Autorenname: C. Pöschl

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Diespeck

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# Gemeinderat Diespeck: Bamberger Straße, Friedhof und Glasfaser im Blick

In Diespeck bewegt sich gerade einiges: Von der Bamberger Straße über den Friedhof bis hin zu Glasfaser und Leerständen standen in der jüngsten Gemeinderatssitzung gleich mehrere Themen auf der Tagesordnung. Bürgermeister Markus Helmreich berichtete dabei über Fortschritte, offene Punkte und den weiteren Fahrplan – und bei einem Thema geht es schon bald in die nächste Runde vor Ort.

Am morgigen Mittwoch, 5. August, sowie nochmals am 2. September sollen Gespräche mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Bamberger Straße stattfinden. Hintergrund sind die noch ausstehenden Bauarbeiten und die geplante Endsanierung der Straße. Ziel ist es, gemeinsam einen finalen Plan zu erarbeiten. Die Ausschreibung soll laut Helmreich Anfang Dezember auf den Weg gebracht werden, die Arbeiten selbst sollen dann im Jahr 2028 endgültig abgeschlossen sein.

Positives gab es auch vom neuen Urnensegment im Diespecker Friedhof zu hören: Es sei gelungen und werde gut angenommen, so der Bürgermeister. Drei Bestattungen haben dort bereits stattgefunden. Eine Sitzbank soll im Bereich der neuen Ruhestätte noch aufgestellt werden. Gemeinderätin Carola Grimm (SPD) regte zusätzlich an, neben der Bank noch einen Baum zu pflanzen, damit Besucherinnen und Besucher dort später auch etwas Schatten finden.

Ein Schreiben der Gemeinde ging außerdem an Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien und Grundstücken mit Leerständen. Die Verwaltung möchte wissen, welche Pläne es mit den Objekten gibt – in der Hoffnung, dass sich daraus neue Ideen und Projekte gegen den Leerstand entwickeln lassen.

Beim Glasfaserausbau läuft es dagegen erfreulich rund: Die Arbeiten kommen gut voran und könnten mit etwas Glück bis Jahresende abgeschlossen werden. Deutlich zäher gestaltet sich hingegen weiterhin die Kommunikation mit Johannes Ziegler, dem Betreiber des Fernwärmenetzes, wie Helmreich offen einräumte. Die Gemeinde bleibe hier am Ball – auch wenn der Draht offenbar noch nicht ganz so warm ist, wie es bei Fernwärme eigentlich sein sollte.

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Markt Erlbach

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# Markt Erlbach: Neue Kita in der Kirchgasse soll 6,4 Millionen Euro kosten

Markt Erlbach bekommt einen neuen Kindergarten – und zwar an prominenter Stelle in der Kirchgasse. Die Pläne für das Projekt, das die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Zirndorf/Markt Erlbach umsetzt und das später von der evangelischen Kirche betrieben werden soll, sind jetzt im Gemeinderat vorgestellt worden. Mit einer Kostenberechnung von 6,4 Millionen Euro ist das Vorhaben kein kleines Bauwerk, dürfte aber für die Gemeinde langfristig wichtige Weichen stellen.

Dass die WBG als Bauherr auftritt, hat laut Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß mehrere Vorteile: Zum einen taucht das Millionenprojekt nicht direkt im kommunalen Haushalt auf, zum anderen könne die Gesellschaft deutlich flexibler arbeiten als die Gemeinde selbst und müsse etwa bei Ausschreibungen nicht an die gleichen strengen Vorgaben gebunden sein. Von den kalkulierten 6,4 Millionen Euro sollen rund 4,3 Millionen Euro über Fördermittel kommen – idealerweise möglichst zügig.

Als Mieter des Gebäudes tritt zunächst die Gemeinde auf, die das Haus wiederum an die Kirche weitervermietet. Für die evangelische Kirchengemeinde als künftigen Träger habe man sich auf Wunsch des Trägers schon früh entschieden, erläuterte Kreß. Damit soll vor allem dem Personal Planungssicherheit gegeben werden. Schließlich ersetzt der Neubau den bisherigen evangelischen Kindergarten in unmittelbarer Nähe.

Der geplante Standort gilt laut Planer Matthias Michel als echtes „Filetstück“. Der Blick von der Weed her sei die „Schokoladenansicht“ von Markt Erlbach, weshalb auch das Denkmalamt bei der Gestaltung mitreden wolle. Statt des bisherigen Bauernhauses mit Scheune sollen zwei Baukörper mit Spitzdach entstehen, die sich in ihrer Größe an die jetzige Bebauung anlehnen. Dazwischen ist ein moderner Verbindungsteil vorgesehen.

Die besondere Lage bringt nicht nur Charme, sondern auch Herausforderungen mit sich: Das Gelände fällt zur Weed hin um etwa drei Meter ab, daher wird das Gebäude teilunterkellert. Im Erdgeschoss sind die Räume für die Krippenkinder sowie Küche und Essensraum geplant. Allerdings wird dort künftig nicht mehr selbst gekocht, sondern eine Ausgabeküche eingerichtet. Im Obergeschoss entstehen die drei Gruppenräume für die Kindergartenkinder, die über einen Aufzug barrierefrei erreichbar sind. Jeder Gruppenraum bekommt zudem Zugang zu einer Spielgalerie im Spitzdach.

Im Untergeschoss sind Personalräume, Technik, ein Gruppen-WC für Kinder, die gerade im Garten sind, sowie ein Raum für Elterngespräche vorgesehen. Eine Diskussion gab es auch über das Thema Klimaanlage. Gemeinderätin Nadine Paulus meinte aus eigener Erfahrung, dass man mit guter Verschattung, Lüftung und Dämmung gut auskomme. Planer Matthias Michel zeigte sich vorsichtiger und verwies darauf, dass gute Dämmung zwar lange helfe, sich aufgeheizte Räume aber nur langsam wieder abkühlen. Deshalb ist nach aktuellem Stand eine kleine Klimaanlagen-Lösung geplant, vor allem für Krippe und Gruppenräume.

Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben einstimmig zu. Der Baubeginn ist für das Frühjahr vorgesehen, bezogen werden könnte die neue Kita Mitte bis Ende 2028.

WBG-Geschäftsführer Timo Schäfer stellte in diesem Zusammenhang auch die noch junge Wohnungsbaugesellschaft vor. Die WBG Zirndorf/Markt Erlbach wurde 2023 gegründet. Aktuell läuft die Sanierung der Hauptstraße 48, eines Geschäftshauses mit Friseur im Erdgeschoss. Für rund 410.000 Euro soll das Gebäude auf den Energiestandard KfW 55 gebracht werden. In den oberen beiden Stockwerken entstehen danach zwei Wohnungen statt bisher einer Wohnung über zwei Etagen. Die künftigen Mieten sollen laut Schäfer bei 9 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter für Wohnraum und bei 11 Euro für die Gewerbefläche liegen.

