Autorenname: C. Pöschl

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TrockenbiotopverbundprojektSchafbeweidungArtenvielfaltWordPress

**Schafe im Einsatz für die Natur: Infos, Produkte und Einblicke am 1. Mai im Fränkischen Freilandmuseum**

Schafe liefern nicht nur Wolle – sie sind auch wichtige Helfer im Naturschutz. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie Beweidung wertvolle Landschaften erhält und welche Arbeit dahintersteckt, bekommt am 1. Mai im Fränkischen Freilandmuseum spannende Einblicke.

Neben der Schafschur werden dort auch verschiedene Produkte rund ums Schaf angeboten. Besucherinnen und Besucher können unter anderem Schafmilchseifen, Kleidung aus Schafwolle, Lammfelle und Lammbratwürste entdecken und erwerben.

Mit dabei ist auch der Landschaftspflegeverband (LPV) Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim mit einem eigenen Informationsstand. Im Mittelpunkt steht das „Trockenbiotopverbundprojekt“, bei dem der Erhalt von extensiv beweideten Halbtrockenrasen, Trockenrasen und Magerrasen im Landkreis gefördert wird.

Gerade die Beweidung mit Schafen und Ziegen spielt dabei eine wichtige Rolle: Durch ihr spezielles Fressverhalten sorgen die Tiere für mehr Strukturvielfalt auf den Flächen und helfen dabei, eine Verbuschung zu verhindern. So bleiben wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen- und Tierarten erhalten.

Im Rahmen des Projekts unterstützt der LPV unter anderem die Pflege von Weideflächen, hilft bei der Wiederherstellung aufgegebener Triebwege und bringt Flächeneigentümer sowie Schäfer zusammen.

Wer sich fragt, was Schafbeweidung eigentlich so besonders macht, wie Weidetiere zur Artenvielfalt beitragen, mit welchen Problemen Schäfer heute zu kämpfen haben und wie man sie sinnvoll unterstützen kann, erhält am 1. Mai zwischen 10:00 und 17:00 Uhr am Infostand im Fränkischen Freilandmuseum Antworten.

**Quelle:** Landratsamt Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim
**Quelle und Copyright:** https://www.kreis-nea.de/amt-verwaltung/veroeffentlichungen-formulare-co/aktuelles

**Kommentar der Redaktion:**
Schafe sind eben weit mehr als flauschige Wiesenbewohner – sie sind echte Landschaftspfleger auf vier Beinen. Und ganz nebenbei zeigen solche Projekte, dass Naturschutz oft nicht nur aus großen Konzepten besteht, sondern auch aus viel täglicher Arbeit, Erfahrung und Engagement vor Ort. Wer also am 1. Mai unterwegs ist, bekommt hier nicht nur interessante Informationen, sondern vielleicht auch einen neuen Blick auf unsere Kulturlandschaft.

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Neustadt an der Aisch

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## Auf den Spuren jüdischen Lebens in Neustadt: Neue Stadtführung mit Martin Frenkler

Wie sichtbar ist jüdische Geschichte heute noch in Neustadt – und wo muss man genauer hinschauen, um ihre Spuren zu entdecken? Genau dazu lädt eine neue Themenführung des Geschichts- und Heimatvereins ein. Martin Frenkler hat sich intensiv mit der Geschichte der Juden in Neustadt beschäftigt und nimmt Interessierte bei einem rund zweistündigen Stadtspaziergang mit auf eine Reise durch viele Jahrhunderte.

Martin Frenkler machte 1980 am Friedrich-Alexander-Gymnasium sein Abitur. Schon damals blieb ihm in Erinnerung, dass sein früherer Geschichtslehrer Dr. Wolfgang Mück zu den wenigen gehörte, die auch über die jüdische Geschichte Neustadts berichteten. Später war Frenkler als Schulpfarrer und Informatiklehrer tätig. Heute lebt er im Ruhestand in Hagenbüchach und absolvierte im vergangenen Jahr die Ausbildung zum Stadtführer in Neustadt.

Weil er bei den bisherigen Angeboten eine Lücke erkannte, entwickelte er eine eigene Themenführung zur jüdischen Geschichte der Stadt. Erstmals vorgestellt wurde sie im vergangenen Jahr beim Tag des offenen Denkmals.

Für die Konzeption sichtete Frenkler umfangreiches Material. Wichtige Quellen waren dabei unter anderem Bücher von Wolfgang Mück und Ilse Vogel. Entstanden ist daraus ein informativer Rundgang, in den der Theologe nicht nur historische Fakten, sondern auch viele Grundlagen zum Judentum einfließen lässt. In diesem Jahr zog die Führung bereits Studierende aus Erlangen nach Neustadt.

Auch der Frauenclub der evangelischen Kirche aus Hagenbüchach nutzte nun die Gelegenheit zu einer Führung. Treffpunkt war an der alten Lokomotive beim Parkplatz an der Neustadthalle. Dort erklärte Frenkler zunächst, warum Juden bereits in karolingischer Zeit das Interesse Karls des Großen geweckt hatten: Sie waren europaweit über familiäre Beziehungen vernetzt, sprachen neben der jeweiligen Landessprache auch Hebräisch und häufig weitere Sprachen – wichtige Voraussetzungen für Handel und Austausch. Karl der Große stellte sie deshalb unter seinen persönlichen Schutz und gewährte ihnen besondere Rechte.

Die zweite Station war die Stadtkirche. Dort erläuterte Frenkler die Unterschiede zwischen Kirche und Synagoge und sprach über die jüdische Diaspora nach dem jüdischen Krieg von 66 bis 73 nach Christus. Dabei zog er auch Parallelen zwischen Judentum und Christentum. Sein Fazit: „Christen und Juden haben die gleichen Wurzeln“ – sie seien lediglich „anders angebogen“.

An der Lateinschule gegenüber der evangelischen Stadtkirche rückte eine bedeutende Persönlichkeit in den Mittelpunkt: Elijah Levita, 1469 in Ipsheim geboren, später auch in Neustadt lebend. Er wurde Rabbi, jüdischer Humanist und Dichter und gilt als erster Jude, der die jüdische Sprache an europäische Humanisten vermittelte. Sein Lehrbuch hatte laut Frenkler eine enorme Bedeutung: „Luther hätte ohne dieses Buch die Bibel nicht übersetzen können.“

Am Alten Schloss, dem heutigen Karpfenmuseum, berichtete Frenkler vom sogenannten Rintfleisch-Pogrom des Jahres 1298 in Franken. Außerdem ging es um Markgräfin Anna, deren Figur heute im Apothekergarten im Schlosshof zu sehen ist. Die Witwe des Markgrafen Albrecht Achilles wählte Neustadt als Witwensitz und gewährte den damals hier lebenden Juden Schutz und Sicherheit. Trotz ihrer Bedeutung etwa als Steuerzahler seien Juden jedoch immer wieder aus Städten verdrängt worden. Frenkler brachte diese widersprüchliche Entwicklung so auf den Punkt: „Christen und Juden haben sich parallel entwickelt und waren doch spinnefeind.“

Ein besonders eindringlicher Halt war die ehemalige Synagoge in der Gartenstraße. Sie wurde von der früheren jüdischen Gemeinde in Pahres errichtet, die nach Neustadt übersiedelt war. Frenkler schilderte, dass die Nationalsozialisten bereits vor Hitlers Machtergreifung die stärkste Fraktion im Neustädter Stadtrat bildeten. Für jüdische Bürgerinnen und Bürger hatte das früh spürbare Folgen – viele mussten die Stadt schon vor 1933 verlassen.

Auch die Novemberpogrome von 1938, die Zerstörung der Synagoge und die Übergriffe auf jüdische Familien in Neustadt waren Teil der Führung. Dabei übte Frenkler deutliche Kritik am heutigen Umgang mit dem Gedenken. Während es in Neustadt noch immer einen Leonhard-Bankel-Platz gebe – benannt nach dem inzwischen sehr umstrittenen früheren Bürgermeister – fehle eine sichtbare Würdigung bedeutender jüdischer Persönlichkeiten wie Elijah Levita bislang im Stadtbild.

Für den Jahrestag der Reichspogromnacht im November plant Martin Frenkler bereits einen weiteren Gedenkspaziergang. Seine Führung macht deutlich: Jüdische Geschichte in Neustadt ist nicht nur ein Kapitel der Vergangenheit – sie gehört sichtbar erinnert und erzählt.

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Neustadt an der Aisch

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## Wechsel an der Spitze der Sparkasse: Michael Berger folgt auf Gunther Frautz

Bei der Sparkasse im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim steht ein bedeutender Führungswechsel bevor: Vorstandsvorsitzender Gunther Frautz wird zum 31. August 2027 in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger steht bereits fest – und ist in der Region sowie im Haus selbst kein Unbekannter.

Wie die Sparkasse in einer Pressemitteilung informiert, hat der Verwaltungsbeirat schon jetzt Vorstandsmitglied Michael Berger zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Er wird das Amt zum 1. September 2027 übernehmen.

Mit dem Ausscheiden von Gunther Frautz wird zugleich die Zahl der Vorstandsmitglieder reduziert: Künftig wird die Sparkasse im Landkreis mit einem zweiköpfigen Vorstand geführt. Neben Michael Berger bleibt dann auch Thomas Sighart weiterhin im Vorstand.

