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StadtratRathausNeustadtWordPress

**Stadtrat tagt am 17. Juni im Rathaus: Wichtige Entscheidungen für Neustadt stehen an**

Neustadt an der Aisch blickt auf einen wichtigen Termin im Rathaus: Am Mittwoch, 17. Juni 2026, kommt der Stadtrat um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal zusammen. Für alle, die wissen wollen, was in ihrer Stadt gerade auf der Agenda steht, lohnt sich ein genauer Blick.

Bei der öffentlichen Sitzung beraten die gewählten Vertreterinnen und Vertreter über Themen, die Neustadt an der Aisch direkt betreffen. Welche Punkte genau behandelt werden, ist in der öffentlichen Bekanntmachung aufgeführt. Klar ist aber schon jetzt: Es geht um Entscheidungen, die das Leben vor Ort mitprägen können.

Kommunalpolitik klingt für manche trocken – ist sie aber längst nicht. Denn hier wird über das entschieden, was viele Menschen im Alltag spüren: von wichtigen Vorhaben für die Stadtentwicklung bis zu Fragen, die Neustadt in den kommenden Monaten und Jahren bewegen werden.

Wer sich für das Geschehen in seiner Stadt interessiert, kann den Termin also im Blick behalten. Denn der Stadtrat berät nicht irgendwo weit weg, sondern mitten in Neustadt an der Aisch – und das betrifft am Ende oft mehr Menschen, als man denkt.

**Quelle:** https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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**Mario Leibold bleibt Chef der Mittelstands-Union im Kreis Neustadt/Aisch – Mitgliederzahl wächst weiter**

Bei der Hauptversammlung der Mittelstands-Union im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ist Mario Leibold aus Neustadt erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt worden. Große Veränderungen gab es dabei nicht – dafür aber ein klares Signal der Geschlossenheit: Sämtliche Wahlen verliefen ohne Gegenstimmen.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, zählt die Mittelstands-Union aktuell 42 Mitglieder. Bei der vorangegangenen Wahl im September waren es noch 33. Die damalige Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Gerd Scheuenstuhl sein Amt niedergelegt und die Union verlassen hatte. Nun musste erneut gewählt werden, um den vom Landesverband vorgegebenen Wahlrhythmus einzuhalten und die Stimmberechtigung der Delegierten in den übergeordneten Gremien sicherzustellen.

Leibold hatte nach seiner ersten Wahl monatliche Treffen eingeführt, meist verbunden mit Firmenbesuchen. Dieses Format komme laut Mitteilung gut an: Zu den Veranstaltungen seien regelmäßig 30 bis 40 Teilnehmende gekommen – darunter nicht nur Mitglieder der Mittelstands-Union.

Auch inhaltlich will sich die Kreis-MU weiter einbringen. Für den CSU-Bezirksparteitag am 20. Juni in Bad Windsheim wurden zwei Anträge eingereicht. Dabei geht es um die Themen „Irrweg des Abschieds aus der Leistungsgesellschaft“ sowie „Weniger Staat – mehr Markt“. Das nächste Treffen ist am Dienstag, 7. Juli, bei Mekra Lang in Ergersheim geplant. Auch im August soll es wieder ein Monatstreffen geben.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Dominik Bauereiß aus Neustadt, Brigitte Hegendörfer aus Markt Erlbach, Dieter Hummel aus Bad Windsheim und Peter Müller aus Wilhelmsdorf gewählt. Dominik Bauereiß übernimmt dabei das Amt von seiner Mutter Jutta Bauereiß.

Zu Schriftführern wurden Reinhold Werner aus Emskirchen und Bernd Scheurer aus Neustadt bestimmt, wobei Scheurer neu in dieser Funktion ist. Neuer Schatzmeister ist Jan Winkler.

Dem erweiterten Vorstand gehören außerdem Horst Allraun aus Bad Windsheim, Rüdiger Göppel aus Obernzenn, Peter Haag aus Emskirchen sowie Dietmar Spitzer, ebenfalls aus Emskirchen, an. Peter Haag ist neu im Vorstand.

In seiner Rede warb der wiedergewählte Kreisvorsitzende dafür, sich weiterhin gemeinsam für gute Rahmenbedingungen für den Mittelstand einzusetzen. Nur wenn Mittelstand, Industrie und Handel erfolgreich seien, könne es auch dem Land gut gehen, so Leibold. Viele soziale Leistungen seien letztlich nur auf dieser wirtschaftlichen Grundlage möglich.

Unter dem Motto **„Ohne Mittelstand ist kein Staat zu machen“** wurde bei der Versammlung auch mit dem Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler und dem Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz diskutiert. Dabei ging es vor allem um Reformbedarf, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie Politik wieder praktikablere Lösungen schaffen kann.

Tobias Winkler sprach von über Jahre versäumten Reformen und den aktuellen globalen Herausforderungen, die nun viele Entscheidungen gleichzeitig notwendig machten. Dabei dürfe es aus seiner Sicht nicht um eine weitere Belastung der Bürger und Unternehmen gehen. Vielmehr müsse der Staat die vorhandenen Mittel aus den Rekordsteuereinnahmen gezielter einsetzen. Vorrang hätten bessere Standortbedingungen für die Wirtschaft und eine Modernisierung des Staates.

Werner Stieglitz stellte in diesem Zusammenhang das neue **„Einfach-mal-machen-Gesetz“** vor, das Mitte Mai in Kraft getreten ist. Es ermöglicht ausgewählten Kommunen, für eine begrenzte Zeit von bestimmten Vorschriften abzuweichen, um schnellere und bürgerfreundlichere Verfahren zu erproben.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Mittelstands-Union setzt im Landkreis weiter auf Kontinuität – und offenbar auch auf Wachstum. Dass monatliche Firmenbesuche und persönliche Treffen auf so guten Zuspruch stoßen, zeigt: Politik funktioniert vor Ort oft am besten dort, wo man miteinander spricht statt nur übereinander postet. Und wenn ausgerechnet ein Gesetz „Einfach-mal-machen-Gesetz“ heißt, dann klingt das fast schon so, als hätte jemand in der Politik entdeckt, was Handwerker und Mittelständler schon immer wissen: Weniger Papier, mehr Praxis hilft meistens weiter.

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**Tipp des Tages auf der Neustädter Kerwa: Elektronische Beats mit off.court im Wirtedorf**

Wer bei der Neustädter Kerwa nur an Festzelt, Klassiker und Blasmusik denkt, sollte heute Abend unbedingt einen Abstecher ins Wirtedorf machen. Dort wartet mit **off.court** ein Programmpunkt, der frischen Wind auf die Kerwa bringt und vor allem Freunde elektronischer Musik ansprechen dürfte.

Das junge DJ-Kollektiv aus Neustadt an der Aisch steht für moderne Sounds, gute Stimmung und eine besondere Atmosphäre. Seit 2024 sorgen Aaron und seine Freunde mit ihrem Projekt für elektronische Vibes in der Region und zeigen, dass auch **Techno, House und Trance** bestens zur fünften Jahreszeit passen können.

Besonders spannend: Im Laufe des Abends wechseln die DJs stündlich. Dadurch erwartet die Besucher ein abwechslungsreicher Mix aus verschiedenen Stilrichtungen, Stimmungen und musikalischen Einflüssen. Wer also Lust auf feine elektronische Musik, entspannte Feierlaune und einen etwas anderen Kerwa-Abend hat, dürfte hier genau richtig sein.

**off.court** steht dabei nicht nur für Musik, sondern auch für Gemeinschaft und das gemeinsame Feiern. Im Wirtedorf treffen Nachwuchs-DJs aus Neustadt auf ein Publikum, das offen für neue Klänge ist und die Kerwa einmal von einer anderen Seite erleben möchte.

Unser Tipp für heute ist deshalb klar: **Freunde schnappen, ins Wirtedorf gehen, etwas trinken und den Abend zu elektronischen Beats genießen.**

**Kommentar der Redaktion:**
Kerwa kann Tradition – aber eben auch ein bisschen Bass. Gerade solche jungen Gruppen zeigen, dass sich Brauchtum und neue Ideen nicht ausschließen müssen. Und sind wir ehrlich: Wenn man zwischen Bratwurst, Bier und Bierzelt auch noch gute elektronische Musik bekommt, ist das für Neustadt eher ein Gewinn als ein Wagnis.

