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Markt Erlbach startet in die neue Ratsperiode – Grüne jetzt als eigene Fraktion vertreten

Mit frischen Gesichtern, einer neuen zweiten Bürgermeisterin und dem erklärten Ziel einer weiterhin fairen und sachlichen Zusammenarbeit ist der neue Markt Erlbacher Gemeinderat in seine Amtszeit gestartet. Bei der konstituierenden Sitzung stellte Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß die Weichen für die kommenden Jahre – und machte deutlich, worauf es ihr ankommt: Respekt, Verlässlichkeit und eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl des Marktes.

Im neuen Markt Erlbacher Rat sind nun wieder vier Fraktionen vertreten, nachdem es zuletzt nur drei gewesen waren. Neu hinzugekommen sind Bündnis 90/Die Grünen als eigene Fraktion. Ebenfalls neu besetzt wurde das Amt der zweiten Bürgermeisterin: Einstimmig gewählt wurde Christina Nüssel von der CSU. Damit steht Markt Erlbach künftig mit zwei Frauen an der Spitze der Gemeinde da. Nüssel betonte nach ihrer Wahl, sie wünsche sich, dass die Zusammenarbeit weiterhin fair und ehrlich verlaufe und dass getroffene Absprachen eingehalten werden. In Abwesenheit wurde zudem Steffen Bien von der SPD als dritter Bürgermeister bestätigt.

Auch personell gibt es Veränderungen im Gremium: Insgesamt sieben neue Gemeinderatsmitglieder gehören dem Rat an. Sechs von ihnen wurden in der Sitzung vereidigt: Thomas Fleischmann und Moritz Hildner von der FWL, Matthias Mandel von der SPD, Nadine Paulus von Bündnis 90/Die Grünen sowie Dieter Popp und Martin Stieglitz von der CSU. Andreas Müller, ebenfalls für die Grünen im Rat, konnte an der Sitzung nicht teilnehmen.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß richtete sich nicht nur an die neuen Ratsmitglieder, sondern an das gesamte Gremium. Sie warb dafür, die vertrauensvolle und konstruktive Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen. Für eine professionelle und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Ratsmitgliedern, Fraktionen und Verwaltung seien Menschlichkeit im Umgang miteinander und Sacharbeit wichtiger als Selbstdarstellung. Fehler ließen sich nicht vermeiden, so Kreß, entscheidend sei aber eine offene und respektvolle Fehlerkultur. Von Seiten der Verwaltung sagte sie größtmögliche Transparenz zu und bat im Gegenzug darum, wichtige Informationen ebenfalls zeitnah weiterzugeben.

Dass die Grünen offen in die Ratsarbeit eingebunden werden, zeigte sich auch an mehreren Entscheidungen der Sitzung. Obwohl die Fraktion nur aus zwei Mitgliedern besteht, wurde ihr der Fraktionsstatus eingeräumt – bislang waren dafür drei Mitglieder notwendig. Zudem wurde der Rechnungsprüfungsausschuss um einen Sitz erweitert, damit auch die Grünen dort vertreten sind. Unverändert bleiben dagegen das Sitzungsgeld in Höhe von 45 Euro sowie der Verfügungsrahmen der Bürgermeisterin von 30.000 Euro.

Die meisten Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Diskussionsbedarf gab es allerdings beim Sitzungstag – ein Thema, das in Markt Erlbach schon länger immer wieder aufkommt. Klaus Adelhardt, unterstützt von Werner Stieglitz, sprach sich erneut dafür aus, die Sitzungen konsequent am ersten Freitag im Monat abzuhalten. Anna Wachtler hielt dagegen und verwies insbesondere auf Familien mit minderjährigen Kindern, für die Sitzungen in den Schulferien problematisch sein könnten. In der Geschäftsordnung wurde deshalb weiterhin nur „ein Freitag im Monat“ festgelegt. Beschlossen wurde sie gegen die Stimmen von Stieglitz und Adelhardt.

Bei den Fraktionssprechern bleibt es teilweise beim Bewährten: Für die CSU spricht weiterhin Gerd Eisenbeiß, für die SPD Volker Rudolph. Bei der Freien Wählerliste übernimmt Friedrich Täuber diese Aufgabe, bei den Grünen Nadine Paulus. Die Ausschüsse waren bereits im Vorfeld abgestimmt worden und wurden in der Sitzung bekanntgegeben.

Neu benannt wurden außerdem drei Beauftragte. Volker Rudolph bleibt Ansprechpartner für Städtepartnerschaftsangelegenheiten. Christina Nüssel und Matthias Mandel übernehmen gemeinsam die Belange von Kindern und Jugendlichen. Kulturbeauftragte ist Christine Hildner. Sie zeigte sich offen für eine Tandemlösung auch in ihrem Bereich, doch spontane Meldungen aus dem Rat blieben aus.

Eine weitere Neuerung betrifft die Wahl von Ortssprechern. Bislang war dafür ein Antrag nötig, der von mindestens einem Drittel der in einem Gemeindeteil wohnenden Bürgerinnen und Bürger unterschrieben sein musste. Künftig lädt die Gemeinde in den Ortsteilen, die nicht im Gemeinderat vertreten sind, von sich aus zu einer Versammlung ein. Dort können dann Ortssprecherinnen oder Ortssprecher gewählt werden. Betroffen sind die Altgemeinde Buchen mit Morbach und Oberulsenbach, die Altgemeinde Kotzenaurach mit Kappersberg, Knochenhof und Ziegelhütte, die Altgemeinde Losaurach mit Mosbach sowie die Altgemeinde Jobstgreuth mit Haaghof und Wilhelmsgreuth.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach zeigt zum Start der neuen Ratsperiode gleich mehrere Signale: mehr Beteiligung, mehr Frauen in Verantwortung und offenbar auch den ernsthaften Willen, neue Kräfte einzubinden. Dass die Grünen trotz kleiner Besetzung als Fraktion anerkannt wurden, ist ein Zeichen von politischer Fairness. Und wenn man sich in der Kommunalpolitik schon beim Sitzungstag streitet, dann ist das fast schon beruhigend – denn das zeigt: Die großen Grundsatzfragen scheinen erst einmal geklärt. Jetzt wird sich zeigen, ob der Wunsch nach Sacharbeit vor Selbstdarstellung auch im Alltag Bestand hat. Für Markt Erlbach wäre das auf jeden Fall die beste Nachricht.

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# Wildmobil zu Gast im Abenteuerwald

Wie fühlt sich Biberfell an? Woran erkennt man einen Feldhasen? Und warum sind Waschbären eigentlich bei uns unterwegs? Im evangelischen Waldkindergarten „Abenteuerwald“ in Markt Erlbach gab es jetzt jede Menge spannende Antworten auf genau solche Fragen – und einiges zum Staunen noch dazu.

Am Dienstag bekam der Kindergarten am Bäckerholz besonderen Besuch: Norbert Wanka, Vorsitzender des Jägervereins Neustadt/Aisch und Umgebung, brachte das Wildmobil der Jägervereinigung Ansbach mit. Der Anhänger ist mit zahlreichen Tierpräparaten bestückt und zeigt heimische Wildtiere sowie Arten, die andernorts in Bayern vorkommen. Nach seinen Angaben war das Wildmobil damit erstmals im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim im Einsatz.

Für die rund 30 Kinder des Waldkindergartens, die dort ab drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden, war der Besuch eine besondere Gelegenheit, Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen. Manche kannten sie bereits aus dem Wald, andere sorgten für große Augen.

Schon vor dem Termin hatte Kindergartenleiterin Birgit Schiener mit den Kindern über den Unterschied zwischen Feldhase und Wildkaninchen gesprochen. Entsprechend sicher wussten viele bereits Bescheid: Feldhasen sind größer, leben eher allein und sind an ihren langen Ohren gut zu erkennen. Wildkaninchen dagegen sind kleiner, gesellige Gruppentiere und leben in unterirdischen Bauten. Der Feldhase sucht Schutz in einer Mulde – der sogenannten „Sasse“.

Zu sehen gab es im Wildmobil unter anderem Reh, Fuchs, Spechte, Feldhase, Wildkaninchen und verschiedene Raubvögel. Besonders beeindruckend war für viele Kinder der Biber. Norbert Wanka erklärte dazu, dass das größte Nagetier Europas rund 60.000 Haare pro Quadratzentimeter besitzt – ein natürlicher Kälteschutz. In einer Biberburg können bis zu zwölf Familienmitglieder zusammenleben. Auch seine kräftigen orangefarbenen Zähne sorgten für Aufmerksamkeit: Sie wachsen ständig nach.

Spannend wurde es auch bei den nachtaktiven Tieren. Neben Eulen und Uhus ging es dabei um Wildschweine. Wanka erklärte, dass diese ursprünglich tagaktiv gewesen seien. Erst durch den Einfluss des Menschen und intensive Bejagung hätten sie sich zunehmend in die Nacht zurückgezogen.

Auch der Waschbär war Thema. Dass das Tier ursprünglich aus Nordamerika stammt, war vielen nicht bekannt. Seine Verbreitung in Deutschland geht laut Wanka auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, als Tiere aus einer beschädigten Pelztierfarm bei Kassel entkamen und sich anschließend stark vermehrten.

Weitere Stationen im Wildmobil waren unter anderem Marder, Rehbock, Habicht, verschiedene Greifvögel sowie Tiere, die nicht direkt aus dem Landkreis stammen – etwa Gams und Auerhahn. Letzterer kam laut Wanka früher auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim vor, verschwand jedoch, als er hier keinen geeigneten Lebensraum mehr fand.

Besonders anschaulich wurde der Besuch durch viele kleine Details: von den Krallen des Alpenschneehuhns bis zu den Gehörnen der Rehböcke. Für zusätzliche Neugier sorgten außerdem Fühlkisten, mit denen die Kinder ihr Wissen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Händen entdecken konnten.

Im Waldkindergarten geht es damit spannend weiter: Als Nächstes soll ein Förster den Kindern seine Arbeit im Wald vorstellen.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Besuche zeigen, wie spannend Heimat direkt vor der eigenen Nase sein kann – oder in diesem Fall im Waldkindergarten. Wer schon früh lernt, wie Tiere leben, wie sie sich unterscheiden und warum manche Arten verschwinden, schaut später vielleicht mit ganz anderen Augen durch Feld und Wald. Und ganz ehrlich: Ein Biber mit 60.000 Haaren pro Quadratzentimeter hat selbst gegen manch flauschige Winterjacke gute Karten.

