Autorenname: C. Pöschl

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Emskirchen

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**Freiluftsporthalle in Emskirchen: Nächster Schritt für das Großprojekt**

In Emskirchen nimmt die geplante Freiluftsporthalle weiter Gestalt an. Der Marktgemeinderat hat sich erneut mit dem Vorhaben befasst und seinen Grundsatzbeschluss für die Umsetzung an der Fläche am Bahnhofswald bekräftigt. Damit rückt ein Projekt näher, das in der Gemeinde schon länger als wichtige Ergänzung für Sport und Freizeit gesehen wird.

Hintergrund der Planungen ist die seit Jahren angespannte Situation bei den Sporthallen in der Gemeinde und auch in den Nachbarorten. Gerade in den Wintermonaten sind die vorhandenen Hallen stark ausgelastet, freie Kapazitäten sind kaum noch vorhanden. Dazu kommt: Bei einer Jugendumfrage im Jahr 2023 wurde deutlich, dass sich viele junge Menschen in Emskirchen zusätzliche Freizeit- und Sportangebote wünschen.

Die neue Freiluftsporthalle soll deshalb bestehende Angebote sinnvoll ergänzen. Vorgesehen ist, die bisherigen Freizeitmöglichkeiten wie Mini-Spielfelder und Skateanlagen auszubauen und besser miteinander zu verknüpfen. Nutzen könnten die neue Anlage später Schulen, Vereine und weitere Gruppen.

Auch bei den Zahlen ist das Projekt inzwischen konkreter geworden: Die Kosten werden derzeit auf rund **895.862 Euro brutto** geschätzt. Dem stehen Fördermittel aus dem **LEADER-Programm** in Höhe von **229.504,44 Euro** gegenüber. Hinzu kommen zugesagte Spenden von etwa **200.000 Euro**. Für den Markt Emskirchen bleibt damit ein Eigenanteil von rund **466.358 Euro**. Geplant ist außerdem eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, wobei ein Teil dieser Kosten nicht über die Förderung abgedeckt werden kann.

Mehrere wichtige Etappen wurden bereits genommen: Der Marktgemeinderat hatte die Umsetzung schon im September 2025 beschlossen, anschließend wurde der Förderantrag auf den Weg gebracht. Seit März 2026 liegt nun sowohl die Baugenehmigung als auch der positive Förderbescheid vor.

Als nächster Schritt soll die Verwaltung nun mit der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen beauftragt werden. Damit wird aus der bisherigen Planung Stück für Stück ein konkretes Bauprojekt für Emskirchen.

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Neuhof an der Zenn

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**Neuhof: Schulverband beschließt Haushalt – mehr Umlage, aber weiter klare Perspektive für Investitionen**

Der Haushalt des Schulverbandes für die Volksschule Neuhof war in der Sitzung schnell beschlossen. Trotz steigender Kosten bleibt die finanzielle Lage solide: Kredite sind nicht vorgesehen, gleichzeitig wird weiter in die Schule investiert. Besonders im Blick stehen dabei die geplante Sanierung des Pausenhofs und weitere Verbesserungen am Schulgebäude.

Kämmerin Ronja Ferber bezifferte das Gesamtvolumen des Haushalts auf **882.500 Euro**. Die **Schulverbandsumlage** liegt bei **390.000 Euro** und damit **60.000 Euro höher als im Vorjahr**. Als Grund nannte Ferber den geschlossenen Kooperationsvertrag des Mittelschulverbandes Aurach-Zenn. Die daraus entstehenden Mehrkosten liegen bei rund **86.500 Euro**. Diese sollen laut Kämmerin bis zum Schuljahr **2028/29 jährlich um zehn Prozent steigen**.

Der **Vermögenshaushalt** umfasst **302.500 Euro**. Die Zuführung dorthin beträgt **10.000 Euro** und liegt damit um rund **5.000 Euro unter dem Planansatz des Vorjahres**. Weil der Schulverband zum **31. Dezember 2025 schuldenfrei** war, kann diese Zuführung vollständig für Investitionen genutzt werden. Eine Kreditaufnahme ist nicht geplant.

An der Schule selbst wird weiter laufend saniert, wenn Bedarf besteht. Schulverbandsvorsitzende Claudia Wust erinnerte daran, dass bereits die Toiletten erneuert und ein Behinderten-WC eingebaut wurden. Für das laufende Jahr ist die **Erneuerung der Beleuchtung in der Turnhalle** vorgesehen. Außerdem soll der **Pausenhof saniert** werden.

Dabei ist eine größere Umgestaltung geplant: Der Schulhof soll von einer überwiegend asphaltierten Fläche zu einer **grünen Oase** werden, bei der auch das Thema **Wasser** eine wichtige Rolle spielt. Die Gemeinde Neuhof geht hier zunächst in Vorleistung. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kämmerin auf rund **670.000 Euro**. Voraussichtlich werden davon **60 bis 80 Prozent gefördert**. Im Haushalt wurde zunächst mit einer Förderung von **60 Prozent** gerechnet. Der verbleibende Betrag wird später mit dem Schulverband verrechnet.

Auch die Schülerzahlen entwickeln sich weiter nach oben. Zum Stichtag **1. Oktober 2025** besuchten **217 Kinder** die Schule – das sind **14 mehr als im Vorjahr**. Davon kommen **135 Schülerinnen und Schüler aus Neuhof**, **78 aus Trautskirchen** und **vier aus Rügland**. Durch die gestiegenen Schülerzahlen verändert sich auch die Schulverbandsumlage pro Verbandsschüler: Sie steigt im Haushaltsjahr 2026 von **1.655 Euro auf 1.797 Euro**.

An der Sitzung nahmen unter anderem auch die Bürgermeister **Werner Wirth** aus Trautskirchen und **Werner Schicktanz** aus Rügland als Mitglieder des Gremiums teil. Ebenfalls anwesend war die Neuhöfer Schulleiterin **Kerstin Stiegler**. Sie berichtete auf Nachfrage, dass an der Schule alles „wunderbar“ laufe. In den zweiten Klassen werde aktuell das Projekt **Alltagskompetenzen** umgesetzt. Zudem gebe es immer wieder Projekte mit den **Naturparkrangern**.

Mit Blick auf das Thema **Demokratiebildung an Schulen** kündigte Claudia Wust an, in der Schule etwas zu **„Freiheit und Grenzen“** machen zu wollen. In diesem Zusammenhang sollen die Kinder die Gelegenheit bekommen, dabei zu sein, wenn die **Siebener einen Grenzstein setzen**. Auch ein Besuch im **Vermessungsamt** sei denkbar.

Zum Ende der Sitzung dankte Rüglands Bürgermeister Werner Schicktanz, dessen Amtszeit nun endet, dem Gremium für die gute Zusammenarbeit. Man sei „eine tolle Gruppe“ gewesen, sagte er. Positiv hob er außerdem hervor, dass es mit den Fördermitteln immer gut geklappt habe. Die Neuhöfer Schule sei in einem guten Zustand und dank der laufenden Sanierungen auf einem guten Weg. Einen weniger erfreulichen Vergleich zog er mit Dietenhofen: Dort regne es inzwischen ins Schulgebäude hinein.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Haushalt schnell beschlossen wird, ist das oft ein gutes Zeichen – entweder, weil alles bestens vorbereitet war oder weil niemand Lust auf lange Zahlenkolonnen hatte. In Neuhof spricht derzeit vieles für die erste Variante. Klar ist aber auch: Schule kostet Geld, und gute Schule kostet meist noch etwas mehr. Dass trotzdem weiter investiert wird, ohne neue Schulden aufzunehmen, ist ein ordentliches Signal. Besonders spannend klingt der Plan für den neuen Pausenhof – weg vom Asphalt, hin zu mehr Grün. Wenn daraus wirklich eine kleine Oase wird, dürfte das nicht nur den Kindern gefallen, sondern auch allen, die finden, dass Schule mehr sein sollte als nur Matheheft und Pausengong.

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Neustadt an der Aisch

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**Waldbad Neustadt startet später in die Saison – heuer mit 60. Geburtstag**

Im Neustädter Waldbad laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. In diesem Jahr gibt es dabei gleich doppelt Grund zur Vorfreude: Das beliebte Freibad feiert seinen 60. Geburtstag. Die Eröffnung ist für Donnerstag, 14. Mai, an Christi Himmelfahrt, um 9 Uhr geplant.

Anders als in vielen vergangenen Jahren öffnet das Waldbad heuer nicht bereits am 1. Mai. Schwimmmeister und Betriebsleiter Julian Lindner nennt dafür personelle Gründe, aber auch die Erfahrungen aus den Vorjahren. Gerade Anfang Mai seien die Nächte oft noch sehr kalt gewesen, während die Besucherzahlen überschaubar blieben. Personal- und Energiekosten hätten dabei in keinem guten Verhältnis gestanden.

Hinter den Kulissen wird derzeit kräftig gearbeitet, damit zum Saisonstart alles bereit ist. Die Absorptionsanlage auf dem Kabinendach sowie die Photovoltaikanlage auf dem Kiosk laufen laut Lindner gut. Auch Kioskbetreiber Hartl Glück war bereits fleißig und hat unter anderem die Bar gestrichen. Die Golfanlage ist schon geöffnet.

Im Kleinkindbereich wird aktuell noch Rollrasen unter dem Seepferdchen-Spielgerät verlegt. Damit soll verhindert werden, dass sich der bisherige Fallschutz bei sommerlichen Temperaturen zu stark aufheizt.

