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# Mit Messer bedroht: Streit in Emskirchen eskaliert

Ein Streit mitten in Emskirchen hat am Montagmittag für einen Polizeieinsatz gesorgt. Nach Angaben der Polizei soll ein 38-jähriger Mann im Verlauf der Auseinandersetzung einen 23-Jährigen mit einem Messer bedroht haben. Anschließend kam es offenbar noch zu einer Rangelei.

Wie die Polizei berichtet, gerieten die beiden Männer zunächst in Streit. Dabei soll der 38-Jährige ein Messer gezogen haben, woraufhin sich der 23-Jährige bedroht fühlte und die Polizei verständigte.

Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, soll der Beschuldigte versucht haben zu flüchten. Der 23-Jährige nahm laut Bericht die Verfolgung zu Fuß auf. In der Folge kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der jüngere Mann Schürfwunden erlitt. Außerdem soll ihm an den Haaren gezogen worden sein.

Der 38-Jährige hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Bedrohung, Körperverletzung sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Ein „Like“ bedeutet bei solchen Meldungen selbstverständlich nur, dass der Bericht lesenswert ist.

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**Optimaler Platz mit viel Potenzial: Gemeinderat stimmt mehrheitlich für neuen Norma-Standort in der Ansbacher Straße**

**Emskirchen** – Wohin soll der neue, deutlich größere Norma-Markt in Emskirchen kommen? Mit dieser Frage hat sich der Gemeinderat erneut intensiv beschäftigt – und sich am Ende mehrheitlich für den Standort an der **Ansbacher Straße** ausgesprochen. Nach Einschätzung der untersuchten Fachleute ist dies die sinnvollste Lösung, um die Nahversorgung im Ort langfristig zu sichern und auszubauen.

Grundlage der Entscheidung ist eine **Auswirkungsanalyse mit Prüfung verschiedener Standortalternativen**, die vom Büro **CIMA** im Mai 2025 erstellt wurde. Bürgermeisterin **Sandra Winkelspecht** stellte dazu wesentliche Punkte im Gemeinderat vor. Geplant ist, die bisherige Norma-Filiale mit derzeit rund **410 Quadratmetern Verkaufsfläche** vom **Wiesenweg** an die **Ansbacher Straße** zu verlagern. Dort soll ein neuer Markt mit rund **1200 Quadratmetern Verkaufsfläche** entstehen. Zusätzlich sind ein **Getränkemarkt mit etwa 620 Quadratmetern** sowie eine **Physiotherapiepraxis** vorgesehen.

Im Rahmen des Gutachtens wurden neben der Ansbacher Straße auch weitere mögliche Standorte untersucht, darunter der **Festplatz**, die **Nürnberger Straße** sowie der bisherige Standort am **Wiesenweg**. Laut abschließender Bewertung spricht nach Abwägung aller relevanten Kriterien letztlich nur die Variante **Ansbacher Straße** für eine zukunftsfähige Erweiterung des Discounters.

Nach Einschätzung des Gutachterbüros sind durch das Vorhaben **keine negativen städtebaulichen Auswirkungen** auf andere Versorgungsstandorte oder bestehende Betriebe in Emskirchen zu erwarten. Vielmehr könne das Projekt helfen, die örtliche Nahversorgung zu sichern, weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig werde die Gemeinde als Wohn- und Versorgungsstandort gestärkt.

Vor der Abstimmung gab es dennoch Diskussionen im Gremium. **Fabian Kempe (ÖDP/ZG)** sprach sich gegen das Vorhaben aus. Er kritisierte insbesondere den **Flächenverbrauch** und bemängelte eine aus seiner Sicht fehlende Transparenz im Verfahren. Bürgermeisterin **Sandra Winkelspecht** widersprach dieser Darstellung deutlich. Das Thema sei bereits im **Bauausschuss** behandelt worden, zudem habe schon der frühere Gemeinderat den Prozess angestoßen. Das Gutachten werde veröffentlicht und könne von allen eingesehen werden.

Unterstützung für den neuen Standort kam unter anderem von **Bernd Rauscher (CSU)**. Er machte deutlich, dass Emskirchen es sich nicht leisten könne, einen Supermarkt zu verlieren. Auch wirtschaftlich sei das Thema für die Gemeinde wichtig. Für das bisherige Gebäude am Wiesenweg zeigte er sich zuversichtlich, dass sich nach einem Umzug eine neue sinnvolle Nutzung finden lasse.

**Reinhard Eckardt (ÖDP/ZG)** betonte, dass er nicht grundsätzlich gegen Norma sei. Ihm sei wichtig, dass Emskirchen attraktiv bleibe. Die geplante Physiotherapiepraxis müsse aus seiner Sicht jedoch nicht zwingend am neuen Markt angesiedelt werden, sondern könne auch im Ortskern Platz finden. **Marco Bauer (SPD)** erinnerte daran, dass über die verschiedenen Standortvarianten bereits mehrfach gesprochen worden sei.

Am Ende sprach sich der Gemeinderat **mehrheitlich für den Standort Ansbacher Straße** aus. Damit ist ein wichtiger Schritt für die mögliche Verlagerung und Erweiterung des Discounters getan – und für die Zukunft der Nahversorgung in Emskirchen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn es um Supermärkte geht, wird es in Gemeinden oft schnell grundsätzlich: Ortsmitte, Flächenverbrauch, Erreichbarkeit, Zukunft des Einzelhandels – alles Themen, bei denen viele mitreden wollen, und das ist auch gut so. Klar ist aber auch: Ein moderner Lebensmittelmarkt braucht heute andere Flächen als noch vor Jahren. Die spannende Frage wird nun sein, wie Emskirchen den alten Standort nachnutzt – denn genau dort steckt oft noch einmal ordentlich Potenzial drin. Und wenn am Ende Einkauf, Getränke und vielleicht sogar Physiotherapie an einem Ort möglich sind, dann ist das für viele im Alltag durchaus mehr als nur praktisch.

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# Jugendlicher am Bahnhof Emskirchen von Nachtzug touchiert

Ein riskanter Moment mit glimpflichem Ausgang: Am Bahnhof Emskirchen ist in der Nacht zum Sonntag ein 16-Jähriger von einem herannahenden Nachtzug touchiert und dabei leicht verletzt worden. Nach ersten Informationen hatte der Jugendliche beim Überqueren der Gleise Kopfhörer auf und bemerkte den Zug offenbar zu spät.

Der Vorfall ereignete sich gegen 3 Uhr morgens. Der 16-Jährige war zuvor mit einer S-Bahn aus Nürnberg in Emskirchen angekommen und wollte anschließend das Gleis wechseln. Statt den vorgesehenen Weg zu nehmen, überquerte er laut Bundespolizei verbotenerweise die Schienen. Dabei nahm er einen Nachtzug auf der Strecke von Hamburg nach Wien offenbar nicht wahr. Der Zug erfasste den Jugendlichen glücklicherweise nicht voll, sondern touchierte ihn nur. Er erlitt nach bisherigen Angaben leichte Verletzungen.

Der Fall zeigt erneut, wie gefährlich Abkürzungen im Bahnbereich sein können – besonders dann, wenn Umgebungsgeräusche durch Kopfhörer ausgeblendet werden. Bahngleise dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen überquert werden.

**Wichtig:** Ein „Like“ bedeutet bei solchen Meldungen **nicht Zustimmung zum Ereignis**, sondern lediglich: **lesenswerter Bericht**.