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# Tipp des Tages auf der Neustädter Kerwa: Radspitz macht den Montagabend zur Party

Neustadt an der Aisch. Der Kirchweihmontag auf der Neustädter Kerwa ist für viele längst kein Geheimtipp mehr. Nach dem traditionellen Schützenauszug, dem offenen Bürgerschießen und einem entspannten Tag auf dem Festplatz wird es am Abend wieder richtig stimmungsvoll. Wer Musik, gute Laune und volle Festzelt-Atmosphäre mag, sollte sich diesen Programmpunkt nicht entgehen lassen.

Unser Tipp des Tages für den Montag: **Radspitz** im Festzelt.

Die Band ist auf der Neustädter Kerwa seit Jahren ein Garant für Stimmung. Sobald Radspitz loslegt, wird aus dem Festzelt schnell eine große Feierzone. Mitsingen, Schunkeln, Tanzen und Feiern gehören hier ganz einfach dazu. Wer die Gruppe schon einmal erlebt hat, weiß, dass es meist nicht lange dauert, bis die Bierbänke eher zur Nebensache werden.

Bereits ab **19 Uhr** sorgt die **Stadtkapelle Frankenland** mit Stimmungsmusik im Freien für die passende Einstimmung auf den Abend. Ab **19.30 Uhr** übernimmt dann **Radspitz** im Festzelt und dürfte die Kirchweih wieder ordentlich in Schwung bringen.

Der Neustädter Kirchweihmontag hat eben seinen ganz besonderen Reiz: tagsüber Tradition und Geselligkeit, am Abend dann Musik, volle Reihen und beste Kerwa-Stimmung. Für viele gehört genau dieser Abend zu den Höhepunkten der ganzen Festtage.

## Das Programm am Kirchweihmontag

– **ab 10.30 Uhr:** Schützenfrühschoppen im Wirtshaus „Scharfes Eck“
– **11.30 Uhr:** Allgemeiner Festbetrieb
– **12.30 Uhr:** Schützenauszug der KpSG 1471 Neustadt a.d.Aisch ab dem Wirtshaus „Scharfes Eck“
– **15.00 bis 21.00 Uhr:** Offenes Bürgerschießen (ab 8 Jahren) im Schießhaus
– **19.00 Uhr:** Stimmungsmusik im Freien mit der Stadtkapelle Frankenland
– **19.30 Uhr:** Showband Radspitz im Festzelt

Also kurz gesagt: Wer am Montagabend noch nichts vorhat, findet auf der Neustädter Kerwa beste Chancen auf einen Abend mit viel Musik, guter Stimmung und vielleicht auch dem einen oder anderen „Ach komm, wir bleiben doch noch ein bisschen“.

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Neustadt an der Aisch

Erst Armdrücken, dann fliegen die Fäuste. Vor einer Shisha-Bar in Neustadt an der Aisch ist ein Abend am Samstag völlig eskaliert. Am Ende lag der Besitzer verletzt am Boden, die Täter sind noch weg.

Nach Angaben der Polizei begann alles in der Bar mit einem Kräftemessen zwischen zwei Gästen. Die Männer machten Armdrücken an einem Tisch. Dabei ging das Möbelstück kaputt. Der Wirt setzte die beiden deshalb vor die Tür und begleitete sie nach draußen.

Dort kippte die Lage laut Polizei sofort. Einer der beiden Männer soll dem Barbesitzer mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Mann stürzte. Danach sollen beide Täter noch mehrfach auf ihn eingetreten haben. Der Besitzer erlitt Prellungen und Schürfwunden.

Die Polizeiinspektion Neustadt an der Aisch ermittelt wegen Körperverletzung und sucht jetzt Zeuginnen und Zeugen. Wer den Vorfall beobachtet hat oder Hinweise zu den zwei noch unbekannten Männern geben kann, soll sich unter 09161/8853-14 melden. Gerade rund um Lokale in der Innenstadt hoffen die Ermittler:innen auf Beobachtungen von Passant:innen oder Gästen.

Wichtig für unsere Leser:innen: Ein „Like“ bedeutet bei solchen Berichten nicht Zustimmung zur Tat, sondern nur, dass der Beitrag lesenswert ist.

Quellen: Polizei NEA veröffentlicht am 07.06.2026; Symbolbild: KI generiert

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# Einhörner, Drachen und Feen in den Kreisbüchereien
## Wanderbuchausstellung „Einfach Fantastisch“ läuft noch bis 10. Juli

Neustadt/Aisch-Bad Windsheim – Wer gerne in fantastische Welten eintaucht, ist bei der aktuellen Wanderbuchausstellung „Einfach Fantastisch“ genau richtig: Noch bis Freitag, 10. Juli, laden die Kreisbüchereien Bad Windsheim und Scheinfeld gemeinsam mit der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises dazu ein, in Geschichten voller Magie, Abenteuer und geheimnisvoller Wesen zu stöbern.

Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung mitteilt, wird die Ausstellung von den kommunalen Jugendpflegerinnen und Jugendpflegern des Bezirks in Zusammenarbeit mit der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Nürnberg organisiert.

Im Mittelpunkt stehen Bücher rund um Einhörner, Drachen, Feen und viele weitere fantastische Themen. Das Genre Fantasy hat seit vielen Jahren einen festen Platz in der Literatur und ist besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Seine Wurzeln reichen weit zurück: Märchen, Sagen und Legenden gelten als wichtige Vorläufer und prägen bis heute viele typische Elemente – etwa die Reise von Heldinnen und Helden oder den Kampf zwischen Gut und Böse.

Die Ausstellung bietet eine breite Auswahl für verschiedene Altersgruppen. Zu finden sind sowohl Sachbücher als auch Erzählungen für Kinder von sechs bis neun Jahren, für Neun- bis 13-Jährige sowie für Jugendliche ab 13 Jahren. Ergänzt wird das Angebot durch Romane, Comics und Mangas.

Zum Auftakt hatte die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises bereits am vergangenen Dienstag im Rahmen des Ferienpass-Programms ein Bilderbuchkino mit anschließender Bastelaktion zum Thema „Superhelden“ in der Kreisbücherei Scheinfeld veranstaltet. Das kostenlose Angebot für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren wurde laut Mitteilung gut angenommen.

Weitere Informationen gibt es im Ferienpass. Das Anmeldeformular ist auf der Website des Landratsamtes Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim unter der Rubrik „Ferienpass“ zu finden.

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# Kerwa-Tipp des Tages: Der Festbieranstich am Musikpavillon

Endlich ist es soweit: Heute, am 6. Juni, beginnt die Neustädter Kerwa 2026!

Neun Tage lang steht die Kreisstadt wieder ganz im Zeichen ihrer fünften Jahreszeit. Menschen treffen sich, Freunde kommen zusammen, Erinnerungen werden geschaffen und die besondere Kerwa-Stimmung zieht durch die Straßen und über den Festplatz.

Ganz offiziell eröffnet wird die Kerwa heute mit dem traditionellen Festbieranstich am Musikpavillon. Erster Bürgermeister Alexander Müller wird dabei das erste Fass anschlagen und damit den Startschuss für die Neustädter Kerwa 2026 geben.

Unser Kerwa-Tipp des Tages: Schaut vorbei, erlebt den Bieranstich live und genießt die besondere Atmosphäre, wenn die Kerwa endlich beginnt.

Wir von NaAZA wünschen allen Neustädterinnen und Neustädtern, allen Gästen aus nah und fern sowie den Schaustellern, Vereinen und Organisatoren eine wunderschöne, friedliche und fröhliche Kerwa.

Genießt den ersten Kerwatag, trefft alte Bekannte, lacht miteinander und sammelt Erinnerungen, die noch lange bleiben.

Auf eine schöne Neustädter Kerwa 2026!

Samstag, 06.06.

13.45 Uhr Einzug des Festzuges mit Tanzgruppen von der Bamberger Straße zum Marktplatz

14.00 Uhr Platzkonzert mit der Stadtkapelle Frankenland und fränkischen Kirchweihtänzen am Marktplatz

14.30 Uhr Musikeinzug und Festzug ab Rathaus, Stadtkapelle Frankenland; ökumenisches Kirchweihsingen

an der Evang. Stadtkirche, Bayer. Defiliermarsch vor Geburtshaus von Adolph Scherzer

15.00 Uhr Festbieranstich am Musikpavillon durch den Ersten Bürgermeister Alexander Müller

Allgemeiner Festbetrieb

Musik im Freien, Stimmungsmusik mit der Stadtkapelle Frankenland

17.00 – 21.00 Uhr Offenes Bürgerschießen der Kgl.-priv.-Schützengesellschaft (ab 8 Jahren) im Schießhaus

19.00 Uhr Musik in der Festhalle, Stimmungsmusik mit den “Lichtenauer Musikanten”

19.30 Uhr Musik im Festzelt, Stimmungsmusik mit der Band „VOLLDAMPF … Party pur aus Franken“

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# Kirchweihfichte zersägt: Ficht’n-Lupfer retten den Start der Neustädter Kerwa

Noch bevor die Neustädter Kerwa 2026 offiziell begonnen hat, sorgt ein ungewöhnlicher Vorfall für Gesprächsstoff. Ausgerechnet die für die Kirchweih vorgesehene Fichte wurde von Unbekannten gefällt und in rund einen Meter lange Stücke zersägt. Doch statt sich die Stimmung verderben zu lassen, reagierten die Ficht’n-Lupfer schnell – und retteten damit den Kerwa-Start.