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## DLRG Markt Erlbach leistet 890 Stunden für die Sicherheit im Rangaubad

Ohne sie wäre ein geordneter Badebetrieb kaum denkbar: Der DLRG-Ortsverband Markt Erlbach sorgt nicht nur dafür, dass Kinder sicher schwimmen lernen, sondern stellt auch Woche für Woche die Aufsicht im Rangaubad sicher. Bei der Hauptversammlung wurde deutlich, wie viel ehrenamtliches Engagement hinter dieser wichtigen Aufgabe steckt.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß würdigte die große Bedeutung des Ortsverbands für den Markt und besonders für das Rangaubad. Wie die Vorsitzende Carolin Haustein in ihrem Bericht ausführte, leisteten im Jahr 2025 insgesamt 17 Wachgänger, 16 Wachhelfer und sechs weitere Personen in Reserve in 41 Wochen rund 890 ehrenamtliche Stunden im Rangaubad. Besonders stark eingebracht haben sich dabei Judith Laumann und Thomas Feuerlein. Zusätzlich absolvieren derzeit zwei Wachhelfer in Markt Erlbach ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der DLRG.

Insgesamt wurden im Jahr 2025 genau 3529 Badegäste im Rangaubad registriert.

Auch bei der Schwimmausbildung zeigt sich die wichtige Rolle der DLRG in Markt Erlbach: Abgenommen wurden 18 Schwimmabzeichen in Bronze, 21 in Silber und sieben in Gold. Dazu kamen 28 „Seepferdchen“. Die Technische Leitung berichtete zudem, dass samstags Schwimmkurse für verschiedene Altersklassen angeboten werden. Montags stehen Kinder- und Jugendschwimmtraining sowie das Rettungsschwimmen 50plus auf dem Programm.

Sportlich war der Ortsverband ebenfalls aktiv. Schwimmerinnen und Schwimmer nahmen an den Ortsverbandsmeisterschaften sowie an den Bezirks- und Bayerischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen teil.

Auch abseits des Beckens war bei der DLRG einiges geboten. Laut Vorsitzender unternahmen die Mitglieder unter anderem gemeinschaftliche Aktivitäten wie das Neujahrskegeln, die Teilnahme an der Bezirkstagung, Besuche im Landtag und in der Staatskanzlei, die Baumpflanz-Challenge sowie einen Schnupperkurs im Tauchen. Die Jugend beteiligte sich außerdem am Faschingsumzug und gestaltete ein Fenster am Bürgerhaus im Rahmen des Adventskalenders.

### Ehrenzeichen für langjährige Treue

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden auch mehrere Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.

**Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft:**
Thomas Feuerlein, Hans Kräutlein, Monika Kress, Hermann Wendel

**Silber für 40 Jahre Mitgliedschaft:**
Armin Weißfloch, Andreas Haustein, Markus Popp

**Bronze für 10 Jahre Mitgliedschaft:**
Lilli Albert, David Feierabend, Kai Kerschbaum, Clara Laumann, Sophia Maneth, Sophie Zöcklein

Die Hauptversammlung zeigte einmal mehr: Die DLRG Markt Erlbach ist weit mehr als nur Wachdienst im Freibad. Sie ist Ausbildung, Gemeinschaft und ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens in Markt Erlbach.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn fast 900 Stunden ehrenamtlich zusammenkommen, dann ist das keine Randnotiz, sondern ein echtes Pfund für die ganze Marktgemeinde. Gerade in Zeiten, in denen Schwimmenlernen längst nicht mehr selbstverständlich ist, zeigt die DLRG Markt Erlbach, wie wichtig Vereine mit Herz, Verstand und Einsatzbereitschaft sind. Und ganz ehrlich: Wer dafür sorgt, dass Kinder schwimmen lernen und Badegäste sicher planschen können, hat sich mehr als nur ein Dankeschön verdient.

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# Söder besucht Windpark-Baustelle bei Markt Erlbach

**Prominenter Besuch in Linden:** Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat sich bei Markt Erlbach ein Bild vom Baufortschritt der beiden Windenergieanlagen im Bürgerwindpark Linden-Hohenroth gemacht. Rund 300 Gäste nutzten die Gelegenheit, die Großbaustelle aus nächster Nähe zu erleben – inklusive Einblick in den Turm, Blick auf die Rotorblätter und den eingesetzten Großkran.

Auf dem Gelände im Wald informierte sich Söder gut eine Stunde lang über das Projekt. Mit dabei waren unter anderem Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Bundestagsabgeordneter Tobias Winkler, die Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz und Gabi Schmidt, Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, Trautskirchens Bürgermeister Werner Wirth sowie Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum und weitere kommunale Vertreter.

In seinem Statement bezeichnete der Ministerpräsident das Vorhaben als ein **„echtes Vorzeigeprojekt“**. Die beiden Anlagen sollen künftig rund **4500 Haushalte** mit Strom versorgen. Söder betonte, erneuerbare Energien stünden für **Unabhängigkeit, Klimaschutz und Versorgungssicherheit**. Bayern sei bei Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie bereits stark aufgestellt, bei der Windkraft wolle man nun weiter aufholen.

Nach Angaben Söders setzt die Staatsregierung dabei auch auf mehr Bürgerbeteiligung und zusätzliche Flächen im Staatswald. Bis zum Jahr **2030** sollen in Bayern rund **1000 neue Windenergieanlagen** entstehen. Seine Rede beendete er mit den Worten: **„Möge der Wind wehen und der Strom fließen.“**

Für einen lockeren Moment sorgte die Veranstaltung ebenfalls: Die Ortsburschen und -madli aus Linden nutzten den Besuch des Ministerpräsidenten für ein gemeinsames Gruppenfoto – passend einen Tag vor dem Start ihrer Kerwa. Bereits zu Beginn hatte Moderator Tom Meiler mit einem eigens eingespielten Lied über den Windpark für Schmunzeln gesorgt. Söder meinte dazu, es sei das erste Lied, das er je über Markt Erlbach gehört habe.

Im Anschluss konnten sich die Besucher die Baustelle genauer erklären lassen. Reinhold Zeilinger, Geschäftsführer der Naturenergie Zeilinger GmbH, machte dabei deutlich, worauf es bei dem Projekt ankommt: **„Die Initiative kam von den Menschen vor Ort – und genau deshalb entsteht hier Bürgerwind.“**

Auch Katrin Held, ebenfalls Geschäftsführerin der Naturenergie Zeilinger GmbH, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des „Spatenstichs 2.0“. Gleichzeitig blickt sie optimistisch auf die nächsten Schritte: **Mitte des Jahres** soll der erste Strom ins Netz fließen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bestehe weiterhin die Möglichkeit, sich für eine Beteiligung am Projekt anzumelden.

Auf der Baustelle geht es derweil mit großen Schritten weiter. Wenn Wind und Wetter mitspielen, sollen die ersten Rotorblätter montiert werden. Gebaut wird in sogenannter **Einzelblatt-Montage**. Das spart zwar Platz auf der Baustelle, bedeutet aber auch, dass pro Tag nur ein oder zwei Rotorblätter installiert werden können. Aus der Ferne dürfte das trotzdem – oder gerade deshalb – ein spektakulärer Anblick werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Ministerpräsident auf eine Baustelle im Wald kommt, ist das schon ein Zeichen: Windkraft ist längst kein Randthema mehr, sondern mitten in der Region angekommen. Spannend ist vor allem, dass hier nicht irgendein Großprojekt von außen umgesetzt wird, sondern eines mit Bürgerbeteiligung und lokalem Bezug. Und Hand aufs Herz: Ein Windrad ist vielleicht nicht so romantisch wie ein alter Kirchturm – aber wenn am Ende 4500 Haushalte Strom bekommen, darf es sich ruhig auch ein bisschen drehen.

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**Markt Erlbach: Kleiderstübchen spendet drei neue Bänke für den Friedhof**

Still, engagiert und ohne viel Aufhebens: Das Kleiderstübchen in Markt Erlbach zeigt seit Jahren, wie man mit ehrenamtlichem Einsatz ganz konkret etwas für die Gemeinschaft bewirken kann. Nun hat das Team drei Bänke für den Friedhof gespendet – ein kleines, aber sichtbares Zeichen für mehr Aufenthaltsqualität an einem besonderen Ort.

Der Friedhof in Markt Erlbach ist zum Jahreswechsel in das Eigentum der politischen Gemeinde übergegangen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß begrüßte die Spende sehr, gerade weil dort in den kommenden Jahren noch größere Aufgaben und Investitionen anstehen. Mit den neuen Sitzgelegenheiten sei nun zumindest schon eine erste Verbesserung umgesetzt worden.

Kreß betonte, dass der Friedhof nicht nur Gedenk- und Ruhestätte sei, sondern auch ein Ort der Ruhe und des Innehaltens. In gewisser Weise erfülle er sogar eine Parkfunktion. Vor allem in den Sommermonaten sei er für viele Menschen auch ein Treffpunkt – etwa beim Gießen der Gräber. Mit einem Augenzwinkern stellte die Bürgermeisterin fest: „Da sieht man mehr Leute als beim Einkaufen.“

Auch das Kleiderstübchen selbst war Thema des Austauschs. Die Bürgermeisterin erklärte, sie habe weiterhin im Blick, dass sich das Team mehr Raum für die Präsentation der gut erhaltenen, gespendeten Kleidung wünschen würde. Doch passende Räume zu finden, sei schwierig. Die Ehrenamtlichen machten deutlich: „Wenn wir es bezahlen müssen, können wir es uns nicht leisten.“

Außerdem regten die Vertreterinnen des Teams an, bei den Führungen für Neubürgerinnen und Neubürger künftig auch auf das Rangau-Kleiderstübchen hinzuweisen. Dieses befindet sich hinter einem Nebeneingang der Rangauhalle und liegt ohnehin auf dem Weg der Ortsführungen am Hallenbad vorbei.

Das Kleiderstübchen gibt es inzwischen seit elf Jahren. Ursprünglich war es gegründet worden, um Geflüchtete mit günstiger Kleidung zu versorgen. Inzwischen richtet sich das Angebot an alle Interessierten. Wegen der beengten Platzverhältnisse freut sich das Team inzwischen sogar oft noch mehr über Menschen, die Kleidung oder Accessoires mitnehmen, als über neue Spenden.

Neben der Geldspende für die drei Friedhofsbänke gab es zuletzt auch eine größere Kleiderspende für die Ukrainehilfe in Neustadt. So konnte zugleich wieder Platz für neue Ware geschaffen werden. Obwohl Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien im Kleiderstübchen günstig angeboten werden, kommt durch die ehrenamtliche Arbeit immer wieder ein ansehnlicher Betrag zusammen. Dieses Geld fließt in der Regel an Initiativen in der Region.

Diesmal entschied sich das Team dafür, die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof zu verbessern. Zugleich steht das Kleiderstübchen auch für nachhaltiges Handeln: Gut erhaltene Kleidung wird weiterverwendet, die Umwelt geschont – und Menschen mit kleinerem Budget bekommen die Möglichkeit, dennoch schöne und praktische Dinge zu erwerben.