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# Emskirchen verabschiedet langjährige Gemeinderäte – SPD vorerst nicht mehr vertreten

Ein Kapitel Gemeindepolitik geht in Emskirchen zu Ende: In der letzten Gemeinderatssitzung dieser Wahlperiode standen vor allem Abschiede im Mittelpunkt. Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht zog dabei eine positive Bilanz der vergangenen Jahre – und würdigte die Arbeit der ausscheidenden Ratsmitglieder.

Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sei der Gemeinderat in den vergangenen Jahren zu einem Team zusammengewachsen, das gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe, betonte Winkelspecht. Viele wichtige Entscheidungen seien getroffen und zentrale Weichen für die Entwicklung der Gemeinde gestellt worden. Unterschiedliche Sichtweisen hätten die Arbeit im Gremium dabei bereichert.

Besonders deutlich wurde der Einschnitt beim Abschied der SPD-Fraktion, die in den kommenden sechs Jahren nicht mehr im Emskirchener Gemeinderat vertreten sein wird. Unabhängig von politischen Unterschieden habe die SPD über viele Jahrzehnte hinweg einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde geleistet, sagte die Bürgermeisterin.

Auch SPD-Fraktionssprecher Christian Pöschl blickte in seiner Abschiedsrede auf die lange Geschichte der Sozialdemokraten im Gemeinderat zurück: „Die SPD war fast 80 Jahre Teil des Gemeinderates.“ Man habe die Entwicklung der Gemeinde mitgestaltet, Verantwortung übernommen und immer wieder eigene Akzente gesetzt. Ob es in Zukunft wieder eine SPD-Liste geben werde, ließ er offen – seinen Wunsch formulierte er aber klar: „Ich würde es mir wünschen, politische Vielfalt tut einer Gemeinde gut.“

Verabschiedet wurde unter anderem Bernd Rauscher (CSU), der dem Gemeinderat 18 Jahre lang angehörte. In dieser Zeit war er unter anderem dritter Bürgermeister, Fraktionssprecher und Mitglied im Finanzausschuss. Als Unternehmer habe er vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde im Blick gehabt.

Ebenfalls auf 18 Jahre Gemeinderatsarbeit kann Reinhardt Eckardt (ÖDP/ZG) zurückblicken. Er war Fraktionssprecher und in mehreren Ausschüssen aktiv. Bürgermeisterin Winkelspecht würdigte ihn als verlässlichen Gemeinderat mit klarer Meinung, die er offen und konstruktiv eingebracht habe.

Christian Pöschl (SPD) gehörte dem Gremium zwölf Jahre lang an, davon sechs Jahre als dritter Bürgermeister. Sein Wirken sei von großem Engagement und Führungsstärke geprägt gewesen, so Winkelspecht. Zudem sei er ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen.

Sein Fraktionskollege Martin Hackenberg (SPD) war sechs Jahre Mitglied des Gemeinderates. Mit seinem Einsatz habe er die bauliche Entwicklung der Gemeinde mitgeprägt. Ebenfalls sechs Jahre lang war Kristina Nöhring (ÖDP/ZG) im Rat vertreten. Als Landwirtin habe sie mit ihrem Fachwissen zu praxisnahen und ausgewogenen Entscheidungen beigetragen.

Nach fünf Jahren im Gremium scheidet auch Marco Bauer (SPD) aus. In seiner Rolle als Jugendbeauftragter habe er sich besonders für die Anliegen junger Menschen eingesetzt. Auch Fabian Kempe, der für die ÖDP/ZG nachgerückt war, wurde verabschiedet. Er habe sich gut ins Gremium eingefügt und sei stets ein verlässlicher Mitstreiter gewesen.

Mit der letzten Sitzung dieser Wahlperiode endet damit für mehrere langjährige Kommunalpolitiker ihre Zeit im Emskirchener Gemeinderat – und für die SPD vorerst auch ein Stück Ortsgeschichte.

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**Bürgerbus in Emskirchen: Dienstags und freitags bequem ans Wunschziel und wieder nach Hause**

Mobil bleiben, Besorgungen erledigen oder in geselliger Runde zu Mittag essen: Der Bürgerbus für Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmsdorf bietet auch weiterhin eine praktische Unterstützung im Alltag. Wer innerhalb der Marktgemeinde Emskirchen unterwegs sein möchte, kann den Fahrdienst immer dienstags und freitags zwischen 9 und 13 Uhr nutzen.

Der Bürgerbus holt Fahrgäste direkt an ihrem Wohnort ab – auf Wunsch auch aus allen Ortsteilen der Marktgemeinde Emskirchen – und bringt sie zu ihrem gewünschten Ziel. Anschließend geht es wieder bequem zurück nach Hause.

Wichtig dabei: Die Fahrten mit dem Bürgerbus sind sowohl dienstags als auch freitags ausschließlich innerhalb der Marktgemeinde Emskirchen einschließlich aller Ortsteile möglich. Für andere Fahrten steht das Nea-Mobil zur Verfügung.

Wer freitags nicht nur mobil sein, sondern auch gemeinsam essen möchte, kann um 12 Uhr im AurachTreff zu Mittag essen. In diesem Fall sollte das Essen gleich bei der Anmeldung mitbestellt werden. Immer am zweiten Freitag im Monat kocht das AurachTreff-Kochteam frisch vor Ort. An den übrigen Freitagen wird das jeweilige Tagesmenü der Metzgerei Jakob bestellt, abgeholt und im AurachTreff serviert.

Für die Anmeldung gelten folgende Fristen:
– **Fahrt am Dienstag:** Anmeldung spätestens bis Montag, 15 Uhr
– **Fahrt am Freitag:** Anmeldung spätestens bis Donnerstag, 15 Uhr

Die Anmeldung ist telefonisch möglich unter **(09104) 824 98 88**. Sollte das Büro gerade nicht besetzt sein, kann eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Ein Rückruf erfolgt dann zeitnah.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Angebot wie der Bürgerbus ist im ländlichen Raum Gold wert. Gerade für Menschen, die nicht selbst fahren können oder möchten, bedeutet so ein Fahrdienst oft ein gutes Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität. Und wenn am Freitag dann auch noch ein Mittagessen im AurachTreff dazukommt, wird aus der Fahrt gleich noch ein kleiner sozialer Treffpunkt – fast wie ein Linienbus mit Wohnzimmergefühl.

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**Emskirchen verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – knapp 20 Millionen Euro für Pflichtaufgaben und Zukunftsprojekte**

Emskirchen hat seinen Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen – und das einstimmig. Noch der „alte“ Gemeinderat brachte den knapp 20 Millionen Euro umfassenden Etat unter Dach und Fach. Zum Ende der Sitzung verabschiedete Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht zudem mehrere ausscheidende Mitglieder des Gremiums.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sprach Winkelspecht von einem soliden und ausgeglichenen Haushalt. Dieser sei das Ergebnis vorsichtiger Planung und klarer Prioritäten. Die Gemeinde wolle gezielt in die Zukunft investieren, dabei aber finanziell weiter mit Augenmaß handeln.

Zu den wichtigsten Einnahmequellen zählt in Emskirchen die Beteiligung an der Einkommensteuer. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 200.000 Euro auf etwa 4,9 Millionen Euro. Hinzu kommen Gewerbesteuer, Grundsteuern und Schlüsselzuweisungen. Auf der anderen Seite belastet die Kreisumlage den Gemeindeetat weiterhin deutlich.

Die Bürgermeisterin machte zugleich klar, dass die kommenden Jahre keineswegs einfacher werden. Zwar sei der Haushaltsausgleich 2026 gelungen, dennoch müsse die Gemeinde weiter sehr vorsichtig mit ihren Finanzen umgehen. Man müsse künftig eher mit stagnierenden oder sinkenden Einnahmen rechnen, während die Ausgaben weiter steigen. Besonders bei der Kinderbetreuung, der schulischen Infrastruktur und beim Unterhalt gemeindeeigener Einrichtungen seien höhere Kosten absehbar.

