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# Mittagsbetreuung oder Offener Ganztag? Neustädter Stadtrat diskutiert über die Zukunft der Kinderbetreuung

In der Neustädter Stadtratssitzung ging es eigentlich „nur“ um mehr Geld für die Mittagsbetreuung der AWO. Doch aus dem Defizitausgleich entwickelte sich schnell eine grundsätzliche Debatte: Soll Neustadt künftig weiter auf die bisherige Mittagsbetreuung setzen – oder wäre ein Offener Ganztag das bessere Modell? Klar ist schon jetzt: Die Stadt muss mehr Geld in die Hand nehmen, damit das bestehende Angebot gesichert bleibt.

Auslöser war das Defizit bei der AWO, die die Mittagsbetreuungen an den beiden Neustädter Grundschulen trägt. Zum Ende des vergangenen Schuljahres steht dort ein Minus von rund 43.000 Euro. Hauptgrund sind laut Stadt deutlich gestiegene Personalkosten. Zwar habe der Träger die Betreuungsgebühren bereits angepasst, dennoch lasse sich ein Defizit nicht vollständig vermeiden, so die Verwaltung.

Referent Alexander Swoboda erläuterte im Stadtrat, dass die Unterschiede zwischen Mittagsbetreuung und Offenem Ganztag in der Praxis gar nicht so groß seien. In beiden Modellen gibt es Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen und pädagogische Angebote. Die Mittagsbetreuung sei rechtlich jedoch freier organisiert. Im Offenen Ganztag gebe es mehr Vorgaben, etwa bei Anwesenheitspflichten oder bei der Schülerbeförderung am Tagesende.

Für Diskussion sorgte vor allem der Vorstoß von David Muck (Grüne), der den Offenen Ganztag als das aus seiner Sicht bessere und verlässlichere Konzept bezeichnete. Er sprach sich dafür aus, diese Variante ernsthaft zu prüfen. Die engere Anbindung an die Schule und eine höhere Konstanz nannte er dabei als wichtige Vorteile. Die möglichen Mehrkosten wären aus seiner Sicht gerechtfertigt.

Heike Gareis (SPD) betonte dagegen, dass die bisherige Mittagsbetreuung qualitativ hochwertig arbeite. Sie erinnerte daran, dass sich Eltern in einer früheren Befragung mehrheitlich für dieses Modell ausgesprochen hätten. Deshalb plädierte sie dafür, vor einer Grundsatzentscheidung erneut die Eltern einzubeziehen.

Auch aus der Verwaltung und vom Bürgermeister kam Rückendeckung für die bisherige Arbeit der AWO. Swoboda lobte das Engagement der Mitarbeitenden ausdrücklich. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) machte zum Sitzungsende deutlich, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, die Mittagsbetreuung sei ein schlechtes Angebot. Das sei ausdrücklich nicht der Fall, vielmehr leiste die AWO hervorragende Arbeit.

Am Ende stand dennoch zunächst die finanzielle Seite im Mittelpunkt. Der Stadtrat beschloss einstimmig, für das Schuljahr 2025/26 einen Defizitausgleich von knapp 20.000 Euro an die AWO zu zahlen. Außerdem wurde mehrheitlich entschieden, den jährlichen Zuschuss ab dem Kalenderjahr 2027 dauerhaft von bislang 13.500 Euro auf 33.500 Euro anzuheben. Damit soll verhindert werden, dass sich ähnliche Finanzierungslücken künftig erneut auftun.

Über die langfristige Zukunft der Ganztagsbetreuung in Neustadt will der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher beraten. Dabei könnte auch eine neue Elternbefragung eine Rolle spielen.

**Kommentar der Redaktion:**
Gerade bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen sind unvorhergesehene Mehrkosten fast schon so verlässlich wie der Elternabend im Schuljahr. Eine Umfrage unter Eltern kann zwar Stimmungen einfangen, sie bildet aber oft nur den aktuellen Bedarf ab – und der kann sich schnell ändern. Deshalb braucht es hier Entscheidungen mit Weitblick, die pädagogisch sinnvoll und finanziell tragfähig sind. Kinderbetreuung ist für eine Stadt eben weit mehr als bloßes „Unterbringen“: Sie schafft Gemeinschaft, Freundschaften, Verlässlichkeit und fördert ganz nebenbei auch noch das soziale Miteinander. Und wenn man ehrlich ist: Für das, was dort geleistet wird, ist es am Ende eher gut investiertes Geld als teurer Luxus.

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**Waldbad Neustadt ist Deutschlands beliebtestes Freibad**

Große Freude in Neustadt an der Aisch: Das Waldbad Neustadt ist im aktuellen Freibad-Ranking des TUI-Reiseblogs auf Platz 1 gelandet und wurde damit zum beliebtesten Freibad Deutschlands gekürt. Eine Auszeichnung, die nicht nur das Bad selbst, sondern die ganze Region freuen dürfte.

Grundlage für das Ranking waren laut TUI die Google-Bewertungen von mehr als 1.500 Freibädern in ganz Deutschland. Bewertet wurden unter anderem die durchschnittliche Sternebewertung, der Anteil an 5-Sterne-Bewertungen sowie die Gesamtzahl der Rezensionen. Das Waldbad Neustadt erreichte dabei einen Beliebtheits-Score von 8,491 und setzte sich an die Spitze des bundesweiten Vergleichs.

Besonders hervorgehoben wurde vom TUI-Reiseblog die idyllische Lage des Waldbads im Grünen zwischen Stadtpark, Wiesen und Wald. Auch die Ausstattung mit mehreren Becken, Strömungskanal und Massagedüsen sowie die entspannte Atmosphäre und die schattigen Plätze wurden als Pluspunkte genannt.

Für Neustadt an der Aisch ist diese Auszeichnung ein starkes Signal: Das Waldbad ist nicht nur bei Einheimischen seit Jahren beliebt, sondern überzeugt offenbar auch im deutschlandweiten Vergleich. Gerade in den Sommermonaten ist es für viele Familien, Kinder, Jugendliche und Erholungssuchende aus der Region ein wichtiger Treffpunkt.

Das vollständige Ranking ist hier zu finden:
https://www.tui.com/blog/freibad-ranking-deutschland/

**Kommentar der Redaktion:**
Ganz ehrlich: Wer schon einmal an einem heißen Sommertag im Waldbad war, dürfte über Platz 1 nicht völlig überrascht sein. Zwischen Bäumen, Wasser und einer Portion Neustädter Sommergefühl lässt sich’s eben gut aushalten. Dass das jetzt auch deutschlandweit bestätigt wurde, ist nicht nur schön fürs Image, sondern auch eine kleine Liebeserklärung an unsere Region – und ja, ein bisschen stolz darf man da in Neustadt schon sein.

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# Neustädter Kirchweih 2025 steht in den Startlöchern: Das ist das Programm der Festtage

Nur noch wenige Tage, dann beginnt in Neustadt an der Aisch wieder die Zeit, auf die sich viele in der Region jedes Jahr besonders freuen: die Neustädter Kirchweih. Mit Kirchweihbaum, Festumzug, Musik, Kinderfest, Schützenauszug, Feuerwerk und vielen weiteren Programmpunkten verwandelt sich die Stadt vom 5. bis 14. Juni wieder in einen großen Festplatz.

Los geht es bereits am Freitag, 5. Juni, mit einem der ersten traditionellen Höhepunkte: dem Aufstellen der Fichte auf dem Marktplatz. Ab etwa 19 Uhr bringen die Ficht’n Lupfer den bunt geschmückten Kirchweihbaum mit Muskelkraft in die Senkrechte – begleitet von Volkstanz und Musik.

Am Samstag, 6. Juni, startet dann die Kirchweih offiziell. Gegen 13.45 Uhr zieht der Festzug mit verschiedenen Tanzgruppen von der Bamberger Straße zum Marktplatz. Dort spielt ab 14 Uhr die Stadtkapelle Frankenland zum Platzkonzert mit fränkischen Kirchweihtänzen auf. Anschließend geht es weiter zur evangelischen Stadtkirche, wo vor dem Geburtshaus von Adolph Scherzer traditionell der bayerische Defiliermarsch erklingt. Auch das ökumenische Kirchweihsingen gehört wieder zum Programm.

Ein erster großer Höhepunkt folgt um 15 Uhr am Musikpavillon: Dort zapft Bürgermeister Alexander Müller das erste Festbier an und gibt damit den Startschuss für den Festbetrieb. Für Stimmung im Freien sorgt die Stadtkapelle Frankenland, in der Festhalle spielen ab 19 Uhr die Lichtenauer Musikanten, im Festzelt ab 19.30 Uhr die Band Volldampf.

Wer selbst aktiv werden will, kann beim offenen Bürgerschießen der königlich privilegierten Schützengesellschaft mitmachen. Teilnehmen dürfen Interessierte ab acht Jahren noch bis einschließlich Mittwoch, 10. Juni, jeweils von 17 bis 21 Uhr im Schießhaus.

Der Kirchweihsonntag, 7. Juni, beginnt um 9.45 Uhr mit einer Andacht in der Stadtkirche. Um 10.15 Uhr folgt der Kirchweihgottesdienst mit dem Posaunenchor am Festplatz. Um 11.30 Uhr ist der Neustädter Posaunenchor zudem vom Kirchturm zu hören. Der Festbetrieb beginnt wie an den übrigen Tagen um 11.30 Uhr. Ab 15.30 Uhr sorgt der Gaudi-Express im Festzelt für Stimmung.

Am Montag, 8. Juni, steht der Schützenauszug auf dem Programm. Nach dem Frühschoppen ab 10.30 Uhr am Wirtshaus „Scharfes Eck“ marschieren die Beteiligten um 12.30 Uhr los. Am Abend dürfte es im Festzelt voll werden: Ab 19.30 Uhr spielt dort die Showband Radspitz.

Ganz im Zeichen der Kinder und Familien steht der Dienstag, 9. Juni. Das Kinderfest beginnt um 14 Uhr auf dem Marktplatz, natürlich mit dem traditionellen Geißbocktanz. Danach zieht der Festumzug über die Würzburger Straße zum Festplatz. Dort gibt es bis 19 Uhr beim Kinder- und Familiennachmittag Fahrgeschäfte zu ermäßigten Preisen.

Sportlich wird es am Dienstag ab 16.30 Uhr beim Kerwa-Fußballturnier am Sportplatz beim Festzelt. Mannschaften der Ficht’n Lupfer, des Landratsamts, der Stadt und der Sparkasse treten gegeneinander an, den Anstoß übernimmt Bürgermeister Alexander Müller. Musikalisch geht es abends mit den Altmannshäuser Musikanten im Freien und dem Gaudi-Express im Festzelt weiter.