Als die Ficht’n-Lupfer am Freitagmorgen die ausgesuchte Kirchweihfichte holen wollten, bot sich ihnen ein unerwartetes Bild: Vom ursprünglich vorgesehenen Baum war nur noch ein Haufen zersägter Holzstücke übrig. Offenbar hatten Unbekannte die Fichte bereits vorher gefällt und komplett unbrauchbar gemacht.

Trotz dieses ärgerlichen Zwischenfalls war für die Beteiligten schnell klar: Aufgeben ist keine Option. Es wurde organisiert, beraten und gehandelt. In kurzer Zeit konnte eine neue Fichte gefunden, vorbereitet und für den Transport bereitgemacht werden.

Damit ist die Tradition in Neustadt nicht ins Wanken geraten. Die neue Kirchweihfichte steht bereit, und die Neustädter Kerwa kann wie geplant beginnen.

Gerade solche Momente zeigen, was eine Kerwa oft besonders macht: Wenn etwas schiefläuft, sind Menschen da, die zusammenhalten, improvisieren und mit anpacken. Genau dieser Einsatz hat dafür gesorgt, dass die Feierlichkeiten nun doch wie vorgesehen starten können.

**Kommentar der Redaktion:**
So eine Aktion braucht wirklich kein Mensch – und schon gar nicht kurz vor der Kerwa. Aber wenn man es positiv sehen will: Die Unbekannten haben unfreiwillig gezeigt, dass die Ficht’n-Lupfer nicht nur Bäume holen, sondern auch Krisen meistern können. Die Kerwa lebt eben nicht nur von Bier, Bratwurst und Fahrgeschäften, sondern vor allem von Leuten, die nicht lange jammern, sondern einfach machen.

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Originale auf der Neustädter Kerwa – und die, die es noch werden wollen
Teil 5: Unser Bürgermeister Alexander Müller
Manche Kerwa-Originale brauchen Jahrzehnte, um diesen Status zu erreichen. Andere bringen vielleicht schon alles mit, was es dafür braucht.
Alexander Müller wurde erst im März zum Ersten Bürgermeister der Kreisstadt gewählt. Die bevorstehende Neustädter Kerwa wird deshalb seine erste als Stadtoberhaupt sein. Und auch wenn er noch nicht so lange im Bürgermeisteramt ist, eines wird schnell klar: Die Neustädter Kerwa begleitet ihn schon sein ganzes Leben.
Fragt man Alex nach seinen ersten Erinnerungen an die Kerwa, muss er nicht lange überlegen.
„Auf jeden Fall Zuckerwatte, die Rot-Kreuz-Losbude, das Kettenkarussell und der Safari-Trip, der heute ja gar nicht mehr so heißt.“
Es sind Erinnerungen, wie sie viele Neustädter teilen. Erinnerungen an eine Zeit, als die Kerwa noch riesengroß wirkte, das Kerwageld in der Tasche steckte und jede Fahrt im Karussell ein kleines Abenteuer war.
Besonders gerne denkt er an die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden zurück.
„Spaß, viel Lachen und natürlich das Kerwageld ausgeben. Meine Zwillingsschwester war da deutlich sparsamer als ich“, erzählt er mit einem Schmunzeln.
Und dann gab es da noch etwas, das für ihn zur Kerwa einfach dazugehört:
Ein Kerwaschaschlik.
Manchmal sind es eben genau diese kleinen Dinge, die Jahrzehnte später noch die schönsten Erinnerungen hervorrufen.
In diesem Jahr erlebt Alex die Kerwa allerdings aus einer ganz neuen Perspektive. Zum ersten Mal steht er als Bürgermeister im Mittelpunkt des Geschehens.
Besonders freut er sich auf einen ganz besonderen Moment.
„Das Highlight ist für mich jedes Jahr der Bieranstich. Und heuer habe ich die große Ehre, das große Fass im Pavillon anzustechen – gemeinsam mit der Stadtkapelle Frankenland und unserem Brauer Georg Hofmann.“
Ein Moment, den wohl jeder Neustädter Bürgermeister mit Spannung erwartet.
Doch die Kerwa ist für Alexander Müller weit mehr als Bieranstich, Fahrgeschäfte und Festzelt.
„Egal wie das Wetter ist – hoffentlich natürlich gut –, zur Kerwa kommen alle zusammen. Neustädter und ehemalige Neustädter. Man trifft Bekannte und Freunde wieder, lacht miteinander und hat einfach eine gute Zeit.“
Tatsächlich ist genau das vielleicht das Besondere an der Neustädter Kerwa. Für ein paar Tage scheint die Stadt ein wenig enger zusammenzurücken. Menschen, die sich das ganze Jahr über kaum sehen, begegnen sich plötzlich zwischen Losbude, Festzelt und Marktplatz wieder.
Und natürlich gehört auch die kulinarische Seite dazu.
„Ein gutes Mäßchen und die Kerwa-Kulinarik unserer Metzgerbuden dürfen natürlich nicht fehlen“, sagt Alex.
Vielleicht ist es noch zu früh, Alexander Müller bereits zu den großen Originalen der Neustädter Kerwa zu zählen. Schließlich steht ihm seine erste Kerwa als Bürgermeister noch bevor.
Aber wer die Kerwa seit seiner Kindheit liebt, sich noch an Zuckerwatte, Kerwaschaschlik und die ersten Fahrten im Kettenkarussell erinnert und sich heute genauso auf das Wiedersehen mit den Menschen freut wie früher, der bringt beste Voraussetzungen mit.
Wer weiß also?
Vielleicht schreiben wir in einigen Jahren nicht mehr über einen Bürgermeister auf seiner ersten Kerwa.
Sondern über ein echtes Neustädter Kerwa-Original.
Und vielleicht beginnt jede Kerwa-Legende genau so: Mit einem Jungen, der sein Kerwageld lieber ausgibt als spart, Zuckerwatte liebt und sich viele Jahre später plötzlich auf dem Podium beim Bieranstich wiederfindet.

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**470 Jahre Kirchweih in Neustadt: Neun Tage feiern, genießen und Kerwa erleben**

In Neustadt an der Aisch heißt es bald wieder feiern, lachen und gemeinsam eine der schönsten Traditionen der Region hochleben lassen: Von **6. bis 14. Juni 2026** steigt die große **Neustädter Kirchweih** – und die hat in diesem Jahr einen ganz besonderen Grund zum Anstoßen. Denn gefeiert wird bereits die **470. Kirchweih**.

Damit gehört die Neustädter Kerwa zu den traditionsreichsten Festen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Zum Auftakt darf natürlich ein echter Klassiker nicht fehlen: das **Ficht’n-Aufstellen** durch die Fichtn-Lupfer. Danach folgen zahlreiche weitere Höhepunkte wie **Festumzug**, **Bieranstich** und ein buntes Programm, das Neustadt wieder für mehrere Tage in Feierlaune versetzen wird.

Besonders beliebt ist Jahr für Jahr das **Kerwadorf**, das vor allem viele junge Besucherinnen und Besucher anzieht. Dazu kommen **Live-Musik**, ein **Festzelt**, **Kirchweihbier**, fränkische Spezialitäten und die bekannten **Fahrgeschäfte auf dem Festplatz**. Wer es lieber etwas entspannter mag, kann die besondere Kirchweihstimmung auch ganz gemütlich unter den Bäumen genießen.

Auch organisatorisch ist vorgesorgt: Die Stadt informiert rund um **Parkmöglichkeiten**, **Verkehrsregelungen** und **Buslinien**. Wer sich schon vorab mit Biermarken eindecken möchte, kann diese an mehreren **Vorverkaufsstellen in Neustadt, Diespeck, Pahres und Münchsteinach** kaufen. Der Preis liegt bei **10,90 Euro** pro Biermarke inklusive Bedienungsgeld. Beim Kauf von **20 Marken** gibt es **eine gratis** dazu.