Für 2026 stehen mehrere wichtige Projekte auf der Agenda. Geplant sind unter anderem der Ausbau der Mittagsbetreuung, die Sanierung der Bahnhofstraße mit Umbau des Kreuzungsbereichs, die Entsiegelung und Neugestaltung des Osingwegs, die Umfahrung der Bürgerhalle sowie Grundstückskäufe für künftige Wohnbaugebiete. Nach den Worten von Winkelspecht sind diese Maßnahmen notwendig und spiegeln die realen Herausforderungen wider, vor denen die Gemeinde steht.

Auch Kämmerin Kerstin Röschlein ging auf die finanzielle Lage ein. In ihrem Überblick über das Zahlenwerk verwies sie auf die hohen Ausgaben im Verwaltungshaushalt. Zwar entwickle sich die Gewerbesteuer derzeit noch positiv, langfristig müsse jedoch mit einem Rückgang gerechnet werden. Zudem warf sie einen Blick auf den Schuldenstand der Gemeindewerke: Dieser lag zum Jahresende 2025 bei 5,39 Millionen Euro und wird sich durch eine geplante Kreditaufnahme von rund einer Million Euro weiter erhöhen.

Für die SPD sprach in der Sitzung letztmals Fraktionssprecher Christian Pöschl – zugleich stellvertretend für alle Fraktionen im Gremium. Er und seine Partei werden dem neuen Gemeinderat nicht mehr angehören. Pöschl hob hervor, dass der Haushalt der Gemeinde ohne neue Kreditaufnahmen auskommt. Das sei kein Selbstläufer, sondern Ausdruck verantwortungsvoller Finanzpolitik.

Ein großer Teil des Haushalts fließe in Pflichtaufgaben wie Schulen, Kindertagesstätten, Straßen, Feuerwehr und Verwaltung. Diese Bereiche seien grundlegende Bausteine für ein funktionierendes Gemeinwesen. Besonders wichtig sei auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach der Schule, auf die viele Familien angewiesen seien. Hier werde nicht nur in Vereinbarkeit von Familie und Beruf investiert, sondern auch in Chancengleichheit und Bildung.

Als weiteren wichtigen Punkt nannte Pöschl die Nutzung des Gemeindewaldes. Damit leiste Emskirchen einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Landschaftspflege und zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen.

Den verabschiedeten Haushalt bezeichnete Pöschl abschließend als verantwortungsvoll, mit viel Augenmaß und einem klaren Blick auf das Wesentliche. Mit einem augenzwinkernden Schlusssatz sagte er, viele Gemeinden würden Emskirchen wohl um einen so soliden, unspektakulären und im besten Sinne „langweiligen“ Haushalt beneiden.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Haushalt, der keine großen Schlagzeilen produziert, ist oft genau der Haushalt, den sich viele Kommunen wünschen. In Zeiten steigender Kosten und unsicherer Einnahmen ist „langweilig“ bei den Finanzen nämlich fast schon ein Kompliment. Und wenn am Ende noch ohne neue Kredite für den Gemeindehaushalt geplant werden kann, dann zeigt das: In Emskirchen wird nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern eher mit dem Taschenrechner regiert.

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# Nach fast 80 Jahren: SPD verabschiedet sich aus dem Emskirchner Marktgemeinderat

Ein stiller, aber geschichtsträchtiger Moment spielte sich am 17. April im Sitzungssaal des Emskirchner Rathauses ab: Nach fast 80 Jahren endet die kommunalpolitische Arbeit der SPD im Marktgemeinderat – zumindest vorerst. Damit geht ein Stück politischer Geschichte der Marktgemeinde zu Ende.

Am Ende der Sitzung ergriff Fraktionssprecher Christian Pöschl das Wort. Seine Rede war weit mehr als ein formeller Abschied: Sie war Rückblick, Dank und auch ein Moment der Wehmut.

„Heute ist für uns ein besonderer Tag“, sagte Pöschl und bestätigte damit, was sich bereits abgezeichnet hatte: Die SPD wird bei der kommenden Kommunalwahl in Emskirchen nicht mehr antreten. Der Grund sei nicht fehlendes Engagement oder ein Mangel an Ideen, sondern ganz schlicht die Tatsache, dass nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten gefunden werden konnten.

Ein sachlicher Grund – mit weitreichender Bedeutung.

Denn über nahezu acht Jahrzehnte hinweg war die SPD fester Bestandteil des Marktgemeinderats in Emskirchen. Auch ohne eigenen Bürgermeister stellte sie über all die Jahre eine politische Kraft dar, die mitdiskutierte, mitentschied und Mitverantwortung für die Entwicklung der Gemeinde übernahm. „Wir haben die Entwicklung unserer Gemeinde mitgestaltet“, so Pöschl.

Der Abschied erfolgte ohne laute Töne und ohne Bitterkeit. Stattdessen stand der Dank im Mittelpunkt: an frühere und aktuelle Wegbegleiter, an die Verwaltung, an die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen und besonders an die Bürgerinnen und Bürger, die der SPD über Jahrzehnte hinweg ihr Vertrauen geschenkt hatten.

Ganz schließen wollte Pöschl die Tür allerdings nicht. In seiner Rede machte er deutlich, dass er auf eine Rückkehr der SPD in einigen Jahren hofft. Denn politische Vielfalt, unterschiedliche Sichtweisen und auch sachliche Reibung seien wichtige Grundlagen einer lebendigen Demokratie.

Mit dem Willy-Brandt-Zitat „Mehr Demokratie wagen“ schlug er schließlich den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft.

So bleibt nach dieser Sitzung mehr als nur das Ende einer Fraktion. Es bleibt die Erkenntnis, dass in Emskirchen ein bedeutendes Kapitel kommunalpolitischer Geschichte zu Ende geht.

**Kommentar der Redaktion:**
Fast 80 Jahre im Marktgemeinderat – das ist keine Randnotiz, das ist ein echtes Stück Emskirchner Geschichte. Parteien kommen und gehen, Mehrheiten wechseln, Themen ändern sich – aber über so einen langen Zeitraum dabei zu sein, verdient Respekt. Und wer Kommunalpolitik kennt, weiß: Das ist selten Glamour, oft zähe Arbeit, viele Sitzungen und manchmal Diskussionen über Dinge, bei denen man sich fragt, warum ein Bordstein mehr Emotionen auslösen kann als ein Bundestagswahlkampf. Gerade deshalb ist es schade, wenn politische Vielfalt vor Ort kleiner wird. Demokratie lebt eben nicht davon, dass alle einer Meinung sind – sondern dass überhaupt noch genug Leute mitmachen.

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**Freiluftsporthalle in Emskirchen: Nächster Schritt für das Großprojekt**

In Emskirchen nimmt die geplante Freiluftsporthalle weiter Gestalt an. Der Marktgemeinderat hat sich erneut mit dem Vorhaben befasst und seinen Grundsatzbeschluss für die Umsetzung an der Fläche am Bahnhofswald bekräftigt. Damit rückt ein Projekt näher, das in der Gemeinde schon länger als wichtige Ergänzung für Sport und Freizeit gesehen wird.

Hintergrund der Planungen ist die seit Jahren angespannte Situation bei den Sporthallen in der Gemeinde und auch in den Nachbarorten. Gerade in den Wintermonaten sind die vorhandenen Hallen stark ausgelastet, freie Kapazitäten sind kaum noch vorhanden. Dazu kommt: Bei einer Jugendumfrage im Jahr 2023 wurde deutlich, dass sich viele junge Menschen in Emskirchen zusätzliche Freizeit- und Sportangebote wünschen.