Michael Berger kennt die Sparkasse von Grund auf. Er begann dort seine Ausbildung zum Bankkaufmann und war danach in verschiedenen Abteilungen tätig. Im Anschluss absolvierte er berufsbegleitend ein Studium an der Fernuniversität Hagen und schloss dieses als Diplom-Kaufmann sowie Diplom-Volkswirt ab. Danach war er in mehreren Funktionen in der Firmenkundenberatung im Einsatz.

Mit der frühzeitigen Entscheidung sorgt die Sparkasse für Klarheit und einen geordneten Übergang an der Spitze des Hauses. Für viele Kundinnen und Kunden im Landkreis dürfte das ein Zeichen von Kontinuität sein – gerade in Zeiten, in denen Verlässlichkeit im Finanzbereich wichtiger denn je erscheint.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Generationswechsel mit Ansage – und ohne großes Überraschungsmoment. Dass Michael Berger aus den eigenen Reihen kommt, dürfte vielen gefallen: Ausbildung im Haus, verschiedene Stationen durchlaufen, fachlich breit aufgestellt. So etwas nennt man wohl eine klassische Sparkassen-Karriere mit Heimvorteil. Für die Region ist das durchaus ein beruhigendes Signal: Die Nachfolge kommt nicht von irgendwo, sondern aus dem eigenen Stall.

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Emskirchen

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**Emskirchen verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – knapp 20 Millionen Euro für Pflichtaufgaben und Zukunftsprojekte**

Emskirchen hat seinen Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen – und das einstimmig. Noch der „alte“ Gemeinderat brachte den knapp 20 Millionen Euro umfassenden Etat unter Dach und Fach. Zum Ende der Sitzung verabschiedete Bürgermeisterin Sandra Winkelspecht zudem mehrere ausscheidende Mitglieder des Gremiums.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sprach Winkelspecht von einem soliden und ausgeglichenen Haushalt. Dieser sei das Ergebnis vorsichtiger Planung und klarer Prioritäten. Die Gemeinde wolle gezielt in die Zukunft investieren, dabei aber finanziell weiter mit Augenmaß handeln.

Zu den wichtigsten Einnahmequellen zählt in Emskirchen die Beteiligung an der Einkommensteuer. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 200.000 Euro auf etwa 4,9 Millionen Euro. Hinzu kommen Gewerbesteuer, Grundsteuern und Schlüsselzuweisungen. Auf der anderen Seite belastet die Kreisumlage den Gemeindeetat weiterhin deutlich.

Die Bürgermeisterin machte zugleich klar, dass die kommenden Jahre keineswegs einfacher werden. Zwar sei der Haushaltsausgleich 2026 gelungen, dennoch müsse die Gemeinde weiter sehr vorsichtig mit ihren Finanzen umgehen. Man müsse künftig eher mit stagnierenden oder sinkenden Einnahmen rechnen, während die Ausgaben weiter steigen. Besonders bei der Kinderbetreuung, der schulischen Infrastruktur und beim Unterhalt gemeindeeigener Einrichtungen seien höhere Kosten absehbar.

Für 2026 stehen mehrere wichtige Projekte auf der Agenda. Geplant sind unter anderem der Ausbau der Mittagsbetreuung, die Sanierung der Bahnhofstraße mit Umbau des Kreuzungsbereichs, die Entsiegelung und Neugestaltung des Osingwegs, die Umfahrung der Bürgerhalle sowie Grundstückskäufe für künftige Wohnbaugebiete. Nach den Worten von Winkelspecht sind diese Maßnahmen notwendig und spiegeln die realen Herausforderungen wider, vor denen die Gemeinde steht.

Auch Kämmerin Kerstin Röschlein ging auf die finanzielle Lage ein. In ihrem Überblick über das Zahlenwerk verwies sie auf die hohen Ausgaben im Verwaltungshaushalt. Zwar entwickle sich die Gewerbesteuer derzeit noch positiv, langfristig müsse jedoch mit einem Rückgang gerechnet werden. Zudem warf sie einen Blick auf den Schuldenstand der Gemeindewerke: Dieser lag zum Jahresende 2025 bei 5,39 Millionen Euro und wird sich durch eine geplante Kreditaufnahme von rund einer Million Euro weiter erhöhen.

Für die SPD sprach in der Sitzung letztmals Fraktionssprecher Christian Pöschl – zugleich stellvertretend für alle Fraktionen im Gremium. Er und seine Partei werden dem neuen Gemeinderat nicht mehr angehören. Pöschl hob hervor, dass der Haushalt der Gemeinde ohne neue Kreditaufnahmen auskommt. Das sei kein Selbstläufer, sondern Ausdruck verantwortungsvoller Finanzpolitik.

Ein großer Teil des Haushalts fließe in Pflichtaufgaben wie Schulen, Kindertagesstätten, Straßen, Feuerwehr und Verwaltung. Diese Bereiche seien grundlegende Bausteine für ein funktionierendes Gemeinwesen. Besonders wichtig sei auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach der Schule, auf die viele Familien angewiesen seien. Hier werde nicht nur in Vereinbarkeit von Familie und Beruf investiert, sondern auch in Chancengleichheit und Bildung.

Als weiteren wichtigen Punkt nannte Pöschl die Nutzung des Gemeindewaldes. Damit leiste Emskirchen einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Landschaftspflege und zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen.

Den verabschiedeten Haushalt bezeichnete Pöschl abschließend als verantwortungsvoll, mit viel Augenmaß und einem klaren Blick auf das Wesentliche. Mit einem augenzwinkernden Schlusssatz sagte er, viele Gemeinden würden Emskirchen wohl um einen so soliden, unspektakulären und im besten Sinne „langweiligen“ Haushalt beneiden.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Haushalt, der keine großen Schlagzeilen produziert, ist oft genau der Haushalt, den sich viele Kommunen wünschen. In Zeiten steigender Kosten und unsicherer Einnahmen ist „langweilig“ bei den Finanzen nämlich fast schon ein Kompliment. Und wenn am Ende noch ohne neue Kredite für den Gemeindehaushalt geplant werden kann, dann zeigt das: In Emskirchen wird nicht mit der Gießkanne verteilt, sondern eher mit dem Taschenrechner regiert.

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Neustadt an der Aisch

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# „Willkommen in Deutschland“?! – Erfahrungen aus Scheinfeld sollen Kommunen im Landkreis helfen

Was tun, wenn plötzlich viele Geflüchtete vor Ort ankommen – und vieles schnell, pragmatisch und menschlich organisiert werden muss? Genau darüber haben Bernd Klatt und Thomas Kreitschmann vom Helferkreis Asyl der Stadt Scheinfeld jetzt bei der Bürgermeisterdienstversammlung im Neustädter Landratsamt gesprochen. Ihre Botschaft: Die nächste Flüchtlingslage kann jederzeit kommen – und dann hilft vor allem eines: vorbereitet sein.

Auch wenn die Notunterkunft für Asylsuchende in Scheinfeld bereits im September 2025 aufgelöst wurde, ist das Thema für die beiden Ehrenamtlichen längst nicht abgeschlossen. Mit Blick auf die weltweiten Krisen – etwa im Iran, im Gaza-Streifen, im Jemen oder im Sudan – sei klar, dass die Lage keineswegs dauerhaft entspannt ist.

Bei der Versammlung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim gaben Klatt und Kreitschmann ihre Erfahrungen aus der praktischen Flüchtlingshilfe weiter. In Scheinfeld habe man damals viele Notsituationen erlebt – oft unvorbereitet und unter großem Zeitdruck. Dass die Stadt dadurch einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen würde, habe im Vorfeld kaum jemand erwartet.

Um andere Kommunen für mögliche ähnliche Situationen besser zu wappnen, brachten die beiden eine Broschüre mit in den Sitzungssaal. Sie trägt im Kern eine zentrale Frage: „Wie kann ich Geflüchtete sinnvoll unterstützen?“ Darin haben sie praktische Erfahrungen, Hinweise und Lösungsansätze aus der Scheinfelder Arbeit zusammengefasst.

Besonders deutlich wurde dabei: Die Ausgangslage ist für alle Beteiligten schwierig. Viele Geflüchtete kommen zunächst in Gemeinschaftsunterkünften unter, ohne sofortige Perspektive auf Arbeit oder eigenen Wohnraum. Gleichzeitig ist zu Beginn oft noch unklar, ob und wann ein Asylantrag bewilligt wird. Nach Ansicht des Helferkreises hängt ein gelingender Start in Deutschland aber vor allem an zwei Punkten: Sprachkenntnissen und dem Verständnis für die hiesige Kultur und Abläufe.

In Scheinfeld setzte man deshalb früh auf ein funktionierendes Netzwerk. Ziel war es, Probleme im Zusammenleben möglichst rasch zu erkennen und zu lösen. Die Devise lautete laut Helferkreis: nicht warten, sondern anpacken. Auch wenn nicht alles zufriedenstellend verlaufen sei und es Rückschläge gegeben habe, ziehen die Ehrenamtlichen insgesamt ein positives Fazit. Der Einsatz für ein friedliches und gerechtes Miteinander von Scheinfelder Bürgern und den Menschen in der Notunterkunft habe sich gelohnt.