**Kommentar der Redaktion:**
Das ist genau die Art von Engagement, die oft leise daherkommt, aber im Alltag viel bewirkt. Drei Bänke sind auf den ersten Blick keine Riesenschlagzeile – für einen Friedhof als Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Durchatmens aber eine sehr sinnvolle Verbesserung. Und das Kleiderstübchen zeigt einmal mehr: Wer Secondhand unterstützt, tut nicht nur dem Geldbeutel etwas Gutes, sondern oft auch gleich noch der Region, der Umwelt und dem sozialen Miteinander. Manchmal steckt eben in einer gespendeten Jacke mehr Gemeinsinn als in mancher großen Ankündigung.

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# Kurzmeldungen aus der NaAZA-Region

## Wanderung für alle in Markt Erlbach
**MARKT ERLBACH** – Gemeinsam unterwegs sein und ins Gespräch kommen: Am **Freitag, 1. Mai**, laden das Team von **„MiiME – Miteinander in Markt Erlbach“** und der **CVJM Markt Erlbach** zu einer Wanderung für alle ein. Los geht es um **10 Uhr** bei **Familie Hadlich, Simon-Frühwald-Straße 9** in Markt Erlbach. Die Strecke ist auch **für Kinderwagen geeignet**.

Empfohlen werden **festes Schuhwerk**, außerdem sollten **Getränk und Vesper** mitgebracht werden. Nach der Wanderung gibt es ab **14.30 Uhr** im **Hadlich-Garten** Getränke sowie **Kaffee und Kuchen**. Am Abend werden außerdem **Salate und Gegrilltes** angeboten.

## Gemeinderat Hagenbüchach berät über Haushalt
**HAGENBÜCHACH** – Im Rathaus wird es am **Donnerstag, 30. April**, politisch und finanziell wichtig: Der **Gemeinderat Hagenbüchach** kommt ab **19.30 Uhr** zur Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt stehen die **Haushaltsberatungen**.

Außerdem befassen sich die Ratsmitglieder mit der **Jahresrechnung 2024** sowie mit der **Amtsniederlegung des Siebeners Jürgen Painta**.

## Trauerspaziergang in Neustadt
**NEUSTADT A.D.AISCH** – Gemeinsam gehen, reden oder auch einfach schweigen: Der **Hospiz-Verein Neustadt** lädt am **Samstag, 2. Mai**, wieder zu einem **Trauerspaziergang** ein. Treffpunkt ist wie gewohnt der **Parkplatz am Waldbad** in Neustadt. Beginn ist um **10 Uhr**, das Ende ist gegen **11.30 Uhr** geplant.

Die Teilnahme ist **kostenfrei und unverbindlich**, eine **Anmeldung ist nicht nötig**. Der Spaziergang soll Trauernden das Gefühl geben, nicht alleine zu sein. Weitere Informationen gibt es unter **www.hospiz-nea.de** oder telefonisch unter **09161/62909**.

## Landkreis setzt auf App „Region der Lebensretter“
**NEUSTADT A.D.AISCH – BAD WINDSHEIM** – Eine App, die im Ernstfall wertvolle Minuten sparen kann: Landrat **Dr. Christian von Dobschütz** hat die App **„Region der Lebensretter“** als wichtige Einrichtung hervorgehoben. Vorgestellt wurde sie bei der **Dienstversammlung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister**.

Die Idee dahinter: Menschen mit professioneller Ausbildung in **Wiederbelebung**, etwa **Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienstmitarbeitende, Pflegekräfte oder Mitglieder von Hilfsorganisationen**, sind oft gerade nicht im Dienst – könnten aber in unmittelbarer Nähe eines Notfalls sein. Über die App können diese registrierten Helferinnen und Helfer bei einem **Herz-Kreislauf-Stillstand** schnell alarmiert werden.

So könnte im Ernstfall noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes bereits qualifizierte Hilfe vor Ort sein. Gerade bei Wiederbelebungen kann das entscheidende Minuten bringen – und im besten Fall Leben retten.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal sind es nicht die großen Schlagzeilen, sondern die klugen, praktischen Ideen, die am meisten bewirken. Eine App ersetzt natürlich keinen Rettungswagen – aber wenn dadurch ein geschulter Ersthelfer zwei Straßen weiter schneller am Einsatzort ist, kann das den Unterschied machen. Technik mit echtem Nutzen also, und ausnahmsweise mal eine Handy-App, bei der niemand nur länger aufs Display schaut.

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## Markt Erlbacher Wasserzweckverband verabschiedet Haushalt – weitere Kredite wohl nötig

Die Wasserversorgung in Teilen von Markt Erlbach, Trautskirchen und Neuhof bleibt ein kostspieliges Thema: Der Wasserzweckverband „Markt Erlbacher Gruppe“ hat seinen Haushalt verabschiedet – und dabei wurde auch klar, dass im laufenden Jahr wohl weitere Kreditmittel benötigt werden. Hintergrund der vorgezogenen Sitzung war die notwendige Genehmigung eines Darlehens.

Bereits für 2024 und 2025 war eine Kreditaufnahme in Höhe von insgesamt 220.000 Euro beschlossen worden. Die Vorsitzende des Zweckverbands, Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, war dazu ermächtigt worden. Tatsächlich wurde der Kredit jedoch erst im April 2026 aufgenommen – und auch nur in Höhe von 150.000 Euro.

Die Verbandsversammlung billigte dieses Vorgehen nun nachträglich. Damit stehen aus der bisherigen Ermächtigung noch 70.000 Euro zur Verfügung. Nach aktuellem Stand könnte im weiteren Jahresverlauf aber zusätzlicher Finanzbedarf entstehen: Im Haushalt 2026 ist daher ein weiterer Kredit über 430.000 Euro eingeplant.

Der Etat wurde von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen. In dem Gremium hat Markt Erlbach fünf Sitze, Trautskirchen zwei und Neuhof einen Sitz.

Im Rahmen der Sitzung fragte Verbandsrat Rudolf Born, wann sich die sogenannten rentierlichen Schulden auflösen würden. Kämmerin Andrea Tiefel antwortete darauf nüchtern: „Gar nicht. Beziehungsweise: Wir tilgen, aber nehmen wieder neue auf.“

Auch Vorsitzende Dr. Birgit Kreß ging in ihrer Haushaltsrede auf den Begriff ein und machte deutlich, dass sich diese Schulden keineswegs „rentieren“. Gemeint sei vielmehr, dass die Kosten nicht vom Zweckverband oder den beteiligten Gemeinden getragen werden, sondern letztlich von den Anschlussnehmern. Im Bereich Wasser und Abwasser gilt das Kostendeckungsprinzip: Alle Ausgaben müssen über Gebühren und Beiträge finanziert werden, eine Quersubventionierung durch die Gemeinde ist nicht erlaubt.

Dass die Wassergebühren voraussichtlich weiter steigen werden, liegt jedoch nicht nur an den Krediten. Die Fernwasserversorgung Franken, einer von drei Wasserlieferanten in Markt Erlbach, hat bereits den sogenannten Wassercent weitergegeben. Der Name klingt harmlos, tatsächlich handelt es sich aber um zehn Cent pro Kubikmeter. Der Wasserbezugspreis liegt damit derzeit bei 1,80 Euro, wobei seitens der Fernwasserversorgung noch eine Nachkalkulation ansteht. Zusätzlich bezieht der Zweckverband Wasser aus eigenen Quellen sowie von der Dillenberggruppe.

Spätestens bei der nächsten Gebührenkalkulation dürfte deshalb eine erneute Erhöhung Thema werden. Gleichzeitig betonte Kreß, dass Investitionen in die Infrastruktur unvermeidbar seien. Allein im vergangenen Jahr musste der Verband zehn Wasserrohrbrüche bewältigen.

Der Haushalt 2026 hat ein Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro. Davon entfallen 1,1 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und rund 600.000 Euro auf den Vermögenshaushalt. Größter Einzelposten sind 300.000 Euro für neue Wasserleitungen in der Ansbacher und Windsheimer Straße.

Hinzu kommen mehrere Anschaffungen und Baumaßnahmen: Geplant sind unter anderem neue Fahrzeuge, ein Aufsitzmäher und ein Hochdruckreiniger. Das Pumpenhaus in Eschenbach muss neu beschichtet werden. Am Wasserturm in Markt Erlbach werden eine neue Brandschutztür und ein Hebekran benötigt, in Hagenhofen stehen der Austausch von Fenstern und Türen an.

Belastend wirken sich laut Kreß vor allem die stark gestiegenen Tiefbaukosten sowie höhere Strompreise aus. Die Aussichten bezeichnete sie deshalb insgesamt als „verhalten“. Zum Jahresende werde der Verband mit der neuen Kreditaufnahme voraussichtlich bei rund 1,4 Millionen Euro Schulden liegen.

Trotzdem wird die Finanzierung nach außen als geordnet bewertet. Kreß sagte dazu, dass der Prüfer zwar immer wieder bestätige, dass alles in Ordnung sei und die Wasserversorgung als kostenrechnende Einrichtung über Gebühren und Beiträge gegenfinanziert werde – ein wirklich gutes Gefühl habe man dabei aber nicht.

**Kommentar der Redaktion:**
Wasser kommt für uns alle ganz selbstverständlich aus dem Hahn – bis irgendwo eine Leitung bricht, eine Pumpe streikt oder die nächste Rechnung im Briefkasten liegt. Genau deshalb zeigen solche Haushaltszahlen, wie teuer verlässliche Daseinsvorsorge inzwischen geworden ist. Und auch wenn der Begriff „rentierliche Schulden“ fast gemütlich klingt: Am Ende zahlen’s eben doch die Verbraucher. Oder anders gesagt: Das Wasser fließt weiter – nur leider nicht zum Nulltarif.

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## Neuer Toilettenwagen für Markt Erlbach: Mehr Komfort für Feste, Feiern und Vereine

Wer in Markt Erlbach künftig ein Fest, eine Vereinsveranstaltung oder eine private Feier organisiert, kann sich über eine praktische Neuerung freuen: Der Markt hat einen neuen Toilettenwagen angeschafft. Damit steht ab sofort eine moderne und deutlich komfortablere Lösung für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung.

Rund **30.000 Euro** hat der neue WC-Wagen gekostet. Dafür gibt es nun eine zeitgemäße Ausstattung mit klar getrennter Aufteilung in Damen- und Herrenbereich. Im Damenbereich stehen **zwei Toiletten** bereit, im Herrenbereich **eine Toilette sowie zwei Urinale**. Damit ist der Wagen auch für größere Veranstaltungen gut geeignet.

Auch bei den Mietkosten gibt es feste und übersichtliche Regelungen. **Vereine zahlen 150 Euro pro Tag**, jeder weitere Nutzungstag kostet **50 Euro**. **Private Nutzer zahlen 250 Euro**, für jeden zusätzlichen Tag werden **100 Euro** fällig.

Wer den Toilettenwagen reservieren möchte, kann sich direkt an den **Bürgerservice** wenden – ganz unkompliziert **telefonisch oder per E-Mail**. So bleibt die Planung für Feste, Feiern und Veranstaltungen einfach und flexibel.

