer schon früh lernt, wie Tiere leben, wie sie sich unterscheiden und warum manche Arten verschwinden, schaut später vielleicht mit ganz anderen Augen durch Feld und Wald. Und ganz ehrlich: Ein Biber mit 60.000 Haaren pro Quadratzentimeter hat selbst gegen manch flauschige Winterjacke gute Karten.

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# 17-Jährige aus Ipsheim vermisst

Seit dem 14. April fehlt von der 17-jährigen Hadidja A. aus Ipsheim jede Spur. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise und hofft auf Unterstützung aus der Region.

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, verließ die Jugendliche vermutlich am Vormittag des 14. April das elterliche Anwesen in Ipsheim. Seitdem ist sie nicht mehr nach Hause zurückgekehrt, zudem besteht keinerlei Kontakt zu ihr.

Hadidja A. ist etwa 165 Zentimeter groß und schlank. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie mit einem schwarzen Gewand und Kopftuch (Niqab) sowie weißen Adidas-Sneakern bekleidet.

Die Polizeiinspektion Bad Windsheim bittet dringend um Hinweise zum Aufenthaltsort der Vermissten. Wer Hadidja A. gesehen hat oder Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 09841/66160 bei der Polizeiinspektion Bad Windsheim oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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**Literarische Reise nach Italien: Kreisbücherei Neustadt zeigt über 65 Romane voller Dolce Vita**

Ein bisschen Italien mitten im Landkreis: Die Kreisbücherei Neustadt an der Aisch lädt ab Montag, 11. Mai 2026, zu einer besonderen Ausstellung ein. Bis Donnerstag, 25. Juni 2026, können Besucherinnen und Besucher in die Welt italienischer Romane eintauchen – von den beeindruckenden Bergen Südtirols über die sanften Landschaften der Toskana bis hinein in die lebendigen Straßen Neapels.

Gezeigt werden mehr als 65 Romane, die in Italien spielen und überwiegend von italienischen Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Die Auswahl verspricht eine Reise durch ganz unterschiedliche Stimmungen des Landes: mal leicht und humorvoll, mal tiefgründig, leidenschaftlich oder auch melancholisch. So soll die Ausstellung nicht nur Lust aufs Lesen machen, sondern auch das besondere Lebensgefühl Italiens in die Region holen.

Begleitend zur Ausstellung gibt es einen Flyer mit den vorgestellten Buchtiteln sowie kurzen Rezensionen. Wer also gleich in den nächsten literarischen Kurzurlaub starten möchte, bekommt hier passende Anregungen direkt mit auf den Weg.

Die ausgestellten Romane können während der regulären Öffnungszeiten der Kreisbücherei Neustadt ausgeliehen werden. Die Leihfrist beträgt vier Wochen. Im Laufe des Jahres wird die Ausstellung außerdem auch in den Kreisbüchereien Bad Windsheim und Scheinfeld zu sehen sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Italien ohne Stau am Brenner, ohne Kofferpacken und ohne Diskussion, ob die Sonnencreme eingepackt wurde – das hat schon was. Eine schöne Idee der Kreisbücherei, mit Büchern ein Stück Urlaubsgefühl nach Neustadt zu holen. Und wer weiß: Vielleicht reicht diesmal schon ein Büchereiausweis statt Reisepass für den nächsten Ausflug nach Italien.

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**Landkreis sucht Übungsleiter für neues Bewegungsangebot unter freiem Himmel**

Mehr Bewegung im Alltag, kostenlos und für alle: Im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim soll das Landesprogramm **„Sport vor Ort – draußen, offen, für alle“** unter dem Motto **„MEHR Bewegung für alle“** umgesetzt werden. Damit das Angebot an verschiedenen Orten im Landkreis starten kann, werden aktuell noch erfahrene **Trainerinnen, Trainer und Übungsleitende** gesucht.

Geplant sind **45-minütige Bewegungseinheiten an öffentlichen Plätzen**, die bewusst niedrigschwellig gestaltet werden. Das heißt: **ohne Anmeldung, kostenlos, ohne Vorkenntnisse** und so angelegt, dass die Teilnahme in **Alltagskleidung** möglich ist. Auch **Sportgeräte oder Matten** sind nicht notwendig. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen unkompliziert Freude an Bewegung zu vermitteln.

Die Koordination der Veranstaltungsorte übernimmt das **Gesundheitsamt**. Wer als Übungsleitung mitmachen möchte, erhält für den Einsatz eine **Aufwandsentschädigung**.

Interessierte können sich bei **Stefanie Schindler** von der **Gesundheitsregionplus** melden:
**Telefon:** 09161 92-5401 (Mo–Do, 08:00–13:00 Uhr)
**E-Mail:** stefanie.schindler@kreis-nea.de

**Kommentar der Redaktion:**
Die Idee klingt erfreulich bodenständig: raus aus dem Wohnzimmer, rein in die Bewegung – ganz ohne Hightech-Sportuhr, Yogamatte in Sonderedition oder komplizierte Kursbuchung. Gerade solche offenen Angebote können helfen, Menschen zu erreichen, die sonst vielleicht sagen: „Sport ist nichts für mich.“ Vielleicht ist genau das der richtige Ansatz: einfach anfangen.

Quelle: Landratsamt Neustadt a.d.Aisch – Bad Windsheim, kreis-nea.de

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Emskirchen

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**Wende-Manöver auf der B8 bei Emskirchen geht schief: Zwei Autos stark beschädigt**

Ein folgenschweres Wendemanöver hat am Dienstagvormittag auf der B8 bei Emskirchen für einen Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden gesorgt. Auf Höhe von Plankstatt kollidierten zwei Fahrzeuge, nachdem ein 85-jähriger Autofahrer beim Wenden offenbar den nachfolgenden Verkehr übersehen hatte. Glück im Unglück: Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

Der Unfall ereignete sich laut Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen gegen 10.15 Uhr auf der B8 zwischen Bräuersdorf und Emskirchen in Fahrtrichtung Neustadt an der Aisch. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Fahrer eines Toyota auf der Bundesstraße unterwegs, als er ein Wendemanöver einleitete. Dafür fuhr er in die Ausbuchtung eines Waldweges ein. Beim Wenden übersah er jedoch offenbar ein nachfolgendes Fahrzeug.

Bei dem Zusammenstoß wurden beide Autos erheblich beschädigt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 20.000 Euro. Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.

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# Wenn im Mai der Kirchweihkalender voller wird als der Familienplaner

Der Mai bringt in unserer Region wieder das mit, worauf sich viele das ganze Jahr freuen: Kirchweihzeit. Zwischen Bratwurstduft, Bierzeltmusik, Kirchweihbaum und dem einen oder anderen spontanen „Auf ein Seidla bleiben wir noch“ füllt sich der Veranstaltungskalender im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim und im NaAZA-Gebiet gerade ordentlich.