Wichtig war dabei vor allem die Zusammenarbeit vieler Stellen: Sicherheitsbehörden, Kommune, Landratsamt und Ehrenamtliche arbeiteten in Scheinfeld eng zusammen. Dafür wurden verschiedene Kommunikationskreise gegründet. Ebenso entscheidend sei gewesen, die Zuständigkeiten auch für die Asylsuchenden selbst transparent zu machen.

Die Broschüre greift deshalb viele ganz praktische Fragen auf: Wie sieht eine Aufenthaltsgestattung aus? Was ist zu tun, wenn ein wichtiges Dokument verloren geht? Wie kommt man von Scheinfeld in andere Orte – und möglichst günstig? Wo befindet sich das Fundbüro? An wen wendet man sich, wenn im Zug etwas verloren wurde? Und ganz wesentlich: Was ist bei Krankheit zu tun?

Zusätzlich enthält das Heft eine Handreichung mit wichtigen Erläuterungen in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch. Mit Schaubildern und verständlich aufbereiteten Informationen sollen erste Hürden im Alltag abgebaut werden. Auch Ansprechpartner – von der Polizei bis zu Sportvereinen – sind aufgeführt. Zudem wurden Hinweise zu Aufenthaltsrecht, Arbeit und Ausbildung aufgenommen.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigten sich teils überrascht, wie viele ganz grundlegende Informationen für neu angekommene Menschen im Alltag entscheidend sind – und wie hilfreich klare, einfache Orientierung sein kann.

Angesichts der weltweiten Krisen nahmen die Rathauschefs die Broschüre „Wie kann ich helfen – Erfahrungen für Helfer“ daher mit großem Interesse entgegen. Sie erhebt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, kann im Ernstfall aber eine wertvolle Unterstützung für Kommunen und Ehrenamtliche sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Integration beginnt nicht erst beim Sprachkurs oder auf dem Arbeitsmarkt – sie beginnt oft schon bei den ganz einfachen Fragen des Alltags: Wo muss ich hin? Wer hilft mir? Wie funktioniert das hier überhaupt? Genau deshalb sind solche Erfahrungsberichte aus der Praxis so wertvoll. Sie ersetzen keine große Politik, aber sie helfen vor Ort ganz konkret weiter. Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen Chaos und einem halbwegs geordneten Start.

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## Stadtkapelle Frankenland hat neuen Dirigenten: Premiere beim Frühlingsfest in Neustadt

Die Stadtkapelle Frankenland in Neustadt schlägt ein neues musikalisches Kapitel auf: Mit Étienne Lemieux-Després übernimmt ein international erfahrener Musiker den Taktstock. Seine erste große Bewährungsprobe vor Publikum steht schon bald an – und die dürfte für viele Musikfreunde aus der Region besonders spannend werden.

Der neue Dirigent der Stadtkapelle Frankenland heißt Étienne Lemieux-Després. Der 33-Jährige stammt aus dem kanadischen Montreal, spricht fließend Deutsch und bringt reichlich Erfahrung aus der internationalen Musikszene mit. Seine Premiere in Neustadt feiert er am Sonntag, 3. Mai, im Rahmen des Frühlingsfestes auf dem Neustädter Marktplatz. Dort wird die Stadtkapelle von 13 bis 18 Uhr zu hören sein.

Aktuell arbeitet Lemieux-Després an einem Opernprojekt am Opernhaus Zürich. Wie er im Gespräch mit der Redaktion erklärte, ist er dort als Assistent bei Mozarts letzter Oper „La Clemenza di Tito“ tätig.

Seine musikalische Ausbildung begann in seiner Heimatstadt Montreal, wo er einen Bachelor im Fach Klavier absolvierte. Ab 2017 setzte er seine Studien in Deutschland fort: An der Hochschule für Musik in Nürnberg machte er seinen Master als Orchesterdirigent und Chorleiter. Sein Familien-Doppelname bedeutet übrigens sinngemäß „Der Beste in den Feldern“.

Beruflich führte ihn sein Weg bereits an namhafte Häuser und Projekte. 2020 war sein erster Vertrag als Assistent bei der Mozartwoche in Salzburg, wo er bei Richard Strauss’ Oper „Ariadne auf Naxos“ mitwirkte. Auch an der Deutschen Oper in Hamburg sammelte er Erfahrungen. Darüber hinaus war er laut eigener Aussage bereits in Frankreich, Spanien und Asien tätig. In Franken arbeitet er derzeit mit dem Orchester-Klub Nürnberg 1893, dem ältesten Laiensymphonieorchester der Stadt. Außerdem leitet er den Kammerchor in Landsberg am Lech.

Auf die Stelle in Neustadt wurde er über eine Ausschreibung des Nordbayerischen Musikbundes aufmerksam. An der Stadtkapelle Frankenland schätzt er besonders „eine besondere Energie und eine starke Organisation“.

Dass er heute so sicher Deutsch spricht, kommt nicht von ungefähr: Schon in Kanada hatte er drei Jahre lang Deutsch gelernt. Für ihn sei klar gewesen, dass man klassische Musik kaum ernsthaft studieren und unterrichten könne, ohne die deutsche Sprache zu beherrschen. Unterstützung bekam er dabei wohl auch durch seine deutsch-französische Ehefrau.

Auch die Stadtkapelle selbst ging bei der Suche nach einem neuen Dirigenten sehr strukturiert vor. Vorsitzender Bastian Kistner berichtete von einem genauen Auswahlverfahren. Insgesamt gab es drei Bewerber – was laut Kistner in der heutigen Zeit durchaus bemerkenswert sei, da es für Laienorchester zunehmend schwierig werde, professionelle Dirigenten für solche Aufgaben zu gewinnen.

Alle Kandidaten wurden zu einem Probedirigat eingeladen. Dabei mussten sie jeweils fast zwei Stunden lang mit den Musikerinnen und Musikern der Kapelle verschiedene Stücke einstudieren. Im Anschluss wurden die Mitglieder der Stadtkapelle in einer offenen Gesprächsrunde aktiv in die Entscheidung eingebunden.

Am Ende stimmten die Musikerinnen und Musiker über ihren Favoriten ab. Rund 60 Prozent der Stimmen entfielen auf Étienne Lemieux-Després. Für den Vorstand war das eine absolute Mehrheit und zugleich ein deutliches Signal.

Bastian Kistner nennt mehrere Gründe für die Entscheidung: Zum einen überzeuge Lemieux-Després mit seiner großen Begeisterungsfähigkeit – sowohl am Dirigentenpult als auch im persönlichen Umgang. Es gelinge ihm hervorragend, seine Freude an der Musik auf das Orchester zu übertragen. Zum anderen passe er mit seiner offenen und herzlichen Art auch menschlich sehr gut zur Stadtkapelle. Hinzu komme seine hohe fachliche Qualifikation. Der Vorstand ist überzeugt, dass mit ihm der hohe musikalische Standard der vergangenen Jahre nicht nur gehalten, sondern weiterentwickelt werden kann.

Eine wichtige Rolle bei der Suche nach dem Nachfolger spielte auch der bisherige Dirigent Matthias Eckart. Er unterstützte die Stadtkapelle aktiv, war bei den Probedirigaten als Bewerter dabei und wirkte gemeinsam mit dem Vorstand an der finalen Entscheidung mit. Eckart selbst wird die Stadtkapelle Frankenland am Samstag, 25. April, ein letztes Mal dirigieren. Das Abschiedskonzert in der NeuStadtHalle beginnt um 19.30 Uhr.

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Kanadier mit perfektem Deutsch, Opernerfahrung aus Zürich und Salzburg und jetzt am Dirigentenpult in Neustadt – das klingt schon fast wie ein kultureller Hauptgewinn mit fränkischer Zugabe. Für die Stadtkapelle Frankenland ist die Verpflichtung ein starkes Signal. Und wer weiß: Vielleicht steckt im Namen „Der Beste in den Feldern“ ja wirklich ein gutes Omen – zumindest musikalisch stehen die Zeichen in Neustadt klar auf Aufschwung.

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**Babypflegekurs in Diespeck: KoKi macht werdende Eltern „startklar fürs Baby“**

Die Vorfreude auf das Baby ist riesig – doch mit dem neuen Familienmitglied kommen auch viele ganz praktische Fragen auf junge Familien zu. Genau hier setzt ein Babypflegekurs in Diespeck an, den die KoKi des Landratsamts Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim gemeinsam mit dem Familienstützpunkt Diespeck anbietet.

Unter dem Titel **„STARTKLAR FÜRS BABY!“** findet am **Donnerstag, 2. Juli 2026, von 9:30 bis etwa 13:30 Uhr** ein vierstündiger Kurs im **evangelischen Gemeindehaus Diespeck, Am Kirchberg 10, 91456 Diespeck** statt.

Im Kurs erhalten werdende Eltern viele hilfreiche Informationen und praktische Tipps für den Alltag mit einem Neugeborenen. Themen sind unter anderem **Wickeln, Baden, Körperpflege, Anziehen, Stillen oder Fläschchen geben, Schlafen** sowie das **richtige Halten eines Babys**. Begleitet wird der Kurs von einer erfahrenen **Familienhebamme** und einer **Fachkraft der KoKi**.