Für viele Menschen aus Neustadt an der Aisch und dem gesamten Umland ist die Kirchweih seit Generationen ein fester Termin im Kalender. 2026 dürfte das erst recht gelten – schließlich feiert die Stadt nicht irgendeine Kerwa, sondern ein stolzes Jubiläum.

**Kommentar der Redaktion:**
470 Kirchweihen – das muss man erst einmal schaffen. Während sich in der Welt vieles ständig verändert, bleibt die Kerwa in Neustadt für viele ein Stück Verlässlichkeit, Heimat und fränkische Lebensfreude. Und seien wir ehrlich: Eine gute Kirchweih erkennt man nicht nur am Festumzug oder am Bieranstich, sondern auch daran, dass man garantiert jemanden trifft, den man „eigentlich nur mal schnell grüßen“ wollte – und dann doch eine halbe Stunde festhängt. Genau das macht solche Feste bei uns in der Region aus.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 4: Die Ficht’n-Lupfer

Nur noch ein Tag.

Nur noch ein Tag, bis auf dem Neustädter Marktplatz wieder die Kirchweihfichte aufgerichtet wird und die Neustädter Kerwa beginnt. Für viele Besucher ist das der offizielle Start der fünften Jahreszeit. Für die Ficht’n-Lupfer ist es der Höhepunkt vieler Wochen Vorbereitung und gelebter Tradition.

Seit 1981 gehören die Ficht’n-Lupfer untrennbar zur Neustädter Kerwa. Kaum eine Gruppe steht so sehr für das, was die Kerwa ausmacht: Gemeinschaft, Brauchtum, Geselligkeit und die Freude daran, etwas für die eigene Heimat zu tun.

Dabei beginnt ihre Arbeit lange bevor die ersten Maßkrüge gefüllt werden und die Musik spielt.

Schon Wochen vorher werden die Bänke und Tische gestrichen und vorbereitet. Am Mittwoch vor der Kerwa trifft man sich traditionell zur Schlachtschüssel. Dort wird nicht nur gegessen. Dort werden Geschichten erzählt, Erinnerungen ausgetauscht und die Vorfreude auf die kommenden Tage geteilt. Denn für die Ficht’n-Lupfer ist die Kerwa mehr als nur ein Fest. Sie ist ein Stück Heimat.

Der Freitag ist dann ihr großer Tag.

Um 13 Uhr wird die Kirchweihfichte geholt. Anschließend wird sie an der Neustadthalle geschmückt. Ab 15 Uhr beginnt auf dem Marktplatz der Aufbau von Tischen und Bänken. Während viele Neustädter noch ihrem Alltag nachgehen, wird im Hintergrund bereits gearbeitet, organisiert und vorbereitet.

Und wie jedes Jahr gibt es eine Frage, die alle beschäftigt:

Wie wird das Wetter?

Zu starker Wind kann das Aufstellen der Fichte erschweren, Regen braucht an diesem Tag niemand. Die Hoffnung aller Beteiligten ist dieselbe: trockenes Wetter und ein ruhiger Himmel über Neustadt.

Wenn dann um 19 Uhr die Kirchweihfichte aufgerichtet wird, blicken Hunderte Besucher auf den Marktplatz. Musik, Volkstanz und die besondere Stimmung machen diesen Moment Jahr für Jahr zu einem der schönsten Augenblicke der gesamten Kerwa.

Natürlich gehört auch die Bewirtung dazu. Mit dabei sind traditionell Manu und Peter Wirth, die als Metzger Steaks und Bratwürste für die Besucher zubereiten und dafür sorgen, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Doch die Ficht’n-Lupfer prägen die Kerwa nicht nur am Freitag.

Am Kirchweihmontag treffen sie sich zum Frühschoppen am Marktplatz. Gegen Mittag setzt sich der traditionelle Zug mit Bollerwagen, Quetsche und Teufelsgeige in Bewegung. Gemeinsam geht es vom Marktplatz hinunter zum Festplatz. Wer den Klängen folgt, merkt schnell: Hier wird nicht einfach nur gefeiert. Hier werden Erinnerungen geschaffen.

Auch der Dienstag gehört inzwischen zum festen Programm. Das traditionelle Kerwaspiel gegen die Stadt Neustadt hat ausgedient. An seine Stelle tritt heuer erstmals ein Kleinfeldturnier mit Mannschaften der Ficht’n-Lupfer, der Stadt Neustadt, des Landratsamtes und der Sparkasse Neustadt. Ein neuer Programmpunkt, der ganz im Sinne der Kerwa steht: gemeinsam Spaß haben, zusammenkommen und die Tradition weiterentwickeln.

Vielleicht macht genau das die Ficht’n-Lupfer zu einem echten Original der Neustädter Kerwa.

Sie stellen nicht nur die Fichte auf. Sie halten eine Tradition lebendig. Eine Tradition, die seit Jahrzehnten Generationen von Neustädtern verbindet. Viele waren als Kinder Zuschauer, später Helfer und irgendwann selbst Teil dieser Gemeinschaft.

Wenn morgen Abend die Fichte über dem Marktplatz steht, sehen die Besucher nur wenige feierliche Minuten. Dahinter stecken viele Stunden Arbeit, viele helfende Hände und vor allem Menschen, die ihre Kerwa lieben.

**Und vielleicht ist genau das das Geheimnis der Ficht’n-Lupfer: Sie stellen nicht nur die Fichte auf – sie sorgen dafür, dass ein Stück Neustadt jedes Jahr aufs Neue Wurzeln schlägt.**

Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
– NaAZA.de | Neues an Aurach, Zenn und Aisch.

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# Neustadt: Ortssprecher gewählt, Bauernmarkt pausiert zur Kirchweih und Schützen blicken auf starkes Jahr zurück

In Neustadt an der Aisch gibt es gleich mehrere aktuelle Entwicklungen aus dem Stadtgeschehen: Die Ortssprecherwahlen in den Stadtteilen sind abgeschlossen, wegen der Kirchweih gibt es Änderungen bei Bauernmarkt und Stadtverwaltung – und auch die Neustädter Schützen haben bei ihrer Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Hier der Überblick über die wichtigsten Nachrichten aus Neustadt.

## Ortssprecher für Neustädter Stadtteile stehen fest

Die Wahlen der Ortssprecher in den Neustädter Stadtteilen sind abgeschlossen. Gewählt wurde in den Ortsteilen, die keinen eigenen Vertreter in den Stadtrat entsandt haben.

Wie Bürgermeister Alexander Müller mitteilte, wurden in Birkenfeld gemeinsam mit Weiherhof sowie in Schauerheim die bisherigen Amtsinhaber bestätigt. Für Birkenfeld und Weiherhof bleibt damit Bastian Krämer Ortssprecher, in Schauerheim weiterhin Achim Pfundt.

Eine besondere personelle Kontinuität gibt es in Herrnneuses: Dort wurde Wilfried Westhauser zum Ortssprecher gewählt. Westhauser war bereits von 1990 an über 18 Jahre lang Ortssprecher seines Heimatortes, wechselte anschließend 2008 in den Stadtrat und setzte sich dort weitere 18 Jahre für Herrnneuses ein. Nun übernimmt er wieder seine frühere Aufgabe. Nach dem Ende der laufenden Wahlperiode würde er damit auf insgesamt 42 Jahre kommunalpolitisches Engagement für seinen Ort kommen. Für den Stadtrat hatte er nicht erneut kandidiert.

Neu gewählt wurden außerdem Michael Schütz als Ortssprecher für Ober- und Unterschweinach sowie Stöckach, Melanie Röder für Schellert und Simon Lettenmeier für Eggensee und Chauseehaus.

In anderen Ortsteilen war keine Wahl mehr notwendig, weil dort Einwohner bereits in den Stadtrat gewählt wurden. Das betrifft unter anderem Unternesselbach mit Karl-Heinz Haag und Diebach mit Sven Summ.

## Kein Bauernmarkt am Kirchweih-Samstag

Wegen der Neustädter Kirchweih fällt der Bauernmarkt auf dem Marktplatz am Samstag, 6. Juni, aus. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits am Samstag, 13. Juni, soll der Bauernmarkt wieder wie gewohnt stattfinden.

Auch bei der Stadtverwaltung gibt es eine kirchweihbedingte Änderung: Am Montag, 8. Juni, bleiben die Dienststellen geschlossen. Ab Dienstag, 9. Juni, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten.

## Neustädter Schützen: Erfolgreiches Jahr und viele Neuerungen

Bei der Mitgliederversammlung der Neustädter Schützen ließ Schützenmeister Michael Staude das vergangene Jahr Revue passieren. Als einen der Höhepunkte bezeichnete er die Gründung der neuen Abteilung „Dartschützen“, die sich als voller Erfolg erwiesen habe. Auch die Gaumeisterschaft 2025 sowie das Rothenburger Freundschaftsschießen gehörten zu den besonderen Ereignissen.