Der Mittwoch, 10. Juni, beginnt um 11 Uhr mit dem traditionellen Frühschoppen von Stadt und Landkreis im Festzelt. Die Stadtkapelle Frankenland übernimmt die musikalische Umrahmung. Abends spielen ab 19 Uhr die Seitz-Buam in der Festhalle, die Gremsdorfer Blaskapelle im Freien und die Moonlights im Festzelt. Gegen 22.30 Uhr erleuchtet dann das Großfeuerwerk die Aischwiesen.

Am Donnerstag, 11. Juni, läuft der Kirchweihbetrieb von 11.30 Uhr bis Mitternacht weiter. Bewirtschaftet werden die zentrale Ausschankstelle, Imbissbuden, Festzelt, Metzgerzelt und Festhalle. Musik ist an diesem Tag nicht erlaubt.

Zum Endspurt der Kirchweih wird am Freitag, 12. Juni, noch einmal kräftig gefeiert: Ab 19 Uhr spielen in der Festhalle die Nachtgeger, im Freien der Musikverein Ulsenheim und im Festzelt die Moonlights. Am Samstag, 13. Juni, übernimmt ab 19 Uhr Volldampf im Festzelt, Querbeet spielt in der Festhalle und die Stadtkapelle Frankenland im Freien. Um 19.30 Uhr findet außerdem im Schießhaus die Preisverleihung des offenen Bürgerschießens statt.

Der letzte Kirchweihtag ist Sonntag, 14. Juni. Parallel läuft von 10 bis 17 Uhr der Trinitatismarkt in der Bahnhofstraße. Boxsportfreunde kommen ab 10 Uhr im Festzelt auf ihre Kosten. Um 10.15 Uhr beginnt der Gottesdienst für Groß und Klein am Kinderspielplatz „An den Herrenbergen“, bei schlechtem Wetter in der Himmelfahrtskirche. Von 11 bis 12.30 Uhr findet der traditionelle Jägerfrühschoppen des Jägervereins Neustadt mit Bläsertreffen statt. Ab 14 Uhr sorgt der Musikverein Diespeck im Freien für Stimmung. Anders als an den Vortagen endet die Kirchweih am letzten Tag bereits um 23 Uhr.

Auch an die Anreise wurde gedacht. Während der Kirchweih vom 6. bis 14. Juni stehen unter anderem die Parkplätze „Zentrum“ und „Wasenmühle“ sowie das Parkdeck an der Bismarckstraße zur Verfügung. Zusätzlich können weitere Stellplätze in und um die Innenstadt genutzt werden. Außerhalb der Öffnungszeiten ist auch das Parken bei Obi und Aldi möglich. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass Parkverstöße – besonders in Rettungszufahrten und Halteverbotszonen – streng kontrolliert und geahndet werden. An den beiden Samstagen sowie am Mittwoch fahren eigens eingerichtete Kirchweihbuslinien. Fahrradstellplätze gibt es an der Freisportanlage am Karl-Ströbel-Weg und an der Parkanlage Wasenmühle.

**Kommentar der Redaktion:**
Neustadt zeigt wieder, wie Kirchweih geht: mit Tradition, Musik, Marsch, Maß und jeder Menge Programm für alle Generationen. Wer da nichts findet, hat vermutlich den Festplan verlegt. Besonders schön: Vom Kirchweihbaum bis zum Kinderfest ist vieles dabei, was genau diesen besonderen Mix aus Heimat, Geselligkeit und fränkischer Feierlaune ausmacht.

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**Neustadt von oben entdecken: Neue Ausstellung zeigt den Wandel der Stadt**

Wie sehr hat sich Neustadt an der Aisch in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Wer darauf eine spannende Antwort sucht, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen: Im Bayerischen Landesluftbildzentrum werden ab Donnerstag, 28. Mai 2026, historische und aktuelle Luftaufnahmen gegenübergestellt – und machen die Entwicklung der Stadt auf beeindruckende Weise sichtbar.

Bis Sonntag, 13. September 2026, können Besucherinnen und Besucher erleben, wie Neustadt in den 1950er Jahren aussah und was sich seitdem verändert hat. Gezeigt werden historische Luftbilder aus dem Stadtarchiv Neustadt an der Aisch sowie aktuelle Luft- und Multikopteraufnahmen der Bayerischen Vermessungsverwaltung. So entsteht ein direkter Blick auf den Wandel der Stadt – von oben und über mehrere Generationen hinweg.

Gerade für Menschen aus Neustadt und der Umgebung dürfte die Ausstellung besonders interessant sein: Viele Straßenzüge, Gebäude und bekannte Orte lassen sich auf den Aufnahmen wiedererkennen. Oft zeigt sich dabei erst auf den zweiten Blick, wie stark sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat.

Die Sonderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Stadtarchivs Neustadt an der Aisch und des Bayerischen Landesluftbildzentrums. Ergänzt wird sie durch Sonderführungen und Vorträge, bei denen Fachleute zusätzliche Einblicke in die Stadtgeschichte geben.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen finden mittwochs um 15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zu finden ist die Ausstellung in der Bamberger Straße 48 in Neustadt an der Aisch.

**Kommentar der Redaktion:**
Solche Ausstellungen sind oft viel mehr als nur ein Blick auf alte Bilder. Sie zeigen, wie sich eine Stadt verändert, wächst und manchmal auch Ecken verliert, die man fast schon vergessen hatte. Gerade Luftbilder haben dabei ihren ganz eigenen Reiz: Von oben sieht man plötzlich, was man am Boden im Alltag gar nicht mehr wahrnimmt. Und man merkt schnell – früher war nicht alles besser, aber manches eben erstaunlich anders.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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**Kreistag im Wandel: Ausschüsse im Landkreis Neustadt/Aisch sollen deutlich mehr Gewicht bekommen**

Im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sollen die Ausschüsse des Kreistags künftig eine stärkere Rolle spielen. In der konstituierenden Sitzung machte Landrat Dr. Christian von Dobschütz deutlich, wohin die Reise gehen soll: weg von langen Grundsatzdebatten im großen Gremium, hin zu fachlich stärker aufgestellten Ausschüssen, die sich intensiver mit einzelnen Themen befassen und mehr Entscheidungen selbst treffen können.

Der Landrat sprach von einer „schlanken Herangehensweise“. Gemeint ist damit vor allem: Die Ausschüsse werden künftig genauer zugeschnitten und klarer nach Fachthemen gegliedert. Sie sollen nicht nur vorbereiten, sondern im Rahmen der im Haushalt vorgesehenen Mittel auch selbst Beschlüsse fassen dürfen. Steigen die tatsächlichen Kosten über den Haushaltsansatz hinaus, landet das Thema im Kreisausschuss. Liegen die Mehrkosten bei über 500.000 Euro, muss der gesamte Kreistag entscheiden.

Nach Ansicht von von Dobschütz stärkt das die Arbeit der Gremien deutlich. Die Ausschüsse sollen zu echten Fachforen werden, in denen tiefer in die Materie eingestiegen wird als bislang.

Auch bei der Besetzung der Ausschüsse wurde in der Sitzung eine wichtige Weiche gestellt. Grundlage ist das Prinzip der sogenannten Spiegelbildlichkeit. Das bedeutet: Die Zusammensetzung der Ausschüsse muss das Kräfteverhältnis der im Kreistag vertretenen Parteien und Wählergruppen möglichst genau abbilden. Wie die Sitze rechnerisch verteilt werden, war Gegenstand zweier Anträge.

Die Linke, die ÖDP, WiR und die FDP haben sich dabei zu einer Ausschussgemeinschaft zusammengeschlossen. Die UWG beantragte das Verfahren Sainte-Laguë/Schepers. Fraktionsvorsitzender Helmut Reiß begründete dies damit, dass bei einem Verfahren nach d’Hondt kleinere Gruppierungen benachteiligt würden. Aus Sicht der UWG wäre die Ausschussgemeinschaft dann in einzelnen Gremien womöglich leer ausgegangen.

Auch die CSU sprach sich schließlich für Sainte-Laguë/Schepers aus. Fraktionssprecher Stefan Schuster erklärte, dieses Verfahren bilde den Wählerwillen am besten ab. Zusätzlich beantragte die CSU, die großen Ausschüsse künftig mit 14 Kreisrätinnen und Kreisräten plus Landrat zu besetzen – statt wie bisher mit zwölf. Beide Punkte wurden einstimmig beschlossen.

Eine Aufwertung erfährt außerdem das Forum Klimaschutz des Landkreises. Es wird künftig als offizielles Gremium in die Geschäftsordnung aufgenommen. Beschlüsse soll das Forum weiterhin nicht fassen, wohl aber Empfehlungen aussprechen. Landrat von Dobschütz kann sich zudem vorstellen, externe Fachleute in das Forum einzuladen. Als Beispiel nannte er gute Gespräche mit Karin Eigenthaler, der Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutz.

Für eine Premiere sorgte der Jugendhilfeausschuss. Dort gab es erstmals mehr Bewerbungen als verfügbare Sitze. Deshalb musste der Kreistag abstimmen, welche Organisationen neben den gesetzten Vertreterinnen und Vertretern – etwa aus dem Kreistag und der Jugendarbeit – in das Gremium aufgenommen werden. Landrat von Dobschütz sprach von einer „ein bisschen undankbaren“ Situation: Aus vier starken Bewerbungen mussten drei ausgewählt werden. Büroleiter Bastian Kallert ergänzte, eine solche Konstellation habe es bislang noch nie gegeben.

Am Ende schafften es denkbar knapp Diakonie/AWO, BRK/Caritas sowie die heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe in den Ausschuss. Hinzu kommen elf beratende Mitglieder, unter anderem aus dem Jugendamt, von der Agentur für Arbeit und von der Polizei.

Der Kreisausschuss soll künftig unter anderem Aufgaben des wegfallenden Sozialausschusses übernehmen. Dort sollen vor allem die Themen Klinik und medizinische Versorgung behandelt werden.

Für die neu gewählten Kreisrätinnen und Kreisräte ist zudem am 3. Juli ein umfassendes „Onboarding“ im Landratsamt geplant. In verschiedenen Räumen sollen die Ausschüsse mit den zuständigen Fachbereichen zusammenkommen, um die neuen Mitglieder in ihre Themen einzuarbeiten. Danach ist noch eine gemeinsame Sitzung des Kreistags vorgesehen – allerdings mit weniger Detailtiefe. Die fachliche Arbeit soll bewusst in den Ausschüssen stattfinden.

Am Ende blieb die Kernaussage des Landrats klar: Die Ausschüsse sollen künftig mehr sein als nur Vorzimmer des Kreistags – nämlich die Orte, an denen Fachwissen, Vorbereitung und Entscheidung enger zusammenrücken.