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Emskirchen

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# Wulkersdorfer Brücke: Neue Pläne bringen das Projekt wieder in Bewegung

**Emskirchen/Wulkersdorf.** „Und sie bewegt sich doch“ – dieser Satz passt aktuell erstaunlich gut auf die Deutsche Bahn. Denn rund um die Wulkersdorfer Brücke gibt es endlich neue Fortschritte: Zu den Plänen vom Februar 2024 liegt nun eine überarbeitete Fassung vor, auf die sich das Staatliche Bauamt und die Deutsche Bahn verständigt haben. Nach derzeitiger Planung könnte der Baubeginn 2029 oder 2030 sein.

Diese Informationen teilte Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht im Gemeinderat mit. Die Wulkersdorfer Brücke, die seit geraumer Zeit nur einspurig befahren werden kann, soll wie vorgesehen etwas weiter westlich neu entstehen und anschließend kreuzungsfrei an die B8 angebunden werden.

An diesem Grundsatz hat sich nichts geändert. Der entscheidende Knackpunkt lag offenbar bislang darin, dass das Staatliche Bauamt Grundstücke benötigte, die der Deutschen Bahn gehören. Dafür hätte das Eisenbahn-Bundesamt diese Flächen zunächst von Bahnbetriebszwecken freistellen müssen – was wegen des „überragenden öffentlichen Interesses der Bahn“ im Bereich bestehender Gleisanlagen nicht möglich war.

**Grunddienstbarkeit statt Freistellung**

Stattdessen wurde nun, nach aktuellem Kenntnisstand des Marktes Emskirchen, eine Grunddienstbarkeit für 99 Jahre zugunsten des Staatlichen Bauamts eingerichtet. „Das ist eine lange Zeit für eine Brücke“, bemerkte Bauamtsleiterin Nadine Wölfle dazu trocken.

Auch beim Flächenbedarf hat sich im Vergleich zu den ersten Plänen noch etwas getan. Hier ist nun der Markt Emskirchen als Grundstückseigentümer betroffen. Insgesamt wird etwas weniger Gemeindefläche benötigt als ursprünglich vorgesehen. Einen Teil davon kauft das Staatliche Bauamt, ein anderer Teil wird nur vorübergehend gebraucht.

Im Großen und Ganzen steht die Gemeinde hinter den neuen Plänen. Allerdings würde der Markt nach aktuellem Stand am bisherigen Standort der Wulkersdorfer Brücke ein kleines Grundstück behalten, das künftig nicht mehr direkt erreichbar wäre. Dieses Stück soll deshalb – ähnlich wie andere angrenzende Flächen – vom Staatlichen Bauamt erworben und bei Bedarf an die Deutsche Bahn weitergegeben werden.

Mit dieser Ergänzung stimmte der Emskirchener Gemeinderat den Plänen einstimmig zu. Der Baubeginn soll laut Sitzung im Jahr 2029 erfolgen – zeitgleich mit dem von der Deutschen Bahn geplanten Überholgleis, das ebenfalls unter der neuen Brücke hindurchgeführt werden soll.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal braucht Infrastruktur eben Geduld, Papier und wohl auch den berühmten langen Atem. Immerhin: Aus einem jahrelangen Knoten scheint nun langsam ein Knoten mit Lösung zu werden. Und wenn bei der Bahn von 99 Jahren die Rede ist, dann ist das offenbar nicht nur bei Verträgen eine gefühlte Ewigkeit.

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Neustadt an der Aisch

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## Neustadt lädt wieder zum WeinMarktPlatz ein

Weinliebhaber und Genussfreunde dürfen sich schon jetzt auf zwei stimmungsvolle Sommerabende freuen: Am Freitag, 7. August, und Samstag, 8. August 2026, jeweils ab 17 Uhr, verwandelt sich der Neustädter Marktplatz wieder in eine kleine Genussmeile. Die Stadt Neustadt an der Aisch lädt gemeinsam mit den Winzern des Weinbauvereins Oberer Ehegrund zum WeinMarktPlatz ein.

In der guten Stube der Stadt gibt es fränkische Weine, kulinarische Angebote und sicher auch das eine oder andere nette Gespräch unter freiem Himmel. Wenn das Wetter mitspielt, stehen die Chancen bestens auf einen entspannten Sommerabend mit regionalem Flair, guter Stimmung und einem Glas Wein in der Hand.

Na dann: Prost, Neustadt – und hoffentlich meint es der Sommer an diesen beiden Tagen besonders gut mit uns.

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Neustadt an der Aisch

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# **Plärrergestaltung bleibt weiter offen**
## Gehwegsanierung in der Wilhelmstraße wird vorerst nur bis zur Neuen Apotheke ausgeführt

Neustadt an der Aisch – Die Sanierung der Gehwege in der Wilhelmstraße kommt voran, eine Verlängerung der Arbeiten bis zum Kriegerdenkmal wurde im Stadtrat nun aber mehrheitlich abgelehnt. Damit bleibt die Maßnahme zunächst bei dem bereits beschlossenen Abschnitt.

Betroffen sind die Gehwege vor den Gebäuden mit den Hausnummern 13 bis 45 sowie 16 bis 34. Die ausführende Firma hatte angeboten, die zusätzlichen Pflasterarbeiten für rund 30.000 Euro zu den bereits vereinbarten Konditionen gleich mit zu übernehmen. Konkret ging es dabei um den Bereich von Hausnummer 34, der Neuen Apotheke, bis zum Kriegerdenkmal.

Im Stadtrat gingen die Meinungen dazu auseinander. Richard Dollinger (CSU) sprach sich für die Erweiterung aus. Kritisch äußerten sich dagegen unter anderem Stefan Wust (SPD), der die Sanierung lediglich bis zum Rand der Apotheke für sinnvoll hielt. Er warnte davor, dass der Gehweg später womöglich erneut aufgerissen werden müsse. Auch Gerd Scheuenstühl (FDP) lehnte die zusätzliche Vergabe ab. Seiner Ansicht nach sei der Gehweg in diesem Abschnitt noch funktional und sicher. Ähnlich sah es Harald Haag (Freie Wähler/FWG), der keine gravierenden Mängel erkennen konnte und das Geld lieber sparen wollte.

Scheuenstühl brachte außerdem eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Titel „Zukunft Innenstadt“ ins Gespräch. Ziel solle es sein, gemeinsam Ideen für die Belebung der Innenstadt sowie für Innovation, Start-ups und Wirtschaft zu entwickeln.

Auch der Bereich am Plärrer kam in der Diskussion wieder zur Sprache. Manfred Dietlein (SPD) erinnerte an frühere Überlegungen zur Neugestaltung und schlug vor, den Platz stärker kinder- und familienfreundlich auszurichten. Denkbar seien etwa Fontänen oder andere Wasserelemente, durch die Kinder laufen können. Zusätzlich regte er eine Sprühnebelwand an, wie sie in vielen Städten inzwischen bei hohen Temperaturen eingesetzt wird.

David Muck (Bündnis 90/Die Grünen) mahnte an, die bereits vorhandenen Planungen nicht durch zusätzliche Pflasterarbeiten zu verbauen. Am Ende setzte sich im Gremium jedoch die Mehrheit für die kleinere Lösung durch: Die Pflasterarbeiten werden nur bis zur Neuen Apotheke ausgeführt.