Die neue Freiluftsporthalle soll deshalb bestehende Angebote sinnvoll ergänzen. Vorgesehen ist, die bisherigen Freizeitmöglichkeiten wie Mini-Spielfelder und Skateanlagen auszubauen und besser miteinander zu verknüpfen. Nutzen könnten die neue Anlage später Schulen, Vereine und weitere Gruppen.

Auch bei den Zahlen ist das Projekt inzwischen konkreter geworden: Die Kosten werden derzeit auf rund **895.862 Euro brutto** geschätzt. Dem stehen Fördermittel aus dem **LEADER-Programm** in Höhe von **229.504,44 Euro** gegenüber. Hinzu kommen zugesagte Spenden von etwa **200.000 Euro**. Für den Markt Emskirchen bleibt damit ein Eigenanteil von rund **466.358 Euro**. Geplant ist außerdem eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, wobei ein Teil dieser Kosten nicht über die Förderung abgedeckt werden kann.

Mehrere wichtige Etappen wurden bereits genommen: Der Marktgemeinderat hatte die Umsetzung schon im September 2025 beschlossen, anschließend wurde der Förderantrag auf den Weg gebracht. Seit März 2026 liegt nun sowohl die Baugenehmigung als auch der positive Förderbescheid vor.

Als nächster Schritt soll die Verwaltung nun mit der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen beauftragt werden. Damit wird aus der bisherigen Planung Stück für Stück ein konkretes Bauprojekt für Emskirchen.

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**Haushalt 2026 beschlossen: Emskirchen setzt auf stabile Finanzen und klare Prioritäten**

Der Marktgemeinderat von Emskirchen hat am 17. April 2026 den Haushaltsplan für das Jahr 2026 verabschiedet. Damit steht der finanzielle Rahmen für das kommende Jahr fest – und der zeigt eine klare Linie: solide aufgestellt, mit geplanten Investitionen und erneut ohne neue Schulden.

Im Verwaltungshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 14,7 Millionen Euro eingeplant. Der Vermögenshaushalt, in dem vor allem Investitionen abgebildet werden, umfasst rund 5,27 Millionen Euro. Neue Kredite sind – wie schon in den vergangenen Jahren – nicht vorgesehen. Auch Verpflichtungsermächtigungen wurden nicht festgesetzt.

Unverändert bleiben zudem die Hebesätze. Die Gewerbesteuer liegt weiterhin bei 350 Prozent, ebenso die Grundsteuer B. Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gilt bei der Grundsteuer A ein Hebesatz von 385 Prozent. Die neue Haushaltssatzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt zudem, dass das Haushaltsvolumen in Emskirchen deutlich gewachsen ist. Für das Jahr 2026 erreicht der Gesamthaushalt knapp 20 Millionen Euro – ein Hinweis auf die gestiegene Leistungsfähigkeit der Marktgemeinde.

**Kommentar der Redaktion:**
Emskirchen bleibt sich auch beim Haushalt 2026 treu: keine großen finanzpolitischen Kunststücke, keine neuen Schulden, dafür ein Kurs mit Bodenhaftung. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht wenig spektakulär, ist in Zeiten angespannter Kassenlagen aber durchaus bemerkenswert. Oder, um es frei nach dem kommunalpolitischen Alltag zu sagen: Haushalt beschlossen, Aufregung vertagt – und manchmal ist genau das die beste Nachricht.

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**Neue Pläne für Emskirchens Nahversorgung: Discounter, Getränkemarkt und Praxis an der Ansbacher Straße**

In Emskirchen könnte sich bei der Nahversorgung bald einiges bewegen: Ein bestehender Discounter soll seinen bisherigen Standort verlassen, deutlich größer neu gebaut werden und zusätzlich könnte ein Getränkemarkt entstehen. Darüber wurde in der Sitzung des Marktgemeinderats am 17. April 2026 gesprochen. Grundlage war eine ausführliche Auswirkungsanalyse zum Einzelhandel im Ort.

Hintergrund ist die seit längerer Zeit bekannte Situation rund um den Norma-Markt im Wiesenweg. Mit einer Verkaufsfläche von derzeit etwa 410 Quadratmetern ist der Markt nach heutigen Maßstäben zu klein. Laut Gutachten ist eine sinnvolle Erweiterung am bisherigen Standort nicht möglich.

Deshalb wird nun eine neue Lösung bevorzugt: An der Ansbacher Straße soll ein neuer Discounter mit rund 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Ergänzt werden soll das Vorhaben durch einen Getränkemarkt mit weiteren 622 Quadratmetern sowie eine Physiotherapiepraxis.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Emskirchen und das nähere Umfeld weiterhin zusätzlichen Bedarf im Lebensmittelbereich haben. Die Verkaufsfläche pro Einwohner liegt unter dem bayerischen Durchschnitt. Gleichzeitig sehen die Gutachter ein bislang nicht ausgeschöpftes Umsatzpotenzial vor Ort.

Für die Entscheidung besonders wichtig: Negative Auswirkungen auf bestehende Geschäfte oder die Ortsmitte werden laut Analyse nicht erwartet. Die möglichen Umsatzverlagerungen gelten als überschaubar und bleiben klar unter den kritischen Schwellen. Das Vorhaben wird damit als städtebaulich verträglich eingestuft.

Auch mögliche Standorte wurden geprüft. Mehrere Flächen standen zur Diskussion, am Ende wurde die Ansbacher Straße jedoch als beste Lösung bewertet. Andere Varianten, darunter auch der Festplatz, schieden unter anderem wegen Nutzungskonflikten und baulicher Einschränkungen aus.

Der Beschlussvorschlag sieht deshalb vor, den Standort an der Ansbacher Straße festzulegen und damit die Nahversorgung in Emskirchen langfristig zu stärken.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Ort wächst oder sich verändert, merkt man das oft zuerst beim täglichen Einkauf. Genau darum ist diese Entscheidung für Emskirchen keine Kleinigkeit. Ein größerer Markt, ein zusätzlicher Getränkemarkt und dazu noch eine Praxis: Das wäre nicht nur mehr Auswahl, sondern auch ein Stück Zukunftssicherung für den Ort. Und seien wir ehrlich: Wenn man für den Wocheneinkauf nicht erst gefühlt eine kleine Expedition planen muss, hebt das die Lebensqualität doch ganz erheblich.

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## Emskirchener Finanzen im Fokus: Gemeinderat berät über Haushalt, Investitionen und Sporthalle

In Emskirchen steht am kommenden Freitag eine wichtige Gemeinderatssitzung an. Dabei geht es nicht nur um trockene Zahlenkolonnen, sondern um Entscheidungen, die für die Zukunft des Marktes von Bedeutung sind: von der Jahresrechnung über den Haushalt bis hin zu Investitionen in die Sportanlage im Bahnhofswald. Auch die Nahversorgung im Ort wird Thema sein.

Am Freitag, 17. April, kommt der Marktgemeinderat Emskirchen um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Vor Beginn der eigentlichen Sitzung ist eine Bürgerfragezeit vorgesehen.

Auf der Tagesordnung stehen mehrere Punkte rund um die Haushalts- und Finanzplanung. So wird unter anderem die Jahresrechnung 2025 vorgelegt. Außerdem beraten die Ratsmitglieder über die Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Jahre 2026 bis 2029 sowie über die Haushaltssatzung einschließlich Haushaltsplan und Anlagen für das Jahr 2026.