Gut angenommen wurden laut Staude erneut die beiden Flohmärkte. Ebenso positiv fiel die Beteiligung am Bürgerschießen während der vergangenen Kirchweih aus. Die Schützen engagierten sich außerdem beim Heimatfest in verschiedenen Bereichen und waren auch beim Festzug mit einer großen Abordnung vertreten. Auch der Kunst- und Handwerkermarkt sei auf gute Resonanz gestoßen.

Sportleiter Sebastian Delatron gratulierte Barbara Schygulla, Markus Stark, Dagmar Gebers-Staude und Michael Staude zu beachtlichen Ergebnissen bei Gau- und Bezirksmeisterschaften sowie bei bayerischen und deutschen Meisterschaften. Besonders erfolgreich war die Mannschaft Luftgewehr-Auflage, die den Rundenwettkampf im Gau Uffenheim mit 14:0 Punkten gewann.

Auch die neue Dartabteilung blickt auf einen gelungenen Start zurück. Abteilungsleiter Michael Dummert-Kerschbaum sprach von einem beeindruckend erfolgreichen ersten Jahr. Innerhalb von zwölf Monaten traten 24 neue Mitglieder ein. Im Ligabetrieb sicherte sich die erste Mannschaft mit 24:4 Punkten direkt den Aufstieg.

## Veränderungen bei den Ämtern

Schatzmeister Reinhard Wendel zog ebenfalls eine positive Bilanz des Jahres 2025, stellte sein Amt jedoch zur Verfügung. Zu seiner Nachfolgerin wurde Heike Sedat-Schmidt gewählt. Hermann Seeberger junior wurde als stellvertretender Schatzmeister bestätigt, Dagmar Gebers-Staude übernimmt den Posten der Schatzmeister-Assistentin.

Neue Sportleiterin ist Alicia Staude. Oliver Schmidt wurde erneut in den Gesellschaftsausschuss gewählt. Diesem gehören weiterhin auch Michael Dummert-Kerschbaum und Sven Steffen aus der Dartabteilung an. Als Rechnungsprüfer fungieren Michaela Gebers und Reinhard Wendel. Bürgermeister Alexander Müller wurde als Nachfolger von Klaus Meier zum Schützenkommissar ernannt.

## Blick auf das Jubiläumsjahr

Schützenmeister Michael Staude begrüßte zudem 26 Neumitglieder und verwies auf die anstehenden Veranstaltungen. Auch künftig soll es wieder Flohmärkte und den Kunst- und Handwerkermarkt geben. Zudem wollen sich die Schützen erneut bei „Kunst um die Bleich“ beteiligen.

Ein besonderer Höhepunkt steht im September bevor: Dann feiern die Neustädter Schützen ihr 555-jähriges Bestehen. Geplant sind eine Ü18-Party in der NeustadtHalle am Schloss sowie ein festlicher Kommersabend unter der Schirmherrschaft der Ehrenamtsbeauftragten und Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt.

Zum Abschluss wurde noch eine besondere Geste bekannt: Die Schützenfrauen spenden für das Jubiläum das Fahnenband. Heike Sedat-Schmidt wird die Stickarbeit selbst übernehmen. Außerdem sind einheitliche Shirts für die Schützendamen geplant.

## Kommentar der Redaktion

In Neustadt zeigt sich einmal mehr, wie viel ehrenamtliches Engagement in den Ortsteilen und Vereinen steckt. Ob Ortssprecher, Schützen oder neue Dartabteilung – vieles lebt von Menschen, die nicht lange reden, sondern einfach anpacken. Und 42 Jahre Einsatz für ein Dorf wie bei Wilfried Westhauser: Das ist schon mehr als ein Ehrenamt, das ist fast ein kommunalpolitisches Lebenswerk. Da darf man ruhig den Hut ziehen – oder in Neustadt vielleicht passender: die Kirchweihkappe.

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# Wie viel ist kommunales Ehrenamt wert?

Wer in Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag sitzt, macht das ehrenamtlich – ganz ohne Arbeit ist dieses Ehrenamt aber natürlich nicht. Sitzungen wollen vorbereitet, Unterlagen gelesen, Themen mit Bürgerinnen und Bürgern besprochen und Entscheidungen oft noch nachbereitet werden. Dafür gibt es in den meisten Kommunen ein Sitzungsgeld. Wie hoch diese Entschädigung in unserer Region ausfällt, ist allerdings sehr unterschiedlich. NaAZA.de hat den Überblick für Neustadt an der Aisch, Emskirchen, Neuhof, Markt Erlbach, Diespeck, Hagenbüchach, Wilhelmsdorf und den Landkreis.

In vielen Kommunen wird die Höhe des Sitzungsgeldes zu Beginn einer neuen Wahlperiode festgelegt und dann über Jahre hinweg nicht mehr verändert. Im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim reicht die Spanne aktuell von 0 bis 60 Euro in den Gemeinden, im Kreistag sind es inzwischen 75 Euro pro Sitzung.

Gerade diese Frage sorgt immer wieder für Diskussionen: Darf man in finanziell angespannten Zeiten die Entschädigung für Ratsmitglieder erhöhen? In manchen Orten wurde genau das kritisch gesehen. Dort hieß es, eine Erhöhung wäre ein falsches Signal nach außen. Andere Kommunen argumentierten dagegen, dass die allgemeine Teuerung abgefedert werden müsse und das Sitzungsgeld ohnehin eher eine Aufwandsentschädigung als ein echter Lohn sei.

Tatsächlich ist die Arbeit in den Gremien deutlich mehr als nur der Termin im Sitzungssaal. Wer sich engagiert, investiert Zeit – oft neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen. Dazu kommt: Sitzungen finden meist abends statt und können sich bis spät in die Nacht ziehen. Gerade deshalb wird auch darüber diskutiert, ob eine angemessene Entschädigung nicht sogar helfen kann, weiterhin genügend Menschen für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen.

Im Kreistag wurde das Sitzungsgeld nun von 60 auf 75 Euro angehoben. Auch dort gab es eine Debatte. Befürworter verwiesen auf Inflation, gestiegenen Aufwand und darauf, dass kommunalpolitisches Engagement für möglichst viele Bevölkerungsgruppen machbar bleiben müsse – nicht nur für Menschen, die es sich finanziell besonders leicht leisten können.

Neu beziehungsweise stärker im Blick sind zudem Regelungen wie Betreuungsgeld, wenn etwa wegen einer Abendsitzung zusätzliche Kinderbetreuung nötig wird. Solche Unterstützungen können helfen, dass sich auch jüngere Menschen oder Familien stärker in der Kommunalpolitik einbringen.

## Sitzungsgeld im Überblick

– **Neustadt an der Aisch:** 60 Euro
– **Emskirchen:** 35 Euro
– **Wilhelmsdorf:** 20 Euro
– **Markt Erlbach:** 45 Euro
– **Neuhof an der Zenn:** 15 Euro
– **Hagenbüchach:** 0 Euro
– **Diespeck:** 45 Euro
– **Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim:** 75 Euro

## Kommentar der Redaktion

Wenn man ehrlich rechnet, sind 0 bis 60 Euro für Vorbereitung, Nachbereitung und oft mehrstündige Sitzungen am Abend meist weit weg von einem echten Stundenlohn – vom Mindestlohn ganz zu schweigen. Wer ein Ratsmandat übernimmt, tut das sicher nicht wegen des Geldes. Eher im Gegenteil: Wer kommunalpolitisch aktiv ist, braucht Zeit, Geduld, starke Nerven und manchmal vermutlich auch eine sehr leidensfähige Kaffeetasse. Die Diskussion darüber, dass hier „zu viel“ bezahlt werde, greift deshalb in vielen Fällen zu kurz. Das Sitzungsgeld ist keine Belohnung, sondern eher ein kleiner Ausgleich für ein wichtiges Ehrenamt.

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Neustadt an der Aisch

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 3: Der Hawaiihemd-Montag
Noch drei Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird. Drei Tage, bis die fünfte Jahreszeit in Neustadt wieder beginnt. Zeit für den dritten Teil unserer Serie „Originale auf der Neustädter Kerwa“.

Manche Traditionen sind uralt. Andere entstehen ganz still, irgendwo zwischen einer Maß Bier, einem langen Kerwasonntag und einer Idee, die eigentlich niemand mehr so genau für sich beanspruchen kann.