**Kommentar der Redaktion:**
Der Ruf nach Arbeitskreisen scheint aktuell fast überall ein beliebtes Mittel zu sein – von Berlin bis in die Kommunalpolitik. Grundsätzlich ist „an die Zukunft denken“ natürlich richtig. Aber manchmal gehört zur Zukunft einer Stadt eben auch, einen Platz so zu gestalten, dass er attraktiv, nutzbar und bei Hitze auch ein bisschen klimafreundlicher wird. Und ein praktischer Nebeneffekt sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden: Wenn eine Firma bereits vor Ort arbeitet und die Gegebenheiten kennt, kann das am Ende oft schneller und günstiger sein, als alles später noch einmal neu auszuschreiben. Da spart man nicht nur Geld, sondern manchmal auch Nerven.

*Foto: Die Darstellung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich als unverbindliche Visualisierung einer möglichen Umgestaltung des Platzes.*

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alle

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# Historisch niedrige Wasserstände in Aurach, Zenn und Aisch: Was das für unsere Region bedeutet

**LANDKREIS NEUSTADT AISCH-BAD WINDSHEIM** – Wer in diesen Tagen an der Aisch, der Zenn oder der Aurach unterwegs ist, sieht es auf den ersten Blick: So wenig Wasser wie derzeit haben viele in unserer Region wohl noch nie erlebt. Kiesbänke liegen frei, an manchen Stellen zieht sich nur noch ein schmales Rinnsal durch das Flussbett. Was auf den ersten Blick nur ungewöhnlich wirkt, hat aber spürbare Folgen – für Tiere, Pflanzen, Landwirtschaft und letztlich auch für uns Menschen.

Für Fische beginnt jetzt die kritische Phase. Das wenige Wasser erwärmt sich schneller und enthält deutlich weniger Sauerstoff. Besonders empfindliche Arten geraten dadurch unter Stress, Jungfische und Fischlaich können Schaden nehmen. Auch Frösche, Molche und viele Wasserinsekten verlieren ihren Lebensraum. Und wo diese verschwinden, fehlt wiederum Nahrung für Eisvögel, Reiher und andere Tiere.

Doch nicht nur die Tierwelt leidet. Auch die Natur entlang der Flüsse gerät unter Druck. Bäume und Uferpflanzen werden durch die Trockenheit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, Feuchtwiesen trocknen aus und verlieren ihre besondere Artenvielfalt. Gleichzeitig nimmt die Selbstreinigungskraft der Gewässer ab: Schadstoffe werden schlechter verdünnt, Algen können sich leichter ausbreiten.

Auch die Landwirtschaft bekommt die Lage deutlich zu spüren. Wiesen liefern weniger Futter, bei Mais, Kartoffeln und Gemüse steigt der Bewässerungsbedarf, während die Erträge sinken können. Für viele Betriebe bedeutet das nicht nur Mehrarbeit, sondern auch höhere Kosten und große Unsicherheit.

Die Folgen betreffen am Ende uns alle. Sinkende Grundwasserstände können langfristig auch die Trinkwasserversorgung belasten. Zwar ist die Versorgung in unserer Region derzeit gesichert, doch Wasser wird immer mehr zu einer wertvollen Ressource. Gleichzeitig fehlt die kühlende Wirkung der Flüsse, wodurch sich die Umgebung an heißen Tagen noch stärker aufheizt.

Die aktuelle Lage zeigt eindrucksvoll, wie deutlich sich der Klimawandel inzwischen direkt vor unserer Haustür bemerkbar macht. Was früher als Ausnahme galt, könnte in Zukunft häufiger auftreten. Gerade kleine Flüsse wie Aurach, Zenn und Aisch reagieren besonders empfindlich auf längere Trockenperioden. Ein einzelnes Gewitter reicht meist nicht aus, um die Situation nachhaltig zu entspannen – dafür braucht es länger anhaltende und flächendeckende Regenfälle.

Vielleicht ist das also ein guter Anlass, beim nächsten Spaziergang einmal genauer hinzusehen. Unsere Flüsse sind schließlich weit mehr als schöne Ausflugsziele. Sie sind Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, wichtig für unsere Landwirtschaft und ein Stück Heimat. Wenn ihnen das Wasser ausgeht, betrifft das am Ende uns alle.

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Wilhelmsdorf

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# Klangvolle Sommerserenade in Wilhelmsdorf begeistert mit Musical, Chören und Ehrungen

Wilhelmsdorf – Ein rundum gelungener Sommerabend voller Musik, Gemeinschaft und guter Laune: Die diesjährige Sommerserenade des Singvereins 1843 Wilhelmsdorf lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den sehr gut gefüllten kleinen Saal der Hugenottenhalle. Mit einem Kindermusical, zwei Chören und einigen liebevollen Überraschungen wurde das Publikum bestens unterhalten.

Den Auftakt machte der Kinderchor mit dem Musical **„Die Reise zu den Silberwolken“**, das unter der Gesamtleitung von **Jutta Schnappauf-Weiß** stand, die außerdem die Texte schrieb und am Klavier begleitete. Mit viel Freude und sichtbarem Einsatz entführten die Kinder ihr Publikum in eine fantasievolle Geschichte. Dabei wurden bekannte Melodien von **Giorgio Moroder, Elton John, Norman Greenbaum** und **Drafi Deutscher** mit neuen, musicalgerechten Texten versehen – ein unterhaltsamer Mix, der bestens ankam.

Im Anschluss sorgten die Chöre **„Ad libitum“** und **„S’Drembala“** mit frischen und abwechslungsreichen Interpretationen verschiedenster Musikstücke für weitere musikalische Höhepunkte. Das Programm zeigte einmal mehr, wie vielseitig und lebendig das Vereinsleben in Wilhelmsdorf ist.

Auch an Ehrungen fehlte es an diesem Abend nicht: **Harald Fischer** wurde für **10 Jahre** Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet, **Jutta Schnappauf-Weiß** für beeindruckende **30 Jahre Chorleitung des Kinderchors**. Ein ganz besonderer Moment war zudem das Überraschungslied von **Ad libitum** für ihre Dirigentin – eine Abwandlung des Klassikers **„Country Roads“**. Der erste Einsatz wollte allerdings nicht ganz gelingen, sodass Jutta Schnappauf-Weiß kurzerhand selbst mit einem Handzeichen eingriff und den Chor auf den richtigen Weg brachte. Eine kleine Panne, die den Abend nur noch sympathischer machte.

Durch das Programm führte **Manuel Barth**, stellvertretender Vorsitzender des Singvereins, der mit viel Charme und Wissenswertem über Lieder und Interpreten moderierte. Nebenbei schlüpfte er im Kindermusical auch noch in die Rolle des Königs der Silberwolken.

Sein Fazit brachte den Abend auf den Punkt: Die Sängerinnen und Sänger erlebten gemeinsam mit ihren Gästen eine wunderschöne Sommerserenade – und nach rund zwei Stunden Programm wurde bei einem gespendeten Buffet noch lange weitergeplaudert, gelacht und gefeiert.