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**Neustadt will Wasser in der Fläche halten: Pilotprojekt am Beerbacher Weg soll bei Starkregen helfen**

Wie kann man verhindern, dass sich bei Starkregen braune Wassermassen ihren Weg durch die Landschaft bahnen und am Ende Straßen, Gräben und Keller volllaufen? In Neustadt an der Aisch setzt man dabei jetzt nicht nur auf Technik, sondern vor allem auf den Boden selbst. Im Fokus steht ein neues Pilotprojekt am Beerbacher Weg, das den Wasserrückhalt verbessern und Erosion eindämmen soll. Doch eines ist auch klar: Funktionieren kann das Ganze nur, wenn die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte mitziehen.

Im Neustädter Stadtrat stellte Johannes Herold vom beauftragten Büro „GeoTeam“ das Vorhaben vor. Die Stadt ist Teil der sogenannten „Schwammregion“, bei der es darum geht, Wasser bei Starkregen möglichst dort zurückzuhalten, wo es fällt. Das Grundprinzip ist einfach: Nicht alles schnell ableiten, sondern den Boden wieder stärker als natürlichen Speicher nutzen. Oder wie Herold es auf den Punkt brachte: **„Der Boden ist der Schwamm.“**

### Problemflächen in Neustadt gezielt untersucht

Im Vorfeld hatte das Büro „GeoTeam“ untersucht, wo es in Neustadt in den vergangenen Jahren besonders häufig Probleme mit Starkregen, Hochwasser und daraus folgenden Schäden gab. Auch Ortsbegehungen mit der Stadtspitze flossen in die Bewertung ein. Daraus entstand eine Übersicht mit landwirtschaftlichen Flächen, die bei Starkregen ein besonders hohes Schadenspotenzial haben. Diese umfasst rund 90 Hektar und wird der Stadt als Teil des Bestands- und Bewertungsplans zur Verfügung gestellt.

Klar sei aber auch, dass nicht überall gleichzeitig angesetzt werden könne. Deshalb wurde nach einer besonders geeigneten Fläche für ein Pilotprojekt gesucht. Neben Birkenfeld, Weiherhof und Unterstrahlbach wurde auch der Beerbacher Weg genauer betrachtet. Am Ende wurde dieser Bereich als sogenannter Hotspot eingestuft.

### Beerbacher Weg im Fokus

Das eigentliche Pilotgebiet umfasst rund 16 Hektar. Dort soll mit angepasster landwirtschaftlicher Bewirtschaftung dafür gesorgt werden, dass mehr Wasser im Boden bleibt und weniger Erde abgeschwemmt wird. Herold machte deutlich, dass viele kleine Maßnahmen oft mehr bringen als einzelne große Bauwerke. Mal seien es 50 Kubikmeter Rückhalt, mal 100 – in der Summe könne das aber einen wichtigen Unterschied machen. Auch Verbesserungen an Gräben könnten dazu beitragen.

Im gesamten betrachteten Gebiet in Neustadt liegen laut Herold rund 2500 Hektar Ackerflächen. Gerade dort sehe man großes Potenzial. Denn im Vergleich zu klassischen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen könne man mit einer flächigen Veränderung der Bodenbewirtschaftung in ganz anderen Dimensionen arbeiten – und meist deutlich kostengünstiger.

### Warum die Bodenbewirtschaftung so wichtig ist

Ein zentrales Problem bei Starkregen ist, dass Wasser oft nicht schnell genug versickern kann. Ursache sind unter anderem Verdichtungsschichten im Boden. Dazu kommt, dass es bei heftigen Niederschlägen häufig zur Verschlämmung an der Oberfläche kommt. Der Boden verliert dadurch einen Teil seiner Speicherfähigkeit und Wasser läuft oberflächlich ab – mitsamt Erde und Schlamm.

Genau hier setzt das Projekt an. Ziel ist eine stabile, krümelige Bodenstruktur, die Wasser besser aufnehmen und halten kann. Davon würden mehrere Bereiche profitieren: Der Boden speichert mehr Feuchtigkeit, die Landschaft kühlt sich besser ab, mehr Kohlendioxid kann gebunden werden, das Landschaftsbild wird abwechslungsreicher und auch die Artenvielfalt kann steigen. Vor allem aber sollen Schäden bei Starkregen verringert werden.

### Drei Förder-Bausteine für Landwirte

Für die Pilotphase wurden drei konkrete Maßnahmen entwickelt, für die Landwirtinnen und Landwirte im Projektgebiet Prämien erhalten können:

**1. Erweiterte Fruchtfolge**
Reihenkulturen wie Mais oder Zuckerrüben sollen höchstens einmal in vier Jahren angebaut werden, da sie als besonders erosionsanfällig gelten.
**Prämie: 50 Euro pro Hektar**

**2. „Erosionsschutz+“ beim Maisanbau**
Vor der Maissaat soll eine Zwischenfrucht mit mindestens vier Arten angebaut werden. Außerdem darf vor dem 28. Februar keine Bodenbearbeitung stattfinden. Zusätzlich soll Kalk zur Zwischenfrucht ausgebracht werden.
**Prämie: 200 Euro pro Hektar**

**3. Mais-Alternativen stärken**
Mehrjähriger Anbau von Klee, Luzerne oder Ackergras soll gefördert werden, um den Boden besser zu schützen.
**Prämie: 250 Euro pro Hektar**

Die Finanzierung übernimmt die Stadt Neustadt. Für das Pilotprojekt rechnet man mit Kosten von rund 6000 Euro pro Jahr.

### Zustimmung im Stadtrat – aber auch Diskussion über das Vorgehen

Im Stadtrat wurde das Projekt grundsätzlich positiv aufgenommen. Allerdings gab es auch kritische Nachfragen. So wollte Gerd Scheuenstuhl (FDP) wissen, ob die Landwirtschaft vor Ort bereits einbezogen worden sei. Herold erklärte, dass Gespräche mit den betroffenen Bewirtschaftern erst im nächsten Schritt geplant seien. Man habe zunächst mit dem Stadtrat klären wollen, ob das Projekt überhaupt gewollt und finanziell abgesichert ist.

Heike Gareis (SPD) sah genau darin einen Schwachpunkt. Aus ihrer Sicht hätte man zuerst mit den Landwirten sprechen sollen. Zwar sei klar, dass etwas getan werden müsse, doch nun könne ein gewisser Druck entstehen.

Andere Ratsmitglieder bewerteten das Vorhaben dagegen ausdrücklich als Chance. Reinhold Schultheiß (Grüne) betonte, dass Wasserrückhalt gerade in einer trockenen Region wie Neustadt wichtig sei und eine vielfältigere Fruchtfolge auch den Böden und damit den Betrieben zugutekomme.

Manfred Dietlein (SPD) verwies auf die konkrete Lage am Beerbacher Weg: Von dort fließe Wasser bis nach Rösleinsdorf und sorge dort immer wieder für Probleme in Kellern. Bürgermeister Alexander Müller (CSU) bestätigte, dass die „braune Brühe“ in diesem Bereich vielen bekannt sein dürfte.

### Teilnahme bleibt freiwillig

Ob das Projekt erfolgreich wird, hängt nun vor allem davon ab, ob sich genügend Landwirte beteiligen. Herold stellte klar, dass die Prämien nicht in jedem Fall sämtliche Mehrkosten ausgleichen werden. Es sei also auf die Bereitschaft der Betriebe angewiesen, mitzumachen. Sollte sich auf der vorgesehenen Fläche kein Interesse ergeben, könne notfalls auch ein anderer Bereich geprüft werden.

Ein Treffen mit den betroffenen Flächenbewirtschaftern soll nun zeitnah stattfinden. Dort könnten auch noch Anpassungen am Modell besprochen werden. Wenn sich die Pilotphase bewährt, wäre ab Sommer 2027 eine Ausweitung denkbar.

Der Neustädter Stadtrat nahm das Projekt schließlich einstimmig zur Kenntnis und gab die vorgesehenen 6000 Euro für den Haushalt 2027 frei. Einig war man sich allerdings auch darin, dass wohl noch einige Überzeugungsarbeit nötig sein wird – denn die Teilnahme bleibt freiwillig.

**Kommentar der Redaktion:**
Die Idee klingt erst einmal unspektakulär: weniger Erosion, bessere Fruchtfolge, mehr Wasserrückhalt. Aber genau solche Maßnahmen entscheiden oft darüber, ob bei Starkregen ein Acker Wasser schluckt – oder ob die Brühe am Ende im nächsten Keller landet. Dass Neustadt hier an einem bekannten Problemort ansetzt, ist sinnvoll. Jetzt kommt es darauf an, die Landwirte wirklich mitzunehmen. Denn am Ende hilft kein noch so gutes Konzept auf dem Papier, wenn es draußen auf dem Feld nicht angenommen wird. Oder anders gesagt: Der Boden mag der Schwamm sein – aber ohne Mitmacher bleibt auch der trocken.

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# Themenmarkt „regional, bio, fair“: Frühstück, Fairtrade und bunte Vielfalt auf dem Marktplatz

Regional einkaufen, fair genießen und gemeinsam gemütlich in den Tag starten: In Neustadt an der Aisch steht wieder der Themenmarkt „regional, bio, fair“ an. Nach dem großen Erfolg vor drei Jahren kehrt dabei auch die große Frühstückstafel auf den Marktplatz zurück. Wer Lust auf ein besonderes Wochenende mit Familie, Freunden und guten Produkten aus der Region hat, sollte sich diesen Termin vormerken.

Im Mittelpunkt steht diesmal nicht nur der Markt selbst, sondern auch ein Frühstücksangebot, das zum Verweilen einlädt. Angeboten werden verschiedene Varianten – von herzhaft bis klassisch fränkisch. So gibt es bei Variante A drei verschiedene Käsesorten vom Demeterhof Mondel, Frischkäse, zwei Scheiben Brot, ein Brötchen, zwei Aufstriche nach Wahl sowie Obst- und Gemüsedekoration für 12 Euro. Variante B bietet zusätzlich zwei Sorten Wurst vom Demeterhof Mondel und kostet 15 Euro. Wer es kleiner mag, kann mit Variante C für 6 Euro ein Brötchen mit zwei Aufstrichen sowie Obst- und Gemüsedeko wählen. Für Freunde des traditionellen Frühstücks gibt es mit Variante D eine Brezel, ein Paar Weißwürste vom Demeterhof Mondel und süßen Senf für 8 Euro.

Wer mitfrühstücken möchte, sollte seinen Wunsch bis spätestens 22. Juni anmelden. Möglich ist das per E-Mail an stadtmarketing@neustadt-aisch.de, telefonisch unter 09161 666-54 oder online über das Anmeldeformular der Stadt. Auch Tischreservierungen für Biergarnituren werden angenommen.

Neben dem Frühstück erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Mit dabei sind die Grundschule Neues Schloss mit ihrer Mittagsbetreuung, der Weltladen sowie die Stadt Neustadt an der Aisch mit eigenen Ständen. Die Fairtrade-Gemeinde Markt Erlbach informiert über faire Mangoprodukte, und Herr Priestley bringt seine bunten Stauden mit auf den Markt.