Personell startet das Waldbad mit Schwimmmeister Julian Lindner und drei Fachangestellten für Bäderbetriebe in die Saison: Günther Kellermann, Marvin Kempf und Christian Kessel. Unterstützt werden sie von drei bis fünf Rettungsschwimmern, vier Kassenkräften und einer Reinigungskraft.

Bis zur Eröffnung ist allerdings noch einiges zu tun. Ziel war zunächst, alle Becken bis Montag mit Wasser zu füllen, damit anschließend die Techniker ihre Arbeit aufnehmen können. Insgesamt wurden dafür rund 3.600 Kubikmeter Wasser eingelassen. Etwa die Hälfte davon entfällt auf das große Schwimmerbecken, der Rest verteilt sich auf Springer-, Kinder- und Nichtschwimmerbecken. Für die komplette Befüllung werden rund acht Wochen eingeplant.

Auch für die Gäste wurde weiter investiert. Neu sind zehn Fahrradständer mit Platz für bis zu 40 Räder. Außerdem stehen noch die Pflege der Außenanlagen und der Rasenschnitt an.

Besonders erfreut zeigt sich Lindner über die Bäume, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Baum-Challenge gepflanzt wurden. Auch auf der Golfanlage wird weiter gearbeitet, dort werden Spiraleichen eingesetzt. Dem Schwimmmeister ist es wichtig, dass das Bad möglichst viele Schattenplätze bieten kann.

**Saisonkarten schon jetzt erhältlich**

Bereits mehr als 50 Saisonkarten wurden verkauft. Wer sich frühzeitig entscheidet, erhält zusätzlich einen einmaligen Gutschein für die Golfanlage und nimmt an einer Verlosung für eine Saisonkarte für das kommende Jahr teil. Erhältlich sind die Saisonkarten täglich von 10 bis 18 Uhr.

Spannend dürfte auch der erste offizielle Besuch des neuen Bürgermeisters Alexander Müller im Waldbad werden. Lindner zeigt sich neugierig, welche Aktion sich dieser für das Jubiläumsjahr einfallen lässt. Sein Vorgänger Klaus Meier hatte sich einst mit einem Kopfsprung vom Fünf-Meter-Brett verabschiedet.

Zum 60-jährigen Bestehen sind außerdem besondere Aktionen geplant. Die Ostereiersuche hat bereits stattgefunden. Am 25. und 26. April werden zudem die Schiffsmodellbauer mit ihren detailreichen Miniaturflotten auf dem Neustädter „Meer“ erwartet. Mehr als 200 Gäste sollen dabei dabei sein. Die geplanten Öffnungszeiten liegen an beiden Tagen voraussichtlich zwischen 11 und 18 Uhr. Waldbadluft kann also schon vor dem offiziellen Saisonstart geschnuppert werden.

**Kommentar der Redaktion:**
60 Jahre Waldbad – das ist in Neustadt nicht einfach nur ein Freibad-Geburtstag, sondern fast schon ein Stück Sommergeschichte. Dass man heuer etwas später öffnet, klingt erst einmal ungewohnt, ist aber angesichts von Wetter, Energie- und Personalkosten nachvollziehbar. Lieber ein guter Start mit ordentlicher Vorbereitung als frierende Badegäste am Beckenrand. Und wenn dann noch Schattenplätze, neue Fahrradständer und ein Jubiläumsprogramm dazukommen, darf man sagen: Das Waldbad macht sich nicht nur hübsch, sondern auch fit für die Zukunft. Bleibt nur noch die Frage, ob Bürgermeister Müller eher den symbolischen Sprung wagt – oder trocken davonkommt.

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**Bauhöfe der Schwammregion treffen sich in Erlbach: Gemeinsam gegen Hitze und Starkregen**

Wie können Städte und Gemeinden besser auf Trockenheit, Starkregen und die Folgen des Klimawandels reagieren? Genau darum ging es bei einem Austauschtreffen der Bauhöfe aus der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn. In Erlbach kamen Vertreter der 14 Kommunen zusammen, um sich über praktische Maßnahmen, aktuelle Entwicklungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten auszutauschen.

Am 13. April 2026 trafen sich die Bauhöfe der 14 Kommunen der Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn in Erlbach zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen. Dabei informierten die Umsetzungsbegleitungen zunächst über den aktuellen Stand der Schwammregion. Auch das Wasserwirtschaftsamt stellte die Situation im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim vor.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Präsentation einer Handlungsempfehlung für mehr Klimaresilienz durch die Klimaanpassung im Landkreis. Diese soll den Bauhöfen künftig helfen, schneller und sicherer einschätzen zu können, welche Maßnahmen direkt umgesetzt werden können und wo zuvor eine Genehmigung notwendig ist.

Außerdem gab es einen Fachvortrag der Unteren Naturschutzbehörde zum Thema Artenschutz. Im Anschluss wurde es praktisch: In mehreren Gruppen diskutierten die Teilnehmer intensiv über verschiedene Themen, darunter Grabenpflege, trockenheitsangepasste Baum- und Pflanzenarten, Beschattung, erste Maßnahmen an Gewässern sowie Dammstrukturen an Gräben.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in Zukunft weiter vertieft werden. Geplant ist, neue Ansätze zunächst in Pilotgemeinden zu testen und erfolgreiche Maßnahmen anschließend auch auf andere Kommunen der Region zu übertragen.

Die Schwammregion Aisch, Aurach & Zenn besteht aus den Kommunalen Allianzen Aurach-Zenn sowie NeuStadt und Land. Ziel einer Schwammregion ist es, Wasser möglichst lange in der Fläche zu halten, zeitweise zu speichern und in Hitzeperioden wieder verfügbar zu machen. Hintergrund ist, dass extreme Wetterlagen wie Starkregen und langanhaltende Hitzephasen immer häufiger werden.

**Kommentar der Redaktion:**
Klingt auf den ersten Blick vielleicht nach einem eher trockenen Verwaltungsthema – wobei „trocken“ hier ja gerade nicht das Ziel ist. Tatsächlich steckt hinter dem Begriff Schwammregion ein sehr praktischer Ansatz: Wasser dort halten, wo es fällt, statt es schnell abzuleiten. Wenn Bauhöfe, Fachbehörden und Kommunen dabei gemeinsam an einem Strang ziehen, kann das für Orte, Felder, Bäume und Gewässer in unserer Region langfristig ein echter Vorteil sein. Und mal ehrlich: Wenn Gräben, Bäume und Schattenplätze künftig mit mehr Plan statt nur nach Bauchgefühl gestaltet werden, ist das wahrscheinlich eine der sinnvollsten Investitionen in die Zukunft vor unserer Haustür.

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Neustadt an der Aisch

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**Frühlingsfest in Neustadt an der Aisch: Drei Tage Musik, Markt und gute Laune**

Der Frühling ist zurück – und mit ihm ein buntes Festwochenende in Neustadt an der Aisch. Vom 1. bis 3. Mai 2026 lädt die Stadt zum Frühlingsfest ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Marktgeschehen, Kulinarik, Familienangeboten und vielen Aktionen in der Innenstadt.

Zum Auftakt am Freitag, 1. Mai, startet um 18 Uhr auf dem Marktplatz ein DJ-Abend mit Mike Scion, organisiert von der Eventbar GECCO. Rund um den Marktplatz sorgen die örtlichen Wirte für passende kulinarische Angebote.

Am Samstag, 2. Mai, findet von 8 bis 12.30 Uhr der Bauernmarkt auf dem Marktplatz statt. Am Abend geht es dort ab 19 Uhr musikalisch weiter: Vor der Kulisse des Rathauses spielt die Band „Volldampf“. Der Eintritt ist frei, dazu gibt es verschiedene Speisenangebote.

Der Sonntag, 3. Mai, hält besonders viele Programmpunkte bereit. Von 9 bis 17 Uhr lädt der Walburgimarkt in der Bahnhofstraße zum Bummeln und Entdecken ein. Ab 10 Uhr wird in der Wilhelmstraße bei der Automeile eine Auswahl neuer Fahrzeugmodelle präsentiert. Auch THW und BRK sind vor Ort und geben Einblicke in ihre Arbeit.

Für Kinder gibt es von 11 bis 16 Uhr in der Ludwigstraße ein eigenes Programm, organisiert vom HC Neustadt. Mit Hüpfburg und weiteren Aktionen dürfte auch bei den jüngsten Gästen keine Langeweile aufkommen.

Ab 12.30 Uhr öffnen die Geschäfte der Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag ab 13 Uhr von der Stadtkapelle Frankenland.

Im Rahmen des Heimat.Erlebnistages werden zudem zwei Führungen angeboten: Um 13 Uhr geht es um Neustadts Kirchen, um 15 Uhr steht das Karpfenmuseum im Mittelpunkt. Ebenfalls um 15 Uhr ist bei schönem Wetter ein Promenadenkonzert der Stadtkapelle Scheinfeld geplant. Der Eintritt ist auch hier frei.

Damit dürfte Neustadt an der Aisch Anfang Mai einmal mehr zeigen, wie lebendig die Innenstadt sein kann – mit Angeboten für Familien, Musikfreunde, Marktbesucher und alle, die einfach gerne durch die Stadt schlendern.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Wochenende, bei dem man fast nur noch hoffen muss, dass das Wetter mitspielt. Wobei: In Franken weiß man ja, dass ein Fest notfalls auch mit Jacke, Schirm und Bratwurst in der Hand funktioniert. Das Programm ist jedenfalls so breit aufgestellt, dass für fast jeden etwas dabei sein dürfte – vom Marktbesuch bis zum Konzertabend.