Auch die Praxis kommt nicht zu kurz: Mit Hilfe von Puppen können Handgriffe direkt ausprobiert und geübt werden. Natürlich bleibt dabei auch genügend Zeit für persönliche Fragen, die werdende Eltern rund um die erste Zeit mit dem Baby beschäftigen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb ist eine **Anmeldung unbedingt erforderlich**. Willkommen sind nicht nur werdende Mütter und Väter, sondern auch **Paare gemeinsam** sowie **werdende Omas und Opas**, die ihr Wissen auffrischen möchten.

**Anmeldung bei der KoKi:**
Telefon: **09161 92-2541**
E-Mail: **koki@kreis-nea.de**

**Kommentar der Redaktion:**
Ein Angebot, das im Alltag wirklich helfen kann – denn zwischen Vorfreude, Babyzimmer und Namenssuche merkt man oft erst spät, wie viele ganz praktische Dinge mit einem Neugeborenen plötzlich wichtig werden. Und ja: Ein Baby richtig zu halten, sieht oft leichter aus, als es am Anfang tatsächlich ist. Umso besser, wenn man das vorher schon einmal üben kann.

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# Aufhübschung für die Wilhelmstraße

In der Wilhelmstraße wird seit kurzem gebaut: Im vorderen Bereich der Neustädter Haupteinkaufsstraße laufen die Arbeiten zur Erneuerung der Gehsteige. Für Fußgänger bedeutet das aktuell Umleitungen und etwas weniger Platz auf der Fahrbahn – langfristig soll die Straße damit aber sicherer und optisch ansprechender werden.

Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss des Neustädter Stadtrats aus dem Januar 2025. Damals hatte die CSU-Fraktion beantragt, das teilweise unebene und in die Jahre gekommene Pflaster in der Wilhelmstraße zu erneuern. Begründet wurde das unter anderem mit Stolperfallen und einem wenig attraktiven Erscheinungsbild. Im Stadtrat gab es zwar grundsätzlich Zustimmung, allerdings auch Kritik: Vor allem aus der SPD kam der Einwand, dass die Pflasterarbeiten nicht isoliert betrachtet werden sollten.

Die dritte Bürgermeisterin Heike Gareis hatte sich damals für ein umfassendes Gesamtkonzept zur Aufwertung des innerstädtischen Straßenraums ausgesprochen – mit Blick auf Begrünung, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit. Die CSU hielt dagegen, dass ein solches Konzept angesichts der finanziellen Lage der Stadt wohl noch auf sich warten lassen würde und die bestehenden Schäden deshalb nicht länger liegen bleiben sollten. Am Ende wurde der Antrag mit 17 zu 7 Stimmen beschlossen.

Mit einer schnellen Umsetzung bis zum Heimatfest 2025 wurde es dann allerdings nichts. Vertreter des städtischen Bauamts erklärten nun vor Ort, dass der Auftrag erst im Herbst 2025 vergeben werden konnte und die beauftragte Firma aus Losaurach erst jetzt mit den Arbeiten begonnen hat.

Geplant ist, auf der südlichen Seite der Wilhelmstraße – beginnend am Plärrer – die alten Platten auszubauen und durch neues Pflaster zu ersetzen. Schritt für Schritt arbeiten sich die Bauarbeiter dann in Richtung Marktplatz vor. Ein Bereich vor dem Eckgebäude, in dem sich bis vor wenigen Monaten noch ein Juwelier befand, bleibt zunächst außen vor. Dort ist nach Angaben der Stadt eine umfassende Sanierung oder ein Umbau angekündigt, weshalb eine sofortige Pflasterung wenig sinnvoll wäre.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der südliche Gehsteig im Juni fertig sein. Dabei muss die Stadt allerdings auch Rücksicht auf angekündigte Fassadenarbeiten nehmen: Zwischen der Bäckerei am Plärrer und der Einmündung in die Nürnberger Straße sollen in den nächsten Wochen noch zwei Gerüste aufgestellt werden. Im weiteren Bauverlauf sollen Fußgänger nicht mehr auf die Straße umgeleitet werden müssen – dann sollen abschnittsweise die Parkbuchten als Ausweichfläche genutzt werden. Dafür werden jedoch jeweils einige Parkplätze vorübergehend entfallen.

Im Juli soll dann die nördliche Seite der Wilhelmstraße an die Reihe kommen. Ein kleiner Abschnitt vor dem Tacco und einem Nachbargebäude muss dabei nicht mehr bearbeitet werden, weil dieser im Zuge der Glasfaserverlegung bereits neu und laut Bauamt „sehr ordentlich“ gepflastert wurde.

Bis Ende August oder Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 1.200 Quadratmeter Gehweg neu gepflastert. Die Kosten liegen laut Vergabepreis bei knapp 178.000 Euro.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal mahlen die Mühlen der Kommunalpolitik eben etwas langsamer als ein Presslufthammer. Aber: Lieber spät ordentlich gepflastert als dauerhaft über schiefe Platten gestolpert. Wenn am Ende die Wilhelmstraße sicherer wird und auch noch besser aussieht, ist das für Neustadt sicher keine schlechte Investition – auch wenn der Weg dorthin fast so lang war wie manche Diskussion im Stadtrat.

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# Nach fast 80 Jahren: SPD verabschiedet sich aus dem Emskirchner Marktgemeinderat

Ein stiller, aber geschichtsträchtiger Moment spielte sich am 17. April im Sitzungssaal des Emskirchner Rathauses ab: Nach fast 80 Jahren endet die kommunalpolitische Arbeit der SPD im Marktgemeinderat – zumindest vorerst. Damit geht ein Stück politischer Geschichte der Marktgemeinde zu Ende.

Am Ende der Sitzung ergriff Fraktionssprecher Christian Pöschl das Wort. Seine Rede war weit mehr als ein formeller Abschied: Sie war Rückblick, Dank und auch ein Moment der Wehmut.

„Heute ist für uns ein besonderer Tag“, sagte Pöschl und bestätigte damit, was sich bereits abgezeichnet hatte: Die SPD wird bei der kommenden Kommunalwahl in Emskirchen nicht mehr antreten. Der Grund sei nicht fehlendes Engagement oder ein Mangel an Ideen, sondern ganz schlicht die Tatsache, dass nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten gefunden werden konnten.

Ein sachlicher Grund – mit weitreichender Bedeutung.

Denn über nahezu acht Jahrzehnte hinweg war die SPD fester Bestandteil des Marktgemeinderats in Emskirchen. Auch ohne eigenen Bürgermeister stellte sie über all die Jahre eine politische Kraft dar, die mitdiskutierte, mitentschied und Mitverantwortung für die Entwicklung der Gemeinde übernahm. „Wir haben die Entwicklung unserer Gemeinde mitgestaltet“, so Pöschl.

Der Abschied erfolgte ohne laute Töne und ohne Bitterkeit. Stattdessen stand der Dank im Mittelpunkt: an frühere und aktuelle Wegbegleiter, an die Verwaltung, an die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen und besonders an die Bürgerinnen und Bürger, die der SPD über Jahrzehnte hinweg ihr Vertrauen geschenkt hatten.

Ganz schließen wollte Pöschl die Tür allerdings nicht. In seiner Rede machte er deutlich, dass er auf eine Rückkehr der SPD in einigen Jahren hofft. Denn politische Vielfalt, unterschiedliche Sichtweisen und auch sachliche Reibung seien wichtige Grundlagen einer lebendigen Demokratie.

Mit dem Willy-Brandt-Zitat „Mehr Demokratie wagen“ schlug er schließlich den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft.

So bleibt nach dieser Sitzung mehr als nur das Ende einer Fraktion. Es bleibt die Erkenntnis, dass in Emskirchen ein bedeutendes Kapitel kommunalpolitischer Geschichte zu Ende geht.

**Kommentar der Redaktion:**
Fast 80 Jahre im Marktgemeinderat – das ist keine Randnotiz, das ist ein echtes Stück Emskirchner Geschichte. Parteien kommen und gehen, Mehrheiten wechseln, Themen ändern sich – aber über so einen langen Zeitraum dabei zu sein, verdient Respekt. Und wer Kommunalpolitik kennt, weiß: Das ist selten Glamour, oft zähe Arbeit, viele Sitzungen und manchmal Diskussionen über Dinge, bei denen man sich fragt, warum ein Bordstein mehr Emotionen auslösen kann als ein Bundestagswahlkampf. Gerade deshalb ist es schade, wenn politische Vielfalt vor Ort kleiner wird. Demokratie lebt eben nicht davon, dass alle einer Meinung sind – sondern dass überhaupt noch genug Leute mitmachen.

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**Landkreis veröffentlicht neuen „#überblick“: Rückblick auf 2025 und Ausblick auf 2026 in einem Heft**

Was hat den Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim im vergangenen Jahr bewegt – und welche Projekte stehen als Nächstes an? Genau darauf gibt der neue **„#überblick 2025/2026“** Antworten. Das bisher bekannte Format des Jahresrückblicks wurde erweitert und erscheint nun erstmals als Wendeheft mit **Jahresrückblick und Projektausblick** in einem.

Auf insgesamt **68 Seiten** werden die wichtigsten Themen und Ereignisse zusammengefasst, die aus Sicht des Landkreises das Jahr 2025 geprägt haben und das laufende Jahr 2026 bestimmen. Passend zum Landkreismagazin **#durchblick** trägt die neue Veröffentlichung nun den Titel **#überblick**.