Mit der Anschaffung investiert Markt Erlbach in die örtliche Veranstaltungsinfrastruktur und unterstützt zugleich das Vereinsleben in der Gemeinde. Denn wenn bei einem Fest alles passt, dann fällt oft genau das gar nicht auf – und das ist bei Toiletten bekanntlich meistens ein sehr gutes Zeichen.

**Kommentar der Redaktion:**
Ganz ehrlich: Ein guter Toilettenwagen ist vielleicht nicht das glamouröseste Thema im Gemeinderat – aber eines, das bei jeder Veranstaltung schnell wichtig wird. Wer schon einmal auf einem Fest nach der „stillen Örtlichkeit“ gesucht hat, weiß: Moderne Infrastruktur ist eben mehr als Bühne, Bratwurst und Blasmusik. In Markt Erlbach hat man hier sinnvoll investiert – praktisch, notwendig und für viele Veranstaltungen eine echte Erleichterung.

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**Kerwa in Linden: 50 Jahre Kirchweihtradition und ein ganz besonderes Jubiläumsjahr**

In Linden darf sich Anfang Mai 2026 auf ein Wochenende voller Musik, Tradition und fränkischer Kerwa-Stimmung gefreut werden. Denn die Lindener Zeltkerwa feiert vom **1. bis 3. Mai 2026** ihre **50. Auflage** – und das ausgerechnet in einem ganz besonderen Jubiläumsjahr für den Ort.

Rund um das Schützenhaus haben die Ortsburschen und -madli wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das Besucherinnen und Besucher aus Linden, Markt Erlbach und der ganzen Umgebung anlocken dürfte. Im Festzelt sorgen die Bands **„Die Lederhosen“** und **„Bruni’n Stages“** für beste Unterhaltung und Kerwa-Stimmung.

Der Sonntag beginnt traditionell mit dem **Festgottesdienst in der Kirche St. Leonhard um 10 Uhr**. Am Nachmittag folgt dann einer der Höhepunkte des Wochenendes: **der große Umzug ab 13:30 Uhr**. Dabei werden die Ereignisse des vergangenen Jahres wie gewohnt mit viel Witz und einem Augenzwinkern aufgegriffen.

Nicht fehlen darf natürlich auch das **traditionelle Ausgraben des Bierfasses**, das für viele Kerwa-Fans zu den festen Höhepunkten gehört. Im Anschluss lädt das Festzelt zu **Kaffee und Kuchen** ein. Für echtes Kirchweihgefühl sorgen außerdem **Kinderkarussell und Kerwabuden** rund um das Festgelände.

Auch kulinarisch hat die Lindener Kerwa einiges zu bieten: In den Gasthäusern warten **fränkische Spezialitäten**, die das Festwochenende passend abrunden.

**Kommentar der Redaktion:**
50 Jahre Kerwa – das ist in Linden nicht einfach nur ein Datum, sondern ein Stück gelebte Dorfgeschichte. Gerade in Zeiten, in denen vieles schnelllebig geworden ist, zeigt so eine Kirchweih, wie wichtig Gemeinschaft, Ehrenamt und Tradition noch immer sind. Und wenn dann beim Umzug das vergangene Jahr mit Humor aufgearbeitet wird, weiß man: In Franken kann man feiern – und sich dabei auch noch selbst nicht zu ernst nehmen.

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**Markt Erlbach: Diskussion um doppelte Baustellen im Pilsenmühler Weg**

Ein Gehweg wird geöffnet, wieder verschlossen – und kurze Zeit später erneut aufgerissen: Dieses Ärgernis sorgt vielerorts immer wieder für Unverständnis. In Markt Erlbach hat genau dieses Thema nun auch den Gemeinderat beschäftigt. Vor allem mit Blick auf den laufenden Glasfaserausbau stellte sich die Frage, warum man notwendige Sanierungen nicht gleich gemeinsam erledigt.

Der Hintergrund: Das derzeit größte Projekt im Haushalt des Marktes ist der Glasfaserausbau. Die beauftragte Firma, die für die GlasfaserPlus unterwegs ist, hat nach Angaben aus der Gemeinderatssitzung bereits rund fünf Kilometer Kabel verlegt. Verwaltung und Gemeinderat waren sich grundsätzlich einig, dass es sinnvoll wäre, bei den Tiefbauarbeiten gleich schadhafte Wege mit zu sanieren. Doch in der Praxis klappt das nicht überall problemlos.

Wie Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß erklärte, sei die Sache deutlich komplizierter, als sie auf den ersten Blick wirke. Teilweise konnten aber durchaus Lösungen gefunden werden: Kleinere beschädigte Stellen werden von der Baufirma im Zuge der Arbeiten gleich mit erledigt – als sogenannte Regiearbeiten und auf Kosten des Marktes. Bei gepflasterten Flächen stellt die Gemeinde zum Teil sogar selbst das Material, um Geld zu sparen.

Auch bei asphaltierten Gehwegen, die komplett erneuert werden müssen, konnte man sich einigen. In solchen Fällen saniert die Baufirma den gesamten Gehweg, während die GlasfaserPlus jenen Kostenanteil übernimmt, der über den eigentlichen Grabenbereich hinausgeht. Das betrifft etwa die Straße „Am Wasserturm“ oder die Simon-Frühwald-Straße. Dort teilen sich Markt und Telekommunikationsseite die Kosten anteilig.

Schwieriger ist die Lage jedoch bei gepflasterten Wegen, die über längere Abschnitte hinweg schadhaft sind – insbesondere im Pilsenmühler Weg. Dort ist der Gehweg breiter, was den Kostenanteil der Telekommunikationsseite geringer ausfallen lässt. Deshalb wird dort nun zunächst nur der Graben für die Kabeltrasse wieder verschlossen. Eine umfassende Sanierung des Wegs soll erst in den kommenden Jahren abschnittsweise erfolgen.

Genau das sorgte im Gremium für Kritik. Gemeinderat Klaus Adelhardt zeigte wenig Verständnis dafür, dass frisch bearbeitete Bereiche später erneut angegangen werden müssen. Seiner Meinung nach könne man das so nicht einfach hinnehmen. Auch Matthias Kilian verwies auf Erfahrungen aus Hagenbüchach und Wilhelmsdorf, wo Wege im Zuge ähnlicher Maßnahmen komplett hergestellt worden seien – teils sogar günstiger, als wenn die Kommune dies später selbst erledigt hätte.

Nach Auskunft der Verwaltung scheiterte eine weitergehende gemeinsame Lösung in Markt Erlbach letztlich vor allem an der Preisfrage. In ersten Gesprächen war ausgelotet worden, ob andere Tiefbaufirmen zusätzliche Sanierungsarbeiten übernehmen könnten, während die GlasfaserPlus zumindest den Kabelgrabenanteil bezahlt. Dazu waren jedoch weder Auftraggeber noch Baufirma bereit.

Hinzu kommt im Pilsenmühler Weg ein weiteres Problem: Laut Bauamtsleiter Michael Schlag fehlt dort teilweise ein tragfähiger Unterbau, außerdem müssten auch Bordsteine erneuert werden. Helmut Huthöfer erinnerte daran, dass der Weg einst von den Anliegern in Eigenleistung gebaut worden sei – was sich heute als Nachteil erweise.

Bürgermeisterin Kreß schlug vor, für den Pilsenmühler Weg noch ein Angebot einzuholen, um vielleicht doch eine sofortige Sanierung auf ganzer Breite zu ermöglichen. Doch aus Sicht der Verwaltung dürfte das zeitlich kaum noch realisierbar sein, weil die Arbeiten dort bereits weit fortgeschritten sind. In der Sitzung kam deshalb auch die Frage auf, wann die Verwaltung von den konkreten Ausbauplänen wusste und ob man früher hätte reagieren können. Eine klare Antwort darauf blieb offen.

Am Ende blieb es bei der bisherigen Linie: Der Pilsenmühler Weg soll in den kommenden Jahren abschnittsweise saniert werden. Die Unzufriedenheit darüber war im Gemeinderat dennoch deutlich spürbar.

**Kommentar der Redaktion:**
Glasfaser ist wichtig, gar keine Frage – schnelles Internet will heute schließlich jeder, und zwar am besten sofort. Wenn aber erst gebuddelt, dann zugemacht und später wieder gebuddelt wird, fragt sich der Bürger schon, ob auf der Baustelle nach Plan gearbeitet wird oder nach dem Motto „sehen wir dann schon“. Ganz so einfach ist es, wie in der Sitzung deutlich wurde, offenbar nicht. Aber aus Bürgersicht bleibt trotzdem hängen: Wenn schon der Boden offen ist, dann sollte man jede sinnvolle Gelegenheit nutzen. Sonst wird aus modernem Ausbau schnell ein teures Dauerärgernis – und der Gehweg hat am Ende mehr Baustellen erlebt als manche Kreisstraße.

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# Markt Erlbach verabschiedet Haushalt einstimmig – starke Gewerbesteuer sorgt für Spielraum

Gute Nachrichten aus dem Marktgemeinderat: Markt Erlbach hat seinen Haushalt einstimmig verabschiedet – und das in einer Zeit, in der viele Kommunen deutlich stärker unter Druck stehen. Möglich macht das vor allem die positive Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Bei der Haushaltsdebatte fiel außerdem auf: Die Reden wurden diesmal überwiegend von Frauen geprägt.

Dass dieses Bild noch etwas deutlicher ausfiel, lag auch daran, dass FWL-Fraktionsvorsitzender Rudolf Born verhindert war und seine Haushaltsrede von Karin Frühwald vorgetragen wurde. Doch auch unabhängig davon waren Frauen bei den Wortmeldungen stark vertreten: Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, Kämmerin Andrea Tiefel und für die CSU Christina Nüssel. Für die SPD sprach Volker Rudolph.

Große Kritik am Zahlenwerk gab es im Gremium nicht. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß zeigte sich zwar erfreut über die solide Entwicklung, mahnte aber zugleich zur Vorsicht. Die steigenden Gewerbesteuereinnahmen dürften nicht dazu verleiten, zu optimistisch zu planen. Gerade diese Einnahmen könnten stark schwanken. Zudem folgt auf höhere Steuerkraft zeitversetzt auch eine steigende Kreisumlage. Positiv sei dennoch, dass sich Markt Erlbach bei der Steuerkraft Schritt für Schritt dem Landesdurchschnitt annähere.

Auch die hohe Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt verschaffe der Marktgemeinde viel Handlungsspielraum. Doch auch hier gelte: keine Leichtsinnigkeit. Kreß machte deutlich, dass Gebührenanpassungen weiterhin notwendig seien. Denn selbst bei Einrichtungen wie der Rangauhalle, dem Rangaubad, dem Klowagen oder den Kindertagesstätten arbeite man längst nicht kostendeckend. Nur bei klassischen kostenrechnenden Einrichtungen wie Wasser und Abwasser sei das anders.