Auch nachhaltiges Handeln spielt an diesem Tag eine wichtige Rolle: Alte Handys – mit oder ohne Akku – können vor Ort abgegeben werden. Der AK Fairtrade/Nachhaltigkeit des Friedrich-Alexander-Gymnasiums sammelt diese im Rahmen der „HandyAktion Bayern“, einer Initiative von Mission EineWelt und dem EineWelt Netzwerk Bayern. Eventuell noch vorhandene persönliche Daten auf den Geräten werden sicher gelöscht. Der Erlös aus dem Recycling fließt in Bildungsprojekte in Liberia, El Salvador und Bayern.

In der Ehrenhalle des Rathauses informiert die Fairtrade-Schule des Friedrich-Alexander-Gymnasiums über ihre Aktionen. Außerdem ist dort die Wanderausstellung „Held:in des fairen Handels“ zu sehen. Die offizielle Eröffnung mit Grußworten ist für 10 Uhr geplant. Für den musikalischen Auftakt sorgen die Kinder der Chor-AG und der Ukulele-AG der Grundschule Neues Schloss.

Ein besonderer Anlass kommt in diesem Jahr noch hinzu: Neustadt an der Aisch feiert die Erneuerung seines Titels als Fairtrade-Stadt. Damit wird das Engagement vieler Vereine, Einzelhändler und Gastronomen gewürdigt, die die Kampagne seit Jahren unterstützen. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich an Anne Junhom bei der Stadt Neustadt an der Aisch wenden: anne.junhom@neustadt-aisch.de, Telefon 09161 666-54.

Ein Markt also, der nicht nur satt macht, sondern auch zeigt, wie regional, nachhaltig und fair ganz praktisch vor Ort gelebt werden kann. Oder anders gesagt: Frühstücken mit gutem Gewissen schmeckt gleich doppelt so gut.

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# Mit Pop, Groove und ganz viel Freude am Singen: „Choralle“ startet Kinder-Projektchor in Neustadt

Singen, Rhythmus spüren, gemeinsam auf der Bühne stehen – und das ganz ohne Teilnahmegebühr: In Neustadt an der Aisch startet der Pop-Jazz-Chor „Choralle“ mit „Choralle Junior“ ein neues Nachwuchsprojekt für Kinder der 3. und 4. Klasse. Vom 12. Juni bis zum 25. Juli sollen junge Sängerinnen und Sänger Popmusik mit allen Sinnen erleben – mit einem Abschlusskonzert in der NeuStadtHalle als Höhepunkt.

Mit dem Projekt will der Verein gezielt musikalischen Nachwuchs in Neustadt und Umgebung fördern. Nach Angaben des Leitungsteams geht es dabei nicht nur um ein kurzfristiges Angebot, sondern um eine wichtige Investition in die Zukunft der regionalen Kulturlandschaft. Wenn der Projektchor gut angenommen wird, soll „Choralle Junior“ dauerhaft als eigene Abteilung aufgebaut werden.

Die musikalische Leitung übernimmt Julia Pregartner. Die Neustädter Sängerin, Musiklehrerin und Musikpädagogin wird dabei von Stefanie Langmann sowie dem Chorleiter-Duo des Hauptchores, Sabine Brendel-Köhler und Simon Schoierer, unterstützt.

Im Mittelpunkt steht dabei mehr als nur das gemeinsame Singen. Laut „Choralle“ umfasst das pädagogische Konzept auch eine gesunde Stimmentwicklung, Body Percussion und das Heranführen an mehrstimmiges Singen. Gleichzeitig sollen Rhythmusgefühl, soziale Kompetenz und Selbstvertrauen der Kinder gestärkt werden.

Eingeladen sind alle interessierten Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse – Vorkenntnisse sind nicht nötig. Entscheidend sind vor allem die Freude an Musik und die Lust, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen.

Das Projekt endet mit einem feierlichen Abschlusskonzert am Samstag, 25. Juli, in der NeuStadtHalle. Dort können die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, was sie in den Wochen zuvor erarbeitet haben. Als besonderes Extra wird auch der große Chor „Choralle“ mit einigen Stücken auf der Bühne zu hören sein.

## Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

– **Zielgruppe:** Kinder der 3. und 4. Klasse
– **Proben:** 12. Juni bis 24. Juli, immer freitags von 16 bis 17 Uhr
– **Probenort:** Ansbacher Straße 5, Neustadt an der Aisch
– **Abschlusskonzert:** Samstag, 25. Juli, in der NeuStadtHalle

Dank regionaler Förderer ist die Teilnahme kostenlos.

Anmeldungen sind ab sofort möglich:
**Telefon / WhatsApp:** 0176/99820820
**E-Mail:** choralle.net@gmail.com
**Weitere Infos:** www.choralle.net

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Kinderchor ist immer auch ein bisschen Zukunftsmusik – im besten Sinn. Gerade in einer Zeit, in der viele Freizeitangebote um Aufmerksamkeit konkurrieren, ist so ein Projekt ein starkes Signal für kulturelle Nachwuchsarbeit vor Ort. Und ganz ehrlich: Wenn Kinder mit Begeisterung singen, Rhythmus lernen und gemeinsam etwas aufführen, dann ist das vermutlich sinnvoller als noch eine Stunde mehr vor irgendeinem Bildschirm. Neustadt kann sich freuen, wenn hier vielleicht gerade die nächste Generation von Bühnenprofis – oder zumindest von sehr glücklichen Hobbymusikern – heranwächst.

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**Hühnerstall in Neustadt: Spätestens nach dem Pfingstwochenende kein Geheimtipp mehr**

Wer an den sonnigen Pfingsttagen in Neustadt unterwegs war, kam am Hühnerstall kaum vorbei: Der Biergarten an der Aisch war bestens besucht und hat sich damit endgültig vom Geheimtipp zum beliebten Treffpunkt entwickelt.

Unter schattigen Bäumen, direkt am Wasser und bei bestem Wetter zog es viele Neustädterinnen und Neustädter in den Biergarten. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto – der Hühnerstall war aus allen Richtungen gut frequentiert. Vor allem die entspannte Atmosphäre, die schöne Lage und das leckere Essen machten den Besuch für viele zum perfekten Ausflugsziel am Feiertagswochenende.

Gerade an solchen Tagen zeigt sich, wie gefragt Orte sind, an denen man einfach mal abschalten, gut essen und das schöne Wetter genießen kann. Der Hühnerstall hat dabei offensichtlich genau den Nerv vieler Gäste getroffen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Biergarten in Neustadt an einem sonnigen Feiertagswochenende so gut angenommen wird, dann spricht das meist für drei Dinge: gute Lage, gutes Essen und das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und wer direkt an der Aisch unter Bäumen sitzen kann, braucht für Urlaubsstimmung manchmal gar nicht weiter wegzufahren. Neustadt kann eben auch Kurzurlaub vor der Haustür.

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## Neustädter Kreistag startet in neue Amtszeit – mehr Macht für Ausschüsse, Diskussionen um Stellvertreter und erste deutliche Reibungen

Mit vielen Formalien, aber auch klaren Signalen für die kommenden Jahre hat sich der neue Kreistag des Landkreises Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim am Freitag konstituiert. Landrat Dr. Christian von Dobschütz machte dabei früh deutlich, wohin die Reise gehen soll: mehr Verantwortung in den Ausschüssen, neue Strukturen – und der Appell, angesichts großer Herausforderungen wie Finanzen und Kliniken keine „Schaufensterpolitik“ zu betreiben. Überschattet wurde die Sitzung allerdings von einer hitzigen Debatte bei den Wahlen der stellvertretenden Landräte.

Gleich zu Beginn wurden 17 neue Kreisrätinnen und Kreisräte vereidigt. Landrat von Dobschütz zitierte dabei den bekannten Satz, Politik sei „das Bohren dicker Bretter“ – und machte klar, dass im Landkreis aktuell besonders dicke Bretter auf dem Tisch liegen. Vor allem mit Blick auf die finanzielle Lage und die Situation der Kliniken forderte er eine sachliche und lösungsorientierte Zusammenarbeit.

### Ausschüsse sollen künftig stärker entscheiden

Ein zentrales Signal der neuen Kreistagsarbeit: Die Ausschüsse erhalten mehr Kompetenzen. Künftig dürfen sie sogar eigenständig Beschlüsse bis zur Höhe des jeweiligen Haushaltsansatzes fassen. Außerdem werden die Zuständigkeiten teilweise neu zugeschnitten.

Auf Antrag der CSU wurde auch die Größe der meisten Ausschüsse erweitert: Statt bislang zwölf sitzen dort künftig 14 Mitglieder zusätzlich zum Landrat.

Veränderungen gibt es auch bei den Ausschüssen selbst. So wird der Sozialausschuss abgeschafft. Das stieß nicht überall auf Zustimmung. Gabi Schmidt (UWG) mahnte, dass soziale Themen trotzdem sichtbar bleiben müssten. Berichte etwa aus dem Jobcenter, der Jugendhilfe oder dem Jugendamt seien wichtig, um Entwicklungen im Landkreis richtig einschätzen zu können.

Mehr Gewicht erhalten dagegen Wirtschaftsthemen: Künftig gibt es einen Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

### Weniger Sitzungen vorgesehen – längere Fristen für Anträge

Auch die Geschäftsordnung wurde angepasst. Dort sind nun nur noch drei Kreistagssitzungen pro Jahr als Sollwert festgelegt – bisher waren es vier. Das sorgte bei einigen Räten für Unmut.

Zudem wird die Frist für Anträge von 14 auf 21 Tage verlängert. Begründet wurde das mit dem Wunsch, der Verwaltung mehr Zeit für die inhaltliche Vorbereitung zu geben. Gabi Schmidt äußerte auch hier Zweifel und verwies darauf, dass es oft kurzfristige Themen gebe. Eine so lange Frist sei aus ihrer Sicht ungewöhnlich.

Landrat von Dobschütz versuchte zu beruhigen: Ziel seien weiterhin vier Sitzungen jährlich. Auch wolle man Anträge nach Möglichkeit bereits in der nächsten Sitzung behandeln. Die längere Frist sei vor allem ein „Schutz der Verwaltung“.

### Kreisklausur im Herbst soll Ziele festlegen

Grundlage für die politische Arbeit der neuen Legislaturperiode soll eine Kreisklausur im Herbst werden. Dort sollen die Ziele des Landkreises definiert und ein Programm erarbeitet werden, das anschließend auch die Basis für die Haushaltsplanung bildet. Die Ergebnisse sollen dann direkt in die zuständigen Ausschüsse einfließen.

### Fraktionsstatus künftig erst ab drei Mitgliedern

Für Diskussionen sorgte auch eine neue Regelung zur Fraktionsstärke. Künftig gelten nur noch Parteien oder Gruppierungen mit mindestens drei Vertretern als Fraktion. Die Linke, die mit Chiara Kunze und Maria Streit im Kreistag sitzt, hatte beantragt, bereits zwei Personen als Fraktion anzuerkennen.