Im Teil zum **Jahresrückblick 2025** finden sich neben einer Chronologie des gesamten Jahres auch verschiedene **Top-Themen**. Dazu zählen unter anderem Neuigkeiten aus der Öffentlichkeitsarbeit, der **Energienutzungsplan Plus**, Aufgaben und Einsätze im **Katastrophenschutz** sowie der **Umzug in die neuen Räumlichkeiten**.

Der **Projektausblick 2026** wirft den Blick nach vorne. Auch hier werden zentrale Themen besonders hervorgehoben. Genannt werden unter anderem die **interkommunale Zusammenarbeit**, das **Berufsschulzentrum Bad Windsheim**, die Bereiche **„Das Amt wird smarter“** und **„Wirtschaft stärken“**. Als besonderes Highlight wird zudem die **Landesgartenschau** genannt.

Wer sich für den neuen **#überblick 2025/2026** interessiert, kann das Heft **kostenlos** beim Landratsamt anfordern – telefonisch unter **09161 92-1006** oder per E-Mail an **anne.wagner@kreis-nea.de**. Außerdem ist die Broschüre online abrufbar unter:
**https://www.kreis-nea.de/amt-verwaltung/veroeffentlichungen-formulare-co/ueberblick**
Zusätzlich liegt sie auch im **Foyer des Landratsamtes** aus.

**Kommentar der Redaktion:**
So ein Überblick ist durchaus praktisch – gerade in Zeiten, in denen man oft nur Schlagzeilen mitbekommt, aber selten den ganzen Zusammenhang. Und wenn ein Amt schon „smarter“ werden will, schauen wir natürlich besonders genau hin. Vielleicht wird ja irgendwann sogar der Behördengang so einfach wie ein Kaffeeholen in der Pause. Bis dahin ist der #überblick auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, sich kompakt über das Geschehen im Landkreis zu informieren.

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# Diespeck: Kamelhügel zwischen Dettendorfer Straße und Schleifmühlstraße gesperrt

Wer derzeit in Diespeck unterwegs ist, muss sich auf eine weitere Einschränkung im Straßenverkehr einstellen: Der sogenannte Kamelhügel zwischen der Dettendorfer Straße und der Schleifmühlstraße ist während der Vollsperrung der B470 ebenfalls für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Maßnahme wurde laut Gemeinde nicht leichtfertig getroffen, sondern dient dem Schutz der Fahrbahn.

Hintergrund ist die Sorge, dass der Straßenabschnitt ohne Sperrung in den kommenden Wochen massiv als Ausweichstrecke genutzt worden wäre. Nach Einschätzung der Gemeinde hätte das zu starken Schäden an der Fahrbahn führen können – mit der Folge, dass einfache Reparaturen nicht mehr ausgereicht hätten. Stattdessen wäre dann wohl eine komplette und entsprechend kostenintensive Sanierung notwendig geworden.

Der Wunsch nach dieser Maßnahme kam dabei auch aus dem Gemeinderat. Die Gemeinde bittet die Bürgerinnen und Bürger deshalb ausdrücklich um Verständnis und darum, die Sperrung konsequent zu beachten. Wie mitgeteilt wurde, wird die Einhaltung aktuell regelmäßig von der Polizei kontrolliert.

Wichtig für Verkehrsteilnehmer: Der bereits sanierte Streckenabschnitt zwischen der Schleifmühlstraße und dem Gewerbegebiet Kleinerlbach bleibt weiterhin für den Verkehr bis 7,5 Tonnen freigegeben.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal ist eine Straßensperrung eben genau das, was eine Straße davor bewahrt, später komplett erneuert werden zu müssen. Klingt erst einmal unpraktisch, spart am Ende aber oft viel Geld, Nerven und Baustellenzeit. Oder anders gesagt: Lieber jetzt ein Umweg als später die nächste Dauerbaustelle direkt vor der Haustür.

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## Raubüberfall in Herzogenaurach: Täter setzt Pfefferspray ein

Ein spektakulärer Raubüberfall im Nachbar-Landkreis hat am Dienstagvormittag in Herzogenaurach für große Aufregung gesorgt. Zwei maskierte Männer stürmten ein Juweliergeschäft in der Hauptstraße, gingen mit Pfefferspray gegen die Angestellten vor und flüchteten anschließend mit Bargeld und Schmuck. Die Polizei reagierte sofort mit einem Großaufgebot.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat gegen 10 Uhr. Unmittelbar nach dem Überfall wurde eine umfangreiche Fahndung eingeleitet, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger konnte noch in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Bei ihm fanden die Einsatzkräfte mutmaßliches Diebesgut sowie Pfefferspray.

Nach dem zweiten Täter wird derzeit weiterhin gesucht.

Die beiden betroffenen Beschäftigten des Juweliergeschäfts wurden bei dem Überfall leicht verletzt und mussten medizinisch versorgt werden. Wie hoch der entstandene Schaden durch die geraubten Wertgegenstände und das Bargeld ausfällt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Wegen der laufenden Ermittlungen bittet die Polizei mögliche Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei den zuständigen Ermittlungsbehörden zu melden.

**Hinweis der Redaktion:** Ein „Like“ unter diesem Bericht bedeutet nicht, dass jemand die Tat gutheißt. Es heißt lediglich: **„Like“ = lesenswerter Bericht.**

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Neuhof an der Zenn

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# Aus dem Rathaus Neuhof an der Zenn: Gemeinsam durch besondere Zeiten

Ein Abschnitt geht zu Ende, der vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird: In Neuhof an der Zenn wurden Mitglieder des Gemeinderats verabschiedet, die in einer besonders herausfordernden Zeit Verantwortung übernommen haben. Zwischen Pandemie, Krisen und wichtigen Entscheidungen für die Gemeinde war diese Amtszeit alles andere als gewöhnlich.

Im Rathaus Neuhof an der Zenn wurde auf die Amtszeit 2020 bis 2026 zurückgeblickt. Bürgermeister und Verwaltung würdigten dabei das Engagement der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Gemeinde mitgestaltet haben. Die vergangenen Jahre waren geprägt von außergewöhnlichen Umständen, die auch auf kommunaler Ebene viel Einsatz, Flexibilität und Zusammenhalt erforderten.

Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich oft besonders deutlich, wie wichtig das Ehrenamt und die Bereitschaft sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Entscheidungen im Gemeinderat betreffen nicht nur Zahlen und Projekte, sondern ganz konkret das Leben vor Ort – von Infrastruktur über Kinderbetreuung bis hin zum gesellschaftlichen Miteinander.

Mit der Verabschiedung wurde deshalb nicht nur ein formaler Schlussstrich unter eine Amtszeit gezogen, sondern auch ein Dank ausgesprochen an alle, die sich in diesen Jahren für Neuhof an der Zenn eingebracht haben.

Quelle: Gemeinde Neuhof an der Zenn
Bild: Rathaus Neuhof an der Zenn

**Kommentar der Redaktion:**
Kommunalpolitik ist oft nicht die lauteste Bühne – aber eine der wichtigsten. Denn hier wird nicht für Schlagzeilen gearbeitet, sondern für den Ort, in dem man selbst einkauft, spazieren geht oder im Stau vor der Baustelle steht, über die man vorher im Rat abgestimmt hat. Wer sich in solchen Jahren engagiert, verdient Anerkennung – auch dann, wenn nicht jede Entscheidung überall Applaus bekommt.

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**Landkreis vor neuer Weichenstellung: Weniger Stellvertreter im Landratsamt – und zwei wichtige Straßensanierungen auf dem Weg**

Kurz vor dem Ende der alten Kreistagsperiode ist im Landratsamt noch einmal Bewegung in mehrere Themen gekommen. Überraschend wurde in der letzten Sitzung die Frage aufgeworfen, ob der Landrat künftig überhaupt noch drei Stellvertreter braucht. Gleichzeitig stellte der Kreistag die Weichen für die Sanierung zweier maroder Straßen im Landkreis. Und auch der neue Landkreiswein wurde vorgestellt.

Für eine unerwartete Debatte sorgte FWG-Kreisrat Harald Trabert. Unter dem Punkt „Anfragen“ wollte er wissen, ob es angesichts der angespannten Finanzlage von Kommunen und Landkreis wirklich weiterhin drei Stellvertreter für den Landrat brauche. Aus seiner Sicht sei es durchaus überlegenswert, einen oder sogar zwei dieser Posten einzusparen. Das würde Geld sparen und zugleich ein sichtbares Signal nach außen senden: Auch der Landkreis spart.

In den vergangenen sechs Jahren waren Reinhard Streng (FWG), Hans Herold (CSU) und Ruth Halbritter (Grüne) die Stellvertreter zunächst von Landrat Helmut Weiß und danach auch von dessen Nachfolger Dr. Christian von Dobschütz. Nach Informationen der Redaktion würden zumindest Streng und Herold diese Aufgaben gerne weiter übernehmen. Ob Landrat von Dobschütz an der bisherigen Besetzung festhalten möchte, ist derzeit noch offen.