Der Hawaiihemd-Montag gehört zu den jüngsten Traditionen der Neustädter Kerwa. Und doch fragen sich inzwischen viele Besucher jedes Jahr aufs Neue: Warum laufen am Kirchweihmontag plötzlich so viele Neustädter in bunten Hawaiihemden über den Festplatz?

Die Antwort beginnt im Jahr 2023.

Nach einem recht langen und, wie Beteiligte heute schmunzelnd erzählen, auch recht durstigen Kerwasonntag war für den Montag große Hitze angekündigt. Irgendwann fiel die Frage: „Was zieh ma bei der Hitz morgn bloß o?“

Wie das bei guten Kerwa-Geschichten so ist, gibt es mehrere Menschen, die behaupten könnten, die Idee gehabt zu haben. Wahrscheinlich führte damals einfach eine Maß zur nächsten und am Ende entstand daraus etwas, das heute schon fast selbstverständlich zur Kerwa dazugehört.

Beim ersten Frühschoppen erschienen gerade einmal sechs Personen im Hawaiihemd. Die Reaktionen der anderen ließen nicht lange auf sich warten. Am häufigsten war wohl der Satz zu hören: „Hätter wos gsocht …“

Die Antwort darauf fiel ebenso typisch fränkisch aus: „Wärst halt net ham!“

Aus den sechs Hawaiihemden wurden im Laufe der Jahre immer mehr. 2025 saßen bereits rund 15 bunt gekleidete Kerwabesucher gemeinsam am Tisch. Und längst bleibt es nicht mehr beim Frühschoppen. Spätestens am Abend, wenn im Festzelt traditionell die Band Radspitz aufspielt, sind die farbenfrohen Hemden überall zu sehen.

So wurde aus einer spontanen Idee eine neue Kerwa-Tradition.

Und wie jede gute Tradition brachte auch diese ihren eigenen Ableger hervor. Aus dem Hawaiihemd-Montag entstand später der Hawaiihemd-Freitag. Im Winter 2026 gab es sogar einen Hawaiihemd-Freitag ganz ohne Kerwa. Einfach deshalb, weil gerade keine Kirchweih war und man trotzdem Lust auf ein wenig Kerwa-Gefühl hatte.

Heute gehört der Hawaiihemd-Montag für viele Neustädter fest zur Kerwa dazu. Jahr für Jahr werden es mehr Menschen, die sich ein buntes Hemd überstreifen und damit zeigen, dass Traditionen nicht immer Jahrzehnte alt sein müssen.

Manche entstehen einfach an einem heißen Montagmorgen.

Und wer weiß: Vielleicht wird in dreißig oder vierzig Jahren jemand seinen Enkeln erzählen, dass er damals dabei war, als sechs Neischdädter mit Hawaiihemd zum Frühschoppen erschienen und damit eine neue Neustädter Tradition begründeten.

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 2: Die Rot-Kreuz-Losbude

Noch vier Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz wieder die Kerwa-Fichte in den Himmel ragt. Vier Tage, bis sich Neustadt wieder in jenen besonderen Ort verwandelt, den wir alle kennen und lieben. In einen Ort voller Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten.

Grund genug für den zweiten Teil unserer Serie **„Originale auf der Neustädter Kerwa“**.

Manche Originale haben einen Namen. Andere ein Gesicht. Und manche stehen einfach seit Jahrzehnten an ihrem Platz und gehören so selbstverständlich dazu, dass man sich die Kerwa ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann.

So wie die Rot-Kreuz-Losbude.

Seit 1971 steht sie am Festplatz. Still, verlässlich und jedes Jahr aufs Neue bereit, tausende kleine Hoffnungen entgegenzunehmen. Für viele Neustädter ist sie weit mehr als nur eine Bude. Sie ist ein Stück Kindheit.

Wer hier als Bub oder Madla aufgewachsen ist, kennt dieses Gefühl noch genau. Die Münzen fest in der Hand, den Blick auf die vielen Gewinne gerichtet und die feste Überzeugung: *Heute ziehe ich den Hauptgewinn.*

Meistens wurde daraus natürlich nichts.

Aber so ist das mit den schönsten Erinnerungen. Man vergisst die vielen Nieten. Man erinnert sich nur an den einen Stoffbären, den man gewonnen hat. An das kleine Auto. An die Puppe. Oder einfach an das glückliche Gefühl, das man damals mit nach Hause genommen hat.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis dieser Losbude.

Denn sie verkauft nicht nur Lose. Sie verkauft seit Jahrzehnten kleine Momente des Glücks.

Bis heute gehört es für viele Kerwabesucher dazu, vor dem Heimweg noch einmal stehen zu bleiben. Ein letztes Los. Ein letzter Versuch. Ein letzter Plausch mit Bekannten. Und manchmal auch ein letzter Grund, noch ein paar Minuten länger auf der Kerwa zu bleiben.

Dabei war die Losbude lange Zeit noch mehr als nur ein Ort für Gewinne und Nieten. Bis vor rund zehn Jahren war sie gleichzeitig die Anlaufstelle des Sanitätsdienstes auf der Kirchweih. Wer Hilfe brauchte, wusste genau, wo er sie finden konnte.

Und auch hinter dem Tresen wurde immer Gemeinschaft gelebt.

Früher standen dort nicht nur ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch Beschäftigte der Stadt Neustadt, der Sparkasse oder der VR-Bank übernahmen Schichten und halfen mit. Die Losbude war damit ein kleines Abbild dessen, was eine Kerwa eigentlich ausmacht: Zusammenhalt.

Bis heute erfüllen die verkauften Lose einen guten Zweck. Die Einnahmen unterstützen die ehrenamtliche Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis und helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Wenn in wenigen Tagen wieder die ersten Lichter auf dem Festplatz leuchten, der Duft von Bratwürsten durch die Straßen zieht und die Kerwa ihre Tore öffnet, dann wird auch die Losbude wieder da sein.

Vielleicht ist sie nicht die lauteste Attraktion.

Vielleicht nicht die größte.

Aber ganz sicher eine derjenigen, die das Herz der Neustädter Kerwa seit Jahrzehnten mitprägen.

Und wer weiß?

Vielleicht steht in diesen Tagen wieder irgendwo eine Oma vor der Losbude, die hier schon als Madla ihren ersten Gewinn gezogen hat. Vielleicht zieht ein Vater mit seinem Sohn ein Los und erzählt dabei, wie er selbst als Rotzlöffel genau an derselben Stelle gestanden hat.

Und genau deshalb gehört die Rot-Kreuz-Losbude zu den wahren Originalen unserer Neustädter Kerwa.

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Neustadt an der Aisch

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# Altbürgermeister für Klaus Meier, neue Becher-Regel beim Kinderfest und Ärger über Plakatflut

Im Neustädter Stadtrat ging es diesmal nicht nur um Formalien, sondern auch um Themen, die viele Bürger direkt betreffen: Eine besondere Ehrung für den früheren Bürgermeister Klaus Meier, eine praktische Änderung für das Kinderfest an der Kirchweih und Diskussionen über zu viele und zu lange hängende Werbeplakate im Stadtgebiet.

Wie Bürgermeister Alexander Müller (CSU) aus der nicht-öffentlichen Sitzung berichtete, soll dem bisherigen Neustädter Bürgermeister Klaus Meier (SPD) der Ehrentitel „Altbürgermeister“ verliehen werden. Die offizielle Verleihung soll im Rahmen eines kleinen Festakts in einer der Juli-Sitzungen stattfinden. Dazu wird Klaus Meier noch eigens eingeladen.

Auch das Kinderfest zur Neustädter Kirchweih war Thema im Stadtrat. Unter dem Punkt „Anfragen“ erklärte Stadträtin Jutta Bauereiß (CSU), dass dort künftig keine Plastikbecher mehr verwendet werden sollen. Stattdessen habe man gemeinsam mit der Firma Frankenbrunnen 0,5-Liter-PET-Flaschen organisiert. Die Hoffnung dahinter: weniger verschüttete Getränke, weniger herumliegende Becher und insgesamt ein geordneterer Ablauf beim Fest.

Deutlich kritischer wurde es beim Thema Plakatierung. Stadtrat Markus Simon (SPD) sprach von einem regelrechten „Plakatierwahnsinn“. Er störte sich daran, dass Werbeplakate für Eröffnungen, Truckerfestivals oder Foodtrucks oft noch lange nach den Veranstaltungen an Laternen und anderen Stellen hängen bleiben. Am Ende müsse häufig der Bauhof die zerfledderten Reste entfernen.