Ein weiterer bedeutender Punkt ist der geplante Umsetzungsbeschluss zur Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle. Daneben wird auch die Nahversorgungssituation in Emskirchen behandelt. Vorgestellt werden soll eine Auswirkungsanalyse mit Prüfung von Standortalternativen im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale sowie der Neuansiedlung eines Getränkemarktes.

Die Tagesordnung im öffentlichen Teil umfasst:
1. Geschäftsordnungsregularien
2. Bericht der Bürgermeisterin
3. Bericht aus den Ausschüssen
4. Bekanntgabe von Beschlüssen aus nicht öffentlicher Sitzung
5. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Bildung von Haushaltsresten 2025 – Änderung
6. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2025
7. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Vorlage der Jahresrechnung 2025
8. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Finanzplan und Investitionsprogramm 2026 bis 2029
9. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Haushaltssatzung inklusive Haushaltsplan und Anlagen
10. Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle; hier: Umsetzungsbeschluss
11. Wirtschaftsförderung; hier: Vorstellung der Auswirkungsanalyse mit Standortalternativen-Prüfung bezogen auf die Nahversorgungssituation in Emskirchen sowie die Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale und Neuansiedlung eines Getränkemarktes
12. Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Kommentar der Redaktion:
Wenn in einer Gemeinderatssitzung gleich Haushalt, Investitionen, Sporthalle und Nahversorgung auf der Tagesordnung stehen, dann ist das keine Routine mehr, sondern ein Abend mit durchaus Gewicht für Emskirchen. Gerade bei Themen wie Finanzplanung und Investitionsprogramm zeigt sich, wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen soll. Und ja, Haushalt klingt erstmal ungefähr so spannend wie das Sortieren alter Steuerordner – entscheidet am Ende aber darüber, was im Ort möglich ist und was erstmal Wunsch bleibt.

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**TSV Emskirchen: Langjährige Treue gewürdigt – Hauptversammlung mit Ehrungen, Sportberichten und Ausblick**

Beim TSV Emskirchen standen bei der Hauptversammlung vor allem zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt. Daneben wurde aber auch deutlich, wie vielfältig und lebendig das Vereinsleben ist: Von Fußball über Leichtathletik bis hin zu Turnen und Bogensport gab es zahlreiche positive Entwicklungen zu berichten. Für einen gelungenen Auftakt sorgten zudem die EmsiDancers mit einer eindrucksvollen Tanzdarbietung.

Großen Applaus erhielten Herta Eckardt und Uwe Scheller. Herta Eckardt gehört dem TSV seit 55 Jahren an, Uwe Scheller sogar seit 62 Jahren. Beide wurden im Rahmen der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorsitzender Werner Schmitt würdigte dabei ihr jahrzehntelanges, besonderes Engagement für den Verein.

Auch die Berichte aus den einzelnen Abteilungen nahmen bei der Versammlung breiten Raum ein. Wie der TSV Emskirchen mitteilte, überwinterte die erste Fußball-Mannschaft auf Tabellenplatz 1 der B-Klasse. Das klare Ziel für das laufende Jahr ist der Aufstieg in die A-Klasse. Besonders hervorgehoben wurden außerdem die engagierte Nachwuchsarbeit und die erfolgreiche Teilnahme mehrerer Mannschaften an regionalen Wettbewerben.

Sehr erfreulich fiel auch die Bilanz der Leichtathletikabteilung aus. Zahlreiche Athletinnen und Athleten konnten persönliche Bestleistungen erzielen. Mehrere Podestplätze bei regionalen Meisterschaften unterstrichen die starke sportliche Entwicklung.

Im Bereich Turnen stand erneut das breite Angebot für Kinder und Erwachsene im Mittelpunkt. Positiv wurde vor allem bewertet, dass die Kindersportschule, kurz KiSS, nach einer kurzen Pause im Herbst 2025 wieder aufgenommen werden konnte. Die Bogenschützen berichteten ihrerseits von einer stabilen Mitgliederzahl sowie von einer ersten erfolgreichen Teilnahme an der Gaumeisterschaft WA (World Archery).

Bei den Mitgliederzahlen musste der Verein im vergangenen Jahr zwar einen leichten Rückgang verzeichnen. Aus Sicht des Vorstands gibt es aber bereits wieder positive Signale. So zeigte sich schon im ersten Quartal 2026 eine Aufwärtstendenz – unter anderem durch die Wiederaufnahme der KiSS.

Auch die Finanzen des Vereins waren Thema der Hauptversammlung. Schatzmeister Thomas Schneider bezeichnete die finanzielle Lage des TSV als solide. Einnahmen und Ausgaben hätten sich planmäßig entwickelt. Größere Investitionen seien sorgfältig vorbereitet und transparent dargestellt worden. Der vom Vorstand vorgestellte Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde von den Mitgliedern einstimmig verabschiedet.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Werner Schmitt allen Ehrenamtlichen, Trainerinnen und Trainern, Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Unterstützern für ihren Einsatz. Gleichzeitig wurde auf zwei wichtige Termine im Vereinsjahr hingewiesen: den Rats-Run-Hindernislauf am 17. Mai sowie den Ochsenweiherlauf am 3. Oktober.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Verein lebt nicht nur von Tabellenplätzen, Pokalen und gut gefüllten Kassen – sondern vor allem von Menschen, die über Jahrzehnte dabeibleiben und mit anpacken. Wenn jemand 55 oder sogar 62 Jahre Vereinstreue mitbringt, dann ist das mehr als nur Mitgliedschaft – das ist gelebte Vereinsgeschichte. Und dass der TSV Emskirchen gleichzeitig sportlich, organisatorisch und beim Nachwuchs so breit aufgestellt ist, zeigt: Hier wird nicht nur verwaltet, sondern wirklich gestaltet. Oder anders gesagt: Beim TSV scheint man zu wissen, dass ein Verein mehr braucht als nur einen Ball und einen Beitragsschein.

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**Emskirchener Unterstützung für fahrerlose Rennwagen: Studenten-Team schreibt Motorsport-Geschichte**

Was in der Region entwickelt und gefertigt wird, schafft es manchmal bis auf die ganz große Bühne des Motorsports: Die enge Zusammenarbeit zwischen der Firma Weiler Werkzeugmaschinen aus Emskirchen und dem studentischen Rennteam High-Voltage Motorsports der FAU Erlangen-Nürnberg hat nun einen besonderen Erfolg möglich gemacht. Bei der Formula Student Germany gelang dem Team erstmals eine erfolgreiche autonome Fahrt bei einem offiziellen Wettbewerb.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet, waren Krista Dewes, Leiterin des Mechanik-Teams von High-Voltage Motorsports, und ihr Kommilitone Stefan Kraus jetzt zu Besuch bei Weiler in Emskirchen. Dort wurden sie von Geschäftsführer Michael Eisler sowie Stefan Sommerfeld, Leiter Technologie, empfangen. Neben dem Austausch über die gemeinsame Zusammenarbeit erhielten die Studierenden auch eine Führung durch die Produktionshallen.

In der vergangenen Saison hatte das 101 Mitglieder starke Team bereits sein fünftes Elektrofahrzeug gebaut: den **FAUmax Sigma**. Der Rennwagen war beim Wettbewerb am Hockenheimring das drittleichteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld. Besonders bemerkenswert: Mit diesem Boliden gelang dem Team die erste erfolgreiche Fahrt ohne Fahrer bei einem offiziellen Event der Formula Student Germany.

Weiler hatte für das Projekt Präzisionskomponenten auf seinen Drehmaschinen gefertigt, die im Fahrwerk des Fahrzeugs verbaut wurden. Laut Krista Dewes war der Wagen „der zuverlässigste in unserer Vereinsgeschichte“. Ohne die Unterstützung aus Emskirchen wäre ein solches Projekt laut ihrer Aussage nicht möglich gewesen.

