17. Juni 2026

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Neustadt an der Aisch

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# Neustadt/Aisch feiert Titelerneuerung als Fair-Trade-Stadt mit großer Frühstückstafel

Neustadt an der Aisch hat allen Grund zum Feiern: Am Samstag, 27. Juni, wird die Titelerneuerung als Fair-Trade-Stadt mit einer großen Frühstückstafel auf dem Marktplatz begangen. Nach dem großen Zuspruch vor drei Jahren kommt der Themenmarkt erneut mit einem besonderen Frühstücksangebot zurück – ideal für alle, die gemeinsam mit Freunden und Familie entspannt ins Wochenende starten möchten.

Wer dabei sein möchte, kann sich schon im Vorfeld auf ein leckeres Frühstück mit regionalen, Bio- und fair gehandelten Produkten freuen. Das Stadtmarketing bietet dafür verschiedene Frühstücksvarianten zur Auswahl an.

## Frühstücksvarianten auf Vorbestellung

**Variante A:**
Drei verschiedene Käsesorten vom Demeterhof Mondel, Frischkäse, zwei Scheiben Brot, ein Brötchen sowie zwei Aufstriche nach Wahl, dazu Obst und Gemüsedekoration – **12 Euro**

**Variante B:**
Zwei verschiedene Käsesorten und zwei Sorten Wurst vom Demeterhof Mondel, Frischkäse, zwei Scheiben Brot, ein Brötchen sowie zwei Aufstriche nach Wahl, dazu Obst und Gemüsedeko – **15 Euro**

**Variante C:**
Ein Brötchen, zwei Aufstriche nach Wahl sowie Obst und Gemüsedeko – **6 Euro**

**Variante D:**
Eine Brezel, ein Paar Weißwürste vom Demeterhof Mondel und süßer Senf – **8 Euro**

Wer sich sein Frühstück sichern möchte, kann bis zum **22. Juni** per E-Mail an **stadtmarketing@neustadt-aisch.de** oder telefonisch unter **09161/66654** bestellen. Auch eine Online-Anmeldung über **neustadt-aisch.de** ist möglich. Zusätzlich nimmt das Stadtmarketing gerne Tischreservierungen für Biergarnituren entgegen.

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Neuhof an der Zenn

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Hitzepeitsche, Höllen-Wochenende und Mega-Brutzler – oder einfach Sommer?
Wer dieser Tage die Schlagzeilen verfolgt, könnte meinen, das Ende der Zivilisation stehe unmittelbar bevor.
Da rollt die „Hitzepeitsche“ an, ein „Mega-Brutzler“ steht vor der Tür, die „Wüstenhitze“ nimmt Kurs auf Deutschland und irgendwo lauert bereits der „40-Grad-Schock“. Fehlt eigentlich nur noch die Schlagzeile: „Sonne geht auf – Bevölkerung in Panik!“
Dabei zeigt der Blick auf die Wettervorhersage etwas deutlich Bodenständigeres: Für unsere Region werden von Donnerstag bis Dienstag Höchstwerte zwischen 32 und 34 Grad erwartet. Die Nächte bleiben mit 14 bis 22 Grad vergleichsweise angenehm. Am Freitag und Samstag sind sogar örtliche Schauer oder Gewitter möglich.
Das Wetter im Überblick:
🌡️ Donnerstag: 32 Grad
🌡️ Freitag: 34 Grad
🌡️ Samstag: 33 Grad
🌡️ Sonntag: 32 Grad
🌡️ Montag: 34 Grad
🌡️ Dienstag: 32 Grad
Ja, das ist warm. Sogar ziemlich warm. Aber es ist eben auch Mitte Juni und der Sommer macht das, was Sommer normalerweise macht: Er bringt Sonne und höhere Temperaturen.
Natürlich sollte man die Hitze nicht unterschätzen. Gerade ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sollten besonders auf sich achten. Die guten Nachrichten: Man muss dafür weder einen Bunker bauen noch den Kühlschrank umarmen.
Ein paar einfache Maßnahmen helfen schon:
☀️ Morgens früh lüften.
☀️ Tagsüber Fenster und Rollläden schließen.
☀️ Ausreichend trinken.
☀️ Die Mittagssonne meiden.
☀️ Schatten suchen.
☀️ Anstrengende Arbeiten auf die Morgen- oder Abendstunden verschieben.
Und wer eine Abkühlung braucht, muss nicht weit fahren. Die Freibäder in Neuhof an der Zenn, Neustadt an der Aisch und Markt Erlbach freuen sich über Besucherinnen und Besucher.
Wer zu Hause lieber konstant angenehme Temperaturen haben möchte, findet bei den örtlichen Fachbetrieben kompetente Ansprechpartner für Klimaanlagen und moderne Kühlungslösungen.
Oder man macht einfach das, was Generationen vor uns an heißen Sommertagen getan haben: den Sommer genießen.
Zum Beispiel mit einem kühlen Getränk im Biergarten. Ob im Hühnerstall, im Baumhaus oder in einem der vielen weiteren Biergärten und Gaststätten unserer Region – dafür sind lange Sommerabende schließlich da.
Und ganz ehrlich: In vier Monaten lesen wir wahrscheinlich wieder Schlagzeilen wie „Polarluft-Schock“, „Nass-Katastrophe“ oder „Der Jahrhundert-Herbst kommt“. Deshalb mein Vorschlag: Sonnencreme einpacken, genug trinken, ein schattiges Plätzchen suchen und die nächsten Sommertage genießen.
Denn 34 Grad sind warm. Aber noch lange kein Weltuntergang.
Euer Christian Pöschl
NaAZA – Neues an Aurach, Zenn und Aisch