Ob kleine Dorfkirchweih mit familiärer Stimmung oder mehrere Tage Festbetrieb mit Musik, Buden und geselligem Beisammensein: Die Kärwa gehört bei uns einfach fest zum Jahreslauf. Sie ist Treffpunkt für Familien, Freunde, Vereine und oft auch für all jene, die man sonst das restliche Jahr eher selten sieht – außer eben „spätestens auf der Kirchweih“.

## Diese Kirchweihen stehen im Mai an

– **09. bis 10. Mai:** Kirchweih in **Unterschweinach** bei Neustadt an der Aisch
– **14. bis 18. Mai:** Kirchweih in **Mosbach** bei Markt Erlbach
– **15. bis 17. Mai:** Kirchweih in **Adelsdorf** bei Neuhof an der Zenn
– **16. bis 17. Mai:** **Gänsmarktkirchweih in Uehlfeld**
– **23. bis 25. Mai:** Kirchweih in **Traishöchstädt** bei Dachsbach
– **29. Mai bis 1. Juni:** Kirchweih in **Birnbaum** bei Gerhardshofen

Damit dürfte klar sein: Wer im Mai noch behauptet, in der Region sei nichts los, hat entweder keinen Kirchweihkalender oder noch nicht in die richtige Richtung geschaut.

**Kommentar der Redaktion:**
Kirchweih ist bei uns eben weit mehr als Festzelt und Fahrgeschäft. Es ist Dorftreffpunkt, Tradition und manchmal fast schon ein kleines Klassentreffen mit Bierbankgarantie. Und ganz ehrlich: Die Frage, wo es die besten Küchla gibt, wird vermutlich auch in diesem Jahr wieder so leidenschaftlich diskutiert wie andere Leute über große Politik – nur deutlich genussvoller.

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Emskirchen

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**Wende-Manöver auf der B8 bei Emskirchen geht schief: Zwei Autos stark beschädigt**

Ein folgenschweres Wendemanöver hat am Dienstagvormittag auf der B8 bei Emskirchen für einen Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden gesorgt. Auf Höhe von Plankstatt kollidierten zwei Fahrzeuge, nachdem ein 85-jähriger Autofahrer beim Wenden offenbar den nachfolgenden Verkehr übersehen hatte. Glück im Unglück: Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

Der Unfall ereignete sich laut Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen gegen 10.15 Uhr auf der B8 zwischen Bräuersdorf und Emskirchen in Fahrtrichtung Neustadt an der Aisch. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Fahrer eines Toyota auf der Bundesstraße unterwegs, als er ein Wendemanöver einleitete. Dafür fuhr er in die Ausbuchtung eines Waldweges ein. Beim Wenden übersah er jedoch offenbar ein nachfolgendes Fahrzeug.

Bei dem Zusammenstoß wurden beide Autos erheblich beschädigt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 20.000 Euro. Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.

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**Spatenstich für den „Turm der Regionen“: Neues Wahrzeichen für die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim**

Während im Hintergrund bereits die Bagger arbeiten, wurde nun auch ganz offiziell der nächste sichtbare Schritt für die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim gemacht: Am Mittwoch, 7. Mai, fand der symbolische Spatenstich für den „Turm der Regionen“ statt. Mit dabei waren unter anderem Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Bad Windsheims Bürgermeister Philipp Flierl, LGS-Geschäftsführer Rüdiger Eckardt sowie zahlreiche Projektverantwortliche, Unterstützer und weitere Gäste.

Der Turm soll bei der Landesgartenschau nicht nur ein echter Blickfang werden, sondern zugleich die Vielfalt des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim präsentieren. Landrat Dr. Christian von Dobschütz betonte, dass dem Projekt viele Überlegungen und Gespräche vorausgegangen seien. Im Kreistag habe eine eigene Arbeitsgruppe Ideen zur Darstellung des Landkreises auf der Landesgartenschau entwickelt. Nach verschiedenen Gesprächen und Besuchen anderer Gartenschauen sei schließlich die Entscheidung gefallen: „Wir brauchen einen Turm.“

Der „Turm der Regionen“ soll künftig gleich mehrere Aufgaben erfüllen. Von oben bietet er einen Ausblick über Frankens Mehrregion, während er am Fuß des Bauwerks Einblicke in die Besonderheiten und die Vielfalt des Landkreises geben soll. Für den Landrat ist klar: Der Turm soll ein Symbol für die Region werden und zeigen, „wie schön es bei uns ist“.

Die Kosten für das Projekt liegen bei rund einer Million Euro. Etwa 700.000 Euro übernimmt der Landkreis, die restlichen 300.000 Euro werden von den drei Lokalen Aktionsgruppen Aischgrund, Südlicher Steigerwald und Rangau getragen. Landrat von Dobschütz sieht in dem Bauwerk dabei auch eine Investition in die touristische Zukunft der Region. Seine Rechnung: Wenn sich nach der Landesgartenschau 8.000 zusätzliche Gäste für einen Besuch mit Übernachtung in der Region entscheiden, seien die Kosten rechnerisch bereits wieder eingespielt. Er zeigte sich überzeugt, dass sogar deutlich mehr Besucher kommen könnten.

Auch Bad Windsheims Bürgermeister Philipp Flierl sprach von einem wichtigen Signal weit über die Landesgartenschau hinaus. Der Turm werde der Stadt und der gesamten Region zusätzliche Strahlkraft verleihen. Für LGS-Geschäftsführer Rüdiger Eckardt ist der Turm eng mit der Landesgartenschau verbunden: Beide würden voneinander profitieren – und vor allem die Gäste dürften sich auf ein bleibendes Highlight freuen.

Schon jetzt steht fest: Der „Turm der Regionen“ ist nicht nur für die Dauer der Landesgartenschau gedacht. Auch nach 2027 soll er Besucher anlocken und dauerhaft einen besonderen Ausblick über die Region bieten.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Aussichtsturm ist natürlich mehr als nur ein hoher Punkt mit schöner Sicht. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass man der Region etwas zutraut – und das ist grundsätzlich erst einmal eine gute Nachricht. Wenn der Turm hält, was man sich von ihm verspricht, könnte er tatsächlich zu einem neuen Erkennungszeichen für Bad Windsheim und den Landkreis werden. Und seien wir ehrlich: In Franken schaut man doch gerne mal von oben drauf, was man alles Schönes hat.

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**Literarische Reise nach Italien: Kreisbücherei Neustadt zeigt über 65 Romane voller Dolce Vita**

Ein bisschen Italien mitten im Landkreis: Die Kreisbücherei Neustadt an der Aisch lädt ab Montag, 11. Mai 2026, zu einer besonderen Ausstellung ein. Bis Donnerstag, 25. Juni 2026, können Besucherinnen und Besucher in die Welt italienischer Romane eintauchen – von den beeindruckenden Bergen Südtirols über die sanften Landschaften der Toskana bis hinein in die lebendigen Straßen Neapels.