Kunze kritisierte, dass die neue Grenze unter anderem mit Sparzwängen begründet werde, während gleichzeitig die Entschädigung für Kreisräte von 60 auf 75 Euro pro Sitzung erhöht wurde. Landrat von Dobschütz verwies auf eine Orientierung an der Bundestagsregelung und betonte, die Änderung sei nicht gegen die Linke gerichtet. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

### Reinhard Streng erneut Stellvertreter des Landrats

Bei der Wahl des ersten Stellvertreters gab es dann ein klares Ergebnis: Reinhard Streng (FWG) aus Langenfeld wurde mit 50 zu 4 Stimmen gewählt. Er hatte dieses Amt bereits in der vergangenen Amtszeit inne.

Zuvor hatte der Landrat mit einem Augenzwinkern bemerkt, es sei „etwas einsam hier vorne“, da der Platz neben ihm noch leer sei.

### Debatte über Anzahl der Stellvertreter

Vor der Wahl weiterer Stellvertreter wurde noch einmal grundsätzlich diskutiert, ob es überhaupt drei Stellvertreter brauche. Harald Trabert (FWG) hatte – wie schon in der vergangenen Legislaturperiode – vorgeschlagen, aus Kostengründen auf einen Posten zu verzichten. Das wäre aus seiner Sicht auch ein Signal nach außen in finanziell schwierigen Zeiten.

Dem widersprachen mehrere Kreisräte deutlich. Jürgen Dierauff (CSU) betonte die Rolle der Stellvertreter als Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern. Auch Hans Herold sprach sich klar für den Erhalt aller Positionen aus und verwies darauf, dass das Amt zeitlich durchaus mit einem Halbtagsjob vergleichbar sei. Gerade bei Vereinsveranstaltungen sei die Präsenz eines Stellvertreters ein Zeichen der Wertschätzung.

Am Ende fand Traberts Vorschlag nur eine weitere Stimme Unterstützung.

### Ixmeier und Reichenberg gewählt – AfD-Rede sorgt für Eklat

Als erste weitere Stellvertreterin wurde anschließend Renate Ixmeier (CSU) aus Scheinfeld einstimmig gewählt.

Deutlich turbulenter wurde es dann bei der Wahl des zweiten weiteren Stellvertreters. Heike Gareis (SPD) schlug Ronald Reichenberg aus Bad Windsheim vor und lobte dessen kommunalpolitische Erfahrung, fachliche Kompetenz und Integrität.

Daraufhin ergriff Dr. Benno Bulitta (AfD) das Wort und erklärte, warum seine Fraktion den SPD-Kandidaten nicht unterstützen werde. In seiner Rede warf er der SPD und protestierenden Gruppen aus dem Kommunalwahlkampf ein antidemokratisches Verhalten vor. Er sprach von Diffamierungen, beleidigender Sprache und zog dabei auch weitreichende politische Vergleiche. Zudem kritisierte er das Verhalten von Gegendemonstranten bei AfD-Infoständen.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz reagierte direkt und mahnte, im Kreistag keine Grundsatzdebatten aus Bundes- oder Landespolitik zu führen. Die Bürger erwarteten konkrete Arbeit für den Landkreis – nicht das Nachspielen überregionaler Konflikte. Auch David Muck (Grüne) und Gabi Schmidt (UWG) warnten vor solchen ideologischen Auseinandersetzungen im Gremium. CSU-Kreisrat Paul von und zu Franckenstein kritisierte zudem Störgeräusche während der Rede und mahnte zu einem geordneten Ablauf.

Bei der anschließenden Wahl setzte sich Ronald Reichenberg klar durch. Nur die AfD-Fraktion stimmte für ihren eigenen Kandidaten Armin Heinlein.

### Appell zum Schluss: Sachlich bleiben, Lösungen finden

Zum Ende der Sitzung warb Landrat von Dobschütz nochmals für ein gemeinsames Arbeiten im neuen Kreistag. Unterschiedliche Meinungen gehörten dazu, entscheidend sei aber, dass am Ende der Landkreis im Mittelpunkt stehe. Er forderte Sachlichkeit, Respekt und die Bereitschaft, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

### Kommentar der Redaktion

Der neue Kreistag hat gleich in seiner ersten Sitzung gezeigt, wie die nächsten Jahre laufen könnten: viel Strukturarbeit, viele finanzielle Fragen – und leider wohl auch immer wieder politische Scharmützel, die mit den eigentlichen Aufgaben im Landkreis nur bedingt zu tun haben. Dass Landrat von Dobschütz die Ausschüsse stärken will, klingt zunächst nach mehr Effizienz. Ob das am Ende wirklich zu schnelleren und besseren Entscheidungen führt, wird sich zeigen. Klar ist aber: Bei Kliniken, Haushalt und sozialer Entwicklung wird man keine Zeit für Showkämpfe haben.

Und vielleicht ist das ja die wichtigste Erkenntnis dieses Starts: Im Landkreis sind die Bretter tatsächlich dick. Da hilft am Ende weder großes Pathos noch Bundestags-Theater – sondern eher Bohrer, Geduld und am besten eine ruhige Hand.

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**Neue Satzung im Neustädter Rathaus veröffentlicht: Was Bürgerinnen und Bürger jetzt wissen sollten**

Im Neustädter Rathaus gibt es eine wichtige Neuerung: Der Stadtrat hat eine Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts beschlossen. Klingt auf den ersten Blick sehr nach Amtsdeutsch – ist aber für das Zusammenleben und die Abläufe in der Stadt durchaus von Bedeutung. Denn solche Regelungen schaffen die Grundlage dafür, wie die Stadtverwaltung und der Stadtrat arbeiten.

Beschlossen wurde die Satzung am **11. Mai 2026**. Nun wurde sie auch offiziell bekanntgemacht. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Unterlagen ab sofort im Rathaus einsehen.

Die Satzung liegt noch bis einschließlich **2. Juni 2026** während der allgemeinen Dienststunden im **Rathaus Neustadt an der Aisch, Marktplatz 5, 2. Stock, Zimmer 25** aus.

Veröffentlicht wurde die amtliche Bekanntmachung durch die Stadtverwaltung Neustadt an der Aisch. Unterzeichnet ist sie von **Erstem Bürgermeister Alexander Müller**.

Auch wenn solche Veröffentlichungen oft etwas sperrig wirken, betreffen sie letztlich die Grundlagen der Kommunalpolitik vor Ort – also genau die Regeln, nach denen im Rathaus gearbeitet und entschieden wird. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Arbeit des Stadtrats und die Organisation der Stadt interessieren, ist die Einsichtnahme daher durchaus sinnvoll.

**Kommentar der Redaktion:**
Ja, Gemeindeverfassungsrecht klingt ungefähr so spannend wie ein ungefragter Blick in die Bedienungsanleitung der Heizung. Aber genau solche Satzungen regeln, wie die Stadt vor Ort funktioniert – also kein unwichtiges Papier für die Schublade. Wer mehr Transparenz im Rathaus fordert, sollte bei solchen Bekanntmachungen zumindest einmal hinschauen. Denn Kommunalpolitik beginnt nicht erst bei großen Debatten, sondern oft bei genau den Regeln, die kaum jemand freiwillig liest.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch, www.neustadt-aisch.de/aktuelles
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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**Stadtrat in Neustadt tagt am Mittwoch: Diese Themen stehen im Rathaus auf dem Tisch**

Im Neustädter Rathaus wird es am Mittwochabend wieder politisch: Am 20. Mai 2026 kommt der Stadtrat von Neustadt an der Aisch zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Beginn ist um 19 Uhr im großen Sitzungssaal. Für Bürgerinnen und Bürger ist das eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Themen zu werfen, die die Stadt in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen.

Auf der Tagesordnung stehen diesmal mehrere Punkte, die für Neustadt ganz konkret von Bedeutung sind. Nach der Genehmigung der Niederschrift und dem Bericht des Bürgermeisters geht es unter anderem um ein Pilotprojekt zum Erosionsschutz in der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn. Dahinter steckt ein Thema, das durch Wetterextreme, Starkregen und den Umgang mit Wasser in der Landschaft immer wichtiger wird.

Auch im sozialen Bereich wird beraten: Der Stadtrat beschäftigt sich mit der Bezuschussung und dem Defizitausgleich für die AWO-Mittagsbetreuung. Zudem sollen Vertreter für den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz benannt werden.

Ein weiterer größerer Punkt betrifft das Verkehrskonzept der Stadt. Hier steht eine erneute Prüfung, Beratung und Entscheidung über Maßnahmen zur Umgestaltung von Straßenräumen an. Ebenfalls auf der Agenda: die Einrichtung einer Haltestelle für Standard-Linienbusse auf oder unmittelbar an der Klinikfläche, damit eine barrierefreie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sichergestellt werden kann.

Darüber hinaus wird über einen Bauantrag für den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle in der Gemarkung Herrnneuses beraten. Bei den Vergaben geht es unter anderem um die Sanierung der Markgrafenhalle sowie um die Straßenverbreiterung und den Bau eines Geh- und Radwegs in der Markgrafenstraße im Bereich des REWE-Neubaus.

Nach dem öffentlichen Teil folgt anschließend noch eine nichtöffentliche Sitzung.

**Die Tagesordnung im Überblick:**
1. Genehmigung der öffentlichen Niederschrift vom 29.04.2026
2. Bericht des Bürgermeisters
3. Vorstellung und Beschluss zur Erosionsschutz-Kooperation als Pilotprojekt in der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn
4. Bezuschussung und Defizitausgleich AWO Mittagsbetreuung
5. Benennung der Vertreter für den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz
6. Erneute Prüfung, Beratung und Entscheidung über die unter Punkt 7 des Verkehrskonzepts „Umgestaltung von Straßenräumen“ vorgestellten Maßnahmen
7. Einrichtung einer Haltestelle für Standard-Linienbusse auf bzw. unmittelbar an der Klinikfläche zur Sicherstellung einer barrierefreien ÖPNV-Anbindung
8. Bauantrag für den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle auf dem Grundstück Flurnummer 321 der Gemarkung Herrnneuses
9. Vergaben
9.1 Sanierung Markgrafenhalle: Bevollmächtigung des Ersten Bürgermeisters und seiner Stellvertreter zur Vergabe von Aufträgen für den Bauabschnitt 5
9.2 Straßenverbreiterung und Bau eines Geh- und Radwegs in der Markgrafenstraße im Bereich REWE-Neubau
10. Anfragen

**Kommentar der Redaktion:**
Kommunalpolitik wirkt auf den ersten Blick manchmal unspektakulär – bis man merkt, dass genau dort über Busanbindung, Kinderbetreuung, Straßen, Radwege und Bauprojekte entschieden wird. Also über vieles, was den Alltag direkt betrifft. Oder anders gesagt: Im Rathaus fällt selten weltbewegende Politik an, aber oft genau die, über die man sich später am Gartenzaun, beim Einkaufen oder im Auto auf dem Weg durch die Stadt unterhält.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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# Neues aus dem NaAZA-Gebiet: Sitzungen, Vorträge, Begegnungstag und Millionenförderung für Kommunen

In den kommenden Tagen ist im NaAZA-Gebiet und darüber hinaus im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim einiges geboten: von der konstituierenden Gemeinderatssitzung in Neuhof über einen Begegnungstag in Markt Erlbach bis hin zu wichtigen Beratungen in Neustadt und Wilhelmsdorf. Dazu kommen interessante Vorträge – und gute Nachrichten für viele Kommunen, denn der Freistaat Bayern stellt für Hochbauprojekte im Landkreis fast 3,7 Millionen Euro bereit.