Auch für die aktuelle Saison hat sich das Team viel vorgenommen. Das inzwischen sechste Elektrofahrzeug soll mit einigen grundlegenden Neuerungen an den Start gehen: Statt Heckantrieb setzt High-Voltage Motorsports künftig auf Allradantrieb mit Radnabenmotoren. Hinzu kommen ein neues Monocoque, also eine selbsttragende Karosserie, eine verbesserte Aerodynamik sowie ein neuer Akku.

Mit diesem technischen Paket will das Team bei mehreren Wettbewerben antreten: bei der **Formula Student Czech** in Tschechien, der **Formula Student Germany** sowie der **Formula Student East** in Ungarn.

Michael Eisler lobte das Engagement der Studierenden und betonte, dass Weiler das Projekt seit mehr als zehn Jahren gerne unterstütze. Die regelmäßigen Erfolge des Teams seien ein schönes Beispiel dafür, wie technische Exzellenz und echter Teamgeist zusammenwirken können.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn aus Emskirchen Teile für einen Rennwagen kommen, der sogar ohne Fahrer sauber über die Strecke fährt, dann zeigt das einmal mehr: Innovation passiert nicht nur in großen Konzernzentralen, sondern oft direkt vor unserer Haustür. Und ganz ehrlich: Früher war man schon stolz, wenn das Mofa angesprungen ist – heute bauen Studenten autonome Elektro-Rennwagen. Die Zeiten ändern sich.

*Foto: WEILER*

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# Als Emskirchen noch einen Segelflugplatz hatte

## Flugpioniere bauten sich ihren Traum vom Fliegen kurzerhand selbst

Emskirchen war einst Schauplatz einer fast vergessenen, aber faszinierenden Geschichte: In den frühen 1950er Jahren gab es südöstlich des Gemeindeweihers, dem vielen noch als „Tränkweiher“ bekannten Ort, tatsächlich einen Segelflugplatz. Dort hoben mutige Flugbegeisterte mit selbstgebauten Seglern ab – mit viel Idealismus, handwerklichem Können und einer großen Portion Abenteuergeist.

Darauf macht nun der Emskirchener Heimatverein aufmerksam. Alte Aufzeichnungen, Fotos, ein historischer Zeitungsbericht und Erinnerungen von Nachfahren der damaligen Beteiligten zeichnen das Bild einer Zeit nach, in der in Emskirchen nicht nur geträumt, sondern auch gebaut und geflogen wurde.

Als Start- und Landefläche diente eine Wiese in Richtung der Dürrnbucher Höhe. Wolfgang Bärnreuther vom Heimatverein berichtet, dass dort 1952 sogar ein erster Segelflugtag stattfand, der Tausende Besucherinnen und Besucher anzog. Begrüßt wurden sie damals vom damaligen Bürgermeister Konrad Schuler. Das Ereignis war so besonders, dass Schulkinder anschließend sogar Aufsätze darüber schreiben mussten.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vor allem Michael Kerschbaum und Hans Maier. Wie aus einem alten Zeitungsartikel hervorgeht, bauten die beiden ein Hochleistungssegelflugzeug vom Typ „Gronau Baby II A“ – ein eleganter Einsitzer mit 13 Metern Spannweite. Laut dem damaligen Bericht entstand das Flugzeug in „entsagungsvoller, viele Monate währender harter Arbeit“, die praktisch die gesamte Freizeit der jungen Männer verschlang – oft bis tief in die Nacht und in die frühen Morgenstunden hinein.

Für ihren Traum investierten die Flugpioniere ihre Ersparnisse. Unterstützung kam von Freunden, Gönnern und örtlichen Förderern. Sogar eine Art Sponsoring gab es bereits: Auf den Flügeln war der Schriftzug der Emskirchener „Hirschenbräu“ zu sehen, die damals der Familie Schuler gehörte.

Auch weitere Emskirchener Familien waren mit der Fliegerei verbunden. So erinnern sich Nachfahren wie Friedrich Kerschbaum, Bernd Schuler, Robert Gellinger und Michael Kerschbaum an die Begeisterung ihrer Väter für das Fliegen. Michael Kerschbaum war im Zweiten Weltkrieg am Hesselberg zur Pilotenausbildung, auch Hans Maier verfügte über fliegerisches Können.

Gebaut wurden die Segler aus Holz und Leinwand – und natürlich wurden sie stilecht getauft. Dass die Erbauer handwerklich ausgesprochen geschickt waren, darin sind sich die Nachfahren einig. Rund um die Fliegerei fand sich damals eine kleine, aber engagierte Gruppe von Enthusiasten zusammen.

In der Luft konnten die Einsitzer, je nach Thermik, bis zu einer Stunde unterwegs sein und Höhen von etwa 1000 bis 1500 Metern erreichen. Moderne Technik wie Funk an Bord gab es noch nicht. Gestartet wurde mithilfe einer Winde, die an einem aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Kleinlaster befestigt war. So wurden die Flugzeuge einige hundert Meter geschleppt, bis sie abhoben.

Ganz ohne Risiko war das nicht: Friedrich Kerschbaum berichtet, dass sein Vater einmal abgestürzt sei. Glücklicherweise erlitt er nur leichtere Verletzungen. Der beschädigte Segler wurde nach Hause gebracht und wieder aufgebaut. Mit Übungsflugzeugen wurde außerdem auch in Gunzendorf geflogen, wohl um Erfahrung und Fluggefühl zu sammeln.

Lange währte die Emskirchener Segelflug-Ära allerdings nicht. Bereits 1953 wurde der Verein wieder aufgelöst. Ein Grund war, dass die Männer der ersten Stunde beruflich immer stärker eingebunden waren und die Zeit für das aufwendige Hobby fehlte. Heute erinnern nur noch Fotos, alte Berichte und die Unterlagen des Heimatvereins an diese außergewöhnliche Episode der Ortsgeschichte.

Bemerkenswert am Rande: Keiner der Nachfahren trat das fliegerische Erbe der Väter an. So blieb die große Zeit der Emskirchener Segelflugpioniere ein kurzes, aber umso spannenderes Kapitel der lokalen Geschichte.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal schreibt das echte Leben eben die besten Geschichten – und Emskirchen hatte sie schon, lange bevor „Start-up“ ein Modewort wurde. Da wurde nicht lange über Visionen geredet, da wurden aus Holz, Leinwand und Leidenschaft einfach Flugzeuge gebaut. Mit eigener Hände Arbeit, viel Mut und vermutlich auch der ein oder anderen schlaflosen Nacht. Dass so etwas mitten in unserer Region passiert ist, zeigt: Große Träume brauchen nicht zwingend große Städte – manchmal reicht auch eine Wiese am Tränkweiher.

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**Diebstahl auf Baustelle bei Emskirchen: Reifen, Ketten und Baggerschaufel verschwunden**

Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag auf einem Waldparkplatz bei Emskirchen zugeschlagen. Mehrere Bau-Fahrzeuge und Anhänger standen dort abgestellt – am Morgen fehlten wichtige Arbeitsgeräte und Zubehör. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Neustadt waren die Fahrzeuge auf einem Waldparkplatz an der Staatsstraße 2414 zwischen Emskirchen und Brunn abgestellt. Von einem Anhänger wurden vier Reifen entwendet, von einem weiteren Anhänger vier Sicherungsketten. Außerdem verschwand eine Baggerschaufel.

Der entstandene Schaden dürfte für die Betroffenen nicht nur finanziell ärgerlich sein – auch der Ablauf auf der Baustelle kann durch solche Diebstähle erheblich beeinträchtigt werden.