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alle

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# Autonomes Fahren: Warum eigentlich nicht im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim?
Die Idee klingt faszinierend: Zwischen Nürnberg und Fürth sollen künftig autonome Fahrzeuge pendeln. Die Oberbürgermeister Marcus König und Thomas Jung haben diese Vision von einer Reise nach China mitgebracht. Dort gehören fahrerlose Taxis in einigen Städten bereits zum Alltag.
Die historische Strecke zwischen Nürnberg und Fürth soll nun erneut zum Symbol für eine verkehrstechnische Revolution werden. Spätestens 2035, zum 200-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Eisenbahn, könnte dort ein autonomes Verkehrssystem entstehen.
Doch bei aller Begeisterung drängt sich eine Frage auf:
Warum wird die Mobilität der Zukunft wieder dort getestet, wo bereits heute hervorragende Verkehrsverbindungen bestehen?
Zwischen Nürnberg und Fürth fahren S-Bahn, Regionalzüge, U-Bahn und Busse in dichter Taktung. Wer kein Auto besitzt, kommt dort dennoch problemlos von A nach B.
Ganz anders sieht die Situation im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim aus.
Viele Menschen in unserer Region sind auf das Auto angewiesen. Wer von Wilhelmsdorf nach Neustadt, von Markt Erlbach nach Emskirchen oder von einem kleineren Ort zu einem Arzttermin fahren möchte, stößt mit dem öffentlichen Nahverkehr oft an Grenzen. Busse fahren teilweise nur wenige Male am Tag, manche Verbindungen erfordern lange Wartezeiten oder Umwege.
Gerade hier könnten autonome Fahrzeuge einen echten Unterschied machen.
Statt großer Linienbusse, die häufig nur mit wenigen Fahrgästen unterwegs sind, könnten kleine autonome Shuttlebusse flexibel zwischen den Orten verkehren. Per App oder Telefon bestellt, könnten sie Menschen zum Bahnhof, zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit bringen.
Besonders ältere Menschen würden profitieren. Viele Seniorinnen und Senioren leben selbstständig in ihren Heimatorten, verlieren aber irgendwann die Möglichkeit, selbst Auto zu fahren. Für sie bedeutet Mobilität oft auch Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe.
Auch für Jugendliche wäre ein besserer Nahverkehr ein Gewinn. Wer abends Freunde besuchen, Sport treiben oder eine Veranstaltung besuchen möchte, ist häufig auf die Eltern angewiesen.
Dabei wäre gerade der ländliche Raum ein ideales Testfeld. Die Verkehrsströme sind überschaubarer als in einer Großstadt. Die Geschwindigkeiten sind geringer. Und der Nutzen für die Bevölkerung wäre unmittelbar spürbar.
Wenn wir über die Mobilität der Zukunft sprechen, sollten wir nicht nur dort investieren, wo bereits ein gutes Angebot vorhanden ist. Die eigentliche Herausforderung liegt dort, wo Menschen heute noch keine echte Alternative zum eigenen Auto haben.
Autonomes Fahren darf nicht nur ein Prestigeprojekt für Großstädte werden. Es könnte vielmehr eine Chance sein, den ländlichen Raum zu stärken und Mobilität neu zu denken.
Vielleicht sollte die Frage deshalb nicht lauten: Warum zwischen Nürnberg und Fürth?
Sondern: Warum nicht zwischen Neustadt und Emskirchen, zwischen Markt Erlbach und Bad Windsheim oder zwischen den vielen kleineren Orten unseres Landkreises?
Denn dort, wo Mobilität heute schwierig ist, könnte die Zukunft den größten Unterschied machen.