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Emskirchen

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## Bürgerbus Emskirchen bringt Menschen sicher ans Ziel

Wer nicht einfach selbst ins Auto steigen kann oder den Bus vor der Haustür hat, für den ist Mobilität oft keine Kleinigkeit – sondern im Alltag entscheidend. Genau hier hilft in Emskirchen der **Bürgerbus**: Das Angebot der **Bürgerstiftung Emskirchen** und des **AurachTreffs Mehrgenerationenhaus** sorgt dafür, dass wichtige Wege im Gemeindegebiet auch ohne eigenes Fahrzeug gut machbar bleiben.

Der Bürgerbus fährt **dienstags und freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr**. Ob Arzttermin, Einkauf, ein Gang zur Behörde oder ein anderer Termin im Ort – ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer bringen die Fahrgäste zuverlässig hin und wieder zurück nach Hause.

Wichtig ist die vorherige Anmeldung:
– **für Dienstag bis Montag, 15 Uhr**
– **für Freitag bis Donnerstag, 15 Uhr**

Wer mitfahren möchte oder weitere Informationen braucht, kann sich beim **AurachTreff Emskirchen** unter **(09104) 824 98 88** melden.

Gerade für Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Bürgerbus mehr als nur eine Mitfahrgelegenheit: Er schafft ein Stück Selbstständigkeit und erleichtert die Teilhabe am Leben vor Ort. Und ganz nebenbei zeigt das Angebot, was in einer Gemeinde möglich ist, wenn Ehrenamt und Zusammenhalt Hand in Hand gehen.

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Neustadt an der Aisch

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**Kühe in großer Hitze ohne Wasser: Polizei hilft auf Weide im östlichen Landkreis**

NEUSTADT/AISCH. Ein eher ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte am Mittwochabend die Neustädter Polizei im östlichen Landkreis. Gegen 20 Uhr ging der Hinweis ein, dass sich mehrere Kühe bei hohen Temperaturen auf einer Weide befanden – offenbar ohne Zugang zu Trinkwasser.

Aufmerksam geworden war eine Anwohnerin, weil die Tiere lautstark riefen. Vor Ort stellte sie fest, dass sämtliche Wassertanks auf der Weide leer waren. Die Polizei bestätigte die Lage bei ihrer Kontrolle und sorgte kurzerhand selbst mit einem Wasserschlauch für Abhilfe.

Gegen die Halterin wurde laut Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

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Neustadt an der Aisch

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**SPD Neustadt setzt auf Zusammenhalt und Verantwortung**

**Vier Neueintritte, klare Worte und ein deutliches Signal: Die SPD Neustadt a.d.Aisch will nach der Kommunalwahl nicht zurückschauen, sondern gemeinsam nach vorne gehen. Auf ihrer Jahreshauptversammlung bestätigten die Mitglieder Heike Gareis mit großer Mehrheit als Vorsitzende und machten zugleich deutlich, dass die Partei weiterhin Anspruch auf Mitgestaltung erhebt – für Neustadt und alle Ortsteile.**

Neustadt an der Aisch. Die SPD Neustadt a.d.Aisch hat auf ihrer Jahreshauptversammlung Geschlossenheit gezeigt und personell die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder Heike Gareis als Vorsitzende des Ortsvereins. Zugleich konnte die SPD mit Jasmin Obenauf, Daniel Teixeira da Fonseca, Roland Linnert und Simone Göbel vier neue Mitglieder begrüßen – für die Sozialdemokraten ein klares Zeichen dafür, dass der intensive Kommunalwahlkampf noch über den Wahltag hinaus Wirkung entfaltet hat.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Thorsten Lehrer und Simone Göbel gewählt. Stefan Wust erhielt erneut das Vertrauen der Mitglieder und wurde als Kassier bestätigt. Das Amt der Schriftführerin übernimmt weiterhin Dagmar Förster.

„Vier Neueintritte sind für uns weit mehr als eine erfreuliche Zahl“, sagte Gareis. „Sie zeigen, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unsere Werte aktiv mitzutragen. Gerade in einer Zeit, in der häufig von Politikverdrossenheit gesprochen wird, ist das ein starkes Signal.“

In ihrem Rechenschaftsbericht blickte die wiedergewählte Vorsitzende auf einen engagierten Kommunalwahlkampf zurück. Besonders hob sie den außergewöhnlichen Zusammenhalt hervor, der in den vergangenen Monaten entstanden sei.

Das „Team Heike“, wie sich die Unterstützerinnen und Unterstützer während des Bürgermeisterwahlkampfs selbst genannt hatten, sei längst mehr gewesen als ein Wahlkampfteam. „Aus vielen engagierten Menschen ist eine Gemeinschaft entstanden. Dass sich heute vier Mitglieder dieses Teams entschieden haben, dauerhaft Verantwortung in der SPD zu übernehmen, ist für mich das schönste Ergebnis des Wahlkampfs. Wahlen dauern einige Wochen – Zusammenhalt und gemeinsames Engagement bleiben.“

Trotz der Verluste bei der Kommunalwahl sieht sich die SPD weiterhin als starke kommunalpolitische Kraft.

„Ja, wir haben zwei Sitze im Stadtrat verloren. Aber wir haben nicht unseren Gestaltungswillen verloren. Unser Ziel war und ist es, Verantwortung für Neustadt und seine Ortsteile zu übernehmen“, so Gareis. Die SPD wolle dabei auch in Zukunft konstruktiv arbeiten – und dem neuen Bürgermeister Zusammenarbeit anbieten, zugleich aber klare politische Erwartungen formulieren: Politik müsse für alle Bürgerinnen und Bürger da sein.

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Neustadt an der Aisch

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**Stadt Neustadt a.d.Aisch nimmt Stellung zur Baustelle in der Bamberger Straße**

Nach unserem Bericht über die Kritik an Kommunikation und Verkehrsführung rund um die Baustelle in der Bamberger Straße hat sich nun die Stadt Neustadt a.d.Aisch zu Wort gemeldet. Für die schnelle Reaktion bedanken wir uns ausdrücklich.

In ihrer Stellungnahme geht die Stadt auf mehrere Punkte ein, die bei Anwohnern und Betrieben für Verärgerung gesorgt hatten. So heißt es zu den aus Sicht der Anwohner sehr kurzfristig aufgestellten Halteverbotsschildern in der Ostendstraße, dass diese zwar angebracht, aber noch am selben Tag wieder außer Kraft gesetzt worden seien.

Auch zur Kommunikation gegenüber den betroffenen Anliegern äußert sich die Stadt: Die Bewohner seien per Handzettel über die Baumaßnahme und die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke informiert worden.

Bei der Erreichbarkeit der ansässigen Betriebe, insbesondere der Tankstelle, stellt die Verwaltung klar, dass diese während der gesamten Baumaßnahme erreichbar sei. Zudem seien mit den Betreibern der ansässigen Betriebe individuelle Absprachen zur Erreichbarkeit getroffen worden.

Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Radwegmarkierungen, die erst 2024 aufgebracht und im Zuge der aktuellen Sanierung nun wieder entfernt wurden. Dazu erklärt die Stadt, die Markierungen würden nach Abschluss der Baumaßnahme wieder aufgebracht. Außerdem würden Radwegmarkierungen generell im Turnus von zwei Jahren nachmarkiert.

Mit der Stellungnahme versucht die Stadt, die offenen Fragen rund um die Baustelle zu beantworten und die Abläufe nachvollziehbarer zu machen.

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Neustadt an der Aisch

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# Nürnberger Tor soll nach der Sanierung mehr als nur ein Denkmal sein
## Trauzimmer, Ausstellung und viel Fördergeld: In Neustadt laufen die Planungen für die Sanierung des historischen Torturms

Neustadt an der Aisch – Das Nürnberger Tor in Neustadt ist unübersehbar sanierungsbedürftig. Doch nach der aufwendigen Instandsetzung könnte das historische Bauwerk deutlich mehr sein als „nur“ ein Denkmal: Im Gespräch sind ein Trauzimmer, eine kleine Ausstellung und eine neue Außentreppe. Die Kosten für das Vorhaben liegen inzwischen bei rund 5,88 Millionen Euro.

Wie im Stadtrat berichtet wurde, ist der Anstieg der Summe unter anderem auf die geplante neue Nutzung, die zusätzliche Außentreppe sowie allgemeine Preissteigerungen zurückzuführen. Gerhard Hofmann vom städtischen Bauamt erläuterte, dass bereits intensive Gespräche mit möglichen Fördergebern geführt worden seien. Aus Sicht der Denkmalpflege gibt es demnach Aussicht auf rund 2,2 Millionen Euro vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Eine weitere wichtige Säule soll die Städtebauförderung werden. Hier sei laut Hofmann eine Förderquote von 60 bis 80 Prozent denkbar. Zusätzlich wurde eine Zuwendung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 30.000 Euro pro Jahr in Aussicht gestellt.

Damit Fördermittel aus der Städtebauförderung fließen können, muss das Nürnberger Tor künftig auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Deshalb wurde in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken die Idee eines Trauzimmers entwickelt. Dafür braucht es allerdings nicht nur einen passenden Nebenraum, sondern auch einen sicheren Zugang.

Die bisherige Holztreppe zwischen den Fahrbahnen auf dem Grünstreifen erfüllt diese Anforderungen nicht. Deshalb ist nach Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde eine zweiläufige Metalltreppe an der Südseite geplant. Sie soll vom Fußweg aus erreichbar sein und zugleich als Fluchtweg dienen.

Neben dem Trauzimmer ist auch eine kleine Dauerausstellung vorgesehen. Darin könnte künftig nicht nur die Geschichte der Neustädter Fastnachtsgesellschaft „Geißbock“ gezeigt werden, sondern auch über die Historie des Torturms selbst informiert werden.

Die Sanierung soll in zwei Abschnitten erfolgen: Zuerst ist der Torturm an der Reihe, anschließend folgt das Torhaus. Ingenieur Karlheinz Liebberger, dessen Büro bereits die Tortürme in Scheinfeld und Uffenheim saniert hat, betonte vor allem die Bedeutung des Brandschutzes. Auch aus diesem Grund sei die geplante Metalltreppe wichtig.

Zunächst müsse jedoch die Statik des Bauwerks angegangen werden. Problematisch seien unter anderem die Gründungen, da die Fahrbahn früher rund zwei Meter tiefer gelegen habe. Teile früherer Außenwände lägen heute im Erdreich, zudem sei der Sandstein geschädigt. Auch am Dach und an der Fassade stehen umfangreiche Arbeiten an. Für die gesamte Sanierung rechnet Liebberger mit einer Dauer von etwa zwei bis knapp drei Jahren.

Im Stadtrat gab es für die Pläne breite Unterstützung. Heike Gareis (SPD) regte an, weitere Förderprogramme zu prüfen. David Muck (Grüne) begrüßte die Idee eines Trauzimmers ausdrücklich. Und Manfred Dietlein (SPD) brachte es mit Blick auf die Kosten auf den Punkt: „Wir sparen am meisten, wenn wir schnell anfangen.“

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Wilhelmsdorf

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# Luxus, Kopfhörerpolster und 1,3-Millionen-Wohnmobile: Landrat besucht Wilhelmsdorf

Wilhelmsdorf ist klein, aber wirtschaftlich erstaunlich groß aufgestellt: Beim Besuch von Landrat Dr. Christian von Dobschütz und einer Delegation der Kreisbehörde zeigte sich, wie viel Unternehmergeist in der von den Hugenotten geprägten Gemeinde steckt. Vom feinen Schaumstoff für Kopfhörer bis zum rollenden Luxus auf vier Rädern reichte die Bandbreite der Stationen, die in Wilhelmsdorf auf dem Programm standen.

Bürgermeister Rüdiger Probst nutzte den Besuch im Rathaus zunächst, um einen Blick zurück und nach vorn zu werfen. Wilhelmsdorf sei schon immer eher gewerblich geprägt gewesen, betonte er. Historisch begann vieles mit der Strumpfwirkerei, später sorgte die Reißzeugindustrie für Aufschwung. Heute zählt die Gemeinde rund 70 Unternehmen und etwa 490 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Besonders interessant wurde es für die Delegation in der Martin-Luther-Straße bei der Firma Stumptner GmbH. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag und produziert Kopfhörerpolster sowie weitere Spezialteile für Hörschutz und akustische Anwendungen. Rund 60 Menschen arbeiten dort, mehr als die Hälfte davon Frauen. Je nach Einsatzgebiet landen die Produkte später in Kopfhörern, in Gehörschutz für Waldarbeiter oder sogar in Helmen für Motorradfahrer, Radler, Skifahrer und Reiter.

Im Industriegebiet stand anschließend ein ganz anderes Thema im Mittelpunkt: Luxus auf Rädern. Die Firma Binder First Class Reisemobile GmbH präsentierte den Gästen ihre exklusiven Wohnmobile, darunter Fahrzeuge mit Garage für Kleinwagen und Lift für E-Bikes. Geschäftsführer Michael Binder erklärte, dass sich seine Kundschaft vor allem eines gönne: Komfort ohne Kompromisse. Die ganz großen Modelle können dabei durchaus in Preisregionen jenseits der Millionengrenze liegen.

Bürgermeister Probst machte zugleich deutlich, dass Wilhelmsdorf seine dörfliche Prägung behalten, aber wirtschaftlich weiterentwickeln will. Neue Gewerbeflächen und Baugebiete seien allerdings nicht beliebig zu schaffen. Umso wichtiger seien Angebote wie der Bürgerbus zwischen Wilhelmsdorf und Emskirchen, die Umnutzung der alten Sparkasse zum Mehrgenerationenhaus und der Erhalt von Nahversorgung im Ort.