Quelle: Stadt Neustadt an der Aisch
https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles
(c) Bild: Rathaus Neustadt an der Aisch

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Emskirchen

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**Haushalt 2026 beschlossen: Emskirchen setzt auf stabile Finanzen und klare Prioritäten**

Der Marktgemeinderat von Emskirchen hat am 17. April 2026 den Haushaltsplan für das Jahr 2026 verabschiedet. Damit steht der finanzielle Rahmen für das kommende Jahr fest – und der zeigt eine klare Linie: solide aufgestellt, mit geplanten Investitionen und erneut ohne neue Schulden.

Im Verwaltungshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 14,7 Millionen Euro eingeplant. Der Vermögenshaushalt, in dem vor allem Investitionen abgebildet werden, umfasst rund 5,27 Millionen Euro. Neue Kredite sind – wie schon in den vergangenen Jahren – nicht vorgesehen. Auch Verpflichtungsermächtigungen wurden nicht festgesetzt.

Unverändert bleiben zudem die Hebesätze. Die Gewerbesteuer liegt weiterhin bei 350 Prozent, ebenso die Grundsteuer B. Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gilt bei der Grundsteuer A ein Hebesatz von 385 Prozent. Die neue Haushaltssatzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt zudem, dass das Haushaltsvolumen in Emskirchen deutlich gewachsen ist. Für das Jahr 2026 erreicht der Gesamthaushalt knapp 20 Millionen Euro – ein Hinweis auf die gestiegene Leistungsfähigkeit der Marktgemeinde.

**Kommentar der Redaktion:**
Emskirchen bleibt sich auch beim Haushalt 2026 treu: keine großen finanzpolitischen Kunststücke, keine neuen Schulden, dafür ein Kurs mit Bodenhaftung. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht wenig spektakulär, ist in Zeiten angespannter Kassenlagen aber durchaus bemerkenswert. Oder, um es frei nach dem kommunalpolitischen Alltag zu sagen: Haushalt beschlossen, Aufregung vertagt – und manchmal ist genau das die beste Nachricht.

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Neustadt an der Aisch

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# Vollsperrung in der Nägeleinsgasse: Wasserleitungsbau sorgt für Umleitung in Neustadt a.d.Aisch

Wer in Neustadt a.d.Aisch regelmäßig durch die Nägeleinsgasse unterwegs ist, muss sich in den kommenden Wochen auf Änderungen einstellen. Wegen Bauarbeiten an der Wasserleitung wird ein Teil der Straße für rund zwei Monate komplett gesperrt. Für Anwohner, Pendler und alle, die dort unterwegs sind, heißt das: besser frühzeitig die Route anpassen.

Nach Angaben aus dem Rathaus wird die Nägeleinsgasse im Bereich zwischen den Hausnummern 2 und 18 von **27. April 2026 bis voraussichtlich 26. Juni 2026** vollständig gesperrt. Grund für die Maßnahme ist der **Neubau einer Wasserleitung**.

Die ausgeschilderte Umleitung führt über die **Multerngasse** und die **Luitpoldstraße**. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die aufgestellten Verkehrszeichen und Hinweise zu beachten. Gerade zu Stoßzeiten kann es sinnvoll sein, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen.

Die Stadt bittet um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit.

**Kommentar der Redaktion:**
Baustellen sind selten ein Grund für Begeisterung – aber wenn am Ende die Infrastruktur wieder ein Stück besser dasteht, ist die Sperrung wenigstens nicht ganz umsonst. Und wie immer gilt in Neustadt: Man findet fast immer einen anderen Weg – manchmal sogar den schöneren. Wer regelmäßig in dem Bereich unterwegs ist, darf uns gern schreiben, wie sich die Umleitung im Alltag bewährt.

Quelle: Stadt Neustadt a.d.Aisch
https://www.neustadt-aisch.de/aktuelles

(c) Bild: NaAZA.de supported by Sora

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Neuhof an der Zenn

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Neuhof an der Zenn

Mitten am Marktplatz kracht es – und niemand will etwas gesehen haben? In Neuhof ist eine Mauer samt Hoftor eines Hotels massiv beschädigt worden. Der Schaden ist hoch, doch die Person am Steuer fuhr einfach weiter.

Nach Angaben der Polizei Neustadt an der Aisch passierte der Vorfall am Dienstag zwischen 8 Uhr und 15.30 Uhr. Betroffen ist ein Hotel am Marktplatz in Neuhof an der Zenn. Vermutlich wurde die Mauer beim Ein- oder Ausfahren von einem Fahrzeug gerammt.

Die Folgen sind deutlich: Mauer und Hoftor wurden stark beschädigt. Der entstandene Sachschaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich. Damit geht es nicht um einen kleinen Rempler, sondern um einen erheblichen Schaden mitten im Ortskern.

Trotzdem meldete sich die Fahrerin oder der Fahrer nicht bei der Polizei. Das gilt als Unfallflucht. Die Polizeiinspektion Neustadt an der Aisch bittet deshalb um Hinweise von Menschen, die am Dienstag rund um den Marktplatz etwas beobachtet haben.

Wer etwas gesehen hat, soll sich unter Telefon 09161/8853-0 bei der Polizei melden.

Quelle: Polizeiinspektion Neustadt an der Aisch
Bild : KI
Mehr Informationen aus unserer Region finden Sie jederzeit auf www.naaza.de
– NaAZA.de | Neues an Aurach, Zenn und Aisch.

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Emskirchen

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**Neue Pläne für Emskirchens Nahversorgung: Discounter, Getränkemarkt und Praxis an der Ansbacher Straße**

In Emskirchen könnte sich bei der Nahversorgung bald einiges bewegen: Ein bestehender Discounter soll seinen bisherigen Standort verlassen, deutlich größer neu gebaut werden und zusätzlich könnte ein Getränkemarkt entstehen. Darüber wurde in der Sitzung des Marktgemeinderats am 17. April 2026 gesprochen. Grundlage war eine ausführliche Auswirkungsanalyse zum Einzelhandel im Ort.

Hintergrund ist die seit längerer Zeit bekannte Situation rund um den Norma-Markt im Wiesenweg. Mit einer Verkaufsfläche von derzeit etwa 410 Quadratmetern ist der Markt nach heutigen Maßstäben zu klein. Laut Gutachten ist eine sinnvolle Erweiterung am bisherigen Standort nicht möglich.

Deshalb wird nun eine neue Lösung bevorzugt: An der Ansbacher Straße soll ein neuer Discounter mit rund 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Ergänzt werden soll das Vorhaben durch einen Getränkemarkt mit weiteren 622 Quadratmetern sowie eine Physiotherapiepraxis.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Emskirchen und das nähere Umfeld weiterhin zusätzlichen Bedarf im Lebensmittelbereich haben. Die Verkaufsfläche pro Einwohner liegt unter dem bayerischen Durchschnitt. Gleichzeitig sehen die Gutachter ein bislang nicht ausgeschöpftes Umsatzpotenzial vor Ort.

Für die Entscheidung besonders wichtig: Negative Auswirkungen auf bestehende Geschäfte oder die Ortsmitte werden laut Analyse nicht erwartet. Die möglichen Umsatzverlagerungen gelten als überschaubar und bleiben klar unter den kritischen Schwellen. Das Vorhaben wird damit als städtebaulich verträglich eingestuft.

Auch mögliche Standorte wurden geprüft. Mehrere Flächen standen zur Diskussion, am Ende wurde die Ansbacher Straße jedoch als beste Lösung bewertet. Andere Varianten, darunter auch der Festplatz, schieden unter anderem wegen Nutzungskonflikten und baulicher Einschränkungen aus.

Der Beschlussvorschlag sieht deshalb vor, den Standort an der Ansbacher Straße festzulegen und damit die Nahversorgung in Emskirchen langfristig zu stärken.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Ort wächst oder sich verändert, merkt man das oft zuerst beim täglichen Einkauf. Genau darum ist diese Entscheidung für Emskirchen keine Kleinigkeit. Ein größerer Markt, ein zusätzlicher Getränkemarkt und dazu noch eine Praxis: Das wäre nicht nur mehr Auswahl, sondern auch ein Stück Zukunftssicherung für den Ort. Und seien wir ehrlich: Wenn man für den Wocheneinkauf nicht erst gefühlt eine kleine Expedition planen muss, hebt das die Lebensqualität doch ganz erheblich.

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Neustadt an der Aisch

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# Neustädter Stadtrat: Wärmeplanung, Kernwege, Feuerwehrhaus und neue Bäume

Trotz Erkältung ließ es sich Florian Witzler, Klimamanager der Stadt Neustadt a.d.Aisch, nicht nehmen, den Stadtrat persönlich über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung zu informieren. Neben spannenden Bürgerideen ging es in der Sitzung außerdem um den Ausbau von Kernwegen bei Unterschweinach, die Möblierung des neuen Feuerwehrhauses, Ersatzpflanzungen im Stadtgebiet und die nächsten Termine im Rathaus.