## Haushaltsvolumen wächst deutlich

Kämmerin Andrea Tiefel stellte einen neuen Rekordhaushalt vor. Das Haushaltsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Millionen Euro. Ein Teil dieser Steigerung ergibt sich allerdings auch aus internen Verrechnungen, etwa bei den Arbeitsstunden des Bauhofs.

Tiefel machte deutlich: Markt Erlbach wächst – bei den Einnahmen, den Ausgaben, den Aufgaben und insgesamt auch als Kommune. Besonders erfreulich sei dabei, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer inzwischen erstmals über denen aus der Einkommensteuer liegen. Gleichzeitig steigen aber auch die Ausgaben. Als Beispiel nannte sie die Unterhaltskosten für die gemeindlichen Einrichtungen, die seit 2020 um fast 50 Prozent zugenommen haben.

## Frauenstimmen und klare Botschaften aus den Fraktionen

Christina Nüssel von der CSU hob ebenfalls die positive Entwicklung der Gewerbesteuer hervor. Auch die Zahl der Gewerbetreibenden sei deutlich gestiegen – von 130 im Jahr 2020 auf inzwischen 181. Gleichzeitig verwies sie auf die gestiegene Kreisumlage. Markt Erlbach zahlt als fünftgrößte Kommune des Landkreises inzwischen die vierthöchste Summe an den Landkreis.

Über zehn Millionen Euro sollen allein in Baumaßnahmen investiert werden. Nicht eingerechnet ist dabei der Neubau des Kindergartens in der Kirchgasse, da dieses Projekt – ebenso wie die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 48 – über die WBG Zirndorf/Markt Erlbach abgewickelt wird. Nüssel machte deutlich, dass die Gemeinde mit dem Kindergartenneubau im eigenen Haushalt an ihre Grenzen gekommen wäre.

Für die Freie Wählerliste ließ Rudolf Born in seiner von Karin Frühwald vorgetragenen Rede ein Bild sprechen: den „wind of change“, den Wind der Veränderung. Man könne sich gegen diesen Wind stemmen – oder die Segel setzen und ihn nutzen, um voranzukommen. Genau das tue Markt Erlbach derzeit.

Besonders hob Born den Ausbau des Glasfasernetzes hervor. Jeder Haushalt bekomme die Chance auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss. Schnelles Internet sei heute eine wichtige Grundlage für Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Darauf könne Markt Erlbach stolz sein.

SPD-Sprecher Volker Rudolph lobte vor allem die Investitionen in Kinder und Betreuung. Die Pflichtaufgaben seien im Haushalt insgesamt „sehr gut gelöst“. Gleichzeitig sah er auch Handlungsbedarf beim Rathaus, das aus seiner Sicht mindestens energetisch saniert werden müsse. Mit Blick auf die verbauten Materialien formulierte er es gewohnt trocken: Das verbaute Aluminium sei nach Gold der zweitbeste Wärmeleiter. Auch die WBG bewertete er grundsätzlich positiv, mahnte aber an, deren Defizit nicht aus den Augen zu verlieren.

## Die größten Investitionen 2025

Die größten Investitionen in diesem Jahr entfallen auf drei Bereiche:

– Breitbandausbau: 3,5 Millionen Euro
– Ausbau der Ansbacher/Windsheimer Straße: 1,4 Millionen Euro
– Erweiterung des Horts: 1,8 Millionen Euro

Für alle drei Maßnahmen gibt es hohe Zuschüsse. In der Sitzung wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass diese Fördergelder oft erst mit Verzögerung fließen.

## Kommentar der Redaktion

Markt Erlbach kann sich freuen: Einstimmiger Haushalt, starke Gewerbesteuer, kräftige Investitionen – davon können andere Kommunen derzeit nur träumen. Aber die Warnungen aus dem Rathaus sind berechtigt. Wer bei guter Kassenlage gleich in Feierlaune verfällt, merkt oft erst später, dass die Kreisumlage schon mit dem Taschenrechner um die Ecke steht. Positiv ist aber: Hier wird nicht nur verwaltet, sondern sichtbar in Infrastruktur, Kinderbetreuung und Digitalisierung investiert. Und Glasfaser für alle Haushalte ist eben mehr als nur schnelles Netflix – auch wenn das daheim vermutlich für manche das überzeugendste Argument bleibt.

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**Moderner Chorklang in Markt Erlbach: B-Voices laden zum Konzertabend ein**

Ein Abend voller Musik, Gefühl und moderner Songs erwartet die Besucherinnen und Besucher am Freitag, 8. Mai 2026, in Markt Erlbach. Die B-Voices laden zu einem besonderen Chorkonzert in die katholische Kirche ein – und versprechen dabei weit mehr als einen klassischen Kirchenchor-Abend.

Los geht es um 20 Uhr, der Einlass beginnt bereits ab 19 Uhr. Unter dem Motto **„Chor. Neu. Modern. Überraschend. Anders.“** dürfen sich die Gäste auf einen abwechslungsreichen Konzertabend mit modernen Liedern und Live-Band freuen. Auf der Bühne stehen dabei nicht nur Sängerinnen und Sänger aus Markt Erlbach, sondern auch weitere Chormitglieder aus dem gesamten Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim.

Die musikalische Leitung übernimmt **Petra T. König**. Der Eintritt ist frei, der Chor freut sich jedoch über Spenden.

Wer sich vorab informieren möchte, findet weitere Hinweise unter: **www.b-voices-chor.de**

**Kommentar der Redaktion:**
Chor ist längst nicht mehr nur Kirchenlied und Notenständer – solche Abende zeigen immer wieder, wie modern, lebendig und mitreißend Chormusik heute sein kann. Und wenn dann auch noch eine Live-Band mitmischt, dürfte das ein Abend werden, bei dem man eher mitwippt als still auf der Bank sitzt.

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**Markt Erlbach als Vorbild: Metropolregion setzt auf Klimaschutz und Energiewende**

Markt Erlbach stand jetzt im Mittelpunkt der Metropolregion Nürnberg: Beim 56. Treffen des Forums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ drehte sich alles um die große Frage, wie die Region bis 2040 klimaneutral werden kann. Warum ausgerechnet Markt Erlbach als Tagungsort gewählt wurde, wurde schnell klar – der Markt gilt längst als echtes Vorbild in Sachen erneuerbare Energien.

Die Europäische Metropolregion Nürnberg besteht seit 2005 und umfasst 23 Landkreise – von Neustadt/Aisch-Bad Windsheim im Westen über Neustadt an der Waldnaab im Osten bis Weißenburg-Gunzenhausen im Süden und Sonneberg in Südthüringen. Ihr gemeinsames Ziel ist ehrgeizig: Klimaneutralität bis zum Jahr 2040.

Mit genau diesem Thema beschäftigt sich das Forum „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“, das nun zu seinem inzwischen 56. Treffen zusammenkam. Austragungsort war diesmal Markt Erlbach. „Wir gehen immer in die Regionen mit Vorbildcharakter“, erklärte Britta Waldhelm, Geschäftsführerin des Forums und Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Dass Markt Erlbach diesen Vorbildstatus verdient, machte Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß in ihrem Grußwort deutlich. Nach ihren Angaben ist der Eigenbedarf der Marktgemeinde mit 19.000 Megawattstunden zu 173 Prozent gedeckt. Die Stromerzeugung setzt sich dabei aus 67 Prozent Freiflächen-Photovoltaik, 34 Prozent Dachflächen-Photovoltaik, 37 Prozent Biomasse und 24 Prozent Windenergie zusammen. „Wir erzeugen deutlich mehr Strom, als wir selbst verbrauchen – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen und überregionalen Energieversorgung“, so Kreß.

Auch bei der Wärmeversorgung ist Markt Erlbach bereits gut aufgestellt. So verwies die Bürgermeisterin auf das sechs Kilometer lange Nahwärmenetz in der Ortsmitte mit 140 angeschlossenen Gebäuden. Zudem wird das Neubaugebiet „Am Kirchsteigfeld“ mit seinen 75 Bauplätzen über Nahwärme versorgt. Im Ortsteil Oberulsenbach spielt außerdem die Biogas-Wärmeproduktion eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Standortvorteil: Gleich zwei große Projektierer für erneuerbare Energien haben ihren Sitz in Markt Erlbach – Naturenergie Zeilinger sowie Wust – Wind & Sonne. Für Dr. Birgit Kreß bringt das gleich mehrere positive Effekte mit sich: Es gebe vor Ort kaum Widerstand gegen Windenergie, die Wertschöpfung bleibe durch Bürgeranlagen in der Region und, wie sie mit einem Augenzwinkern betonte, „zahlen beide ordentlich Gewerbesteuer“.

Am Nachmittag referierte Nadine Paulus, Geschäftsführerin von Wust – Wind & Sonne, über den Bürgerwindpark Frankenhöhe. Im Anschluss machte sich die rund 40-köpfige Teilnehmergruppe mit dem Bus selbst ein Bild vor Ort. Insgesamt zählt das Forum etwa 130 Mitglieder.

Bereits am Vormittag wurde im Bürgerhaus zum Löwen intensiv genetzwerkt. Landrat Dr. Christian von Dobschütz begrüßte die Teilnehmer, darunter Klimaschutzmanager der Landkreise sowie Vertreter aus Handwerkskammern, Unternehmen, Politik, Verbänden und Wissenschaft.

Aus dem Neustädter Landratsamt waren Laura Hager und Bertram Bröse von der Kreisentwicklung vertreten. Für die Regierung von Mittelfranken nahm Joachim Fahsl aus dem Bereich „Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr“ teil. Der Volkswirt ist zudem für die Geschäftsstelle „Energiewende Mittelfranken“ zuständig.

Am Ende bleibt das große gemeinsame Ziel der Metropolregion klar im Blick: Bis 2040 soll die Region klimaneutral werden. Britta Waldhelm betonte die Bedeutung dieses Vorhabens erneut. Auch der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hat sich dazu bekannt und im Jahr 2024 den Klimapakt unterzeichnet.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach zeigt, dass Energiewende nicht nur ein Schlagwort für Konferenzen ist, sondern ganz praktisch vor Ort funktionieren kann. Wenn mehr Strom erzeugt wird, als man selbst verbraucht, ist das schon eine Hausnummer – oder in diesem Fall eher eine Marktgemeinde-Nummer. Besonders spannend ist dabei, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. So wird aus Klimaschutz nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Erfolgsmodell. Und wenn dann sogar noch das Nahwärmenetz wächst und Gewerbesteuer fließt, dürfte man in vielen Rathäusern ganz genau hinschauen.

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**Spatenstich für schnelles Internet: Glasfaserausbau in Markt Erlbach startet**

Schnelles Internet ist längst kein Luxus mehr, sondern ein echter Standortfaktor – gerade im ländlichen Raum. In Markt Erlbach ist nun offiziell der Startschuss für den weiteren Glasfaserausbau gefallen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Festplatz wurde eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gemeinde sichtbar auf den Weg gebracht.