Gezeigt werden mehr als 65 Romane, die in Italien spielen und überwiegend von italienischen Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Die Auswahl verspricht eine Reise durch ganz unterschiedliche Stimmungen des Landes: mal leicht und humorvoll, mal tiefgründig, leidenschaftlich oder auch melancholisch. So soll die Ausstellung nicht nur Lust aufs Lesen machen, sondern auch das besondere Lebensgefühl Italiens in die Region holen.

Begleitend zur Ausstellung gibt es einen Flyer mit den vorgestellten Buchtiteln sowie kurzen Rezensionen. Wer also gleich in den nächsten literarischen Kurzurlaub starten möchte, bekommt hier passende Anregungen direkt mit auf den Weg.

Die ausgestellten Romane können während der regulären Öffnungszeiten der Kreisbücherei Neustadt ausgeliehen werden. Die Leihfrist beträgt vier Wochen. Im Laufe des Jahres wird die Ausstellung außerdem auch in den Kreisbüchereien Bad Windsheim und Scheinfeld zu sehen sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Italien ohne Stau am Brenner, ohne Kofferpacken und ohne Diskussion, ob die Sonnencreme eingepackt wurde – das hat schon was. Eine schöne Idee der Kreisbücherei, mit Büchern ein Stück Urlaubsgefühl nach Neustadt zu holen. Und wer weiß: Vielleicht reicht diesmal schon ein Büchereiausweis statt Reisepass für den nächsten Ausflug nach Italien.

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Emskirchen

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**Frühjahrs- und Königsschießen in Emskirchen: Treffsicherheit, Titel und viel Gemeinschaft**

Bei frühlingshaftem Wetter hat die Schützengesellschaft Emskirchen ihre Gaststube im Schützenhaus zum Frühjahrs- und Königsschießen geöffnet – und durfte sich über großen Zuspruch freuen. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich sportlich zu messen und zugleich ein paar gesellige Stunden in angenehmer Runde zu verbringen.

Bewusst verzichtete die Schützengesellschaft in diesem Jahr auf den Schützengarten. Grund dafür war die im Vorfeld noch unsichere Wetterlage. Der guten Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Geschossen wurde stattdessen in der Gaststube, wo Ehrgeiz und Gemeinschaft nah beieinanderlagen.

Teilnehmen konnten Jugendliche und Erwachsene ab zwölf Jahren mit dem Luftgewehr. Für Kinder ab sechs Jahren stand zudem ein Lichtgewehr bereit. Diese sichere Variante ist seit Jahren ein beliebter Einstieg in den Schießsport und bot auch diesmal dem Nachwuchs die Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln.

Bei den Titelentscheidungen gab es mehrere erfolgreiche Schützinnen und Schützen zu feiern. Mit der Luftpistole sicherte sich Siegfried Schönleben den Titel des Schützenkönigs. Schützenkönig mit dem Luftgewehr wurde Achim Gerber – ein bemerkenswerter Erfolg, da er erst seit weniger als einem Jahr Mitglied der Schützengesellschaft ist. Cordula Göß wurde zur Schützenkönigin gekürt, Jannik Reichert zum Jungschützenkönig. Auf der Hauptscheibe setzte sich Hans Göß durch.

Auch in der Bürgerwertung wurden starke Ergebnisse erzielt. In der Wertung um den Bürgerkönig gewann Ronny Henke mit einem 53,6-Teiler. Auf den weiteren Plätzen folgten Tanja Hammerbacher und Philipp Ballhorn. In der Jugendwertung der Bürgerschützen wurde Leonard Sos mit einem 262,2-Teiler als Bürgerkönig der Jugend ausgezeichnet.

Die Ehrungen übernahmen Schützenmeister Helge Schneider, Traditionsschützenmeisterin Melanie Feuchtmann und Patrick Talkenberger. Letzterer ist aktuell amtierender Bundeskönig mit dem Luftgewehr.

**Kommentar der Redaktion:**
Schön zu sehen, dass in Emskirchen nicht nur Tradition gepflegt wird, sondern auch der Nachwuchs seinen Platz bekommt. Gerade das Lichtgewehr zeigt, dass moderner Schützensport und sichere Heranführung gut zusammenpassen. Und wenn ein neues Mitglied gleich den Königstitel holt, dann dürfte das intern für Gesprächsstoff sorgen – natürlich im besten Sinne.

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Neustadt an der Aisch

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# Schon ein paar Millionen Liter Wasser gerettet

**An der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Neustadt drehte sich zuletzt vieles um eines der wichtigsten Themen überhaupt: Wasser. Mit einer bundesweiten Multivisionsshow, Unterrichtsmaterialien zum Weiterarbeiten und ersten ganz praktischen Aktionen wurde für die Schülerinnen und Schüler deutlich, wie wertvoll dieses Element ist – und was jeder Einzelne tun kann.**

Neustadt an der Aisch – Wasser ist selbstverständlich – bis es fehlt, verschmutzt ist oder in extremen Wetterlagen zur Gefahr wird. Genau mit diesen Facetten haben sich die Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule jetzt intensiv beschäftigt. Ein besonderer Höhepunkt war dabei die Multivisionsshow **„WasserVision – Wasser ist Leben“**, die bundesweit an Schulen unterwegs ist.

Die Veranstaltung zeigte in eindrucksvollen Bildern, wie eng sauberes Wasser mit Gesundheit, Lebensqualität und Zukunftschancen verbunden ist. Gleichzeitig wurde deutlich: Noch immer haben viele Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser.

Damit die Impulse aus der Show nicht nach 90 Minuten wieder verpuffen, setzen Schule und Unterstützer auch auf nachhaltige Vertiefung. Wichtig war das nicht nur der Realschule selbst, sondern auch den Sponsoren – der **Frankenbrunnen-Stiftung „Jugend und Natur“** sowie den **NeuStadtWerken**. Der Verein **„Multivision“**, der hinter dem Projekt steht, stellt ergänzende Materialien zur Verfügung, mit denen sich die siebten Klassen weiter mit dem Thema beschäftigen können – etwa mit dem Wasserkreislauf oder mit Wasserlebewesen, die Hinweise auf die Wasserqualität geben.

Auch eigene Ideen sind gefragt: Alle teilnehmenden Klassenstufen können Projekte entwickeln und beim Verein einreichen. Die besten Beispiele werden an die Frankenbrunnen-Stiftung weitergeleitet, die für eine Klasse einen Sonderpreis mit Brunnenführung ausgelobt hat. Außerdem plant der Landkreis am **22. Juli** einen **Wassertag**, an dem die siebten Klassen ebenfalls teilnehmen möchten.