Im Zuge der öffentlichen Auslegung zur kommunalen Wärmeplanung haben sich nach Angaben von Witzler zwei Bürger mit eigenen Vorschlägen eingebracht. Besonders hervorgehoben wurde ein ausführlich ausgearbeitetes Konzept für einen Erdsonden-Wärmespeicher. Dieses sei inhaltlich sehr interessant und werde in die kommunale Wärmeplanung integriert. Auch ein weiterer Vorschlag zur Nutzung des Erdgeschosses im alten Feuerwehrhaus für eine Großwärmepumpe sei zwar aufgrund anderer Planungen aktuell nicht umsetzbar, dennoch inhaltlich wertvoll. Die Stadt wolle das Thema deshalb für künftige Überlegungen im Blick behalten. Witzler betonte dazu, dass es positiv sei, wenn sich Bürger aktiv an solchen Prozessen beteiligen.

Auch beim Thema Infrastruktur gab es Neuigkeiten: Zwei Kernwege im Bereich der Biogasanlage Schweigert bei Unterschweinach sollen in absehbarer Zeit ausgebaut werden. Bauamtsleiter Gerald Schorr informierte, dass die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden bereits erfolgt sei und das vereinfachte Verfahren beantragt wurde. Als nächster Schritt müsse nun noch die angestrebte Kostenvereinbarung zwischen der Flurordnungsgemeinschaft NeuStadt und Land sowie der Stadt abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für beide Wege liegen bei rund 713.000 Euro, der Anteil der Stadt bei etwa 162.000 Euro.

Einstimmig beschlossen wurde außerdem die Vergabe für die Möblierung des Feuerwehrhauses. Den Zuschlag erhält eine Firma aus Jena. Laut Schorr lag das Angebot bei rund 224.500 Euro und damit nahezu exakt auf Höhe der vorherigen Kalkulation von etwa 223.000 Euro. Insgesamt waren lediglich zwei wertbare Angebote eingegangen.

Im Bereich der Verlängerung des Fußwegs von der Parkstraße in die Bastei hat der Bauhof nach Angaben von Bürgermeister Klaus Meier eine Aufforstung mit neun heimischen Bäumen vorgenommen. Hintergrund ist die Fällung von vier großen Weiden im vergangenen Dezember, die aufgrund ihres schlechten Zustands aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten. Als Ersatz wurden nun vier Hochstammbäume – Ulmen und Weiden – sowie fünf Hainbuchen gepflanzt. Zusätzlich setzte man im weiteren Verlauf zehn Erlen, um das Ufer des Strahlbachs zu stabilisieren.

Bereits terminiert sind auch die nächsten wichtigen Sitzungen im Rathaus: Die Verabschiedung der ausscheidenden Ortssprecher, Stadtratsmitglieder und des Bürgermeisters findet am Mittwoch, 29. April, im großen Sitzungssaal statt. Die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums ist für den 11. Mai vorgesehen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn sich Bürger mit durchdachten Ideen in die Wärmeplanung einbringen, ist das ein gutes Zeichen. Kommunalpolitik wirkt oft trocken – dabei entscheidet sie ganz konkret darüber, wie künftig geheizt, gebaut, gepflanzt und investiert wird. Und wenn eine Ausschreibung mal fast punktgenau auf der Kalkulation landet, darf man das im Rathaus vermutlich schon als seltenen Volltreffer verbuchen.

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Markt Erlbach

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**Markt Erlbach: Diskussion um doppelte Baustellen im Pilsenmühler Weg**

Ein Gehweg wird geöffnet, wieder verschlossen – und kurze Zeit später erneut aufgerissen: Dieses Ärgernis sorgt vielerorts immer wieder für Unverständnis. In Markt Erlbach hat genau dieses Thema nun auch den Gemeinderat beschäftigt. Vor allem mit Blick auf den laufenden Glasfaserausbau stellte sich die Frage, warum man notwendige Sanierungen nicht gleich gemeinsam erledigt.

Der Hintergrund: Das derzeit größte Projekt im Haushalt des Marktes ist der Glasfaserausbau. Die beauftragte Firma, die für die GlasfaserPlus unterwegs ist, hat nach Angaben aus der Gemeinderatssitzung bereits rund fünf Kilometer Kabel verlegt. Verwaltung und Gemeinderat waren sich grundsätzlich einig, dass es sinnvoll wäre, bei den Tiefbauarbeiten gleich schadhafte Wege mit zu sanieren. Doch in der Praxis klappt das nicht überall problemlos.

Wie Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß erklärte, sei die Sache deutlich komplizierter, als sie auf den ersten Blick wirke. Teilweise konnten aber durchaus Lösungen gefunden werden: Kleinere beschädigte Stellen werden von der Baufirma im Zuge der Arbeiten gleich mit erledigt – als sogenannte Regiearbeiten und auf Kosten des Marktes. Bei gepflasterten Flächen stellt die Gemeinde zum Teil sogar selbst das Material, um Geld zu sparen.

Auch bei asphaltierten Gehwegen, die komplett erneuert werden müssen, konnte man sich einigen. In solchen Fällen saniert die Baufirma den gesamten Gehweg, während die GlasfaserPlus jenen Kostenanteil übernimmt, der über den eigentlichen Grabenbereich hinausgeht. Das betrifft etwa die Straße „Am Wasserturm“ oder die Simon-Frühwald-Straße. Dort teilen sich Markt und Telekommunikationsseite die Kosten anteilig.

Schwieriger ist die Lage jedoch bei gepflasterten Wegen, die über längere Abschnitte hinweg schadhaft sind – insbesondere im Pilsenmühler Weg. Dort ist der Gehweg breiter, was den Kostenanteil der Telekommunikationsseite geringer ausfallen lässt. Deshalb wird dort nun zunächst nur der Graben für die Kabeltrasse wieder verschlossen. Eine umfassende Sanierung des Wegs soll erst in den kommenden Jahren abschnittsweise erfolgen.

Genau das sorgte im Gremium für Kritik. Gemeinderat Klaus Adelhardt zeigte wenig Verständnis dafür, dass frisch bearbeitete Bereiche später erneut angegangen werden müssen. Seiner Meinung nach könne man das so nicht einfach hinnehmen. Auch Matthias Kilian verwies auf Erfahrungen aus Hagenbüchach und Wilhelmsdorf, wo Wege im Zuge ähnlicher Maßnahmen komplett hergestellt worden seien – teils sogar günstiger, als wenn die Kommune dies später selbst erledigt hätte.

Nach Auskunft der Verwaltung scheiterte eine weitergehende gemeinsame Lösung in Markt Erlbach letztlich vor allem an der Preisfrage. In ersten Gesprächen war ausgelotet worden, ob andere Tiefbaufirmen zusätzliche Sanierungsarbeiten übernehmen könnten, während die GlasfaserPlus zumindest den Kabelgrabenanteil bezahlt. Dazu waren jedoch weder Auftraggeber noch Baufirma bereit.

Hinzu kommt im Pilsenmühler Weg ein weiteres Problem: Laut Bauamtsleiter Michael Schlag fehlt dort teilweise ein tragfähiger Unterbau, außerdem müssten auch Bordsteine erneuert werden. Helmut Huthöfer erinnerte daran, dass der Weg einst von den Anliegern in Eigenleistung gebaut worden sei – was sich heute als Nachteil erweise.

Bürgermeisterin Kreß schlug vor, für den Pilsenmühler Weg noch ein Angebot einzuholen, um vielleicht doch eine sofortige Sanierung auf ganzer Breite zu ermöglichen. Doch aus Sicht der Verwaltung dürfte das zeitlich kaum noch realisierbar sein, weil die Arbeiten dort bereits weit fortgeschritten sind. In der Sitzung kam deshalb auch die Frage auf, wann die Verwaltung von den konkreten Ausbauplänen wusste und ob man früher hätte reagieren können. Eine klare Antwort darauf blieb offen.

Am Ende blieb es bei der bisherigen Linie: Der Pilsenmühler Weg soll in den kommenden Jahren abschnittsweise saniert werden. Die Unzufriedenheit darüber war im Gemeinderat dennoch deutlich spürbar.

**Kommentar der Redaktion:**
Glasfaser ist wichtig, gar keine Frage – schnelles Internet will heute schließlich jeder, und zwar am besten sofort. Wenn aber erst gebuddelt, dann zugemacht und später wieder gebuddelt wird, fragt sich der Bürger schon, ob auf der Baustelle nach Plan gearbeitet wird oder nach dem Motto „sehen wir dann schon“. Ganz so einfach ist es, wie in der Sitzung deutlich wurde, offenbar nicht. Aber aus Bürgersicht bleibt trotzdem hängen: Wenn schon der Boden offen ist, dann sollte man jede sinnvolle Gelegenheit nutzen. Sonst wird aus modernem Ausbau schnell ein teures Dauerärgernis – und der Gehweg hat am Ende mehr Baustellen erlebt als manche Kreisstraße.

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**Fahrsicherheitstraining für Seniorinnen und Senioren: Landkreis bietet Termine in Diespeck an**

Sicher unterwegs bleiben, das eigene Fahrverhalten besser einschätzen und mit mehr Routine auf schwierige Situationen reagieren: Genau darum geht es bei einem Fahrsicherheitstraining für Autofahrerinnen und Autofahrer ab 60 Jahren, das im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim angeboten wird. Wer gerne mobil bleibt und aktiv am Straßenverkehr teilnimmt, kann hier das eigene Können auffrischen und stärken.

Die Kreisverkehrswacht Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim e.V. veranstaltet das Fahrsicherheitstraining an zwei Samstagen, und zwar am **23. Mai 2026** sowie am **29. August 2026**, jeweils von **10:00 bis 15:00 Uhr**.