Mein Kommentar: Warum bis 2035 warten?
Die Idee autonomer Fahrzeuge zwischen Nürnberg und Fürth finde ich grundsätzlich spannend. Allerdings frage ich mich, warum wir in Deutschland bei Zukunftstechnologien immer noch in Zeiträumen von zehn oder mehr Jahren denken.
Ich selbst habe bereits vor drei Jahren bei einem Urlaub in San Francisco autonome Taxis erlebt. Damals waren sie noch eine Besonderheit. Heute gehören sie dort vielerorts ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Tausende Fahrgäste nutzen diese Fahrzeuge regelmäßig. Sie bringen Menschen zuverlässig ans Ziel, sammeln Erfahrungen im realen Straßenverkehr und entwickeln sich ständig weiter.
Während in Teilen der USA und Chinas autonome Fahrzeuge bereits Alltag sind, diskutieren wir in Deutschland darüber, ob zwischen Nürnberg und Fürth vielleicht bis zum Jahr 2035 eine erste Verbindung entstehen könnte.
1. Das sind noch neun Jahre.
Ganz ehrlich: Dieser Zeithorizont wirkt auf mich wie ein weiteres Signal dafür, dass Deutschland technologisch immer häufiger hinterherläuft, statt vorneweg zu gehen. Während andere Länder neue Technologien testen, verbessern und einsetzen, diskutieren wir über Zuständigkeiten, Genehmigungen und Pilotprojekte.
Dabei wäre die Technologie gerade für den ländlichen Raum ein echter Gewinn.
Zwischen Nürnberg und Fürth gibt es bereits U-Bahn, S-Bahn, Regionalzüge und Busse. Dort ist Mobilität heute schon gut möglich.
Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sieht die Realität anders aus. Viele Menschen sind auf das Auto angewiesen. Wer keinen Führerschein besitzt, älter wird oder einfach nicht selbst fahren möchte, stößt schnell an Grenzen.
Genau hier könnten autonome Kleinbusse oder Shuttles einen echten Mehrwert schaffen. Sie könnten Bahnhöfe, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätze miteinander verbinden. Sie könnten älteren Menschen mehr Selbstständigkeit ermöglichen und Jugendlichen mehr Freiheit geben.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass wir nicht nur über Prestigeprojekte in Großstädten sprechen, sondern über konkrete Lösungen für Regionen, in denen Mobilität heute tatsächlich ein Problem ist.
Die Zukunft der Mobilität sollte nicht erst 2035 beginnen. Sie fährt längst auf den Straßen anderer Länder. Die Frage ist nur, wann wir bereit sind, aufzusteigen.

Das war der Senf von Christian Pöschl zum heutigen Thema. Ob euer Senf süß, scharf oder extra scharf ist – ich bin gespannt auf eure Meinung.