Üblicherweise benennt der Landrat in der konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags seine Wunschkandidaten, über die das Gremium dann einzeln abstimmt. Diese Sitzung ist für Freitag, 22. Mai, um 9 Uhr angesetzt.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz zeigte sich von dem Vorstoß Traberts sichtlich überrascht. Er machte deutlich, dass es bei diesem Thema sowohl Argumente dafür als auch dagegen gebe. Zugleich betonte er, man solle die Aufgabenfülle eines Landrats nicht unterschätzen. Seine drei Stellvertreter seien mit Terminen „durchaus gut ausgelastet“.

Kritik an der vorgezogenen Debatte kam von Gabi Schmidt (UWG). Die Landtagsabgeordnete verwies darauf, dass diese Diskussion nach der Bayerischen Landkreisordnung Sache des neu gewählten Kreistags sei. Man solle das Ergebnis der Wahl respektieren und die Entscheidung nicht vorwegnehmen.

Auch AfD-Kreisrätin Anni Benedikt meldete sich zu Wort. Sie äußerte die Sorge, eine mögliche Verringerung der Zahl der Stellvertreter könne auch dazu dienen, der AfD einen möglichen Posten zu verwehren. Der Landrat wies das zurück. Es sei aktuell noch nichts beschlossen worden, vielmehr gehe es lediglich um eine Anregung. Zudem würden die Stellvertreter vom Kreistag gewählt – das gelte selbstverständlich auch für mögliche Kandidaten anderer Fraktionen, also auch der AfD.

Während die Frage nach den Stellvertretern zunächst offenbleibt, traf der „alte“ Kreistag noch zwei konkrete Entscheidungen zur Infrastruktur. So wurde der Landrat ermächtigt, jeweils das wirtschaftlich günstigste Angebot für den Ausbau der Staatsstraße 2256 von Münchhof nach Burghöchstadt im Bauabschnitt III sowie für die Kreisstraße 19 von Bräuersdorf nach Hagenbüchach anzunehmen und die Aufträge zu vergeben.

Besonders dringlich ist die Sanierung der Kreisstraße zwischen Bräuersdorf und Hagenbüchach. Niko Schwarz vom Tiefbauamt des Landkreises bezeichnete sie in der Sitzung sogar als die „schlechteste Kreisstraße, die wir momentan haben“. Zahlreiche Risse, Setzungen und beschädigte Bankette prägen dort das Bild. Vor allem im Begegnungsverkehr müssten Lastwagen immer wieder ausweichen, was die Schäden weiter verschärfe.

Geplant ist deshalb ein kompletter Neuaufbau des nicht mehr tragfähigen Fahrbahnaufbaus. Außerdem soll die Straße auf sechs Meter verbreitert und die Linienführung verbessert werden. Nach Angaben des Landkreises werden derzeit noch letzte Grundstücksfragen geklärt. Danach könnte die Maßnahme starten.

Auch bei der Staatsstraße 2256 gibt es nun Bewegung. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Abschnitte Burghaslach bis Freihaslach sowie Freihaslach bis Münchhof saniert wurden, sah es lange so aus, als könne der dritte Abschnitt in diesem Jahr aus formalen und finanziellen Gründen nicht mehr umgesetzt werden. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen offenbar geändert.

Sobald die letzten naturschutzrechtlichen Fragen – unter anderem zum Thema Zauneidechse – geklärt sind, soll auch dort gebaut werden. Auf einer Länge von 1560 Metern ist ebenfalls eine Verbreiterung auf sechs Meter vorgesehen. Darüber hinaus wird der in weiten Teilen rissige und nicht frostsichere Belag erneuert.

Etwas leichter wurde es in der Sitzung dann beim Thema Landkreiswein. Der diesjährige Landkreiswein wurde vorgestellt, was Landrat von Dobschütz als Zeichen der Unterstützung für die Winzer in der Region wertete.

Ausgewählt wurde ein trockener Silvaner vom Weigenheimer Winzer Thomas Weidt. Er betreibt Weinbau auf 1,1 Hektar im Nebenerwerb und stellte seinen Betrieb persönlich vor. Seinen Silvaner beschrieb er als klassischen Franken, der alles andere als langweilig sei und „Frische ins Glas“ bringe. Damit, so seine Hoffnung, könne vielleicht auch wieder gute Laune in den Sitzungssaal einziehen.

Wie üblich stellte auch der Bürgermeister der Herkunftsgemeinde den Ort kurz vor. Weigenheims Bürgermeister Rainer Mayer sorgte dabei mit einer kleinen, augenzwinkernden Bemerkung für Aufmerksamkeit: Den Ortsteil Reusch bezeichne man intern wegen einiger dort noch vorhandener Gewerbebetriebe als „unseren Ruhrpott“. Außerdem erklärte Mayer, Weigenheim sei wohl tatsächlich die zweitgrößte Weinbaugemeinde in Mittelfranken – ließ dabei allerdings offen, ob sich das auf Liter, Winzer oder Fläche bezieht.

**Kommentar der Redaktion:**
Im Landratsamt wird also nicht nur über Personal, sondern auch über Prioritäten gesprochen. Die Frage nach drei Stellvertretern ist in Zeiten klammer Kassen sicher legitim – entscheiden muss das aber der neue Kreistag. Deutlich weniger diskutabel ist der Zustand mancher Straßen: Wenn eine Kreisstraße schon offiziell als schlechteste im Landkreis gilt, dann ist Handeln überfällig. Und beim Landkreiswein zeigt sich einmal mehr: Politik wird in Franken nicht nur mit Akten, sondern manchmal auch mit Silvaner begleitet. Solange am Ende mehr saniert als ausgeschenkt wird, ist dagegen wohl wenig einzuwenden.

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Neustadt an der Aisch

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**Wald als Ausgleichsfläche: Kommunen im Neustädter Land bekommen neue Möglichkeiten**

Wer Bauland ausweist, muss auch der Natur etwas zurückgeben. Bislang war das für viele Kommunen ein schwieriges, oft auch unpopuläres Thema. Nun gibt es im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim eine neue Möglichkeit: Künftig kann unter bestimmten Voraussetzungen auch Wald als Ausgleichsfläche ins Ökokonto aufgenommen werden. Für die beteiligten Städte und Gemeinden ist das ein wichtiger Schritt.

Bei der Bürgermeisterdienstversammlung in Neustadt stellten Baudirektor Joachim Reindler vom Amt für Ländliche Entwicklung und Theresia Pöschl von der Kommunalen Allianz NeuStadt und Land das Projekt vor. Reindler machte dabei deutlich, wie lange der Weg bis hierher war: „Darauf haben wir elf Jahre hingearbeitet.“

Zur Kommunalen Allianz gehören Neustadt an der Aisch, Diespeck, Baudenbach, Gutenstetten, Münchsteinach, Dietersheim und Ipsheim. Das Interesse bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern war groß. Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz begrüßte die neue Möglichkeit ausdrücklich. Das Thema Ausgleichsflächen und Ökopunkte sei seit Jahren ein Dauerbrenner auf kommunaler Ebene.

Hintergrund ist: Wenn Kommunen neue Baugebiete ausweisen, müssen sie ökologische Ausgleichsflächen schaffen. Diese Flächen werden in einem sogenannten Ökokonto geführt und können dort über die Jahre sogar „verzinst“ werden. Künftig ist das nun auch mit geeigneten Waldflächen möglich.

Ganz ohne Vorgaben geht das allerdings nicht. Der Wald muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und entsprechend umgebaut werden. Laut Reindler dürfen die Flächen zum Beispiel nicht bereits in einer anderen Förderung gebunden sein. Zudem gelten für ein Wald-Ökokonto besondere ökologische Anforderungen.

Dazu zählt unter anderem, dass pro Hektar 30 Festmeter Totholz – stehend oder liegend – vorhanden sein müssen. Außerdem sind zehn Biotopbäume je Hektar vorgeschrieben. In der Vogelbrutzeit darf kein Holzeinschlag erfolgen, ein bestimmter Abstand zu Straßen ist einzuhalten und der Abstand zwischen zwei Rückegassen muss 30 Meter betragen. Ziel bleibt dennoch eine reguläre Waldbewirtschaftung, allerdings unter strengeren ökologischen Maßstäben und mit Ausrichtung auf einen klimaangepassten Eichenwald.

Eine wichtige Grundlage für das Projekt entstand nach der Waldneuordnung in Baudenbach vor sechs Jahren. Damals hatte Bürgermeister Wolfgang Schmidt bei der Unteren Naturschutzbehörde angefragt, ob ein „Ökokonto Wald“ möglich sei. Die Antwort lautete zunächst nein. Nach weiteren Gesprächen und Abstimmungen zwischen den Fachbehörden kam es 2024 dann zum Konsens: Ein Wald-Ökokonto soll für Kommunen möglich gemacht werden.

Im nächsten Schritt wurden die rund 1000 Hektar Waldflächen in den beteiligten Kommunen untersucht. Daraus entstand ein gefördertes Grobkonzept, das von der Planungsgruppe Landschaft erstellt wurde. Die Kosten dafür lagen bei 40.000 Euro. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte Anreicherungskulturen in Nadelforsten mit dem Nelderradverfahren sowie Lochhiebe zur Auflichtung. Die Entwicklung der Flächen soll regelmäßig kontrolliert werden.