Stattfinden wird das Training auf dem **Werksgelände der Firma Franken Brunnen in Diespeck**.

Das Angebot richtet sich an **Autofahrerinnen und Autofahrer ab 60 Jahren**, die ihre Fahrfähigkeiten besser einschätzen und verbessern möchten. Die **Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro**.

Anmeldungen sind direkt bei der **Kreisverkehrswacht Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim e.V.** möglich. Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Landkreises Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim unter:
**www.kreis-nea.de**

Für Rückfragen stehen außerdem die Telefonnummern **09161 926203** und **09161 926206** zur Verfügung.

Ebenfalls interessant: Auch für **Fahrsicherheitstrainings für Fahranfängerinnen und Fahranfänger** sind noch Plätze frei. Geplant sind dabei Veranstaltungen für **Motorrad- und Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer** in **Emskirchen, Diespeck und Bad Windsheim**. Weitere Infos dazu sind ebenfalls über die Landkreis-Seite abrufbar.

**Kommentar der Redaktion:**
Wer sicher fährt, fährt entspannter – und das gilt mit 18 genauso wie mit 68 oder 78. Solche Trainings sind keine Frage des Alters, sondern der Vernunft. Und mal ehrlich: Für 15 Euro kann man hier wahrscheinlich mehr über kritische Verkehrssituationen lernen als bei manchem Stammtischgespräch über „die anderen im Straßenverkehr“.

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## Emskirchener Finanzen im Fokus: Gemeinderat berät über Haushalt, Investitionen und Sporthalle

In Emskirchen steht am kommenden Freitag eine wichtige Gemeinderatssitzung an. Dabei geht es nicht nur um trockene Zahlenkolonnen, sondern um Entscheidungen, die für die Zukunft des Marktes von Bedeutung sind: von der Jahresrechnung über den Haushalt bis hin zu Investitionen in die Sportanlage im Bahnhofswald. Auch die Nahversorgung im Ort wird Thema sein.

Am Freitag, 17. April, kommt der Marktgemeinderat Emskirchen um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Vor Beginn der eigentlichen Sitzung ist eine Bürgerfragezeit vorgesehen.

Auf der Tagesordnung stehen mehrere Punkte rund um die Haushalts- und Finanzplanung. So wird unter anderem die Jahresrechnung 2025 vorgelegt. Außerdem beraten die Ratsmitglieder über die Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Jahre 2026 bis 2029 sowie über die Haushaltssatzung einschließlich Haushaltsplan und Anlagen für das Jahr 2026.

Ein weiterer bedeutender Punkt ist der geplante Umsetzungsbeschluss zur Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle. Daneben wird auch die Nahversorgungssituation in Emskirchen behandelt. Vorgestellt werden soll eine Auswirkungsanalyse mit Prüfung von Standortalternativen im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale sowie der Neuansiedlung eines Getränkemarktes.

Die Tagesordnung im öffentlichen Teil umfasst:
1. Geschäftsordnungsregularien
2. Bericht der Bürgermeisterin
3. Bericht aus den Ausschüssen
4. Bekanntgabe von Beschlüssen aus nicht öffentlicher Sitzung
5. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Bildung von Haushaltsresten 2025 – Änderung
6. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2025
7. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Vorlage der Jahresrechnung 2025
8. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Finanzplan und Investitionsprogramm 2026 bis 2029
9. Haushalts- und Finanzangelegenheiten; Haushalt 2026 – Haushaltssatzung inklusive Haushaltsplan und Anlagen
10. Erweiterung der Sportanlage im Bahnhofswald um eine Freilufthalle; hier: Umsetzungsbeschluss
11. Wirtschaftsförderung; hier: Vorstellung der Auswirkungsanalyse mit Standortalternativen-Prüfung bezogen auf die Nahversorgungssituation in Emskirchen sowie die Verlagerung und Erweiterung einer Norma-Filiale und Neuansiedlung eines Getränkemarktes
12. Sonstiges, Wünsche und Anfragen

Kommentar der Redaktion:
Wenn in einer Gemeinderatssitzung gleich Haushalt, Investitionen, Sporthalle und Nahversorgung auf der Tagesordnung stehen, dann ist das keine Routine mehr, sondern ein Abend mit durchaus Gewicht für Emskirchen. Gerade bei Themen wie Finanzplanung und Investitionsprogramm zeigt sich, wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen soll. Und ja, Haushalt klingt erstmal ungefähr so spannend wie das Sortieren alter Steuerordner – entscheidet am Ende aber darüber, was im Ort möglich ist und was erstmal Wunsch bleibt.

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Wilhelmsdorf

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**Wilhelmsdorf: Verdiente Feldgeschworene geehrt – neue „Siebener“ in ihren Reihen aufgenommen**

Eine jahrhundertealte Tradition lebt weiter: Beim Jahrtag der Feldgeschworenenvereinigung Neustadt Süd in Wilhelmsdorf sind langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet sowie zahlreiche neue „Siebener“ offiziell in ihr Amt eingeführt worden. Dabei wurde deutlich: Auch in unserer heutigen Zeit bleibt die Arbeit der Feldgeschworenen wichtig – für Grenzen, Eigentum und den Frieden vor Ort.

Vorsitzender Werner Schweighöfer betonte in seiner Ansprache, dass das Wissen über die Aufgaben der Feldgeschworenen in der Bevölkerung leider immer weiter zurückgegangen sei. Umso wichtiger seien Präsenz und Öffentlichkeitsarbeit. Als gelungenes Beispiel nannte er ein Projekt aus dem vergangenen Jahr, bei dem ein Grenzstein im Bereich eines Kindergartens gesetzt wurde. Die Kinder seien davon begeistert gewesen.

Schweighöfer zeigte sich überzeugt, dass es für solche Aktionen auch öffentlich großes Interesse gäbe. Zugleich wertete er die starke Beteiligung am Jahrtag als ein sehr gutes Zeichen. Sie zeige die enge Verbundenheit und Freundschaft unter den Kolleginnen und Kollegen. Gerade dieses gute Miteinander sei entscheidend dafür, dass die Gemeinschaft der Feldgeschworenen auch in Zukunft Bestand habe.

Die Feldgeschworenenvereinigung Neustadt Süd umfasst nach seinen Worten derzeit 31 Kollegien mit insgesamt 210 Ehrenamtlichen. Dank richtete der Vorsitzende an die Mitarbeitenden in Behörden und Ministerien sowie an Landrat Dr. Christian von Dobschütz. Besonders wichtig sei für die Feldgeschworenen auch die jährliche Dienstbesprechung im Landratsamt. Dort würden aktuelle Neuerungen schnell weitergegeben und der Austausch untereinander ermöglicht.

Wilhelmsdorfs Bürgermeister Rüdiger Probst erinnerte daran, dass beim Jahrtag eine jahrhundertealte Tradition gewürdigt werde. Er hob die Verlässlichkeit, die Erfahrung und die Beständigkeit dieses besonderen Ehrenamts hervor. Es sei von großer Bedeutung, dieses wertvolle Brauchtum zu erhalten.

Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz wandte sich an die Versammlung. Er bezeichnete die Siebener als angesehene Hüter von Grenzen und Bewahrer des dörflichen Friedens. Durch ihre verantwortungsvolle Arbeit würden Eigentumsrechte geschützt und Streitigkeiten oft schon im Vorfeld verhindert.

In seinem Grußwort sprach der Landrat zudem über die geplanten Windkraftanlagen im Raum Neustadt und Umgebung. Die Projekte mit Bürgerbeteiligung entstünden auf rund zwei Prozent der verfügbaren Fläche. Dadurch seien Ausschüttungen an private Investoren aus dem unmittelbaren Umkreis möglich. Dies sei zugleich ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Region.

Im Mittelpunkt des Jahrtags standen schließlich die Ehrungen für 25- und 50-jährige Tätigkeit als Feldgeschworene sowie die Verpflichtung neuer Siebenerinnen und Siebener. Unter den Neuen ist auch eine Frau vertreten.

**Die Geehrten und neu Verpflichteten im Überblick:**

**Für 50 Jahre**
Heinrich Schuster (Hagenhofen), Walter Fleischmann (Rimbach)

**Für 25 Jahre**
Peter Küttlinger (Pirkach), Friedrich Döllinger (Hirschneuses), Franz Kirchdörfer (Markt Erlbach)

**Ehrensiebener**
Paul Kerschbaum (Borbath), Waltraut Wagner (Buchklingen), Hans Schönleben (Buchklingen), Walter Fleischmann (Rimbach), Peter Diez (Altziegenrück), Walter Glück (Altselingsbach)

**Jungsiebener**
Günther Sauerstein (Pirkach), Michael Weber (Rennhofen), Jürgen Schönleben (Elgersdorf), Tristan Billmann (Gunzendorf), Alexander Wirt (Wilhelmsdorf), Thomas Kerschbaum (Borbath), Jonathan Zeilinger, Karin Rösch und Tobias Seitz (alle Buchklingen), Christian Diez (Altziegenrück), Martin Bernecker (Rimbach), Roland Glück (Altselingsbach), Klaus Reuthlingshöfer (Linden)

**Kommentar der Redaktion:**
Die Feldgeschworenen gehören zu den stillen Stützen auf dem Land. Viele kennen den Begriff „Siebener“ zwar noch vom Hören, aber was dahintersteckt, wissen längst nicht mehr alle. Umso schöner ist es, wenn diese Tradition nicht nur gepflegt, sondern auch jungen Menschen nähergebracht wird. Denn Grenzen sind eben nicht nur Linien auf der Karte – manchmal sind sie auch ein Stück Heimatgeschichte. Und wenn Kindergartenkinder schon beim Grenzsteinsetzen begeistert sind, dann hat dieses alte Ehrenamt vielleicht sogar eine ziemlich gute Zukunft.