Zum Termin kamen neben Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß und Bauamtsleiter Michael Schlag auch der stellvertretende Landrat Hans Herold sowie mehrere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Schon das zeigte: Für Markt Erlbach hat der Ausbau des schnellen Internets hohe Priorität.

Vorangetrieben wird das Projekt von **GlasfaserPlus**, also im Umfeld der Telekom, teils eigenwirtschaftlich und teils mit staatlicher Förderung. Die Tiefbauarbeiten übernimmt die Firma **Walter Bauer**. Für den Kernort Markt Erlbach werden dabei **1145 Haushalte** direkt mit Glasfaser bis ins Haus versorgt. Möglich sind künftig **Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde**.

Darüber hinaus sollen **731 weitere Adressen** bis Mitte 2027 über ein Förderprogramm erschlossen werden. Auch wenn die Förderquote bei bis zu 90 Prozent liegt, bleibt der Ausbau für die Kommunen ein erheblicher Kostenfaktor.

Wie wichtig schnelles Internet inzwischen geworden ist, machte Hans Herold mit einem persönlichen Beispiel deutlich. Seine Familie versuche gerade, den Sohn aus München zurück in den Landkreis zu holen. Die klare Ansage sei dabei: Arbeiten von hier aus gehe nur mit Glasfaseranschluss.

Auch im Gemeinderat weiß man um die Bedeutung moderner Netze. Gemeinderat Volker Rudolph, selbst Elektroingenieur, sprach davon, dass die bisherige Verbesserung über Vectoring zwar geholfen habe, bei teils 50 bis 60 Jahre alten Telefonleitungen aber letztlich nur eine Übergangslösung sei. Er selbst habe bei seinem Anbieter sogar schon um weniger Leistung gebeten – zugunsten eines stabileren Netzes.

Für die ausführende Tiefbaufirma gab es beim Termin viel Lob. Bürgermeisterin Kreß erinnerte an bereits gute Erfahrungen bei einem früheren Infrastrukturprojekt in Losaurach. Gerade im Breitbandausbau sei es inzwischen schwierig, verlässliche Unternehmen zu finden. Immer wieder gebe es Probleme mit Firmen, die ausfallen oder unsauber arbeiten. In Markt Erlbach hofft man deshalb auf einen reibungslosen Ablauf.

Ganz ohne Herausforderungen startet das Projekt allerdings nicht. Aktuell wird auch die Staatsstraße Richtung Ansbach saniert. Die zusätzliche Baustelle durch den Glasfaserausbau wird daher nicht überall Begeisterung auslösen. Kreß bat dennoch um Verständnis: Auf den perfekten Zeitpunkt könne man bei einem so wichtigen Zukunftsprojekt nicht unbegrenzt warten.

Auch die Bürgerinnen und Bürger sind nun gefragt. Florian Bauer aus der Geschäftsführung der Tiefbaufirma rief dazu auf, bei Fragen direkt das Gespräch mit den Arbeitern vor Ort zu suchen. Oft lasse sich über provisorische Lösungen per Metall- oder Kunststoffplatten die Zufahrt zu Grundstücken ermöglichen. Kurzfristige Einschränkungen – etwa für einige Stunden kein Zugang zum Auto – könnten aber nicht immer ausgeschlossen werden.

Zugleich warb die Bürgermeisterin dafür, den **kostenlosen Hausanschluss** gleich mit zu beauftragen. Selbst wenn man ihn aktuell nicht benötige, steige dadurch der Wert der Immobilie deutlich. Wer später erst anschließen wolle, müsse die Kosten in der Regel selbst tragen.

**Kommentar der Redaktion:**
Glasfaser ist heute das, was früher Wasserleitung, Stromanschluss oder Telefon waren: eine Grundlage dafür, dass eine Gemeinde zukunftsfähig bleibt. Homeoffice, Streaming, digitale Schule, smarte Technik im Betrieb – all das braucht stabile Leitungen, nicht nur gutes Zureden ans alte Kupferkabel. Und ja: Baustellen nerven. Aber wenn man dafür am Ende nicht mehr zusehen muss, wie der Ladebalken gemütlich älter wird als manche Zimmerpflanze, dann lohnt sich das Warten wohl doch.

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# Starker TSV Markt Erlbach: Über 1000 Mitglieder und gleich zwei Jubiläen im Blick

Der TSV Markt Erlbach blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr und hat 2025 allen Grund zum Feiern: Der größte Verein der Marktgemeinde zählt inzwischen 1017 Mitglieder, das Sportgelände am Haidter Weg wird 20 Jahre alt und auch bei der Kirchweih steht ein besonderes Jubiläum an. Bei der Mitgliederversammlung mit rund 70 Teilnehmern wurde deutlich: Der TSV wächst, ist in der Gemeinde fest verankert und hat für die Zukunft noch einiges vor.

Bei der Versammlung zog Vorsitzender Michael Popp eine positive Bilanz. 2025 sei für ihn das erste Jahr gewesen, in dem er die Vereinsführung komplett übernommen habe. Mit der Entwicklung des Vereins zeigte er sich sehr zufrieden – sowohl bei der Mitgliederzahl als auch bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Präsenz in Markt Erlbach und darüber hinaus.

In seinem Rückblick stellte Popp drei zentrale Säulen des Vereins in den Mittelpunkt: die Menschen, das Sportangebot und das Sportgelände. Besonders hob er das Engagement der Ehrenamtlichen und Übungsleiter hervor. Ohne ihren persönlichen und zeitlichen Einsatz wäre ein Verein in dieser Größenordnung nicht denkbar. Neben dem regulären Sportbetrieb ist der TSV auch bei vielen Veranstaltungen im Ort aktiv – etwa beim Marktfest, Ferienprogramm, der Kirchweih oder dem Adventsmarkt.

Trotz aller positiven Entwicklungen sprach Popp auch Aufgaben an, die noch vor dem Verein liegen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Social-Media-Präsenz, die Gewinnung weiterer Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie zusätzliche Helfer für Arbeitseinsätze.

Breit aufgestellt ist der TSV vor allem beim Sportangebot. Fußball, Tischtennis, Kinderturnen, das Kinderbewegungsprogramm „Wirbelwind“, Volleyball, Rehasport und Herzgruppe, Badminton, Aikido, Basketball, Fitness sowie Trendsportarten wie Capoeira, Pilates oder Tai Chi – die Abteilungen gaben bei der Versammlung Einblicke in ihre Arbeit. Dabei wurde laut Vereinsmitteilung deutlich, dass Sport im TSV über alle Altersgruppen hinweg gut ankommt – vom Kind bis zum Senior.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Sportgelände und die Infrastruktur. Hier würdigte Popp besonders Jürgen Scheuerpflug, der bei Fragen rund um das Gelände als Ansprechpartner gilt, Maßnahmen plant, Reparaturen organisiert und Arbeitseinsätze koordiniert. Zweiter Vorsitzender Alexander Müller blickte zudem auf mögliche künftige Investitionen und Wachstumsperspektiven.

Ein Höhepunkt im Vereinsjahr soll das Wochenende vom 18. bis 20. September werden. Dann feiert der TSV das 20-jährige Bestehen des Sportgeländes am Haidter Weg. Geplant ist unter anderem ein Festabend am Freitag unter dem Motto „Rückblick, Dank und Zukunft des Sportgeländes“. Auch die sportlichen Programmpunkte für das Jubiläumswochenende laufen bereits an.

Darüber hinaus steht ein weiteres Jubiläum bevor: Die Kirchweih mit dem vom TSV bewirteten Festzelt findet in diesem Jahr zum 50. Mal in der Frankenstraße statt. Festausschuss-Vorsitzender Gerd Eisenbeiß berichtete dazu über die Planungen für Marktfest und Kirchweih. Besonders verwies er auf den Kerwasamstag, an dem „Motion Sound“ im Festzelt auftreten soll.

Auch finanziell steht der Verein solide da. Die Schatzmeister Alexander Winter und Stefan Fleischmann berichteten von einem erfreulichen Geschäftsverlauf. Die Einnahmen lagen knapp über den Ausgaben, zudem befinde sich der TSV bei der Tilgung seiner Verbindlichkeiten auf der Zielgeraden.

Zum Abschluss der Versammlung wurden langjährige Mitglieder geehrt. 17 Mitglieder gehören dem TSV seit 25 Jahren an, 17 weitere seit 40 Jahren. Für 50 Jahre Mitgliedschaft konnten sechs Mitglieder geehrt werden, und ein Vereinsmitglied blickt sogar auf 60 Jahre TSV-Zugehörigkeit zurück.

**Kommentar der Redaktion:**
Mehr als 1000 Mitglieder, ein breites Sportangebot, zwei Jubiläen und ein Verein, der sich nicht nur um Training und Spielbetrieb kümmert, sondern auch das Gemeindeleben mitträgt – das ist schon eine Hausnummer. Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich immer wieder: Ein Sportverein ist oft weit mehr als nur ein Ort für Bewegung. Er ist Treffpunkt, Netzwerk, Heimat auf Zeit – und manchmal auch die Stelle, an der man lernt, dass „Arbeitseinsatz“ nicht automatisch Freizeit bedeutet. Beim TSV Markt Erlbach scheint vieles auf einem guten Weg zu sein. Jetzt kommt es darauf an, auch die nächsten Ehrenamtlichen zu begeistern, damit das starke Fundament erhalten bleibt.

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# Markt Erlbachs Haushalt auf Rekordkurs: Kämmerin sieht Gemeinde finanziell gut aufgestellt

**Markt Erlbach** – Wenn aus der Kämmerei einmal keine Warnung, sondern vorsichtiger Optimismus kommt, dann lohnt sich ein genauer Blick. Im Haupt- und Finanzausschuss hat Kämmerin Andrea Tiefel bei der zweiten Lesung des Haushalts deutlich gemacht: Markt Erlbach steht finanziell vergleichsweise gut da. Trotz steigender Ausgaben, anstehender Investitionen und mancher offener Baustelle kann die Gemeinde ihre dauernde Leistungsfähigkeit nachweisen – ein wichtiges Signal für die kommenden Jahre.

Ganz ohne unangenehme Themen ging es in der Sitzung aber nicht. So kündigte Tiefel an, dass die Wasser- und Abwassergebühren in diesem Jahr neu berechnet werden. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, mit sinkenden Gebühren sei nach jetzigem Stand jedoch eher nicht zu rechnen. Auch bei den Grundsteuern soll nachgeschärft werden, denn das Aufkommen bleibt bislang deutlich unter den Erwartungen, die man sich nach der Neufestsetzung der Hebesätze erhofft hatte.