Schon jetzt gab es an der Schule eine Aktion mit deutlicher Wirkung. Biologielehrerin **Liane Stier** sammelte mit der Umwelt-AG im Umfeld der Schule Zigarettenstummel – und zwar nicht wenige. Das Ergebnis: **anderthalb große Gurkengläser voller Kippen**. In ein Glas passen laut Stier rund **2500 Zigarettenstummel**. Ihre Rechnung macht klar, warum das wichtig ist: **Ein einziger Zigarettenstummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen.** Allein durch diese Sammelaktion wurden damit rechnerisch **mehr als 2,5 Millionen Liter Wasser geschützt**.

Insgesamt nahmen rund **900 Schülerinnen und Schüler** der Dietrich-Bonhoeffer-Schule an den Veranstaltungen zur „WasserVision“ teil. Zu Beginn bekam jede und jeder eine Flasche Wasser des heimischen Getränkeherstellers. Am Ende wurden die Flaschen wieder in bereitgestellte Kisten zurückgegeben – als bewusst gesetztes Zeichen für den Sinn von **Mehrwegflaschen**.

Wie grundlegend Wasser für das tägliche Leben ist, wurde in der Veranstaltung immer wieder deutlich gemacht. Es wird nicht nur als Trinkwasser benötigt, sondern auch für den Anbau von Lebensmitteln, für die Energieerzeugung und für die Herstellung zahlreicher Konsumgüter. Besonders eindrucksvoll blieb dabei laut Lehrerin Liane Stier eine Zahl hängen: Für die Produktion **einer einzigen Jeans** – vom Baumwollanbau bis zur Färbung – werden rund **7200 Liter Wasser** benötigt.

Die Botschaft der Veranstaltung war klar: Ein energie- und wasserintensiver Lebensstil, Wasserverschwendung und Verschmutzung haben weitreichende Folgen für Mensch und Natur. Verschärft wird die Lage durch das Wachstum der Weltbevölkerung und den Klimawandel, der immer häufiger extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder längere Dürreperioden mit sich bringt.

Die 90-minütige Veranstaltung bestand dabei nicht nur aus Filmsequenzen. Moderator **Stefan Simonis** und Moderatorin **Miriam Böhlke** suchten immer wieder das Gespräch mit den Jugendlichen und stellten den Bezug zu ihrem Alltag her. So blieb es nicht bei abstrakten Problemen, sondern es ging auch um die Frage, was jede und jeder selbst verändern kann.

Am Ende stand deshalb nicht nur die Warnung vor düsteren Entwicklungen, sondern auch der Blick nach vorne: Eine **nachhaltige und gerechte Wasserwirtschaft** gehört zu den großen Zukunftsaufgaben. Es geht darum, Ursachen zu bekämpfen – und sich zugleich an veränderte Bedingungen anzupassen.

Träger der „WasserVision“ sind die Entwicklungsorganisation **Help – Hilfe zur Selbsthilfe**, **Hamburg Wasser**, der **Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)**, der **Verband kommunaler Unternehmen (VKU)** sowie der **Deutsche Städtetag**. Unterstützt wird das Schulprojekt vom **Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)**.

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Neuhof an der Zenn

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**Schönes für Haus und Garten: Marktplatzfest in Neuhof lockt mit Kunst, Handwerk und Musik**

Neuhof an der Zenn freut sich auf einen abwechslungsreichen Sonntag: Beim Marktplatzfest am **10. Mai** erwartet die Besucherinnen und Besucher rund um den Marktplatz, im Schlossgarten und in der Zehntscheune ein bunter Mix aus Kunsthandwerk, Musik, Kulinarik und Kinderprogramm. Wer gern stöbert, genießt und einen entspannten Frühlingstag in besonderem Ambiente verbringen möchte, dürfte hier genau richtig sein.

Eröffnet wird das Fest um **10.30 Uhr** im Anschluss an den Festgottesdienst. Danach sorgen Vereine und Gasthäuser rund um den Marktplatz für das leibliche Wohl der Gäste. Ab **13 Uhr** ist zudem Unterhaltungsmusik geboten.

Besonders der Schlossgarten verspricht mit seinem idyllischen Flair ein passender Rahmen für die vielen Ausstellerinnen und Aussteller zu werden. Rund **50 Anbieter** präsentieren dort und im umliegenden Bereich ihre Waren. Angeboten werden schöne und praktische Dinge für **Haus und Garten** aus **Metall, Glas, Holz und Stein**. Dazu kommen unter anderem **Pflanzen, Bilder, Schmuck, Taschen, Seifen, Karten** und verschiedenste **Näharbeiten**.

Auch ein **Scherenschleifer** ist wieder mit dabei und bringt stumpfe Alltagshelfer auf Wunsch wieder in Form. Bei schönem Wetter sorgt am Nachmittag außerdem **Fred Munker** für musikalische Unterhaltung.

Das Marktplatzfest endet gegen **18 Uhr**. Die Veranstalter bitten die Besucherinnen und Besucher, die **ausgewiesenen Parkplätze** zu nutzen.

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# Unfallschwerpunkte im Landkreis: Diese vier Stellen fielen 2025 besonders auf

Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim hat es im Jahr 2025 insgesamt 2862 Verkehrsunfälle gegeben. Viele davon waren Einzelfälle – doch an einigen Kreuzungen und Straßenabschnitten kam es auffällig oft zu Kollisionen. Die Polizei nennt in ihrer aktuellen Statistik vier Stellen, die besonders ins Auge fallen.

Ein bekannter Brennpunkt bleibt der Kreisverkehr bei Diespeck. Dort registrierte die Polizei im vergangenen Jahr zehn Unfälle. Nach Angaben von Bastian Stegmeier von der Polizeiinspektion Neustadt kam es zu zwei Vorfahrtsmissachtungen mit einem Leichtverletzten, zu fünf Auffahrunfällen mit zwei Leichtverletzten sowie zu drei weiteren Unfällen, bei denen Fahrzeugführer wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkamen. Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens sei diese Zahl zwar erklärbar, dennoch bleibt der Bereich auffällig.

Ebenfalls im Fokus steht die Einmündung der B470 in Richtung Stübach in der Gemeinde Diespeck. Dort ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit drei Unfälle, bei denen zwei Menschen leicht verletzt wurden. Interessant: An der nahegelegenen Einmündung „Am Käswasen“ wurden im selben Zeitraum keine Vorfälle registriert. Da es jedoch an beiden Kreuzungen schon in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Abbiegesituationen auf die Bundesstraße und auch zu schwereren Unfällen gekommen war, hat das Staatliche Bauamt Ansbach reagiert. Aktuell laufen dort Baumaßnahmen für eine Ampelanlage.

Ein weiterer Unfallschwerpunkt liegt an der Kreuzung der B13 mit der B470 bei Marktbergel. Dort verzeichnete die Polizei 2025 insgesamt sechs Verkehrsunfälle. Eine Person wurde dabei schwer verletzt. Vor allem auf der Westseite kam es wiederholt zu Abbiegeunfällen und schweren Auffahrkollisionen. Auf der Ostseite wurden zwei Auffahrunfälle registriert.