Theresia Pöschl stellte das Potenzial der Pilotkommunen vor: Von insgesamt 954 Hektar Wald in vier ausgewählten Gemeinden eignen sich 169 Hektar grundsätzlich für ein Ökokonto. Knapp die Hälfte davon liegt im Bereich Neustadt. Die einzelnen Flächen reichen von 0,10 bis 8,93 Hektar Größe.

Allerdings wird nicht das gesamte Potenzial sofort genutzt. Zunächst soll ein Ökokonto mit einer Gesamtfläche von 53 Hektar eingerichtet werden. Daraus könnten rund 2,45 Millionen Ökopunkte entstehen. Nach Angaben von Joachim Reindler reicht das aus, um etwa 49 Hektar Baugebietsflächen auszugleichen.

Die Flächen verteilen sich auf etwa 17 Hektar in Neustadt, 16 Hektar in Diespeck, 15 Hektar in Baudenbach und fünf Hektar in Gutenstetten. Für diese Bereiche müssen nun konkrete Konzepte ausgearbeitet werden. Die Planungskosten liegen bei rund 1000 Euro pro Hektar.

Anschließend können die Gemeinden ihre vorgesehenen Flächen nach und nach bei der Unteren Naturschutzbehörde melden. Dort werden die Flächen geprüft und gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung konkretisiert. Danach kann ein Vertrag geschlossen werden. Wenn alles wie geplant läuft, könnte der Waldumbau für das Ökokonto bereits in diesem Herbst starten.

**Kommentar der Redaktion:**
Das Thema klingt auf den ersten Blick trocken wie ein Aktenordner im Rathauskeller – ist für die Gemeinden aber tatsächlich ein echter Fortschritt. Denn Ausgleichsflächen sind seit Jahren ein sensibles Thema: teuer, knapp und politisch oft unerquicklich. Wenn nun geeignete Waldflächen mit klaren ökologischen Vorgaben eingebunden werden können, schafft das mehr Spielraum vor Ort. Wichtig ist dabei aber auch: Das ist kein Freifahrtschein für neue Baugebiete, sondern funktioniert nur mit strengen Regeln und echter Aufwertung der Natur. Oder anders gesagt: Der Wald wird hier nicht zum Trick, sondern im besten Fall zum Pluspunkt – für Kommunen und Umwelt gleichermaßen.

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt: Baugebiet „Auf der Höhe III“ rückt näher – 62 Bauplätze in Sicht**

In Neustadt ist das Thema Bauplätze seit Jahren ein Dauerbrenner. Jetzt gibt es bei einem der wichtigsten Wohnbauprojekte der Stadt endlich wieder Bewegung: Das geplante Baugebiet „Auf der Höhe III“ hat im Stadtrat den nächsten Schritt genommen. Damit zeichnet sich zumindest eine Teillösung für den angespannten Wohnungs- und Bauplatzmarkt ab – auch wenn das Vorhaben weiterhin nicht überall auf Begeisterung stößt.

Geplant ist das neue Baugebiet im Bereich zwischen Kleinerlbacher Weg sowie dem Umfeld von Klinger und Krankenhaus. Von Anfang an war das Projekt mit Gegenwind konfrontiert. Anwohner hatten unter anderem Bedenken wegen zusätzlichem Verkehr und mehr Lärm geäußert. Die Folge waren Gutachten, Verzögerungen und schließlich auch eine grundlegende Änderung im Verfahren.

Ursprünglich sollte der Bebauungsplan im sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden. Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023, das den häufig genutzten Paragraphen 13b des Baugesetzbuches für dieses Vorhaben für unzulässig erklärte, musste jedoch auf das reguläre Verfahren umgestellt werden.

Wie Bauamtsleiter Gerald Schorr erläuterte, könne man immerhin einen bereits erledigten Teil der Arbeit weiter nutzen: Die schon durchgeführte öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung werde nun als „vorgezogene Beteiligung“ im Regelverfahren gewertet. Eine Wiederholung sei daher nicht nötig. Ebenfalls wichtig für den Fortschritt sei, dass nun auch die Planung für die Erweiterung der Klinikgebäude abgeschlossen und genehmigt sei. Gerade bei Fragen zur Entwässerung habe dies zuvor eine zentrale Rolle gespielt.

**Breitere Anbindung soll Verkehr entzerren**

Dass der Stadtrat die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens nun einstimmig beschlossen hat, lag vor allem an einer überarbeiteten Verkehrsplanung. Der Übergang vom neuen Baugebiet zum Kleinerlbacher Weg, bislang eher schmal geplant und durch Pfosten für den öffentlichen Verkehr gesperrt, wurde nun deutlich breiter vorgesehen.

Grünen-Fraktionssprecher David Muck begrüßte das ausdrücklich. Aus seiner Sicht könne sich der Verkehr damit besser verteilen. Bauamtsleiter Schorr stellte allerdings klar, dass die neue Planung nichts am bisherigen Stadtratsbeschluss ändere, den Weg zunächst nicht zu öffnen. Die vorgesehenen Pfosten seien kein Bestandteil der eigentlichen Bauleitplanung. Sollte sich nach Fertigstellung und Bezug des neuen Baugebiets durch spätere Verkehrserhebungen ein anderer Bedarf zeigen, könne die Verkehrsführung aber angepasst und die Sperrung gegebenenfalls aufgehoben werden.

Im neuen Areal sind insgesamt 62 bebaubare Parzellen vorgesehen. Damit könnte sich die angespannte Situation bei den Bauplätzen in Neustadt spürbar entspannen.

**Auch Buchberg bleibt im Blick**

Der künftige Bürgermeister Alexander Müller (CSU) erinnerte daran, dass er selbst nie der größte Befürworter von „Auf der Höhe III“ gewesen sei. Umso mehr hoffe er, dass auch die Planungen für den Buchberg nun zügig vorankommen. Dort sei das Verfahren zwar noch nicht so weit, erklärte Schorr, die Stadt wolle das Thema aber weiter konsequent verfolgen.

Noch-Bürgermeister Klaus Meier nutzte die Entwicklung für einen grundsätzlichen Hinweis zur Wohnraumschaffung: Wenn man Wohnraum schaffen wolle, dauere es bis zur Umsetzung oft zehn Jahre. Ein Satz, der den langen Weg solcher Projekte ziemlich treffend zusammenfasst.

**Auch Klinik-Erweiterung geht weiter**

Parallel dazu kommt auch bei den Erweiterungsplänen für den Klinikstandort an der Paracelsusstraße Bewegung in die Sache. Laut Krankenhaus-Geschäftsführer Stefan Schilling ist dort ein Neubau mit vier Stockwerken für eine Pflegestation geplant. Hinzu kommen ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit Büros sowie Technik auf dem Dach.

Auch hier waren bei der ersten öffentlichen Auslegung zahlreiche Einwände eingegangen. Diese seien inzwischen abgearbeitet worden. In einigen Wochen soll nun die zweite vorgeschriebene öffentliche Auslegung der Pläne folgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn in Deutschland irgendwo ein neues Baugebiet entsteht, braucht man dafür gefühlt erst einmal Geduld, Aktenordner in Familiengröße und einen sehr langen Atem. In Neustadt sieht es nun immerhin so aus, als würde aus dem Dauerprojekt „Auf der Höhe III“ tatsächlich irgendwann ein echtes Wohngebiet werden. 62 Parzellen sind kein Pappenstiel – auch wenn man natürlich weiß: Kaum sind sie da, sind sie wahrscheinlich schneller weg als ein Parkplatz vor dem Supermarkt am Samstagvormittag.

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**Dorffest in Brunn: Am Schloss wird wieder gemeinsam gefeiert**

Wenn in Brunn das Dorffest ansteht, ist eines sicher: Es wird gesellig, lecker und richtig gemütlich. Am **Samstag, 23. Mai 2026**, lädt das traditionelle **Dorffest am Schloss** wieder dazu ein, gemeinsam einen schönen Abend in lockerer Atmosphäre zu verbringen. Los geht es ab **17:00 Uhr**.

Geboten ist alles, was zu einem gelungenen Fest in der Dorfgemeinschaft dazugehört: **Steaks, Bratwürste, Bauch, frische Salate sowie Kaffee und Kuchen** sorgen dafür, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss. Dazu gibt es **Bier, Wein und alkoholfreie Getränke**. Und auch wenn das Wetter nicht perfekt sein sollte, ist vorgesorgt – **ein Zelt steht bereit**.

Die Veranstalter bitten außerdem darum, **Teller, Besteck und Tassen selbst mitzubringen**. Das gehört in Brunn ganz bewusst zur traditionellen und nachhaltigen Festkultur dazu.

Organisiert wird das Fest von den **Ortsburschen, Madli & Altortsburschen Brunn**, die sich auf viele Besucher freuen.

📅 **Samstag, 23. Mai 2026**
🕔 **ab 17:00 Uhr**
📍 **Am Schloss in Brunn**

**Ein Abend für alle, die Geselligkeit und echtes Dorfleben zu schätzen wissen.**

**Kommentar der Redaktion:**
So muss ein Dorffest sein: unkompliziert, bodenständig und mit allem, was dazugehört. Wer Lust auf einen entspannten Abend mit guten Gesprächen und ehrlicher Festküche hat, dürfte in Brunn genau richtig sein. Und ganz nebenbei zeigt der Hinweis mit dem eigenen Geschirr auch: Tradition und Nachhaltigkeit können auf dem Land schon lange ganz selbstverständlich zusammenpassen.