Bild: KI generiert, so sehen die Taxis in SF aus und würden sich auch in Franken gut machen

Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
– NaAZA.de | Neues an Aurach, Zenn und Aisch.

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Neustadt an der Aisch

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# Lesung und Dialog: Bijan Moini kommt nach Neustadt

**NEUSTADT A. d. Aisch** – Ein Abend für alle, die sich für Demokratie, Freiheit und den Blick in mögliche Zukünfte interessieren: Der Autor und Jurist Bijan Moini ist am Donnerstag, 18. Juni, in Neustadt zu Gast und liest aus seinem politischen Roman **„2033“**. Beginn ist um **18.30 Uhr** auf der Bühne im **Torhaus**.

Veranstaltet wird der Abend gemeinsam vom **Bündnis gegen Rechts im Landkreis** und dem **Freiwilligenzentrum „mach mit!“** des Caritasverbandes. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Programm **„Engagierte Stadt“**. Der Eintritt ist **kostenfrei**.

Im Anschluss an die Lesung wird es in verschiedenen Dialog-Formaten um **Demokratie, Zusammenhalt und Engagement** gehen. Damit soll nicht nur über ein Buch gesprochen werden, sondern auch über Fragen, die viele Menschen direkt betreffen: Wie wollen wir zusammenleben? Was hält eine Gesellschaft zusammen? Und welche Rolle spielt jeder Einzelne dabei?

Bijan Moini ist nicht nur Autor, sondern auch Jurist und beschäftigt sich beruflich und literarisch mit Themen wie **Datenschutz, Überwachung und Freiheitsrechten**. Bekannt wurde er unter anderem mit seinem Debütroman **„Der Würfel“**, für den er mehrfach ausgezeichnet wurde.

Ein Abend also, der sicher nicht nur Lesefreunde ansprechen dürfte – sondern alle, die Lust auf gute Gespräche und aktuelle Themen haben.

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Wilhelmsdorf

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# Neue Matschanlage sorgt in Wilhelmsdorf für große Freude

**Wilhelmsdorf** – Da strahlen die Kinderaugen: Die evangelische Kindertagesstätte in Wilhelmsdorf hat eine neue Matschanlage bekommen. Pünktlich zum Familienfest wurde das neue Spielgerät offiziell eingeweiht – und schnell war klar: Lernen darf auch mal ordentlich schmutzig machen.

Denn genau darum geht es beim Matschen, wie Kita-Leiterin Tanja Kühnl betonte: Kreativität, Fantasie, Motorik, soziales Miteinander und das freie Experimentieren werden dabei auf spielerische Weise gefördert. Also alles, was Kinder beim Entdecken und Ausprobieren brauchen – auch wenn danach wahrscheinlich erst einmal ein Waschgang fällig ist.

Ein besonderer Dank ging bei der Einweihung an Pfarrer Alexander Seidel, der das Projekt befürwortet hatte, sowie an Bürgermeister Rüdiger Probst, der das benötigte Material zur Verfügung stellte. Auch die Mitarbeiter des Bauhofs wurden für ihre tatkräftige Unterstützung ausdrücklich gelobt.

Finanziell mitgetragen wurde die neue Matschanlage unter anderem vom evangelischen Gemeindediakonieverein. Weitere Spenden kamen ebenfalls zusammen, etwa vom Elternbeirat der Kita Wilhelmsdorf. Dessen Anteil stammt aus der Tombola des Wilhelmsdorfer Weihnachtsmarkts.

Die neue Anlage zeigt einmal mehr: Wenn viele an einem Strang ziehen, kann für die Kinder richtig Großes entstehen – und manchmal eben auch etwas, das besonders viel Spaß macht, wenn es nass und matschig wird.

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Neustadt an der Aisch

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# Infoabend zur elektronischen Patientenakte in Neustadt

Wie klappt das eigentlich mit der elektronischen Patientenakte, kurz ePA – und was bringt sie im Alltag wirklich? Genau darum geht es bei einer kostenlosen Infoveranstaltung des BRK-Kreisverbands in Neustadt. Am Donnerstag, 18. Juni, gibt es im BRK-Treff an der Bleich einen verständlichen Vortrag rund um das digitale Gesundheitskonto, das immer mehr Arztbesuche und Befunde bündeln soll.