Auch die Bräuersdorfer Kreuzung an der B8 in der Gemeinde Hagenbüchach bleibt eine bekannte Problemstelle. Viermal krachte es dort im vergangenen Jahr, drei Menschen wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei waren in allen Fällen Vorfahrtsmissachtungen die Ursache. Zusätzlich wurde dort auch eine Unfallflucht aufgenommen.

Die Polizei will die bekannten Problemstellen auch im laufenden Jahr weiter genau beobachten. Sollte sich die Lage erneut zuspitzen, dürften die zuständigen Behörden die jeweiligen Kreuzungen und Einmündungen wieder genauer unter die Lupe nehmen.

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**Energie selbst erzeugen, Spritkosten senken: Neue Veranstaltungsreihe für Unternehmen startet am 18. Mai**

Steigende Ölpreise, unsichere Märkte und immer schwerer kalkulierbare Kraftstoffkosten setzen viele Betriebe unter Druck – gerade Unternehmen mit eigenem Fuhrpark. Eine neue Veranstaltungsreihe will nun zeigen, wie kleine und mittlere Unternehmen ihre Energieversorgung stärker selbst in die Hand nehmen und Mobilität gleich mitdenken können.

Hintergrund sind die zuletzt deutlich gestiegenen Ölpreise infolge der Sperrung der Straße von Hormuz. Für viele Firmen bedeutet das vor allem eines: Benzin und Diesel werden zur immer größeren Unbekannten in der Kostenrechnung. Gleichzeitig eröffnen erneuerbare Energien neue Möglichkeiten, den eigenen Betrieb unabhängiger von fossilen Importen zu machen und laufende Ausgaben zu senken.

Wie das konkret funktionieren kann, zeigt die Reihe **„Mobilität & Energie im eigenen Unternehmen verbinden: Wissen. Praxis. Austausch“**. Veranstaltet wird sie von der **Europäischen Metropolregion Nürnberg** und der **ENERGIEregion Nürnberg e.V.**. Gefördert wird das Angebot durch das **Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen** im Rahmen des Programms „RegioStrat“.

Die Reihe umfasst insgesamt **zwei Online-Fachveranstaltungen**, **zwei Exkursionen** und **ein Netzwerktreffen**.

Den Auftakt macht am **18. Mai 2026** eine kostenlose Online-Veranstaltung unter dem Titel:

**„Weniger zahlen, besser fahren: Eigene Energie im Unternehmen nutzen und Mobilitätskosten reduzieren“**
**Montag, 18. Mai 2026, 9 bis 10.30 Uhr**
**Online und kostenlos**

Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dort einen Überblick, wie individuelle Energiesysteme in Unternehmen aussehen können. Außerdem geht es um aktuelle Fördermöglichkeiten rund um Ladeinfrastruktur. Besonders interessant dürfte der Praxisbezug sein: **Johannes Lange**, Schreinermeister aus Ebermannstadt, sowie **Hans-Georg Rießner**, Geschäftsführer der Rießner-Gase GmbH aus Lichtenfels, berichten aus ihrem Unternehmensalltag und zeigen, wie sie Energie und Mobilität bereits miteinander verknüpft haben.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung unter: **https://eveeno.com/mobilitaet-energie1**

Weitere Informationen zur gesamten Veranstaltungsreihe gibt es unter:
**https://www.energieregion.de/mobilitaet/**

**Kommentar der Redaktion:**
Für viele Betriebe ist das Thema längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern eine ziemlich nüchterne Rechenaufgabe: Wer den eigenen Strom zumindest teilweise selbst erzeugt und klug für Fahrzeuge oder Ladeinfrastruktur nutzt, kann unabhängiger werden. Und wenn am Ende nicht nur die Kosten sinken, sondern auch der Fuhrpark ein bisschen moderner wird, ist das ausnahmsweise mal eine Entwicklung, bei der nicht nur die Buchhaltung lächelt.

Quelle: Landratsamt Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim / www.kreis-nea.de

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**NEA-Mobil im Landkreis weiter auf Erfolgskurs: Rund 30.000 Fahrgäste in einem Jahr**

Einsteigen, losfahren, ankommen: Das NEA-Mobil wird im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim immer stärker genutzt. Die Zahlen zeigen deutlich, dass das flexible Mobilitätsangebot bei vielen Menschen in der Region längst im Alltag angekommen ist – ob für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder einfach für Besorgungen und Termine.

Zwischen April 2025 und März 2026 wurden knapp 30.000 Fahrgäste mit dem NEA-Mobil an ihr Ziel gebracht. Das entspricht rund 3.000 Nutzern pro Monat beziehungsweise etwa 100 Fahrgästen pro Tag.

Zu Beginn war das System noch in sechs Bediengebiete aufgeteilt. In der Praxis machte das Fahrten über die jeweiligen Grenzen hinweg jedoch oft umständlicher als nötig. Deshalb wurde das Angebot unter der Leitung von Landrat Dr. Christian von Dobschütz und dem zuständigen Sachgebiet ÖPNV mit Martin Hundertschuh überarbeitet. Das Ergebnis: Statt mehrerer Bereiche gibt es nun ein einheitliches Bediengebiet im Landkreis. Die Buchung wurde damit einfacher und die Nutzung deutlich flexibler.

Dass diese Umstellung gut ankommt, zeigt sich nicht nur an den Fahrgastzahlen. Auch bei den Bewertungen schneidet das NEA-Mobil sehr gut ab: Rund 90 Prozent der Rückmeldungen vergeben fünf von fünf Sternen. Gleichzeitig stieg auch die Nutzung spürbar an. Im Zeitraum von April 2024 bis März 2025 waren noch rund 17.500 Menschen mit dem NEA-Mobil unterwegs – ein Jahr später waren es bereits knapp 30.000.

Besonders bemerkenswert ist, dass viele Fahrgäste das Angebot regelmäßig nutzen. Laut Statistik fahren knapp 80 Prozent der Nutzer ein- bis dreimal pro Monat mit dem NEA-Mobil. 60 Prozent der Befragten gaben außerdem an, das Angebot auch für den Arbeits- oder Schulweg zu verwenden.

Seit April 2025 sind im gesamten Landkreis zehn Fahrzeuge im Einsatz. Zusammen legten sie bislang knapp 660.000 Kilometer zurück.

Wer das NEA-Mobil selbst ausprobieren möchte, kann dies montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 24 Uhr tun. Gebucht werden können die Fahrten entweder über die kostenlose NEA-Mobil-App oder telefonisch bei der Mobilitätszentrale unter 09161 6229966. Wichtig: Fahrten lassen sich bis zu 72 Stunden im Voraus buchen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Landratsamtes unter:
www.kreis-nea.de/lebenslagen/nea-mobil

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Angebot im ländlichen Raum nicht nur startet, sondern richtig angenommen wird, dann ist das durchaus eine gute Nachricht. Fast 30.000 Fahrgäste in einem Jahr sind ein starkes Zeichen dafür, dass flexible Mobilität im Landkreis gebraucht wird. Und ganz ehrlich: Wenn 90 Prozent fünf Sterne vergeben, dann läuft da offenbar mehr rund als so mancher Handyakku auf dem Heimweg.