## Neuhöfer Gemeinderat startet in die neue Amtszeit

In **Neuhof** kommt der neu gewählte Gemeinderat am **Dienstag, 19. Mai, um 18.30 Uhr** im Sitzungssaal des Rathauses zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Verabschiedung der ausgeschiedenen sowie die Vereidigung der neuen Ratsmitglieder. Außerdem werden wichtige Personalentscheidungen getroffen – insbesondere zur Stellvertretung von Bürgermeisterin **Claudia Wust**.

## Begegnungstag in Markt Erlbach

In **Markt Erlbach** findet am **Mittwoch, 20. Mai, von 14.30 bis 17.30 Uhr** in der **Caspar-Löner-Grund- und Mittelschule** ein Begegnungstag unter dem Motto **„Jetzt Welt fair ändern“** statt. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmach-Stationen der Klassen, Erste-Hilfe-Angeboten, einer Verlosung sowie Büchertischen der Gemeindebücherei. Auch der Förderverein und die Fair-Trade-Initiative stellen sich vor.

## Gemeinschaftsversammlung in Wilhelmsdorf

Ebenfalls am **Mittwoch, 20. Mai**, tagt ab **17 Uhr** im Rathaus **Wilhelmsdorf** die Gemeinschaftsversammlung **Hagenbüchach-Wilhelmsdorf**. Dabei geht es unter anderem um die Wahl des Gemeinschaftsvorsitzenden, die Bestellung von Mitgliedern und Ausschussvorsitz sowie um die Bestellung der Bürgermeister von Hagenbüchach und Wilhelmsdorf zu Eheschließungsstandesbeamten.

## Neustädter Stadtrat berät über Pilotprojekt und Klinik-Haltestelle

In **Neustadt an der Aisch** kommt der neue Stadtrat am **Mittwoch, 20. Mai, ab 19 Uhr** im großen Sitzungssaal des Rathauses zu seiner ersten inhaltlichen Sitzung zusammen. Besprochen werden dort mehrere wichtige Themen: die Vorstellung einer **Erosionsschutz-Kooperation** als Pilotprojekt in der Schwammregion **Aisch, Aurach und Zenn**, die Bezuschussung der **AWO-Mittagsbetreuung**, die Einrichtung einer **Bushaltestelle an der Klinik** für Standard-Linienbusse sowie die Straßenverbreiterung und der Bau eines Geh- und Radwegs an der **Markgrafenstraße** im Bereich des Rewe-Neubaus.

## Vortrag über „Longevity“ im Sportzentrum

Am **Donnerstag, 21. Mai**, lädt das **Sportzentrum im Eilersweg in Neustadt** zu einem kostenfreien Vortrag mit dem Titel **„Longevity – Lebenszeit statt Leidenszeit“** ein. Beginn ist um **18 Uhr** in der Tennishalle. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung von Krafttraining und Muskelerhalt beziehungsweise Muskelaufbau, deren Relevanz nach Ansicht der Veranstalter noch immer unterschätzt wird. Referent ist **Nikolas Kirilow**. Eine Anmeldung ist erforderlich – direkt im Sportzentrum oder telefonisch unter **09161/60666**.

## Vhs-Vortrag zur Geschichte der Mathematik

Ebenfalls in **Neustadt** gibt es am **Donnerstag, 21. Mai, ab 18.30 Uhr** einen Vortrag der Volkshochschule zu den **Meilensteinen der Mathematikgeschichte**. Veranstaltungsort ist die **Rößleinsdorfer Ortsstraße 1**. Anmeldungen sind unter **09161/922602** oder per E-Mail an **vhs@kreis-nea.de** möglich.

## Infoveranstaltung zum Wohnen im Alter

Im **Bürgerhaus zum Löwen** in **Markt Erlbach** dreht sich am **Donnerstag, 21. Mai, ab 14 Uhr** alles um die Frage: **„Wie möchte ich wohnen, wenn ich älter werde?“** Der kostenfreie Vortrag findet im Rahmen des Senioren-Cafés statt und ist Teil der bayernweiten Aktionswochen **„Zu Hause daheim – Bayern gemeinsam stark“** des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Im Anschluss gibt es bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch. Der Eintritt ist frei.

## Fast 3,7 Millionen Euro Förderung für Hochbau-Projekte im Landkreis

Gute Nachrichten gibt es für zahlreiche Kommunen im Landkreis **Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim**: Für verschiedene Hochbau-Projekte stellt der Freistaat Bayern insgesamt **fast 3,7 Millionen Euro** bereit. Das teilten die Landtagsabgeordneten **Werner Stieglitz (CSU)**, **Gabi Schmidt (Freie Wähler)**, **Barbara Fuchs (Grüne)** und **Harry Scheuenstuhl (SPD)** mit.

Den größten Einzelbetrag erhält **Sugenheim** mit insgesamt über **eine Million Euro**. Gefördert werden dort der **Umbau der Schule zum Hort** mit **400.000 Euro**, die **Sanierung der Schule** mit **288.000 Euro** sowie die **Erweiterung der Kindertageseinrichtung** mit **360.000 Euro**.

Nach **Uffenheim** fließen weitere gut **850.000 Euro**. Davon entfallen **600.000 Euro** auf die **Erweiterung der Grund- und Mittelschule** und **252.000 Euro** auf die **Sanierung des Hallenbads**.

Auch andere Kommunen profitieren: So erhält **Scheinfeld** **500.000 Euro** für den **Umbau der Schlossgaststätte zum Kindergarten**. In **Markt Erlbach** werden **400.000 Euro** für die **Erweiterung des Kinderhorts an der Caspar-Löner-Schule** bereitgestellt. Jeweils **300.000 Euro** gehen an den **Kindergartenneubau in Ulsenheim** sowie an die **Erweiterung des Kindergartens „Sonnenschein“ in Marktbergel**.

In **Burghaslach** werden gleich zwei Projekte unterstützt: der **Waldkindergarten** mit **86.000 Euro** und die **Horterweiterung** mit **100.000 Euro**. **Trautskirchen** erhält **90.000 Euro** für eine Kinderbetreuungseinrichtung.

Während CSU-Abgeordneter **Werner Stieglitz** die Hochbau-Förderung als wichtige Investition in die Zukunft der Kinder bezeichnet, mahnen andere Parlamentarier, dass die Zuschüsse allein nicht ausreichen. **Barbara Fuchs** weist darauf hin, dass die Eigenanteile für viele Kommunen weiterhin hoch bleiben. **Harry Scheuenstuhl** betont zudem, dass der Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden insgesamt deutlich größer sei und fordert dauerhaft höhere Einnahmen für die Kommunen.

### Kommentar der Redaktion

Viel Bewegung also im NaAZA-Gebiet: neue Gremien starten, wichtige Projekte werden beraten und bei den Fördergeldern zeigt sich einmal mehr, worauf es in den Kommunen besonders ankommt – **Kinderbetreuung, Schulen und Infrastruktur**. Das sind genau die Themen, die vor Ort nicht für große Schlagzeilen sorgen wie in Berlin oder München, aber im Alltag den größten Unterschied machen. Und wenn fast 3,7 Millionen Euro in die Region fließen, ist das natürlich erfreulich – auch wenn man sich in manchen Rathäusern vermutlich denkt: Schön, aber der nächste Bauantrag wartet schon hinter der Tür.

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## Leserbriefe zur konstituierenden Stadtratssitzung sorgen für Diskussionen in Neustadt

Die konstituierende Sitzung des Neustädter Stadtrates wirkt nach. In der heutigen Ausgabe der Fränkischen Landeszeitung wurden gleich zwei Leserbriefe veröffentlicht, die sich kritisch mit den Entscheidungen der neuen Mehrheit aus CSU und FWG auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die formale Rechtmäßigkeit der Entscheidungen – die wird kaum bestritten –, sondern vielmehr die politische Kultur und die Frage, wie Zusammenarbeit in einem kommunalen Gremium aussehen sollte.

Auslöser der Debatte war die Besetzung zentraler Positionen im Stadtrat. CSU und FWG verfügen gemeinsam über eine Mehrheit und nutzten diese bei der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter sowie bei Ausschuss- und Beiratsposten konsequent aus. Richard Dollinger (CSU) wurde zum zweiten Bürgermeister gewählt, Kerstin Rauner (FWG) zur dritten Bürgermeisterin. SPD-Kandidaten scheiterten jeweils an den Mehrheitsverhältnissen.

Auch die Besetzung der Ausschüsse zeigt deutlich die Kräfteverhältnisse im neuen Stadtrat. So dominieren CSU und FWG etwa den Werkausschuss oder das Beratungsgremium für Bau- und Umweltangelegenheiten. Gleichzeitig sind SPD und Grüne vertreten, allerdings nicht in führender Position. Die Ausschüsse und Beiräte wurden wie folgt besetzt:

* Werkausschuss: vier CSU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, ein Grüner und ein FWG-Mitglied.
* Rechnungsprüfungsausschuss: Vorsitzender Christian Köstner (CSU), Stellvertreterin Kerstin Rauner (FWG).
* Beratungsgremium Bau und Umwelt: vier CSU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, ein Grüner und ein FWG-Mitglied.
* Sportbeirat: Vertreter aller Fraktionen.

### Kritik: „Anstandsfreie Machtdemonstration“

Besonders scharf formuliert ist der Leserbrief von Dr. Christiane Wolfart aus Neustadt. Sie spricht von einer „anstandsfreien Machtdemonstration“ der neuen Mehrheit. Ihrer Ansicht nach werde der Wählerwille ignoriert und erfahrene Politikerinnen und Politiker anderer Parteien bewusst ausgegrenzt. Vor allem die Ablehnung von Heike Gareis als Behinderten- und Seniorenbeauftragte bezeichnet sie als unverständlich. Gareis sei engagiert und beliebt gewesen und habe als Seniorenbeauftragte gute Arbeit geleistet.