NEUSTADT – Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes lädt am Donnerstag, 18. Juni, zu einer Informationsveranstaltung über die elektronische Patientenakte (ePA) ein. Referentin ist Laura Sipple vom Innovationsnetzwerk Gesundheit. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr im BRK-Treff an der Bleich 1. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter Telefon 09161/88770 ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Die ePA ist ein digitaler Speicherort für medizinische Unterlagen wie Befunde, Arztbriefe, Notfalldaten oder auch Impfunterlagen. Ziel ist es, wichtige Informationen schneller verfügbar zu machen und Behandlungen besser abzustimmen. Wer die Akte nicht nutzen möchte, kann bei seiner Krankenkasse widersprechen.

**Mediensprechstunde für den digitalen Alltag**

Ebenfalls am Donnerstag, 18. Juni, bietet das Freiwilligenzentrum im Caritas-Haus in Neustadt eine Mediensprechstunde an. Das Angebot richtet sich vor allem an Senioren, die Unterstützung beim Umgang mit Smartphone, Tablet oder anderen digitalen Geräten suchen. Die persönlichen Gespräche dauern jeweils 30 Minuten. Eine Anmeldung per E-Mail an freiwilligenzentrum@caritas-nea.de oder telefonisch unter 09161/888940 ist erforderlich. Termine sind zwischen 17 und 19 Uhr möglich.

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Neustadt an der Aisch

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# Messerangriff in Neustadt: Streit in Gaststätte endet vor Gericht

Neustadt – Ein gemütlicher Abend in der Gaststätte des Bruders hätte es werden sollen, doch für einen 56-jährigen Gastronomen aus Fürth entwickelte sich der Besuch zu einem lebensgefährlichen Albtraum. Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth muss sich nun ein 38-Jähriger wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell aus einem Streit in geselliger Runde blanke Gewalt werden kann.

Am 3. November 2025 hatte der 56-Jährige gemeinsam mit seiner Frau den Ruhetag in dem Restaurant seines Bruders in Neustadt verbracht. Bei Kaffee und später beim Abendessen saßen die beiden Ehepaare zunächst zusammen. Doch die Stimmung war offenbar von Beginn an angespannt. Ein weiterer Gast hielt sich laut Zeugenaussagen meist am Spielautomaten auf, trank Bier und schimpfte immer wieder lautstark.

„Hast du was? Warum schaust du mich so an?“ – solche Sätze soll der Mann dem 56-Jährigen im Laufe des Abends immer wieder zugerufen haben. Als die Familie auf dem Handy Fotos anschaute, deutete der Gast das nach Angaben der Zeugin offenbar falsch. Er habe geglaubt, er werde gefilmt, so ihre Aussage vor der 5. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Markus Bader.

Die Situation eskalierte schließlich vor der Gaststätte. Nach einer Raucherpause sei der Angeklagte plötzlich von draußen hereingekommen und direkt auf den Gastronomen losgegangen, schilderte die Ehefrau des Opfers. Zunächst habe er dem 56-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, danach ein Messer aus der Jackentasche gezogen und in Richtung des Bauches gestochen. „Pass auf, der hat ein Messer!“, habe sie ihrem Mann zugerufen.

Diese Warnung könnte dem Opfer das Leben gerettet haben. Der 56-Jährige griff demnach nach dem Handgelenk des Angreifers, fixierte es und brachte ihn gemeinsam mit seinem Bruder zu Boden. Erst nach mehreren Minuten gelang es den beiden, dem Mann das Messer zu entreißen. Schließlich ließ der Angeklagte die Waffe los, die Ehefrau des Geschädigten schubste sie mit dem Fuß in eine Zimmerecke. Der Gastronom kam mit einer Schwellung an der Schläfe und einer Schnittwunde am Finger davon.