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Neustadt an der Aisch

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# Unfallstatistik 2025 im Landkreis: Mehr Unfälle, mehr Verletzte, sechs Tote

Kein gutes Zeugnis für das Verkehrsjahr 2025 im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim: Die neue Unfallstatistik der Polizei zeigt fast durchweg einen negativen Trend. Im Vergleich zum Vorjahr gab es mehr Unfälle, mehr Verletzte, mehr Schwerverletzte – und auch mehr Todesopfer. Besonders deutlich wird: Zu schnelles Fahren, Unachtsamkeit und Alkohol bleiben große Risikofaktoren auf den Straßen der Region.

Insgesamt registrierten die Polizeiinspektionen Neustadt und Bad Windsheim im Jahr 2025 genau 2862 Verkehrsunfälle. Damit wurde im Zehn-Jahres-Vergleich ein neuer Höchststand erreicht. Zwar lagen die Zahlen bei Verletzten und Schwerverletzten in früheren Jahren teils schon höher, der aktuelle Anstieg ist aber dennoch deutlich. Besonders schwer wiegt, dass im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen sechs Menschen ihr Leben verloren.

Der Verkehrsbeauftragte der Neustädter Polizei, Bastian Stegmeier, nennt die einzelnen tödlichen Unfälle. Am Abend des 5. Februar wollte ein 75-Jähriger bei Emskirchen die B8 überqueren, während er sein unbeleuchtetes Fahrrad schob. Eine Autofahrerin erkannte den Mann zu spät, der Senior starb noch an der Unfallstelle. Am 2. März kam eine 58-Jährige auf der Kreisstraße von Weiherhof in Richtung Birkenfeld in einer leichten Linkskurve von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Auch dieser Unfall endete tödlich.

Am 18. März verunglückte im Obernzenner Ortsteil Oberaltenbernheim eine 83-jährige Autofahrerin. Sie geriet mit ihrem Wagen von der Straße, fuhr etwa 50 Meter über eine Wiese und prallte schließlich gegen eine Hauswand. Nach Polizeiangaben war sie nicht angeschnallt und starb an den Folgen des Unfalls.

Bei Altschauerberg in der Gemeinde Emskirchen kam es am 19. April zu einem Unfall zwischen zwei Pedelec-Fahrern. Ein 72-Jähriger wollte den vorausfahrenden Radler überholen, beide stürzten. Der Mann starb vier Tage später im Krankenhaus, obwohl er einen Helm getragen hatte. Bereits am nächsten Tag ereignete sich an der Staatsstraßenkreuzung beim RSV-Sportheim in Sugenheim ein weiterer tödlicher Unfall: Ein 83-jähriger Autofahrer übersah beim Abbiegen einen 29-jährigen Motorradfahrer. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät.

Der sechste tödliche Verkehrsunfall passierte am 23. Oktober auf der Mailheimer Steige. Ein 39-Jähriger geriet mit seinem Auto auf regennasser Fahrbahn in den Gegenverkehr. Bei der folgenden Frontalkollision starb ein 69-jähriger Mann im entgegenkommenden Fahrzeug. Laut Statistik waren Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren im Jahr 2025 überdurchschnittlich häufig an tödlichen Unfällen beteiligt.

Positiv fällt immerhin auf, dass die Zahl der Alkoholunfälle zurückging. Gleichzeitig wurden bei diesen Unfällen jedoch mehr Menschen verletzt als im Vorjahr. Auffällig ist laut Polizei, dass unter den alkoholisierten Unfallbeteiligten besonders viele Fahrrad- und Pedelec-Fahrer waren. Auch die Altersstruktur hat sich verändert: Während früher vor allem jüngere Fahrer unter Alkoholeinfluss auffielen, sind inzwischen besonders häufig Menschen zwischen 35 und 54 Jahren sowie Seniorinnen und Senioren betroffen. Die meisten Alkoholunfälle passieren weiterhin am Wochenende. Der Frauenanteil liegt hier bei 13,3 Prozent.

Die Polizei war 2025 in diesem Bereich stark aktiv. Insgesamt wurden 89 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen. Die höchsten gemessenen Werte lagen bei 3,29 Promille am späten Nachmittag sowie bei 2,72 Promille ebenfalls tagsüber – Werte, bei denen man sich nur wundern kann, wie überhaupt noch ein Fahrzeug geführt wurde. Dazu kamen sieben Unfälle unter Drogeneinfluss mit sechs Verletzten, darunter eine schwer verletzte Person. Im Vergleich zum Vorjahr stellte die Polizei deutlich mehr Fahrerinnen und Fahrer fest, die unter Drogeneinfluss unterwegs waren – häufig nach Cannabiskonsum mit THC-Nachweis.

Als Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle bleibt aber überhöhte Geschwindigkeit. Nach Angaben der Polizei waren Raserinnen und Raser im Jahr 2025 für zwei Todesfälle sowie 71 verletzte Menschen verantwortlich, darunter 27 Schwerverletzte. Besonders häufig vertreten sind dabei junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren. Seniorinnen und Senioren fallen in diesem Bereich deutlich seltener auf.

Um gegenzusteuern, führten die Polizeiinspektionen zusammen mit den Verkehrspolizeiinspektionen Ansbach, Fürth und Nürnberg im Jahr 2025 insgesamt 575 Geschwindigkeitsmessungen durch. Dafür wurden rund 2180 Einsatzstunden aufgewendet. Im Ergebnis gab es 2471 Anzeigen, 4724 Verwarnungen und 60 Fahrverbote.

Bei den gemessenen Spitzengeschwindigkeiten zeigt sich, wie groß das Problem ist. Außerorts wurde bei erlaubten 100 km/h ein Fahrer mit 187 km/h auf der B470 bei Bad Windsheim gemessen. Auf der B13 bei Marktbergel waren es 177 km/h, bei Baudenbach 165 km/h. Innerorts wurde es ebenfalls deutlich: 90 km/h in der Adelhofer Straße in Uffenheim, 88 km/h in Tragelhöchstädt bei Uehlfeld und 86 km/h in der Würzburger Straße in Burghaslach. Selbst in Tempo-30-Zonen wurde massiv zu schnell gefahren, etwa mit 77 und 61 km/h in der Wiebelsheimer Straße in Bad Windsheim sowie mit 66 km/h in der Hauptstraße in Markt Erlbach.

Etwa jeder fünfte Unfall im Landkreis war mit Fahrerflucht verbunden. Der häufigste Fall bleibt der Parkrempler auf dem Supermarktparkplatz. Die Aufklärungsquote liegt laut Polizei bei gut 40 Prozent. Auch die Zahl der Schulwegunfälle stieg an, wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau. Fünf solcher Fälle wurden registriert. Ein besonders schwerer Vorfall ereignete sich bei einem Schulbus: Der Fahrer musste stark bremsen, eine elfjährige Schülerin stürzte und wurde schwer verletzt.