Wer in der Nacht zum Dienstag im Bereich der Staatsstraße 2414 zwischen Emskirchen und Brunn verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Neustadt unter der Telefonnummer **09161/88530** zu melden.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer auf einer Baustelle unterwegs ist, weiß: Reifen, Ketten und eine Baggerschaufel steckt man nicht mal eben unauffällig in die Jackentasche. Solche Taten deuten oft darauf hin, dass die Täter gezielt unterwegs waren und möglicherweise mit einem passenden Fahrzeug angefahren sind. Vielleicht ist also jemandem in der Nacht etwas aufgefallen, das zunächst gar nicht so wichtig erschien. Manchmal hilft genau dieser eine Hinweis weiter.

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**Diebstahl auf Baustelle bei Emskirchen: Reifen, Ketten und Baggerschaufel verschwunden**

Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag auf einem Waldparkplatz bei Emskirchen zugeschlagen. Mehrere Bau-Fahrzeuge und Anhänger standen dort abgestellt – am Morgen fehlten wichtige Arbeitsgeräte und Zubehör. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Neustadt waren die Fahrzeuge auf einem Waldparkplatz an der Staatsstraße 2414 zwischen Emskirchen und Brunn abgestellt. Von einem Anhänger wurden vier Reifen entwendet, von einem weiteren Anhänger vier Sicherungsketten. Außerdem verschwand eine Baggerschaufel.

Der entstandene Schaden dürfte für die Betroffenen nicht nur finanziell ärgerlich sein – auch der Ablauf auf der Baustelle kann durch solche Diebstähle erheblich beeinträchtigt werden.

Wer in der Nacht zum Dienstag im Bereich der Staatsstraße 2414 zwischen Emskirchen und Brunn verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Neustadt unter der Telefonnummer **09161/88530** zu melden.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer auf einer Baustelle unterwegs ist, weiß: Reifen, Ketten und eine Baggerschaufel steckt man nicht mal eben unauffällig in die Jackentasche. Solche Taten deuten oft darauf hin, dass die Täter gezielt unterwegs waren und möglicherweise mit einem passenden Fahrzeug angefahren sind. Vielleicht ist also jemandem in der Nacht etwas aufgefallen, das zunächst gar nicht so wichtig erschien. Manchmal hilft genau dieser eine Hinweis weiter.

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# Emskirchens „wandelndes Archiv“: Helmuth Röschlein bewahrt die Geschichte des Ortes

Wer in Emskirchen den Namen Helmuth Röschlein hört, denkt meist sofort an den Friseursalon. Kein Wunder: Über Jahrzehnte hinweg schnitt der Friseurmeister vielen Menschen im Ort die Haare – wie zuvor schon sein Vater Konrad und heute Sohn Christian. Doch Helmuth Röschlein ist weit mehr als nur der bekannte „Boder“: Für viele gilt er längst als lebendiges Gedächtnis Emskirchens.

Wer den gebürtigen Emskirchener zuhause besucht, versteht schnell, warum dieser Ruf entstanden ist. In einem Kellerraum lagern unter anderem Originalausgaben der Fränkischen Landeszeitung von 1947 bis 1972 – eine Sammlung, die von einem inzwischen verstorbenen Bekannten stammt. Besonders interessieren Röschlein dabei natürlich die Berichte über seine Heimatgemeinde. Der älteste Artikel über Emskirchen in seinem Bestand stammt sogar aus dem Jahr 1864 und wurde im „Anzeigenblatt der Stadt Neustadt an der Aisch“ veröffentlicht.

Mit der lokalen Presse ist die Familie Röschlein seit jeher eng verbunden. Seine Mutter Betty trug einst Zeitungen aus und machte dabei regelmäßig Halt im Friseurladen von Konrad Röschlein, der damals noch in der Marktstraße war. Heute befindet sich das Geschäft in der Hindenburgstraße. Damals blieb die junge Frau gern etwas länger im Salon, beobachtete den Friseur bei der Arbeit – und wie Konrad Röschlein später oft schmunzelnd erzählte, „irgendwann hat es dann zwischen uns gefunkt“.

Die Begeisterung für Geschichte wurde bei Helmuth Röschlein schon früh geweckt. „Ich war als Kind immer schon vorn dran“, sagt er. Auch in seinem Beruf als Friseur hörte er von Kunden viele spannende Geschichten aus Emskirchen. Den entscheidenden Anstoß für seine Sammelleidenschaft gab aber der Chronist Heinz Feuerlein aus Markt Erlbach, der die aktuelle Ortsgeschichte in Foto und Film dokumentierte. Nachdem Röschlein einen seiner Filme gesehen hatte, war für ihn klar: So etwas wäre auch für Emskirchen wertvoll.

Zunächst machte er selbst Fotos und Super-8-Aufnahmen. Doch weil Fotografieren damals teuer war, begann er um 1970 damit, Zeitungsartikel über Emskirchen systematisch zu sammeln. Die Berichte wurden ausgeschnitten, sauber auf DIN-A4-Blätter geklebt und in Ordnern abgeheftet. Über rund 55 Jahre hinweg kam so ein gewaltiges Archiv zusammen.

Inzwischen hat sich längst herumgesprochen, dass der „Boder“ in Sachen Ortsgeschichte eine der ersten Anlaufstellen ist. Immer wieder wenden sich Menschen an ihn, wenn sie Informationen zu bestimmten Ereignissen suchen. Und Röschlein verlässt sich dabei vor allem auf sein Gedächtnis. Digital gespeichert ist bei ihm nichts. „Ich kann mir alles merken“, sagt er.

Beim Durchblättern seiner Ordner stößt er immer wieder auf kleine und große Geschichten aus der Vergangenheit. So zeigt ein Ordner aus dem Jahr 1990 unter anderem ein Foto, auf dem unser Kollege Mirko Fryska zu sehen ist. Damals pflanzte er mit anderen Schülerinnen und Schülern in der Emskirchener Partnergemeinde Roquebillière einen Baum.

Doch nicht nur Zeitungsartikel gehören zu Röschleins Sammlung. In seinem Fundus finden sich auch zahlreiche alte Fotos, Karten und weitere historische Dokumente. Vieles erhielt er von Ludwig Büttner, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Sammler war. Über ihn sagt Röschlein anerkennend: „Der hatte ein enormes Wissen.“

Zu den besonderen Schätzen zählt ein Gruppenfoto aus dem Jahr 1932, das seinen Vater als Betzenkönig zeigt. Andere Aufnahmen erinnern an die erste Kirchweih nach dem Zweiten Weltkrieg, an die damals noch nicht elektrifizierte Eisenbahnbrücke, an frühere Brauereien und Gasthäuser im Ort oder an das Hochwasser von 1935. Auch kuriose Stücke sind dabei – etwa eine Urkundenpostkarte, auf der festgehalten wurde, dass „ein Gast 25 Glas Bier geleert hat und das, ohne dazu gezwungen worden zu sein, nach reifer Überlegung und bei ganz guter Geisteskraft“.

Eine besonders bemerkenswerte Geschichte verbindet Röschlein mit einem Foto, das zwei US-Soldaten beim Hissen der amerikanischen Flagge in der Ortsmitte zeigt. Nach dem Krieg war eine seiner Cousinen in die USA ausgewandert. Jahre später kamen zwei Amerikaner ins Emskirchener Rathaus und wollten wissen, wer das Mädchen auf einem Foto sei, das sie nach der Einnahme Emskirchens aufgenommen hatten. Es stellte sich heraus: Es war tatsächlich Röschleins Cousine.