Am Ende des Rundgangs blieb der Eindruck einer Gemeinde, die weit mehr ist als ein Punkt auf der Landkarte. Wilhelmsdorf zeigt, dass auch ein kleiner Ort mit kluger Struktur, starken Betrieben und etwas Erfindergeist ziemlich große Dinge bewegen kann.

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# **Neustädter Stadtrat: Blitzer, Sicherheit und Sonnenschutz**

Im Neustädter Stadtrat ging es diesmal gleich um mehrere Themen, bei denen man fast sagen könnte: Es blitzt, es rumort – und am Ende gibt’s sogar etwas Schatten. Von Verkehrskontrollen über Veranstaltungssicherheit bis hin zu einem neuen Sonnensegel am Spielplatz reichte die Tagesordnung.

Wohin mit den Blitzern? Diese Frage soll nach Wunsch von Thomas Kursawe, Leiter des Ordnungsamtes, zeitnah in den Fraktionen besprochen werden. Hintergrund ist eine Vereinbarung mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit, der in Neustadt die Radarüberwachung übernimmt und die Standorte der Messanlagen in regelmäßigen Abständen überprüft. Bisher standen diese unter anderem an den Birkenfelder Ortseinfahrten, vor dem Schauerheimer Kindergarten, in den Ortsdurchfahrten von Diebach, Herrnneuses sowie Ober- und Unternesselbach, aber auch vor dem Neustädter Schulzentrum, in der Bastei oder in der Markgrafenstraße. Sollten an anderer Stelle neue Schwerpunkte entstehen, könne man diese dem Zweckverband melden, hieß es.

Ortssprecher Achim Pfund bedankte sich für die Kontrollen in Schauerheim und fragte nach dem langfristigen Nutzen. Kursawe hatte dazu ein deutliches Beispiel parat: Bei der ersten Messung in der Tempo-30-Zone vor der Schauerheimer Kita lag die Beanstandungsquote noch bei 50 Prozent, beim letzten Durchgang im Jahr 2025 nur noch bei neun Prozent. Da hat sich der Blick aufs Gaspedal offenbar doch gelohnt.

Einstimmig bestätigt wurden im Stadtrat außerdem die beiden Unterschweinacher Feuerwehrkommandanten Thomas Meyer und sein Stellvertreter Tobias Lettow. Beide waren bereits am 26. Juni von ihren Kameradinnen und Kameraden gewählt worden. Die formale Bestätigung durch den Stadtrat ist zwar längst Routine, aber gesetzlich vorgeschrieben.

Auch das Thema Sicherheit bei Veranstaltungen spielte eine Rolle. Thomas Kursawe kündigte an, dem Stadtrat in einer der kommenden Sitzungen eine vergleichende Übersicht verschiedener Sicherheitssysteme vorstellen zu wollen – etwa versenkbare Poller oder mobile Durchfahrtssperren. Ziel sei es, die städtischen Veranstaltungen besser abzusichern, möglichst schon zum Neustädter Weihnachtsmarkt. Harald Haag (FWG) äußerte dabei durchaus skeptische Nachfragen, ob die Stadt für solche Schutzmaßnahmen zuständig sei. Kursawe stellte klar: Bei eigenen Veranstaltungen sei das sehr wohl Aufgabe der Kommune.

Für eine neue Eigentumswohnanlage in der Bamberger Straße 35 gab es ebenfalls grünes Licht. Auf dem rückwärtigen Grundstücksbereich in Richtung Sportgeschäft Kühlwein soll ein viergeschossiges Gebäude mit 13 kleineren Wohneinheiten entstehen. Vor allem diese Wohnungsgröße fand bei Martin Hufnagel (CSU) Zustimmung, der auf den Bedarf an kleinen Appartements verwies. Die Stellplätze seien nachgewiesen, erklärte Bauamtsleiter Gerald Schorr. Allerdings liege der Baukörper im Überschwemmungsgebiet der Aisch, weshalb das Wasserwirtschaftsamt noch genauer hinschauen müsse. Lisa Kastelan (Grüne) mahnte in diesem Zusammenhang an, man müsse sich mit Blick auf Hochwasserschutz und Versiegelung grundsätzlich Gedanken machen. Sie und David Muck stimmten gegen das Vorhaben.

Und schließlich gab es noch eine angenehmere Nachricht für Familien: Auf dem neuen inklusiven Spielplatz an der Jean-Paul-Allee sorgt nun ein Sonnensegel für Schatten. Rund 7.300 Euro hat die Anschaffung gekostet, sagte Bürgermeister Alexander Müller. Der Antrag dazu war im vergangenen Jahr von der SPD-Fraktion gemeinsam mit dem Jugendbeauftragten Martin Hufnagel (CSU) gestellt worden. Vor allem an heißen Tagen werde dadurch die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert – und der Spielplatz bekommt damit nicht nur mehr Komfort, sondern auch etwas mehr Sommerfreundlichkeit.

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Neustadt an der Aisch

Am Friedrich-Alexander-Gymnasium wurde es politisch, hitzig und stellenweise auch ziemlich direkt. Sieben Parteien, eine Aula und viele Fragen: Das sorgte bei den zehnten Klassen für eine Diskussion, die hängen blieb. Vor allem die Jugendlichen ließen sich nicht mit Floskeln abspeisen.

Vertreter:innen von Die Linke, Volt, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CSU, FDP und AfD diskutierten am FAG mit den Schülerinnen und Schülern über Außenpolitik, Bildung sowie Umwelt- und Klimaschutz. Besonders bei der Außenpolitik gab es überraschend viel Einigkeit: Verteidigungsfähigkeit ja, aber nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch. Die Linke-Kreisrätin Chiara Kunze verwies auf die Unterstützung der Ukraine und die Bedeutung der EU, Grünen-Landtagsabgeordneter Christian Zwanziger betonte die Rolle der Diplomatie.

Bei der Bildung wurde der Ton sachlich, aber deutlich. Es ging um Reformbedarf, um künstliche Intelligenz und um einen gerechten Start für junge Menschen. Zwanziger sprach sich für mehr Chancengleichheit aus, SPD-Mann Harry Scheuenstuhl nannte Bildung das „höchste Gut“. CSU-Landtagsabgeordneter Werner Stieglitz hielt dagegen und verteidigte das bestehende Schulsystem. Beim Klimathema wurde es dann kontrovers: AfD-Kreistagspolitiker Dr. Benno Bulitta stellte den menschengemachten Klimawandel infrage, bekam aber prompt Widerspruch aus der Schülerschaft.

Die Jugendlichen mischten sich mutig ein, fragten nach und widersprachen auch. Wegen der Hitze standen sogar kleine Ventilatoren auf den Tischen. Stieglitz brachte zudem ein Wasserkonzept für den trockenen Landkreis ins Gespräch. Am Ende blieb vor allem eines hängen: Politik wird spannend, wenn junge Leute mitreden.

Kommentar der Redaktion:

Politikerinnen und Politiker an Schulen sind wichtig. Demokratie lebt vom offenen Austausch und davon, dass junge Menschen unterschiedliche Positionen kennenlernen und kritisch hinterfragen.