Mit Sorge blickt die Polizei außerdem auf Unfälle mit motorisierten Zweirädern – vom Mofa bis zum Motorrad. Hier wurde 2025 mit 79 Unfällen ein neuer Höchststand erreicht. Ein Mensch kam dabei ums Leben. In den meisten Fällen lag die Hauptschuld bei den Zweiradfahrern selbst. Auch hier war überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache.

Einen weiteren Rekordwert gab es bei den Wildunfällen. Insgesamt 1207 solcher Zusammenstöße wurden 2025 registriert – ebenfalls so viele wie seit Jahren nicht mehr. Immerhin endeten die meisten glimpflich, verletzt wurden dabei zehn Menschen. Die Polizei weist darauf hin, dass besonders Fahranfängerinnen und Fahranfänger sowie Seniorinnen und Senioren häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Bei jungen Erwachsenen sind oft zu geringer Abstand, zu hohe Geschwindigkeit und Vorfahrtsverstöße ausschlaggebend. Bei älteren Verkehrsteilnehmern spielen dagegen häufiger Unaufmerksamkeit, Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren sowie ebenfalls Vorfahrtsverstöße eine Rolle.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Zahlen sind ein Warnsignal für die ganze Region. Wer jetzt meint, „ein bisschen zu schnell“ oder „die kurze Strecke geht schon noch“ sei halb so wild, sollte einen Blick in diese Statistik werfen. Straßen sind keine Rennstrecken, und auch kein Ort für Promille-Rekorde am helllichten Nachmittag. Gerade im Landkreis mit vielen Landstraßen, Wildwechseln, Schulwegen und älteren Verkehrsteilnehmern gilt mehr denn je: Rücksicht ist keine Schwäche, sondern Lebensversicherung. Und manchmal wäre schon viel gewonnen, wenn einfach alle das tun würden, was sie in der Fahrschule mal gelernt haben – blinken, schauen, bremsen und das Handy einfach in Ruhe lassen.

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Neustadt an der Aisch

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# Stadtrat in Neustadt tagt: Öffentliche Sitzung am 11. Mai in der NeuStadtHalle

In Neustadt an der Aisch steht die nächste Stadtratssitzung an: Am **Montag, 11. Mai 2026, um 19 Uhr** trifft sich das Gremium in der **NeuStadtHalle am Schloss, Würzburger Straße 48**. Dort wird über aktuelle Themen beraten, die für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung sind.

Die Sitzung ist öffentlich angekündigt. Wer sich dafür interessiert, welche Themen derzeit in Neustadt an der Aisch auf der politischen Tagesordnung stehen, kann so einen direkten Einblick in die Arbeit des Stadtrats bekommen. Behandelt werden dabei regelmäßig Fragen, die den Alltag vor Ort, die Entwicklung der Stadt und das Miteinander in Neustadt betreffen.

Ein Blick auf die Tagesordnung lohnt sich deshalb nicht nur für politisch Interessierte, sondern für alle, die wissen möchten, was in ihrer Stadt geplant, diskutiert und entschieden wird.

**Redaktionskommentar:**
Kommunalpolitik wirkt oft unspektakulär – bis man merkt, dass genau dort über Dinge entschieden wird, die vor der eigenen Haustür spürbar werden. Ob Straßen, Einrichtungen, Stadtentwicklung oder lokale Projekte: Im Stadtrat geht es selten um große Schlagzeilen, aber oft um die Themen, die im Alltag wirklich zählen. Und ja, manchmal ist eine Stadtratssitzung spannender, als der Titel vermuten lässt.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch, www.neustadt-aisch.de/aktuelles
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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**NEA-Mobil im Landkreis auf Erfolgskurs: Rund 30.000 Fahrgäste in einem Jahr**

Einsteigen, ans Ziel kommen und das möglichst unkompliziert: Genau das scheint beim NEA-Mobil im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim immer besser zu funktionieren. Die aktuellen Zahlen aus dem Landratsamt zeigen deutlich, dass das Angebot von immer mehr Menschen genutzt wird – und offenbar auch gut ankommt.

Zwischen April 2025 und März 2026 wurden knapp 30.000 Fahrgäste mit dem NEA-Mobil befördert. Das entspricht rund 3.000 Nutzerinnen und Nutzern pro Monat oder etwa 100 Fahrten pro Tag. Damit hat das flexible Mobilitätsangebot im Landkreis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt: Von April 2024 bis März 2025 waren es noch rund 17.500 Fahrgäste.

Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung dürfte die Umstellung des Systems gewesen sein. Zu Beginn war das NEA-Mobil noch in sechs Bediengebiete aufgeteilt. In der Praxis machte das Fahrten über die jeweiligen Grenzen hinweg jedoch oft komplizierter. Deshalb wurde das Angebot angepasst – statt mehrerer Bereiche gibt es nun ein einheitliches Bediengebiet für den gesamten Landkreis. Das Ziel: einfacher buchen und flexibler fahren.

Dass diese Änderung gut ankommt, zeigt nicht nur die gestiegene Zahl der Fahrgäste. Auch bei den Bewertungen schneidet das NEA-Mobil sehr gut ab. Rund 90 Prozent der Rückmeldungen vergeben fünf von fünf Sternen.

Viele Nutzer greifen dabei nicht nur gelegentlich auf das Angebot zurück. Laut Statistik nutzen knapp 80 Prozent der Fahrgäste das NEA-Mobil regelmäßig, also ein- bis dreimal im Monat. Besonders interessant: 60 Prozent der Befragten gaben an, das Angebot auch für den Weg zur Arbeit oder zur Schule zu nutzen. Seit April 2025 sind im Landkreis zehn Fahrzeuge unterwegs, die zusammen bereits knapp 660.000 Kilometer zurückgelegt haben.

Wer das NEA-Mobil selbst ausprobieren möchte, kann Fahrten montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 24 Uhr buchen. Die Buchung ist entweder über die kostenlose NEA-Mobil-App oder telefonisch über die Mobilitätszentrale unter 09161 6229966 möglich. Fahrten können bis zu 72 Stunden im Voraus reserviert werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter: www.kreis-nea.de/lebenslagen/nea-mobil

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Angebot im ländlichen Raum nicht nur eingeführt, sondern auch wirklich genutzt wird, ist das schon eine kleine Erfolgsmeldung für sich. Knapp 30.000 Fahrgäste in einem Jahr zeigen: Das NEA-Mobil ist längst mehr als nur ein Versuch. Gerade für Menschen ohne eigenes Auto, für Jugendliche, ältere Bürger oder Pendler kann so ein System ein echter Gewinn sein. Und ganz ehrlich: Wenn 90 Prozent fünf Sterne vergeben, dann läuft da offenbar mehr richtig als bei so mancher großen App, die uns sonst im Alltag begleitet.