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# Hofmann-Bierfest in Pahres: Drei Tage feiern, genießen und fränkische Festkultur erleben

Wenn in Pahres wieder das Hofmann-Bierfest ansteht, ist eines sicher: Im Aischgrund wird gefeiert. Vom **24. bis 26. April 2026** lädt die **Brauerei Hofmann** zu drei Tagen voller Stimmung, Musik, Biergenuss und geselligem Beisammensein ein. Vieles spricht dafür, dass es sich dabei tatsächlich um eines der größten Bierfeste im Aischgrund handelt.

Ob Stimmungsabend im Bierzelt, Party mit Après-Ski-Flair oder ein Familientag für Groß und Klein – das Programm bietet für jeden etwas. Dazu kommen **15 Biersorten an der längsten Bar im Aischgrund**, was das Fest für viele Bierfreunde aus der Region besonders interessant machen dürfte.

## Das Programm im Überblick

### Freitag, 24. April 2026 – Stimmungsabend
Zum Auftakt sorgen die **„Gipfelstürmer“** für beste Festzeltstimmung.

– Festbetrieb ab **18:00 Uhr**
– Bieranstich um **19:30 Uhr** mit der **bayerischen Bierkönigin**
– **200 Liter Freibier** zum Start
– Eintritt: **5 Euro**

### Samstag, 25. April 2026 – Partyabend
Am Samstag bringen die **„Fetzentaler“ aus Flachau** Après-Ski-Stimmung nach Pahres.

– Festbetrieb ab **17:00 Uhr**
– Begrüßung um **20:00 Uhr**
– Eintritt: **5 Euro**

### Sonntag, 26. April 2026 – Familientag
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Familien und Besucher, die das Fest in entspannter Atmosphäre genießen möchten.

– **9:00 bis 19:00 Uhr**
– Tag der offenen Tür
– Gemütlicher Ausklang für die ganze Familie

## Veranstaltungsort und Reservierung

📍 **Brauerei Hofmann, Pahres**
📧 **Reservierung:** bierfest@hofmann-bier.de

Das Hofmann-Bierfest dürfte auch 2026 wieder ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Region sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Drei Tage Ausnahmezustand in Pahres – und irgendwo zwischen Bieranstich, Festzeltmusik und der längsten Bar im Aischgrund zeigt sich wieder, warum solche Feste weit mehr sind als nur geselliges Beisammensein. Sie gehören einfach zur fränkischen Kultur dazu. Und mal ehrlich: **200 Liter Freibier** zum Start sind schon ein Argument, bei dem selbst der innerlich streng kalkulierende Franke kurz milde wird. 🍺😉

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Neustadt an der Aisch

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# Taschengeldbörse in Neustadt: Jung hilft Alt – und beide profitieren

Ein neues Angebot in Neustadt bringt Generationen zusammen und kann für viele im Alltag eine echte Hilfe sein: Mit der Taschengeldbörse sollen Jugendliche einfache Aufgaben übernehmen und sich dabei ganz legal ein bisschen Geld dazuverdienen. Gleichzeitig bekommen Seniorinnen, Senioren und andere Unterstützungsbedürftige schnell und unkompliziert Hilfe vor Ort.

Hinter dem Projekt stehen der Neustädter Seniorenrat, die Nachbarschaftshilfe des Caritasverbandes, der Jugendtreff Lazarett und die Stadt Neustadt. Ziel ist es, junge Menschen und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammenzubringen – wobei das Angebot ausdrücklich nicht nur für Seniorinnen und Senioren gedacht ist. Auch andere Neustädterinnen und Neustädter können die Unterstützung nutzen.

Das Konzept ist andernorts bereits bekannt und bewährt. Bundesweit gibt es ähnliche Modelle, auch in Markt Erlbach läuft eine solche Taschengeldbörse schon. Für Neustadt wurden dort bereits Erfahrungen gesammelt und Unterlagen übernommen. Die Vermittlung zwischen Jugendlichen und Hilfesuchenden läuft zentral über die Taschengeldbörse. Wer mitmachen möchte – egal ob als Helferin, Helfer oder als jemand, der Unterstützung sucht – muss sich dort anmelden.

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren. Für Minderjährige ist eine Einverständniserklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten notwendig. Die Jugendlichen können selbst angeben, in welchem Bereich in Neustadt und den Ortsteilen sie tätig sein möchten und welche Aufgaben sie übernehmen wollen.

Die möglichen Tätigkeiten sind vielfältig: Hilfe im Garten, Einkäufe, Unterstützung bei Computer, Handy oder anderen digitalen Fragen, leichte Haushaltstätigkeiten, Tierpflege wie Gassigehen, Begleitung bei Spaziergängen, kulturellen Veranstaltungen oder Besorgungen. Auch Vorlesen oder einfach Zeit für Gespräche gehören dazu. Mehrere Einsatzbereiche können dabei gleichzeitig angegeben werden.

Für die Einsätze wird eine Vergütung von acht Euro pro Stunde empfohlen. Die einzelnen Tätigkeiten sollen pro Einsatz höchstens zwei Stunden dauern. Außerdem soll die Arbeitszeit insgesamt zehn Stunden pro Woche nicht überschreiten. Klar geregelt ist auch: Einsätze vor oder während der Schulzeit sind ausgeschlossen.

Wer Hilfe sucht, gibt an, wobei Unterstützung gebraucht wird und wie häufig. Im Vorfeld sollen mit allen Beteiligten persönliche Gespräche geführt werden, damit die Vermittlung möglichst gut passt. Denn am Ende geht es nicht nur darum, irgendeine Aufgabe zu erledigen, sondern auch darum, dass die Chemie stimmt.

Damit das Angebot schnell bekannt wird, sollen Flyer an Neustädter Schulen verteilt werden. Außerdem werden Informationen bei Veranstaltungen wie „Alt und Jung“ sowie an weiteren Stellen ausgelegt. Über einen QR-Code auf den Flyern gibt es zusätzliche Informationen.

Die Initiatoren sehen in der Taschengeldbörse weit mehr als nur eine praktische Alltagshilfe. Jugendliche können soziale Kompetenzen stärken, Verantwortung übernehmen und sich sinnvoll engagieren. Auf der anderen Seite erhalten Seniorinnen, Senioren und andere Interessierte wohnortnah Unterstützung und kommen mit jungen Menschen in Kontakt.

Unterm Strich ist die Taschengeldbörse damit genau das, was man sich von einem guten lokalen Projekt wünscht: praktisch, menschlich und für alle Seiten ein Gewinn.

**Kommentar der Redaktion:**
Eine Idee, die fast schon verdächtig vernünftig klingt: Jugendliche verdienen sich etwas dazu, ältere Menschen bekommen Unterstützung, und ganz nebenbei redet man wieder mehr miteinander statt nur übereinander. Wenn das gut angenommen wird, könnte daraus in Neustadt ein echtes Erfolgsmodell werden – und vielleicht auch ein kleiner Beweis dafür, dass „Generationenkonflikt“ nicht zwangsläufig sein muss. Manchmal reicht eben schon ein Einkauf, ein Spaziergang oder Hilfe beim Handy, damit aus einem Kontakt mehr wird als nur ein Termin im Kalender.

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Neuhof an der Zenn

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## Neubürgerempfang in Neuhof a. d. Zenn: Gemeinde lädt am 24. April ein

Neu in Neuhof a. d. Zenn – oder einfach neugierig auf die eigene Heimat? Dann gibt es Ende April eine gute Gelegenheit, die Marktgemeinde und ihre Ortsteile besser kennenzulernen. Bürgermeisterin Claudia Wust lädt herzlich zum Neubürgerempfang ein – und ausdrücklich nicht nur an Neubürgerinnen und Neubürger.

Der Neubürgerempfang findet am **Freitag, 24. April 2026**, statt. Los geht es um **17:00 Uhr** mit einem kleinen Empfang am **Rathaus, Marktplatz 10**.

Im Anschluss steht eine gemeinsame Rundfahrt durch Neuhof a. d. Zenn und seine Ortsteile auf dem Programm. Dafür kommt der Doppeldeckerbus der ortsansässigen Firma **R. Rickert (MultimediaBUSiness)** zum Einsatz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei die Möglichkeit, die Gemeinde aus einer besonderen Perspektive zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Eingeladen sind laut Gemeinde nicht nur Menschen, die erst vor Kurzem nach Neuhof gezogen sind. Auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die ihren Heimatort noch besser kennenlernen möchten, sind willkommen.

Anmeldungen mit der teilnehmenden Personenzahl sind bitte bis **Dienstag, 21. April**, an **katja.hui@vg-neuhof.de** zu richten.

### Kommentar der Redaktion
Eine Rundfahrt mit dem Doppeldeckerbus durch die eigene Gemeinde hat schon was – man sieht Bekanntes plötzlich mit ganz anderen Augen. Und wer neu in Neuhof ist, bekommt hier nicht nur Informationen, sondern im besten Fall auch gleich ein paar Gesichter zum Namen und ein erstes Gefühl dafür, wie der Ort tickt. Genau so sollte Ankommen auf dem Land funktionieren.

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