Bemerkenswert war, dass der CSU-Vertreter das bestehende Schulsystem verteidigte. Dabei erleben Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte täglich die Realität: Lehrermangel, Unterrichtsausfälle und vielerorts eine Ausstattung, die den Anforderungen moderner Bildung nicht mehr gerecht wird. Reformbedarf ist offensichtlich.

Auch beim Thema Klimawandel wurde deutlich, dass viele Jugendliche fachlich gut informiert sind. Die wissenschaftliche Evidenz für den menschengemachten Klimawandel ist eindeutig. Der AfD-Vertreter stellte hingegen Behauptungen auf, die mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht vereinbar sind. Seine Nachfrage nach einer Quelle wirkte dabei weniger wie ein ernsthaftes Interesse an einer fachlichen Diskussion, sondern eher wie der Versuch, von der fehlenden wissenschaftlichen Grundlage der eigenen Argumentation abzulenken. Entsprechend deutlich fiel der Widerspruch der Schülerinnen und Schüler aus.

Die Diskussion hat gezeigt: Schulen sind der richtige Ort für politische Debatten – denn dort wird informiert, nachgefragt und kritisch gedacht. Genau dort haben wissenschaftliche Fakten und eine offene, respektvolle Diskussion ihren Platz.

Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
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Neustadt an der Aisch

KunsthandwerkBleichanlageStrassenbuehneWordPress

## Neustadt feiert Kunst, Musik und gute Laune auf der Bleich!

Am Samstag, 25. Juli 2026, wird es rund um die Bleichanlage in Neustadt an der Aisch besonders lebendig: Von 10 bis 19 Uhr lädt der Kunsthandwerkermarkt **„Kunst um die Bleich“** zum Bummeln, Staunen und Mitmachen ein.

Rund **60 Ausstellerinnen und Aussteller** präsentieren ihre handgefertigten Arbeiten – von Holzkunst, Keramik und Druckgrafik über Malerei, Schmuck und Kleidung bis hin zu Accessoires und Edelstahlobjekten. Wer genau hinschaut, bekommt nicht nur schöne Stücke zu sehen, sondern auch jede Menge echtes Handwerk mit Liebe zum Detail. Bei Vorführungen und Mitmachaktionen lässt sich sogar direkt erleben, wie viel Können dahintersteckt.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Es gibt Grillspezialitäten, Kaffee und Kuchen, fränkische Brotzeit, regionale Weine, Kartoffelspiralen, Getränke und Slush-Eis. Kurz gesagt: Wer kommt, sollte besser mit Appetit kommen.

Ein besonderes Extra wartet am **Pulverturm**: Der Neustädter Seniorenrat lädt dort von **14 bis 16 Uhr** zum gemeinsamen **Boccia-Spielen** ein.

Auch das Kulturprogramm kann sich sehen lassen. Der Neustädter Kulturverein organisiert die **2. StraßenBühne**. In der Bleichanlage und am Peter-Kolb-Platz wird es Musik, Tanz, Jonglage und Erzählkunst geben. Das Programm reicht von Jazz über Schlager bis hin zu neuen Versionen bekannter Lieder. Wer es lieber entspannt mag, kann sich mit einer Picknickdecke auf die Wiese setzen und den Sommertag in aller Ruhe genießen.

Der Eintritt ist frei. Über eine Spende in den Hut freuen sich die Künstlerinnen und Künstler aber natürlich sehr.

Ein schöner Sommertag in Neustadt an der Aisch – mit Kunst, Kultur, Musik und Begegnung mitten in der Stadt. Was gefällt Ihnen an solchen Festen am meisten: das Stöbern an den Ständen, das Musikprogramm oder einfach das Treffen mit bekannten Gesichtern aus der Region?

**Quelle:** https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles
**Bild:** Rathaus Neustadt an der Aisch

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Diespeck

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## Die Klasse 4d aus Diespeck singt sich an die Spitze

**Diespeck** – Aus kleinen Stimmen wurde ein großer Auftritt: Die Kinder der Klasse 4d der Grund- und Mittelschule Diespeck haben mit einem selbst komponierten Lied zum Thema Kinderrechte nicht nur auf Kreisebene überzeugt, sondern wurden nun auch vom Bayerischen Kinderschutzbund ausgezeichnet. Und das Ergebnis kann sich hören lassen: Aus einer neuen Klassengemeinschaft entstand in monatelanger Arbeit ein starkes, kreatives Projekt mit Botschaft.

„Man sollte auf uns achten, denn wir sind zwar noch klein, doch dafür werden wir mal die Großen sein.“ Mit dieser Zeile beginnt das Lied der 22 Mädchen und Jungen – und damit auch eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die Klasse war zu Beginn des Schuljahres aus drei ehemaligen dritten Klassen neu zusammengesetzt worden. Musik spielte von Anfang an eine wichtige Rolle, um Gemeinschaft zu fördern und ein neues Miteinander zu schaffen.

Geleitet wurde das Projekt von Lehrerin Kathrin Roth, die seit acht Jahren an der Schule arbeitet und mit viel Herzblut Demokratie- und Werteerziehung mit musikalischer Arbeit verbindet. Nachdem die Kinder die Kinderrechte gemeinsam erarbeitet hatten, war schnell klar: Daraus soll ein Lied entstehen. In Kleingruppen wurden Ideen gesammelt, Rhythmen ausprobiert und Melodien entwickelt. Über acht Monate hinweg wurde getüftelt, verworfen, verbessert und immer wieder neu zusammengesetzt.

„Ich saß meist am Klavier und habe versucht, umzusetzen, was mir vorgesummt oder vorgesungen wurde“, erzählt Roth. Manchmal ging es schnell voran, manchmal nur in kleinen Schritten. Doch genau diese Geduld zahlte sich aus: Nach und nach entstanden mehrere Strophen, die die Kinder mit viel Einsatz und eigenen Gedanken füllten. Eine professionelle Tonaufnahme am 7. Mai im Musiksaal der Schule bildete schließlich den krönenden Abschluss des Projekts.

Die intensive Beschäftigung mit den Kinderrechten brachte die Klasse nicht nur musikalisch weiter. Gerade zurückhaltende Kinder gewannen an Selbstvertrauen, beteiligten sich stärker und brachten sich mit eigenen Ideen ein. Auch nachmittags wurde freiwillig über Formulierungen und Textpassagen gesprochen. „Wir sind als Gemeinschaft an dem Projekt gewachsen“, fasst Kathrin Roth zusammen.

Das Lied ist inzwischen fester Bestandteil des Morgenrituals und erfüllt die Klasse mit Stolz. Auch Schulleiter Ulrich Schöttle zeigte sich beeindruckt: Er habe großen Respekt vor der Leistung und wisse als Chorleiter, wie viel Arbeit und Fleiß in einem solchen Ergebnis stecken. Ebenso zufrieden und stolz zeigte sich Konrektorin Anja Held.