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Hagenbüchach

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# Hagenbüchach verabschiedet alten Gemeinderat – Haushalt über 6,89 Millionen Euro beschlossen

In Hagenbüchach ist der Gemeindehaushalt für das laufende Jahr zügig beschlossen worden. Der noch amtierende Gemeinderat brachte das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 6,89 Millionen Euro ohne größere Diskussionen auf den Weg. Im Anschluss stand ein emotionaler Teil der Sitzung an: Bürgermeister David Schneider verabschiedete mehrere Ratsmitglieder, die dem neuen Gremium nicht mehr angehören werden.

Kämmerer Ulrich Geisendörfer stellte den Haushalt im Schnelldurchlauf vor. Viel Spielraum gebe es im Verwaltungshaushalt weiterhin nicht. Große Posten wie Schule und Kindertagesstätte seien feste Größen, viele Ansätze hätten sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert und orientierten sich deshalb an den Zahlen aus 2025.

Etwas gestiegen ist der Ansatz im Bereich der Grundschule. Hier kletterten die Ausgaben von rund 180.000 Euro auf 204.500 Euro. Im Mittelschulbereich blieb der Ansatz dagegen nahezu unverändert. Bürgermeister David Schneider erklärte, dass diese Entwicklung vor allem mit den Schülerzahlen zusammenhänge.

Auch bei den Kindergartengebühren rechnet die Gemeinde mit höheren Einnahmen. Grund dafür ist laut Schneider, dass wieder mehr Kinder die Einrichtung besuchen. Gleichzeitig sinken die Personalkosten, weil eine Gruppe geschlossen wurde. Wie sich die Belegung im Laufe des Jahres weiter entwickelt, sei derzeit allerdings noch offen.

Bei den Wassergebühren wurden die Einnahmen leicht nach oben korrigiert – von bislang 165.000 Euro auf nun 175.000 Euro. Gleichzeitig steigen auch die Kosten für den Bezug von Fernwasser. Eine weitere Anpassung soll deshalb mit der nächsten Gebührenkalkulation im kommenden Jahr erfolgen. Kämmerer Geisendörfer machte deutlich, dass diese Mehrkosten letztlich an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden müssten – auch wenn dies innerhalb relativ kurzer Zeit zu einer weiteren Erhöhung führen könnte.

Im Vermögenshaushalt wurden ebenfalls einige Maßnahmen berücksichtigt. So sind unter anderem 20.000 Euro Zuschuss für die Sanierung des Kirchendachs eingeplant. Auch für eigene Kläranlagen, etwa in Oberfembach, sowie für den dortigen Kanal wurden Mittel vorgesehen.

## Lob für Engagement rund um neue Ruhebank

Vor der Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte sprach Bürgermeister Schneider noch ein besonderes Lob an Siegfried Birkicht, Andreas Roth und Stefan Sprenger aus. Die drei hatten sich um eine neue Ruhebank mit Tisch und Dach verdient gemacht. Birkicht hatte zudem die Oberfläche des Tisches wieder instand gesetzt, nachdem dieser durch ausgedrückte Zigaretten beschädigt worden war.

Ein Hinweisschild soll künftig auf die neue Sitzgelegenheit aufmerksam machen, die besonders Wanderer zu einer Rast einladen soll. Schneider zeigte sich sehr angetan: Die Anlage sehe toll aus und passe hervorragend an den gewählten Standort. Birkicht brachte zusätzlich die Idee ins Spiel, aus vorhandenem Restholz noch eine weitere Bank zu bauen.

## Bürgermeister verabschiedet langjährige Gemeinderäte

Im Anschluss dankte Schneider den Gemeinderäten, die künftig nicht mehr dem Rat angehören werden. Sie hätten die Gemeinde über Jahre hinweg mit großem Engagement, Loyalität und Verantwortungsbewusstsein mitgeprägt.

Besonders würdigte er Peter Schindler, der seit 2002 dem Gemeinderat angehörte und seit 2018 das Amt des Zweiten Bürgermeisters innehatte. Schneider hob hervor, dass Schindler stets ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger gehabt und sich zugleich mit Nachdruck für seinen Ortsteil eingesetzt habe.

Als echtes „Urgestein“ bezeichnete der Bürgermeister Siegfried Birkicht, der seit 1996 im Rat saß. Trotz mancher kontroverser Diskussionen habe man am Ende immer gemeinsame Lösungen gefunden, sagte Schneider. Birkicht selbst blickte ebenfalls positiv auf die Zeit zurück. Gerade unterschiedliche Meinungen machten die Arbeit im Gemeinderat aus, betonte er. Da ihm die Wanderwege besonders am Herzen liegen, könne er sich gut vorstellen, diese auch künftig weiter zu betreuen.

Andreas Roth, seit 2008 Mitglied des Gemeinderats, wurde als zuverlässiger Anpacker gewürdigt. Schneider erinnerte dabei besonders an das große Projekt rund um den Bahnhof Hagenbüchach, für das die Gemeinde 2016 mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurde. Roth hatte sich dort intensiv in den Umbau eingebracht, Abläufe organisiert und viele Aufgaben übernommen. Seine Botschaft zum Abschied fiel klar aus: Wenn Hilfe gebraucht werde, sei er weiterhin da.

Auch Bauhofleiter Alexander Neubauer, der seit 2014 dem Gemeinderat angehörte, wurde verabschiedet. Schneider beschrieb ihn als Ansprechpartner für viele Anliegen – und zugleich als jemanden, der oft auch Kritik abbekam, weil manche Bürger keinen Unterschied zwischen seiner Tätigkeit im Bauhof und seinem Ehrenamt im Gemeinderat gemacht hätten.

Ebenfalls verabschiedet wurde Josef Glania, der seit 2014 dem Gremium angehörte. Der Bürgermeister lobte besonders seine guten Kontakte, die der Gemeinde bei verschiedenen Projekten zugutekamen. Glania selbst erklärte, dass ihm die Arbeit im Rat viel gegeben habe. Den neuen Mitgliedern wünschte er ein glückliches Händchen für ihre Aufgaben.

Zum Abschluss äußerte Bürgermeister Schneider die Hoffnung, dass sich auch die ausgeschiedenen Räte weiterhin mit Herzblut für Hagenbüchach engagieren werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Haushalt ohne große Debatte, dafür mit viel Dankbarkeit zum Abschied – in Hagenbüchach zeigte sich einmal mehr, dass Kommunalpolitik oft nicht auf großen Bühnen stattfindet, sondern bei Schulzahlen, Wassergebühren, Wanderbänken und ganz viel Ehrenamt. Und manchmal sagt eine sauber reparierte Tischplatte fast genauso viel über eine Gemeinde aus wie ein Millionenhaushalt.

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