Vor Gericht ließ der 38-Jährige über seine Verteidigung mitteilen, dass er die Tat zutiefst bedaure. Seine Anwältin Sandra Rothschild erklärte, ihr Mandant sei stark alkoholisiert gewesen; ohne seinen Alkoholmissbrauch wäre es nie so weit gekommen. Der Angeklagte selbst gab an, am Tattag etwa 15 Halbe Bier getrunken zu haben, begonnen habe er mittags und ohne Frühstück.

Nach seiner Darstellung sei die Aggression in der Gaststätte vom 56-Jährigen ausgegangen. Er habe sich bedrängt gefühlt und vermutet, der andere Gast wolle ihn angreifen. Auch den Verlust von Geld am Spielautomaten habe er dem Opfer zugeschrieben. An die Tat selbst könne er sich wegen einer Art Erinnerungslücke nicht mehr genau erinnern.

Trotz dieser Angaben deuteten mehrere Aussagen auf ein deutliches Alkoholproblem hin. Ein Polizist berichtete, der Angeklagte sei nach der Festnahme trotz gemessener 2,5 Promille „relativ ruhig“ gewesen. Auch das Opfer und seine Familie sagten aus, der Mann habe zwar unruhig gewirkt, aber nicht geschwankt oder gelallt.

Ob der 38-Jährige zusätzlich in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden soll, ist ebenfalls Thema des Verfahrens. Richter Markus Bader gab ihm dazu am Ende des ersten Verhandlungstags einen deutlichen Hinweis: Er solle sich gut überlegen, ob er daran nicht doch Interesse habe.

Am nächsten Verhandlungstag soll ein psychologischer Gutachter den Zustand des Angeklagten beurteilen. Für alle Beteiligten bleibt zu hoffen, dass aus diesem Fall vor allem eines hängen bleibt: Ein Bier zu viel kann schon schiefgehen – ein Messer in der Hand macht es dann endgültig gefährlich.

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Emskirchen

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# Emotionen vor der Sitzung hochgekocht
## Emskirchener Gemeinderat gibt grünes Licht für Wärmepufferspeicher und Mehrzweckhalle in Elgersdorf

Emskirchen – Selten ist der Rathaussaal in Emskirchen so gut gefüllt wie bei dieser Sitzung des Gemeinderates. Schon vor dem offiziellen Beginn ging es in der Bürgerfragestunde deutlich emotional zu: Auslöser waren die geplanten baulichen Veränderungen eines landwirtschaftlichen Betriebs in Elgersdorf, die bei einigen Anwohnerinnen und Anwohnern für Sorgen und Unmut sorgen.

Im Mittelpunkt der Beratung standen schließlich zwei Bauvorhaben: ein rund 17 Meter hoher Wärmepufferspeicher mit einem Durchmesser von 8,23 Metern sowie eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle. Der Gemeinderat beriet über die Bauanträge und erteilte am Ende das gemeindliche Einvernehmen.

Der geplante Pufferspeicher soll 772 Kubikmeter entsalztes Heizungswasser aufnehmen. Über ein Technikgebäude soll die Wärme aus dem Blockheizkraftwerk (BHKW) per Wärmetauscher in den Speicher geleitet und bei Bedarf wieder entnommen werden. Neben dem Speicher ist eine mit Holz verkleidete Halle vorgesehen, deren Dach mit Sandwichblech und PV-Modulen eingedeckt werden soll. Laut Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht dient das Vorhaben dem Erhalt und einer möglichen Erweiterung des Nahwärmenetzes.

In der Bürgerredezeit machten mehrere Elgersdorferinnen und Elgersdorfer ihrem Ärger Luft. Eine Bürgerin fragte besorgt, was denn noch alles geplant sei, von dem die Bevölkerung bislang nichts wisse. Sie sprach von einer großen Belastung für das Dorf und nannte unter anderem Stall, Biogasanlage und Geruchsbelästigung. „Wir im Dorf sind die Leidtragenden“, sagte sie sichtlich bewegt und kündigte an: „Wir gehen jetzt auf die Barrikaden.“

Bürgermeisterin Winkelspecht stellte klar, dass der Gemeinde nur der Wärmepufferspeicher und der Gasspeicher bekannt seien. Weitere Pläne lägen der Verwaltung nach aktuellem Stand nicht vor. Der betroffene Landwirt schilderte anschließend ruhig seine Sicht der Dinge. Für ihn seien die Maßnahmen aus betriebswirtschaftlichen Gründen notwendig. „Entweder ich mache es oder ich höre auf“, machte er deutlich.