Er vermittelte den beiden Amerikanern die Adresse seiner Verwandten, woraufhin der Kontakt zustande kam. Die Geschichte nahm schließlich eine erstaunliche Wendung: Seine Cousine wurde sogar vom damaligen US-Präsidenten empfangen. Im Gegenzug erhielt Röschlein das von ihm gewünschte Foto der gegen Kriegsende zerstörten Emskirchener Bahnbrücke.

Auch aus anderen Bereichen der Ortsgeschichte hat Röschlein Spannendes bewahrt. In seinem Bildarchiv finden sich Fotos und ein alter FLZ-Artikel über die Gründung einer Segelfliegergruppe in Emskirchen. Demnach bauten zwei junge Männer, Hans Maier und Michael Kerschbaum, sogar ein „Hochleistungssegelflugzeug vom Typ Gronau Baby II A“ mit 13 Metern Spannweite. Ergänzt wird das Ganze durch Aufnahmen vom zweiten Flugtag im August 1953.

Wer Helmuth Röschlein zuhört, merkt schnell: Hier spricht jemand, der die Geschichte seines Heimatortes nicht nur gesammelt, sondern mit Herzblut bewahrt hat. Zwischen Ordnern, Fotos und Erinnerungsstücken lebt in seinem Archiv ein gutes Stück Emskirchener Vergangenheit weiter.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Menschen sind für einen Ort unbezahlbar. Während heute vieles irgendwo digital gespeichert wird – oder eben im Datennirwana verschwindet –, hat Helmuth Röschlein über Jahrzehnte ganz analog dafür gesorgt, dass Emskirchen seine Geschichte nicht vergisst. Und seien wir ehrlich: Ein „wandelndes Archiv“ mit Humor, Erinnerungsvermögen und Geschichten über Kirchweih, Bahnbrücken, Segelflugzeuge und 25 Glas Bier ist allemal spannender als jede Suchmaschine.

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„Rats-Check✔️ NEA“ – einem neuen Video- und Podcast-Format zur Lokalpolitik in der Region.

Zum Start dreht sich alles um die Kommunalwahl in Emskirchen und die Kreistagswahl 2026 im Landkreis Neustadt an der Aisch–Bad Windsheim. Das Format will Entscheidungen vor Ort verständlich machen und Hintergründe liefern, die sonst oft nur in Sitzungen oder zwischen den Zeilen auftauchen.

Zu Gast in der Premierenfolge ist Bernd Rauscher. Er ist Dritter Bürgermeister in Emskirchen und seit vielen Jahren Mitglied des Gemeinderats. Nach der aktuellen Wahlperiode hört er im Gremium auf. Im Gespräch gibt er einen offenen Einblick in die Arbeit der Kommunalpolitik und spricht über Entwicklungen, Chancen und Konflikte.

Die Folge ist in drei Themenblöcke aufgeteilt. Im ersten Teil geht es um die Bürgermeisterwahl in Emskirchen. Dort wird gefragt, wer im Wahlkampf überzeugt hat, wie das Ergebnis einzuordnen ist und was das für die kommende Amtszeit bedeutet.

Im zweiten Block steht die Gemeinderatswahl im Mittelpunkt. Thema sind Gewinner:innen und Verlierer, die Sitzverteilung und die Frage, wie arbeitsfähig das neue Gremium sein wird. Gerade in kleineren Kommunen wie Emskirchen prägen persönliche Bekanntheit, Vereinsleben und lokale Themen oft stärker die Wahl als die große Parteipolitik.

Der dritte Teil schaut über den Ort hinaus auf die Kreistagswahl 2026. Dabei geht es um politische Trends im Landkreis NEA-BW, um Auswirkungen für Emskirchen und um die Zusammensetzung des künftigen Kreistags. Der Kreistag entscheidet unter anderem bei Themen wie Schulen, Kliniken, Kreisstraßen, ÖPNV und Jugendhilfe mit – also bei vielen Punkten, die den Alltag in der Region direkt betreffen.

Mit „Rats-Check✔️ NEA“ bekommt Emskirchen ein neues Format für alle, die Lokalpolitik nicht nur als Schlagzeile, sondern mit Einordnung verfolgen wollen. Wer sich für die kommenden Wahlen und die politische Zukunft vor Ort interessiert, findet hier einen kompakten Einstieg.

YouTube:
https://youtu.be/jo-h-QIXIL8?is=-elrJG-lztTWs5c3

Spotify:
https://open.spotify.com/episode/4XNjivxpQFFJUNOjhcSgXC?si=7gmrX47DQ-mGeAa2q4jMUg&t=103

Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
– NaAZA.de | Neues an Aurach, Zenn und Aisch.

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**Dieseldiebe an der B8 unterwegs: Polizei sucht Zeugen nach gleich zwei Fällen**

Offenbar hatten es bislang unbekannte Täter am Wochenende gezielt auf abgestellte Lastwagen entlang der B8 abgesehen. Bei Emskirchen und Scheinfeld zapften sie aus zwei geparkten Lkw insgesamt rund 250 Liter Diesel ab. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben der Polizei Neustadt/Aisch wurden die beiden Lastwagen am Wochenende an der B8 bei Emskirchen und Scheinfeld zum Ziel von Dieseldieben. Die Unbekannten hebelten jeweils die Tankdeckel auf und entwendeten anschließend den Kraftstoff.

Insgesamt wurden dabei rund 250 Liter Diesel abgezapft. Die Polizeiinspektion Neustadt/Aisch hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach möglichen Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Wer im Bereich der B8 bei Emskirchen oder Scheinfeld etwas Auffälliges bemerkt hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Neustadt/Aisch zu melden.

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**Neue Feldgeschworene in Emskirchen vereidigt: Ehrenamt mit Tradition lebt weiter**

Ein besonderes Stück gelebter Heimatpflege stand auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Emskirchen: Am **20. März 2026** wurden mehrere neue **Feldgeschworene**, im Volksmund auch **Siebener** genannt, feierlich vereidigt. Damit übernehmen sie ein Ehrenamt, das in Bayern seit Jahrhunderten fest verankert ist und bis heute eine wichtige Rolle in den Gemeinden spielt.

Für die **Siebnerei Buchklingen** wurden **Karin Rösch, Tobias Seitz und Jonathan Zeilinger** einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig fiel die Entscheidung für **Thomas Kerschbaum**, der künftig die **Siebnerei Eckenberg** unterstützt.

Mit ihrer Vereidigung treten die neuen Feldgeschworenen nun offiziell ein Amt an, das weit mehr ist als nur Tradition. Sie wachen über Grundstücksgrenzen, begleiten Vermessungen und stehen damit für Genauigkeit, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und schnell geworden ist, zeigt dieses Ehrenamt, wie wichtig auch heute noch persönlicher Einsatz und lokale Verwurzelung für das Gemeinwesen sind.

Die Redaktion von NaAZA gratuliert **Karin Rösch, Tobias Seitz, Jonathan Zeilinger und Thomas Kerschbaum** herzlich zu ihrer Berufung und wünscht ihnen für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg, eine gute Hand und stets ein sicheres Gespür für Grenzen – im besten Sinne natürlich.

**Kommentar der Redaktion:**
Das Amt des Feldgeschworenen gehört zu den ältesten kommunalen Ehrenämtern in Bayern – und es ist bis heute alles andere als bedeutungslos. Wo Grundstücksgrenzen, Vermessungen und örtliche Kenntnisse gefragt sind, sind die Siebener nach wie vor ein wichtiger Teil des Miteinanders. Oder anders gesagt: Ohne klare Grenzen gibt’s schnell Diskussionen – und die kennt man auf dem Dorf bekanntlich nicht nur vom Gartenzaun.

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