Wolfart kritisiert dabei weniger einzelne Personen als vielmehr die Art des Vorgehens. Gerade weil im Wahlkampf immer wieder die gute und fraktionsübergreifende Zusammenarbeit betont worden sei, empfinde sie die jetzige Entwicklung als enttäuschend.

Ähnlich argumentiert Wolfgang Ell in seinem Leserbrief. Auch er sieht in den Entscheidungen ein Signal des „Durchregierens“. Besonders stößt ihm auf, dass die SPD als zweitstärkste Kraft keinen Bürgermeister-Stellvertreter stellen darf. Er erinnert daran, dass unter dem bisherigen Bürgermeister Klaus Meier parteiübergreifende Lösungen häufiger praktiziert worden seien.

Beide Leserbriefe greifen damit dieselbe Grundfrage auf: Muss eine Mehrheit ihre Macht vollständig ausnutzen – oder gehört es zur politischen Kultur, auch Minderheiten einzubinden?

## Was ist rechtlich üblich – und was ist politisch klug?

Zunächst gilt: Rechtlich ist das Vorgehen von CSU und FWG nicht zu beanstanden. In Stadt- und Gemeinderäten gilt das Mehrheitsprinzip. Wer eine Mehrheit organisiert, kann Posten besetzen, Kandidaten durchsetzen und politische Schwerpunkte bestimmen. Genau dafür werden Mehrheiten bei Wahlen letztlich gebildet.

Es ist daher keineswegs ungewöhnlich, dass Fraktionen wichtige Ämter mit Personen aus den eigenen Reihen besetzen. Das geschieht in Gemeinden, Städten, Landkreisen, Landtagen und auch im Bundestag regelmäßig. Dahinter steckt nicht automatisch „Machtmissbrauch“, sondern oft auch der Wunsch, politische Verlässlichkeit sicherzustellen. Wer Verantwortung übernimmt, möchte mit Personen arbeiten, denen man politisch vertraut.

Gerade Bürgermeister-Stellvertreter gelten häufig als besonders sensible Positionen. Sie vertreten im Ernstfall den Bürgermeister und arbeiten eng mit ihm zusammen. Deshalb entscheiden sich Mehrheiten oft bewusst für Kandidaten aus den eigenen Reihen.

## Warum gibt es trotzdem Kritik?

Die kommunale Ebene unterscheidet sich jedoch von der großen Parteipolitik in Berlin oder München. In Stadt- und Gemeinderäten arbeiten die Mitglieder oft jahrzehntelang miteinander. Viele kennen sich privat, engagieren sich gemeinsam in Vereinen oder Feuerwehren und begegnen sich im Alltag ständig. Deshalb spielt politische Kultur vor Ort eine besonders große Rolle.

In vielen Kommunen gibt es daher die Tradition, bestimmte Posten überparteilich zu vergeben oder zumindest auf breite Zustimmung zu achten. Gerade Ehrenämter wie Senioren-, Behinderten- oder Sportbeauftragte werden häufig nicht ausschließlich nach Parteibuch besetzt, sondern nach Erfahrung, Fachkenntnis oder persönlichem Engagement.

Auch bei Bürgermeister-Stellvertretern bemühen sich manche Gemeinden um Konsenslösungen. Andere wiederum handhaben das strikt nach Mehrheitsverhältnissen. Beides ist demokratisch möglich.

Die Kritik in den Leserbriefen richtet sich deshalb weniger gegen die demokratische Legitimation der Entscheidungen als gegen deren Signalwirkung. Für die Kritiker entsteht der Eindruck, dass CSU und FWG ihre Mehrheit nicht nur nutzen, sondern demonstrativ ausspielen.

## Muss im Stadtrat immer Einstimmigkeit herrschen?

Nein. Demokratie bedeutet nicht automatisch Einstimmigkeit. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Kommunalpolitik genauso wie zu jeder anderen politischen Ebene. Konflikte, Abstimmungen und Mehrheitsentscheidungen sind normal und notwendig.

Allerdings funktioniert Kommunalpolitik langfristig oft besser, wenn trotz politischer Unterschiede ein gewisser Grundkonsens erhalten bleibt. Viele Entscheidungen – etwa zu Schulen, Straßenbau, Feuerwehr, Kinderbetreuung oder Vereinen – betreffen unmittelbar den Alltag der Bürger. Dort wird häufig pragmatischer gearbeitet als in der Bundespolitik.

Deshalb achten viele Ratsgremien darauf, Entscheidungen möglichst breit abzustützen. Das muss aber nicht immer gelingen. Gerade nach Wahlen oder Machtwechseln entstehen oft neue Mehrheiten, neue Bündnisse und manchmal auch neue Spannungen.

## Der Neustädter Stadtrat steht nun unter Beobachtung

Interessant wird nun sein, wie sich die Zusammenarbeit im Neustädter Stadtrat in den kommenden Monaten entwickelt. Bürgermeister Alexander Müller betonte in seiner Antrittsrede ausdrücklich den Wunsch nach „lösungsorientiertem, konstruktivem und sachlichem Miteinander“. Gleichzeitig machte die konstituierende Sitzung deutlich, dass CSU und FWG ihre Mehrheit geschlossen organisieren.

Ob daraus ein dauerhaft konfrontativer Stil entsteht oder ob sich im politischen Alltag wieder mehr gemeinsame Lösungen entwickeln, wird sich erst zeigen. Erfahrungsgemäß verändern konkrete Sachthemen die Dynamik oft schnell. Spätestens wenn es um Haushaltsfragen, Bauprojekte, Kinderbetreuung oder die Entwicklung der Innenstadt geht, geraten parteipolitische Linien häufig wieder in Bewegung.

## Kommentar der Redaktion:

Kommunalpolitik ist manchmal wie eine fränkische Kirchweih: Nach außen wirken alle friedlich, aber hinter den Kulissen wird sehr genau gezählt, wer wie viele Plätze am Biertisch bekommt. Natürlich darf eine Mehrheit Mehrheiten nutzen – dafür wird schließlich gewählt. Die Frage ist eher, wie demonstrativ man das tut.

Denn gerade auf kommunaler Ebene erinnern sich Bürger oft weniger an einzelne Abstimmungen als an den Stil des Umgangs miteinander. Wer andere dauerhaft außen vor lässt, riskiert irgendwann ein vergiftetes Klima im Rat. Wer dagegen jede Mehrheit künstlich verwässert, verliert wiederum politische Klarheit.

Zwischen „Durchregieren“ und „Kuschelkurs“ liegt also ein schmaler fränkischer Grat. Und wie so oft entscheidet am Ende nicht die erste Sitzung über Erfolg oder Misserfolg, sondern die Frage, ob man auch dann noch miteinander reden kann, wenn die ersten schwierigen Entscheidungen kommen – etwa bei Geld, Baustellen oder Parkplätzen. Denn spätestens dort endet traditionell jede kommunalpolitische Harmonie.

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# Kunstvolle Bücherzeichen im Alten Schloss

Kleine Blätter, große Kunst: In den Museen im Alten Schloss in Neustadt an der Aisch dreht sich ab dem 19. Mai alles um das Exlibris – also um kunstvoll gestaltete Bucheigner-Zeichen, die früher in Bücher eingeklebt wurden. Unter dem Titel **„Rund um die Weiher“** zeigt der frühere Neustädter Heinz Haffki ausgewählte Stücke aus seiner umfangreichen Sammlung. Wer Bücher liebt, Grafik schätzt oder einfach gern besondere Details entdeckt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Exlibris bedeutet übersetzt „Aus meinen Büchern“ oder „Aus der Bücherei von …“. Diese kleinen Blätter dienten früher als Besitznachweis und halfen ganz praktisch dabei, ausgeliehene Bücher wieder zu ihrem Eigentümer zurückzubringen. Schon in den frühen Druckwerken des 15. Jahrhunderts, den sogenannten Inkunabeln, finden sich solche Kennzeichnungen.

Heinz Haffki, gelernter Drucker und begeisterter Freund der Druckgrafik, hat über viele Jahre eine große Sammlung zusammengetragen. Gegliedert ist sie unter anderem in Themen wie **„Fastnacht und die Narren“**, **„Die Drucker und Setzer“** und **„Fränkische Künstler“**. In Neustadt zeigt er nun Blätter zum Themenkreis **„Rund um die Weiher“** – mit Motiven wie Fischen, Anglern, Booten, Pflanzen und Tieren.

Im kleinen Gewölbe sind außerdem Arbeiten von drei fränkischen Künstlern zu sehen: **Rudolf Schiestl** und **Rudolf Rieß** aus Nürnberg sowie **Georg Bauernfeind** aus Neustadt an der Aisch.

Die Ausstellung wird am **Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr** im Gewölbe des Alten Schlosses offiziell eröffnet. Heinz Haffki selbst führt in das Thema ein und stellt die gezeigten Stücke vor. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant. Besucher der Vernissage dürfen laut Ankündigung gern auch ihr **eigenes Exlibris** mitbringen – Haffki tauscht nach eigener Aussage sehr gerne.

Zu sehen ist die Ausstellung **vom 20. Mai bis 30. August** während der regulären Öffnungszeiten der Museen im Alten Schloss: **mittwochs, freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr**.

**Foto:** Deutsche Exlibris Gesellschaft e.V.

**Kommentar der Redaktion:**
Mal ehrlich: Heute schreibt man seinen Namen mit Kugelschreiber ins Buch – oder vergisst es ganz und wundert sich später, warum der gute Roman plötzlich beim Nachbarn im Regal steht. Exlibris waren da deutlich stilvoller. Statt „gehört mir“ gab’s kleine Kunstwerke mit Geschichte, Charakter und oft erstaunlich viel Fantasie. Wer also dachte, Bücherzeichen seien nur trockene Sammlersache, könnte im Alten Schloss eines Besseren belehrt werden.

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# Tänze, Gesang und internationale Küche

## Beim 17. Fest der Begegnung in Neustadt wurde Vielfalt nicht nur gezeigt, sondern gemeinsam erlebt

**Neustadt a.d. Aisch** – Tanz, Musik, Mitmachaktionen, Infostände und Spezialitäten aus vielen Ländern: Beim inzwischen 17. **Fest der Begegnung** an der Jean-Paul-Allee neben der NeuStadtHalle am Schloss war am Sonntag einiges geboten. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues kennenzulernen und einen abwechslungsreichen Tag zu erleben.

Vor allem auf der Bühne wurde die kulturelle Vielfalt sichtbar. Die Mädchen des Tanzsportzentrums Wolf aus Neustadt setzten mit ihrer Darbietung unter dem Motto **„Bock auf bunt“** ein fröhliches Zeichen. Mit Tanz und Gesang brachte auch eine mazedonische Gruppe ihre Traditionen auf die Bühne. Später sorgten südamerikanische Rhythmen schnell dafür, dass die Tanzfläche nicht lange leer blieb.