Ein weiterer Besucher sprach von Zuständen „wie im Wilden Westen“ im Ort. Dabei wurde erneut sichtbar, wie angespannt die Lage in Elgersdorf mittlerweile ist. Die Fronten scheinen verhärtet, und die Diskussionen laufen nicht erst seit gestern.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte die Bürgermeisterin klar, dass der Gemeinderat ausschließlich die baurechtliche Seite zu prüfen habe. Die Verwaltung habe sich die vorgebrachten Bedenken notiert und werde die Vorhaben entsprechend bewerten. Ein Punkt sorgte dabei noch für besondere Aufmerksamkeit: In einer früheren Besprechung hatte der Bauherr von einem zusätzlichen Gasspeicher gesprochen. Die Verwaltung fragte deshalb beim Landratsamt nach, ob beide Vorhaben als Einheit zu sehen seien. Die Antwort: nein. Das sei wichtig, denn aus einer Genehmigung für den Wärmepufferspeicher lasse sich kein Automatismus für den Gasspeicher ableiten.

Mitglieder des Gemeinderates hatten sich das Thema nicht leicht gemacht. Es wurde diskutiert, nachgefragt und auch vor Ort geschaut. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten des Projekts aus. Offen bleibt allerdings, ob und wann der noch nicht beantragte Gasspeicher überhaupt zur Beratung auf den Tisch kommt.

Und noch ein Detail wurde in der Sitzung genannt: Die Außenhaut des Pufferspeichers soll entweder in Dunkelgrün wie in Schauerberg oder in Hellgrau wie in Mausdorf ausgeführt werden. Die endgültige Entscheidung darüber trifft die Verwaltung. Vielleicht nicht die wichtigste Frage des Abends – aber eben auch im Rathaus muss manchmal Farbe bekannt werden.

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# Motivation und Tipps für pflegende Angehörige

**Infoabend in Neustadt: AOK und Gesundheitsregionplus laden zum Vortrag ein**

Neustadt – Pflegende Angehörige stehen oft tagtäglich vor einer großen Herausforderung: Beruf, Familie und die Betreuung eines nahestehenden Menschen unter einen Hut zu bringen, kostet Kraft. Genau hier setzt ein Infoabend an, zu dem die Gesundheitsregionplus gemeinsam mit der AOK Bayern für Donnerstag, 18. Juni, einlädt. Beginn ist um 18 Uhr im Johann-Gramann-Haus in Neustadt.

Nach der Begrüßung spricht Thea Götz, Direktorin der AOK in Mittelfranken, über die Frage, wie pflegende Angehörige ihre eigenen Ressourcen stärken, neue Kraft schöpfen und ihre Gesundheitskompetenz ausbauen können. Im Mittelpunkt steht dabei die wichtige Balance zwischen Alltag und Pflege – ein Thema, das viele Menschen in der Region direkt betrifft.

Im Anschluss stellen die Pflegeberatung der AOK sowie die Fachstellen für pflegende Angehörige von Caritas und Diakonie ihre Unterstützungsangebote vor. Ziel ist es, individuelle Hilfen aufzuzeigen und passende Ansprechpartner zu vermitteln.

Zum Abschluss gibt Heike Kühl von der Gesundheitsregionplus einen kurzen Einblick in das Onlineportal **NeaWiS**. Der dortige Suchassistent kann helfen, die eigene Situation oder die eines Angehörigen besser einzuschätzen und passende Informationen zu finden.

Eingeladen sind alle pflegenden Zu- und Angehörigen – unabhängig von ihrer Krankenkasse. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen gibt Jana Förth unter Telefon **0981/9092313** oder per E-Mail an **jana.foerth@by.aok.de**.

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