Ebenfalls auf den Prüfstand kommt die Hundesteuer. Hintergrund ist, dass die Einnahmen hier deutlich unter den Kosten liegen, die allein schon für die Leerung der inzwischen 26 Hundekotbehälter entstehen. Hinzu kommt eine alte Sonderregelung mit besonders niedrigen Steuersätzen in den Ortsteilen, die nach Ansicht der Verwaltung nicht mehr in die Zeit passt.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Präsentation der Kämmerin zur Kenntnis, ohne weitere Ergänzungen vorzubringen. Der Vermögenshaushalt – also der Bereich, in dem vor allem Investitionen abgebildet werden – war bereits in einer vorherigen Sitzung behandelt worden.

Besonders positiv fiel der Blick in die kommenden Jahre aus: Für 2026 wird bei der Gewerbesteuer mit einem Rekordwert von knapp 5,2 Millionen Euro gerechnet. Damit würde sie erstmals sogar über dem Anteil aus der Einkommenssteuer liegen. Auch ein bereits im vergangenen Jahr genehmigter Kredit über 1,6 Millionen Euro musste bislang nicht in Anspruch genommen werden. Er steht damit weiterhin zur Verfügung und dürfte nach heutigem Stand in diesem Jahr fast vollständig benötigt werden.

Das Gesamtvolumen des Haushalts liegt inzwischen bei mehr als 29 Millionen Euro – ebenfalls ein Rekordwert. Zum Vergleich: 2008, im ersten Amtsjahr von Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, lag der Haushalt noch bei gut acht Millionen Euro. Dass sich das Volumen seitdem mehr als verdreifacht hat, hängt allerdings nicht nur mit steigenden Kosten und zusätzlichen Aufgaben zusammen. So werden inzwischen auch Leistungen des Bauhofs in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro intern verrechnet und den jeweiligen Haushaltsstellen zugeordnet.

In ihrer Präsentation führte Tiefel auch zahlreiche Einzelposten auf: Für die beiden Wahlen in diesem Jahr fielen gut 4.000 Euro an, davon wurden 1.800 Euro vom Landkreis für die Kreiswahlen erstattet. In den Jahren 2024 und 2025 wurde kräftig in die Feuerwehr investiert – sowohl im Verwaltungs- als auch im Vermögenshaushalt. Für 2026 konnten allerdings nicht mehr alle Wünsche berücksichtigt werden.

Im Rathaus laufen derzeit die Umbaumaßnahmen. Die Bauverwaltung zieht ins zweite Obergeschoss um. Zusammen mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach belaufen sich die Investitionen auf rund 240.000 Euro.

Ein weiteres Thema war der Mittelschulverbund. Hier müssen die Zahlungen künftig genauer zugeordnet werden. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß widersprach dabei deutlich einer Darstellung aus dem Rat in Trautskirchen, wonach die neue Kostenverteilung von den beteiligten Gemeinden ausgegangen sei. Ihrer Aussage nach habe vielmehr der Bayerische Prüfungsverband die bisherige Praxis beanstandet.

Auch in die kommunale Infrastruktur fließt weiter Geld: Rund 92.000 Euro sind für das Rangaubad vorgesehen. Dort werden die Dosieranlage erneuert und die Anbindung an die Nahwärme ausgebaut. Für die Verlängerung des Wasserrechts an der Kläranlage in Hagenhofen sind Investitionen von etwa 40.000 Euro nötig. In Altselingsbach/Altziegenrück wurde das Wasserrecht zwar bereits verlängert, dennoch stehen dort noch weitere Investitionen von rund 38.000 Euro an.

Für den Friedhof, der zu Jahresbeginn von der Kirche an die politische Gemeinde übergegangen ist, wird eine Sonderrücklage in Höhe von 100.000 Euro gebildet. Zusätzlich sind 15.000 Euro für Planungskosten vorgesehen.

Eine wesentliche Änderung gegenüber der ersten Haushaltsberatung ergibt sich beim Breitbandausbau. Dieser kommt schneller voran als zunächst gedacht. Die Kämmerei rechnet nun mit Ausgaben von 3,5 Millionen Euro – das sind rund 2,4 Millionen Euro mehr als im Dezember noch erwartet. Gleichzeitig steigen aber auch die Fördermittel deutlich, sodass der Haushalt dadurch nicht zusätzlich belastet werden soll.

Neu aufgenommen wurde außerdem eine Photovoltaikanlage auf der Schule mit Kosten von 170.000 Euro. Für etwas Entlastung sorgt die Aussicht auf weitere 500.000 Euro aus dem Investitionsbudget des Bundes. Zwar steht die Auszahlung noch aus, doch laut Tiefel soll das Geld kommen – und das angeblich „sehr unbürokratisch“.

Wichtig für die finanzielle Bewertung der Gemeinde ist die sogenannte dauernde Leistungsfähigkeit. Sie spielt unter anderem eine zentrale Rolle, wenn Kredite genehmigt werden müssen. In Markt Erlbach ergibt sich hier nach den Berechnungen ein beruhigender Überschuss. Nicht enthalten ist allerdings der Bau des Kindergartens für die evangelische Kirche, da dieser über die Wohnungsbaugenossenschaft abgewickelt wird.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach zeigt, dass ein großer Haushalt nicht automatisch ein schlechter Haushalt ist. Rekordzahlen klingen zwar erstmal nach viel Geld, bedeuten aber auch: Es wird investiert, gebaut, modernisiert und an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet. Dass die Kämmerin trotz einiger „Kröten“ am Ende beruhigende Worte findet, ist in Zeiten knapper Kassen durchaus bemerkenswert. Und ja – wenn selbst die Gewerbesteuer bald stärker sprudelt als gedacht, dann darf man in der Kämmerei auch mal kurz etwas entspannter auf den Taschenrechner schauen.

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# Markt Erlbach: Gehweg, Solaranlagen, Bauplatz und Kanal – mehrere Entscheidungen aus dem Gemeinderat

In Markt Erlbach sind gleich mehrere Themen auf den Weg gebracht worden: Der Gehweg am Zennhäuser Weg wird erneuert, auf Schule und Rathaus sollen noch in diesem Jahr Photovoltaikanlagen installiert werden, ein lange problematisches Hausgrundstück kommt nach dem Abriss in den Verkauf – und auch beim Abwasser in Oberulsenbach gibt es Handlungsbedarf.

Bereits im nicht öffentlichen Teil der Februarsitzung war die Erneuerung des Gehwegs vor der Firma **„Wust – Wind & Sonne“** vergeben worden. Das Thema war zuvor aber auch öffentlich diskutiert worden. Hintergrund: In Markt Erlbach gibt es durchaus Gehwege, die in einem schlechteren Zustand sind als das Stück vor dem neuen Firmensitz. Gleichzeitig war man sich im Gemeinderat einig, dass der Gehweg im Bereich der Grundstückszufahrten ohnehin angepasst werden müsse – und dass es deshalb sinnvoll sei, den gesamten Abschnitt gleich vollständig zu erneuern.

Diskutiert wurde vor allem die Kostenverteilung. Die Meinungen darüber, wie stark sich das Unternehmen beteiligen sollte, gingen auseinander. Am Ende wurde eine Aufteilung gefunden: Rund **46.000 Euro** kostet die Erneuerung des Gehwegstücks im Zennhäuser Weg. Davon übernimmt der Markt Markt Erlbach gut **31.000 Euro**, das Unternehmen trägt rund **15.000 Euro**.

Auch in Sachen erneuerbare Energien geht es voran. Noch in diesem Jahr sollen auf der **Schule** und auf dem **Rathaus** Photovoltaikanlagen installiert werden. Auf dem Schulgebäude ist eine große Anlage mit knapp **100 Kilowatt Spitzenleistung** geplant, dazu ein Speicher mit **215 Kilowattstunden**. Auf dem Rathaus soll eine kleinere Anlage mit gut **18 Kilowatt peak** entstehen, der dortige Speicher fasst **15,8 Kilowattstunden**. Den Auftrag erhielt eine Firma aus Uffenheim. Die Kosten liegen bei knapp **166.000 Euro** für die Schule und rund **35.000 Euro** für das Rathaus.

Ein weiteres Thema betrifft die **Ignaz-Schneider-Straße 10**. Das baufällige Haus, das zuletzt sogar zu einer Straßensperrung geführt hatte, weil die Eigentümer kaum greifbar waren, ist inzwischen abgerissen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß sprach von einem „endlich“. Der nun freie Bauplatz soll verkauft werden. Der Gemeinderat hatte dafür bereits in der Februarsitzung einen Quadratmeterpreis von **150 Euro** festgelegt. Vorgesehen ist dort ein kleines Wohnhaus mit **Satteldach**, das sich an der Kubatur des historischen Gebäudes orientiert und sich gestalterisch in das historische Ensemble einfügt. Außerdem soll im Notarvertrag eine **Bauverpflichtung** festgeschrieben werden. Dieser Beschluss wurde nun öffentlich bekanntgemacht.

Auch in **Oberulsenbach** gibt es Handlungsbedarf. Dort wird das Abwasser bislang noch über Hauskläranlagen gereinigt. Anschließend läuft es in einen sogenannten **Bürgermeisterkanal**. Dieser befindet sich jedoch in einem miserablen Zustand und muss zusammen mit den Schächten teilweise erneuert werden. Ähnlich wie bereits in Rimbach soll dafür eine Satzung erarbeitet werden, damit die Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer an den Kosten beteiligt werden können.

Einigkeit bestand im Gemeinderat darüber, dass gehandelt werden muss. Diskutiert wurde lediglich die Frage, ob ohne weitere Angebote direkt jenes Ingenieurbüro beauftragt werden sollte, das bereits die Vorarbeiten übernommen hatte. Gemeinderat Paul Hegendörfer kritisierte dies als deutliche Ungleichbehandlung gegenüber Handwerksbetrieben. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß verwies dagegen darauf, dass das Büro jederzeit ansprechbar sei und nach Einschätzung des Marktes vergleichsweise günstig arbeite. Auch wenn nicht alle ganz überzeugt waren, fiel die Entscheidung am Ende **einstimmig**.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach arbeitet sich gerade durch eine Mischung aus Alltagsbaustellen, Zukunftsprojekten und Altlasten. Ein Gehweg wird neu gemacht, zwei Dächer werden zu kleinen Kraftwerken, ein Problemhaus ist endlich Geschichte und in Oberulsenbach wird ein Kanal angegangen, der seinen besten Zeiten offenbar schon lange hinter sich hat. Kurz gesagt: nicht spektakulär auf den ersten Blick – aber genau die Entscheidungen, die am Ende darüber entscheiden, ob eine Gemeinde ordentlich funktioniert. Und ja: Wenn selbst ein alter Bauplatz wieder eine Perspektive bekommt, ist das oft mehr wert als jede große Sonntagsrede.

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# Markt Erlbach: Gehweg, Solaranlagen, Bauplatz und Kanal – mehrere Entscheidungen aus dem Gemeinderat

In Markt Erlbach sind gleich mehrere Themen auf den Weg gebracht worden: Der Gehweg am Zennhäuser Weg wird erneuert, auf Schule und Rathaus sollen noch in diesem Jahr Photovoltaikanlagen installiert werden, ein lange problematisches Hausgrundstück kommt nach dem Abriss in den Verkauf – und auch beim Abwasser in Oberulsenbach gibt es Handlungsbedarf.