Auch afrikanischer Tanz, Zauberei, das Tanzstudio Lebensfreude, ein buntes Mitmachprogramm sowie Line Dance gehörten zum Programm des sonnigen Festtages. Zum Abschluss wurde noch der **Drum Circle mit Knuth Jerxsen** angekündigt. Unter den Künstlern waren außerdem die Lehrlinge des Zauberers vertreten. Das geplante ukrainische Theater musste krankheitsbedingt ausfallen.

Nicht nur auf der Bühne, auch rund um das Festgelände war viel geboten. Mit dabei waren unter anderem der **Jugendmigrationsdienst** und das **Islamische Kulturzentrum** mit einem Informationsstand. Die **Omas gegen Rechts** luden zu einem Mitmachtheater ein, während die evangelische Kirche mit einer Sitzgruppe Raum für Gespräche und Austausch schuf. Die Neustädter Grundschulen präsentierten unter anderem das Bilderbuch **„Die Mauer“**.

Auch kulinarisch zeigte sich das Fest international. **Pantera** bot südamerikanisches Kunsthandwerk und Speisen an. Die mazedonische Gruppe servierte **Cevapcici** und traditionelle Gerichte aus ihrer Heimat. Gegrilltes gab es beim **Asia Wok**, afrikanisches Essen bei **Ade**. **Ayten** hatte unter anderem **Lahmacun**, **Corn Dogs**, Getränke und **Langos** im Angebot.

Für Familien und Kinder gab es ebenfalls viele Angebote. **EvoRi** und **Montessori NEA** versorgten ihre Gäste mit Kuchen, süßem und salzigem Gebäck und boten eine Bastelstation an. Der **Schlosskindergarten** und die **Kinderkrippe Hasennest** hatten Muffins und Kinder-Cocktails vorbereitet. Der **Jugendtreff Lazarett** und **Integra** stemmten ein buntes Mitmachprogramm. Die Mittagsbetreuung der Grundschule Neues Schloss zeigte das **Pflanzen von Sonnenblumen**.

Moderiert wurde die Veranstaltung von **Josef Merrath** vom Jugendtreff Lazarett. Initiiert worden war das Fest einst vom Verein **Integra**.

In den Grußworten wurde deutlich, worum es an diesem Tag im Kern ging: um ein friedliches und offenes Miteinander. Der stellvertretende Landrat **Reinhard Streng** wünschte den Gästen, dass bei diesem Fest auch neue Freundschaften entstehen. Unabhängig von Herkunft und Nation verbinde alle Menschen der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben. Gerade in Zeiten wachsender nationalistischer Strömungen sei das wichtiger denn je.

Auch Neustadts dritte Bürgermeisterin **Kerstin Rauner** unterstrich die Bedeutung des Festes. Neustadt sei heute Heimat für Menschen aus **80 Nationen**. Diese Vielfalt sei über viele Jahre gewachsen und mache die Stadt aus. Oft brauche es gar nicht viele Worte, sagte Rauner – manchmal reiche schon ein Lächeln.

Das Fest der Begegnung fand im Rahmen der **Woche rund um den Ehrentag** statt, einem bundesweiten Mitmachtag rund um den Geburtstag des Grundgesetzes am **23. Mai**. Dabei wurde auch ein Zitat von Bundespräsident **Frank-Walter Steinmeier** aufgegriffen: Engagement dürfe Spaß machen – und genau das war in Neustadt am Sonntag deutlich zu spüren. Begegnung, Gemeinschaft und Freude gingen hier Hand in Hand.

**Kommentar der Redaktion:**
Man kann über Feste viel reden – schöner ist es, wenn man sie einfach besucht. Das Fest der Begegnung hat einmal mehr gezeigt, dass Vielfalt nicht nach Vortragssaal klingt, sondern nach Musik, Gesprächen, Kinderlachen und dem Duft von Essen aus aller Welt. Oder kurz gesagt: Wenn man miteinander feiert, merkt man schnell, dass Unterschiede nicht trennen müssen – und dass ein Teller mit etwas Gutem drauf oft die schnellste Form der Verständigung ist.

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt legt den Haushalt 2026 offen – Bürgerinnen und Bürger können jetzt Einblick nehmen**

Wie plant die Stadt Neustadt an der Aisch ihre Ausgaben im kommenden Jahr? Genau darauf gibt jetzt die neue Haushaltssatzung 2026 Antworten. Der Stadtrat hat den Haushalt bereits am 15. April 2026 beschlossen – nun können Interessierte die Unterlagen offiziell einsehen.

Der städtische Haushalt zeigt, wofür Geld eingeplant wird und an welchen Stellen die Stadt im kommenden Jahr Schwerpunkte setzen will. Dabei geht es unter anderem um Investitionen in Verwaltung, Infrastruktur, Schulen, öffentliche Einrichtungen und weitere Aufgaben, die den Alltag in Neustadt und den Ortsteilen direkt betreffen.

Geprüft wurde der Haushalt auch durch das Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim. Nach Angaben der Rechtsaufsicht wurden dabei keine genehmigungspflichtigen Bestandteile festgestellt. Das bedeutet: Für die betreffenden Teile des Haushalts gab es keine Einwände.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann den Haushalt samt Haushaltsplan 2026 seit dem 15. Mai 2026 in der Stadtverwaltung Neustadt a.d.Aisch einsehen. Die Unterlagen liegen in der Stadtkämmerei aus.

**Einsicht möglich hier:**
Stadtverwaltung Neustadt a.d.Aisch
Würzburger Straße 33
2. Stock, Zimmer 20/21

Die Einsicht ist während der allgemeinen Dienststunden möglich.

Gerade für Bürgerinnen und Bürger, die wissen möchten, welche Projekte geplant sind, wie die finanzielle Lage der Stadt aussieht und wo Prioritäten gesetzt werden, bietet die Offenlegung eine gute Gelegenheit zur Information.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein städtischer Haushalt klingt auf den ersten Blick ungefähr so spannend wie ein Beipackzettel – ist aber am Ende oft viel wichtiger. Denn genau dort steht drin, wofür Geld da ist, wofür vielleicht nicht und welche Richtung eine Stadt einschlagen will. Wer also mitreden möchte, ob eher Straßen, Innenstadt, Klimaschutz oder soziale Angebote gestärkt werden sollen, kann hier ganz ohne Glaskugel nachlesen, was geplant ist.

*Quelle: Stadt Neustadt a.d.Aisch*
*(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch*

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Neustadt an der Aisch

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# Neustädter Kerwa wirft ihre Schatten voraus: Biermarken ab sofort im Vorverkauf

Die Vorfreude auf die Neustädter Kirchweih wächst spürbar: In und um Neustadt laufen die Vorbereitungen auf eines der beliebtesten Feste des Jahres bereits auf Hochtouren. Und was für viele Kerwa-Fans unbedingt dazugehört, startet jetzt schon ganz praktisch im Alltag: der Vorverkauf der Biermarken.

Wer sich den Kirchweihbesuch stressfrei planen möchte, kann seine Biermarken ab sofort an mehreren Vorverkaufsstellen in Neustadt und Umgebung sichern. Gerade für alle, die sich auf den Familienabend im Festzelt, das Treffen mit Freunden oder den traditionellen Frühschoppen freuen, lohnt sich der frühe Kauf. So lassen sich spätere Wartezeiten vermeiden – und die Vorfreude auf die Kerwa steigt gleich nochmal ein Stück mehr.

Erhältlich sind die Biermarken unter anderem bei expert Hartmann, Zweirad Hofmann, verschiedenen Lotto-Toto-Annahmestellen in Neustadt, bei Michel Zigarren sowie in weiteren Getränkemärkten. Auch die Familienbrauereien Loscher und Hofmann haben den Vorverkauf bereits gestartet.

Schon jetzt wird deutlich, worauf sich viele in der Region freuen: Die Neustädter Kerwa steht wie kaum ein anderes Fest für Tradition, Geselligkeit und fränkische Lebensart. In den sozialen Netzwerken wird bereits eifrig diskutiert, wann es endlich wieder ins Festzelt geht – und welcher Abend heuer der stimmungsvollste wird.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer in Franken fragt, ob Biermarken früh kaufen wirklich nötig ist, hat vermutlich noch nie erlebt, wie schnell aus „Wir gehen bloß kurz auf die Kerwa“ ein ganzer Abend mit alten Bekannten, neuen Gesprächen und zwei spontanen Maß mehr wird. Die Neustädter Kirchweih ist eben nicht nur ein Fest im Kalender – sie ist für viele ein kleines Stück Heimat zum Anstoßen.

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**Internationaler Museumstag in Neustadt: Freier Eintritt, Führungen und Programm für Kinder**

Ein Sonntagsausflug mit Geschichte, Spiel und ein bisschen Entdeckergeist: Am **Sonntag, 17. Mai**, beteiligen sich auch die Museen im **Alten Schloss in Neustadt an der Aisch** am **Internationalen Museumstag**. Besucherinnen und Besucher können sich auf **freien Eintritt**, spannende Ausstellungen und ein abwechslungsreiches Begleitprogramm für Groß und Klein freuen.

Von **14 bis 17 Uhr** sind im Alten Schloss das **Aischgründer Karpfenmuseum**, das **Markgrafenmuseum**, die **KinderSpielWelten** sowie das **Schaudepot** geöffnet und kostenlos zugänglich. Ebenfalls mit dabei sind die **Eisenbahnfreunde**, die ihre **Modelleisenbahn-Ausstellung im Maschikelesturm** öffnen.

Auch für Kinder wird etwas geboten: Sie dürfen **selbstständig basteln** und die Museen auf kreative Weise entdecken. Wer lieber mehr Hintergrundwissen mitnimmt, kann an den angebotenen Führungen teilnehmen. Um **14 Uhr** beginnt eine **Familienführung durch das Markgrafenmuseum**, um **15 Uhr** folgt eine **Erwachsenenführung durch das Karpfenmuseum**.

Ein schöner Anlass also, die Neustädter Museumswelt einmal ganz in Ruhe zu erkunden – ganz ohne Eintrittskarte, aber mit viel Gelegenheit zum Staunen.

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Neustadt an der Aisch

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**Fahrradsturz auf der B470: Alkoholtest zeigt 2,12 Promille**

Ein Fahrradsturz auf der B470 in Neustadt ist am Mittwochabend noch vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Ein 37-jähriger Radfahrer verletzte sich dabei gegen 19.30 Uhr nur leicht – dennoch hatte der Vorfall ein strafrechtliches Nachspiel.

Zeugen hatten nach dem Sturz eine Polizeistreife verständigt. Als die Beamten vor Ort eintrafen, nahmen sie bei dem Mann sofort Alkoholgeruch wahr. Ein anschließend durchgeführter Test ergab einen Wert von umgerechnet 2,12 Promille.

Trotz der offenbar nur leichten Verletzungen musste der 37-Jährige zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Gegen ihn wird nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt, teilte die Polizeiinspektion Neustadt mit.

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