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Neustadt an der Aisch

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# Landkreis-Grüne warnen vor Folgen des geplanten „Netzpakets“

Was auf Bundesebene beschlossen wird, kann auch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ganz konkrete Auswirkungen haben. Genau davor warnt jetzt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen: Die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Änderungen im sogenannten „Netzpaket“ könnten nach Einschätzung der Partei den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich bremsen – und damit auch Arbeitsplätze sowie kommunale Einnahmen gefährden.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Rettet die Erneuerbaren“ am 18. April machte der Kreisverband auf die Bedeutung der Energiewende vor Ort aufmerksam. Nach Angaben der Grünen ist die Region beim Ausbau erneuerbarer Energien bereits gut aufgestellt: Durch Windkraft, Photovoltaik, Biogas und Speicher werde derzeit rund 1,8-mal mehr Strom erzeugt als vor Ort verbraucht. Dieser Ausbau habe nicht nur zur regionalen Energieversorgung beigetragen, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen und den Kommunen zusätzliche Steuereinnahmen gebracht.

Kritisch sehen die Grünen nun vor allem mögliche Änderungen bei der Abnahmegarantie für Strom aus neuen Wind- und Solarparks. Sollte diese tatsächlich entfallen, könnten laufende und geplante Projekte deutlich schwerer umsetzbar werden. Als Beispiel nennt der Kreisverband die geplanten Bürgerwindräder im Schußbachwald bei Bad Windsheim. Auch neue kommunale Initiativen könnten dadurch bereits in einem frühen Stadium ausgebremst werden.

Zusätzlich befürchten die Grünen Einschnitte bei der Einspeisevergütung für Dach-Photovoltaikanlagen. Das könne dazu führen, dass weniger Dächer mit Solaranlagen ausgestattet werden, Handwerksbetriebe weniger Aufträge erhalten und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten wieder steige. Gerade mit Blick auf internationale Krisen und unsichere Weltmärkte sei Energiesouveränität aus ihrer Sicht wichtiger denn je.

In einer Pressemitteilung erklärt Kreisrätin Ruth Halbritter: „Der Aktionstag ist ein klares Signal: Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen politischen Entscheidungen die Energiewende in unserer Region aushöhlen lassen.“ Fraktionsvorsitzender David Muck ergänzt: „Nur mit verlässlicher Planungssicherheit können wir Arbeitsplätze sichern, bezahlbaren Strom garantieren und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Weltmarktpreisen erreichen.“

Als Beispiele für eine aus Sicht der Grünen gelungene Energiewende im Landkreis und in der Region werden unter anderem das Stadtwindrad der Stadt Uffenheim, die Bürgerenergiegenossenschaft „Regional versorgt“ sowie verschiedene Biomasse-Nahwärmenetze genannt. Bundesweit decken erneuerbare Energien inzwischen mehr als die Hälfte der Stromerzeugung ab. Beim gesamten Endenergieverbrauch für Strom, Wärme und Mobilität liege der Anteil allerdings erst bei 24 Prozent.

Gerade darin sieht der Kreisverband weiteres Potenzial – etwa beim Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher, digitaler Stromnetze und bei der Wasserstoffproduktion. Gefordert wird deshalb, das geplante Netzpaket in der vorliegenden Form zu stoppen und stattdessen die Modernisierung der Energiesysteme voranzutreiben.

Die Grünen rufen Entscheidungsträger, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger im Landkreis dazu auf, die Energiewende vor Ort weiter zu unterstützen und faire Beteiligungsmodelle zu stärken, damit die regionale Wertschöpfung in der Heimat bleibt.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn es um Energie geht, ist das Thema oft sperriger als ein alter Sicherungskasten im Keller. Klar ist aber: Was in Berlin beschlossen wird, landet am Ende auch auf dem Dach, auf dem Feld und auf der Stromrechnung bei uns vor Ort. Gerade in einer ländlichen Region, in der Bürgerenergie, Solar und Windkraft längst keine graue Theorie mehr sind, schauen viele genau hin. Ob das „Netzpaket“ am Ende wirklich zur Bremse wird, muss sich zeigen – die Sorgen darüber sind jedenfalls nicht aus der Luft gegriffen. Und wie so oft gilt: Wenn man Investitionen will, sollte man den Leuten vorher nicht den Stecker ziehen.

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**Warum in die Ferne schweifen? Kreisbücherei Neustadt lädt zu Ausflugsideen aus Franken ein**

Manchmal liegen die schönsten Ziele direkt vor der Haustür: Wer noch nach Inspiration für den nächsten Familienausflug, eine gemütliche Radtour oder eine schöne Wanderung sucht, sollte einen Blick in die Kreisbücherei Neustadt werfen. Dort gibt es aktuell eine besondere Auswahl an Reiseführern für Franken und die angrenzenden Regionen.

Die Kreisbücherei Neustadt an der Aisch im Schulzentrum (Erweiterungsbau) präsentiert noch bis Mitte Mai zahlreiche Reiseführer zu spannenden Ausflugszielen in der Heimat und darüber hinaus. Ob Familien mit Kindern, Senioren, Wanderfreunde oder Radfahrer – die Auswahl bietet für viele Interessen passende Anregungen.

Geöffnet ist die Kreisbücherei zu folgenden Zeiten:

**Montag und Mittwoch**
11:00 bis 13:30 Uhr und 14:30 bis 17:00 Uhr

**Dienstag und Donnerstag**
11:00 bis 13:30 Uhr und 14:30 bis 19:00 Uhr

**Kommentar der Redaktion:**
Man muss nicht immer gleich an die Adria, an den Gardasee oder nach Mallorca denken – manchmal reicht schon ein guter Reiseführer und ein freier Nachmittag, um echte Perlen in Franken zu entdecken. Und ganz ehrlich: Parkplatzsuche und Flughafenkontrolle fallen dabei auch deutlich entspannter aus.

Quelle: Landratsamt Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim

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Neustadt an der Aisch

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# Zwischen Klick und Klassenzimmer: Schülerzeitungen im Landkreis kämpfen ums Überleben

Früher gehörten sie an vielen Schulen ganz selbstverständlich dazu, heute sind sie selten geworden: Schülerzeitungen. Was einst in Redaktionsräumen, auf Schreibmaschinen oder später am Computer entstand, ist im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim inzwischen eher die Ausnahme als die Regel. Doch ganz verschwunden ist das Format nicht – und an einigen Schulen wird mit neuen Ideen daran gearbeitet, junge Menschen wieder fürs Schreiben, Recherchieren und Gestalten zu begeistern.

Am Gymnasium in Scheinfeld lebt die Schülerzeitung unter dem Namen **„INSIDER“** weiter – allerdings nicht mehr gedruckt, sondern konsequent digital. Betreut wird das Projekt von den Deutschlehrerinnen **Regina Wiederer** und **Rebekka Hack**, die das Medium mit einem neuen Konzept wieder attraktiver machen wollen. Inhaltlich ist die Zeitung breit aufgestellt: von DIY-Beiträgen über Kindheitsfotos von Lehrkräften bis hin zu Interviews und persönlichen Erfahrungsberichten der Schülerinnen und Schüler. Für Regina Wiederer ist klar: Wer heute junge Leser erreichen will, muss sich verändern und mit der Zeit gehen.

Im zugehörigen Kurs lernen die Jugendlichen nicht nur das Schreiben, sondern auch journalistische und mediale Grundlagen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Kreativität innerhalb eines journalistischen Rahmens. Genau dieses Hineinschnuppern in die Welt des Journalismus soll künftig noch weiter ausgebaut werden.

Auch am **Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium in Bad Windsheim** gibt es mit der **„BESTStEller“** noch eine Schülerzeitung. Allerdings erscheinen die Ausgaben dort nach Angaben der betreuenden Lehrkraft **Julia Gold** inzwischen deutlich seltener und unregelmäßiger. Wenn eine neue Ausgabe kommt, dann nur noch online über die Schulhomepage.

Eine besondere Ausnahme im Landkreis ist die Schülerzeitung **„Die Sonnenseiten“** an der Schule in **Diespeck**. Sie erscheint einmal im Jahr – meist kurz vor den großen Ferien – sogar noch in gedruckter Form. Betreut wird sie aktuell von **Katrin Roth** und **Kerstin Bock**. Die Auflage liegt bei rund 400 Exemplaren, finanziert wird das Heft über Sponsoren und Anzeigen. Entsprechend ist auch Werbung enthalten, doch so soll der Preis für die Leser erschwinglich bleiben. Ein Exemplar kostet zwischen drei und vier Euro.

Die Texte stammen von den Schülerinnen und Schülern selbst. Eine klassische Redaktion gibt es in Diespeck zwar nicht, aber in den Klassen werden die Kinder von ihren Lehrkräften zum Schreiben motiviert. Inhaltlich geht es vor allem um das Schulleben: Konzerte, Ausflüge, Sportveranstaltungen, dazu Witze, Steckbriefe von Lehrkräften und Personal sowie ein Grußwort. Organisation, Layout, Druckerei und die Suche nach Anzeigenkunden übernehmen die betreuenden Lehrerinnen. Das sei viel Arbeit, lohne sich aber, weil vielen die Zeitung nach wie vor wichtig sei.