Bereits im nicht öffentlichen Teil der Februarsitzung war die Erneuerung des Gehwegs vor der Firma **„Wust – Wind & Sonne“** vergeben worden. Das Thema war zuvor aber auch öffentlich diskutiert worden. Hintergrund: In Markt Erlbach gibt es durchaus Gehwege, die in einem schlechteren Zustand sind als das Stück vor dem neuen Firmensitz. Gleichzeitig war man sich im Gemeinderat einig, dass der Gehweg im Bereich der Grundstückszufahrten ohnehin angepasst werden müsse – und dass es deshalb sinnvoll sei, den gesamten Abschnitt gleich vollständig zu erneuern.

Diskutiert wurde vor allem die Kostenverteilung. Die Meinungen darüber, wie stark sich das Unternehmen beteiligen sollte, gingen auseinander. Am Ende wurde eine Aufteilung gefunden: Rund **46.000 Euro** kostet die Erneuerung des Gehwegstücks im Zennhäuser Weg. Davon übernimmt der Markt Markt Erlbach gut **31.000 Euro**, das Unternehmen trägt rund **15.000 Euro**.

Auch in Sachen erneuerbare Energien geht es voran. Noch in diesem Jahr sollen auf der **Schule** und auf dem **Rathaus** Photovoltaikanlagen installiert werden. Auf dem Schulgebäude ist eine große Anlage mit knapp **100 Kilowatt Spitzenleistung** geplant, dazu ein Speicher mit **215 Kilowattstunden**. Auf dem Rathaus soll eine kleinere Anlage mit gut **18 Kilowatt peak** entstehen, der dortige Speicher fasst **15,8 Kilowattstunden**. Den Auftrag erhielt eine Firma aus Uffenheim. Die Kosten liegen bei knapp **166.000 Euro** für die Schule und rund **35.000 Euro** für das Rathaus.

Ein weiteres Thema betrifft die **Ignaz-Schneider-Straße 10**. Das baufällige Haus, das zuletzt sogar zu einer Straßensperrung geführt hatte, weil die Eigentümer kaum greifbar waren, ist inzwischen abgerissen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß sprach von einem „endlich“. Der nun freie Bauplatz soll verkauft werden. Der Gemeinderat hatte dafür bereits in der Februarsitzung einen Quadratmeterpreis von **150 Euro** festgelegt. Vorgesehen ist dort ein kleines Wohnhaus mit **Satteldach**, das sich an der Kubatur des historischen Gebäudes orientiert und sich gestalterisch in das historische Ensemble einfügt. Außerdem soll im Notarvertrag eine **Bauverpflichtung** festgeschrieben werden. Dieser Beschluss wurde nun öffentlich bekanntgemacht.

Auch in **Oberulsenbach** gibt es Handlungsbedarf. Dort wird das Abwasser bislang noch über Hauskläranlagen gereinigt. Anschließend läuft es in einen sogenannten **Bürgermeisterkanal**. Dieser befindet sich jedoch in einem miserablen Zustand und muss zusammen mit den Schächten teilweise erneuert werden. Ähnlich wie bereits in Rimbach soll dafür eine Satzung erarbeitet werden, damit die Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer an den Kosten beteiligt werden können.

Einigkeit bestand im Gemeinderat darüber, dass gehandelt werden muss. Diskutiert wurde lediglich die Frage, ob ohne weitere Angebote direkt jenes Ingenieurbüro beauftragt werden sollte, das bereits die Vorarbeiten übernommen hatte. Gemeinderat Paul Hegendörfer kritisierte dies als deutliche Ungleichbehandlung gegenüber Handwerksbetrieben. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß verwies dagegen darauf, dass das Büro jederzeit ansprechbar sei und nach Einschätzung des Marktes vergleichsweise günstig arbeite. Auch wenn nicht alle ganz überzeugt waren, fiel die Entscheidung am Ende **einstimmig**.

**Kommentar der Redaktion:**
Markt Erlbach arbeitet sich gerade durch eine Mischung aus Alltagsbaustellen, Zukunftsprojekten und Altlasten. Ein Gehweg wird neu gemacht, zwei Dächer werden zu kleinen Kraftwerken, ein Problemhaus ist endlich Geschichte und in Oberulsenbach wird ein Kanal angegangen, der seinen besten Zeiten offenbar schon lange hinter sich hat. Kurz gesagt: nicht spektakulär auf den ersten Blick – aber genau die Entscheidungen, die am Ende darüber entscheiden, ob eine Gemeinde ordentlich funktioniert. Und ja: Wenn selbst ein alter Bauplatz wieder eine Perspektive bekommt, ist das oft mehr wert als jede große Sonntagsrede.

Markt Erlbach

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**Markt Erlbach packt an: Rund 150 Helfer bei „Putz munter“ im Einsatz**

Gemeinsam für ein sauberes Markt Erlbach: Bei der Aktion „Putz munter“ haben rund 150 angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder gezeigt, dass Umweltschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Drei Stunden lang wurde gesammelt, sortiert und aufgeräumt – mit großem Einsatz von Vereinen, Feuerwehr, Bauhof und sogar den jüngsten Helferinnen und Helfern.

Die von der Gemeinde Markt Erlbach seit 2019 organisierte Aktion wurde auch in diesem Jahr wieder gut angenommen. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß beteiligte sich selbst an der Müllsammelaktion und freute sich über die starke Unterstützung aus der Bevölkerung. Mit dabei waren unter anderem der Kleingartenverein Friede, die Volkstanzgruppe Eschenbach, der TSV Markt Erlbach, die Anglergemeinschaft sowie die Freiwillige Feuerwehr Buchen.

Besonders engagiert zeigten sich auch die jüngsten Teilnehmer: Neun Kinder der Klasse 1c waren gemeinsam mit ihrer Lehrerin Irmgard Bauereiß im Bereich der Rangauhalle unterwegs. Die Sechs- und Siebenjährigen sammelten eifrig Müll ein und fanden dabei klare Worte für ihre Aktion: „Die Großen werfen den Dreck weg und wir Kleinen heben ihn auf.“

Gesammelt wurde vor allem jede Menge Plastikmüll, Verpackungen, Papier und Zigarettenkippen. Daneben kamen auch ungewöhnlichere Fundstücke zusammen: ein Handy, ein undichter Behälter mit Altöl und als größter Fund sogar ein Rasenmäher.

Nach der Einteilung der Sammelgebiete hatte die Gemeinde auch für eine Stärkung nach getaner Arbeit gesorgt. Im Feuerwehrhaus konnten sich die Helferinnen und Helfer nach dem Einsatz stärken. Die Feuerwehr Markt Erlbach war dabei laut Kommandant Hermann Wendel mit rund 30 Kräften vertreten, darunter auch die Jugendgruppe.

Auch der Bauhof war eingebunden: Drei Mitarbeiter um Bauhofleiter Christian Miederer sammelten insgesamt rund 100 Müllsäcke ein – auch aus den Außenorten.

Für die kleinen Helferinnen und Helfer gab es am Ende noch eine besondere Belohnung: Sie durften mit den beiden großen Feuerwehrautos eine Runde durch den Ort mitfahren.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn Kinder schon so treffend zusammenfassen, was beim Thema Müll schiefläuft, dann sollten die Erwachsenen genau hinhören. Die Aktion „Putz munter“ ist eine starke Gemeinschaftsleistung – und gleichzeitig auch ein stiller Hinweis darauf, dass weniger achtlos weggeworfener Müll noch besser wäre. Ein Rasenmäher am Wegesrand ist jedenfalls kein Fundstück, das man bei einem normalen Spaziergang unbedingt erwartet. Umso schöner, dass in Markt Erlbach so viele mit angepackt haben.

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Markt Erlbach – Achtung, liebe Wahl-Fans: Bürgermeisterinnen bleiben, Wahlzettel werden gezählt – und Schweißperlen gibt’s gratis dazu! Birgit Kreß macht das Vierer-Pack voll und setzt sich erneut aufs Chefsesselchen im Rathaus. Nur eine Kandidatin? Klingt nach Spaziergang, war aber trotzdem spannend – Ehrenwort!

Worum geht’s? Bürgermeisterinnenwahl in Markt Erlbach: Dr. Birgit Kreß von den Freien Wählern bleibt am Ruder – und zwar mit beeindruckenden 87,8 Prozent der Stimmen. Ganz allein auf dem Wahlzettel, aber trotzdem ordentlich Respekt vorm Ergebnis. Schließlich macht man das nicht jeden Tag – beziehungsweise, na gut, Frau Kreß schon: Sie startet jetzt ihre vierte Amtszeit, seit 18 Jahren gibt sie hier den politischen Takt an.

Klingt nach Routine – ist aber trotzdem nix für schwache Nerven, sagt die Bürgermeisterin selbst: „Dazu bin ich nicht der Typ, ich stehe immer ein wenig unter Spannung.“ Ihr Ziel? Kein Langweiler-Sieg, sondern ein richtig gutes Ergebnis. Wie sagt man so schön – Ehrgeiz kann man nicht abstellen wie die Heizung im Gemeindebau.

Gefreut wurde sich dann zu Hause – und zwar mit Team Freie Wähler und vermutlich reichlich Stimmung. Die Zahlen machen sich auch gut auf der Torte: Bei 66,6 Prozent Wahlbeteiligung sind immerhin 3030 Bürger:innen an die Urnen gegangen. Fast jede:r Dritte in Markt Erlbach war also doch zu beschäftigt (oder zu wetterfühlig?), aber für eine Bürgermeisterinnenwahl im Jahr 2024 ist das ein stabiler Wert.

Kleines Minus: 9,5 Prozent der Stimmen für die Tonne – ungültig, falsch oder einfach ein schlechter Scherz auf dem Wahlschein? Das müssen die Zähler:innen beim nächsten Kaffee-Meeting klären.

Und was passiert mit dem neuen Marktgemeinderat? Gute Frage, nächste Frage: Kurz vor 23 Uhr wurde gezählt wie beim Bingo-Abend im Feuerwehrhaus. 68 Kandidat:innen auf vier Listen kämpften bis zum letzten Zettel um einen der 20 Sessel. Wer’s geschafft hat? Da blieb uns nur warten, Tee trinken – und künftig vielleicht auch mal aufs WLAN der Gemeinde schimpfen.

Zusammengefasst: Dr. Birgit Kreß bleibt weiter die Frau mit Hut, Schlüssel und Telefon im Rathaus von Markt Erlbach. Wir sind gespannt, wie’s in der neuen Amtszeit weitergeht – und ob beim nächsten Mal vielleicht doch noch ein Überraschungskandidat aus der Ecke springt. Bis dahin bleibt alles anders.

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