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Neustadt an der Aisch

NeustadtAutoDiebstaehleWordPress

# Zwei Tatverdächtige nach Autoaufbrüchen in Neustadt identifiziert

NEUSTADT – Nach intensiven Ermittlungen ist der Polizeiinspektion Neustadt offenbar ein wichtiger Schritt gelungen: Zwei Männer konnten im Zusammenhang mit mehreren Diebstählen und versuchten Diebstählen aus geparkten Autos identifiziert werden. Die Taten hatten sich zwischen dem 17. und 22. April an verschiedenen Orten im Stadtgebiet ereignet.

Betroffen waren unter anderem die Martin-Luther-Straße, der Stadtpark, An der Bastei, der Tongrubenweg, die Alte Bahnhofstraße und die Luitpoldstraße. Insgesamt wurden acht Fälle registriert. In einem weiteren Vorfall in der Nägeleinsgasse am 19. April hatte ein Passant beobachtet, wie sich zwei zunächst Unbekannte an einem geparkten Fahrzeug zu schaffen machten.

Als der Zeuge einen der Männer ansprach, ergriffen beide die Flucht in Richtung der Bahngleise. Im Zuge der Ermittlungen konnten nun zwei der drei mutmaßlich Beteiligten identifiziert werden, so die Polizei. Wo sich die Männer derzeit aufhalten, ist unbekannt. Vom dritten Tatverdächtigen liegen bislang noch keine Erkenntnisse vor.

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Markt Erlbach

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## Frontalzusammenstoß bei Losaurach – Motorradfahrerin schwer verletzt

Losaurach – Am Donnerstagmorgen hat sich auf der Staatsstraße 2255 bei Losaurach ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Eine Motorradfahrerin wurde dabei schwer verletzt, der Autofahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Für die Einsatzkräfte bedeutete der Morgen einen Großeinsatz mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt und Hubschrauber.

Wie Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen mitteilt, ging die Alarmierung der Integrierten Leitstelle Ansbach (ILS) um 7.04 Uhr ein. Die Feuerwehren aus Losaurach und Markt Erlbach wurden zunächst zu dem Unfall auf Höhe des Markt Erlbacher Ortsteils gerufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 31-jähriger Autofahrer in Richtung Neustadt unterwegs und wollte nach links ins Gewerbegebiet Losaurach abbiegen. Dabei übersah er offenbar eine entgegenkommende 65-jährige Motorradfahrerin. Es kam zum Frontalzusammenstoß, bei dem die Frau über das Auto in den Straßengraben geschleudert wurde.

Neben Feuerwehr und Polizei waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle im Einsatz. Die schwer verletzte Motorradfahrerin wurde laut Weiskirchen mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Autofahrer wurde mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst versorgt.

Die Feuerwehren banden auslaufende Betriebsstoffe, stellten den Brandschutz sicher und sperrten die Staatsstraße während der Unfallaufnahme. Zur Unterstützung wurde zudem die Feuerwehr aus dem Neustädter Ortsteil Schellert nachalarmiert. Wegen der verschmutzten Fahrbahn kam außerdem der Straßenbaulastträger an die Unfallstelle.

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Neustadt an der Aisch

StadtratWuerzburgerStrasseSelbstbedienungsladenWordPress

# Kein 24/7-Laden in der Würzburger Straße: Stadtrat lehnt Antrag klar ab

Neustadt an der Aisch: Ein Selbstbedienungsverkaufsraum mit Automaten, der rund um die Uhr geöffnet sein soll, wird es in der Würzburger Straße vorerst nicht geben. Der Neustädter Stadtrat hat den Antrag mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Grund sind vor allem Sorgen um die Anwohner, mögliche Ruhestörungen und zusätzliche Probleme für den Verkehr.

Beantragt war ein Konzept mit fünf oder sechs Automaten, über die nicht nur Lebensmittel, sondern auch Tabakwaren, E-Zigaretten und Bier verkauft werden sollten. Laut Bauamtsleiter Gerald Schorr sollte der Laden an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden lang zugänglich sein – ähnlich wie ein bereits bestehendes Angebot in Diespeck.

### Standort passt nach Ansicht der Verwaltung nicht

Schorr machte im Stadtrat deutlich, dass die Verwaltung solche Verkaufsmodelle nicht grundsätzlich ablehne. Die Würzburger Straße sei aber als Standort ungeeignet. Zwar gelte das Gebiet baurechtlich grundsätzlich als Mischgebiet, tatsächlich sei das Gewerbe dort aber vielerorts längst durch reine Wohnnutzung verdrängt worden.

In der Beschlussvorlage heißt es deshalb, dass durch den nächtlichen Betrieb, den Aufenthalt im öffentlichen Raum sowie den Zu- und Abfahrtsverkehr Störungen für die Wohnbevölkerung zu erwarten seien.

Die Befürchtung im Gremium: Gerade in den Abend- und Nachtstunden könnte der Laden besonders stark frequentiert werden. Mehrfach wurde die Sorge geäußert, dass sich der Bereich zu einem Treffpunkt für gemeinsames Rauchen und Alkoholkonsum entwickeln könnte. Heike Gareis (SPD) fasste es so zusammen: „Eigentlich eine tolle Sache, aber schwierig an der Stelle. Das würde uns Ärger einbringen.“

Auch Gerd Scheuenstuhl (FDP) berichtete von Gesprächen mit Anwohnern, die „höchste Sorgen“ hätten, dass es in ihrer Straße künftig noch mehr Randale geben könnte. Thomas Kursawe, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, verwies zudem auf die Verkehrssituation: In der Würzburger Straße werde ohnehin schon häufig wild geparkt, und ein solcher Betrieb würde das vor allem an Wochenenden und nachts noch verstärken. „Da habe ich tatsächlich massive Bedenken.“

### Vorschläge für Kompromisse

Ganz ohne Ideen für eine mögliche Lösung blieb die Debatte aber nicht. Martin Hufnagel (CSU) regte an, eine Satzung oder einen Grundlagenkatalog zu erstellen, der künftig klar regelt, welche Art von Einrichtungen in der Innenstadt wo möglich sind.

Thorsten Lehrer (SPD) brachte einen weiteren Gedanken ein: Wenn es der Stadt um die Belebung und die Vermeidung von Leerstand gehe, könne man dem Betreiber vielleicht empfehlen, auf den Verkauf von Bier zu verzichten. „Alkoholfrei minimiert dann vielleicht auch die Aufenthaltsdauer“, so Lehrer.

### Nur drei Stimmen dafür

Deutlich für den Antrag aussprach sich am Ende vor allem Harald Haag (FWG). Er verwies auf den Leerstand in Neustadt und darauf, dass in jüngster Zeit bereits etliche Läden geschlossen hätten. Er könne dem Vorhaben grundsätzlich zustimmen, könne sich aber Einschränkungen bei den Öffnungszeiten, besonders am Wochenende, vorstellen.

Mehr als diese drei Stimmen bekam der Antrag jedoch nicht. 20 Räte stimmten dagegen. Sollte das Konzept grundlegend überarbeitet werden, könnte es nach Angaben von Bürgermeister Alexander Müller aber erneut auf die Tagesordnung kommen. Jede Idee zur Belebung der Innenstadt sei schließlich willkommen.

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