Gerade beim kreativen Schreiben sieht Katrin Roth einen großen Wert. Für viele Kinder sei es ein besonderer Anreiz, den eigenen Text später tatsächlich gedruckt in den Händen zu halten. Manchmal schließen sich auch mehrere Kinder zusammen und verfassen gemeinsam Beiträge. Vor dem Druck wird natürlich noch einmal Korrektur gelesen – blamieren soll sich schließlich niemand.

Am **Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt an der Aisch** ist die frühere Schülerzeitung dagegen mittlerweile Geschichte. Von 2016 bis 2023 lief sie noch als P-Seminar. Schulleiter **Norbert Zips** erklärt, dass das Interesse bei Schülern und Lehrkräften immer weiter zurückgegangen sei. Irgendwann seien Aufwand und Kosten schlicht zu hoch gewesen, um das Projekt fortzuführen. Dabei war das Themenspektrum dort durchaus vielfältig – von Politik über Schulgeschehen bis hin zu Umweltfragen und Anekdoten. Eine Rückkehr ist derzeit zwar nicht geplant, grundsätzlich ausgeschlossen ist eine spätere Wiederbelebung aber nicht.

In Scheinfeld setzt man unterdessen bewusst auf niedrigere Hürden, um möglichst viele Jugendliche mitzunehmen. Die Schülerzeitung wird dort als Wahlfach am Mittwochnachmittag angeboten. Weil zusätzlicher Nachmittagsunterricht nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöst, gibt es für ältere Schülerinnen und Schüler inzwischen auch eine Art **Homeoffice-Option**. Wer aus Interesse mitmacht und nicht für Abiturpunkte, bekommt zudem keine Note.

Regina Wiederer betont, dass man bewusst auf eine lockere Atmosphäre achte. Es gehe nicht darum, 90 Minuten Frontalunterricht abzuhalten, sondern darum, jungen Menschen Raum für kreatives Arbeiten zu geben – ohne den üblichen Notendruck. Gerade Schülerinnen und Schüler, die gerne schreiben, sollten auch außerhalb des klassischen Unterrichts Möglichkeiten bekommen, sich auszuprobieren.

Für den Fortbestand der modernen Schülerzeitung hält Wiederer den Schritt ins Digitale für entscheidend. In der Schule werden QR-Codes verteilt, über die die Ausgaben direkt per Smartphone abrufbar sind. Außerdem werden die Links im Schüler-Elternportal eingebunden. Seit rund einem Jahr wird zusätzlich über den Instagram-Kanal der SMV für die Schülerzeitung geworben. Nach Einschätzung der betreuenden Lehrkräfte war genau das ein wichtiger Schritt nach vorne. Hinzu kommt ein ganz praktischer Vorteil: Druckkosten fallen keine mehr an.

Um den Kurs noch attraktiver zu machen, denkt man in Scheinfeld auch über Kooperationen und Workshops nach – etwa mit Fotografen oder durch Angebote wie die Jugendzeitungs-Kampagne des Bayerischen Rundfunks. Solche Möglichkeiten, auch einmal außerhalb der Schule Erfahrungen zu sammeln, kommen bei den Jugendlichen gut an.

Inhaltlich soll die Schülerzeitung offen bleiben. Nach Aussage der beiden Lehrkräfte wird kein Themenvorschlag einfach abgelehnt. Jedes Schulhalbjahr steht zwar unter einem gemeinsam gewählten Grundthema, doch grundsätzlich soll Platz für viele unterschiedliche Ideen sein. Zwei größere Ausgaben pro Schuljahr sind derzeit vorgesehen.

Wichtig ist den Verantwortlichen dabei auch eines: **Noten sollen keine Eintrittskarte sein**. Wer anfangen würde, nur auf schulische Leistungen zu schauen, würde viele Interessierte eher abschrecken. Für Regina Wiederer wäre das der falsche Weg. Denn Schülerzeitungen leben nicht von Elite-Auswahl, sondern von Neugier, Kreativität und dem Mut, einfach mal loszuschreiben.

**Kommentar der Redaktion:**
Früher lag die Schülerzeitung oft irgendwo zwischen Pausenbrot, Matheheft und Tintenkiller – heute muss sie gegen Smartphone, Streaming und Social Media bestehen. Kein leichtes Spiel. Umso schöner ist es, dass es im Landkreis noch Schulen gibt, die das Schreiben nicht einfach sang- und klanglos beerdigen. Gerade in Zeiten von schnellen Meinungen und kurzen Videos ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn junge Menschen lernen, sauber zu formulieren, zu recherchieren und Gedanken in Sätze zu packen, die länger halten als ein Story-Post für 24 Stunden. Und ganz ehrlich: Eine gute Schülerzeitung war schon immer irgendwo zwischen Insiderwissen, Charme, Chaos und Wahrheitsfindung unterwegs – also fast wie der echte Journalismus.

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Emskirchen

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**TSV Emskirchen: Langjährige Treue gewürdigt – Hauptversammlung mit Ehrungen, Sportberichten und Ausblick**

Beim TSV Emskirchen standen bei der Hauptversammlung vor allem zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt. Daneben wurde aber auch deutlich, wie vielfältig und lebendig das Vereinsleben ist: Von Fußball über Leichtathletik bis hin zu Turnen und Bogensport gab es zahlreiche positive Entwicklungen zu berichten. Für einen gelungenen Auftakt sorgten zudem die EmsiDancers mit einer eindrucksvollen Tanzdarbietung.

Großen Applaus erhielten Herta Eckardt und Uwe Scheller. Herta Eckardt gehört dem TSV seit 55 Jahren an, Uwe Scheller sogar seit 62 Jahren. Beide wurden im Rahmen der Versammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorsitzender Werner Schmitt würdigte dabei ihr jahrzehntelanges, besonderes Engagement für den Verein.

Auch die Berichte aus den einzelnen Abteilungen nahmen bei der Versammlung breiten Raum ein. Wie der TSV Emskirchen mitteilte, überwinterte die erste Fußball-Mannschaft auf Tabellenplatz 1 der B-Klasse. Das klare Ziel für das laufende Jahr ist der Aufstieg in die A-Klasse. Besonders hervorgehoben wurden außerdem die engagierte Nachwuchsarbeit und die erfolgreiche Teilnahme mehrerer Mannschaften an regionalen Wettbewerben.

Sehr erfreulich fiel auch die Bilanz der Leichtathletikabteilung aus. Zahlreiche Athletinnen und Athleten konnten persönliche Bestleistungen erzielen. Mehrere Podestplätze bei regionalen Meisterschaften unterstrichen die starke sportliche Entwicklung.

Im Bereich Turnen stand erneut das breite Angebot für Kinder und Erwachsene im Mittelpunkt. Positiv wurde vor allem bewertet, dass die Kindersportschule, kurz KiSS, nach einer kurzen Pause im Herbst 2025 wieder aufgenommen werden konnte. Die Bogenschützen berichteten ihrerseits von einer stabilen Mitgliederzahl sowie von einer ersten erfolgreichen Teilnahme an der Gaumeisterschaft WA (World Archery).

Bei den Mitgliederzahlen musste der Verein im vergangenen Jahr zwar einen leichten Rückgang verzeichnen. Aus Sicht des Vorstands gibt es aber bereits wieder positive Signale. So zeigte sich schon im ersten Quartal 2026 eine Aufwärtstendenz – unter anderem durch die Wiederaufnahme der KiSS.

Auch die Finanzen des Vereins waren Thema der Hauptversammlung. Schatzmeister Thomas Schneider bezeichnete die finanzielle Lage des TSV als solide. Einnahmen und Ausgaben hätten sich planmäßig entwickelt. Größere Investitionen seien sorgfältig vorbereitet und transparent dargestellt worden. Der vom Vorstand vorgestellte Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde von den Mitgliedern einstimmig verabschiedet.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Werner Schmitt allen Ehrenamtlichen, Trainerinnen und Trainern, Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie Unterstützern für ihren Einsatz. Gleichzeitig wurde auf zwei wichtige Termine im Vereinsjahr hingewiesen: den Rats-Run-Hindernislauf am 17. Mai sowie den Ochsenweiherlauf am 3. Oktober.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Verein lebt nicht nur von Tabellenplätzen, Pokalen und gut gefüllten Kassen – sondern vor allem von Menschen, die über Jahrzehnte dabeibleiben und mit anpacken. Wenn jemand 55 oder sogar 62 Jahre Vereinstreue mitbringt, dann ist das mehr als nur Mitgliedschaft – das ist gelebte Vereinsgeschichte. Und dass der TSV Emskirchen gleichzeitig sportlich, organisatorisch und beim Nachwuchs so breit aufgestellt ist, zeigt: Hier wird nicht nur verwaltet, sondern wirklich gestaltet. Oder anders gesagt: Beim TSV scheint man zu wissen, dass ein Verein mehr braucht als nur einen Ball und einen Beitragsschein.