Simon verwies dabei auch auf seinen Heimatort Obernesselbach, wo ihn aktuell gleich vier solcher überfälligen Plakate stören. Seiner Ansicht nach sollte die Stadt hier konsequenter vorgehen und auch Ordnungsgelder androhen, damit nicht weiterhin „sämtliche Laternenpfosten“ zugepflastert werden.

Bürgermeister Alexander Müller kündigte an, dass Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe nach der Neustädter Kirchweih die bestehende Plakatierordnung ohnehin überarbeiten wolle. In diesem Zuge könnten dann auch Fristen für das Abhängen sowie mögliche Ordnungsgelder mit aufgenommen werden. Das Thema dürfte den Stadtrat also schon bald erneut beschäftigen.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Ehrung für Klaus Meier ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung für viele Jahre kommunalpolitischer Verantwortung. Und bei den anderen Themen zeigt sich einmal mehr: Manchmal sind es gerade die kleinen Alltagsfragen, die für viele Menschen den größten Unterschied machen. Ob weniger Becher-Chaos beim Kinderfest oder weniger Plakate an jeder zweiten Laterne – wenn es am Ende sauberer, ordentlicher und vernünftiger wird, ist schon viel gewonnen. Und ja: Ein Plakat für ein Festival, das längst vorbei ist, überzeugt meistens niemanden mehr – höchstens den Wind.

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# AfD-Rede im Kreistag sorgt weiter für Kritik

Die konstituierende Sitzung des Kreistags im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim wirkt weiter nach. Nach den umstrittenen Aussagen des AfD-Kreisrats Dr. Benno Bulitta haben sich nun auch die Kreis-SPD sowie die Initiative „Omas gegen Rechts“ mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet.

Bulitta hatte in der Sitzung die SPD und die „Omas gegen Rechts“ scharf angegriffen. Dabei warf er ihnen eine fehlende Diskussionskultur vor und sprach von einer „Strategie der Lautstärke und der Diffamierung“. Hintergrund seiner Vorwürfe waren Gegenproteste bei AfD-Infoständen im vergangenen Wahlkampf, an denen nach seiner Darstellung auch Sozialdemokratinnen, Sozialdemokraten und die „Omas gegen Rechts“ beteiligt gewesen seien.

Zudem behauptete Bulitta, dabei habe es Unterstützung durch „linksextreme Kräfte wie die Antifa“ gegeben. AfD-Vertreter seien beleidigt worden, was für ihn mit Demokratie und Meinungsfreiheit nicht mehr vereinbar sei. In seiner Rede zog er außerdem Vergleiche zur DDR und zu „dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte“.

Für diese Ausführungen nutzte Bulitta ausgerechnet den Tagesordnungspunkt zur Wahl eines weiteren Stellvertreters des Landrats. In dieser Abstimmung setzte sich der SPD-Kandidat Ronald Reichenberg klar gegen den AfD-Bewerber Armin Heinlein durch.

Nun hat sich Gerhard Gröner, Ehrenvorsitzender der Kreis-SPD, in einer Stellungnahme geäußert. Darin kritisiert er nicht nur den Inhalt der Rede, sondern auch deren Platz im Sitzungsverlauf. Wer an einer Kreistagssitzung teilnehme, müsse sich an Tagesordnung und Anstand halten, so Gröner sinngemäß. Bulitta habe stattdessen andere beschimpft und diffamiert und Themen aus dem Wahlkampf in die Sitzung getragen.

Dass die SPD bei Protesten gegen die AfD sichtbar gewesen sei, bestreitet Gröner nicht. Er betont jedoch, dass sich dort viele weitere Gruppen und Vereine aus dem Landkreisbündnis gegen Rechts beteiligt hätten. Die pauschale Einordnung aller Kritiker der AfD als „linksextrem“ bezeichnet er als Beleidigung gegenüber Menschen, die sich gegen demokratie- und menschenfeindliche Positionen stellten.

Auch auf die historischen Vergleiche reagiert Gröner scharf. Mit Blick auf die deutsche Geschichte erinnert er an den Widerstand der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz von 1933 und an die Verfolgung sozialdemokratischer Abgeordneter in der NS-Zeit. Sein Fazit: „Nie wieder Faschismus“ müsse der Maßstab bleiben.

Ebenfalls Stellung bezog Hilde Stroszeck von den „Omas gegen Rechts“. Ihrer Ansicht nach sei es Bulitta in seiner ersten Sitzung in dem demokratischen Gremium vor allem darum gegangen, Antifaschisten herabzuwürdigen. Für sie steht fest: Wer Demokrat sei, müsse auch antifaschistisch handeln.

Die Debatte zeigt, dass die politische Auseinandersetzung im neuen Kreistag bereits zu Beginn mit großer Schärfe geführt wird. Ob sich der Ton in den kommenden Sitzungen versachlicht, bleibt abzuwarten.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Kreistag ist eigentlich dafür da, über Schulen, Straßen, Finanzen und die Zukunft des Landkreises zu sprechen – nicht, um mit maximalem Pathos alte Wahlkampfgräben nachzuziehen. Politische Kritik gehört zur Demokratie, auch harte Kritik. Wer aber in einer konstituierenden Sitzung lieber Generalabrechnung als Sacharbeit liefert, setzt gleich zu Beginn ein deutliches Zeichen – nur eben nicht das, das viele Bürger von ihrer Kommunalpolitik erwarten. Gerade auf kommunaler Ebene wäre etwas mehr Bodenhaftung oft hilfreicher als der große historische Rundumschlag.

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## Neustadts Markgrafenhalle zeigt sich in neuem Glanz

Die Markgrafenhalle in Neustadt hat ein neues Gesicht bekommen – und das fällt sofort ins Auge. Statt schlichter Fassade sorgt nun eine moderne, schimmernde Außenverkleidung für einen echten Hingucker. Je nach Lichteinfall changiert sie in verschiedenen Farbnuancen von Rot über Gelb bis Gold und verleiht der Halle damit einen ganz besonderen Charakter.

Mit dem Abschluss des dreimonatigen Bauabschnitts IV zeigten sich Bürgermeister Alexander Müller, Bauamtsleiter Gerald Schorr und Mitarbeiter Frank Maes sehr zufrieden. Maes hatte die Sanierung der Markgrafenhalle maßgeblich begleitet und ließ es sich deshalb trotz Urlaubs nicht nehmen, bei der Präsentation der neuen Fassade dabei zu sein.

Bei der neuen Außenhülle handelt es sich um Aluminium-Verbundplatten mit einem speziellen „Fluorpolymerlacksystem“. Diese Platten sind nicht nur optisch auffällig, sondern bringen auch praktische Vorteile mit sich: Die Fassade ist hinterlüftet, wärmegedämmt, abwaschbar und damit vergleichsweise pflegeleicht. Für die Stadt ist das eine moderne Lösung, die sich bewusst von einer rein funktionalen grauen Gestaltung abhebt.

Die 1974 errichtete Sport- und Veranstaltungshalle gilt als markanter Baukörper in Neustadt. Nach rund 50 Jahren sei das Gebäude nun technisch und optisch nahezu auf Neubau-Niveau gebracht worden, erklärte Bauamtsleiter Schorr. Auch farblich passe sich die sanierte Halle gut in das Ensemble rund um die Comenius-Grundschule ein.

Ausgeführt wurden die Fassadenarbeiten von einer Firma aus Feucht. Die Kosten für diesen Bauabschnitt liegen laut Bürgermeister Müller bei etwas mehr als 350.000 Euro. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten außen allerdings noch nicht: Ein Teil des Gerüsts steht weiterhin, da noch Schäden an der Blitzschutzanlage behoben werden müssen. Außerdem fehlt bislang noch der neue Schriftzug. Künftig sollen auf der Seite zur Comeniusstraße hin ein beleuchtbarer Schriftzug sowie das Neustädter Stadtwappen angebracht werden. Auf frühere Piktogramme im Retro-Stil wird dagegen verzichtet.

Im letzten Bauabschnitt V sollen bis Oktober noch die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Elektrik im Gastrobereich fertiggestellt werden. Für die gesamte Sanierung der Markgrafenhalle sind rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Einschätzung von Frank Maes dürfte sich die Maßnahme auch in diesem finanziellen Rahmen bewegen.

Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Höhe von rund 700.000 Euro. Zum Abschluss lobte Bauamtsleiter Schorr die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Förderstelle, den beteiligten Behörden, Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben. Die Arbeiten konnten nach Angaben der Stadt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Die neue Fassade ist auf jeden Fall ein Statement. Wer an der Markgrafenhalle vorbeikommt, merkt sofort: Hier wurde nicht einfach nur saniert, hier wollte man auch sichtbar etwas verändern. Und ganz ehrlich – ein bisschen Farbe, die nicht einfach nur „Betongrau“ heißt, schadet einer Stadt selten. Wenn jetzt noch die restlichen Arbeiten sauber abgeschlossen werden, kann sich Neustadt über eine Halle freuen, die nicht nur funktional fit für die Zukunft ist, sondern auch optisch was hermacht.

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Originale auf der Neustädter Kerwa – Teil 1: Boris

Heute ist Sonntag, der 31. Mai 2026. Noch fünf Tage sind es, bis auf dem Neustädter Marktplatz die Kerwa-Fichte aufgestellt wird.

Offiziell eröffnet wird die Neustädter Kirchweih zwar erst am Samstag. Doch die meisten Neustädterinnen und Neustädter wissen: Die Kerwa beginnt eigentlich schon mit dem Aufstellen der Fichte. Wenn der Baum seinen Platz auf dem Marktplatz findet, dann ist die Kirchweih plötzlich greifbar. Dann liegt Vorfreude in der Luft. Dann wird in den Gesprächen nicht mehr gefragt, ob man auf die Kerwa geht, sondern wann und mit wem.

Man spürt es bereits überall in der Stadt. Die ersten Biermarken sind verkauft, die Planungen laufen auf Hochtouren und die Vorfreude wächst mit jedem Tag.

Denn die Neustädter Kirchweih ist weit mehr als Fahrgeschäfte, Festzelt und Buden. Sie ist ein Stück Heimat. Sie lebt von Erinnerungen, von Traditionen und von den Menschen, die sie Jahr für Jahr zu etwas Besonderem machen.

Um die letzten Tage bis zum Aufstellen der Kerwa-Fichte etwas zu verkürzen, startet NaAZA heute eine sechsteilige Serie rund um die Neustädter Kirchweih.

Dabei geht es nicht nur um Menschen. Es geht auch um Gruppen, Rituale, Traditionen und all die Dinge, die die Neustädter Kerwa seit Generationen prägen und unverwechselbar machen. Kurz gesagt: Um das, was die Kirchweih für viele Neustädterinnen und Neustädter zu der schönsten Kerwa der Welt macht.

Den Anfang macht heute jedoch ein Mensch, den fast jede und jeder in Neustadt kennt.

Oder besser gesagt: Einer, dessen richtigen Namen viele gar nicht kennen.

Denn wer an die Neustädter Kirchweih denkt, denkt an Bratwürste, Bier, Musik, Freunde – und irgendwann auch an Boris.

Dabei heißt Boris eigentlich Klaus Wunder.

Doch diesen Namen kennen viele Neustädterinnen und Neustädter nur von Wahlplakaten oder aus dem Kommunalwahlkampf. Im Alltag ist und bleibt er einfach Boris.

Seinen Spitznamen bekam er in den 1980er Jahren. Während Boris Becker die Tenniswelt eroberte, begann auch Klaus seine Tenniskarriere in Neustadt. Schnell war der Spitzname gefunden – und geblieben. So sehr, dass heute kaum jemand noch Klaus zu ihm sagt.

Boris ist einer dieser Menschen, die man kaum von Neustadt trennen kann. Einer, der immer irgendwo mitmischt, sich engagiert und nie lange stillsitzen kann.

Er arbeitet bei der Stadt Neustadt, war als Büttenredner gefürchtet und gefeiert zugleich, stand im Männerballett auf der Bühne, kandidierte bei Kommunalwahlen und setzt sich seit Jahrzehnten für seine Heimatstadt ein. Wer Boris kennt, weiß: Wenn es um Neustadt geht, ist er meistens vorne mit dabei.

Eine ganz besondere Rolle spielt dabei Thailand.

Aus ersten Reisen wurde eine Leidenschaft. Aus der Leidenschaft entstanden Freundschaften, Kontakte und schließlich gemeinsam mit seiner Frau ein kleines Stück Thailand mitten in Neustadt. Seit Jahrzehnten bringen die beiden mit ihrer thailändischen Küche fernöstliche Spezialitäten nach Franken und sind aus dem Neustädter Stadtbild kaum mehr wegzudenken.

Nicht wenige nennen Boris deshalb augenzwinkernd den inoffiziellen thailändischen Botschafter Neustadts.

Und natürlich gehört er auch zur Kirchweih.

Wer über die Kerwa schlendert, kennt das Bild: Nachdem Bratwurst, Steak und Schaschlik gegessen sind, zieht es viele Besucher irgendwann weiter zum Thai-Imbiss von Boris. Dort wartet nicht nur der Duft exotischer Gewürze, sondern auch ein freundliches Wort, ein Lächeln und das Gefühl, willkommen zu sein.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis eines Kerwa-Originals.

Nicht die große Bühne. Nicht die lautesten Worte.

Sondern über viele Jahre hinweg ein fester Teil der Heimat vieler Menschen zu werden.

Boris verbindet Thailand und Franken, Tradition und Offenheit, Neustadt und die große weite Welt. Und trotzdem ist er dabei immer einer von uns geblieben.

Deshalb gehört Boris für viele genauso zur Neustädter Kirchweih wie die Kerwa-Fichte, der Bieranstich oder das erste Wiedersehen mit alten Freunden auf dem Marktplatz.

Lieber Boris,

bleib so, wie du bist. Und vor allem: Bleibt du und deine Frau unserer Stadt und der Neustädter Kirchweih noch viele Jahre erhalten.

Denn Menschen wie euch machen die Kerwa zu dem, was sie ist:

Nicht nur ein Fest.

Sondern ein Stück Heimat.

—

**Und jetzt seid ihr gefragt:**

Wer oder was ist für euch ein echtes Neustädter Kerwa-Original?

Welche Menschen, Gruppen, Traditionen oder Rituale dürfen in unserer sechsteiligen Serie auf keinen Fall fehlen?

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## Stadtrat Neustadt: Verkehrsüberwachung bleibt Thema – Stadt entsendet Vertreter in den Zweckverband

Wo in Neustadt geblitzt wird, sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, Bürgermeister Alexander Müller und Ordnungsamtsleiter Thomas Kursawe als Verbandsräte in die Versammlung des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zu entsenden. Die Stadt Neustadt ist dort Mitglied – und setzt damit weiter auf die Zusammenarbeit bei der Verkehrsüberwachung.

Wie Thomas Kursawe im Gremium erläuterte, wird im Stadtgebiet monatlich rund 20 Stunden lang geblitzt. Die Kontrollen finden an sogenannten neuralgischen Punkten statt, also an Stellen, die aus Sicht der Verkehrsüberwachung besonders sensibel sind. Dabei machte Kursawe deutlich, dass es der Stadt nicht ums Geldverdienen gehe: „Wir wollen damit keinen Profit machen.“

Nach seinen Angaben halten sich Kosten und Einnahmen derzeit in etwa die Waage – mit einer leichten Tendenz ins Plus. Christine Pohli (CSU) brachte in der Sitzung den Vorschlag ein, die bisherigen Messstellen im Stadtrat noch einmal gemeinsam zu überprüfen.

Kursawe zeigte sich für Anregungen aus den Fraktionen offen. Neue Standorte für Geschwindigkeitsmessungen ließen sich aber nicht beliebig festlegen. Es gebe klare Richtlinien, etwa mit Blick auf Abstände zu Ortstafeln. Deshalb müssten neue Messpunkte zunächst genehmigt werden. Ein neuer Standort könne also nicht einfach vorgeschlagen und am nächsten Tag sofort genutzt werden.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit setzt sich nach eigenen Angaben seit 2014 für mehr Sicherheit auf den Straßen und im öffentlichen Raum ein. Was einst mit elf Kommunen begann, ist inzwischen zu einem Netzwerk mit mehr als 160 Mitgliedern in vier bayerischen Regierungsbezirken angewachsen. Ziel ist es, Regeln fair durchzusetzen und damit Rücksicht und Sicherheit im Alltag zu stärken.

**Kommentar der Redaktion:**
Blitzer sind so ein Thema, bei dem gefühlt jeder eine Meinung hat – spätestens dann, wenn es einmal selbst „gefunkt“ hat. Dass die Stadt hier auf klare Regeln und genehmigte Standorte verweist, ist wichtig. Denn zwischen „Da müsste man doch mal messen!“ und einer tatsächlich zulässigen Messstelle liegen eben ein paar Vorschriften. Unterm Strich gilt wie so oft: Wer sich ans Tempo hält, kann an solchen Stellen ziemlich entspannt vorbeifahren.

*Foto: Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz*

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