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**Emskirchener Unterstützung für fahrerlose Rennwagen: Studenten-Team schreibt Motorsport-Geschichte**

Was in der Region entwickelt und gefertigt wird, schafft es manchmal bis auf die ganz große Bühne des Motorsports: Die enge Zusammenarbeit zwischen der Firma Weiler Werkzeugmaschinen aus Emskirchen und dem studentischen Rennteam High-Voltage Motorsports der FAU Erlangen-Nürnberg hat nun einen besonderen Erfolg möglich gemacht. Bei der Formula Student Germany gelang dem Team erstmals eine erfolgreiche autonome Fahrt bei einem offiziellen Wettbewerb.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung berichtet, waren Krista Dewes, Leiterin des Mechanik-Teams von High-Voltage Motorsports, und ihr Kommilitone Stefan Kraus jetzt zu Besuch bei Weiler in Emskirchen. Dort wurden sie von Geschäftsführer Michael Eisler sowie Stefan Sommerfeld, Leiter Technologie, empfangen. Neben dem Austausch über die gemeinsame Zusammenarbeit erhielten die Studierenden auch eine Führung durch die Produktionshallen.

In der vergangenen Saison hatte das 101 Mitglieder starke Team bereits sein fünftes Elektrofahrzeug gebaut: den **FAUmax Sigma**. Der Rennwagen war beim Wettbewerb am Hockenheimring das drittleichteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld. Besonders bemerkenswert: Mit diesem Boliden gelang dem Team die erste erfolgreiche Fahrt ohne Fahrer bei einem offiziellen Event der Formula Student Germany.

Weiler hatte für das Projekt Präzisionskomponenten auf seinen Drehmaschinen gefertigt, die im Fahrwerk des Fahrzeugs verbaut wurden. Laut Krista Dewes war der Wagen „der zuverlässigste in unserer Vereinsgeschichte“. Ohne die Unterstützung aus Emskirchen wäre ein solches Projekt laut ihrer Aussage nicht möglich gewesen.

Auch für die aktuelle Saison hat sich das Team viel vorgenommen. Das inzwischen sechste Elektrofahrzeug soll mit einigen grundlegenden Neuerungen an den Start gehen: Statt Heckantrieb setzt High-Voltage Motorsports künftig auf Allradantrieb mit Radnabenmotoren. Hinzu kommen ein neues Monocoque, also eine selbsttragende Karosserie, eine verbesserte Aerodynamik sowie ein neuer Akku.

Mit diesem technischen Paket will das Team bei mehreren Wettbewerben antreten: bei der **Formula Student Czech** in Tschechien, der **Formula Student Germany** sowie der **Formula Student East** in Ungarn.

Michael Eisler lobte das Engagement der Studierenden und betonte, dass Weiler das Projekt seit mehr als zehn Jahren gerne unterstütze. Die regelmäßigen Erfolge des Teams seien ein schönes Beispiel dafür, wie technische Exzellenz und echter Teamgeist zusammenwirken können.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn aus Emskirchen Teile für einen Rennwagen kommen, der sogar ohne Fahrer sauber über die Strecke fährt, dann zeigt das einmal mehr: Innovation passiert nicht nur in großen Konzernzentralen, sondern oft direkt vor unserer Haustür. Und ganz ehrlich: Früher war man schon stolz, wenn das Mofa angesprungen ist – heute bauen Studenten autonome Elektro-Rennwagen. Die Zeiten ändern sich.

*Foto: WEILER*

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Markt Erlbach

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# Markt Erlbach verabschiedet Haushalt einstimmig – starke Gewerbesteuer sorgt für Spielraum

Gute Nachrichten aus dem Marktgemeinderat: Markt Erlbach hat seinen Haushalt einstimmig verabschiedet – und das in einer Zeit, in der viele Kommunen deutlich stärker unter Druck stehen. Möglich macht das vor allem die positive Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Bei der Haushaltsdebatte fiel außerdem auf: Die Reden wurden diesmal überwiegend von Frauen geprägt.

Dass dieses Bild noch etwas deutlicher ausfiel, lag auch daran, dass FWL-Fraktionsvorsitzender Rudolf Born verhindert war und seine Haushaltsrede von Karin Frühwald vorgetragen wurde. Doch auch unabhängig davon waren Frauen bei den Wortmeldungen stark vertreten: Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß, Kämmerin Andrea Tiefel und für die CSU Christina Nüssel. Für die SPD sprach Volker Rudolph.

Große Kritik am Zahlenwerk gab es im Gremium nicht. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß zeigte sich zwar erfreut über die solide Entwicklung, mahnte aber zugleich zur Vorsicht. Die steigenden Gewerbesteuereinnahmen dürften nicht dazu verleiten, zu optimistisch zu planen. Gerade diese Einnahmen könnten stark schwanken. Zudem folgt auf höhere Steuerkraft zeitversetzt auch eine steigende Kreisumlage. Positiv sei dennoch, dass sich Markt Erlbach bei der Steuerkraft Schritt für Schritt dem Landesdurchschnitt annähere.

Auch die hohe Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt verschaffe der Marktgemeinde viel Handlungsspielraum. Doch auch hier gelte: keine Leichtsinnigkeit. Kreß machte deutlich, dass Gebührenanpassungen weiterhin notwendig seien. Denn selbst bei Einrichtungen wie der Rangauhalle, dem Rangaubad, dem Klowagen oder den Kindertagesstätten arbeite man längst nicht kostendeckend. Nur bei klassischen kostenrechnenden Einrichtungen wie Wasser und Abwasser sei das anders.

## Haushaltsvolumen wächst deutlich

Kämmerin Andrea Tiefel stellte einen neuen Rekordhaushalt vor. Das Haushaltsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Millionen Euro. Ein Teil dieser Steigerung ergibt sich allerdings auch aus internen Verrechnungen, etwa bei den Arbeitsstunden des Bauhofs.

Tiefel machte deutlich: Markt Erlbach wächst – bei den Einnahmen, den Ausgaben, den Aufgaben und insgesamt auch als Kommune. Besonders erfreulich sei dabei, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer inzwischen erstmals über denen aus der Einkommensteuer liegen. Gleichzeitig steigen aber auch die Ausgaben. Als Beispiel nannte sie die Unterhaltskosten für die gemeindlichen Einrichtungen, die seit 2020 um fast 50 Prozent zugenommen haben.

## Frauenstimmen und klare Botschaften aus den Fraktionen

Christina Nüssel von der CSU hob ebenfalls die positive Entwicklung der Gewerbesteuer hervor. Auch die Zahl der Gewerbetreibenden sei deutlich gestiegen – von 130 im Jahr 2020 auf inzwischen 181. Gleichzeitig verwies sie auf die gestiegene Kreisumlage. Markt Erlbach zahlt als fünftgrößte Kommune des Landkreises inzwischen die vierthöchste Summe an den Landkreis.

Über zehn Millionen Euro sollen allein in Baumaßnahmen investiert werden. Nicht eingerechnet ist dabei der Neubau des Kindergartens in der Kirchgasse, da dieses Projekt – ebenso wie die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 48 – über die WBG Zirndorf/Markt Erlbach abgewickelt wird. Nüssel machte deutlich, dass die Gemeinde mit dem Kindergartenneubau im eigenen Haushalt an ihre Grenzen gekommen wäre.

Für die Freie Wählerliste ließ Rudolf Born in seiner von Karin Frühwald vorgetragenen Rede ein Bild sprechen: den „wind of change“, den Wind der Veränderung. Man könne sich gegen diesen Wind stemmen – oder die Segel setzen und ihn nutzen, um voranzukommen. Genau das tue Markt Erlbach derzeit.

Besonders hob Born den Ausbau des Glasfasernetzes hervor. Jeder Haushalt bekomme die Chance auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss. Schnelles Internet sei heute eine wichtige Grundlage für Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Darauf könne Markt Erlbach stolz sein.

SPD-Sprecher Volker Rudolph lobte vor allem die Investitionen in Kinder und Betreuung. Die Pflichtaufgaben seien im Haushalt insgesamt „sehr gut gelöst“. Gleichzeitig sah er auch Handlungsbedarf beim Rathaus, das aus seiner Sicht mindestens energetisch saniert werden müsse. Mit Blick auf die verbauten Materialien formulierte er es gewohnt trocken: Das verbaute Aluminium sei nach Gold der zweitbeste Wärmeleiter. Auch die WBG bewertete er grundsätzlich positiv, mahnte aber an, deren Defizit nicht aus den Augen zu verlieren.

## Die größten Investitionen 2025

Die größten Investitionen in diesem Jahr entfallen auf drei Bereiche:

– Breitbandausbau: 3,5 Millionen Euro
– Ausbau der Ansbacher/Windsheimer Straße: 1,4 Millionen Euro
– Erweiterung des Horts: 1,8 Millionen Euro

Für alle drei Maßnahmen gibt es hohe Zuschüsse. In der Sitzung wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass diese Fördergelder oft erst mit Verzögerung fließen.

## Kommentar der Redaktion

Markt Erlbach kann sich freuen: Einstimmiger Haushalt, starke Gewerbesteuer, kräftige Investitionen – davon können andere Kommunen derzeit nur träumen. Aber die Warnungen aus dem Rathaus sind berechtigt. Wer bei guter Kassenlage gleich in Feierlaune verfällt, merkt oft erst später, dass die Kreisumlage schon mit dem Taschenrechner um die Ecke steht. Positiv ist aber: Hier wird nicht nur verwaltet, sondern sichtbar in Infrastruktur, Kinderbetreuung und Digitalisierung investiert. Und Glasfaser für alle Haushalte ist eben mehr als nur schnelles Netflix – auch wenn das daheim vermutlich für manche das überzeugendste Argument bleibt.

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